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Full text of "Annalen des Wiener Museums der Naturgeschichte"



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Cibranj of thr ftlusfiim 



OOMPARATIVE ZOÖLOGY, 

U IARVABI COUIÖ, riMRlDGB, MASS. 
J?ouutrcli t)i) pifbatc subscrfpti'ou, fn 18C1. 



DR. L. de KONINCK'S LIBRARY. 



No 



ff 






A N N A L E N 



DES 



WIENER MUSEUMS 

DER 

NATURGESCHICHTE. 



ZWEITER BAND. 



MDCCCXL. 



ANNALEN 



DES 



WIENER MUSEUMS 



DER 



NATURGESCHICHTE, 



HERAUSGEGEBEN 



VOI DER IIIKECTIO* MESSEIiKE*. 



Zweiter Band. 




WIEN. 

ROHRMANN UND SCHWEIGERD 



k. k. Hofbuchhändler. 



18 4 0. 



ÜBER 

KRYSTALLBILDÜNGEN 

IN DEN 

PFLANZENZELLEN. 

V O N 

Du F. UMGEH. 



11. 



Unter allen organischen Elementartheilen , die sowohl den Pflanzen- als den Thierleib zusam- 
mensetzen, zeigt kein einziger soviel Abgeschlossenheit, so viel Selbstständigkeit und Con- 
centrirung des Lebensprozesses , als die Pflanzenzelle. Ein von einer durchaus gleichar- 
tigen Membran eingeschlossener, bald grösserer bald kleinerer Raum , welcher in der Regel 
von Flüssigkeiten in der Art erfüllt ist , dass dieselben nur mittelbar mit den der Nachbarzel- 
len communiziren , lässt weniger eine Vergleichung mit den Zellen des thierischen Organismus, 
als mit den aus denselben zusammengesetzten Organen zu. Indess tritt mit dem wechselnden 
Baue dieser Elementarorgane doch immer zugleich so viele Verschiedenheit in Bezug auf ihre 
functionelle Natur ein, dass man nur eine bestimmte Zellform als diejenige ansehen kann, 
wo chemische Prozesse vorzugsweise Statt finden, und die desshalb auch gleichsam den Herd 
der organischen Verwandlungen und des Stoffwechsels ausmachen. Diese Form der Pflanzen- 
zelle ist diejenige , die wir mit dem Namen Parenchymzelle , von der die sogenannte Meren- 
chvmzelle nur eine unwesentliche Abänderung ist , bezeichnen. Diese Form der Zelle ist es 
auch von der wir hier, wo wir einige Beobachtungen über Krystallbildungen mitzutheilen 
gedenken, insbesonders sprechen. 

Ich darf wohl nicht in Erinnerung bringen , dass der Irrthum derjenigen , welche Kry- 
stallbildungen in den Zwischenräumen der Zellen, den Intercellulargängen , beobachtet zu 
haben vorgaben, aufgedeckt, und der Satz als allgemein gültig ausgesprochen wurde, dass 
dergleichen Bildungen immer nur in den Zellräumen selbst vorkommen, und dort aus den 
vorhandenen Flüssigkeiten abgeschieden werden 1 ). Wie es sich zeigte, war die Irrung vor- 
züglich dadurch veranlasst worden, dass bei einer gewissen Art von Krystallen die Zellen, 
welche diese enthalten, das Vier- bis Sechsfache des Volumens der Nachbarzellen einnehmen, 
und daher eher vergrösserten Räumen zwischen den Zellen, als Zellräumen selbst gleichen. 

Die Zellen, in welchen ich bisher Krystallbildungen wahrnahm, waren immer nur dünn- 
wandig; allein es ist unrichtig, wenn man behauptet, dass mit denselben nie andere organi- 
sche Bildungen in einer und derselben Zelle vorkommen. Obgleich diess nicht der gewöhnliche 
Fall ist, so kamen mir doch Beispiele vor, und zwar namentlich in Fi p er bland« in, wo 
Chlorophyllbläschen mit zahlreichen Krystallen vereint in einer Zelle erschienen. 

Wenn auch Krystalle in allen parenchymatischen Pflanzentheilen angetroffen werden, so 
kann man doch die inneren Zellschichten der Blätter und des Stammes krautartiger Gewächse 
als die eigentlichen Werkstätten dieser seltsamen Bildungen ansehen. In den Zellen der Epider- 
mis sind sie bisher nur, und zwar von M eyen bei Tradescantia discolor und M aranta 
zebrina gefunden worden, und beifolgende Abbildung (Fig. 13) zeigt sie aus Goodyera 
repens, allein sie finden sich gewiss auch noch bei andern Pflanzen in der Epidermoidal- 



x ) \natom physiol. Untersuchungen über den Inhalt der Pflanzenzcllcn Von Dr. F. J. Meyen p. 62. 

1 * 



4 INGEN, IBER KHT8TALLBILÜÜN0ER LS DEN 1*1 l.ANZFJN/.ELLFN. 

schichte \ oh der Oberhaut aus Dach Innen zu werden sie aber immer zahlreicher, jedoch 
behauptet, wie mir scheint, in dieser Beziehung weder die Rinde noch der Markkörper dico- 
tyledonischer Pflanzen irgend einen Vorrang. 

Die Frequenz der Krystalle in irgend einer Pflanze ist eben so verschieden, wie in den 
einzelnen Zellen derselben; bald findet man ein Gewächs mit solchen anorganischen Producten 
überladen, bisweilen kommen sie in der nämlichen Pflanze nur sparsam vor, alles je nachdem 
sieh die zur kr\ »tallisation geeigneten chemischen \ erbindungen der Stoffe in grösserer oder 
geringerer Menge angesammelt haben. Ob hierbei das Alter der Pflanzen und der Standort von 
wesentlichem Belange sind, ist zwar noch nicht näher bestimmt, allein es lässt sich nicht ohne 
Grund annehmen , dass die gedachten beiden Punkte unter den übrigen einflussreichen Mo- 
menten gewiss die Hauptrolle spielen. 

Krystalle sind bereits in einer grossen Menge der verschiedenartigsten Gewächse ge- 
funden worden, von den einfachsten Algen 1 ) angefangen bis zu den vollkommensten Gewäch- 
sen, und wenn auch einige Pflanzenfamilien hiervon ausgeschlossen zu sevn scheinen, so treffen 
sich diese Kristalle dagegen wieder in anderen Gruppen desto zahlreicher, so zwar, dass von 
mancher derselben auch nicht eine einzige Gattung oder Art hiervon eine Ausnahme macht. Bei- 
spiele könnten aus manchen Ordnungen der Monocotvledonen angeführt werden. 

"Wichtig ist in Bezug auf das Vorkommen der Krystalle noch der Umstand, dass , sofern 
eine Pflanzenzelle einmal die zur Krystallbildung nÖthigen Stoffe besitzt , in der Regel meist 
mehrere Krystalle entweder auf einmal, oder aus der verschiedenen Grösse derselben zu ur- 
theilen, nach und nach gebildet werden, und dass es sich höchst selten ereignet, dass in einer 
Zelle sich nur ein einziger Krystall bildet. Letzteres trifft sich zuweilen bei Papyrus antiquo- 
rum, aber noch bei weitem ausgezeichneter in den Parenchymzellen der Ficus-Arten, 
namentlich in Ficus bengalensis (Fig. 1 u. 2). Doch finden sich auch hier unter den 
übrigen Zellen welche, die mehr als einen Krystall enthalten ; in diesem Falle sind dieselben 
jedoch stets kleiner als die vereinzelt Vorkommenden. Es scheint diess auf eine geringere Ener- 
gie der belebten Zellwand im Gegensatze zu ihrem Contentum hinzudeuten. 

Sehr beachtenswert!! ist überdiess noch die Art und Weise des Vorkommens der Pflan- 
zenkrystalle in solchen Pflanzen, die mit Lufthöhlen versehen, und mit ähnlichen Gängen durch- 
zogen sind. Hier trifft man diejenigen Zellen, welche Krystalle enthalten, häufig nicht nur allein 
locker mit den übrigen Zellen im Zusammenhange , sondern beinahe frei in die Luftgänge 
hineinragen. Beispiele der Art finden sich in Meyen's Phytotomie mehrfältig abgebildet ). 
Gewöhnlich ist diess der Fall bei den nadeiförmigen Krystallen, indess fanden wir es auch 
bei sternförmig gebildeten Krystalldrusen , wie diess Fig. 12 aus Myriophyllum spicatum ver- 
sinnlichet. Da im Grunde die Bildung aller Luftgänge seeundär, d. i. als Folge der nach 
und nach fortschreitenden Erweiterung der Intercellulargänge zu betrachten ist, so sind denn 
auch die krystallfüht enden Zellen ursprünglich mit den übrigen Zellen mehr oder weniger in 



l ) Den Nostuchincsen, als : Hydrurus crystallophorus Schuld, Chaetophora elegans, pisiformis und endiviac. 
folia, Rivularia calcarea, Rivularia pisumvar. dura, Palmella rupestris. Nostoc muscorum (von mir auch in 
Individuen, die auf Granilboden vorkommen, gefunden, enthielten kohlensauren Kolli) u. s. w.; den Con- 
fervacecn, als: l'onferva crystallifera Agdli. 

-) L. ( . Tab. V 7 . Fig 3 und 6 aus Pontederia cordata. Fig. 5 aus Calla aclhiopica. 



UNGER, ÜBER KRYSTALLBILDUNGEN IN DEN PFLANZENZELLEN. 

Verbindung, und werden erst im fortschreitenden Alter der Pflanzen allmälig von densel- 
ben abgetrennt. 

Vergleichen wir endlich die krystallführenden Zellen mit den angrenzenden Zellen in Be- 
zug auf ihrem Inhalt , so muss man staunen über die Mannigfaltigkeit der vital - chemischen 
Prozesse, deren Producte sich auf den ersten Blick kundgeben. Welche Verschiedenheit! hier 
Amylum in beträchtlicher Quantität angesammelt, zunächst daran Krystalle von mannigfaltiger 
Form, in den Zwischenzellengängen Luft, und überdiess die in den gefissartigen, anastomo- 
sirenden Zellen enthaltenen eigenen Säfte von gummiresinöser Beschaffenheit. Ein Bild dieser 
Art treu der Natur nachgezeichnet gebe ich Fig. 1 ic. 2. 

Es erregt gewiss eine erhöhte Aufmerksamkeit, wenn man die verschiedenartigsten che- 
mischen Vorgänge in einem so kleinen Räume, und scheinbar so wenig an eine gewisse Ordnung 
festgehalten sieht. Es dringt sich hierbei, in der Ueberzeugung der Notwendigkeit irgend eines 
Gesetzes unwillkülulich der Gedanke auf, in der Masse des parenchymatösen Zellgewebes ein 
inniges Verschlungenseyn mehrerer organischer Gebilde zu sehen, die in ihren zerstreuten Ele- 
menten dennoch gewissermassen durch die Gleichheit der Function zusammenhängen, aber 
unter sich in einem Gegensatzte stehen. So scheinen mir auf diese Weise alle Amylum füh- 
renden, so alle krystallführenden Zellen in einer näheren Beziehung unter einander zu seyn, obgleich 
sich räumlich häufig keine unmittelbare Verbindung nachweisen lässt, wie man diess z. B. bei den 
die Spiralröhren, die Lebenssaftgefässe u. s. w. constituirenden Zellschläuchen nachweisen kann. 

Es ist merkwürdig, dass die Gefässbündel nach allen ihren wesentlichen Elementartheilen 
durchaus keinen Theil haben an solchen mehr se- und excernirenden Prozessen. Diese Eigen- 
tümlichkeit , welche nothwendig auch einen Mangel sowohl an organischen als anorganischen 
Bildungen, wie Amylum, Chlorophyllbläschen, Harzkügelchen , Krystalle u. s. w. nach sich 
zieht, ebenso wie ihre Structurverhältnisse machen sie mehr für die Saftleitung geeignet, 
und kommt ihnen diese Function, wie wir kaum bezweifeln, vorzugsweise zu, so lässt sich 
das parenchymatöse Zellgewebe , das sie umgibt und von ihnen formell sowohl als materiell 
abhängt, füglich mit den drüsigen Eingeweiden des thierischen Körpers vergleichen , und es 
liege sonach in dieser Bedeutung der Grund seiner se- und excernirenden Qualität. 

Bei dem gegenwärtigen Zustande der Pflanzenanatomie ist es allerdings sehr schwer, 
sich hierüber umständlicher auszusprechen , und jeder , der weiss , w ie ganz hypothe- 
tisch der grösste Theil der Pflanzenphysiologie ist, wird sich eben so wenig wundern, wenn 
man die herrschenden Ansichten in dieser Beziehung gänzlich als unzureichend verlässt, als 
wenn man, zu Aeusserungen über diesen Gegenstand gedrungen, dabei immer nur mit grösster 
Vorsicht zu Werke geht. 

Wir gehen nun zur näheren Betrachtung der Krystalle selbst über. Die erste Anforderung in 
der Erklärung von Gebilden der Art, die durchwegs einen anorganischen Charakter an sich tragen, 
ist ihre naturhistorische und chemische Bestimmung. Die naturhistorische Bestimmung sucht 
die physikalischen Eigenschaften aufzufassen, unter welchen die Form, und bei regelmässigen 
Körpern die Kr y stall g estalt vorzugsweise beachtet zu w erden verdienen. Auch bei den Ki y- 
stallen der Pflanzenzellen muss es daher unser Bestreben seyn, etwas näher in die Beschreibung 
der Form einzugehen, als es bisher geschah. 

Selbst der wenig Unterrichtete wird auf den ersten Blick erkennen, dass das, was er als 
krystallinische Gebilde in den Zellen wahrnimmt, entweder einzelne , lose, oder in Drusen 



6 i \GER, ÜBER KRYSTALLHILDUNGEN IN DEN PFLANZESZELLEN. 

vereinte krystalle sind. Natürlich muss die Betrachtung einzelner oder individualisirter krystalle 
vorzugsweise unser Augenmerk auf sich zielten, da sie schon für sich alle zur möglichen Be- 
stimmung nüthij;en, d. i. wesentliche Merkmale darbieten, die Bildung der krystallgruppert 
hingegen theils durch die Form der Individuen, woraus sie zusammengesetzt sind, theils durch 
zufällige Momente bestimmt wird. Ein krystall ist nur bestimmt, venu er in seinen Abmes- 
sungen bekaaat ist Hat er iiberdiess keine einfache Gestalt, so ist zu seiner Erklärung noch 
die Nachweisung der Art und Grösse der Combination, und der Reihe, deren Glieder sich an 
ihn realisirten, nöthig. Alles dieses beruht auf genaue geometrische Constitutionen. Nur der- 
jenige krystall, dessen Flächenwinkel sämmllich, oder von welchen wenigstens nach Umstän- 
den einer oder mehrere Kantenwinkel bekannt sind, kann man der Gestalt nach für bestimmt 
und als irgend einem ki vstallsvsteme angehörig betrachten ; wo diess nicht der Fall ist, kann 
man keinen krystall für erklärt ansehen. 

"Wollten wir daher unsere Aufgabe vollständig lösen, so müssten wir uns auch mit dieser 

krystallographischen Arbeit befassen. Nun tritt aber bei Bestimmung der Winkeln an unsern 

übjeeten eine besondere Schwierigkeit entgegen, die eine Folge der unendlichen kleinheit des 
Gegenstandes ist. Uie grössten krystalle, die in dein Pflanzenkörper vorkommen , besitzen 
bei einer Länge von 0,11 einer Wiener Linie kaum den 30. Theil dieses Masses als Breite. 

krystalle, deren Durchmesser nicht so auffallend von einander verschieden sind, haben, 
wenn sie zu den grössten gehören, nicht viel über 0,023 /// . Von dieser Grenze verlieren sich die 
Grössen der krystalle abwärts bis in das Unbestimmbare. Diese Angaben stimmen mit den 
Untersuchungen Raspail's über die Grösse der Pflanzenkrystalle ziemlich überein. Ergibt 
die Länge der krystalle in den Wurzeln von Iris germanica zu % Millimeter (d. i. OfVkS'") 
und ihre Breite zu V 50 Milimeter (d. i. O/OOS'") an, hingegen aus den Blättern von Phytolacca 
und mehreren Monocotyledonen zu V 10 Millimeter (d. i. O^OM: 7 ") in der Länge, und zu V300 
Millimeter (d. i. OfOOW") in der Breite *). 

Wenn nun bei so kleinen Gegenständen schon die Längen- und Breitenbestimmungen 
Schwierigkeiten unterworfen, und ungeachtet den besten und genauesten Instrumenten vielleicht 
nie ganz fehlerfrei sind, um wie vielmehr müssen sich diese erst anhäufen , wo es sich um 
Bestimmung der Winkel, worauf die Abmessung beruhet, handelt. Raspail gibt zu diesem 
Behufe /. c. p. 36 einen microscopischen Winkelmesser (Goniometre microscopique) an, 
welcher zwar sehr einfach construirt, dessen Anwendung aber solche Vorsichtsmassregeln er- 
fordert, dass Fehler hierbei fast unvermeidlich sind. Zudem ist man mit demselben nur im 
Stande, Flächen-, aber keine kanten- Winkel zu messen. Die Hauptschwierigkeiten aber bei An- 
wendung desselben bestehen, abgesehen von allen übrigen, vorzüglich darin, dass man die 
Fläche des krystalls, dessen Winkel man zu messen unternimmt, genau horizontal stellen, 
und den Scheitel des Winkels eben so genau im Mittelpunkte des Microscops bringen muss — 
beides Operationen, die viel Zeit und Mühe fordern, und in keinem Falle ein sicheres Re- 
sultat versprechen, indem die Unterschiede noch immer innerhalb den Grenzen der Fehler des 
Instrumentes fallen. Und gesetzt, man bestimme auf diese Weise, wie Raspail that, die 
Winkel microscopischer krystalle, so wird man immer, um die Bestimmung vollständig zu 



l ) Neues System der Chemie organischer Körper von F. V. Raspail; aus dem Französischen übersetzt von 
Fr. Wo I ff, Stuttgart 183*, p. 766. 



TJNGER , ÜBER KRISTALLBILDUNGEN IN DEN PFLANZENZELLEN. 7 

machen, noch alle übrigen Flächenwinkel zu messen nÖthig haben. Dazu ist erforderlich, dass 
man dem Krystalle jede mögliche Lage geben, und überhaupt mit ihm so zu manipuliren im 
Stande ist, •wie wir ungefähr mit Krystallen umgehen, wenn wir sie crystallographisch durch 
den Reflexionsgoniometer untersuchen. Das erste Erforderniss Märe also, den inrcroscopischen 
Krystallzu fixiren, und ihn durch eine Einrichtung des Objecttisches nach jeder beliebigen Rich- 
tung zu drehen. Schon die Ausführung dessen halte ich bei Krystallen von V 50 Linie im Breite- 
durchmesser, wie diess schon die grösseren sind, um deren Bestimmung es sich hier handelt, bei 
der gegenwärtigen Einrichtung unserer Instrumente geradezu für unmöglich. Da wir also auf 
diesem Wege kaum zum Ziele kommen dürften, so bleibt uns nichts anders übrig, als uns vor 
der Hand mit einer approximativen Bestimmung zu begnügen, eine Bestimmung, die, wenn 
sie auf die Weise ausgeführt wird , wie wir demnächst angeben werden , für die Zwecke , die 
der Physiolog hierbei verfolgt , wenn auch nicht befriedigend , doch vor der Hand genügend 
seyn können. 

Vor Allem bleibt es immerhin eine unablässige Bedingung, sich von der Gestalt der zu un- 
tersuchenden Krystalle bei sehr starken Vergrosserüngen so viel möglich genaue Zeichnungen 
zu verschaffen. Uebung wird auch hierin manche Schwierigkeiten überwinden. Auf diese Weise 
würde man nicht nur beiläufig mit dem Krystallsysteme , zu welchem der zu untersuchende 
Krystall wahrscheinlicher Weise gehört, bekannt, sondern man bekäme zugleich einen Ueber- 
blick über die vorhandenen Combinationen u. dffl. 

In dieser Hinsicht liess ich es mir demnach angelegen seyn, von einigen desshalb untersuch- 
ten Pflanzen alle die verschiedenen Formen von Krystallen so sorgfältig als möglich zu zeich- 
nen. Ich gebe in den Abbildungen von Fig. 1 bis Fig. 11 alle mir bis jetzt vorgekommenen Kry- 
stallformen, von Ficus bengalensis, Marantazebrina, Musaparad isiaca und c o c- 
cinea, Yucc a glo ri osa, Strelitzia Reginae, undüberdiess noch die an abgeleiteten 
und combinirten Formen weniger reichen Krystallgestalten von Papyrus antiquorum, 
Tritoma uvaria und Aloe pulchra. Alle diese Krystalle kamen grösstentheils lose in 
den Zellen vor, nur zuweilen, und zwar, wenn sie sehr angehäuft waren, traten dieselben in 
Drusen zusammen. Eine solche Krystalldruse ist z. B. Fig. 3 abgebildet. 

Es tritt aber auch der Fall ein, dass die Krystalle nicht einzeln und lose, sondern durchaus in 
kugeligen und sternförmigen Figuren zusammengewachsen sind. Ausgezeichnete Beispiele der 
Art bieten die Rheum-Arten (Fig. 11) *), M y r i o p h y 1 e u m s p i c a t u in (Fig. 12), H e r n i a- 
ria glabra 2 ) dar; übrigens finden sich dergleichen Drusen auch noch bei Mercurialis 
per ennis, Vibur num Lan t ana 3 ) u. s. w. Bei Cactus pendulus *) und Caladium 
nymphaefolium 5 ) kommen diese noch mit nadeiförmigen Krystallen in einem Individuum 
vor , was mit Grund muthmassen lässt, dass sie auch ihrer chemischen Beschaffenheit nach von 
einander verschieden sind. Solche Krystalldrusen zu zeichnen hat viele Schwierigkeiten, beson- 
ders , wenn man starke Vergrosserüngen anzuwenden sucht. 



*) Auch Raspail gibt davon /. c. PL 12, Fig. 9, eine Abbildung. 

2 ) Ueber den Einfluss des Bodens auf die Vegetation u. s. w. v. Dr. Ungcr. Fig. 1? a. a. 

3 ) Meyen's Phytotomie Tab. I. Fig. 7. 
*) Meyen's Phytotomie, Tab. I. Fig 3. 

5 ) Meyen's Phytotomie, /. c. Tab. Xll Fig. 1. 



8 UNGER, ÜBER KRISTALLBILDUNGEN IN DEN PFLANZENZELLEN. 

Ueberblickt man die hier abgebildeten Krystallgestalten, so scheinen sie sämmtlich, viel- 
leicht mit Ausnahme der Fig. 4- /*., abgeleitete und mannigfaltig mit einander combinirte Formen 
zu seyn, deren Zurückführung auf die Grundgestalt unauflösliche Schwierigkeiten enthält. 
I in diesen zu begegnen, gibt es meiner Meinung nach nur einen einzigen Weg, nämlich den 
>\ eg der \ ergleichung , und auch diesen nur auf mittelbare Weise. 

Ich glaube nämlich , dass es nothwendig ist, durch eine früher vorgenommene chemische 
l ntersoehung sich erst von der Zusammensetzung dieser Krystalle zu überzeugen , und ist 
man so zur henntniss der vorhandenen Stoffe gekommen, durch Vergleichung mit künstlich 
erzeugten ähnlichen Körpern, welche, da sie in der Regel doch eine bedeutendere Grösse 
erlangen, leichter zu untersuchen sind, ihre Form und ihre Ausmessungen zu bestimmen. 

Diese mittelbare Bestimmung hängt somit vorzüglich von der genauen Eruirung der 
Bestandteile jener microscopischen Krystalle ab. Findet sich nur eine Krystallform in der 
Pflanze oder in gewissen Theilen einer Pflanze, so wird die Analyse immerhin viel einfacher 
und sicherer ausfallen, weil man grössere Quantitäten der Pflanzensubstanz, welche diese Kry- 
stalle enthalten, behandeln kann. 

I*t diess nicht der Fall, wie es zuweilen seyn mag, so wird man immerhin gezwungen seyn, 
Krystallbündel für Krystallbündel microscopisch- chemisch zu untersuchen; eine Arbeit, die 
eben so viel Fleiss und Ausdauer als Gewandtheit erfordert. 

Werfen wir , um derlei Untersuchungen näher zu beleuchten , einen Blick auf das bereits 
Geleistete, und wir werden uns überzeugen, wie wenig man über diesen Punkt bisher mit 
Sicherheit weiss, und wie viel daher noch zu erforschen übrig ist. 

Ausser Buchner, Schübler, Saigey, de la Fosse, Fr. Nees v. Esenbeck 
und Raspail hat sich, so viel mir bekannt, Niemand mit der Analyse dieser microscopi- 
schen Krystalle beschäftiget. 

Nach diesen wissen wir, dass die Basis derselben hauptsächlich Kalkerde, dann Bittererde, 
seltener Kieselerde, dagegen die Säure, welche mit denselben verbunden ist, entweder Kohlensäure, 
Kleesäure oder Phosphorsäure ist. Sehen wir, aufweiche Weise Raspail das Vorhandenseyn der 
Kleesäure und ihre Unterschiede von der Weinsteinsäure bestimmt, so darf man in dieResultate die- 
ser Untersuchungen allerdings etwas Zweifel setzen. Raspail behandelt Pflanzentheile, die der- 
gleichen Krystalle besitzen, mit kaustischem Kali, welches die Eigenschaft besitzt, die Pflanzen- 
membran und alle andern organischen Stoffe aufzulösen , dabei aber die Krystalle in den Zel- 
len unverändert zu lassen. Durch diese Auflösung der umgebenden Scheiden, die dabei in 
Kleesäure verwandelt w erden, können nun mittelst Auswaschen die Krystalle selbst in grösster 
Reinheit dargestellt werden. Erhitzt man die Krystalle auf einer Glasplatte, so werden sie dem 
Ansehen nach wenig verändert , obgleich dadurch die mit der Kalkerde verbundene vegetabi- 
lische Säure in Kohlensäure verwandelt wird. Eine nähere Angabe , wie sich durch diese Be- 
handlung Weinsteinsäure und Kleesäure unterscheiden lassen , gibt er nicht an , und schliesst 
auf das Vorhandenseyn der letzteren Säure bloss aus dem einzigen Umstände, dass bei kleesaurem 
Kalk der Winkel, den die Zuschärfungsflächen am Prisina machen, kleiner (62°) als bei dem 
weinsteinsauren Kalke (102°) sind. Wie schwer diess aber durch den microscopischen Gonio- 
meter zu bestimmen, und wie unsicher diese Bemessungen überhaupt sind, darüberhabe ich mich 
schon oben ausgesprochen. Eben so wird auf die Gegenwart der Phosphorsäure nur daraus 



UNGEH, ÜBER KRISTALLBILDUNGEN IN DEN PFLANZENZELLEN. 9 

geschlossen, dass durch die Erhitzung der untersuchten Krystalle keine Veränderung erfolgt, 
welche auf Bildung von Kohlensäure schliessen lässt. 

Die wenigen chemischen Untersuchungen, die ich bisher mit solchen microscopischen 
Krystallen unternahm, bestätigen zwar die vorhandenen Erfahrungen, allein, handelt es sich 
um nähere Bestimmung der mit den Basen verbundenen Säuren, so geben auch sie nicht viel 
genauere Aufschlüsse. Ich schreibe aber diesen Mangel nicht geradezu der Schwierigkeit in 
der Behandlung des Gegenstandes , sondern vielmehr meiner Ungewandtheit zu, welche ich je- 
doch bei mehr Uebung noch zu beseitigen hoffe. 

Ich untersuchte die Krystalle von Piper blandum, Ficus bengalensis, Maran- 
ta zebrina, ferner die spiessigen Krystalle von Aloe pulchra und Tritoma Uvaria, 
und zwar überall auf dieselbe Weise , indem ich eine ganz kleine Quantität von Pflanzensub- 
stanz dieser Gewächse mit verdünnter Salpetersäure digerirte, das Ganze filtrirte, und die auf 
solche Art erhaltene klare gelbliche Flüssigkeit mit Amoniac neutralisirte. Hierbei erfolgte in 
allen Fällen ein häufiger weisser Niederschlag. Dieser wurde nun gesammelt, ausgewaschen und 
in einem Platintiegel erhitzt. 

Bei Ficus bengalensis und Maranta zebrina trat während dem Ausglühen keine 
merkliche Bräunung des weissen Pulversein, wohl aber war dieses der Fall bei Piper blandum. 
Wurde jetzt irgend eine Säure zugesetzt, so erfolgte Aufbrausen, und in der neutralisirten 
Flüssigkeit bewirkte kleesaures Amoniac einen häufigen Niederschlag; die Untersuchung von 
Tritoma und Aloe wurde indess durch einen Fehler beim Auswaschen des Niederschlags 
unverlässig gemacht , wesswegen ich sie hier übergehe. 

Die stärkere Bräunung beim Erhitzen des Niederschlages von Piper blandum deutet 
offenbar auf eine andere vegetabilische Säure hin, als welche in Ficus und Maranta mit Kalk- 
erde verbunden ist. Wenn die Säure hier wahrscheinlich Kleesäure ist, so scheint sie im an- 
dern Falle eher Weinsteinsäure, und die Krystalle also bei Piper blandum weinsteinsaurer Kalk zu 
seyn. — Vergleichen wir nun die Krystallformen von neutralem weinsteinsauern Kalk, wie sie uns 
Pf. Walchner bekanntmachte *), so wird man von der Aehnlichkeit derselben überrascht, 
nur treten da noch Combinationen auf, die uns in dem microscopischen Krystalle von Piper 
nicht begegneten. Uebrigens stimmen die von demselben an dem gedachten Orte angeführten 
Eigenschaften des neutralen weinsteinsauern Kalkes, mit jenen unserer microscopischen Krystalle 
vollkommen überein, namentlich die Unlöslichkeit im kalten, und die Schwerlöslichkeit im war- 
men Wasser, das Aufblähen und Braunwerden bei der Erhitzung, der in der neutralen Lösung 
in Salpeter- oder Salzsäure durch kleesaures Kali bewirkte reichhaltige Niederschlag. 

Wir werden die Abbildungen dieser Krystalle von Piper in unserer Abhandlung über den 
anatomischen Bau der Piperaceen mittheilen ; für jetzt genüge es, darauf hinzudeuten , dass die 
in den ersten 6 Figuren dargestellten Krystalle der Wahrscheinlichkeit nach eher kleesaurer 
als weinsteinsaurer Kalk seyn dürften, was auch mit den Krystallfoimen, welche Raspail für 
kleesauern Kalk ausgab , gut übereinstimmt. 

Im Ganzen wollen wir in diesen wenigen Zeilen nur auf die Wichtigkeit des Gegen- 
standes, für die Pflanzenphysiologie, und namentlich für die Darstellung des Ernährungs- 



l ) Ueber krystallisirten weinsteinsauern Kalk. Journ. für Chemie und Phys. v. J. Schweiger. Bd. 4t p. 133, 
Jahrg. 1825. 

II. 2 



10 IM. in, ÜBEB HBT8T1LLBILDÜMC] 1 IN DEH PFLANZENZELLEN. 

Absonderungsvorganges aufmerksam machen , sogleich ihn aber von einer solchen Seite be- 
rühren . dass uns der Weg für weitere Untersuchungen, wenigstens der Hauptrichtang nach, 
vorgezeichnet wurde. 

Anhangsweise erlauben wir uns noch Einiges über die Lebenssaftgefässe , von denen man 
in den beiden ersten Nummern Abbildungen bemerken wird, anzuführen. 

Dass diese Gefässe, von denen hier die Rede ist, und die durch H. Schulz SO wie 
durch J. Mcven Namen und nähere Beleuchtung erhielten, von den eigenen Gefissen (yasis 
proprüs) wesentlich verschieden sind, ist eine Sache, die durch II. Mohl ins Reine gebracht 
ist. Beide Arten von Gelassen kommen darin überein, dass sie von eine dem Inhalte der übrigen 
Zellen wesentlich verschiedene Flüssigkeit führen; allein es ist noch unbestimmt, welcher Un- 
terschied zw ischen dem eigenen Safte der Lebenssaftgefässe (yasa lalicis) und der vasa propria 
Statt findet, obgleich er gewiss nicht unbedeutend ist. Wenn er hier mehr schleimiger Natur ist, 
so besitzt der Latex auffallend eine harzige oder gummiresinöse u. s. w. Beschaffenheit. Noch 
sichtlicher tritt der Unterschied beider Arten dieser Gefässe hervor , wenn man ihre Structur 
und Lagerungsverhältnisse berücksichtiget. 

Die Vasa propria nehmen wesentlichen Antheil an dem Baue der Gefässbündel '), sind 
in den meisten Fällen ein integrirender Bestandtheil derselben , und spielen in der Saftlei- 
tung, die wir nun einmal vorzugsweise den Gefässbündeln zuschreiben, gewiss eine eben so 
wichtige Rolle , als die Spiralgefässe , die Holz- und Bastzellen. 

Ganz anders verhalten sich dagegen die Vas a lati eis. Sie sind nie ein Theil der Gefäss- 
bündel , im Gegcntheil stets von denselben durch Zellgewebe gesondert, bilden zwar ein durch 
häufige Anastomosen zusammenhängendes System von saftführenden Kanälen, sie scheinen mir 
jedoch näher dein Parenchyme als dem Systeme der Gefässbündel verwandt zu seyn. Dafür 
spricht auch ihre Lage im Rinden- sowohl als im Markkörper, als in jenen parenchymatösen Pflan- 
zentheilen, die sich aus dem Zusammentreten der Gefässbündel in Kreisen hervorbildeten. Auch 
die Genesis der eigenen Gefässe dürfte dieser Ansicht eine Stütze verleihen , obgleich die Bil- 
dung der Gelasse, welche die Gefässbündel constituiren, auf ähnliche Weise vor sich zu ge- 
hen scheint. 

Um sich von der Art und Weise der Entwicklung der Lebenssaftgefässe gehörig zu infor- 
miren , ist es nöthig, dass der Längs- oder Horizontal- Schnitt eines mit Lebenssaftgefässen 
versehenen Pflanzentheiles, gerade solche in der Bildung begriffene Gefässe getroffen hat. Diess 
ist z. B. der Fall in jenem Theile des Markkörpers von Ficus bengalensis, den wir Fig. 1 
abbildeten. Man sieht hier ht. f. mehrere perpendiculär übereinander gestellte Parenchymzellen 
von einer Form, welche von den übrigen gleichnamigen Zellen dieses Pflanzentheiles durchaus 
nicht verschieden sind. Dagegen weicht ihr Inhalt wesentlich Yon dem Inhalte des angrenzen- 



*) Nach Mohl (De palmarum struetura pag. XIII.) erscheinen sie sowohl in den Palmen, als in den übri- 
gen Monocotylcdonen im Verfolge des Gefässbündcls von unten nach aufwärts früher, als der Holzkör- 
per, so dass sich also dieser gleichsam aus jenen hcrvorzubilden scheint. Man wird sich aber, wie schon 
Mohl es durch einige Worte andeutet, die Sache richtiger vorstellen, wenn man sich die Entstehung 
neuer Gefässbündel von der Blattspitze bis abwärts in den Stamm (so weit sie nämlich reichen) als gleich- 
zeitig erfolgend denkt, woraus hervorgeht, dass eher die beiden äussersten Endungen, wo die Gefässbün- 
del nur aus Bastzellen in den vasis proprüs bestehen (l. c. Tab. E. Fig.l L. Fig. 5), als der mittlere 
Theil derselben, welcher vollkommener ist, als Fortsetzungen betrachtet werden können. 



ÜNGEB, ÜBER KRISTALLBILDUNGEN IN DEN PFLANZENZELLEN. 11 

den Parenchymes ab. Man gewahrt hier milchig trüblichen, aus ungemein klein rundlichen Mol- 
lekülen bestehenden Saft, der in den Lebenssaftgefässen (e, e) so reichlich vorhanden ist, nur 
mit dem Unterschiede, dass er hier weniger dick, und die einzelnen Molleküle noch etwas un- 
deutlicher erscheinen. Offenbar kann man diess für nichts anders, als für den Anfang eines Le- 
benssaftgefässes, das wahrscheinlich in diesem Falle eine neue Anastomose zwischen zwei der 
Länge nach verlaufenden Stämmen zu bewerkstelligen sucht , halten , und die noch als zarte 
Zwischenwände erscheinenden horizontalen Zellwände, als jene Theile , welche im weiteren 
Fortgange der Entwicklung nach und nach obliteriren. Ich gründe diese Entwicklungsgeschichte 
der Lebenssaftgefässe , die uns die Natur selbst vorzeichnet, auf nichts von der allgemeinen 
Bildungsnorm der Pflanzengefässe Abweichendes. Auch die Spiralgefässe entstehen auf ähnliche 
Weise als verlängerte Zellschläuche, welche mit ihren Enden zusammenstossen. Auch hier wird 
diese Doppelwand nach und nach obliterirt, und es stellt sich sonach ein nur wenig unterbro- 
chenes Continuum dar. 

Diess beendet zugleich den Streit über die Selbstständigkeit oder nicht Selbstständigkeit der 
Wandungen der Lebenssaftgefässe. Da diese also aus Zellen sich heranbilden, so müssen nothwendig 
auch die Eigentümlichkeiten in Betreff der Structur der Wände derselben auf diese Gefässe Anwen- 
dung finden. So wie man nun die Zellwand aus zwei mehr oder weniger verwachsenen Lamellen 
(oder nach meiner Ansicht aus einer ursprünglich einfachen allmälig in zwei Lamellen zerfallenden 
Membran) ansehen kann, so kann man auch den Lebenssaftgefässen einen nur diesen zukommenden 
Bestandtheil seiner äusseren Umgrenzung kaum absprechen, obgleich in vielen Fällen die wirk- 
liche Sonderung der Zellwände der angrenzenden Zellen kaum nachzuweisen ist (Fig. 2). Be- 
wegung sah ich in dem Lebenssafte von Ficus nicht, und was es überhaupt mit dieser Art von 
Saftbewegung für Bewandtniss habe, werde ich bei einer andern Gelegenheit zu berühren suchen. 



Erklärung der Abbildungen. 



Die beiden ersten sowohl, als die beiden letzten Figuren sind nach einer Yergrösserung von 300, 
die übrigen nach einer Yergrösserung von 1020 Linien dargestellt. 

Fig. 1. Längsschnitt ans dem Marke von Fi cn s bengalens i s L. 

a. (i. (i. a. parenchymatöses Zellgewebe, in «reichem viele Zellen (~ä. b.J grosse Krystalle (im Durch- 
messer von 0,02'")? andere (c. c.) hingegen Amylum enthalten. 

d. Kleine Luftgänge als Zwischenzellengänge. 

e. e. e. \ erzweigte Lebenssaftgcfässe 0' (lga luticis Schulz- et MeyenJ mit ihrem Inhalte. 

f. Ein solches (Jefäss in seiner Entstehung, aus übereinander gestellten Zellen zusammengesetzt. 
Fig. 2. Querschnitt desselben Fflanzentheiles mit gleicher Bezeichnung. 

g. Intereellnlargänge , welche Safte führen. 

Fig. 3. Verschiedene hrystallformen aus den Parenchymzellen der Maranta zebrina Sims, 
aus kleesauerem Kalk bestehend. Die Länge der grössten betrug OjOl^'" einer Wiener -Linie. 
i. Zwei unregelmässig verwachsene Prismen. 
k. Line Krystalldrüse. 
Fig. 4. KrystaDsuite aus den Zellen von Musa paradisi aca L. 

h. Vielleicht die Grundgestalt. 
Fig. 5. Dessgleichen aus JVIusa coccinea Andr. 

Fig. 6. Zwei Krystalle aus dem Parenchyme von Yucca gloriosa. Andere Zellen sind mit nadeiförmigen 
Krystallcn angefüllt. 

Fiir. 7. Ein grosser spiessiger Krystall aus den einzeln nächst den Luftgängen gelegenen Merenchym- 
zellen von T r i t o m a U v ar i a K c r. 

Die grössten massen OjOGl'". 
Die kleineren massen 0,022'". 
Fig. 8. Spiessige Krystalle aus den Zellen der Blätter von Aloe pulchra Jacq. 

Die grössten massen OjllO"'. 
Fig. 9. Krystalle aus dem Blattstiele der Strelitzia Reginae Ait. Sie sind zahlreich in den Pa- 
renchymzellen vorhanden, indess finden sich hier noch in den Zwischenwänden der Luftgänge Zellen mit 
nadeiförmigen Kry stallen. 

Fig. 10. Ein Krystall aus dem Schafte von Papyrus antiquorum W. 

Aehnliche Krystalle finden sich nur sparsam, oft sogar vereinzelt, in den mit ungefärbten Säften ange- 
füllten Zellen des Parenchyme. 

Fig. 11. Eine Krystalldrüse aus dem Blattstiele von Rheum undulatum. 

Fig. 12. Vertikalschnitt eines Theiles des Stängels von Myriophyllum spicatum Lin. 

a. a. a. Luftgänge. 

b. 0. Parenchymzellen, welche Amylum enthalten, das einen Anflug von Chlorophyll hat. 

c. Eine Zelle mit rothem Safte gelullt; auch diese enthält Amylum. 

d. Frei in die Luftgänge hineinragende, sehr dünnwandige Zellen, welche sternförmige Krystall- 
driisen enthalten. Solche Zellen linden sich übrigens im Parenchyme aller Theile dieser Pflanze. 

Fig. 13. Ein Theil der Epidermis, samrat den Haaren der Kelchlappen von Goodyera repens R. Br. 
a. a. Zellen , welche nadeiförmige Krystalle cnlhalten. 



BEITRÄGE ZUR KENNTNISS 

DER 

PARASITISCHEN PFLANZEN. 

ERSTER 

ODER 

ANATOMISCH- PHYSIOLOGISCHER THEIL 

VON 

Da. F. UN GER. 



Apliyteja Ilydnora steht als hieroglyphisclicr Schlüssel zweier Welten, die wie Traum und Wachen sich 
in endloser M echselbeziehung auslegen und fliehen, vor uns. 

JV e es v. Ese nb eck. 



Einleitung. 



laicht leicht wird eine Gruppe von Pflanzen, wie die, welche wir insgemein mit dem Namen 
der Parasiten bezeichnen, sowohl durch das Sonderbare ihrer Gestalt, durch das von dem 
Gewöhnlichen so sehr Abweichende ihres inneren Baues , als vorzüglich durch die Art und 
Weise ihres Vorkommens dem Pflanzenforscher mehr Interesse darzubieten vermögen. 

Nur die Seltenheit des Erscheinens einiger derselben, und der Umstand , dass ihre Mehr- 
zahl den so wenig durchforschten Tropenländern eigen ist, mag die Unvollständigkeit der 
Kenntniss entschuldigen, die diese Gruppe von Pflanzen insbesonders trifft. Aber wenn gleich 
ihre Zahl bisher noch klein zu nennen ist, so lässt sich bei dem Eifer, der so viele unterrich- 
tete Männer, man kann sagen, fast jährlich jenen unwirklichen Regionen zuführt, wohl kaum 
zweifeln, dass wir von daher fortwährend den wichtigsten Entdeckungen entgegensehen dürfen , 
welche nicht nur die mangelnden Formen auffinden , sondern uns auch über ihre Lebensweise, 
welche vorzüglich an Ort und Stelle studirt weiden muss, auf das Genaueste bekannt ma- 
chen werden. 

Um einerseits einem dieser Mängel, wie wir hoffen dürfen, abzuhelfen, und andererseits 
zu neuen Forschungen aufzumuntern , haben wir uns entschlossen , die durch eine Reihe von 
Jahren fortgesetzten Untersuchungen über diesen Punkt der öffentlichen Beurtheilung zu über- 
geben, und glauben um so eher manches Wichtige und Interessante über diesen Gegenstand, 
besonders was ihre innere Structur betrifft, mittheilen zu können, als wir dasGlück hatten, kürzlich in 
einer der reichsten Pflanzensammlungen eine bedeutende Anzahl wohlerhaltener tropischer Para- 
siten anzutreffen, deren Untersuchung uns vorzugsweise beschäftigte. 

Da es andern Pflanzenforschern von Wichtigkeit seyn möchte, von dem Materiale, das 
uns für unsere Arbeit zu Gebote stand, genau unterrichtet zu seyn, so wollen wir dasselbe 
hier kurz angeben. Es bestand aus : 

Einem vollständigen , in Weingeist aufbewahrten , und einem getrockneten Exemplare von 

Cynomorium coccineam (Ersteres auf Malta von Herrn Dr. Jos. Hübner _, Letz- 
teres in Livorno von Herrn Prof. Moretti gesammelt). 
Vier vollständigen, aber getrockneten Exemplaren von Sar cophyte sanguinea (Sparrm.) 

(IchthyosmaJVhedemanniScIildl), yon£klon am Capder guten Ho ff n u n g gesammelt. 
Einigen ziemlich vollständigen in Weingeist bewahrten Exemplaren von Balanophora 

dioica, von Herrn Dr. Blume auf Java gesammelt. 
Einem eben solchen Exemplare der neuen Gattung Cynopsole Endl. 
Zwei dessgleichen Exemplaren von Helosis gujanensis Itich. 
Zwei in Weingeist erhaltenen Exemplaren von Langsdorfia janeirensis Fach. 

ohne Wurzelstock. 



U l RGEB, BEITRÄGE /.l 11 KENNTNISS DER PARASITISCHEN TFLAXZEN. 

Fünf vollständigen in Weingeist bewahrten Exemplaren von Scvbalium fungiforme 

Si h. et 7;'., von ScflOtl in Brasilien gesammelt 
Mehreren getrockneten Exemplaren von Cytinus llypocistis und einer neuen Art die- 
ser Gattung Ton der Insel ISoiirbon (Cytinus Lelimaiiiiiduus l:u<U.). 
Einem getrockneten Zweige der Adesmia arborea mit zahlreichen Exemplaren von 

l'ilostvles Derterii GuilL von ßertero \n Chili gesammelt. 
Zwei getrockneten, mit dem Wurzelkörper vereinten Blüthcnschäften von Hvdnora afri- 

cana '/'/u/hg., von Eklon gesammelt. 
Einem kleinen in Weingeist aufbewahrten Stück von ßrugmansia Zippeli, von Dr. 

Blume an Dr. Mejeu gesandt, und von Letzterem an Dr. Endlicher mitgetheilt. 
Einer in Weingeist bewahrten, und von Dr. Blume an Dr. EiulUclier geschickte Knospe 

der Ilafflesia Patina aus Java; 
überdiess aus mehreren tropischen \ iscum- und Lorant hu s arte n, mit den Theilen 
von Stämmen, worauf sie vorkommen. 

I eberflüssig ist es, zu erwähnen, dass wir uns das Studium unserer heimatlichen Parasiten 
vorzugsweise angelegen seyn Hessen, und unter diesen es nur wenig Arten waren, die wir 
nicht auf irgend eine Weise zu erforschen Gelegenheit fanden. 

Aus dem Angeführten erhellet, dass wir ungeachtet der Sparsamkeit der untersuchten 
Gattungen und Individuen, uns dennoch eines so mannigfaltigen und belehrenden Materiales zu 
erfreuen hatten , wie es gegenwärtig vielleicht nicht in vielen Händen so vollständig zu finden 
sejn möchte; es geht aber auch hervor, wie schwierig hie und da uns die Arbeit werden 
musste, besonders wo es den Bau jener Arten betrifft, die wir nur ingetrockneten Exemplaren 
untersuchen konnten , und wo uns ungeachtet aller Mühe die angewandten Erweichungs- und 
Auflösungs- Mittel nicht immer zum Ziele führten. Desshalb dürften auch einige Mängel 
und Unrichtigkeiten, die jede derlei Untersuchungen mit sich bringt , weniger der Fahrlässig- 
keit und Unkunde in Anwendung des anatomischen Messers und im Gebrauche des Microscops 

zuzuschreiben, als der Mangelhaftigkeit des bearbeiteten Gegenstandes beizumessen seyn, 

Irrthümer, deren Berichtigung wir bei dem wachsenden Interesse für vergleichende Anatomie 
bald zu erwarten berechtigt seyn werden. 



Nach diesen Vorerinnerungen wollen wir einen Blick auf die Geschichte der Entdeckun- 
gen der Parasiten werfen, an die sich eine Skizze über die geographische Verbreitung dersel- 
ben von selbst anknüpft. 

\ on den ältesten Schriftstellern haben wir über Parasiten nicht viel mehr als blosse Namen 
empfangen, wovon es selbst bei einigen noch ungewiss ist, ob sie die Pflanze bezeichnen, die 

wir dafür zu nehmen geneigt sind. So finden wir im Theophrast (Hist. 8. 8) die 

Cuscuta europaea als 'Opoßxyxn, Viscum album als T£:'a (//">£. 3. 6. 15. 9. 1. causs. 
2. 23.) Lorant h us europaeus als crrsX^ (causs. 2- 23.) Orobanche als Acpo<5copov, 
Phelipaea als Aifjo<5cöpov bezeichnet, und von Kctto? (Heder a Hei ix) sagt er, dass sie 
den Bäumen , worauf sie sich schlingen , nachtheilig sei. Die erste Erwähnung eines Wurzel- 
parasiten finden wir im Dioscorides (1. 127) unter 'X7io/.wTi$. 

Aus einer an der k. k. Hofbibliothek befindlichen Handschrift ersahen wir , dass Dios- 
corides zwei Arten derselben, eine als 'Yxo/.KrTiq schlechtweg, die andere als Tt:qxi7t^ nrspoq 



ÜNGER, BEITRÄGE ZUR RENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 17 

unterschied. Die sehr gut erhaltenen, auf Pergament gemalten Abbildungen zeigen, dass erstere 
eine Orobanche oder Phelipaea , die zweite aber ohne Zweifel unser Cynomorium ist. Durch 
Plinius (Hist. nat. LXVI. c. 93- seq.) lernen wir drei Arten von Viscum kennen, von welchen 
zwei (hyphear und dryos hyphear) unserer jetzigen Pflanze dieses Namens angehören, die 
dritte aber (Stelis) Loranthus ist; auch gedenkt er (l. c. XXII. 25) der Orobanche als Kjtouoqcov 
Diese, so wie die übrigen Parasiten, wurden zu jener Zeit noch für Erzeugnisse eines, von den 
kränkelnden Wurzeln, worauf sie vorkommen, ausgeschiedenen, überflüssigen, klebrigen Saftes 
gehalten. 

Bei dem allgemeinen Stillstande der Wissenschaften, der hierauf in Europa erfolgte, rückte 
auch die Renntniss der Parasiten um nichts weiter, und erst am Ende des siebenzehnten Jahr- 
hunderts, nachdem man einzelne von den Alten überkommene Erfahrungen zu deuten versuchte, 
fing man an, wieder um einige Schritte vorwärts zu gehen. Einiges verdanken wir den Wieder- 
erweckern der Naturwissenschaften und insbesondere der Gewächskunde , wie Marc. Malpighi 
und seinen Coaeven; insbesonders war es Paul Boccöne , der uns um jene Zeit mit einem der 
merkwürdigsten Wurzelparasiten bekannt machte. Der treffliche Micheli verbesserte bald dar- 
auf Boccone ? s Abbildungen, und spricht sich über den melitensischen Schwamm, den er Cyno- 
morium nannte, dahinaus, dass er ihn für einen Parasiten erklärte : „est plantae seeundariae 
aut parasiticae genus." 

Beiläufig in der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts erfuhren wir durch Patrik Browne 
die Existenz eines ähnlichen Wurzelparasiten in den gebirgigen Urwäldern von Jamaica , wel- 
chen Ol. Swartz ebenfalls zu Cynomorium zählt, der später aber von L. Cl. Richard als Helo- 
sis jainaicensis beschrieben wurde, wahrscheinlich aber der Gattung Scybalium angehören 
dürfte. Gleichzeitig beschreibt Swartz in seiner Flora Indiae oeeid. noch ein drittes Cyno- 
morium aus Cayenne, welches später von Richard sowohl auf dieser Insel, als in Guyana ge- 
funden, und als Helosis bekannt gemacht wurde. 

Noch waren für dieses Jahrhundert die Entdeckungen dieser sonderbaren Pflanzenformen, 
auf die nun insbesondere die Aufmerksamkeit der Reisenden gerichtet war, nicht geschlossen. 
J. R. Forster brachte auch aus der südlichen Hemisphäre, von den unter dem Wendekreise 
des Steinbockes gelegenen Inseln Neu-Caledonien und Tanna die merkwürdige Balanophora 
fungosa mit, wo er sie im Jahre 1774- in den dortigen Wäldern unter faulendem Holze zuerst 
fand. Dasselbe Jahr entdeckte Thunberg am Cap der guten Hoffnung, an dem Blackfelder- 
Gebirge auf dürren Feldern (Carro) ein anderes neues, höchst sonderbares Gewächs, die Hyd- 
nora africana, welche er für einen Schwamm zu halten keinen Anstand nahm. Kurze Zeit darauf 
fand der in demselben Lande reisende Sparrmann bei l'Kin TKay rivier hinter Bruntjes-hoogte , 
300 Stunden vom Cap, in schattigen Mimosenwäldern, im Grün von wiesenähnlichen 
Fluren ein blutrothes Gewächs, die Sarcophyte sanguinea, welche darnach auch bei Grahams- 
town von Cl. H. Wehdemann gefunden wurde. 

Nun trat mit Beginn dieses Jahrhunderts durch die Unruhen eines, durch ganz Europa 
aufgeregten kriegerischen Zustandes , der beinahe alles Interesse für sich in Anspruch nahm , 
neuerdings eine kleine Pause in dem Fortgange der naturforschenden Wissenschaften ein, welche 
sich auch mehr oder weniger in der Botanik fühlbar machte. Wir lernten in dieser Zeit durch 
die Reisen des Engländers Roh. Brown nur einige neue Arten eines schon bekannten Schmaro- 
tze rgewächses, der Cassytha kennen, und der Spanier J. C. M litis gab Nachricht von einem 
II. 3 



n l NGEB, IM ITHÄ01 ZI lt KIWTMSS Dl.lt PARASITISCHEN PFLANZEN. 

neuen Geschlechte Caldasia, wozu er riet Arten von Pflanzen zählt, die er in Brasilien fand, 
und von denen eine mit Gewissheit Helosis brasiliensis ist. 

Mit dem wiedererlangten Frieden ward dem Fortgänge der Entdeckungen ein verstärkter 
Antrieb gegeben , und so konnte es nicht fehlen, dass auch die Kenntniss der Parasiten um 
vieles erweitert wurde. 

So entdeckte z. R. im Jahre 1817 Herr von LangsdOff an Rio Janeiro neuerdings eine 
hierher gehörige Pflanze, welche von Martius im Journale von Brasilien als Langsdorfia hypo- 
gaea, von Richard aber in seinem vortrefflichen .Memoire über die Balonophoren als Längs 
dorlia janeirensis beschrieben und abgebildet wurde , — und ein Jahr später Dr. Arnold das 
seltsamste aller Gewächse, Brown's Rafltesia Arnoldi. 

Er fand diese Riesenblume zuerst auf einer Reise in das Innere von Sumatra, zu Pulo 
Lebbar am Mannastrome (zwei Tagreisen landeinwärts von der Stadt Manna) in Dickicht ver- 
borgen, auf sehr fruchtbarem, mit Elephantenmist bedeckten Roden, und ahnete damals noch 
nicht, dass es ein Parasit sei. Diese durch Robert Brown in einer ausgezeichneten Abhandlung 
der Transactions of the Linnean Society, 1820 : bekannt gemachte Entdeckung eines in vieler 
Beziehung so merkwürdigen Gewächses, blieb indess nicht lange ohne ein eben so seltsames 
Pendent. Es war demallen Widerwärtigkeiten Trotz bietenden Dr. Rlume auf Java vorbehal- 
ten, in der RafVlesia Palma eine eben so wunderbare Schwesterpflanze des vorerwähnten parasi- 
tischen Gewächses zu linden. Er sammelte sie zuerst im Jahre 1824- auf der westlich von Java ge- 
legenen kleinen Insel Nusa Kambangan, wo sie in schattigen Stellen auf feuchtem Roden, nächst 
dem Meeresgestade wuchs. Eine dritte hierher gehörige Art, Raflflesia Horsfieldi R. R., von 
Horslield auf Java gefunden , ist noch nicht näher bekannt. — Nicht vergebens suchte man auf 
dem üppigen Roden der pflanzenreichen Insel Java noch nach andern ähnlichen Pflanzenformen. 
Zippelius war so glücklich, im westlichen Theile derselben, am südwestlichen waldbewachsenen 
Abhang des 1200 — 1500' hohen Rerges Salak abermals einen neuen AVurzelparasiten, Rlume's 
Rrugmansia Zippelii, zu finden; auch gelang e? sowohl Dr. Horslield, als Rlume auf demselben 
Erdtheile mehrere neue Arten von Ralanophora, als R. dioica R. R. elongata Rlum und abbre- 
viata Rlum, zu erspähen. 

Während nun auf diese Weise die Anzahl der Parasiten jährlich zunahm, war es nothw en- 
dig geworden, sie näher untereinander zu vergleichen, und ihnen einen eigenen Platz im 
Systeme zuzubereiten. Mehrere Monographen und Systematikerhaben diess mit grösserem oder 
geringen m Glücke zu bewerkstelligen gesucht; ich übergehe aber diese mehr raisonnirenden 
Schriften, und führe nur eine, in den Annales des scienc. natur. Tom. I. 183-L bekannt gemachte 
Arbeit von Ad. Rrongniart an, da dieselbe mehreres Neue über die Gattung Cytinus enthält. 

So viel auch in einer kurzen Zeit die Tropenländer der östlichen Erdhälfte Neues dar- 
boten , so blieb der westlich tropische Theil der alten und der neuen Welt dennoch nicht zu- 
rück. Wir erhalten durch Isert von einein neuen Wurzelparasiten in Guinea Kunde , und der 
emsige Schott brachte uns aus Rrasilien nicht nur allein das merkwürdige Scybalium fungi- 
forme , sondern auch eine Zeichnung des wahrhaft w underbaren Lophophytum mirabile mit. 
Reide letztgenannten Parasiten wurden im Jahre 1820 in den Urwäldern Rrasiliens das erstemal 
gesammelt: das Scybalium in den Gebirgen der Serra d'Estrella, das Lophophytum um Rio 
Janeiro. Der südliche Theil von Afrika , welcher schon im vorigen Jahrhunderte Thunherg 
und Sparrmann zwei Wurzelparasiten darbot, lieferte auch neuerdings wieder einigen Zuwachs 



UNGER, BEITRAGE ZUR KENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 19 

der Art. Drege fand ausser der schon bekannten Hydnora in den thonigsandigen Ebenen von 
Parva und Namaqua noch eine zweite Art dieser Gattung, die Hydnora triceps, und Bruchell am 
Elephantenflusse eine d itte , die Hydnora multiceps. 

Von grosser Wichtigkeit für die Naturgeschichte der Parasiten war endlich die von dem 
unglücklichen Bertero in Chili gemachte Entdeckung eines kleinen, mit den Gattungen Cytinus, 
Brngmannsia, Rafflesia u. s. w. sehr nahe verwandten Schmarotzergewächses, welches aber von 
den genannten Wurzelparasiten in seiner Lebensweise dadurch bedeutend abweicht, dass es nicht 
wie jene auf den Wurzeln , sondern auf den Zweigen eines Baumes , der Adesmia arborea 
Bert, vorkcmmt. Zugleich ward dadurch die Existenz einer von Poiteau beschriebenen ähnlichen 
Pflanze, des Apodanthes , dessen parasitische Natur man letzter Hand zu bezweifeln anfing, 
neuerdings wahrscheinlich gemacht. 

Ausserdem brachte auch der bekannte Reisende E. Pöppig einen mit Lophophytum und 
Sarcophyte verwandten Parasiten , das Ombrophytum peruvianum Pöp. , aus Peru mit. So 
wuchs denn eine Gruppe von höchst merkwürdigen Pflanzen , die man unter der Benennung 
der Rhizantheen zusammenfasste, welche mit wenigen Ausnahmen nur auf den tropischen 
Theil der Erde beschränkt zu seyn scheint, durch die unermüdeten Forschungen europäi- 
scher Reisender in der Zeit von kaum anderthalb Jahrhunderten zu einer Zahl heran, die 

nahe an 40 beträgt. Gleiche, wenn auch nicht grössere Fortschritte machte übrigens auch 

die Kenntniss der übrigen Parasiten, von denen wieder eine Sippe, nämlich die Lorantheen 
grösstenteils den Tropen angehören. 

Vorzüglich sind es nur zwei Familien , welche in ihren Gattungen und Arten zahlreich 
genannt zu werden verdienen ; es sind diess die Orobancheae und Loranthaceae. Beide haben 
in kurzer Zeit mehrere Bearbeiter gefunden ; erstere durch Fr. G. Wallroth, Reichenhach , 
Vaucher, Bowmann und Schulz u. a. m. ; letztere durch Chamisso und v. Schlechtendal , von 
Martius, Blume, Decandolle u. a. m. 

Von den zwei Arten von Loranthus , die Linne 1753 kannte, wuchs diese Gattung all- 
mälig bis zum Jahre 1829 (Schuttes) auf 196 Species an, und jetzt sind ihrer wohl mehr 
als 300 bekannt. 

Es würde zu weit führen, die Verdienste der hier genannten und mehrerer anderer hier über- 
gangenen Botaniker, um die Förderung der Kenntniss der Parasiten, im Einzelnen durchzugehen; 
es genüge desshalb eine einfache, chronologisch geordnete Aufzählung der Schriften , die ins- 
besonders mit diesem Gegenstande mehr oder weniger zusammenhängen, und wobei natürlich 
nur diejenigen ausgewählt sind, die einen reellen Beitrag für die Naturgeschichte der Parasiten 
enthalten. Insbesonders sind hierunter auch ein paar Schriften zu erwähnen, welche, obgleich 
sie nur zwei Schmarotzerpflanzen, die Cuscuta nämlich und die Cassytha berühren, für den ana- 
tomischen und physiologischen Theil derselben manche schätzbare Beiträge lieferten. Diese sind 
Mobfs und Palm's Arbeiten über den Bau und das Winden der Ranken und Schlingpflanzen. 

Literatur der Parasiten. 

Icones et Descriptiones rariorum plantarum Siciliae, Melitac, Galliae et Italiae, autore Paulo Boc- 
co ne. An. 1674. p. 80—83. Tab. 43 (De Fungo typhoide coccineo melitcnsi). 

Marc. Malpighii Opera omnia. Lond. 1686 (Tractatus: De plantis, quae in aliis vegetant p. 49. Tab. 
XXVI. et de radieibus plantarum p. 54. Tab. XXXVIII. Fig. 138). 

Mnseo di Fisica e di Esnerienze di Don Paulo Boccone. 1697. 

3 * 



Ib l V.l H, IUI I R w.i. ZUR RENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZ! V 

Ca. Plant. 11. l'is. FuBgus T\ pholdefl Liburnensis. 

l\ti>. GazophyL Tab. 39« Fig. 8. Fungus mauritanlcw« vcmcosus ruber. 

Nova plantarum genera, autore lVt. Ant. Miehelio 1729. p. 17. Tab. XII. (Cynomorium Mich, »plan« 
lae secundariae aut parasitlcae genus" sammt der Wurzel abgebildet.) 

Mem. de l'Academie 17 ji. p. 170 Guettard über Cuscuta. 

1'. A. Mlchell Relazione de] l'erba da botanicl Orobanche etc. Fiercnze, per li Tartini 1720. 8. 

Cur. Ltnaei Spec plantar. Bd. II. 1762. p. 180. (Leber Cuscuta.) 

Ant. (iouani, Flora monspeliaca 1765. p. 16. (Lieber Cuscuta.) 

llistuire de la Jamaique de Patrik Browne Lond. 1756. (Uebcr Cynomorium jamaicense.) 

Kongl. Vetensk. Acad. llandling. 1775. Vol. XXM. p, 69 seq. Beschreibung eines ganz sonderbaren, 
noch zur Ze!t unbekannten Schwammes, Hydnora africana vom Vorgebirge der guten Hoffnung , eingesandt 
von ür. Thunberg. Aus der kön. schwed. Acad. Abhandlung von 1775, übersetzt von Kästner. Ud. 37. 17S1. 

Tab. II. mit einer Abbildung und Beschreibung der Blume von Hydnora africana Thunberg. , Die Frucht 

und Wurzel 1777. p. 144 (d. A. p. 131). 

Characteres generum plantarum, autore J. B. Forster. Lond. 1776. (Lieber Balanophora fungosa.) 

Flora capensis, autore Thunberg, \ ol. II. p. 499. 

Planta Aphvteia, quam proposuit Eric. Acharius. Linn. Amoen Acad. Vol. VIII. p. 310. Jcon floris. 1785. 

Fungus melitensis prop. a Job. Pfeiffer Linn. Amccn. Acad. Vol. IV. 1788. Tab. IL 

Flora Indiae eeeid. Autore Ol. Swartz Tom. I. p. 11. 1797. (Ueber Cynomoriumjamaicense u. cayennense.) 

Semenario del nuovo B. de Grenada J. C. AI litis de Santa- Fe de Bogota. (Ueber Caldasia.) 

Kongl. Vetenskaps Academ. Handlinger Vol. XXVII. p- 300. t. 7. 1776. Beschreibung der Sarco- 
phyte sanguinca etc. von Sparnnann. Aus den kön. schwed. Acad. Abhandlungen von 1776, übersetzt von 
Kastner. Bd. 38. 1782. Tab. VII. 

Flora alanlica, autore Ren. Desfontaines P. IL p. 59. t. 144. 146. 1803. (Uebcr Orobanche u.Phelipaca.) 

Ann. du Mus. d'hist. nat. Tom. XIII. 1809. p. 64_65. (Ueber Cuscuta.) 

Prodroinus Florae novae Ilollondiae et ins. Van Diemen. Aut. B. Brown 1810. (Ueber Cassytha.) 

Jacquin Select. stirp. anieric. Ilistoria p. 58. tab. 116. (Ueber Cassytha.) 

Annales du Mus. Tom. XVI. p. 419.pl. 21. 1810. Examen de la division de vegetans en Endorlüzes et 
Exorhizes por Mirbel. (Ueber das Keimen von Loranthus uniflorus u. Viscum.) 

Journal von Brasilien von W. C. Eschwege II. Weimar 1818. p. 179. (Ueber Lrngsdorfia.) 

Thesaurus Botanicus, autore Leop. Trattinick 1S19. Tab. 29. 30. 31. (Abbildungen von Cytinus, Cyno- 
niorium und Aphyteia.) 

An Account of a new Genus of Plants , named llafflcsia. By. Brown Esq. Bead June 30. 1820. 

Transactions of the Lin. Soc. of London. Vol. XIII. P. I. p. 201-234. 

Ins Deutsche übertragen in derlsis.Jhr. 1823. Bd. 2. p. 1365. Tab. 20 (nur mit den wichtigsten Figuren). 

Dessgleichen Bobert Brown's vermischte Schriften von Nees v. Esenbeck. 1826. Bd. II. p. 605 — 674. 

Alemoire sur unenouvellefamille deplantes: Les ßalanophorees par AI. C.L.Bichard Alem. du Aluseum 
d'hist. natur. Tom. VIII. 1S22. p. 404—436. t. 19. 20. 21. 

Heise in Brasilien von D. Spix und D. Alartius I. Tbl. p. 29. 1823. (Ueber Cynomorium auf Malta.) 

Observationssurlegenres Cytinus etNepenthcs, par Ad. Brongniart. Ann. des scienc. natur. Tom. I. 1S24. 
p. 29. et seq. PL 4. 

Voyage de Ilumbold et Bonpland. Part. VI. Nova genera et spec. plantarum Tom. VII. p. 213. t. 660 — 
1S25. (Ueber Corallophyllum.) 

Orobanches Generis AIAEKETH, scripsit Fr. G. Wallroth 1825. 

Description de l'Apodantes, nouveau genre de plantes phanerogames parasites ; par AI. A. Poiteau. 

Ann. des sciences nat. Tom. III. p. 421. pl. 26. Fig. I. 1824. 

Bjdr, tot de natuurk. Wet. D. IL p. 422. (Blume über Patina indigenarum.) 



UNGER , BEITRAGE ZUR RENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 21 

Icones plant, rar. et minus cognit. Autore Lud. Reichenbacli. 1826. Tab. 497 500 Cuscutae 1828. 

Tab. 651—8C0 Orobanche cont. 830—S31. 

Ueber das Winden der Pflanzen u. s. w. von Dr. L. II. Palm. 1827. 

Ueber den Bau und das Winden der Ranken und Schlingpflanzen. Eine gekrönte Preissclirift von Hugo 
Mohl, mit 13 Tafeln. 1827. 

Memoire pliysiol. experim. et pathol. Tom. VII. 1827. 

Memoire physiol. sur le Gui. par M. B. Gaspard. D. M. 

Enumeratio plant. Javae et insularum adjac. Autore Dr. Blume Fase. I. 1827. p. 86. Fase. II. 1828. 
(Ueber Balanophoren.) 

Nachricht von einer neuen capischen Pflanze Ichthvosma Wehderaanni , mitgetheilt von Dr. F. L. v. 
Schlechtendal. Linaea Bd. II. 1827. p. 671. Tab. VIII. 

Nachtrag zu Ichthvosma Wehdemanni von Dr. F. L. v. Schlechtendal. Linnaea. Bd. III. 1828. p. 194. 

Flora Javae nee non insularum adjac. Autore C. L. Blume. Fase. I. und II. 1S2S. (Loranthaceae und 
Rhizantheae : Rafflesia Patina und Brugmansia Zippelii.) 

De planus in expedit. spec. Romanz. (Lorantheae) Autore A. Chamisso et Dr. de Schlechtendal. Lin- 
naea. Jahrgang 182S. p. 199. 

Ueber das Herauswachsen parasitischer Gewächse ans den Wurzeln anderer Pflanzen, von Dr. J. Meyen. 

Flora oder bot. Zeitung 1S29. Nr. 4. B. I. (Im Auszuge vorgetragen in der Versammlung deutscher 
Naturforscher und Aerzte zu Berlin am 24. Sept. 1828.) 

Monographie des Orobanches par M. Vaucher. Mein, du Mus. d'liist. nat. Tom. X. avec 16 pl. 1827. 

Nova gencra et spec. plantarum autore Dr. C. P. v. Maritas. Vol. III. 1829. p. 182—188. Tab. 298— 
299 und 300. (Ueber Langsdorfia und Helosis.) 

On the ParasiticalConnection of Lathraeasquamariaand thepeeuliar strueture of iths subterraneanlea- 
ves. By. J. E. Bowmann. The Transact. of the Linn. soc. Vol.XVI. p. I. art. XX. 1829. p. 399. Tab. 22 und 23. 195. 

Einige Bemerkungen über Loranthus von Dr. v. Martins. Flora od. Regensb. bot. Zeit. 1830. Nr. 7. 

Memoire sur la famille des Loranthacees par. M. A. P. Decandolle. Avec 12 planches. 1S30. 

Monographie der Gattung Orobanche, von Schulz. 

Meletemata botanica, autoribus II. Schott et Steph. Endlicher 1832. (Ueber Lophophytum u. Scybalium.) 

De Tlnfluence , que les Vegetans parasites exercent sur eux , qu'ils attaquent, et de leur maniere do 
vivre. Chapitre XIV. de Physiologie vegetale par M.A. P. Decandolle 1832. p. 1401—1462. 

De Hydnora. Autore E.Meyer Dr. cum tabulis duabus. Nova Acta Acad. Caes. Leop. Carol. nat. curios. 
Vol. XVI. P. II. 1833. p. 774—7S8. (Ueber Hydnora africana Thnbg. und Hydnora trieeps. Drege et Meyer.) 

Travels in Africa, by Bruchell. p. 213. (Ueber Hydnora multieeps.) 

Reise nach Guinea von P. E. Isert p. 2S3. Kopenh. 1790. 

Einiges über die Geschichte und das Vorkommen von Viscum und Loranthus von Dr. Zuccarini. Flora 
oder Regensb. bot. Zeitung 1833. B. II. Nr. 10. 

Ueber das Einwurzeln parasitischer Gewächse von Dr. F. Unger. Vorgetragen in der Versammlung 
deutscher Naturforscher und Aerzte in Wien am 25 September 1832. Isis Jahrg. 1833. 

Note sur la fleur femelle et le fruit du Rafflesia, avec des observatiens sur ses afflnites et la strueture 
de l'Hydnora, par M. Rob. Brown. Lueäla societe Linneennc de Londres dans la seance dul7.juin 1S34. 
Annal. des Sciences nat. Suin. 1834. Tom. I p. 369. 

Mem. snr de Pilostyles , nouveau genre de la famille des Rafflesiacees , par M. Guillemin. Annal. des 
scienc. nat. 1S34. Tom. II. p. 19. 

Jahresbericht über die Resultate der Arbeiten im Felde der Physiologischen Botanik vom Jahre 1834 
von Dr. J. Meyen. Archiv für Naturgeschichte von Dr. A. F. A. Wiegmann I. Jahrgang 2. Heft 1835. 

Nova genera ac species plantarum, quas in regno chilensi peruviano et in terra amazonica annis 1827 — 
1S32 legit E. Poppig et cum Steph. Endlicher descripsit; et Vol. I. 1835. (Ueber Misodendron.) 



I M,lll, BEITRAGE /in RENXTXISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 

Eimvurzlung der Parasiten. 

Di« Parasiten sind Gewachse, welche weniger durch ihre Form und durch ihren Bau, als 
durch ein inneres Princip, welches sich in einer besonderen Eigentümlichkeit ihrer Lebens- 
weise ausspricht, sich gegenseitig zu einer grossen («nippe von Pflanzen verbinden. Allerdings 
ist ein gewisses fahles oder buntduukclfarhiges Aussehen, Blattlosigkeit der Schäfte oder Stän 
gel. ein stinkender oder aashalter Geruch u. s. w. hei einem grossen Theile derselben wahr- 
zunehmen; diese Charaktere fehlen jedoch wieder bei anderen Schmarotzerpflanzen, welche 
weder einen bemerkbaren Geruch, noch blattlose Stämme haben, und denen auch die den 
übrigen Gewächsen gemeinsame grüne Farbe nicht mangelt. Eben so wenig bietet der Blüthen- 
iind Fruchtbau der genannten Gewächse etwas Gemeinsames unter sich, oder ein Unterschei 
duiigsinerkmal von den übrigen blüthentragenden Pflanzen dar, es sei denn, dass man auf den 
Bau des Samenkorns, und insbesondere auf tue Form des Embryos, der hier fast ohne Aus- 
nahme acotyledonisch ist, einiges Gewicht legen wollte. 

Das Band jedoch, das sie , ungeachtet aller genannten Differenzen, zu einem grösseren 
Ganzen zu verbinden scheint, das ihnen bei aller Freiheit in eigenthümlicher Gestaltung, den- 
noch selbst in ihrer Form und in ihrem inneren Baue einen besonderen Stämpel aufdrückt, ist 
die Art und Weise ihres Lebens , ihres Abhängigkeitsverhältnisses von der Aussenw elt. 

Die Parasiten, gewiss auch selbstständige und individualisirte Gewächse, sind, wenngleich 
nicht in ihrer Entstehung, so doch in ihrer Lebensdauer xon anderen Gewächsen, in die sie 
sich gleichsam einpfropfen , und von denen sie fast ausschliesslich ihre Nahrung ziehen, ab- 
hängig. Dieser Charakter ist allen Parasiten eigen , daher ihr Name. Es fragt sich nur noch , 
wie dieser Zusammenhang des Parasiten mit der Nährpflanze beschaffen seyn muss, um obigen 
Begriff vollständig und scharf zu bezeichnen, da wir wohl im Voraus einsehen, dass das blosse 
Wachsen einer Pflanze auf der andern noch keineswegs ein näheres Abhängigkeitsverhältnis« , 
wie es der Begriff des Parasitismus verlangt, auszudrücken im Stande ist. Ein Paraphyt ist 
daher eine solche Pflanze, die mit einer zweiten , oder nach Umständen auch mit mehreren 
andern lebenden Pflanzen, und ihren frischen, nicht abgestorbenen Theilen, auf eine solche 
Weise durch Annäherung oder partielle Verwachsung verbunden ist, dass eine vollständige 
mechanische Trennung, nothw endig ihr Ableben nach sich zieht. Dieses Annähern und wirk- 
liche Verwachsen einzelner Theile des Trägers mit dem Paraphyten beruht auf einen organischen 
Zusammenhang beider; wodurch es geschieht, dass jener zugleich als das Nahrungsstoffgebende 
erscheint; es ist also ersichtlich, dass, da diese Art von Gewächsen nicht in dem Boden haftet, 
und nicht wie die meisten übrigen Pflanzen ihre Nahrung wenigstens zum grösseren Theile 
durch die Wurzeln erhält, diess auch auf ihre übrigen Organisationsverhältnisse Einfluss haben 
müsse. Die nächste Folge möchte wohl ein grösserer oder geringerer Grad des Mangels von 
Wurzeln oder wurzelähnlichen Organen seyn, der allen Parasiten mehr oder weniger eigen ist, 
und wenn wir auch bei einigen vollkommner gebildeten ein förmliches Rhizom, ja sogar verzweigte 
und verästelte Wurzeln wahrnehmen, so zeigt diess weniger eine Abweichung von der allgemeinen 
Regel, als von dem überall sich offenbarenden Streben der Natur, innerhalb den Grenzen ge- 
wisser Lebensnormen auf alle mögliche Weise sich in Bildungsveränderungen zu versuchen. 
Da wir wissen, dass nicht der ganzen Oberfläche der Wurzeln das Geschäft der Einsaugung 
der Nahrungsstoffe zukommt, sondern hieran fast ausschliesslich nur die Wurzelenden, die 



UNCER, BEITRÄGE ZUR RENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 23 

desshalb auch oft eine eigene Organisation zeigen '), Theil nehmen, so wird es auch begreif- 
lich, wie sich in der Stufenreihe der Parasiten ohne Hintansetzung des oben ausgesprochenen 
Charakters, selbst Wurzeln auszubilden im Stande sind. 

Ueberhaupt ist es intet essant, zu sehen, selbst bei der gegenwärtigen minder genauen Be- 
kanntschaft mit jenen Gewächsen, wie mannigfaltig die Natur schon das einzige Thema: die 
Art der Verbindung des Parasiten mit der Nährpflanze , durchzuführen im Stande war. Da die- 
ses insbesonders einen Theil unserer Forschungen ausmachte, so wollen wir davon etwas aus- 
führlicher sprechen. 

Schon Pfeiffer hat in seiner Dissertation über Fungus melitensis 2 ) die Art jener Verbindung 
als Eintheilungsgrund sämmtlicher Parasiten, nachdem damals sehr unbestimmten Begriffe die- 
ser Pflanzen, festzustellen gesucht, und darnach drei Classen derselben angenommen. 

In die erste Helen jene Parasiten, welche mit ihren Wurzeln sich an die Rinde anderer 
Pflanzen anheften, und wie Egeln ihre Säfte aussaugen. Hierher rechnet er Hedera helix , 
Rhus radicans, Bignonia radicans, Cacti scandentes , Epidendron Vanilla, Pothos scandens , 
Cuscuta europaea, Cassytha filiformis u. a. m. In die zweite Classe kamen alle wurzellosen 
Parasiten, das sind solche, die auf einem Punkte dem fremden Baume wie eingepfropft er- 
scheinen, als da sind: mehrere Viscumarten, Tillandsien, Renealmien , Asplenium Nidus, 
verschiedene indische Fairen und Lichenen. Zur dritten endlich gehörten alle Wurzelparasiten, 
die sich durch ihre fahle Farbe besonders auszeichneten, wie Monotropa Hypopytis und uni- 
flora, Asarum Hypocistis , Orobanche , Cynomorium, Lathraea clandestina und Squamaria. 

Man sieht aus dieser Zusammenstellung, wie arm nicht nur das Materiale dazumal noch 
war, sondern zugleich, wie wenig und oberflächlich das bereits vorhandene untersucht war. 

Bis auf Decandolle war nun keine neue, auf eine physiologische Basis beruhende Ein- 
theilung der Parasiten versucht. Dieser umsichtige Pflanzenforscher gibt in den Memoires des 
savants etrangers de l'Institut Vol. I. und später im dritten Baude seiner, Physiologie vegetal 
eine solche, wornach sämmtliche Schmarotzerpflanzen in zwei Abtheilungen zerfallen, wovon 
die erste die wahren Parasiten , die zweite die sogenannten falschen (besser uneigentlichen) 
Parasiten enthält. Die erste zerfällt nun w ieder in zwei Classen ; die eine derselben umfasst 
jene Parasiten , welche vermöge ihrer Organisation die wässerigen Nahrungssäfte nicht verar- 
beiten, läutern können, und dieselben also schon vorbereitet erhalten müssen; die andere 
Classe hingegen solche, welchen die Organe der Aufnahme, der wurzelähnliche Saugapparat 
mangelt , und daher die Nahrungssäfte ebenfalls zur w eiteren Aneignung vorbereitet empfan- 
gen müssen. 

Es ist also nach dieser Ansicht im ersten Falle der Parasitism die Folge des Mangels an 
Assimilationsorganen, im Letzteren die Folge des Mangels an Nutritionsorganen, eine Ansicht, 
mit der wir uns desshalb nicht befreunden können, weil man eben so gut umgekehrt behaupten 
kann, dass das Parasitiren in einem Falle die Assimilations-, im andern die Nutritionsorgane 
überflüssig mache. 

Ueberdiess ist es unrichtig, dass die Parasiten der eisten Classe, wohin vorzüglich die 



*) Man sehe hierüber meine Schrift: Über den Einfluss des Bodens auf die Verbreitung der Gemichse u. s.w. 

Wien 1836. 
2 ) Car. Linn, Amocn. Acad. Vol. IV. 



•2\ UNGER, BEITRAGE /A B KENNTE ISS DIU PARASITISCHEN PFLANZEN. 

nicht grünenden, wie Cuscuta, Orobanche, Lathraea, Monotropa, ferner die Ruizantheenu. s.w. 
gehören, durchaus keine Spaltöffnungen besitzen , da sie bereits in den beulen erstgenannten 
Gattungen nachgewiesen sind; eben so ist es falsch, diss den Parasiten durchgangig Wurzeln 
fehlen, welche sie in Stund setzen, auch wenigstens zun Theile aus dem Hoden Nahruugsstofle 
aufzunehmen. Wenn wir bis auf den Grund des Parasitism zurückgehen wallen, so durfte uns 
derselbe wenigstens zu dem Zwecke wohl noch viel zu verborgen liegen, um daraus eine Einthei- 
lung der Parasiten zu unternehmen. 

Etwas verschieden von dieser ist die Eintheilung der Parasiten am letztgedachten Orte 
ausgefallen, indem Decandolle es für gut fand, den Begriff derselben zu erweitern, und 
somit auch die Entophyteii und Phvlleriaceen u. s. w. dahin zu ziehen. Allerdings hat 
diese Ansicht den Schein der Wahrheit für sich, und uns selbst ist es in unserer Schrift 
„die Exantheme der Pflanzen" begegnet, die Parasiten nach einer durch unglückliche Specu- 
lation damals herrschend gewordenen Idee, für Degenerationen, Pseudorganismen u. dgl. an- 
zusehen, sie mit den Krankheitsorganismen der Entophyteii in eine Reihe zu stellen, und sie 
als höchst entwickelte Formen eines und desselben allgemeinen Kranheitsprozesses anzusehen. 
Ich gehe hier nicht weiter in die Wiederlegung dieser Ansicht ein , indem die Folge unserer 
Untersuchungen dieselben von selbst als unrichtig nachweisen wird, eben so werden wir später 
noch Gelegenheit finden, über die Bedeutung und das Wesen der Parasiten, so wie über ihre 
Anreihuno; im Systeme unsere Gedanken mitzutheilen. 

Sämmtliche Parasiten lassen nach unseren Untersuchungen in der Art ihrer Vereinigung mit der 
Nährpflanze eine grosse Verschiedenheit, dabei aber eine äusserst merkwürdige Stufenverschie- 
denheit in derselben, die selbst mit der vollkommenen Ausbildung des Geschlechtsapparates 
im Einklänge zu stehen scheint, wahrnehmen. Wenn ich von der Stufenverschiedenheit in der 
Art der Vereinigung der zur Vereinigung des Parasiten mit seiner Unterlage von der Natur ein- 
geleiteten Bildungsverrichtungen spreche, so muss ich überhaupt mir der Tendenz bewusst 
seyn, die dieselbe in diesem Bereiche ihres Wirkens zu verfolgen bemüht ist. Ich glaube, man 
dürfte dafürhalten, dass einerseits innige Vereinigung und Durchdringung, unbeschadet der 
Individualität , auf der andern gänzliche Losreissung des an sich abhängigen Parasiten von der 
Nähr- und Schutzpflanze, als die beiden Pole angesehen werden müssen, innerhalb welcher sich 
alle Modi des Parasitismus bewegen. 

Fangen wir bei der untersten Stufe an, so sehen wir zuerst den Parasiten mit der Nähr- 
pflanze in der Art vereiniget, dass derselbe unmittelbar über den Holzkörper 
seines Trägers entspringt, und durch sein Gefäss System mit dem Gefäss- 

systeme der Nährpflanze anastomosirt. Hierher gehören die Einwurzelungen, 

oder besser, Einpflanzungen der Gattungen Raffiesia, Brugmansia, Pilostyles und Apodanthes, 
vielleicht auch des Cytinus. Es ist hier ein Versenken des einen in den Körper des andern, 
ohne alle weitere Vermittlung deutlich zu erkennen ; der unterste Theil des Parasiten ist in die 
Nährpflanze gleichsam eingekeilt, das Parenchym desselben schliesst sich genau an das Paren- 
chym des Rindenkörpers der Nährpflanze an , und die Gefässbündel des ersteren legen sich 
einzeln an die durch die Markstrahlen getrennten Theile des Holzkörpers der letztern an (Tab. 
II. Fig. 5 und 3). 

Keimt der Parasit, so wird , wie Blume's Untersuchungen an Brugmansia zeigen, das 
junge Pflänzchen durch den Reiz, den es auf den fremden Organismus ausübt, und denselben 



ÜNGER, BEITRÄGE ZUR RENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 25 

zu Wucherbildungen des Zellgewebes veranlasst, in der Art, wie ungefähr das Ey der Gall- 
wespe durch den Gallapfel , durch eine ähnliche parenchymatöse Wucherung ringsum einge- 
schlossen '). Wächst der Reim heran, so vergrössert sich auch mit ihm die umschliessende 
Pseudorganisation bis auf den Punkt, wo der langsamer fortschreitenden Wucherbildung der 
raschere Wachsthum des Parasiten nicht Schritt zu halten vermag; es reisst nun die fremde 
Hülle von der Spitze nach abwärts in mehrere Lappen ein, die sich allmälig nach auswärts 
biegen, während der Parasit durch diese Ocffnung herausdringt, und sich weiter ausbildet. 

Nur der unterste Theil bleibt nun noch eingesenkt, und mit der ihn kelchartig umschlies- 
senden Hülle entweder nur zum Theil, wie bei Pilostyles 2 ), oder ganz, wie bei Rafllesia 
verwachsen. Als eine Folge des auf den fremden Pflanzentheil ausgeübten Reizes ist es auch 
anzusehen , wenn die Wucherung der parenchymatösen Zellen der Rinde sich bis auf die mit 
ihnen verbundenen Zellen der Markstrahlen verbreitet, und dadurch gleichfalls vermehrte Bil- 
dung derselben, und Verkümmerung der Holzbündel erzeugt. Dieses, bis auf einen gewissen 
Grad gediehen, muss nothwendig Abweichungen der Gefäss- und Holzbündel von der normalen 
Lage zur Folge haben, und dadurch Krümmungen , Abbiegungen u. dgl. derselben hervorbrin- 
gen , welche jedoch nie so weit gehen, dass einzelne derselben in die Substanz des Parasiten 
eindringen, oder wie Meyen glaubt, sobald sie diesen erreichen, eine eigene Metamorphose 
eingehen, indem sie entweder in einen Mitfelkörper gänzlich verschwinden, oder in andern 
Fällen zu Gefässen des Parasiten werden. 

Umgekehrt hat auch das Eindringen der Gefässe der Schmarotzerpflanzen in den Körper 
der Unterlage seine Gränzen , und nie wird man hier eine Vermischung oder Umwandlung der 
einen in die anderen wahrnehmen. Als eine irrige Meinung ist diessfalls auch die von Rob. 
Brown zu bekämpfen, welcher die netzförmige Basis der auf der Wurzel von Cissus angustifolia 
Roxb. sitzenden RafFlesia Arnoldi für ein Zwischenproduct betrachtet, welches theilweise aus 
der Wurzel selbst entstanden sei. Auch widerstreitet es der in eben dieser Abhandlung (An 
Account of a new genus of Plants etc.) gemachten Aeusserung, nach welcher er damals in der 
RafFlesia noch keine Gefässe fand, wenn er bei der Erzählung, warum er diese Pflanze anfänglich 
für keinen Parasiten halten konnte, sagt „and lastly , on finding these vessels in some cases 
penetrating the base of the columne itself." Auch ist diese Stelle zum Theil im Widerspruch 
mit der Abbildung XXII. Fig. 1, und mit einer anderen Aeusserung, wo er sich folgendermas- 
sen ausspricht : „The same internal structure (nämlich der RafFlesia) is continued below the 



l ) Wie der Same an die fremde Wurzel gelangt, ist noch nicht entschieden, doch ist es wahrscheinlich, 
dass ein Eindringen des Reimes um so leichter Statt findet, als die Wurzeln selbst Höcker und Risse 
darbieten (wie z. B. bei Cissus tuberculata). Sollten nicht mechanische Ursachen auch hierbei in 
Anschlag zu bringen seyn, da wir wissen, dass die Parasiten am liebsten an den oberflächlich hinlaufenden 
Wurzeln vorkommen, und es an Thiercn wahrscheinlich auch nicht fehlt, die dureh ihre Tritte eine Ver- 
streuung und Einimpfung des Samens bewerkstelligen können. 

s ) Les petits boutons se developpent sous l'epiderm de Adesmia arborea Bert, la soulcvent, la rompent, 
et leur base y restc enveloppe'e, comme dans une sorte de cupule. La base de la fleur ou son 
pedoncule se confond avec le bois de la plante, dont eile puisc les sucs de teile sorte, qu'il 
n'est pas possible de reconnäitre la diversite des tissus. Ann. des scienc. nat. Tom. II. p. 2-t. 

Poiteau bemerkt von Apodanthes , dass diese auch in ihrer Form einer Galle vergleichbare 

parasitische Pflanze , auf den inneren Rindenlagen von Cascaria hafte , und die äussere gleichsam 
durchbohre. 

II. 4 



2G l\GER, BEITRÄGE ZI R RENXTNISS DER PARASITISCHEN PFLAXZKX. 

origin of the bracteae, down to the line at which the vessels of ihe root appear to terminet , 
und where an enden! «-hange taket place." Audi ist die < itirtt* 1. Fig. der \\. und Wll. Tafel 
eine ziemlich getreue Abbildung, nur ist die Glänze des Parasiten und des deckenden Rinden- 
körpers, besonder! in der ersten Tafel, zu wenig ausgedrückt. 

2 Der 1* aiasit sucht eine Art von Wurzel stock zu bilden, wodurch 
er d e r \ ä h r p f I a n z e a n hängt, u n d aus d e in er m e li r e r e blüthen trage n d e 
Schälte treibt. Hydnora. Scybatium. 

In der Hydnora africana (Tab. II. Fig. 6) gewinnt dieser wurzelstockartige Körper 
eine beträchtliche Ausdehnung , ist bnregelmässig geformt, mit Warzen, Höckern und finger- 
förmigen Fortsätzen bedeckt, und gegen die perpendikulärabw ausstehende Blume in horizontaler 
Ausbreitung. Der Substanz und seinen anatomischen Elementen nach ist er nichts anders als ein 
integrirender Theil der Hydnora, und obwohl es mir bei dem untersuchten Exemplare nicht 
gelang, die Verbindung desselben mit der fremden Wurzel (nach Angabe D reges, einer Euphor- 
bia) aufzufinden, so mag es doch keinem Zweifel unterliegen, dass dieselbe in der Weise Statt 
findet, wie wir sie bei Scybalium fanden. Dieser Parasit (Tab. III. Fig. £ c.) besitzt einen 
ähnlichen unregelmässigen, aber mehr der Knollenform sich nähernden Wurzelstock. Auch er 
entwickelt, wie Hydnora, mehrere Bliithenschäfte (wovon einer Fig. 'jf, e. in der ersten Entwick- 
lung begriffen ist), und ist ganz aus der dem Parasiten eigenen Gewebe gebildet. An dem 
Punkte, wo er die Fremde Wurzel (eines bisher noch unbekannten Baumes) berührt, zeigt 
diese (Fig. 4-, g.^ eine bedeutendere Ablenkung der Gefässbündel des Holzkörpers, als wir 
dieses an den Parasiten der ersten Classe wahrgenommen haben 

3. Eine höhere Ausbildung dieser Form von Parasitism spricht sich in der dritten Stufe aus. 
Durch verstärkte Reaction (w ah rsc heinlich in der Art und Weise der 
K eimung begrün d et) wird ein Theil des G efässsyst eins der Nährpflanze 
in den Wurzelstock des Parasiten aufgenommen, und dadurch ein Körper 
gebildet, der sowohl diesem als der Nährpflanze angehört, Parasiten, die 
hierher gehören, sind: Balanophora, Cvnomorium, Cynopsole , Sarcophyte , Lophophytum 
und Ombrophytum. 

Diese Art von Parasitism ist höchst merkwürdig; sie zeigt noch viel mehr als in der 
vorhergehenden Reihe das innige Durchdringen zweier verschiedener Organismen, und als Folge 
davon die Bildung eines eigenen intermediären Körpers. Wir haben diess besonders schön in 
der Balanophora dioica , und in Sarcophyte sanguinea beobachtet. Bei ersterer (Tab. II. 
Fig, 1 und 2, b.) hängt der unregelmässig geformte, an der Oberfläche durch kleine warzige und 
grössere sternförmige Erhabenheiten rauhe Mittelkörper, mit einer Ficuswurzel zusammen. Man 
ist im Stande, durch Entfernung des lockeren Parenchyms die Verzweigung des von dem Holz- 
körper der Ficuswurzel ausgehenden Gefässbündel, sehr deutlich zu sehen , so wie man durch 
sorgfältige Untersuchung eben so die in demselben Mittelkörper vorhandene Verzweigung der 
Gefässbündel des Parasiten zu verfolgen im Stande ist. Bei Sarcophyte sanguinea, einer weit stär- 
keren Pflanze als die beschriebene, erreicht der intermediäre Körper nicht selten die Grösse 
einer Faust und darüber. In einem Durchschnitte zeigt er eben so wie der vorhergehende durch 
seine ganze Substanz theils Gefässbündel der Wurzel der Nährpflanze (Eckbergia?) , theils 
seine eigenen, welche beide sich durch ihre anatomische Structur leicht von einander unter- 
scheiden lassen. 



ÜNGER, BEITRÄGE ZUR HENNTNISS DER PARASITISCHEM PFLANZEN. 27 

Schon Rob. Brown sagt l ) von der Verbindung der Balanophoren mit dem fremden Stock, 
dass man annehmen müsse, der keimende Same der Schmarotzerpflanze übe eine specifische 
Wirksamkeit auf ihn aus, in deren Folge sich eine Bildung erzeuge, die analog den Gallen, 
den Schmarotzer trägt und schirmt. 

Bestimmter über die Bildung dieses Mittelkörpers äussert sich Blume 2 ). In der Reimungs- 
periode der Balanophora wurde, so gibt er an, aus der Fiscuswurzel, worauf sie entstehe, 
ein fleischiger , intermediärer Körper gebildet , der mit deren oberflächlichen Holzschichten 
innig vereint sei, und von welchem eine Menge Gefässbündel in denselben eindringen , so dass 
er im Alter dadurch holzig werde. Er leitet ferner die Unregelmässigkeit dieses Zwischenkörpers 
davon her, dass mehrere Balanophorensamen auf einem Punkte der fremden Wurzel keimen. 
Der angeführte passende ^ ergleich mit den Knollen von Solanum tuberosum würde jedoch eher 
die Ansicht, dass dieser Körper die Bedeutung eines Wurzelstockes, der mehrere Keime ein- 
schliesst, habe, und allerdings auch nur aus einem einzigen Samen erwachsen seyn könnte , 
rechtfertigen. Auch dass oft nur ein einziger Blüthenschaft aus solchen Zwischenkörpern entspringt, 
lässt muthmassen , dass derselbe eher aus einem als aus mehreren Samen entsprungen sei. 

Blume bemerkt überdiess von dem noch eingeschlossenen knotenförmigen Keime der 
Brugmansia, dass, wie bei den Gallen, so auch hier nie eine Verschmelzung zweier zu beob- 
achten sei. 

Wie Balanophora, so verhält sich in dieser Beziehung auch die mit ihr verwandte Gat- 
tung Cynopsole Enal. , und die Blüthenschäfte des Cynomorium entwickeln sich ebenfalls aus 
knollenförmigen Körpern, welche auf den Wurzeln mehrerer Pflanzen (angeblich Pistacia Len- 
tiscus, Myrtus, Portulaca, Kali u. s. w.) aufsitzen 3 ). Ich bemerke nur noch, dass ausser dem 
knollenförmigen Zwischenkörper am unteren Ende des Schaftes, auch kleine Wurzelzasern vor- 
handen sind, deren Entstehung und Bau (sie besitzen keine Spiralgefässe) ich wohl untersu- 
chen konnte, die mir aber in ihren Endigungen unbekannt blieben. 

Was endlich die Gattung Lophophytum und Ombrophytum betrifft, so sagen von ersterer 
Schott und Endlicher deutlich „e matrice fungosa oritur stipes," und auch die von Pöppig 
gezeichnete schildförmige Ausbreitung der Strunkbasis von Ombrophytum möchte wohl hieiher 
zu ziehen seyn *). 

4:- Stufe. Der Parasit bildet einen Wurzelstock, dessen Zasern sich 
an die Nährpflanze anheften. Helosis und Langsdorfia. Martins, welcher beide Gat- 
tungen in Brasilien zu untersuchen Gelegenheit gehabt, ist es, der neuerdings über den Para- 
sitismus dieser Pflanze Zweifel erhoben hat. Er beschreibt und bildet den WurzeLstock dieser 
Pflanze als verzweigt ab 5 ). Sowohl bei Langsdorfia, wo derselbe dick , als bei Helosis, wo 
er viel dünner ist , gibt er hier und da Zasern ab , welche sich an Wurzeln von fremden Ge- 
sträuchen anhängen, ohne dass sie in dieselben eindringen sollen. Von Helosis sagt v. Mar- 
tins überdiess (l. c. p. 4:20) „hujus plantae radices radicibus vicinorum vegetabilium implexas 



*) L. c. p. 227. 

2 ) Enumerat. plant. Javae et insul. adj. p. 86. 

3 ) Museo di Fisica di P. Boccone. Tab. 56 verkleinert j ferner Nova plant, gencra. Autore Micheüo Tab.] XII. 
*) Nova genera et spec. plantarum. Vol. III. p. 182 _ 188. Tab. 293, 299 und 300. 

5 ) Die schöne Handzeichnung D. Pöppig's wurde mir durch D. Endlicher mitgctheilt. 

n * 



H l \(,1.U, BEITRÄGE ZLH KENXTMSS DEB PARASITISCHEN PFLANZEN. 

iuterdum >idi, nunquam autem vcrc parasitiean." Ohne im mindesten ein Misstrauen in die 
Forschnngen dieses grossen Botanikers zu setzen, so erlaube ich mir doch einige Gegengriinde 
anzuführen. Allerdings wäre der Fall möglich} dass bei der Einsammlang dieser Pflanzen, wo 
ein Reisender in fremden nncultivirten Ländern, durch mancherlei Umstände verhindert, nicht 
die gehörige Zeit und alle nüthige Sorgfalt rennenden kann, die zarten Saugwärzchen an den 

Spitzen der Wurzeizasern abgerissen und so übersehen worden seyn konnten. Wie lange 

selbst bei unseren einheimischen Wurzelparasiten die Art der \ erb'mdung derselben mit der 
Nährpflanee unbekannt, oder nur sehr unvollständig gekannt war; ja wie wir in der Folge se- 
hen werden, noch bis jetzt bei Einigen zum Theil unrichtig beschrieben wird, möge als 
Beleg meiner oben ausgesprochenen Muthmassung dienen. 

Ueberdiess spricht die Form, Structur, Lebensweise dieser Pflanzen zu auffallend für die 
nächste \ erwandtsehaft nicht nur mit den Parasiten überhaupt, sondern insbesonders mit eini- 
gen früher erwähnten Gattungen: Balanophora, Cynopsole, Scybalium, als dass wir nicht 
muthmassen sollten , es dürfte auch der Art des Parasitism, jenen am nächsten stehen. 

Wir schreiten nun zur 5. Stufe, die vielleicht nach näherer Bekanntschaft der Mittel- 
glieder mit der vorhergehenden in eine zusammenfallen dürfte. Ihr Charakter ist folgender : 

Kein Rhizom, sondern stark verästelte Wurzeln, welche durch S a u g- 
wärzchen mit der Mutterpflanze verbunden sind. Hierher gehört Lathraea 
Squamaria, eine Pflanze, die, was die Art und Weise ihrer Verbindung betrifft, noch bis auf 
unsere Tage höchst unvollständig bekannt war. Bowmann x ) und gleichzeitig mit ihm (obwohl 
unsere Untersuchungen um einige Jahr später bekannt gemacht wurden) hatten wir uns mit Un- 
tersuchungen dieser Pflanze beschäftiget. Die Resultate stimmten im Allgemeinen überein, doch 
wichen sie in einigen Punkten wesentlich von einander ab; auch differirte beides von dem, was 
Meyen hierüber bekanntmachte. Diess und der Umstand, dass diese Pflanze auch in manch 
anderer Beziehung einer genauen Anatomie werth ist, bestimmen mich, meine Erfahrung hier- 
über in einer besonderen Abhandlung ehestens mitzutheilen. 

6. Stufe. Einpflanzung des Parasiten wie Stufe I., dabei noch Wur- 
zeln, die bald mit Saugwärzchen versehen sind, bald ohne denselben 
erschienen. 

Wir rechnen die Gattungen Orobanche, Phelipaea, Conopholis, Hyobanche , Epiphagus 
Nett., Aeginetia und Obolaria hierher, wahrscheinlich dürfte aber mit der Zeit die Zahl der 
Gattungen sich noch vermehren. — Sie sind jährige oder ausdauernde Gewächse, und treiben 
im letztern Falle aus einer Art von AVurzelstock 3 ) mehrere, nach einander sich entfaltende 
Triebe, in der Regel schwillt der unterste Theil des Parasiten mehr oder weniger zu einem 
Bulbus an , und dieser pflanzt sich unmittelbar in die oft verhältnissmässig sehr dünne Wur- 
zel ein. Die Art, wie dieses geschieht, haben wir bei Orobanche näher zu erforschen ge- 
sucht. Hier sucht sich der Parasit gleichfalls bis an den Holzkörper der fremden Wurzel 
einzukeilen (Tab. 111. Fig. 9 und 10 f.) , um dabei den Rindenkörper nach auswärts zu 
drängen, so dass dieser jenen von unten und seitwärts umgibt, und mit ihm auf das Innigste 



x ) Transact. of the Lin. soc. Vol. XVI. p. I. 1829. 

2 ) Wallroth's Rhizom dieser Pflanze ist nur ein Gaudex ascendens subterranens 



UNGER, BEITRÄGE ZUR RENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 29 

verwächst. Während der Rindenkörper des Parasiten mit dem Rindenkörper der fremden 
Wurzel sich vereiniget, sehen wir zugleich den Holzkörper des einen an den Holzkörper des 
andern stossen, und so kann es nicht fehlen, dass sich auch das Mark beider Pflanzen berührt. 
Man bemerkt auch, dass, wie bei allen Parasiten, so auch hier an dem Punkte des Contactes 
durch vermehrte Reaction der Theil der Wurzel anschwillt, und dass diess auch hier allein 
durch eine üppigere Entwicklung des parenchymatösen Zellgewebes bewerkstelliget werde. 
Aber nicht nur allein der Rindenkörper und die Markstrahlen nehmen an dieser Wucherung 
Antheil, sondern auch das Mark, und wir sehen dieses hier (Fig. 10, g) in das lockere Paren- 
clrym des Parasiten weit hineinragen. _ Ueber der Anheftungsstelle bemerkt man bei der 
genannten Pflanze auch einen Schopf kürzerer oder längerer, einfacher oder verzweig- 
ter Wurzeln. Während der grösste Theil derselben frei endet , sind mehrere , wie schon 
Wallroth 1 ) bemerkt, die entweder an der Spitze oder nahe dem Ende mit Saugwärzchen 
versehen sind, wodurch sie sich an die nahen Wurzeln, meist von der Pflanze, auf welcher 
der Schaft sitzt, anheften. (Tab. III. Fig. 9, f.) Interessant wäre es zu wissen, in wie weit 
Epiphagus virginianus Nutt (Mielanche virginiana Wahr. Leptamnium Rafin.) , welche auf den 
Wurzeln von Taxus , und Conopholis americana Wallr. , welche ebenfalls in Nordamerika (Ca- 
rolina) auf den Wurzeln von Bäumen und Sträuchern vorkommt, in der Art des Parasitis- 
mus dennoch einige Abweichungen von unsern , grösstenteils nur auf krautartigen Pflanzen 
vorkommenden Orobanchen darbieten, eine Sache, die durch getrocknete Exemplare kaum zu 
entscheiden seyn dürfte. 

Die 7. Stufe zeichnet sich durch eine Eigenthümlichkeit aus, die bisher nur bei einem 
einzigen Parasiten, nämlich der Monotropa hypopythis gefunden, und meines Wissens nir- 
gends beschrieben worden ist 2 ). Der einem Rhizome änliche, knollenförmige, unregelmässige 
Körper, woraus die Blüthenschäfte dieser Pflanze entspringen, besteht aus einem Convolut 
innig verfilzter Wurzelfasern , welche zum Theil dem Parasiten , zum Theil der Nährpflanze 
(Pinus Abies L.) angehören (Tab. IL Fig. 7, d. e. f. g.). Dieser Wurzelfilz ist von 
aussen etwas lockerer, von erdigen Theilen durchdrungen, nimmt aber gegen die Mitte so an 
Dichtigkeit zu, dass diese beinahe ganz verschwinden, und ein Gewebe von Wurzeln, welches 
auf keine Weise zu entwirren ist, übrigbleibt. Der Contact der beiderseitigen, in Farbe, Form 
und Consistenz leicht zu unterscheidenden Wurzeln ist innig (Tab. II. Fig. 8), ohne dass je- 
doch Saugw ärzchen oder ähnliche Organe vorhanden wären , w odurch eine unmittelbare Ver- 
einigung, eine Durchdringung beider, bewerkstelliget würde. Dieser Umstand könnte allerdings 
auf die Vermuthung führen, dass hier gar kein Parasitism zum Grunde liege, wenn nicht die 
Erfahrung , dass mit dem Tode der säfteleitenden Wurzel des Baumes , auch die mit 
ihm verflochtene Monotropa zu Grunde ginge, zu Gunsten der früher vorgetragenen Ansicht 
spräche. Wir sehen bei dem innigen, durch das Organ der Wurzel vermittelten Contacte beider 
Pflanzen von der einen Seite eine Ausschwitzung, von der andern eine Aufsaugung nährender 
Säfte erfolgen, und schliessen somit, dass hier allerdings ein wahres Abhängigkeitsverhältniss 
beider Statt finden müsse. 



*) Orobanches gcneris. Aiocxiisvr) pag- 13. 

2 ) Wahrscheinlich kömmt diese Art der Einwurzlung auch den nordamerikanischen Arten zu, obgleich 
wir über diesen Gegenstand bei den Schriftstellern nichts verzeichnet finden. 



30 l NCEB, BE1TBÄGE /LH KENHTHIS8 DLR PARASITISCHEN PFLANZEN. 

Hierher bin ich Blich geneigt, das räihselhaftc, von A. v. Humboldt bei Mexico in einer 
Hohe \on 1168 Toisen entdeckte Coralloph>lluin eaeruleuin, zu zählen. Ich mochte kaum be- 
zweifeln, daSfl es wirklich ein Parasit ist , der, so wie ei in oiganographischer Hinsicht eine 
^n.v«.,- Verwandtschaft mit den Monolropcu zeigt, wahrscheinlich auch in Beziehung des 
Parasitism mit jenen übereinkommen durfte. 

8. Stufe. Der Parasit entwickelt sich ziemlich selbstständig, und 
schickt nur hie und da vom Stamme aus Hau stellen in die Nährpflanze. 
Hierher die Gattungen Cuscuta und Cass>tha, wovon die erste bis jetzt H Arten (C. europaea, 

epithymum, epilinuin, inonogyna) in Europa zwei (C. americana und grandiflora) in 

Amerika zwei (C. australis und carinata) in Neuholland, und eine unbestimmte Art in Chili 

aufzuweisen hat. Die über Asien, Amerika und Neuholland zerstreuten Arten von Cassytha 
sind noch nicht genau gekannt. 

Cuscuta keimt, wie schon lange bekannt, im Boden; ihr fadenförmiger, in zweilaufiger 
Spirale um das Albumen gewundener Embryo rollt sich dabei auf, sein oberes und unteres Ende 
legen sich an einander, und der gebogene Theil steigt senkrecht aus der Erde '). Ist die bis jetzt 
senkrecht nach abwärts gerichtete Spitze der Plumula nun über die Erde gekommen, so rich- 
tet sie sich auf, und fängt sich nach Art aller Schlingpflanzen mit horizontal übergebogener 
Spitze an zu winden. Trifft sie in dieser Bewegung auf eine Stütze, so schlingt sie sich meist 
in zw ei bis drei engen Windungen um dieselbe, wächst dann eine Strecke lang (bei einfachen, 
glatten und geraden Stützen nach Mohl 2 bis 3 Zoll) gerade in die Höhe, oder in sehr grossen 
langgezogenen Windungen um die Stütze, und wiederholt dann wieder einige enge Windun- 
gen. Auch Cassytha gleicht ihr in dieser Beziehung ganz. Jacquin brachte von C. filiformis 
Samen aus Amerika mit, die in Glashäusern in Wien keimten. Er beschreibt die keimende 
Pflanze als „initio lilamentosum simplicem cauliculum reeta e terra sursuin propellendo, dein in 
ramos abeundo" 2 ). 

Wenn sich die Cuscuta um eine lebende Stütze (Stengel, Blätter, junge Triebe, strauch- 
und baumartige Gewächse) windet, so schwillt der ganze anliegende Theil des Stengels an, 
es entstehen auf der Berührungsfläche der Reihe nach einzelnstehende und zusammenfliessende 
Warzen (Tab. III. Fig. 12, d.), welche Anfangs glatt sind , später aber durch einzeln hervor- 
tretende Zellen eine rauhe unebene Oberfläche erlangen. Mittelst dieser Papillen heftet sich der 
Stengel sowohl an lebende als todte Stützen an. Allmälig verlängert sich nun die Warze, die 
Zellen der Epidermis und des Rindenkörpers weichen nach seitwärts, und der darunter neu ge- 
bildete Gefässbündel, umgeben von gestreckten Parenchymzellen, tritt deutlicher hervor, und ver- 
senkt sich in der Form eines Würzelchens (sueoir, haustellum) so in den fremden Organismus, 
dass Zellgewebe und Zellgewebe sich berühren und verwachsen, der Gefässbündel aber bis 
zum Holzkörper oder den gesonderten Gefässbündeln der Monocotyledonen (wie ich diess bei 
Cuscuta europaea einmal beobachtete, die sich um Allium flavum schlang) vordringt. Merkwür- 
dig ist, dass, wie H. Mohl's Versuche zeigen 3 ), bei der Anheftung der Haustellen, von 
diesen ein eigener Saft ausgeschwitzt wird , der nach meiner Meinung wahrscheinlich dazu 



*) Ueber das Winden der Pflanzen etc. v. Palm. p. 19, Fig. 2_5. 

2 ) Select stirp. americ. hist. p. 58. 

3 ) Ueber den Bau und das Winden der Ranken und Schlingpflanzen, p. 130. 






UNGER, BEITRÄGE ZUR RENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 31 

dient, um das Zellgewebe der fremden Pflanze etwas weicher zu machen, und so das Eindrin- 
gen sowohl als das Verwachsen zu befördern. 

Auf ähnliche Art finden sich auch die Warzen der Cassytha mit der Nährpflanze verbunden. 

Wichtig schien es mir, zu erfahren, in wie weit der Wachsthum junger Pflänzchen von 

Cuscuta erfolge, wenn ihnen die Nahrung auch nur auf das Nothw endigste beschränkt würde , 

und ich musste wirklich über das Resultat der Versuche , die ich desshalb anstellte, erstaunen. 

Es folgt hier die Mittheilung der darüber aufgezeichneten Notizen. 

Um Cuscuta zu erziehen, muss man die Samen unter schon gebildete grünende Pflänzchen 
säen, nur dort vermögen die auch sonst leicht keimenden Samen ihre weitere Nahrung zu finden 
und sich zu entwickeln. Hitze und Trockniss tödtet die saftigsten Keime, und sie dorren zu- 
sammen. Erst Mitte Mai's (1833) gediehen einige Pflänzchen von Cuscuta europaea , deren 
Samen zufällig unter Rasen von Androsace lactea und villosa kamen. Fig. 11 Tab. III. 
stellt ein ! l — 5 Tage altes Pflänzchen an Phyteuma orbiculare angeschmiegt vor. Der ur- 
sprüngliche Embryo vertrocknete ganz, und nur von dem Punkte an, wo er seine ersten 
Saugwarzen aussandte, lebte er üppig fort, ohne dass dadurch die Nährpflanze merklich litt. Die 
erste Zeit hindurch entwickelte sich binnen 24- Stunden beinahe ein zolllanger Stengel. Zwei 
an einander stehende Zweige unter einer Deckschuppe (Tab. III. Fig. 11 , cc.) erscheinen 
beiläufig Vi Zoll von den Saugwarzen entfernt. An Sedum album, und zwar an den fleischigen 
Blättern dieser Pflanze, wollten keine Reime fortkommen , obwohl ich sie Saugwarzen daran 
heften sah. Entweder war die Reaction von Seite der fremden Pflanzen zu gross , oder die 
ziemlich derbe Oberhaut liess ein Eindringen der Haustellen nicht zu. 

Am 23. Mai wurde das eben beschriebene Pflänzchen von Cuscuta, um zu erforschen, 
wie weit sich dieselbe ohne weitere Nahrung, als die bereits erzwungene, zu entwickeln 
vermöge, sammt seiner kleinen Amme in ein Deckelglas gethan, dessen Inneres durch 
Wasserdunst beständig feucht erhalten wurde. Drei Tage darauf vergrösserte sich die 
Pflanze, als ob ihr nichts gemangelt hätte, um ihre frühere Länge, aber da es ihr von nun an 
Nahrung zu gebrechen anfing, schlang sie sich in l*/ 2 Windungen um sich selbst, und trieb 
sogar an dieser Stelle Saugwärzchen. Das Nährpflänzchen war zwar noch grün , aber es konnte 
keine oder nur wenig hinreichende Nahrung geben, darum verlor auch der ganze untere 
Theil des Parasiten etwas an seiner Turgescenz. Es war aber diese Erscheinung bereits erfolgt, 
als sich der Stengel der Cuscuta, wie gesagt, um sich selbst zu schlingen anfing. Dabei wurden 
die unteren Triebe nicht um das mindeste grösser, und die Pflanze schien nur an der Spitze 

fortzuwachsen. Den 29. Mai wurden die Blätter von Phyteuma etwas gelblich, und fingen 

zugleich an Avelk zu werden. Der Trieb der Cuscuta verlängerte sich noch fort , doch tabescirte 
er auffallend unter der Stelle, wo ersieh umschlang, auch entwickelten sich die unteren Sei- 
tenfortsätze nicht weiter. Die Warzen wurden nun zu deutlichen Saugwarzen , die in die Sub- 
stanz ihres eigenen Leibes eindrangen. Am 31. Mai wurde durch Zufall die Spitze des Triebes 
gequetscht. Um das Gewächs noch fortzubringen, that ich Tags darauf ein junges Pflänzchen 
von Chenopodium bonus Henricus , an dem ausser den Cotyledonen noch 2 — 3 Paar Blätter 
entfaltet worden, in das Glas. Acht Tage daraufhatte sich der Endtheil lV 2 Linie unter der 
Spitze schon durch mehrere hervorgetriebene Saugwärzchen an dem Rande eines von den in- 
nersten Blattpaaren in der Art angeheftet, dass sie denselben zwischen sich fassten ; auch hatte 
sich inmitten unter ihnen ein neuer Trieb zu entwickeln angefangen. 



IM.1H, lniiuu.l /l i. KEHNTOIS8 DEB PARASITISCHEN PFLANZEST. 

I in dieselbe Zeit waren endlich beide Blätter des Phyteuma abgestorben, aber es fing 
ein drittes an. sich zu entwickeln. Die ganze Lange <lt-s Triebes der Cuscnta bis l s k Zoll vor 
ihrem Ende wurde nftleer, und sah fast verwelkt aus. In Allem hatten sieh nun an dem faden- 
förmigen Stiele 5 knospenartige Fortsätze gebildet. 

Jetzt zeigten die Triebe bei «•. Fig. 11 und 12, auch eine Vergrößerung, und selbst eine 
von den ursprünglichen Saug"warzen entfaltete sich zu einem Triebe. 
Alle d i c l e Triebe streckten sich gleichfalls zu dem frischen Pflanz- 
eben '). Am 23. Juni, nachdem das Ganze 9 Zoll lang geworden war, ging der Trieb 
durch Fäulniss der Pflänzchen, und durch darauf eingetretene Trockniss zu Grande. Es er- 
folgte also innerhalb 35 Tagen bei der grösstmöglichsten Beschränkung der Nahrung ein Län- 
genwachsthum der Cuscnta (vom Embryonalzustande an gerechnet) von 10 Zoll, was für 3V 2 
Tage gerade 1 Zoll, und im Durchschnitte für einen Tag beinahe S 1 / 2 Linien gibt. 

Es folgt nun die 9. und letzte Stufe, deren Charakler nachstehender ist : 

Stark verästelte Wurzeln, die sich bald über, bald unter der Rinde 
der Nährp flanze hinziehen, und in selbe gleichsam infiltriren. Die hierher 
gehörigen Schmarotzerpflanzen sind holzartige Gewächse, haben grüne Stämme und grüne 
lederartige Blätter. Sie umfassen ohne weiters 2 / 3 sämmtlicher Parasiten, und bestehen aus 
den Gattungen Viscum, Loranthus, Misodendron u. s. w. Durch Versuche, die ich an Viscum 
albiim anstellte , erfuhr ich, dass der Embryo gleich bei seiner Einpflanzung in die fremde 
Pflanze schon eine so bedeutende Reaction derselben hervorbringt, dass dadurch eine bedeu- 
tende Anschwellung des Theiles erfolgt (Tab. III. f. 13, a) 2 ). Dieser sendet zuerst in den 
Rindenkörper des Stammes oder Astes, worauf er sich ansiedelt, einen keilförmigen, perpen- 
dikulär eindringenden Wurzelpfahl, und dann zur Seite mehrere horizontal abgehende Wurzel- 
äste. Der Hauptstamm der Wurzel sucht schnell bis an den Holzkörper vorzudringen, wäh- 
rend die horizontalen Aeste im Rindenkörper um sich greifen, aber doch zugleich, der ganzen 
Länge nach, auf der dem Mittelpunkte des Baumes zugekehrten Seite ähnliche absteigende und 
bis zum Holzkörper vordringende Wurzelsenker abgeben (Tab. XXIII. Fig. 15). Mit dem zu- 
nehmenden Wachsthume werden alle Wurzeln, die senkrecht absteigenden früher, als die hori- 
zontal verlaufenden , durch die sich anlegenden neuen Holzschichten allmälig in den Holzkör- 
per selbst eingebettet. Dabei findet ein merkwürdiger Umstand Statt, ein Umstand, der mehr 
als die anfängliche Wucherbildung des Parenchyms zur Anschwellung der Theile beiträgt, 
worauf die parasitische Pflanze steht. Es ist natürlich, dass, so wie die freien Theile des Para- 
siten durch das Wachsthum an Umfang und Ausdehnung zunehmen, in demselben Verhältnisse 
auch die in der fremden Pflanze eingeschlossenen Wurzeln grösser werden. 

Diess kann aber bei dem Umstände, dass die Theile eng von dem Holzkörper umschlos- 
sen sind , nur auf die einzig mögliche Weise geschehen , dass derselbe der sich vergrössernden 



*) Cuscuta zeichnet sich vor allen Schlingpflanzen dadurch aus, dass sie wenigstens in ihrem jugendlichen 
Zustande todte Stützen verschmäht, und eine auffallende Neigung verräth, sich nur um lebende Pflanzen zu 
schlingen. (Nach MohTs Versuchen I. c. p. 128.) 

2 ) Auch Gaspard (Mem. phys. sur le Gui p. 318) machte die Beobachtung, dass, wenn das Würzelchen 
des Mistel-Embryo in die fremde Rinde eindringt, au dieser (im September oder October) eine Geschwulst 
entstehe, die allmälig immer grösser wird, sich aber schon zeigt, ehe der Keim seine Blätter entfaltet hat. 



ÜNGER, BEITRÄGE ZUR KENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 33 

Wurzel nachgeben, und nach auswärts, wo die Resistenz geringer ist, tritt. Dadurch bildet 
sich ein an der Grenze des Holzkörpers hervortretender Höcker , der immer mehr zunimmt, je 
älter der Parasit wird, und je tiefer und umfassender er sich eingekeilt (Tab. III. Fig. 15). 
Härte und Weiche des Holzes hat hierauf wenig Einfluss , nur scheinen mir bei härteren Holz- 
gattungen die horizontalen Wurzeln vor den perpendiculären eine grössere Ausbreitung zu ge- 
winnen , und in diesem Falle fand ich auch sogar neue Triebe aus denselben entstehen. (Tab. 
III. Fig. 14: cc). Auch Gaspard (1. c. p. 319) sah diese Knospenbildungen an den nahe an 
der Oberfläche verlaufenden Viscumwurzeln , nur irrt er darin, wenn er diese für die einzigen 
Wurzeln jener Pflanze hält, und angibt, dass sie nur in der Rindensubstanz verlaufen. 

Eine merkwürdige Modification dieser Art von Parasitism, die bei mehreren tropischen 
Loranthusarten vorkommt, besteht darin, dass die horizontal verlaufenden Wurzeln nicht im 
Rindenkörper des fremdes Astes, sondern über denselben verlaufen, sich also wie andere 
Luftwurzeln gestalten , die Zweige innig umstricken , und sich mit ihren Enden sogar an die- 
selben befestigen. Die von dem Reisenden Dr. Pohl aus Brasilien mitgebrachten Loranthus, 
die ich in Wien zu untersuchen Gelegenheit fand, boten mehrere Arten dar, welche sich 
in dieser Weise von Anheftung an die Nährpflanze auszeichneten, sie waren jedoch sämmtlich 
so unvollständig eingesammelt worden , dass eine nähere Untersuchung nicht möglich war. 

In diesen 9 Stufen, die wir des Ueberblickes wegen hier nochmals zusammenstellen, 
scheint sich, so viel bis jetzt bekannt, die Art und Weise des Abhängigkeitsverhältnisses des 
Parasiten zur Nährpflanze , räumlich ausgedrückt zu haben. 

Modi insitionis Parasitarum. 

I. Gradus. Der Parasit entspringt unmittelbar über dem Holzkörper seines Trägers, und 
anastomosirt durch sein Gefasssystem mit dem Gefässsysteme der Nährpflanze. 
Rafflesia, Brugmansia, Pilostyles, Apodanthes , Cytinus? 
IL Gradus. Der Parasit sucht eine Art von Wurzelstock zu bilden, wodurch er der Nähr- 
pflanze anhängt, und aus dem er mehrere blüthentragende Schäfte treibt. 
Hydnora, Scybalium. 

III. Gradus. Durch verstärkte Reaction (wahrscheinlich in der Art der Keimung gegrün- 
det) wird ein Theil des Gefässsystems der Nährpflanze in den Wurzelstock des Parasiten auf- 
genommen, und dadurch ein Körper gebildet, der sowohl diesem als der Nährpflanze angehört. 

Balanophora, Cynopsole, Sarcophyte, Cynomorium, Lophophytum ? Ombrophytum ? 

IV. Gradus. Der Parasit bildet einen Wurzelstock, dessen Zasern sich an die Nährpflanze 
anheften. 

Helosis, Langsdorfia. 

V. Gradus. Kein Rhizom, sondern stark verästelte Wurzeln, welche durch Saugwärzchen 
mit der Mutterpflanze verbunden sind. 

Lathraea. 

VI. Gradus. Einpflanzung des Parasiten wie Gradus 1. , dabei noch Wurzeln, die bald 
mit Saugwärzchen versehen sind, bald ohne denselben erscheinen. 

Orobanche, Phelipaea, Conopholis, Hyobanche, Epiphagus, Aeginetia, Obolaria. 
II. 5 



;<» i M.lli. Ml ITBÄOE /l B KERNTNISS DER PARASITISCHER PFLARZKIS 

\ll. Gradus. Die Wurzeln des Parasiten mit den Wurzeln der Nährpflanze in einem knol- 
lenförmigen Filz rerwoben. 

Monotropa , Corallophj llum ? 

Mll. Gradns. Der Parasit entwickelt sich ziemlich selbstständig, und schickt nur hie und 
da vom Stamme aus Haitsteüen in die Nährpfianze. 

Cuscuta , Cassvtha. 

1\. Gradus. Stark verästelte Wurzeln, die sich bald] unter der Rinde der Nährpflanze 
hinziehen , und in diese gleichsam innltriren. 
Viscam , Loranthus , Misodendron. 

in dieser so dargestellten Reihenfolge glauben wir nicht unvernehmlich ein Gesetz ausge- 
sprochen zu haben, nach welchem die minder oder höher entwickelte Natur der Parasiten, paral- 
lel mit der Stufenfolge ihres Abhängigkeitsverhältnisses in der Einwurzlung, sich immer fort 
zu grösserer Unabhängigkeit und Freiheit empor richtete. Sahen wir in den tiefen, massigen 
Bildungen der Rafflesien den Parasiten noch in den fremden Organismus gleichsam versenkt, 
so ist er auf der 2. und 3. Stufe, in den Balanophoren nur mehr von ihm durchdrungen, 
auf der 4. und 5. Stufe mit ihm vereiniget, auf der 6. in den vollkommenem Orobanchen 
nur noch gebunden, und in den Monotropen verstrickt, bis er sich in den zuhöchst 
stehenden Bildungen der Cuscuteen und Loranthaceen des höchsten Grades der möglichen 
Verselbstständigung zu erfreuen hat. — Blicken wir aber noch etwas weiter, so sehen 
wir anderseits noch eine Menge von Pflanzen, die in der Art ihrer Lebensweise nicht 
unkenntlich eine Annäherung zu den Parasiten verrathen; man hat sie falsche Parasiten 
(fausses parasites) genannt. Eine nähere Betrachtung derselben möchte hier um so weniger am 
unrechten Orte stehen: als sie uns einige den Parasiten zukommende Bildungen zu enträtbseln 
versprechen. Man muss sich indess bei ihrer Betrachtung nicht etwa durch die gewöhnliche 
Ansicht irre fuhren lassen , als ob der Parasitismus sich in diese Bildungen fortgesetzt habe , 
und als ob sie gleichsam die Mittel- und Uebergangsglieder seien, wodurch derselbe mit den 
übrigen Gewächsen zusammenhänge. Einige Gründe, die wir später anführen werden, dürften 
es ohne Zw eifel ersichtlich machen , dass durch diese den Parasiten ähnlichen Gewächse, von 
der anderen Seite her, Annäherungen zu denselben dargestellt sind, wesshalb sie auch auf einem 

ganz anderen Principe als auf jenem des Parasitismus beruhen. , Auch in diesen sogenannten 

falschen Parasiten ist durch eine Art von Stufenreihe eine grössere oder geringere Beschrän- 
kung des selbstständigen und unabhängigen Pflanzenlebens ausgedrückt. Die unterste Stufe , 
wo die Beschränkung am meisten hervortritt, beginnt damit, dass die Saugwärzchen, die wir 
bei Lathraea, Orobanche, Cuscuta, Cassytha u. s. w. wahrnahmen, zu wahren Wurzelzasern 
(Crampons) werden, Avomit sich die Pflanze an Gegenstände anklammert, ohne jedoch von da- 
her unmittelbar ihre Nahrung zu erhalten. Wir zählen hierher Marcgravia umbellata, Ampelop- 
sis quinquefolia , Hedera Helix, Bignonia radicans u. a. m. Die Bildung der Haftwurzeln und 
der Haustellen ist allerdings so ähnlich, dass man diese füglich, wie oben erörtert, für einge- 
schlossene Haftwurzeln, jene hingegen für freie Haustellen nehmen könnte. Wir haben diess 
insbesonders in einer anatomischen Abbildung (Tab. Vi. Fig. 37), welche den Ursprung 
der Haftwurzeln bei Hedera Helix nach einer sehr starken Vergrösserung darstellt, zu versinn- 



UNGER, BEITRÄGE ZUR KENNTNTSS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 35 

liehen gesucht. Man wird hiermit ersehen, dass der Ursprung dieser Würzelchen ') bis zum 
Holzkörper zurück, und von einem Markstrahle ausgeht, so zwar, dass die neugebildeten 
kurzröhrigen Gefässe (1. c. 11) sich unmittelbar an die grösseren porösen Gelasse (e. e) anle- 
gen, die parenchymatösen Zellen des Markstrahles (g) hingegen in ähnliche aber mehr ge- 
streckte Zellen übergehen, welche den Gefassring der Wurzelbasis von Aussen und Innen um- 
geben. Man sieht in dieser Abbildung zugleich, wie gering anfänglich die Unterschiede zwischen 
Zellen und Gefäss sind, sobald man nur auf die räumlichen Verhältnisse Rücksicht nimmt, und 
wie auffallend sich diese ergeben, sobald im Functionellen einmal eine entscheidende differente 
Richtung eintritt. Das Gefäss und die mit ihr gewissermassen verwandte Prosenchymzelle ist 
ursprünglich gewiss eher dazu bestimmt, die Nahrungsflüssigkeit zu leiten, als sie zu bewahren 
und für chemische Veränderungen vorzubereiten , dagegen muss man die ParenchymzelJen 
mehr als Nahrungsreservoire ansehen. 

Eine zweite minder beschränkte Stufe vereiniget jene Pflanzen, die zu ihrem Leben und 
Gedeihen zwar nicht wie die Parasiten geläuterte Pflanzensäfte bedürfen , die aber dennoch auf 
eine solche Nahrung beschränkt sind , welche vorzugsweise natürlich entmischte Pflanzensub- 
stanz enthält. Die Wurzeln dieser Pflanzen, sofern sie selbe besitzen, vermögen nur im Pflan- 
zenmoder, oder in dem nach Aussen immerfort absterbenden Rindenkörper holzartiger Gewächse 
zu vegetiren. Diess ist der Fall bei mehreren Asphodeleen, Bromelien, Tillandsien, Epi- 
dendreen, und anderen Orchideen 2 ), vie[en Moosen und Lichenen. Vorzugsweise bieten die 
Tropenländer eine Menge solcher Gewächse dar, welche auf anderen Gewächsen vorkommen, 
und nur unter diesen Verhältnissen ihr Gedeihen finden. Ein Baum ist oft eine Colonie von 
unzähligen andern Pflanzen. 

Die letzte Beschränkung tritt endlich in den rankenden Gewächsen und in den Schling- 
pflanzen ein. Diese Pflanzen wurzeln zwar im Humus, allein ihrer schwachen Stengel und 
Stämme wegen finden sie nur dann ihr vollkommenes Gedeihen, wenn sie sich um andere Ge- 
wächse, die ihnen grösstenteils nur als Stütze dienen, herumwinden , oder an ihnen hinauf- 
klettern können. Dass die Stütze dennoch nicht ganz ohne Einfluss auf ihre Oekonomie ist, beweiset 
P a 1 m's 3 ) Beobachtung an Convolvolus arvensis, der sich um Evonymus europaeus windend meh- 
rere Papillen bildete, und durch diese Nahrung aus der fremden Pflanze sog. Dass ferner hierbei auch 
die specifischen Exhalationen der Pflanzen mit in Rechnung gebracht werden müssen, bedarf 
wohl keines weiteren Beweises. 

Dieses sind die Aeusserungen, wodurch eine grosse Menge von Pflanzen, deren Aufzäh- 
lung wir hier unterlassen , eine Neigung zum Parasitismus verrathen, ein Bestreben der Natur, 
dessen Bedeutung wir erst am Schlüsse unserer Abhandlung in Erwägung ziehen können, 
wenn wir zuvor die Eigenthümlichkeiten der Parasiten, ihrem inneren Baue nach näher aufge- 
fasst, und dadurch ihrem räthselhaften Wesen etwas näher gekommen seyn werden. 

Anatomie der Parasiten. 

Dass die eben dargestellte stufenweise Entwicklung der Parasiten sich nur auf ihre Ver- 
bindung mit der Nährpflanze bezog , und durchaus nicht als Eintheilungsgrund der Formen- 

*) Dasselbe hat auch bei den Advcntivwurzcln , wie ich an einem anderen Orte zeigen werde, statt. 

2 ) Neottia Nidus avis Rieh, ist kein Parasit, sondern wurzelt nur im fetten Moder holzartiger Gewächse, wie 
mich die genauesten Untersuchungen belehrten, 

3 ) 1. c. p. 26, Tab. [. Fig. 1. 

5 * 



l NW B, l;l [TRAGE ZI H KIWTMSS DEB PARASITISCHEN PFLANZEN. 

gruppen (obgleich ein schwacher Parallelismus dennoch zwischen beide* durchzublicken scheint) 
benutz! werden kann und darf, ist nicht zu bezweifeln« 

Wie bei den übrigen Gewachsen hängt die nähere oder entferntere Verwandtschalt der 
einzelnen Formen von der grosseren oder geringeren Aehnlichkeit in den Theilen des Genen 
üonsapparates ab, und gewisse Abweichungen im Haue, in der Zahl, Zusammenfügung und 
\ i rschmelzung dieser Organe, begründen die Aufstellung von Sippen oder Familien, um deren 

Grundtypen sich immer eine grossere oder geringere Zahl von Gattungen und Arten sammelt 

Nach diesen l'riin ipien lassen sich denn auch unter den Parasiten mehrere Familienverschie- 
denheiteo erkennen, deren Charakteristik jedoch erst in der zweiten Abtheiluug gegeben wird, 
und aus der wir hier, zum Behufe der anatomischen Darstellung, nichts mehr als die Namen 
antieipiren wollen. Es wird sich dort erweisen lassen, dass wir, nach dem gegenwärtigen 
Stande unserer Kenntnisse, unter den Paraphyten folgende Familien zu betrachten haben. 

Sie sind die Familien der Cytineen, Cynomorieen, L op h ophy tee n , die 
l>a lanoph oreen und Helosieen, ferner der Cassytheen, der Monotropeen, der 
Orobancheen, der Cuscuteen und endlich der L oran thace en. Indem wir nun den 
anatomischen Charakter jeder derselben durchgehen, bemerken wir zugleich , dass die fünf 
erstgenannten Familien, die man auch in eine Classe, nämlich in die der Rhizantheen zu- 
sammengestellt hat, vieles Gemeinsame in ihrem Baue besitzen, und finden desshalb auch 
Veranlassung, sie der Kürze wegen zusammenzufassen. 



Bei jeder anatomischen Betrachtung von Gelässpflanzen sind vor Allem zwei Dinge scharf 
ins Auge zufassen, nämlich die Structur oder die Zusammensetzung der Ge- 
fässbündel, und zweitens ihre relative Lage, und was damit verbunden ist: ihr ge- 
genseitiges räumliches Verhältniss. Die Gefässbündel sind sowohl in organographi- 
scher als in physiologischer Hinsicht der wichtigste Theil der Gewächse, und müssen es da- 
her wohl auch in anatomischer seyn. Man kann in dieser Beziehung allerdings die Gefässbün- 
del mit den Gefäss-, ja wohl auch mit den Nervensträngen des thierischen Organismus verglei- 
chen. Damit ist jedoch nicht gesagt , dass der parenchymatöse Theil der Pflanzen ausser Acht 
zu lassen sei, nur so viel wollen wir dadurch ausdrücken, dass die Betrachtung dieses gegen 

jene einen bei weitem mehr untergeordneten Rang habe, eine Ansicht, welche bisher in 

der Anatomie der Gewächse noch viel zu wenig berücksichtigt worden ist. Indess ist das Paren- 
chym, obgleich der mindere, untergeordnete Theil, bisweilen gerade derjenige, welcher auch 
bei Gefdsspflanzen bei weitem den grösseren Antheil an dem Bau des Gewebes nimmt, und also 
schon darum eine besondere Aufmerksamkeit verdient. In diesem Falle sind dann auch die nie- 
deren Parasiten , in denen offenbar das parenchymatöse Zellgewebe das Gefässsystem über- 
wiegt, und es daher räthlich macht, mit der Betrachtung desselben zu beginnen. 

Das parenchymatöse Zellgewebe der Rhizantheen besteht in der Regel aus Zellen 
von mehr oder weniger beträchtlichem Umfange , deren W r ände bald dünner, bald dicker sind , 
aber fast durchgängig durch einzelne verdünnte Stellen von runder oder ovaler Form das An- 
sehen erhalten, als ob sie mit Tüpfeln besetzt oder mit Oeffnungen durchbrochen wären. So 
nehmen wir dieses bei Rafflesia Patina (Tab. III. Fig. 16, c), noch deutlicher bei 
Balanophora (Tab. V. Fig. 31) wahr, aber diese Bildung fehlt weder der Langs- 
dorfia und dem Scybalium, noch den übrigen mit diesen verwandten Gewächsen ganz, 



UNGER , BEITRÄGE ZUR KEKNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 37 

am wenigsten mochte diess aber bei Rafflesia Arnoldi der Fall seyn, obgleich sie 
Rob. Brown nicht gesehen hat, wie er 1. c. p. 210 in den Worten „I hcwe not been able 
to cletect perforations on any pari of thier surface" gesteht, und glaubt, man habe viel- 
leicht Körnchen in ihrem Innern, welche an den Wänden anklebten , dafür genommen. 

Die Zellen variren nur in der Grösse, übrigens sind sie in allen Theilen gleich. Gewöhn- 
lich enthalten sie Amylum, und dieses oft in solcher Quantität, dass der ganze Zellraum damit 
vollgestopft ist. Bei Scybalium und Cynomorium sind die Arnylumkörner am grössten, 
ihre zarte Haut scheint zuweilen durch mehrere sternförmig vereinte Risse aufgesprungen , in- 
dess wechselt auch hier die Grösse derselben um mehr als das Dreissigfache ihres Y olumens. 

Nach Aussen treten die Parenchymzellen entweder zu einer Art von Epidermis zusam- 
men, oder sie umgeben den Wurzelstock, wo ein solcher vorhanden, mit einer Rindenlage. 
Die Oberhautschichte ist wie bei allen Pflanzen aus Zellen von kleinerem Durchmesser , wobei 
überdiess der Tiefendurchmesser gegen die übrigen bedeutend geringer ist , wodurch ihr tafel- 
förmiges Aussehen entsteht, zusammengesetzt. Zwar will sie Meyen wegen des allinäligen 
Ueberganges der Parenchymzellen nicht als wahre Epidermis gelten lassen, besonders da ihr, 
wie wir später sehen werden , die Spaltöffnungen fehlen , aber aus einer (o. c. Rliizantheue 
Tab. VI. Fig. 8) gegebenen Abbildung derselben von Bru gmannsia, dürfte eher das Gegen- 
theil gefolgert werden. 

Aus der beifolgenden Abbildung von Rafflesia (Tab. VII. Fig. 49 A. a.) ist er- 
sichtlich, dass, wie überall so auch hier, die Ablagerung von Zellsubstanz nach der oberen 
Seite der einzelnen Epidermiszellen reichlicher, als an den übrigen Seiten Statt findet. 

Dass aber dabei an keine eigenartige Epidermishaut in dem Sinne von Brongniart 1 ) 
zu denken ist, versteht sich von selbst, da wenigstens das Verfahren, das dieser ausge- 
zeichnete Phytotom zur Darlegung jener Haut eingeschlagen, durchaus nicht geeignet ist, über 
diesen Punkt Gewissheit zu verschaffen , im Gegentheile das Resultat viel wahrscheinlicher 
eine andere Entstehungsweise zulässt. 

Wie bei Rafflesia, so ist die Epidermis auch bei den übrigen niederen Parasiten ge- 
baut ; die Zellen derselben bilden von Oben gesehen (Tab. VII. Fig. 49, B.) in ihrer Zu- 
sammenfügung ein mehr oder minder regelmässiges Netz , das durchaus aller Spaltöffnungen 
ermangelt 2 ). 

Diess ist nicht nur der Fall am Schafte , wo ein solcher vorhanden , sondern auch an den 
Deckschuppen und dem Perianthium; überdiess ist zu bemerken, dass an den letzteren Theilen 
in dieser Beziehung die obere von der unteren Fläche nichts Unterscheidendes darbietet. Eine 
einzige Ausnahme findet bei obgenannter Pflanze Statt, wo die äusserste Zellschichte der Innen- 
fläche der noch nicht gefärbten Schuppen, wie Meyen 1. c. Fig. 7 u. 8, Tab. VI. zeigte, 
warzenförmige Hervorragungen der Zellen besitzt, während sie an der Aussenseite fehlen. 

Ausgezeichneter verhält sich hierin der Mittelkörper der Parasiten. Bei Balanophora 
ist die Oberfläche desselben rauh , und mit sternförmigen Erhabenheiten besetzt (Tab. II. 



l ) Nouvelles recherches sur la. siructure de l'epiderme des vegetaux , par M. Ad. Brongniart. Annalcs de 

scienc. trat. 2de serie 183i. 
z ) Man vergleiche hiermit Meyens Darstellung der äussersten Zcllschichte der Aussenseite einer bereits 

gefärbten Deckschuppe von Brugmannsia, /. c. Tab. VL Fig. 6. 



33 I NCEB, BEITRAGE /.LR RENNTXISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 

Flg. 1), ein« Bildung, die nur der Oberhaut angehört; anders verhält es sieh bei Hydnora, 
wo ein« Art ron Rindensubstanz ans einer mehrfachen Schichte dünnwandiger grosser Zellen, 
ohne Inhalt von \m\luni, nicht nur den ganzen Mittelkörper rings umzieht, sondern sich auch 
über tue untersten Theil« der Inllorcsccnz erstreckt (Tab. II. Fig. 3). 

Am li mit Haaren linden wir zuweilen die Oberfläche der Parasiten verseilen; diess ist 
insbesondere bei Langsdorfia der Fall, wo der ganze Schaft mit einem Filze einfacher 
cjlindrischer Maare überzogen erscheint. 

Zu dem Parenchyme rechne ich überdiess noch eine Partie des Zellgewebes, welche 
sich durch sehr dickwandige, in Bündeln gestellte Zellen auszeichnet. Auf einem Längen- 
schnitte gewahrt man, dass diese dickwandigen Zellen etwas in die Länge gestreckt, und mit 
schiefstehenden Querwänden versehen sind. Dieser Umstand in Verbindung mit den Vorher- 
genannten berechtigen, diese Zellen zu den Prosenchymzellen zu rechnen, ohne damit etwa 
ein näheres Verhaltniss derselben zu den Gefässbündeln bezeichnen zu wollen. In der That 
linden sie sich nur bei dem kleinsten Theile der Rhizantheen, und zwar nur in der 
Familie der Helosieen — sowohl bei Helosis (Tab. IV. Fig. 2^, a) , als bei Langs- 
dorfia (Fig. 22, bb). 

Solche dickwandige Zellen existiren in den meisten Pflanzen, insbesondere hat sie 
Mo hl im Marke der Dicotyledonen, bei den Palmen und neuerlichst bei den Far- 
ren nachgewiesen, und ihre Structur erläutert. Nach ihm bestehen sie aus mehrfachen in ein- 
ander eingeschachtelten Schichten von Zellsubstanz, welche allmälig an die Innenwand sol- 
cher Zellen abgelagert werden. Dabei bleiben jedoch stets, wegen Erhaltung der leichteren 
Wegsamkeit für die Säftemasse, einige Stellen von jener Ablagerung frei. Mit der Zeit entsteht 
dadurch ein Anschein von Durchlöcherung der Zellwände, und diess gab Veranlassung, solche 
Zellen getüpfelte oder poröse Zellen zu nennen. Es tritt aber in den dickwandigen Zellen gar 
oft der Fall ein, dass der ursprünglich freie Zellraum durch die fortwährend stattfindenden 
Schichtenablagerungen bis auf ein Minimum verengert wird; in solchen Zellen erscheinen dann 
die früheren Tüpfel und ovalen Stellen bis in den innersten Raum fortgesetzt als Kanäle. Auch 
diese sind bereits von Mohl nachgewiesen, und dabei des Umstandes erwähnt worden, dass 
solche Kanäle von zwei aneinanderstossenden Zellen stets aufeinander treffen. 

Dasselbe sehen wir auch bei den erwähnten dickwandigen Zellen der Helosieen. Eine 
starke Vergrösserung liess uns bei Helosis brasiliensis sehr deutlich dreizehn Schich- 
ten zählen (Tab. VI. Fig. 38), und bei Langsdorfia hypogaea konnte man sogar 
dreissig Schichten unterscheiden (Fig. 39); indess ist diese Schichtenzahl weder in derselben 
Pflanze, noch in demselben Zellenbündel constant, doch ist fast durchaus ersichtlich, dass die 
Mächtigkeit oder Dicke der einzelnen Schichtenlager von Aussen nach Innen abnimmt. 

Bei dieser Vergrösserung konnte man auch die Kanäle, welche nach allen Richtungen die 
Schichten durchsetzen, deutlich ausnehmen, ja sogar ihr Lumen messen. Ich fand den Durch- 
messer desselben bei Langsdorfia zwischen 0,0017"' und 0,0020 /// W. M. in einer Zelle, 
deren Länge 0,2275 und deren Breite 0,0652 einer Wiener Linie betrug. Auch eine andere 
Eigenthümlichkeit, die bisher noch nirgends bemerkt worden, nämlich dass die Kanäle oft ver- 



') Ueber Poren des Pflanzenzellgewebes. Flora 1831, B. II. Nr. 25, p. 417 — 434. De Palmarum struetura. De 
struetura caudicis fllicum arborearum, p. 6. 



LiNGER, BEITRÄGE ZUR RENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 8j) 

zweigt erscheinen, konnte ich mit Genauigkeit, sowohl im Querschnitte (Tab. VI. Fig. 
38 u. 39), noch schöner aber im Längenschnitte wahrnehmen. Man sieht aus der Tab. VII. 
Fig. 40, d, gegebenen Abbildung, dass diese Kanäle in 3 — -4, ja wohl in mehrere Zweige 
von Innen nach Aussen sich zertheilen. Sie durchsetzen ununterbrochen alle Schichten bis auf 
die äusserste Zellmembran, und wo sie in der Zeichnung kürzer erscheinen, rührt es davon 
her, dass ihr Verlauf nicht ganz in die Durchschnittsebene fiel. Sie sind überdiess an der Mün- 
dung immer breiter, und verschmälern sich nach Aussen. 

Eines besondern Umstandes muss hier noch gedacht werden , nämlich der ungleichen An- 
lagerung der Schichten, die zuweilen so weit geht, dass eine Zellwand frei von jeder Anla- 
gerung erscheint, während die entgegengesetzten Wände auf diese Weise ungemein verdickt 
erscheinen, und wohl zwanzig und mehr Schichten enthalten. Meines Wissens ist diess erst 
neulich durch H. Mo hl *) bei den Farren, in der die Gefässbündel umkleidenden, meist 
braun gefärbten Hülle, namentlich sehr deutlich in Polypodium aureum, Billardieri 
und persicariaefolium auch so gefunden worden. Der Grund dieser sonderbaren Er- 
scheinungist noch unenträthselt. In Langsdorfia sind nie mehr als 5 8 solcher Prosen- 

chymzellen zu einem Bündel vereint, fast eben so viele bei Helosis, doch sind sie hier 
mehr halbmondförmig an der Innenseite der Gefässbündel gelagert, während bei Langsdorfia 
der ganze Schaft, sowohl innerhalb als ausserhalb des Gefässkreises , von denselben zahlreich 
durchsetzt wird (Tab. IV. Fig. 21 u. 23). Dieses letztere Vorkommen ist auch der Grund, 
warum diese Bündel von Prosenchymzellen nicht als Theile der Gefässbündel, wie bei andern 
Pflanzen, anzusehen sind, sondern mehr dem Parenchyme anzugehören scheinen. Wir ha- 
ben hier in der gesammten Pflanzenwelt nur ein Analogon, wo nämlich zu Bündeln und Lagen 
vereinte Prosenchymzellen nicht als Theile der Gefässbündeln, sondern als für sich bestehende 
Bildungen des Zellgewebes vorkommen; es sind diess die Farren. Nach Link's und Mohl's 
geistvoller Deutung ist das sogenannte Holz der baumartigen Fairen , welches den Gefässring 
von Innen und Aussen umgibt, ebenfalls nicht als Theil der Gefässbündel anzusehen; das 
Gleiche ist im Schafte der Langsdorfia der Fall, nur muss man sich hier das Holz, als in 
viele einzelne Bündel aufgelöst, denken. 

Die Vergleichung der Helosieen mit den Farren erhält noch eine grössere Stütze, 
wenn man auf die Structur der Gefässbündel, die übrigens bei sämmtlichen Rhizantheen 
dieselbe ist, Rücksicht nehmen will. 

Die Gefässbündel der Rhizantheen sind, wie die der Farren, nur aus zwei Elemen- 
ten zusammengesetzt ; sie besitzen daher im Vergleiche mit den Gefässbündeln vollkommener 
Pflanzen, welche aus zwei Theilen, und im Ganzen aus fünf Elementen bestehen, nur eine 
höchst unvollkommene Bildung. Der vollkommene Gefässbündel oder Gefässstrang , wie 
er in den Mono- und Dicotyledonen erscheint, besteht nach unserer Ansicht aus 
zwei verschiedenen Abtheilungen, nämlich aus dem Spiralgefässbündel und aus dem 
Holzgefässbündel. Der erste ist aus einfachen oder ringförmigen Gefässen und Prosen- 
chymzellen, — der letztere aus punktirten, netzförmigen Gefäss- und Treppengängen, Prosen- 
chymzellen, und aus einem Bündel eigener Gefässe und Bastzellen zusammengesetzt. 

Die Elemente des Gefässbündels der Farren so wie der Rhizantheen sind nur zwei, 



l ) De structura caud. filic. arb. p. 15 et seq. Tab. XXXVI. Fig. *. 6. 10. 13. 



I NGEH, BEITRAGE ZÜB KENNTNISS DKR PARASITISCHEN PFLANZ] \. 

nämlich punktirte, gestreift« oder netzförmige, und dünnwandige gestreckte Pseudoparen- 
chj mzelten. 

Man hat bisher au Mangel genauer Untersuchung den Rhizantheen mit Unrecht alle 
Gefässe abgesprochen. Rob. Brown, der in seiner ersten Untersuchung der Rafflesia 
Arnoldi zwar Gefassbundel zuschrieb l ), aber dieselben ohne alle Spiralgefässe erklärte 2 ), 
hat neuerlichst dennoch seine Meinung; wieder zurückgenommen 3 ). Aehnliches behauptet 
auch Blume von Rafflesia Patina, wenn er diese Pflanze aus blossem Zellgewebe ge- 
baut ansieht *). 

Eben so ist es bekannt, dass Dr. Meyen an mehreren Orten den Rhizantheen alle 
Spiralgefässe abspricht, wodurch er durch die Untersuchung der Brugmannsia, der sie 
ganzlich fehlen sollen, gekommen zu sejn vorgibt. Indess ist doch, seihst was die Familie 
der llaffl esiaceen betrifft, im Pilostyles das Yorhandenseyn von Gelassen durch G u i 1- 
I ein in dargethan worden; auch gibt R. Brown an, in der II ydno r a und im Cytinus 
welche gefunden zu haben, was in Bezug auf erstere Pflanze von E. Meyer bestätiget wird, 
der sie in dem intermediären Körper gefunden haben will. luden Helosieen sind sowohl bei 
Langsdorfia von v. Martius, als von Brown undMohl bei Helosis, Gefässe ge- 
funden worden. Wir haben bei unsern Untersuchungen Gefässe nicht nur allein in den obge- 
nannten Pflanzen, sondern in allen sowohl niederen als höheren Parasiten aufgefunden, und 
wollen dieselben nun in ihrer Vereinigung zu Gefässbündelu einzeln durchgehen. 

Die Gefassbundel der Rhizantheen sind im Verhältnisse des oft ausserordentlichen 
L nifanjres dieser Gewächse auffallend klein und unbedeutend zu nennen , und konnten daher 
aus dieser Ursache wohl leicht übersehen werden, besonders, da sie von dem übrigen Zellge- 
webe sich nicht augenfällig genug unterscheiden. Sie bestehen, wie bereits erwähnt, nur aus 
zwei Elementen, nämlich aus Gefässen und aus den dieselben begleitenden Pseudoparenchym- 
zellen, worunter diese gleichfalls wieder in der Art überwiegen, dass die eigentlichen Gefässe 
den vierten, in vielen selbst nicht einmal den fünfzehnten Theil der Gefassbundel ausmachen. 

So bemerkten wir in den Gefässbündeln der Rafflesia nur zehn Gefässe (Tab. V. 
Fig. 27, d), und selbst diese Zahl verminderte sich nach und nach , so wie der Gefassbundel 
sich den peripherischen Gebilden näherte. Wenig zahlreicher fanden sie sich in den Gefässbün- 
deln von Sarcophyte, Scybalium, Langsdorfia und Helosis, am häufigsten schie- 
nen sie ohne weiters in Hydnora und Cyomorium, und wenn ihre Menge bei ersterer 
auch nicht so beträchtlich ist, dass sie vor den Zellen die Oberhand gewönnen, so muss diess 
doch von letzterer Pflanze gelten. — Die Gefässe der Rhizantheen gehören ohne Aus- 
nahme den netzförmigen, porösen Gefässen und den Treppengängen, niemals den einfachen 
oder ringförmigen Spiralgefässen an. Letzteren am ähnlichsten dürfte man vielleicht die Gefässe 



1 ) l. c. p. 210. »This Observation particulary applics to the Column, whicli is found to consist of a uniform 
ccllular texture, with a very small propoilion of vessels." 

2 ) »The strueture of vesscls either in the column periantheum or bracteac , in all of which they are appa- 
rently similar, bas not been satisfactorily asertained. Tbey may be supposed to approach most nearly to 
tlie ligneos, thougb certainly unaecompanied by spiral vessels , wich do not appear to exist in any part 
of the plant.» 

3 ) Note sur le fleur femelle du Rafflesia. Ann. de scienc. nat. Juin. 1834-, T. I. p. 369. 

*) /. c.p.S. „Simpücissimam partium oniniumfabricamexhibens, utpote, quae contentu confonnetur celluloso." 



TJNGER, BEITRÄGE ZUR KENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. AI 

von Rafflesia (Tab. V. Fig. 29, d) ansehen, besonders da sie etwas länger als bei den 
übrigen Rhizantheen erscheinen, lndess findet sich auch hier die meist verzweigte Spiralfaser 
fest an die innere Seite des Gefässschlauches angewachsen, so dass sie durchaus nicht abge- 
rollt werden kann« Dasselbe ist auch der Fall bei Hydnora, wo es mir gleichfalls ohne 
Zerreissung der Gefässhaut nicht gelang, die netzförmige Faser von derselben abzulösen, wie 

solches E. M eyer als ihm gelungen angibt 1 ). In der Regel bestehen alle Getässe der 

Rhizantheen aus kurzen, unregelmässig übereinander gestellten und durch theilweise Ab- 
sorption der Zwischenwände in ein Continuum verbundenen Schläuchen, die oft mehr ein Zel- 
len- als gefässartiges Aussehen haben. Meistentheils fand ich netzförmige Gelasse, wie z. B. 
bei Brugmansia, Balanophora u. s. w. (Tab. V. Fig. 31, c 30, b) , seltner poröse 
Gefässe, wie bei Längs dorfia (Tab. VII. Fig. 4-0, a), und bei Cynomorium (Tab. 
VI. Fig. 32, aa) sah man den Uebergang beider vorhergehenden Arten in Treppengänge sehr 
deutlich. Uebrigens ersieht man aus dei-selben Abbildung, dass die Tüpfel, die ovalen und 
runden länglichen Streifen, nicht von Erhöhungen auf der Zellmembran, sondern vielmehr 
von Vertiefungen herrühren, so wie die Grösse und Lage derselben zum Theil von den an- 
gränzenden Elementartheilen bestimmt wird. An Längsschnitten, noch deutlicher aber an Quer- 
schnitten bemerkte man hie und da ein Auseinandertreten der Gefässwandungen. Die Be- 
deutung dieser Einrichtung ist sowohl hier als bei andern Pflanzen, wo sie in derselben und in 
ähnlicher Form erscheint, noch unenträthselt. Das Lumen dieser Gefässe betrug nach sorg- 
fältigen Mikrometermessungen 0/0065 einer Wiener Linie. Was die räumlichen Verhältnisse 

der Gefässe in den Gelässbündeln betrifft, so gilt hier das Gesetz, dass dieselben mehr oder 
weniger unter sich in Verbindung, grösstentheils nach der innern, dem Mittelpunkte des Schaf- 
tes zugekehrten Seite gelagert sind, wie dieses aus den beiliegenden Abbildungen ersichtlich ist. 
Was das zweite Element der Gelässbündel betrifft, so würde dasselbe rücksichtlich seiner 
Form, wie bei den Fairen, unbedingt zu den parenchymatösen Zellen zu rechnen seyn , wenn 
nicht einige wichtige Gegengründe dagegen Zweifel erregten. Fürs erste sind die Zellen der 
Gefässbiindel durchaus etwas mehr in die Länge gezogen als die eigentlichen parenchymatösen 
Zellen, und verrathen nicht unmerklich eine Neigung zur Schiefstellung ihrer horizontalen Wände 
(Tab. V. Fig. 29, ccc 30, aa 31, bb). Fürs zweite sind die Wände derselben bei weitem 
zarter gebaut, als diess bei dem übrigen Zellgewebe der Fall ist, daher denn auch bei diesen 
Gefässzellen die Zellwand ohne alle Tüpfel oder sogenannten Poren erscheint ; drittens ent- 
halten diese Zellen ausser den eigentlichen Zellsäften keine andern Bildungen, welche man bei 
diesen Pflanzen in der Form von Amylum und anderer (unbestimmbarer) Ablagerungen in 
den Parenchymzellen so häufig und allgemein antrifft. Diese Gründe bestimmten mich, diese, 
Zellen weder für blosse parenchymatöse Zellen, noch für eigentliche Prosenchymzellen zu 
halten, sondern sie durch die Benennung Pseudoparenchymzellen auszuzeichnen, Dass dieses 
streng genommen auch bei den Fairen der Fall ist, davon kann sich Jedermann überzeugen, 
der die unvergleichlich schönen Abbildungen des oben angeführten Werkes über den Bau des 
Stammes der baumartigen Farrenkräuter von D. H. M o hl zur Hand nimmt. Zwar nennt Mo h I 
die gefässbegleitenden Zellen noch Prosenchymzellen, allein er zeichnet den Uebergang der 



4 ) L. c. p. „Trachcac ipsae majores reticulatac, corporum vcrmiculatorum morc articulato - constrictae, 
arliculis brevibus pcrviis, fibris trochlearibus parum reticularis, ita ut saepius aliquatcnus rcvolvi possint/ 9 

II. 6 



},• l NGER, BEITRÄGE /LH Hl ! S n»IS8 Dl B PARASITISCHEN PFLANZ! H 

selben in die den Gefässbündel umgebenden gestreckten Zellen , die er, obgleich ihre sonstige 
Strnctur keine weitere wesentliche Veränderung erleidet, dennoch schon zu den Prosenchym- 
Zellen rechnet, auf eine solche Weise, daSS man wohl nicht anstehen kann, beide für eine und 
<!ic selbe Bildung zu halten, und sie durch einen eigenen Namen zu bezeichnen. Ich dachte 
daher, die Gefasszellen der Parren auch als Pseudoparenchymzellen anzusprechen. Eines üm- 
standes i^t hier noch in Bezug auf Vereinigung der Zellen zu erwähnen, der nicht nur allein 
die Gefasszellen, sondern auch die übrigen Parenchymzellen betrifft, dort aber nur etwas 
deutlicher in die Erscheinung tritt. Man gewahrt nämlich in und an den Gefässbündeln, vor- 
züglich bei Cynomorium und Meiosis, dass sich zwischen den einzelnen Zellen derselben 
eine eigenartige homogene Materie, welche weich und von brauner Farbe ist, in grösseren 
oder kleineren unregelmässigen Streifen und Nestern eingelagert hat (Tab. IV. Fig. 24-, fff). 
Bei Scybalium (I. c. Fig. 20, d) erscheint diese Materie nur an der Glänze der Gefäss- 
bündel nach dem Innern des Schaftes zugekehrt. Etwas ähnliches finden wir auch in den Fairen, 
wo diese homogene braune Materie sowohl zwischen den Parenchym- als Prosenchymzellen 
erscheint, und dieselbe verbindet. Mohl fand sie besonders deutlich in den Blattstielen der 
I) i [1 v m o c lila eil a, und im Rindenkörper der Ch n oophora excelsa 1 ). Offenbar erinnert 
diese Erscheinung an die Zwischenzellmasse, welche bei Zellpflanzen nicht ungewöhnlich ist, 
und vorzüglich bei Algen, Lichenen und Jungermannien sehr in die Augen fällt, gibt aber 
dadurch zugleich einen Fingerzeig , welchen Gebilden die scheinbar so hoch gestellte Gruppe 
der Rhizantheen ihrem inneren Baue nach in einzelnen Zügen verwandt ist. 

Nach der Betrachtung der Structur der Gefässbündel, fragt es sich nun, wie sind die 
Gefässbündel in den Rhizantheen gelagert? wie sind sie unter sich verbunden ? und, was 
hieraus resultirt, welche Aegetations weise kömmt dieser Gruppe von Pflanzen zu? 

\ or Allem muss man bei Beantwortung dieser Fragen, soferne diese ein gegründetes Resultat 
zu geben im Stande ist, auf gehörige Unterscheidung im Gange der Untersuchung wohl Acht haben. 
Mau wird hier als Typen vorzüglich jene Parasiten ins Auge fassen müssen, bei denen der Schaft 
doch einige Länge hat, wie z.B. bei den Helosieen , und die Vegetationsweise der übrigen als 
schaftlose Formen den in dieser Beziehung ausgebildeteren Gewächsen gleichsam unterzuordnen 
suchen. Nur bei Langsdorfia finden wir ein Rhizom, und am untern Theil des Schaftes 
eine Regelmässigkeit in der Anordnung der Gefässbündel. Wie Tab. III. Fig. 12, a. dar- 
stellt, sehen wir die Gefässbündel durchaus gleichweit von der Peripherie und dem Mittelpunkte 
abstehend, in einer Elipse gestellt. Einige derselben gränzten an die nächststehenden so nahe 
an, dass sie mit selben verschmolzen, während andere weiter von einander entfernt waren. 
Diess konnte von nichts Anderem, als von einer netzförmigen Verkettung der Gefässbündel unter 
einander herrühren. Bis unter die Deckschuppen war im Querdurchschnitte des Schaftes nichts 
als dieser einfache Gefässkranz zu erkennen. Von hier an aber gaben die Gefässbündel nach 
einwärts einfache Zweige ab, und es erscheinen daher in einem Durchschnitte über den unter- 
sten Deckschuppen zwei Kreise von Gefässbündeln, wovon der äussere dem bereits früher 
vorhandenen entsprach, und nur etwas weiter nach auswärts gerückt war, der innere aber 
durch die nach einwärts abgegangenen Zw eige der vorigen Gefässbündel entstand. Weiter nach 
aufw ärts war durch das wiederholte Verzweigen der bereits vorhandenen Gefässbündel, die bisher 



l ) L. c. p. 6 und 7. Tab. XXXV. f. 12 c. 



TJNGER , BEITRÄGE ZUR RENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 13 

kreisförmige Anwendung derselben durchaus nicht mehr erkennbar, iheils weil nun zwischen 
den 2 Kreisen, und im Mittelraume auch Gefässbündel verliefen, theils weil durch vielfältige 
Anastomosen jede Regelmässigkeit verwischt wurde. Es bot daher der Durchschnitt an der 
Blütenähre dieser Pflanze eine Menge unregehnässig zerstreuter Gefässbündel dar, von denen 
einige immer vertical, andere horizontal, und wieder andere in zwischen diese fallenden 
Richtungen getroffen wurden. Die peripherischen Verzweigungen, in einem etwas stumpfen 
Winkel abgehend, erreichten bei dieser Pflanze die Deckschuppen nicht. Ungefähr in dieser 
Weise war die Gefässvertheilung auch bei Pilostyles (Tab. II. Fig. 3, h. i.); denken 
wir uns aber den Schaft sehr verkürzt und dabei eine zahlreiche Menge von einzelnen Gefässen, 
so haben wir genau das Bild, welches uns der Durchschnitt der Rafflesia in der Höhe der 
Columna genitalis darbietet, wo bei der bereits eingetretenen Unregelmässigkeit in der Gefäss- 
vertheilung, dennoch der erste ursprüngliche Kreis (Tab. IV. Fig. 26, bb), so wie der 
zweite zunächst daraus hervorgegangene (Fig. 26, cc) , ersichtlich sind. Grössere Unregel- 
mässigkeit herrscht im Schafte der Helosis , obgleich auch hier die in der Mitte derselben 
getretenen Gefässbündel eine Art von doppelringförmiger Anordnung zu befolgen scheinen. 
In jenen niedern Wurzelparasiten hingegen, deren Schaft entweder sehr verkürzt, oder fast 
ganz unterdrückt ist , so wie bei jenen , die schon von untenauf mit peripherischen Organen 
überdeckt sind, lässt sich durchaus keine Regelmässigkeit in der Disposition der Gefässbündel 
mehr wahrnehmen. Diess ist einerseits der Fall bei Scybalium (Tab. II. Fig. 4r, und 
Tab. IV. Fig. 19), anderseits findet diess bei Cynomorium Statt. 

Es fragt sich aber nach dieser Auseinandersetzung, die freilich noch Manches zu wünschen 
übrig lässt, aber wegen Mangel und Unvollständigkeit des zur genaueren Untersuchung nöthi- 

gen Materiales für jetzt genügend seyn muss, es fragt sich, welche Vegetationsweise wohl 

den Rhizantheen zukommen mag , und welche Vergleichung dieselbe zulässt ? 

Ausser, dass man ohne weiters diese Pflanzen zu den Dicotyledonen zählte (Rob. 
Brown u. m. a.), war v. Martius der Einzige, der hierüber seine Ansicht mehr im Detail 
ausgesprochen hat. Er hält nach dem, was er bei Längs dorfia und Helosis wahrge- 
nommen, und das unseren Beobachtungen ziemlich nahekommt, die Vegetationsweise dieser 
Parasiten für eine, welche am meisten mit der der Monocotyledonen übereinstimmt. A. a. O. p. 187 
sagt er: „Quo fit verisimile in Balanophoreis aeque ac in reliquis Monocotyledoneis vasorum 
fasciculos ab extrema caulis s. rhizomatis peripheria introrsum usque ad medium decurrere, 

indeque cursum in capitulorum peripheriam cruciatim deflecti etc." Abgesehen davon, 

dass in den Monocotyledonen keine Anastomose der Gefässbündel Statt findet, welche doch 
bei den Rhizantheen auffallend hervortritt, spricht noch der Umstand gfgen die obgedaehie 
Vegetationsweise, dass es mir durchaus bei allen untersuchten Parasiten nie gelang, das bo- 
genförmige Auswärtswenden der einzelnen Gefässbündel, wie es v. Martius angibt, zu be- 
obachten, ja ich bemerkte sogar, dass die von dem Hauptkreise nach Aussen abtretenden 
Gefässbündel einen sehr kurzen Verlauf hatten und fast nie in die peripherischen Organe ein- 
drangen. Eine einzige Beobachtung, wo noch einige Gefässe in den Deckschuppen erkennbar 
waren, zeichnete ich in der Fig. 25, Tab. IV 7 . des Scybalium. Es ist daher nicht zweifelhaft, 
dass die Uebereinstimmung mit der Vegetationsweise der Monocotyledonen nicht Stich hält. — 
Wir kennen aber noch eine andere Vegetationsweise , die einer Gruppe von Pflanzen eigen ist, 

welche auch im Baue der Gefässbündel, wie wir oben sahen, mit den Rhizantheen viele 

6 * 



l M.l \\. Kl [TRAGI /.lli R] NMMSS DIU PARASITISCHEN PFLANZ] N 

Aehnlichkeit zeigten. Es ist «I i«-< die Vegetationsart der Parren. Erstlich setzen die Farren 
ebenso wenig als <l i «- EUrizantheen an ihrem Gerasskreise von küssen Schichten an denselben, 
sondern sie verlängern sich, wie diese, einzig und allein nach oben an der .Spitze (Vegetatio 
termihalis), and zweiten«- besteh! im Grande der Holzkörper der Parren ebenfalls nur aus einein 
Vt/.e nach einer gewissen Norm (welche mir von der Phyl Iota xis abhängen kann) anasto- 
mosirender Gefässbündeln , welche einzelne Bündel davon an die peripherischen Organe abge- 
hen. — Diess sind die Aehnlichkeiten der Vegetationsweisen heider mit einander vergli- 
chenen Pflanzengruppen ; nimmt man davon die ausserwesentlichen nur von der Natur und 
Form der Gewachste herrührenden l nterschiede hinweg, so wird man, wenn gleich keine 
vollkommene G'eichheit, doch wenigstens eine Analogie zwischen denselben anerkennen 
müssen, welche uns vor der Hand zufrieden stellen muss , und selbst für den Systematiker 
über die Stellung der Rhizantheen im Systeme einige Fingerzeige gibt. 

^\ ir fügeri nur noch Einiges über die Structur der höheren Organe dieser Pflanzen, 
insbesondere der Antheren der Raffl es iaceen, bei. Meines Erachtens ist der Hau dei 
Vnthere bei i\vn Pflanzen dieser Familie noch nicht richtig genug aufgefasst, obgleich ich 
glaube, dass die Structur derselben nicht so schwierig zu begreifen ist, indem dabei Alles 
nur auf die Form, Anzahl, auf die Lage und Verbindung der einzelnen Schläuche ankömmt. 
\m einfachsten stellst sich der Bau der Antheren in der Gattung Pilostyles dar. Die 
keulenförmige Endansehwellung der Cohunna genitalis bedecken an der untern Seite 2 bis 
3 Reihen einfacher, dicht an einander gedrängter, an der Spitze abgeplatteter Schläuche 
(Tab. II. Fig. 3, c). 

Bei Biugmannsia ist der Bau schon zusammengesetzter. Die Anthere besteht hier aus 
I Schläuchen, wovon 2 höher als die beiden andern liegen, und daher bei einem 
horizontal geführten Durchschnitte immer 2 etwas tiefer als die andern getroffen werden, 
was scheinbar ungleiche Loculamente zur Ansicht bringt, welcher Umstand übrigens Blu- 
me wahrscheinlich verleitet hat, ihre Durchmesser als verschieden anzugeben ') ; eben so 
wenig halte ich es für richtig, wenn den einzelnen Schläuchen eine Querwand oder ein 
Verschmelzen unter einander zugeschrieben wird, auch kann man hierüber aus der Abbil- 
dung nicht ganz ins Reine kommen. Uebrigens scheint es richtig, diese Antheren nach dem 
gewöhnlichen Baue als bilocular anzusehen, da sie nur durch zwei Punkte dehisciren. 

Viel zusammengesetzter ist der Antherenbau in Raffiesia. Hier findet sich eine unbe- 
stimmte Menge langgezogener Schläuche, die sämmtlich sich nach oben zusammenneigen, aber 
nicht durch eben so viele einzelne Poren, sondern wie Blume bei Raffiesia Patina beobach- 
tete, durch eine einzige Oeffnung ihren Inhalt ausstreuen. Wahrscheinlich ist es der Umbi- 
licus (Tab. VII. Fig. 43, A. c), der dabei zuerst einreisst. Roh. Brown glaubt hier gleich- 
falls eine Vereinigung der einzelnen Schläuche unter einander, so wie Querabtheilungen der- 
selben beobachtet zu haben, allein wenn man meine (Tab. VII. Fig. 45 und Fig. 46) 
gegebenen Abbildungen mit den seinigen (l. c. Tab. XXI. Fig. 7 und 8) vergleicht, so wird 
man leicht erkennen , dass der Irrthtim hier durch Schnitte, die einige derselben immer 



') L c. p. lt. »Atitlicrarum cellulac subconceiilrirc longitudinales , diametro inaequalcs, cxteriores ad an- 
llierac deprcssioncm versus subconniventes , centrales rectiusculae , passim confluenies , aut Irans^ersc 
interruptac, pollinc turgidae. >; 



LNGUK, BEITRÄGE ZUR KENNTNISS DEfi PARASITISCHEN PFLANZEN. 45 

schief treffen müssen, entstanden ist. Zur Erläuterung des Ganzen habe ich daher unter 
Fig. 45 eine ideale Ansicht der Anthere gegeben. 

Auf einer höheren Stufe der Entwicklung sehen wir die Antheren von Hydnora stehen. 
Es sind, wie früher mehrere in die Tiefe gezogene, hier in die Länge ausgezogene Schläu- 
che , welche die Antheren zusammensetzen (Tab. II. Fig. 6, c). Auf einem Querschnitte 
sieht man (Tab. VII. Fig. 41) , dass dieselben der Länge nach in einer Spalte sich öffnen, 
und nach Verstäubung der Regel nach ihre Ränder etwas nach einwärts kehren. Auffallend 
übereinkommend mit dem hier auseinander gesetzten Antherenbau der Rhizantheen fanden 
wir auch die Structur der Antheren bei Sarcophyte sanguinea. Eine unbestimmte Menge 
stumpfkonischer, unter sich verwachsener Schläuche sitzt zu einem Köpfchen vereint, auf einem 
dicken Träger (Tab. VII. Fig. 48). Bei der Reife der Antheren zerreisst die obere freie 
Wand dieser Schläuche, und das Ganze erhält das täuschende Ansehen von einer Menge freier 
cylindrischer Schläuche, die unten von den Residuen einer Haut umgeben werden. Das Auf- 
reissen wird hier insbesonders durch die Elasticität von gestreiften gefässartigen Zellen, wie 
diess bei der Mehrzahl freier Antheren der Fall ist, unterstützt. Ganz denselben, nur noch 
mehr in die Augen fallenden Bau haben auch die Antherenschläuche bei Hydnora. Man 
sieht da eine mittlere Schichte grösserer und etwas gestreckter Zellen, deren Innenwände von 
einfachen und verzweigten Fasern dergestalt überdeckt sind , dass sie nicht frei darin liegen, 
sondern mit selber durchaus verwachsen erscheinen. Ebenfalls mit blossen Fasern versehen 
sind auch die viel kleineren Zellen der äussersten Schichte; aber frei davon bemerkten wir 
die innere der äussern sonst gleichkommende Schichte (Tab. VII. Fig. 42, a. b. c). Uebrigens 
wird man diese Faserzellen vergebens in den Antheren der Rafflesia und Brugmannsia suchen, 
indem hier die Häute der Schläuche so in das umgebende Parenchym übergehen , dass keine 
Unterscheidung möglich ist (Tab. VII. Fig. 46 und 47, bb). Nur am Grunde dieser Antheren 
(1. c. Fig. 44, e), nehmen die Zellen eine etwas dunklere Färbung an, und unterscheiden sich 
um so auffallender von den eben dahin tretenden Gefässbündeln. 

Was endlich die Structur des Pollens betrifft, so konnte ich ungeachtet aller Mühe bei 
den meisten der von mir untersuchten Arten nicht ganz klar sehen. Nur der Pollen von Pilo- 
styles zeigte sich mir in dieser Beziehung deutlich genug, um eine Abbildung davon geben 
zu können (Tab. VII. Fig. 50). Man sieht im trocknen Zustande desselben bei seiner ovalen 
Figur 3 Falten; im Wasser aufgequollen wird die Form kugelig, und die Falten dehnen sich 
zu blossen Streifen aus. Merkwürdig, dass Mo hl l ) auch von dem Cynomorium dieselbe 
Form angibt, und dass v. Martius von Langsdorfia eine ähnliche Abbildung liefert, nur 
findet sich hier in jeder Falte noch eine Pore. 

Es folgt nun die Betrachtung der anatomischen Structur der übrigen Parasiten. — 

Es ist bereits berührt worden , dass die höheren Parasiten mit den tiefer stehenden durch 
die eigenartige Lebensweise, die besondere von den übrigen Gewächsen abweichende Gestalt, 
und durch den Bau des Samens einen geheimen Zug von Verwandtschaft besitzen, und es fragt 
sich nun, ob sich derselbe auch auf die Structur ihres Gewebes und der anatomischen Systeme 



l ) Bcilräge zur Anatomie und Physiologie der Gewächse Heft I. Ueber den Bau und Hie Formen uerPoIlen- 
Iiörner p. 80. 



INGER, BEITRÄGE /LH KENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 

lutdehne, denn wäre dieses der Fall, so dürfte jener geahnte leise Zug der Verwandtschaft 
eine grosser« Bedeutung gewinnen. 

Wir waren desahalb bei der l atereuchtng dieser Parasiten, insbesonders was den Bau 
der Gefässbündel betrifft, nicht wenig erstaunt, sogar hierin von dem Haue der Dicotyledonen, 

wohin man diese Pflanzen sammtlicb zählt, wesentliche Abweichungen zu finden. Sehr 

übereinkommend sind im Betreff des inneren Baues Cuscuta und Monotropa. In beiden sehen 
wir auffallend genug die Gefässbündel noch auf jener Stufe der Entwicklung, die wir bei den 
Elhizantheen wahrgenommen haben, nämlich nur aus zwei Elementen zusammengesetzt, und 
selbst in der Lage und Vertheilung derselben viele Aehnlichkeit mit den obgenannten. Im 
Stengel der Cuscuta sind, in einem näher dem Mittelpunkte als der Peripherie gelegenen Kreise, 

5 7 gesonderte Gelässbündel vorhanden, zu denen noch einer oder zwei in dem mittleren 

oder Marktheile befindlicher dazukömmt (Tab. VI. Fig. 33, h). Die Gefässbündel bestehen 
aus dünnwandigen, gestreckten Prosenchvmzellen (1. c. Fig. 33, f.), welche ein Häufchen von 
3 bis 6 unmittelbar an einander liegenden, theils einfachen , theils ring- und netzförmigen Spi- 
ralgefässe enthalten (1. c. Fig. g). Die Parenchymzellen erlangen in der Nähe der Gefässbündel 
verdickte Wände, setzen als Markstrahlen bis zum Mittelpunkte des Stengels fort, und sind 
bis über die Mitte des Stengels hinein reichlich mit Amylum versehen. — Monotropa hat 
ebenfalls einen sehr schmalen, von Markstrahlen häufig durchsetzten Gefässring (Tab. VI. 

Fig. 3i), der am untersten Theile des Schaftes nur in wenige (4- 5) getrennte Gefässbündel 

aufgelöset ist. — Die Gefässbündel bestehen aus zahlreichen , unmittelbar an einander stos- 
senden einfachen Spiralgefässen, und weiter nach Aussen liegenden Prosenchvmzellen , welche 
Bündel , wie bei Cuscuta , sow ohl nach Aussen als nach Innen von ziemlich dickwandigen 
porösen Parenchymzellen begleitet werden, welche allmälig in dünnwandige übergehen. Es 
ist merkwürdig, dass diese Zellen durchaus kein Amylum enthalten. 

Was die Gattung Orobanche und Lathraea betrifft, so findet sich im Verhältnisse 
des sehr amylumreichen Zellgewebes auch hier nur ein sehr schmaler Gefässkreis, der bei 
ersterer überdiess wie gefaltet erscheint, und aus einem sehr schmalen Bündel einfacher Spiral- 
gefässe bestellt, der auf beiden Seiten von verdickten Prosenchymzellen umgeben wird. 

Erst bei Viscum und Loranthus sehen wir vollendete Gefässbündel in einem wahren 
Holzkörper entstehen. Bei Viscum besteht der Gefässbündel, wie bei den Dicotyledonen, aus 
einem nach Innen liegenden Bündel einfacher Spiralgefässe (Tab. VI. Fig. 36, c), aus einem 
von Markstiahlen durchsetzten Holzkörper (d) (der wieder theils aus verkürzten porösen und 
treppenartigen Gefässen, theils aus sehr dickwandigen Holzzellen zusammengesetzt ist), feiner 
aus den eigenen Gefässen oder der cambiumführenden Splintlage (e), und aus den Bastzellen, 
die mit der später erfolgten engeren Aneinanderreihung der Gefässbündel, und dem Ansetzen 
von mehreren Holzlagen durch ein Parenchym immer mehr und mehr gesondert werden , und 
endlich im erwachsenen Stamm isolirt dastehen (Tab. VT. Fig. 36, b). Gleiche Bildung 
findet sich auch bei Loranthus , nur erinnern die sow ohl im Rinden - als im Markkörper ver- 
einzelt vorkommenden Bündel dickwandiger Prosenchymzellen sehr an Langsdorfia ; auch ist 
es merkwürdig, dass im Holzbündel die Gefässe nur nach Innen vorkommen, und diese 
daher grösstentheils aus Prosenchymzellen, welche Amylum enthalten, gebildet werden. 

Was die Structur der Gefässe betrifft, so ist sie dieselbe , die wir auseinan- 
der gesetzt und durch eine Abbildung verdeutlichet haben. Die Poren und Streifen sind 



UNGER , BEITRÄGE ZUR KENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 47 

hier gleichfalls nur blinde Kanäle in der verdickten Gefässhaut, auch bemerkt man hie und da, 
wie bei den Gefässen der Coniferen, ein in ovale oder linsenförmige Räume erfolgtes Ausein- 
andertreten der anstossenden Gefässwände, und daher wie dort, das Entstehen von Höfen um 
die Tüpfel. Bemerkensvverth ist es übrigens, dass bei Viscum auch die Parenchymzellen mit 
zahlreichen Poren versehen sind, und so den Gefässen ziemlich ähnlich sehen, obgleich sie von die- 
sen durch den reichen Inhalt von mit Chlorophyll überzogenen Amylumkörnern ihrer Function 
nach hinreichend unterschieden seyn dürften. 

Es ist uns, nachdem wir jetzt den innern Bau sämmtlicher Parasiten kennen gelernt, 
noch ein Punkt übrig, der weniger als alles Uebrige unerörtert bleiben dürfte, nämlich die 
Betrachtung des anatomischen Zusammenhanges des Parasiten mit der Nährpflanze. Man hat, 
so viel mir bekannt, hierüber wohl noch nie eine deutliche Erklärung gegeben, und die Vor- 
stellungen , die man sich hierüber macht , sind nur höchst unbestimmt zu nennen, und laufen 
allenfalls dahin hinaus , dass an der Stelle des Contactes beider sich fremdartig begegnender 
Organismen eine innige Verschmelzung und Durchdringung von Zellgewebe und Gefässen, 
wozu jede derselben ihren Theil beiträgt, erfolge, und dass in dieser der Parasit gleich- 
sam einen Boden finde , der ihm die seiner Natur entsprechende Nahrung spendet. So unge- 
fähr sind Nees v. Esenbeck's inRob. Brown 's vermischten Schriften geäusserten 
Ansichten '), so die Brown's, Blume's, Guillemins, Meyens u. a., welcher Letztere 
übrigens eine ganz grundlose Lehre darin festzustellen suchte , dass er jenes Mittelproduct 
für eine krankhafte Pseudomorphose hält, welche im Stande ist, aus sich, in Folge einer 
Pseudogenesis einen eigenen, selbstständigen, differenten, organischen Körper (eine specifike 
Degeneration nach Trattinik), nämlich den Parasiten, zu erzeugen. Obgleich gegen eine 
solche Lehre nicht nur die Entwicklungsgeschichte der Parasiten, und die mit Erfolg unternom- 
menen Aussaat-Versuche das Wort erheben, so wird doch eine genaue Nachweisung des ana- 
tomischen Zusammenhanges zwischen Nährpflanze und Parasiten hierin noch mehr zu entschei- 
den vermögen. Durch viele Jahre haben wir in dieser Beziehung die meisten unserer einhei- 
mischen Schmarozerpflanzen untersucht, und dabei Gelegenheit gehabt, auf alle die kleinen 
Unterschiede zu achten , die eine oberflächliche Untersuchung nur zu oft von der Wahrheit 
ablenken. Wir dürfen daher glauben , die Resultate unserer Erfahrungen für hinlänglich reif 
und überdacht zu halten, wenn sie auch den bisherigen Vorstellungen nicht ganz entsprechen 
sollten. 

Das, was sich über diesen Punkt sagen lässt, läuft, ohne viele Worte zu machen, auf zwei 
Dinge hinaus. Erstlich ist es sicher, dass durchaus bei keiner Form des Parasitismus eine 
Durchdringung und Verschmelzung der anatomischen Systeme der Nährpflanze und des Schma- 
rozers Statt findet, sondern dass beide Organismen, obgleich sie sich innig berühren, dennoch 
überall deutlich von einander geschieden erscheinen. — Eben so sicher ist es zweitens, dass bei 



x ) Nees vermuthet, dass ein Eindringen der zarten Wurzclfasern vielleicht mit ihren feinsten und haar- 
förmigen Enden oder Fortsätzen Statt finde, und dass diese sich mit den Schichten der gestreckten Zel- 
len in der Rinde der fremden Wurzel, nicht ohne Störung des Gefässverlaufes der fremden Wurzel, 
innig zu einem Gewebe verbinden, welches den Boden des Parasiten ausmacht. Er glaubt, dass diese 
Afterorganisation, in Bezug auf die Nährpflanze des Parasiten, den Blasen der Hydatidcn im thicrischen 
Rörper einigermassen verglichen werden können, und als Emeugniss einer lebendigen, und noch mehr 
wechselseitigen Impfung anzusehen seyn 



I IC1 B, lü ITHAGE /Uli KENNTNISS DEB PARASITISCHEN PFLANZEN. 

der gegenseitigen l eher- und [neinander -Lagerung beider Organismen, stets sich dieanatp- 
niischen Systeme so entsprechen, dass man die der einen Pflanze in die «1er andern fortgesetzt 

denken kann, so dass aUo der Rindenkörper der Vihrpflanze dem Rindenkörper des Parasiten, 
und der Markkörper des einen dem Markkörper des andern entspricht, und auf gleiche Weise 
auch die Gefässbundel beider Gewächse zusammenhängen. Es ist allerdings schwierig über 
»lics ( Gesetze ins Keine zu kommen, aber fortgesetzte und baldig wiederholte Untersu- 
chungen konnten hierüber Belehrung geben. 

\\a> den eisten Punkt betrifft, so konnte die Frage entstehen, ob das früher erwähnte 
Reactionsproduct, eine der Nährpflanze angehörige parenchymatöse Bildung, von dem Parasiten 
eben *<» unterschieden und abgeschlossen erscheine, als die Nährpflanze selbst, a\o dieselbe 
ohne eine solche Mittelbildung mit dem Schmarozer in Contact kömmt. Die Erfahrung be- 
tätiget es sehr, und wir dürfen nur einen Blick auf die Figur 5, 10 und 16 der 11. und 111. Taf. 
weilen, um uns zu überzeugen, dass auch in diesem Falle die Grenze beider Organismen 
deutlich in die Augen fällt. Hierbei findet jedoch diese Eigenthümlichkeit Statt , dass diese 
Grenzlinien nicht in einer Ebene fortlauten, sondern sich wellenförmig gestalten, oder im 
Zikzack wenden. Es findet diess z. B. bei Brugmannsia, Rafflesia (Tab. III. Fig. 16) in 
der begrenzenden Rindensubstanz, eben so im Ilolzkörper bei Orobanche Statt (Tab. III. 
Fig. 18), und es scheint, als ob in diese Vermehrung der Berührungsflächen die Natur ein 
Mittel gelegt habe, wodurch die Mittheilung nährender Stoffe befördert, und dadurch die Er- 
nährung der Schmarozerpflanze erleichtert würde. Wie das Zellgewebe beim Zusammenstossen 
sich verhält, so verhalten sich auch die Gefässbundel, und es ist auch hier an eine ebene 
Begrenzung nicht zu denken. Zwar hat schon Meyen darauf aufmerksam gemacht, dass sich 
die Gefässbundel beider Gewächse einander decken; er hält jedoch namentlich bei Orobanche 
dafür *), dass die Gefässbundel der Nährpflanze unmittelbar in den Parasiten als dessen Gefässe 
fortsetzen, ohne eine andere Aenderung als die der Verkürzung zu erfahren. Diese Vorstellung 
hat, auf den ersten Blick gesehen, viele Wahrscheinlichkeit, und es würde in einem Bilde der 
Art, wie es (Tab. III. Fig. 18) unserer Abbildungen gibt, schwer zu entscheiden seyn , ob 
die oberen rosenkranzförmigen Gefässe (bb) ursprünglich dem Parasiten angehören , oder ob 
sie nur eine Metamorphose der Gefässe der Nährpflanze (d) seien, wenn uns nicht hierin andere 
Verhältnisse zur Leitschnur dienten. Aber die Sache wird evidenter an solchen Pflanzen , wo 
nicht wie in obiger Darstellung die Gefässe der Nährpflanze und des Parasiten über einen und 
denselben Typus fallen, sondern verschiedenen Formationen angehören, wie diess z. B. mit 
Viscum und seinen Unterlagen der Fall ist. Hier sehen wir deutlich, dass sich die porösen 
Gefässe des Crataegus (Tab. III. Fig. 17, bbb) nichts weniger als in die Treppengänge der 
Viscumwurzel (1. c. aa) fortsetzten, sondern dass sie im Gegentheile eben so wie das übrige 
prosenehymatöse Zellgewebe scharf von einander geschieden sind. Dabei ist jedoch im Innern 
derselben der Weg für Flüssigkeiten keineswegs unterbrochen , und es hat hier in den anein- 
ander stossenden verschiedenartigen Gefässschläuchen, eben so wie bei den gleichartigen, eine 
Communication des inneren Raumes Statt. Diess beweisen überdies^ die Injectionsversuche mit 
gefärbten Flüssigkeiten, die mir bei Viscium immer, bei Orobanche selten gelungen sind. 



') Flora, oder bolan. Zeitung 1S29. Aclmliches nimmt auch R, Brown hei Rafflesia an. 






UNGER, BEITRÄGE ZUR RENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 49 

Auf dieselbe Weise, wie Viscum, Orobanche, Rafflesia , Brugmannsia, Pilustyles, Ea- 
lanophora u. s. w. , anatomisch mit der Nährpflanze zusammenhängen, hat diess auch bei jenen 
Parasiten Statt, die zu diesem Zwecke eigene Saugorgane besitzen. Solche Saugwarzen und 
Näpfchen, wie sie bei Lathraea, Cuscuta, Cassytha und wahrscheinlich auch bei Helosis 
und Langsdorfia vorkommen, sind im Grunde nichts anders als Adventiv-Wurzeln auf der 
ersten Stufe ihrer Bildung , wo sie noch als Warzen die obersten Rindenschichten kaum durch- 
brochen haben. Uebrigens ist die Art und Weise, wie dieselben mit der Nährpflanze zusam- 
menhängen, ganz so, wie die Vereinigung obgedachter Parasiten. 

Folgerungen für die Systematik. 

Nach dem, was uns die Betrachtung des inneren Baues gelehrt, zerfallen sämmtliche 
parasitische Pflanzen in drei Abtheilungen. Die erste umfasst jene Parasiten, deren unvoll- 
kommene Gefässbündel nach demPrototype der Langsdorfia in einen Kreis gestellt, und durch 
Anastomosen unter sich verbunden sind , und wo zur Bildung der Inflorescenz, die in vielen 
Fällen alle Vegetationstheile unterdrückt, häufige Gefässzweige davon abgehen. Wir paralle- 

lisirten diese Bildung mit jener der Farren. Eine zweite Gruppe bilden jene Parasiten, wo 

gleichfalls die Gefässbündel noch unvollkommen sind , aber zu der früher allein bestandenen 
Endsprossung (Vegetatio terminalis) , wie es scheint, auch eine peripherische hinzutritt. In 
diese Abtheilung fallen Orobanche, Lathraea, Monotropa, Cuscuta, Cassytha 
u. s. w. In die dritte Abtheilung gehören jene Parasiten , wo der Wachsthum ähnlich dem 
Dicotyledonenstamme vor sich geht, und daher auch die Gefässbündel vollkommen erscheinen. 
Es gehören dahin Viscum, Loranthus, Misodend ro n u. s. w. Es ist also ersichtlich, 
dass jene Parasiten der ersten Abtheilung , welche wir füglich unter dem Namen Rhizantheen 
(gleichsam aus der Wurzel entspringende Blumen ohne Stamm) zusammenfassten , ihr Analo- 
gon in der Vegetation der Farren; die grünen mit Blätter versehenen holzigen Parasiten, 
die Loranthaceen , ihr Analogon in der Wachsthumsweise der Dicotyledonen fanden; somit 
für die dritte Abtheilung kein auffallender Vergleichungspunkt übrig bleibt. 

Es würde uns also aus den blossen Structur- und Wachsthumsverhältnissen schwer wer- 
den , eine Werthschätzung der Parasiten und eine darauf gegründete Eintheilung derselben in 
das System zu unternehmen. Wir müssen also , um zu diesem Zwecke zu gelangen, eine Ver- 
gleichung des inneren Baues mit der gleichzeitigen Ausbildung des Samenkorns versuchen, 
um so mehr, da wir wissen, dass mit der anatomischen Structur auch der Bau des Samens 
grösstentheils gleichen Schritt hält. 

Von den Rhizantheen ist es fast durchaus gewiss, dass ihre Samen nicht nur sehr ein- 
fach gebildet, sondern dass sie sich auch dadurch höchst auffallend auszeichnen, dass ihnen 
der Embryo gänzlich mangelt. Blume, der Gelegenheit hatte, die grössten Parasiten dieser 
Abtheilung zu untersuchen , nennt die Samen der Rafflesia Sporen (Sporidien Lk«) , und be- 
schreibt sie als sehr klein und von zellig- faseriger Structur (intus capillaceo-cellulosis), und die 
Frucht selbst als ein einfächeriges mit Wandsamenleisten versehenes Pseudocarpium 
Peridium, Sporangium Lk.). Aehnliches gibt er auch von Brugmansia an, deren Samen aus 
einer Eihaut und in dieser enthaltenen confervenartigen Fäden bestehen , und hält sie gerade 
zu den Sporen der Schwämme ähnlich. Auch im Samen der Hydnora konnte bisher noch 
kein Embryo entdeckt werden , eben so wenig in den anderen hierher gehörigen Gattungen. 
II 7 



ÜR01 H, BEITRÄGE ZUR KENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZ! V 

N.i* die Helosieen betrifft, so beschreibt Richard die Samen von Helosis mit einem 
weinlichen EVacleni versehen, und sagt ron demselben: „materia subgrumoso-cellulosa, quem 
pro endospermio t \ pontexta habendum judicavi. — Embrvonem non vidi." Auch v. Martius 
hält die Samen dieser Gattung Tür exalbuminos, und glaubt, dass der Nucleus sich unmittel- 
bar zu einer neuen Pflanze entwickle. Denselben Bau des Samens fand ich auch bei Sarco- 
phyte, und wenn Riehard bei Cynomorium einen kleinen monocotyledonischen Em- 
brvo in einem Kndosperm angibt, so dürfte dieser eher ebenfalls für einen Nucleus zu halten 
teyn. Auf gleiche AN eise wird von Schott nnd Endlicher auch der Bau des Samenkorns 
bei Scybalium beschrieben, es heisst : 1. c. „Fructus duriusculus, unilocularis , nucleo 
unico e\ apice pendulo farctus. Sporae innumerae subgrumosae , in albuminis formam conglo- 
batae , intra telam cellulosam contenlae." 

Es sind also, wie vir sehen, den Rhizantheen mehr oder weniger gänzlich embryonen- 
lose Samen (Semina acot\?edonea s, p. exembryonata) zuzuschreiben, was sehr wohl zu ihren 
übrigen Structui Verhältnissen passt , und abgesehen von den morphologischen Verwandtschafts- 
charakteren , die Ansicht einiger Pflanzenforscher (Endlicher, Lindley) rechtfertiget, 
die Classe der Rhizantheen als eine für sich abgeschlossene Pflanzengruppe in die Nähe der 
Esexualen zu stellen, und zunächst an die Farren anzureihen. 

Gehen wir zur Betrachtung des Samenbaucs der übrigen Parasiten! Auch hier finden wir, 
als ob ein einziges Gesetz in allen Verhältnissen bei den Schmarozerpflanzen durchzugreifen 
sich bemühte, den Bau der Samen wieder auf eine sehr einfache Weise eingerichtet. 

Dass bei Orobanche und Lathraea ein Embryo vorhanden ist, wird zwar unbezweifelt 
angenommen, doch ist letzterer jedenfalls weder mit einem Würzelchen noch mit Cotyledonen 
versehen, und das, was Gärtner bei ersterer dafür angab, kann ich nicht bestätigen. 
Eben so zweifelhaft ist das Vorhandenseyn dieser Theile , ja wohl die Existenz des Embryo 
selbst bei Monotropa. Deutlicher dagegen erscheint der spiralförmig um das Endosperm ge- 
wundene Embryo von Cuscuta , allein er ist durchaus ohne alle Samenblätter. Dasselbe ist 
zum Theil auch bei den Loran-thaceen der Fall ; so ist bei Viscum nur eine Spur davon kennt- 
lich, und ein Gleiches findet nach dem Zeugnisse Blume'» auch bei mehreren Loranthen 
Statt. Es ist also auch von dieser Seite irgend eine Annäherung der übrigen Parasiten zu den 
Rhizantheen gegeben. 

Wir sehen demnach bei den Parasiten , so verschieden sie auch in ihren Formen seyn 
mögen, mehrere Züge, und ich möchte sagen, ihre Grundzüge immer wieder erschei- 
nen. Es ist erstlich ihre Lebensweise, ihr Abhängigkeitsverhältniss von andern Organismen, 
das , obgleich auf die mannigfaltigste Weise modificirt, in seinem Grundcharakter dennoch 
sich überall gleich bleibt (Parasitism). Es ist zweitens die besondere Tracht , ein eigenthüm- 
licher Ausdruck, der allen Schmarozerflanzen eingeprägt ist, und sie dadurch gleichsam auf 
den ersten Blick von allen übrigen Pflanzen erkenntlich macht (Habitus). Nicht weniger bil- 
den ihre Structurverhältnisse eben so viel Gemeinsames unter sich, als Verschiedenes von an- 
dern Pflanzen (Structura) ; endlich ist auch der Bau des Samens ein Moment, welches mehr 
oder weniger durch alle Parasiten durchzugreifen scheint. Es ist daher unsere Meinung, dass 
sich in sämmtlichen Parasiten irgend eine bestimmte Lebensrichtung offenbare, vor der Hand 
nicht ohne allen Gmnd ausgesprochen. Zunächst fällt es aber gewiss auf, wie im Ver- 
gleiche mit den übrigen Gew ächsen die verschiedenen Typen der Parasiten, so viele Analogien, 



UNGER, BEITRÄGE ZUR RENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 51 

so viele Verwandtschaftszüge bilden, dass man eher versucht wird , sie diesen unterzuord- 
nen, als sie in einer selbstständigen Entwicklungsreihe an einander zu stellen. Eine Ver- 
gleichung mag diess rechtfertigen , und wir verweisen desshalb auf den organographischen 
Theil, wo aus der Vergleichung des Blülhen- und Fruchtbaues sich deutlich ergibt, welche 
Aehnlichkeit in dieser Beziehung zwischen den Lophophyteen und Aroideen, zwi- 
schen den Cytineenund Aristolochien, — zwischen den Balanophoreen und 
den Piper inen, und endlich zwischen den Helosieen und Urticeen bestehe, — und 
wie ferner die Cassytheae in den Laurineen, die Mo n o tr op een in den Erici- 
neen, die Orobancheen in den Labiaten, die Cuscuteen in den Convolvu- 
laceen, und endlich die Loranthaceen in den Caprifoliaceen ihre Prototypen fin- 
den. Man möchte glauben, dass die genannten Parasitenformen gleichsam nur die Schatten 
von Vorbildern seien, die sich edler, selbstständiger und vollendeter in einer andern Rich- 
tung des! Gewächsreiches darstellten. — Diese Muthmassung erhält um so mehr Gewicht , 
wenn man auf die chemischen Verhältnisse der Parasiten reflectirt, die fast durchgängig nur- 
indiflerente Stoffe, und zwar vorzüglich Amylum in ihrem Innern auszubilden und anzuhäufen 
sich bestreben, und daher eine gewisse niedere Richtung, eine Annäherung zum Wesen der 
Wurzelknollen, der Keimblätter, des Endosperms, des Markes u. s. w. nicht undeutlich 
offenbaren. Doch diess ist nicht Alles; es stellt sich bei näherer Betrachtung des Wesens der 
Parasiten, so wie es sich in den Erscheinungen offenbaret, noch ein viel tieferer Verwandt- 
schaftszug dar, der der Enträthslung dieser seltsamen, den übrigen Pflanzenfoimen fremd 
scheinenden Vegetabilien noch näher auf die Spur helfen dürfte ; es ist der bisher mehr ge- 
fühlte als deutlich erkannte Verwandtschaftszug vieler der niederen Parasiten mit den Pilze n 
Die einfache Und gekünstelte Ansicht hatte diese Verwandtschaft von jeher, ich möchte sagen, 
auf den ersten Blick erkannt, und ich erinnere desshalb nur, wie sich hierüber ältere und neuere 
Pflanzenforscher ausdrücken. Es ist bekannt, dass Cynomorium coccineum in den älteren Zei- 
ten nicht nur mit einem Schwämme verglichen, sondern wirklich dafür angesehen wurde (Fun- 
gus melitensis) ; dasselbe begegnete auch Hydnora africana, welche Thunberg, bevor 
er noch die Frucht dieses Gewächses kannte, für einen wirklichen Schwamm hielt. Auch andere 
Rhizantheen haben in ihrer Tracht viel pilzähnliches, wie z.B. Scybalium, das Endlicher 
und Schott eine planta fungiformis nennen , RafFlesia , deren Knospe nach Blume den 
Gasteromyceten ähnlich ist; ja nicht selten ist selbst die Unterlage solcher Parasiten mit einer 
schwammartigen Materie (Mycelium) verglichen worden '). Doch, abgesehen von der Gestalt, 
sind noch andere eben so wichtige Momente vorhanden , welche eine Vergleichung der niede- 
ren Parasiten mit den Pilzen zulassen. Hierher gehört vor Allem der Geruch. 

Es ist autfallend, dass beinahe alle Rhizantheen bei ihrer Entfaltung und während ihrem 
Aufblühen einen sehr starken nnd u nan genehmen Geruch , welcher bei manchen bis an das 
Aashafte grenzt, von sich geben, namentlich wird diess von den Beobachtern von Hydnora, 
von den bekannten Arten der RafFlesia, von Bruginannsia u. ä. m. erzählt ; ja Sarcophyte hatte 
wegen des nach faulen Fischen stinkenden Geruches sogar seinen späteren Namen erhalten 
(Ichthyosma Wehdemanni Schldl.) ; — starke und unangenehme Gerüche finden sich aber auch 
bei dem Schwämmen. Ferner ist es sehr auffallend , wie sich selbst bei dem raschen Ent- 



') Trattinik in der Linnaea Bd. III. 1828, p. 195 Melctemata botanica, p. IG. 



5| l KCl B, B1 ITBlCl /.l B Bl WTMSS DER PARASITISCHEN PFLANZEN 

wickeln] und der meist schnell eintretenden Fäulnis* fast aller dieser Parasiten, diessfalls auch 
eine grosse lehnlichlseil mit den Schwämmen zeigt, deren Lehen durchaus nur als ein 
ephemeres erscheint. Nimmt man noch die fahle, his in das dunkelste Roth fallende Farbe, 
den Mangel alles grünen, den übrigen Pflanzen in der Regel zukommenden Colorites, ihre 
Heischige Substanz '), ihren Wohnort in feuchten schattigen Wäldern, ihr Gedeihen in 
humusreichem Boden, so wird man wenig einwenden können, wenn man versucht wird, 
diese Parasiten an die Pilze anzureihen, und sie wie diese, als wurzellose Früchte der Erde 
anzusehen, eine Ansicht, welche wir übrigens auch schon von anderen tiefer blickenden 
Mann» tu (Nees 2 ) , Agardh 3 ) , Fries *) angedeutet linden, und daher um so weniger be- 
fürchten dürfen, eine Missbilligung oder Missverständlichkeit derselben zu erfahren. Für un- 
sere Untersuchungen wird jedoch diese Ansicht noch eine andere wichtige Folgerung mit 
sich führen , nämlich die , dass nicht nur allein die niederen Parasiten , sondern auch die 
höheren in einer und derselben genetischen Entwicklungsreihe zu stehen kommen. Wir 
müssen uns diessfalls nur den Begriff der genetischen Entwicklungsreihe etwas deutlicher 
zu machen suchen. 

Das Pflanzenreich stellt keine stetige Reihe von gleichsam an einander geketteten For- 
men dar; betrachtet man seinen Gesammtausdruck, so wird man vielmehr erkennen, dass 
darin verschiedene Bildungsrichtungen verfolgt sind, die sich bald in grösseren, bald in 
kleineren Gruppen versinnlichen. 

Die Bestimmung der Grenze dieser Gruppen, und ihre morphologische Wechselbeziehung 
zu einander gibt das System ; ihre Bedeutung und ihr Werth können jedoch nur in der ge- 
netischen Entwicklung des gesammten Pflanzenreiches richtig aufgefasst werden. Die gene- 
tische Entwicklung des Pflanzenreiches ist aber nichts anderes, als seine Geschichte ; hier 
also liegt der Schlüssel zu manchen Geheimnissen, die der blosse Systematiker nie zu 
enträthseln im Stande seyn wird, so lange ihm die Geschichte dunkel bleibt. 

Das Geschichtsstudium der Pflanzenwelt hat wenig sichere, und meist noch unaufge- 
schlossene Quellen; doch geht aus dem, was wir bereits wissen, mit Bestimmtheit hervor, 
dass die Pflanzenwelt, so wie die Thierwelt, mehrere Perioden ihrer Entwicklung bereits 
durchgemacht hat. Sehen wir , was uns die von den Pflanzen selbst geschriebenen Monu- 
mente, die uns im geheimnissvollen Dunkel die Folianten der Erdrinde aufbewahren, leh- 
ren , so gewahren wir zunächst einen Zustand , der im Vergleiche zu dem gegenwärtigen 
einen durchaus verschiedenen Charakter hatte, und der sich eist allmälig in grösserer 
Zeitfolge diesem anzunähern suchte ; wir finden in diesem vorweltlichen Zustande der Vege- 
tation nicht nur ein entschiedenes Uebergewicht solcher Pflanzenformen, die sich nur in weni- 
gen Resten bis jetzt erhalten haben, und also gleichsam den grossen vernichtenden Catastro- 
phen entgangen zu seyn scheinen, sondern auch Gestalten, die unserer Zeit gänzlich fremd 
sind , und in dieser daher ihren Untergang gefunden haben müssen. Wie bedeutungsvoll er- 
scheinen uns nicht die L ep i do d endre en, Calamiteen, S yrin go d en dreen und 
ähnliche Formen , und dann wieder die Fucoiden, Farren, Lycopodiaceen, Cyca- 



1 ) Sclion Blume sagt von RatTlesia Patroa: »struetura fungis non alienn.* 

") System der Pilze und Schwämme. 

3 ) Aphorism. botanic. 

'j Svstema orb. ve»ct. 



TJNGER, BEITRÄGE ZUR RENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 53 

deen, Coniferen u. s. w. , die sich gleichsam bei dem Umstürze alles Bestehenden 

gerettet haben. Ja es scheint, der Perioden der urweltlichen Gestaltung mögen mehr 

oder weniger gewesen seyn, — dass nicht nur jene einfachen Pflanzenformen, wie die Algen 
und Lichenen, allein den Charakter der Protophyten ausdrücken, sondern dass dieser Be- 
griff auch historisch genommen werden könne, und dann eine ganze Reihenfolge von Ge- 
staltungen ausdrücke , die eigentlich der Vorwelt angehörend , sich nur in schwachen Ra- 
dien, gleich den gebrochenen Strahlen einer untergegangenen Sonne, bis auf die Jetztwelt 
erhalten haben. — Doch wie mannigfaltig tritt auf ein Mal nach der letzten grossen Cata- 
strophe die Vegetation auf, wie wunderbar entwickeln sich alle ihre Richtungen, alle ihre 
früher mehr oder minder verschlossenen Keime ! Der erstaunte Blick vermag die Formen kaum 
zu umfassen , und die Herrlichkeit und Pracht in der Gestaltung, selbst des Kleinsten, offen- 
baret , dass der massenerzeugende , gigantische Bildungstrieb ausgesöhnt, und das veredelnde 

Princip die Oberhand erfriert. So wurde die Vegetation unserer Zeit , die Blumen sind mit 

dem Menschen geboren. Wie weit diese reiche, vermögen wir nicht zu ermessen, doch scheint 
uns klar, dass sich schon Erscheinungen einer nachweltlichen Vegetation zeigen; Hinweisun- 
gen , welche uns bedeutsam zu verstehen geben , dass aus den Blumen Früchte werden , und 
alles Grünende seinen Untergang finde. Wir meinen nun wieder , dass nicht nur das Pilz- 
reich die alleinigen Andeutungen zu jener nachbildlichen Vegetation seien, sondern, dass wir 
als solche auch die Parasiten erkennen müssen. Welches Licht wird uns dadurch über diese 
räthselhaften Wesen verbreitet! es wird uns deutlich, wie sie in ihrer Lebensweise, Gestalt, 
Stoff u. s. w. nur jene Lebensrichtung fortsetzen , die gleichsam schon mit den Pilzen , den 
fruchtbedeutenden x ), begonnen, und dass sie also nichts weiter sind, als jene Fruchtbildung, 
auf eine höhere Stufe emporgehoben. Wer möchte auch wohl diese allgemeine durchgreifende 
Tendenz in der Jetztvegetation verkennen. — Kies er hat wenig Grund, in der gegenwärti- 
gen Pflanzenwelt eine Tendenz zur Blumenentwicklung anzunehmen. Wenn , wie er in seinen 
Aphorismen sagt , die Tulpe innerhalb 200 Jahren sich zu 3000 Varietäten entwickelte , so 
liegen noch viel auffallende Beweise da , wie sehr die pflanzliche Natur in der Veredlung der 
Früchte fortschreitet, abgesehen davon, dass die Vervollkommnung der Blumen oft nur schein- 
bar ist, und derselben, statt einer fortschreitenden, vielmehr eine regressive Metamorphose zum 
Grunde liegt. 

Mit der Veredlung der Früchte, der erhöhten Tendenz zur Fruchtbildung, steht aber 
noch eine andere Tendenz, nicht weniger bedeutungsvoll in Verbindung , welche uns zugleich 
das Wesen der Parasiten anschaulicher macht. Es ist die Neigung der Pflanzen, als Pfropfreiser 
nicht nur gut fortzukommen , sondern sogar üppiger zu gedeihen. Man hat nicht nur in ihrem 
Baue verwandte, sondern selbst in ihren Eigenschaften weit von einander abstehende Ge- 
wächse auf diese Weise fortgepflanzt, indem man ihnen einen künstlichen Boden bereitete. 
Tausende und tausende unserer nutzbringendsten Bäume und Sträucher sind auf diese Weise 
zu Parasiten gemacht, und zeigen dadurch , wie zukommend ihnen eine schmarozende Lebens- 
weise ist. Ja noch mehr; erblicken wir nicht in vielen Pflanzen offenbar eine Neigung zum 



*) „Omnia fungis cum fructibus comniunia. Fructus estvegetatio reproduetiva plantae cujusdam, fungi rero totius 

regni vegetabilis. Caetcrum omnes plantae parasiticae, fungorum quoad locum soeü, ob eadem vegetationis 

momenta interna, externa facie et substantia ad fungos deflectunt, utpote sueculenta, colorata ; soli 
flores et semina sublimiorem diflerentiam indicant. 8 System orb. veget. p. 45. 



5* l NGF.Il, BEITRAGE ZI H HENNTNI88 DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 

Parasitismf Was soll wohl die den Parasiten so nahe kommende Lebensweise der Epiden- 

dren, Orchideen n. i. u . Manien, welche man in jeder Beziehung halbe Parasiten nennen 
könnte ? Was ist endlich wohl die Bedeutung der Schlingpflanzen anders, als eine Art von Hin- 
gebung der Se lbs t st ändigkeit , als ein Anschmiegen an ein fremdes, als ein Bestreben, sich mit 
diesem EU vereinigen f Wie .Mo hl gezeigt, ist es nicht die Sonne, nicht die Heucgungsfähig- 
keit dieser Gewächse, welche sie an die Stütze hält, sondern eine Heizemniariglichkeit, 
«reiche zwar allen Gewächsen mehr oder weniger zukommt, hier aber besonders deut- 
lich erscheint, und ich möchte noch hinzusetzen, ein kundgeben der rückschreitenden Meta- 
morphose des grossen Pllanzenorganismus ist. Nicht diess allein; auch eine Neigung vieler 
Pflanzen, mit geraden Stengeln sich unter gewissen Verhältnissen zu Schlingpflanzen zu verwan- 
deln, hat man beobachtet. Namentlich liegt eine derlei Beobachtung an Asclepias Vincetoxicum 
von Palm, Asclepias nigra von Willdenow vor. Nahrungsüberiluss, Feuchtigkeit, Wärme 
und Licht beförderten in diesen Fällen den Längenwachsthum , und damit eine deutliche Ten- 
denz zum W inden : Momente , die nicht nur dem Gedeihen der Parasiten , sondern auch der 
Pilze förderlich sind. Wer möchte liier wohl eine Lebensrichtung verkennen, die sich bis auf 
die einzelnsten Aeusserungen eines Principes kundgibt, das wie in grossen Weltenumkreisen, 
den Cvclen, so auch hier seiner Vollendung in Materie und Kraft entgegenreift. So steht also 
eine Vegetation vor uns, blühend und herrlich aus den dunkeln Wurzeln empor gesprossen; aber 
wenn gleich in jenen geheimnissvollen Schatten der Nachwelt das Welken seiner Blütenblätter 
eben so deutlich vorbedeutet erscheint , so geben uns die noch erhaltenen riesigen Massen 
einer untergegangenen Vegetation eben so vernehmlich kund , wie jung diese Blüthenperiode 
noch sei, und wie wundersamer Entwicklungen derselben der Mensch noch entgegensehen darf. 

Seltsam begegnet uns in unsern Ansichten von Parasiten ein Glaube, welcher, da er von 
mehreren sehr] verschiedenen Völkern in ihre religiöse Ueberzeugung aufgenommen , eine 
tiefere Wurzel haben^ mag. 

Es ist diess die Verehrung der Eichenmistel bei den Celten 1 ), und der parasitischen 
Lorantheen bei' den Einwohnern von Java 2 ). — Dass die Verehrung jenes ätherischen Bau- 
mes (Pren Awyr) , wie die Mistel genannt wird , weniger aus einem dunkeln Gefühle des 
Symbols immer] grünen Lebens hervorgegangen , als aus der Erscheinung der wurzellosen 
höher gestellten (Pren Uchelvar Baum des hohen Gipfels) und daher auch höhere bedeu- 
tenden Pflanzengestalt, scheint eben so wahrscheinlich, als es gewiss ist, dass erst aus dieser 
religiösen Ansicht ihr ärztlicher Gebrauch als Alles heilende und giftvernichtende Pflanze abge- 
leitet wurde. Dunkler ist der Grund der Verehrung ähnlicher Parasiten bei dem malaischen Men- 
schenstamme. Sie erscheinen dort mehr als die Pflanze der Schatten, der freudige Wohnort 
abgeschiedener Seelen, so ferne sie hiernieden zu verweilen genöthiget sind; aber es ist merk- 
würdig, dass der Glaube sie mit Vorbedacht jene Pflanze erwählen last, die auch uns nur wie 
Schattenbilder des nachweltlichen Pflanzenlebens erscheinen. 



x ) Nihil habent Druidae visco , et arbore, in qua gignitur (si modo sit robur) sacratius. ... Enimvero 
quidquid adnascitur illis , e coelo missum ; putant , signumque esse electae ab ipso Deo arboris. Est autem 
id ramm admodum inventu, et repertum magna religione petitur. Plin. Lib. XVI. 95. 

2 ) Indigenae qnoque Javae, Lorantheis sat copiosae, quadem circa istas tenentur superstitione ; in bonam 
enim aeeipiunt partem , arbores quasdam sibi carissimas , e. g. Ficum religiosam et Ficum nitidam plantis 
parasiticis , maxiine Lorantbeis , habitari. Credunt vero, ejusmodi vegetabilibus plurimum delectari patrum 
umbraS; fana ista circumvolitantes. 131. Flora Javae, p. 6. 



Erklärung der Abbildungen* 



Tab. IL 

Fig. 1. Fin junges noch nicht vollständig entwickeltes Exemplar von Balanophora dioica R. B. 
CBalanophora elongata Blum.J mit einem Theile der Ficus- Wurzel, worauf dieser Parasit vorkömmt, 
in natürlicher Grösse. 

a. a. Die noch in den Deckschuppen verborgene Inflorescenz der Balanophora. 

b. Der intermediäre Körper, in seiner rauhen mit sternförmiger Erhabenheit besetzten Aussenseite. 

c. Die Wurzel einer unbestimmten Ficus-Art. 

Fig. 2. Ein Längendurchschnitt desselben Gewächses , wobei die Wurzel der Nährpflanze in der 
Quere durchschnitten, und der Mittelkörper, um die Gefässverzweigung besser zu sehen, durch Wegnahme 
des lockeren Parenchyms etwas präparirt ist. 

a, b. c. Bedeutung wie vorher. 

ä. Eine sich eben zur Entwicklung anschickende Inflorescenz. 

e, Gefässbündel des Parasiten. 

f. Aus demllolzkörper der Ficus-Wurzel entspringende Gefässbündel , welche sich in dem inter- 
mediären Körper verzweigen, und nach allen Richtungen vertheilen. 

Fig. 3. Perpendikulärer Durchschnitt von Pilostyles Berterii Guillm. mit dem Querdurch- 
schnitte eines 2jährigen Astes der Adesmia arborea Bert. CAdesmia microphylla Ho ok.et Ar n.J, 
worauf dieser Parasit sitzt ; in 20facher Vergrösserung. 

a. Perianthium. 

b. Die Deckschuppen. 

c. Die Columna genitalis, mit den an dem unfern Rande des kopfförmigen Endtheiles durch- 
schnittenen einförmigen Antheren. 

d. Durchschnitt eines kleinen Zweiges der Adesmia arborea. 

e. Dessen Rindenkörper mit den an der inneren Grenze liegenden Bastbündeln. 

f. Holzkörper. 

g. Mark mit den, den Holzkörper durchsetzenden Markstrahlen. 

h. Die Gefässbündel des Parasiten in ihrer Verbreitung der Länge nach. 
i. Dieselben (in der Anzahl 5) im Querdurchschnitt, am Grunde der ersten Schuppen. 
Fig. 4. Aehnlicher Durchschnitt von Scybalium fungiforme (Schott und Endlicher) in 
natürlicher Grösse. 

a. Parasit in vollkommener Entwicklung. 

b. Blüthenboden. 

c. Intermediärer Körper. 

d. Die Wurzel eines unbekannten Baumes , worauf der Parasit wächst. 

e. Junger Trieb einer zweiten Inflorescenz, aus dem Mittelkörper entspringend. 

f. Gefässbündel des Scybaliums. 

g. In den Mittelkörper tretende Gefässbündel der fremden Wurzel. 

Fig. 5. Perpendikulärer Durchschnitt der Knospe von Rafflesia Patma Blum, sammt der Wur- 
zel von Cissus tuberculata Blum., in natürlicher Grösse. 

a. Grenze des Holzkörpers der Cissus- Wurzel. 

b. Rindenkörper derselben Wurzel. 



5ü l NGBB, BEITRÄGE ZI B KENNTHIS8 DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 

c. Die äussere wuchernde Schichte des RindcnkSrpera (ohne Bastbündel) , welche den Parasiten 
seitlich genau tiuiM lilicsst mid mit dieaeno verwächst. 

</. Der untere Theil des Parasiten (die dunklere Stelle besteht aus einem schwarzlichen, etwas 
aufgelösten Zellgewebe). 

e. I nordentllch \ erzweigte Gefässbündel des Parasiten. 

f. Dessen übereinandergelegte Schuppen. 

g. Periantliiuiu. • 
h. Anthereu. 

i. Orarium. 

Fig. 6. llydnora africana, im Zusammenhang mit dem wurzelartigen intermediären Körper, der 
bei a. quer durchschnitten ist, um die Anzahl und relative Lage seiner Gefässbündel zu zeigen. 

Eben so ist ein Theil des Tubus und ein Lappen des Perianthiums weggenommen, und der Frucht- 
knoten der Länge nach bis auf den Grund so durchschnitten, dass man den inneren Bau der Blumen 
sehen kann. 

6. Zwei kapuzenförmige Lacinien des Perianthiums. 

c. Zwei Lappen des aus verwachsenen Staminibus bestehenden Staubfädenringes. 

d. Narbe. 

e. Frucht, deren Scheidewände sich vom Grunde abgelöst zu haben scheinen. 
/*. Gefässbündel des Parasiten und des intermediären Körpers. 

g. Den Parasiten wie den Mittelkörper umkleidende Rindensubstanz. 
Fig. 7. In , der Erde verborgener Theil der Monotropa Ilypopythis; diese wie die vorher- 
gehende Figur in natürlicher Grösse. 

a. Blüthentragender Schaft. 

b. Junge Triebe, wie sie sich Ende September zeigen , wo die Früchte dieser Pflanze bereits zu 

reifen anfangen. 

c. Intermediärer Körper, der vorne von oben nach unten durchschnitten ist. 

d. In der Länge, und e. in der Quere getroffener Wurzelstock des Parasiten. 

/". Theil eines stärkeren Wurzelastes von Pinus Abies, welcher seine Zweige zu dem in- 
termediären Körper schickt. 
g. Ein stärkerer Zweig, quer durchschnitten. 

Tab. III. 

Fig. 8. Ein Theil des durchschnittenen intermediären Körpers von Monotropa 24mal vergrössert. 

a. Wurzeln von Pinus in verschiedenen Richtungen getroffen , die übrigen die des Parasiten. 
Fig. 9. Unterer Theil von Orobanche Galii Dub. mit derJWurzel von Achillaea Millefo- 
1 i u m , worauf sie vorkömmt, in natürlicher Grösse. 

a. Kolbenförmig angeschwollener und mit Schuppen reichlich bedeckter Theil £SA»«o»ia). 

b. Stelle wo derselbe mit der fremden Wurzel c. , welche an dem Orte des Contactes ebenfalls 

eine bedeutende Anschwellung zeigt, zusammenhängt. 

e. Die seitlich von der Einpflanzungsstelle entspringenden einfachen und verästelten Wurzelzasern 

des Parasiten. 

f. Saugwarze einer Wurzelzaser , welche sich an einen Wurzelzweig der Achillaea anheftet. 
Fig. 10. Die Vereinigungsstelle (6. Fig. 9) etwas schief nach der Länge der Orobanche Galii durch- 
schnitten und 24mal vergrössert. 

fl. Parenchym der Rinde ) 

, .» , } von Orobanche. 
b. detto des 3Iarkes ) 

e. Beide Theile des durchschnittenen Gefässringes des Parasiten mit den Markstrahlen. 
d. Rindenkörper. 

f. Von breiten Markstrahlen durchsetzte Holzkörper. 



UNGER, BEITRÄGE ZUR RENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 57 

ff. Wucherndes Mark der Wurzel von A c h i 1 1 a e a M i 1 1 e f o 1 i u m. 

h. Stelle des Contactes des Parasiten und der fremden Wurzel, in der Fig.18 starker vergrössert dargestellt. 
Fig. 11. Ein 4 x /2 Tag altes Pflänzchen von Cuscuta europaea, um den Stängel eines jungen 
Phyteuma orbiculare geschlungen, iu natürlicher Grösse. 

a. Unterer vertrockneter Theil. 

b. Wachsender oberer Theil der Keimpflanze. 

c. Die ersten unter einem Deckblatt sich entwickelnden Seitentriebe. 

Fig. 12. Theil derselben Pflanze von rückwärts gesehen, und durch die Loupe vergrössert. Die Be- 
deutung der Buchstaben dieselbe. 

d. Die 3 ersten Saugwarzen der Cuscuta. 

Fig. 13. Auf einem Zweige der Tilia europaea keimendes Viscum alb u m, in natürlicher Grösse. 

a. Anschwellung des Astes. 

b. Entwickelter, c. unentwickelter Keim. 

Fig. 14. Einwurzlung des Viscum alb um auf einem Aste von Pyrus communis in natürli- 
cher Grösse. Um den Verlauf der oberflächlichen Wurzeln desselben zu sehen, ist die Rinde bis auf den 
Bast entfernt, und nur bei a. zurückgelassen. 

b. Spuren der beiden abgeschnittenen Stämme der Mistel. 

c. Mehrere Wurzeltriebe. 

Fig. 15. Längendurchschnitt eines Astes von Tilia europaea, mit einem in demselben wurzelnden 
Mistelstamme. 

a. Rindenkörper \ 

b. Holzkörper \ der Linde. 

c. Mark ) 

d. Viscum mit seinen, sowohl in dem Rinden als in dem Holzkörper der Linde eingekeilten Wurzeln. 

Fig. 16. Ein Theil der bei Fig. 5 c. dargestellten Grenze der Cissuswurzel und der Rafflesia, in 

ISOmaliger Vergrösserung. 

a. Dünnwandige mit Amylum angefüllte Zellen der Rindensubstanz von Ciss us. 

b. Grössere eben so dünnwandige Zellen mit Raphidenbündeln. 

c. Derberes Zellgewebe der Rafflesia, die Zelhvände sind getüpfelt. 

Fig. 17. Begrenzung der Wurzelsubstanz von Viscum album, und des Holzkörpers eines Astes 
von Crataegus oxyacantha, in 320maliger Vergrösserung. 

a. Gefässe (Treppengänge) des Endthciles der Wurzelsubstanz von Viscum, welche sich genau 

an die punktirten Gefässe b. des Crataegus- Holzes anschliessen. 
c. Dickwandige getüpfelte Parenchymzellen des Viscum, voll mit Amylum. 
rf. Prosenchymzellen aus dem Holze von Crataegus. 

e. Markstrahlen an der Grenze des Parasiten, besonders entwickelt, gleichfalls mit Amylum gefüllt. 
Fig. 18. Begrenzung der Wurzel von Achill aea Mille foli um und der Orobanche Galii 

Dub., in 320maliger Vergrösserung, nach der Darstellung von Fig. 10. A. 

a. Zellgewebe der Orobanche. 

b. Unterstes Ende zweier Gefassbündel derselben Pflanze, aus kurzen getüpfelten und netzförmigen 

Gefässen bestehend. 

c. Zellgewebe der Wurzel von Achillaea. 

d. Dessen am Ende getheilter Gefassbündel, aus ähnlichen nur etwas mehr gestreckten Gefässen 

bestehend. 

Tab. IV. 

Fig. 19. Querdurchschnitt des Schaftes von Scybalium fungi forme Schott und Endli- 
cher, an der oberen Erweiterung. 

Die Lage der einzelnen, sowohl schief als quer getroffenen Gefassbündel ist genau abgebildet. 
a. Gegend des Ursprunges einer Deckschuppe. 
II. 8 



5S l NC.l.H. BEITRÄGE ZL'H KEWTMSS DER PAHAS1TISCIIEN PFLANZEN. 

Fig. 20. Qoerdurchschnitt einet einzelnen Gefassbiindels derselben Pflanze, 320mal vergrössert. 

a. Weite poröse Zellen des Parenchyms, mit Amylum gefüllt, und etwas verlängert. 

b. Kleinere dünnwandige und etwas verlängerte Parenchymzellen des Gefassbiindels. 
C Die nach Innen gelegene Gefässgruppe aus netzförmigen Gefassen bestehend. 

d. Die an der Grenze des Gefassbiindels nach Aussen zwischen den Zellen befindliche Interccl- 
1 u 1 a r in a s s e. 
Fig. 21. (Querschnitt des Schaftes von Langsdorfia hypogaea Mart., 7mal vergrössert. 

rt. Die in einer K'lipse gelagerten Gefassbündel. 

b. Die durch den ganzen Strunk zerstreuten Bündeln von äusserst dickwandigen Prosenchym Zellen. 
Fig. 22. Querdurchschnitt eines einzelnen Gefassbiindels derselben Pflanze, lSOdial vergrössert. 

«. Dünnwandige Parenchymzellen 

b. Drei Bündel dickwandiger Prosenehym-Zellen. 

c. Engere und zugleich etwas gestreckte dünnwandige Parenchymzellen des Gefassbiindels. 

d. Die nach Innen liegende Gruppe von netzförmigen Gefassen. 

Fig. 23. Querdurchschnitt des Schaftes von ilelosis brasiliensis Schott und Endlicher, 
24raal vergrössert. 

a. Eine Art von Rindenkörper. 

b. Relative Lage der einzelnen, in der Mitte des Schaftes verlaufenden Gefassbündel. 

Fig. 24. Querdurchschnitt eines einzelnen Gefassbiindels von Ilelosis, 220mal vergrössert. 

a. Zellen des den Gefassbündel umgebenden Parenchyms. 

b. Gruppe von netzförmigen Gefassen unter dünnwandige Parenchymzellen (c.J vertheilt. 

d. Noch vorliegende dickwandige Prosenehym-Zellen. 

e. Nach Aussen zu befindliche sehr dünnwandige Parenchymzelle. 

f. Hie und da befindliche, oft in der Art von Blattern und Gangen vorkommende Intercelltilar- 

m a s s e. 
Fig. 25. Ein kleiner in den Deckschuppen von Scybalium befindlicher Gefassbündel, 320mal vergrössert. 

a. Zellen des Parenchyms. 

b. Netzförmige Gefässe. 

Fig. 26. Die Hälfte eines Querdurchschnittes von Raffle sia Patma, in natürlicher Grösse ge- 
zeichnet. 

a. Rindenkörper der Cissus-Wurzel. 

b. Aeusserer ) 

T % > angedeuteter Gefässring. 

d. Zerstreute Gefassbündel des Mittelpunktes. 

Tab. V. 

Fig. 27. Ein aus der Mitte genommener Gefassbündel- Querschnitt, 220mal vergrössert. 

a. Zellen des Parenchyms. 

b. Derbe, c. dünnwandige parenchymatöse Zellen des Gefassbiindels. 
d. Wenige in letzteren zerstreute Gefässe. 

Fig. 28. Querschnitt eines Gefassbiindels aus dem 4mal vergrosserten Blüthenstiel (Fig. B.) von S a r- 
cophyte sanguinea Sparm. 320mal vergrössert. 

a. Zellen des Parenchyms. 

b. Dünnwandige parenchymatöse Zellen des Gefässbündels. 

c. Wenige mehr nach Innen liegende einfache Spiralgeiässe. 

Fig. 29. Längendurchschnitt eines Gefassbiindels von Raffle sia Patma Bl um., l80mal vergrössert. 
b. c. d. wie in Fig. 27. Die Gefässe sind bald längere bald kürzere, einfache und netzförmige 
Gefässe. 



UNGER , BEITRAGE ZUR KENNTNISS DER PARASITISCHEN PFLANZEN. 59 

Fig. 30. Längendurchschnitt eines Gefässbündels von Brugraansia Zippelii Blum., 320mal 
vergrössert. 

a. Dünnwandige parenchymatöse Zellen, welche die netzförmigen Gefässe b. begleiten. 

Fig. 31. Längendurchschnitt eines Gefässbündels des Keimes Qgermina) von Balanophora 
d i o i c a , 320mal vergrössert. 

a. Poröse Parenchymzellen. 

b. Die Gefässe begleitende dünnwandige parenchymatöse Zellen. 

c. Netzförmige Gefässe. 

Fig. 32. Längendurchschnitt eines Gefässbündels von Cynomorium coccineum, mit Hinzufü- 
gung der Queransicht, 570mal vergrössert. 

a. a. Der Länge nach durchschnittene Treppengänge, welche hie und da in poröse und netzförmige 

Gefässe übergehen. 

b. b. Pseudoparenchvmzellen , welche einen Theil des Gefässbündels ausmachen. 

c. c. Profilansicht der durchschnittenen Gefässwände, worauf ersichtlich , dass die Vertiefungen in 

denselben die ovalen Streifen auf der Zellmembran hervorbringen. 

d. Einfache Querwand zweier mit ihren Enden aneinander stossender Gefässe. 

e. Schiefe Wände , welche aus einem rechtwinklichen Längenschnitte zweier schief verlaufenden 

Gefässe hervorgegangen. 

f. Die in linsenförmigen Bäumen zwischen den einzelnen Streifen auseinander getretenen Gefäss- 

wände in ihrem Quer- und Längendurchschnitte. 

Tab. VI. 

Fig. 33. Segmenteines Horizcntalschnittes von Cuscuta europaea, 320mal vergrössert. 

a, Epidermis. b. Parenchym des Bindentheiles. c. Die aus Markstrahlen nach Innen fort- 
setzenden etwas verdickten Zellen; diese so wie die Zellen der Binde mit Amylum gefüllt. 
d. Markzellen ohne Amylum. __ e. Drei peripherische Gefässbündel, aus dünnwandi- 
gen verlängerten Zellen CfJ un & einem von denselben eingeschlossenen Bündel einfacher ring- 
und netzförmiger Gefässe CffJ bestehend. — A. Ein ähnlicher centraler Gefässbündel. 
Fig. 34. Querdurchschnitt des oberen Theiles des Schaftes von Monotropa Hypopytis, 
290mal vergrössert. 

a. Etwas verdickte Zellen des Bindenlörpers. _ b. Desgleichen zu dem Parenchyme des Markes 

QcJ) fortsetzende Zellen der Markstrahlen. 
Die aus sehr dünnwandigen verlängerten meist nach Aussen liegenden Zellen rf., und einfachen Spi- 
ralgefässen e. bestehenden Gefässbündel. 
Fig. 35. Querdurchschnitt eines vierjährigen Stammes von Vi sc um album, 5mal vergrössert. 

a. Parenchym der Binde. b. Acht Bastbündel in derselben. c. Mark, und die dasselbe mit 

dem Bindenkörper verbindende Markstrahlen. — d. Splintlage. e. Holzlage. — f. Der 

Bündel einfacher Gefässe. 
Fig. 36. Ein einzelner Gefässbündel aus einem jährigen Zweige von Vis cum, 320mal vergrössert. 
a. Parenchymatöse Zellen der Binde des Markes und der Markstrahlen, welche rings den Gefäss- 
bündel einschliessen. b. Sehr dickwandige Holzzellen. _ c. Ein kleiner Bündel von ein- 
fachen Spiralgefässen d. Poröse Zellen (Gefässzellen), von Markstrahlen hie und da durch- 
gesetzt e. Splintzellen. f. Bastbündel. 

Fig. 37. Querdurchschnitt eines jährigen Triebes von Hedera Hei ix, an der Stelle, wo eine 
Haftwurzel entspringt, 570mal vergrössert. 

a. Baslzellen. _ b. b. Zellen des Jürgen Holzes (Splint). __ b. c. Holzzellen, welche gegen das 

Mark zu immer grösser und dickwandiger werden. e. Netzförmige und getüpfelte Spiral- 

gefässe. _ d. Einfache Spiralgefässe. _ f. Dünnwandige Zellen des Markes.— ff. Dickwan- 
dige und getüpfelte Zellen des Markstrahles. _ h. Zellen, i. Gefässe des Wurzelursprungs. 

8 * 



CO UNGER, BEITRlOE /.l 11 Kl'.WTMSS DIU PARASITISCHEM PFLANZEN. 

Fiir. 38. Querschnitt lehr dickwandiger Zellen, aus dem Wurzelstocke von Hclosis brasilicn 
> i <. (Sehet! el Endlicher), 570mai vergrössert. 

Man sieht diu in weilen bis zu 13 an der Zahl abgelagerten Schichten der Zellwände, welche allent- 
halben zarte. o,t (ich rerswelgende Kanäle durchsetzen. 

a. Innerste Wand einer Zelle en face gesehen, so dass die inneren Mündungen der Kanäle als Tu- 
pfein erscheinen. 

Flg. 39. Sehnlicher Durchschnitt aus dem Schafte von Langsdorl'ia hypogaca IVIart. bei 
gleicher \ ergrösserung. 

u. Bunde! sehr verdickter Zellen, bei welchen man bis 30 Schichten der Zellwände zu unterscheiden 

im Stande ist. 
Die Anlagerung der Schichte ist bei der Zelle a. nur nach Innen zu Stande gekommen. 

Tab. VII. 

Fig. 40- Langendiirchschnitt von demselben Theile der Langsdorfia hypogaea M., eben so vergrössert. 
a. Poröse und netzförmige Gelasse mit den begleitenden gestreckten Zellen (tV) ? welche unmerk- 
lich in die grosse, aber eben so dünnwandige Zelle des Parenchyms (cj übergehen. — d. Sehr 

dickwandige Zellen mit ihren in den Wanden verzweigten Kanälen. e. Die in den Zellraum 

sich mündenden Kanäle, auf der Hinterwand der Zelle als Tüpfel gesehen. 
Fig. 41. Querdurchschnitt dreier Antheren von Hydnora africana Thbg., 20mal vergrössert ; 
dieselben waren bereits bei a. aufgesprungen. 

Fig. 42. Ein Theil zweier an einander stossender Antheren derselben Pflanze, ISOmal vergrössert. 

a. Fibröse Zellen der Oberflache. b. Des sgieichen noch ungleich deutlicher entwickelt von der 

2. Zellschichte. c. Ungestreifte Zellen der 3. Schichte, welche sich nach unten in meh- 
reren Lagen anhäufen , und so in das Parenchym des Tragers übergehen. d. Pollen. 

Fig. 43. Die Antheren von Raffl es ia Patina Blum., 7mal vergrössert. 

a. a. Richtung nach Aussen. b. b. Richtung nach Innen. A. Dieselbe von Oben gesehen. 

c. Scheitel, welcher sich bei der Reife öffnet, und den Polen ausstreut. d. Die mit con- 

centrischen Furchen versehene Oberfläche der Anthere. B. Horizontalschnitt. c. Die 

Antherenschläuche oder Sacke. d. Die zwischen denselben befindliche Zelltnasse. 

Fig. 44. Verticalschnitt der Antheren. 

c. d. Wie oben e. Dunkleres Zellgewebe am Grunde der Antheren. f. Ein Gefässbiindel von 

einfachen Spiralgefassen, welcher durch den unteren Hand der Columna genitalis (wor- 
auf die Antheren sitzen) verläuft, und sich an die Basis der Antheren anschliesst. 
Fig. 45. Ideale Darstellung der Schläuche der Antheren, wie sie nach Innen und aufwärts convergiren. 
Ihre Zahl ist unbestimmt. 

Fig. 46. Ein Theil eines gleichen Durchschnittes , wie bei Fig. 43 . NB. aber 320mal vergrössert. 

a. Pollen. — b. Das die Antherensäcke umschliessende Parenchym. 
Fig. 47. Ein Theil des gleichen Durchschnittes, wie bei Fig. 44. 

a. Pollen. — b. Das die Antherensäcke umschliessende Parenchym. 
Fig. 48. Längendurchschnitt eines Stammes von Sarcophyte sanguinea Thbg., 12mal 
vergrössert. 

ö. Die in einen gemeinschaftlichen Stiel verwachsenen Träger. b. Die Antherenschläuche. 

c. Dieselben einschliesscndo fibröse Zellenlagen. d. Ein Pollenkorn, 570mal vergrössert. 

Fig. 49. A. perpendikulärer Querschnitt der Aussenseite der Deckschuppen von Raffle sia Patina 
U 1 u in., 132mal vergrössert. 

a. Epidermis. — b. Das darunter liegende Zellgewebe B. Die Epidermis von Oben gesehen. 

Fig. 50. Pollen von Pilo styl es Berterii Guill. 570mal vergrössert, a. trocken, b, im Wasser 
aufgequollen. 

Ulli lli. III i ■ 



D E 

* 

LEGUMINÜSARUM GBNERIBUS 

COMMENTATIONES. 



ÜBERSICHT 

D E B 

FAMILIE DER LEGUMINOSEN, 

NEBST BESCHREIBUNGEN MEHRERER NEUER GATTUNGEN UND ARTEN, 
INSBESONDERE AUS BRASILIEN UND AUSTRALIEN. 

VON 

«EOÄ&SE BEITHAAI, 

MITGLIED DEU LINNE1SCHEN GESELLSCHAFT IN LONDON. 



öeit den neun Jahren, dass De Candolle den zweiten Theil seines Prodromus vollendet 
hat, ist eine so grosse Menge, hauptsächlich tropischer und antarktischer Leguminosen zur 
Anzahl der schon bekannten Arten hinzugefügt worden , dass die Zahl der Arten der meisten 
exotischen Gattungen verdoppelt worden ist , und wenn man weiter die reichen Sammlungen 
noch unbestimmter brasilianischer, australischer und ostindischer Arten hinzufügt, welche in 
unseren Herbarien aufbewahrt werden, so ist es gewiss, dass nunmehr bei einer neuen Be- 
arbeitung dieser Familie das Material zur Aufhellung vieler zweifelhafter Fälle und gewisser 
Verwandtschaften, und zur Verbesserung der allgemeinen Abtheilungen, in welchen bei den 
unvollständigeren Hülfsmitteln De Candolles Manches ungewiss oder schwankend blei- 
ben musste, vorhanden ist. 

Unter die vorzüglichsten Werke , welche über diese grosse Fflanzenfamilie seit der letz- 
ten Bearbeitung derselben in dem erwähnten Werke De Candolle's erschienen sind, möch- 
ten wir besonders den Prodromus Florae Indiae Orientalis von Wight und Arnott, die 
Enumeratio Plantarum Africae australis von Eckion und Zeyher, und die Commentationes 
de Plantis Africae australis von Ernst Meyer, nebst den in verschiedenen Werken zer- 
streuten Beschreibungen neuer Arten oder auch Gattungen von Guillemin, Desvaux, 
Hooker, Wallich, Lindley u. A. anführen, denn was den starken Octavband des 
Doctors Eisengrein über die Schmetterlingsblüthigen betrifft, so scheint er zu viel aus 
bloss philosophischen, oft schwer begreiflichen und nicht immer fest genug begründeten Be- 
trachtungen zu bestehen , um für den beobachtenden Botaniker wirklich nützlich zu seyn. 

Der Prodromus Florae Indiae Orientalis ist mit vielem Fleisse ausgearbeitet, der Ver- 
fasser x ) hat selbst fast alle Gattungscharaktere einer genauen Revision unterzogen, und dieselben 
keineswegs, wie diess sonst bei Specialfloren der gewöhnliche Fall ist, aus anderen Büchern 
herausgeschrieben , und w enn er auch bisweilen zu viele Arten vereinigt haben mag , so 
sind seine Gattungsabtheilungen und Diagnosen doch bestimmt und leicht verständlich, und ob- 
gleich er das Ueberkünstliche der De Candolle'schen Unterabtheilungen der Familie erwähnt, 
hat er doch in der Flora eines einzelnen Landes nichts in dieser Beziehung ändern wollen , 
und ist beinahe in allen Stücken der De Candolle'schen Eintheilung gefolgt. 

Die zweite Lieferung der Enumeratio von Eck Ion und Zeyher, und die erste der 
Commentationes von Ernst Meyer sind gleichzeitig erschienen, und beide waren bestimmt, 
an neuen Arten reiche Sammlungen südafrikanischer Pflanzen bekannt zu machen. In bei- 
den Werken findet man ausser mehreren neuen , ziemlich fest begründeten Gattungen, viele 
Veränderungen und neue Begrenzungen schon bekanntem Gattungen, aber leider sind die 
zahlreichen Arten, die zugleich in beiden Schriften unter verschiedenen Namen vorkommen, 
und die zu grosse Vermehrung der Species in der Ecklon'schen Enumeratio eine neue, unnütze 



l ) Ich sage der Verfasser, denn es ist vermuthlich Arnott allein, der die Leguminosen ausgearbeitet hat. 



r. BERTHAM, DE LEGUMIN08ARUM CENERIBUS. 

Beschwerung, der bereits mit einer Menge zweifelhafter und schlecht unterschiedener Thun- 
be rgi scher und inderer Arten überladenen und verwirrten Synonymie. 

Die von De (and olle in seinem Prodromus angenommenen Hauptabtheilungen blie- 
ben demnach bisher unberührt. Sie sind zunächst auf »he Richtung des Wurzelchens, und auf 
das Verhalten der Samenlappen heim Aufkeimen gegründet. Der entere Charakter ist nicht 
schwer zu beobachten, wenn man reife Samen besitzt, und lässt sich auch schon im Eichen 
bemerken öder wenigstens vermuthen. Obgleich die auf diesen Charakter gegründete Tren- 
nung derGeradekeimigen von den Krummkeimigen in den meisten Fällen natürlich ist, so ge- 
währt diese Richtung des Würzelchens doch keinen immer gleichwichtigen Eintheilungs- 
grund, denn z. 15. die verschiedenen Gattungen, «eiche De Candolle wegen ihrer gera- 
den Keime von den übrigen Papilionaceen trennt, und ohne dass sie eine besondere Aehn- 
lichkeit unter sich hätten, unter den Namen der Geoffroyeen vereinigt, sind alle mit verschie- 
denen Gattungen der Papilionaceen sehr nahe verwandt, während sie zugleich, wie De Can- 
dolle selbst gesteht, von allen anderen Geradekeimigen gar sehr abweichen *). 

Wenn wir daher die Lenkung des Würzelchens mit De Candolle auch als einen 
llanptcharakter der Unterabtheilungen der Leguminosen ansehen, so müssen wir diesen doch 
nicht als eine unfehlbare Richtschnur betrachten, sondern diesen Charakter mit anderen von 
der Bildung der Blumenkrone und des Kelches, ja vielleicht auch von den Blättern hergenom- 
menen Merkmahlen in Verbindung bringen, um wirklich natürliche Abtheilungen zu erhalten. 

Was die Consistenz der Samenlappen betrifft, so wird es übrigens schwer seyn, hierin 
mit De Candolle übereinzustimmen, da die auf solche Unterschiede gebaute Eintheilung, 
welche die schlingenden Clitorieen von den Phaseoleen, die baumartigen Nissolien und andere 
Galegeen von den Dallbergien trennt , wohl keine natürliche seyn kann. Ueberdiess ist dieser 
Charakter während einer viel zu beschränkten Periode des Pflanzenlebens wahrnehmbar, um 
zum praktischen Gebrauche nützlich seyn zu können. 

Ueberhaupt bildet die ganze Abtheilung der Papilionaceen (einige krummkeimige unechte 
Papilionaceen mitgerechnet) eine grosse sehr natürliche Pflanzenfamilie , deren Gattungen zu 
nahe und zu vielfältig untereinander verwandt sind, um sie nach den von einem einzigen Organe 
hergenommenen Charakter einzutheilen , und wir werden daher suchen, sie in solche Grup- 
pen zu vertheilen, deren Kennzeichen von einer Combinalion von Merkmahlen, die von verschie- 
denen Organen von grösserer oder geringerer Wichtigkeit, entlehnt sind. 

Seit längerer Zeit habe ich mich damit beschäftigt, die verschiedenen Gattungen der Le- 
guminosen genauer zu prüfen, um meine Ansichten über die Eintheilung derselben recht- 
fertigen oder berichtigen zu können , und ein bedeutendes Material zu diesen Zwecken in 
meinem Herbarium in London niedergelegt. Gegenwärtig, wo ich ineinen Freunden Dr. End- 
licher in Wien und Dr. v. Marti us in München, die Gelegenheit zu verdanken habe, zwei 
reiche Sammlungen brasilianischer Leguminosen, und die Mehrzahl der bekannten europäischen, 
nordasiatischen, afrikanischen und australischen, bereits bekannten nebst vielen ganz neuen Arten 
untersuchen zu können, glaube ich nicht mehr anstehen zu dürfen, während ich eine grosse An- 
zahl neuer Arten beschreibe , auch mehrere Veränderungen , von denen einige als Verbesse- 
rungen angesehen werden dürften, in der Eintheilung dieser Familie vorzuschlagen, und hoffe 



l ) Um diese Sache zu verbessern, vereint Dr. Eisengrein die Gcoffroyeen mit den Swartzieen! 



BENTHAM, DE LEGUM1N0SARUM GENERIBUS. 65 

sobald ich nach London zurückgekehrt, mein ganzes Material geordnet haben werde, diese 
Abhandlungen mit einer nach meinen Ansichten geordneten Synopsis sämmtlicher Gattungen 
zu beschliessen. 



Tribus Podalyrieae. 

Radicula incurva vel inflexa. Stamina 10, libera. Folia integra vel palmata, rarissime 
(in Gompholobio) impari-pinnata, foliolo terminali tunc cum pari ultimo palmathn disposito. Sti- 
pellae nullae. 

Frutices suffrutices vel herbaej rarius arbusculae, Folia alternctj opposita vel verti- 
cillata. Foliola in palmatifoliis saepius 3. Stipulae variae_, saepius parvae scariosae vel nul- 
lae j rarius subfoliaceae. Inflorescentia saepius axillaris _, racemulis paucißoris. Sepala in 

calycem S-dentatunij, 4- S-Jidunij vel rarius fere ad basin 4- S-partitum coalita. Co- 

rolla papilionacea. Vexilium basi exauricidatum, exappendiculatum. Alae liberaej saepius 
oblongaej rectae_, velfalcatae, hinc auriculatae.Fetala carinalia dorso connata , vel (in sola Ana- 
gyri) libera _, basi hinc saepius auriculata. Filamenta omnino libera_, vel in generibus non- 
nullis ima basi connata. Antherae constanter uniformes. Ovarium pluri - vel %-ovulatum. 
Legumen variunij saepissime bivalve. 

Character supra datus omnes includit Sophoreas Candollii, foliis simplicibus palmati- 
foliolatisve donatas. Genera nonnulla mediante Podalyria Genisteis pluri mis (Pristleya , Xipho- 
theca etc.) valde affinia, quae si ob stamina libera in distinctam tribum colligerentur , haec 
erit Genisteis affinior, quam Sophoreis veris. 

Genera pleraque Australasica et Capensia, Species duae solum Europaeae, paucae Bo- 
reali Americanae vel Asiaticae_, perpaucae tropicae. 

Tribus in subtribus tres dividi potest, scilicet: 

Eupodalyrieae. Ovarium pluriovulatum. Leguminis suturae non inflexae. 
Pultenaeae. Ovarium biovulatum. Leguminis suturae inflexae. 
Mirbelieae. Leguminis suturae non inflexae. 

Subtribus. Eupodalyrieae. 

Ovarium pluriovulatum. Leguminis suturae non inflexae. 

Cum ad calcem harum commentationum clavem daturus sim totius ordinis,una cum generum enumera- 
tione systematica, liceat interea hie characteres diagn&sticos breviter enumerare generum eorum, quae 
mibi magis eognita sunt. 

* CisCropicae. Folia plerumque trifoliolata. 
Ana ff y <ris. Petala carinalia libera. Legumen compressum. Stipulae öppositifoliae. 
Thermopsis. Vexilium lateribus reflexis. Legumen compressum. 
BapCisia. Vexilium lateribus reflexis. Legumen turgidum. 

** Cap e nses. Calyx basi intrusus. 
Cy clopia. Carina rostrata. Legumen compressum. Folia trifoliafct. 
P o dal yria. Carina obtusa. Legumen turgidum. Folia simplicia. 

*** Tropicae. Calyx heteromorphus. Folia ampla simplkia. 
Dalhousi e a. Calyx basi circumscissus, truncatus. 
Delaria. Calyx hinc fissus. 
II. 9 



lU'M'iiui. Dl. LEGtJMINOSAW 1 GENEBIBU8. 

* Aiistialii.urtir. Wolia (i:rrc/ito O'ompholobio) simplicia. Legumen turyidum. 

Braehyeema. VexiUua abbreriatum. 

Callietaehya. l.eyumeii tranBverse scptulatum. Calycis labtum Buperius bifidunu 

Oxwlo bium. Legumen ovatum, coriaceum, sesslle. CalyatiAem., 

Pod o lob i u m. Legumen ublongum, stipitatum. Calyx idem. 

Iso i r o p i s. Legumen oblongum, Besaite, BubmembraBaceam.Cafytffa labium superius brevlter bidentatum. 

Choroxema. Carina abbreviata. Calyx fere Isotropidis. 

G o m /> ho lul> i u m Calyx sub 5-partitus. 

Anagyris Linn. 

Anagyris DC Prod. 2. p. 99. Piplanthus Sw. 

Calyx campanulatus, 5-dentatus vel scmi 5-fidus. Corollae vexillum nlis brevius, subrotundum, com 
plicatum, brei'iler unyuiculatum. Alac olilonyae. Carina alis partim lonyior, recta, obtusa, petalis libcris 
alis conformibus. Stamina Ubera. Ovarium breriter stipitatum, pluriovulatum. Stylus reclus, filiformis. Stig- 
ma minutum. Legumen stipitatum, oblonyo lineare, compressum, bivalre, nonnuni/uam externe ist/inüs 

irregulär if er interrup tum Frutices gerontogaei. Folia palmatim trifoliolata. Stipulae in unicam opposi- 

tifoliam concretae. Inßorescentia racemosa, raccmis brevibus, paucifloris. Flores flavi. 

1. A. foelida Linn. DC. I.e. (v. s). I differt, a Thermopsi habitu , stipulis, calyce, vcxillo, 

2. A. latifolia Linn. DC. I. c. ! carina et fructu, in quibus oinnibus cum Anagyri con- 

3. A. indica Wall. _ Thcrinopsis ncpalensis DC. j venit , et nescio quo charactcrc genus proprium Pip- 

tanthus distingui possit, nisi legumine isthmis non 

intcrrupto quod etiain saepe in Anagyri foetida 

accidit (v. s.). 



Prod. 2. /;. 99. Baptisia nepalensis Hook. Exot. Fl. 

t. 131. Piptanthus nepalensis Sweet. Br. Fl. Gard. 

t. 26i. Ilacc species a Baptisia fructu et aliis uotis 



Thermopsis Sm. 

Thermopsis DC. Prod. 2. p. 99. 

Calyx oblongus, subcampanulatus, subincurvus, apice 5-fidus, subbilabiatus. Corollae vexillum alis 
subaequilongum,late rotundatum, apice emarginatum, ungue brevi. Alae oblongae. Carina subreeta petalis 
dorso concretis. Stamina libera. Filamenta glabra. Ovarium subsessile,pluriovulatum. Stylus subincurvus , 
basi rix dilatatus. Stigma parcum. Legumen „compressum, oblongo - lineare vel falcalum, polyspermum." 

Herbae boreales, utriusque orbis. Folia palmatim trifoliolata, vel superiora simplicia. Stipulae distinc- 

tae, saepius foliaceae. Inflorescentia terminalis, racemosa. Pedicelli ebracteati. Flores flavi. 

In speeiminibus suppetentibus T. lanceolatae et corgonensis fruetus deficiunt. Species caeterae, qua- 
rum nonnullac legumine a charactere dato differre videntur, omnes in herbario Caesareo desunt. 

Baptisia Vent. 

Baptisia DC. Prod. 2. p. 100. 

Calv x campanulalus, apice 4 5-fidus, subbilabiatus. Corollae vexillum alis subaequilongum velpaullo 

brerius,orbiculare } apice emarginatum, lateribus reflexis, ungue brevi) alae oblongae } carina subineurva 
alis subacquilonga, petalis dorso concretis. Stamina libera, filamentis glabris. Ovarium stipitatum, dense 
pluriovulatum. Stylus ineurvus vel falcatus, basi dilatata, apice attenuatus. Stigma parvum. Legumen 

stipitatum, inflatum. Herbae Boreali- Americanae. Folia simplicia vel palmatim trifoliolata. Stipulae 

distinetae, nunc parvae, nunc foliaceae. Inflorescentia terminalis racemosa. Pedicelli ebracteolati. Corol- 
l-ae flavescentes , coerulescentes vel albidae- 

Genus Thermopsi affine, sed fructu diversum. Legumine et habitu etiam Crotalariae sünile, sed fila- 
mentis ltberis et antheris uniformibus facilc distinguendum. 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENER1BUS. 



67 



V- 



P- 3. — Vogel in Linnaea 



CYCLOPIA l'ENT. 

Cyclopia DC. Pi od. 2. p. 101. _ Eckl. et Zeyh. Enum. p. 153. E. Mey. Comm. 

10. p. 595. _ Ibbctsonia Sims. Bot. Mag. t, 1259. 

Calyx o-fidus , lacinüs subaequalibus vel inferioribus partim longioribus, ante anlhesim subin- 
curvus, per anthesim basi intrusus. Corollae petala subaequilonga, \e\'\\\umrotundatumbasi complicatum, 
ungue brevi recurvo; alae oblongae, obtusae, plicatransversali f'alcatae; carina ineurva, inßexo rosfrata, 
obtusa. Stamina libera vel rix basi hinc inde subconnata , filamentis dilatatis. Ovarium sessile aut bre- 
vilerslipitatum, glabrum, simplici serie pluriovulatum. Legumen oblongum, piano compressum,uniloculare, 

bivalve, coriacetim. Seraina strophiolata Frutices Capenses. Folia sessilia, palmatim triibliolata, velnon- 

milla suprema unifoliolata./0//0/<*s subsessilibus, margine nunc planis vel vix revolutis,rninc margine ulroque 
revoluto subteretibus. Stipulac mülae. Inflorescentia axillaris. Pedunculibrcxes, uniflori. Braclae 2 ad basin 
pedicelli crassiusculae, siibcoriaeeae, altera alterara araplectente et saepius ea parum majore. Bracteolae 
nullae. Flor es flavi. 

Specics cognitae in sectiones duas potins ex laciniarnm calycinarum forma dividendae, quam ex folio- 
rum forma, nam in plerisque margo in sicco tantum revolvitur, dum in vivo planus manet. 



Sect. I. Eu cyclopia, lacinüs calycinis ovatis 
tubo brevioribus vel subaequilongis. 

1. C- cordijblia , glabra, foliolis ovatis vel ovato- 
lanceolatis, basi cordatis, bractea exteriore pedicelhtm 

aequante, lacinüs calycinis aentis. Ex colleclione Schol- 

liana. Foliola circiter 61in,longa,3 4 lin. lala, suprema 

angustiora, acutiora- An buc Genista buxifolia Burm. 

a cl. Candolleo sub C. latifolia eilata? an haec vera 

C. latifolia DC. ? sed auetor laudatus de foliis cordatis 
silet (v. s.). 

2. C. latifolia (DC. /. c. _ E. Mcy. I. c. _ non 
Eckl. et Zeyh.) glabra, foliolis subplanis oblongo-ellip- 
ticis basi rotundatis vel vix angustatis, superioribus li- 
nearibus, inferioribus subovatis, bractea exteriore pedi- 
cellum brevem subaequante laciniisque calycinis acutis, 

vexillo integro acutato. C. subternata Vogel in Lin. 

naea l. c. Folia nunquam vere ovata vidi, an etiam 

synonymon Candollii luic rite citatum (v. s. ) ? 

3. C. braehypoda. C. sessiliflora, Eckl. et Zeyh. 

I. c. non E. Mcy Similis C.latifoliac, sed foliis multo 

angustioribus et vexillo (an constanter?) emarginato 

diversa. Flores minus sessiles quam in C. sessili- 

folia E. Mcy. quamobrem hoc nomen Ecklonianum po 
tius, quam Meyerianum mutavi. (v. s.) 

4. C. intermedia (E. Mcy. I.e.) glabra, foliolis ob- 
longo - ellipticis . basi subattenuatis , supremis sub- 
linearibus, bractea exteriore pcdiccllum brevem subae- 
quante, lacinüs calycinis latis obtusissimis, vexillo emar- 
ginato. Praeter characteres datos differta C. latifo- 
lia foliis longioribus {fere pollicaribus) etßoribus ma- 



joribus. Cl. Meyer calyces describit acutos , in speci- 
mine suppetente Dregcano obtusissimi sunt (v. s.). 

5. C. laxiflora , glabra, foliolis oblongo - spatbula- 
tis sublinearibusve basi angustatis planis , bracleis pe- 
dicello plurics brevioribus apice subrecurvis, lacinüs 

calycinis latis obtusis C. latifolia Eckl. et Zeyh. I.e. 

(ex clus. pl. syn.) non DC. nee E. Mey. Fo'ia circi er 

semipollicar ia. Bracteae utrinque sulco unico, plerumque 
notatae. 

6. C longifolia Vogel l. c. (v. s.) 

7. C. pubescens Eckl. et Zeyh. /. c. Spccies 

bracteis sulcato-striatis distinetissima (v. s.). 

8. C. tenuifolia Lehm, in Linnaea. C. laricina 

E. Mey. Comment. p. 153? Bracteae omnium latissi- 

mae, crassiusculae, truncatae subrnucronatae, praeter 
nervum medium enerves. 

Sect. IL Ibb e ts onia, lacinüs calycinis lancco- 
latis, acuminalis, tubo longioribus et saepius inaequa- 
libus. 

9. C. genistoides DC. /. c. C. genistoides, C. te- 

retifoüa et C. beteropbylla Eckl. et Zeyh. I c. C. ga- 

lioides E. Mey. (ex spec. sicc.Dregeano) nonDC Fo- 
lia nunc vaUdiora rudiora, nunc tenuiora ineurva, bre- 
viora vel longiora. Vexillum in iisdem speciminibus in- 
tegerrimum, aciitalum, vel leviter emarginatum (v. s). 

10. C. galioides DC. I. c. Specics a praecedentc 

constanter distineta videtur, ramis superne bispidis. 

11. C sessiliflora E. Mey. /. c. non Eckl. et Zeyh. 

Specics pulcherrima, calyeibus bracteisque molliter pi- 
losis et characteribus aliis distinetissima (v. s.). 



PODALYRIA LAM. 

Podalyria DC. Prod. 2. p. 101. _ Eckl. et Zeyh. Enum. p. 155. et seq. E. Meyer Comment. p. 4-, et seq 

Calyx amplus, o-fidus, lacinüs subaequalibus vel inferioribus profimdius fissis, ante anthesim sub- 

ineurvus, per anthesim basi intrusus. Corollae vexillum amplum, rotundatum, emarginatum. ungue brevi 

subrecurvo, alis parum longius. Alae obovatae obliquae ; carina alis breviorlate ohovata, purum ineurva, 

obtusa. Stamina basi bvevissime connata, caeterum libera, glabra. Ovarium sessile, villosum, pluriorula- 

<j * 









BENTHAM, Dl LEGÜMINOSARUM GENERIBUS 



(um. Stylus fiUiformi»^ tupra omrium genieulalo ■ a$eenderu. Stigma partum. Legumen orale vel oblongum 
coriaeeum turgidum, viUotum. Semina. . . Wruticea Capenses. FoHa aimplicia, alterna. Stipulae subulatae, 

saepe deeiduac. Inflorescentia axillaris. Pedunculi aolitarii, 1.. 2-flori, rarius3 4-flori. Ilractea ad basin 

pedireHorum, rel in pedunculis unifloria supra medium pedunruli solitaria, forma variabius, longe ante an - 
thestn derldna. Pedieelli cbrarteolati. Vlores purpurei, rosei rel albidi. 

Genua Pristleyae et Xiphotheeae Inter Genisleas valde äffine, staminibus fere liberis Cyclopiau 
proximum. Speciea inter sc folila et habitu saepe Bimiles, inflorescentia in eadem specie variabilis, et diag- 
nosia aaepe diflicillima, non tantum vero ob cbaracterum inopiam, aed potius ob speeimina in herbariis 
incompleta el Bpecies tantaa falso descriptaa. Legumina raro colliguntur et bracteae in alabastro juniori 
jam delapaae rarius observantur, sie a Mcyero, Ecklonio et i|>so Candollio silentio praetereuntur et in 
P. eaiyptrala , ubi diutius peralstunt et nomen apeeificum praebuerunt, ab äuetoribus laudatia non descri- 
buntnr. Specierura aynonymia itaque adhuc difficilllma, et monographia ex exemplaribus perfectia elabo- 
rata maxime desideranda. Interea liceat enumerationem aeqnentem proponere. 



§. 1. liracteae non calyptraeformes. Folia supra 
glabra, nitida, subttts sericeo -vel rufo-villosa. 

1. P. speciosa Eckl. et. Zeyh. /. c. (v. s.) 

2. P. Mundiana Eckl. et Zeyh. (. c.?_ Excmplaria 
Mundiana non vidi, sed huc speetare videtur exeinplar 
Drcgeanum c Kaymansgat ab E. Mcyero ad P. buxifo- 
lium a. relatum, ab hac vero diversum foliis oblongis 
noneuncatis, nee ovalibus,ct calvcibus longioribus. (v.s.) 

8. P. sparsißora Eckl. et Zeyh. I.e. (v. s.) 

4. P. buxifo'ia Willd. _ DC. I. c _ Bot. Reg. t. 
869. _ Eckl. et Zeyh. /. c. _ P. glauca DC. I. c. _ 
Bracteae minutae, euneiformes (v. s.). 

ß. diantha E. Mey. I. c. P. racemulosa Eckl. et 

Zeyh. I. c. {f'de speeim. sicc.) non DC. (v. s.) 

5. P. orbicularis E.Mcy. /. c. _ Eckl. et Zeyh. I.e. (v.s.) 
J. 2. Braeteae non calyptraeformes. Folia utrin- 

que villosa vel sericea. 

6. P. cor data Br. _ DC. I. c. _ E. Mey. I. c. _ 
Eckl. et Zeyh. I. e. _ P. Thunbergiana Eckl. et Zeyh. 

I. c. Bracteae oblongae, basi amplectcntes, apice ob- 

tusae, integrae, subpatentes (v.s.). 

7. P. intermedia Eckl. et. Zeyh. /. c. Bracteae 

obovato- oblongae, iis P. cordatae sat similes (v.s.). 

8. P. canescens E. Mey. I. c. P. Meyeriana Eckl. 

et Zeyh. I.e. Bracteae latissimae, involucrantes, apice 

in lacinias 2 4-lato - ovatas fissae (v. s.). 

9. P. amoena Eckl. et. Zeyh. I. c. Bracteae fere 

P. canescentis. Flores multo majores (v.s.). 

10. P. Bui chellii Eckl. et Zeyh. /. c. an DC. /. c. ? _ 
P. hirsuta Willd. Sp. PL 2. p. 505 ? _ Folia basi 00 r- 
data. Bracteae latissimae, cupuliformes, involucrantes» 
venosae, apice integrae, truncatae vel subdenlatae. Ca- 
lyx hirsutissimus (v.s.). 

11. P. myrtillaefolia Willd.? _ DC. /. c. ? non 

Eckl. et Zeyh. P. myrtillaefolia a E. Mey. I. c. P. 

laneifolia Eckl et Zeyh. I.e. P. glauca Eckl. et Zeyh. 

I. c. nonDC. fide specirn. s ; cc. Bracteae late orbicula- 

tac, adpressae, integrae vel breviter bifidae (v.s.). 

12. P. lanceolata. P. calyptrata, ß lanceolata 

E. Mey.l. c Bracteae late orbiculatae, subadpressae, 

apice integrae vel bifidae (v, s.). 



13. P. pedunridata Eckl. et Zeyh. /. c. Vix a 

P. myrtillaefolia distineta. Bractcas non vidi (v. s.). 

14-. P. p trvifolia. P. myrtillaefolia ß parvifolia 

E. Mey. I. c. Bracteae obovato - euneatae, apice rc- 

curvae, breviter acumin.atac (v.s.). 

15. P. cuneifoHa. Vent. DC. I, e. E Mey. 

l-c — P. albens E.Mey. in Lüinaea 7 p. Ü6 fide speci- 

minurn Eeklonianoruin. Bracteae obovato - euneatae, 

apice subacutae (v.s.). 

16. Y.splendens Eckl. et Zeyh. I.e. Bracteas non 

vidi (v. s.). 

17. P. argentea Salisb. ? _ DC. I. c? _ Eckl. et 

Zeyh. I. c. Sieber n. 53 P. microphylla E. Mey. in. 

Linnaeal p. 146 fide speeiminum Ecklonian. P.hamata 

E. Mey. I.e. fide corund. P. angustifolia Eckl. et Zeyh. 

I. c.? Bracteae P. euneifoliae, calyces parum di- 

versi (v. s.). 

18. P. patens Eckl. et Zeyh. I. c. fide speeiminis 
sicci, sed cum diagnosi vix quadrat. A P. argentea brac- 
teis angustioribus parum differre videtur (v.s.). 

19. P. liparioides DC. I. c. non Eckl. et Zeyh. 

P. buxifolia Herb. Un. Itin. n. 640 non Willd. _ P. myr- 
tillaefolia ß. liparioides E. Mey. Comment. I. c Bracteas 

non vidi, sed nequaquam cum P. myrtillaefolia conjun- 

genda videtur. Calyces adpressc sericei, nee ut in P. 

biflora pube rigida ferruginea strigosi. Folia in speci- 
mine Meyeriano potius obovata quam ovata , in eo 
Unionis itinerariae ovata, acutiuscula (v.s.). 

20. P. bi/lora Willd.? _ E. Mey. I. c. _ Herb. Un. 
Itin. n. 639. _ P. subbiflora DC. I. c. _ P. liparioides 
Eckl. el Zeyh. I. c. non DC. _ Bracteas non vidi. 

21. P. sericea Br. _ DC. I. c. _ E. Mey. I. c. _ 
Eckl. et Zeyh. I. c. Bracteae lineares (v.s.). 

§ 3. Bracteae membranaceae calyptraeformes. Fo- 
lia reticulata, utrinque tenuissime sericea. 

22. P. calyptrata Willd. _ E. Mey. I. c. _ P. sty- 

racifolia Sims DC, l. c. Eckl. et Zeyh. I. c. _ 

P. myrtillifolia Eckl. et Zeyh. I. c. an Willd. ? non 
aliorum (v.s,). 



bentham, de leguminosarcm generibus. 6!> 

Dalhousiea Wall. 

Calyx brevis, dilatato - campanulatus, ore subintcgro, basi circumscissus. Corollac vexillum latissime 
obcordatum, ungue brevi, alis parum lonyius. Alae subfatcalo oblongae. Caritas incurva, obtusiuscula,atis 
vir brevior. Stamina libera, filamentis glabris. Ovarium subsessile,pluriovulatum. Stylus incurvus, glaber, 
basi parum dilatatus. Stigma minulum. Legumen piano - compressum, oligospermum. Embryo pleurorhi- 

%eus. Frutex. Folia petiolata, unifoliolata, ad apicem petioli ampla, subcoriaeea, glabra. Inflorescentia 

axillaris, subraccmosa. Bracleae et bracteolae magnae, foliaceae, calycera includentes. 

Hunc cliaracterem e specirne Wallichiano Dalhousieae bracteatae (quae Podalyria bracteata Rxb. Fl. 

Ind. 2. __ PL Corom v. 3 t.) fructibus nondum maturis donato, sumpsi. Species altera in Congo 

crescit, teste R.Br. App.to Tuck. Congo p.'l. qni ibidem de hoc genere monet, sed charactere nullo distin 
xit. Species duo Senegalenses Dalhousieae valde affines jam descriptae sunt; altera Delaria pyrifolia Desv. 
Ann. Sc. Nat. 9. p. 406. t. 53. a Dalhousiea bracteata differre videtur praecipue calyce fisso, nee circum 
scisso, et bracteis nen foliaeeis ; altera Podalyria haemotoxylon Schum. in.K. Dansk. Vcttensk. Selsk. Ab 
handl. k. p. 222, cui etiam calyx ore integerrimus nee denticulatus. Ego speeimina non vidi. An utraque 
species ad Dalhousieam referenda, et nomen Delariae ad D. ovalifoliam, mihi pariter incognitam restrin- 
gendum, an omnes Dalhousieae cum Delaria jungendae 'l 

Brachysema H. Br. 

Brachysema DC. Prod. 2. p. 105. 
Hoc genus in herbario Vindobonensi deest, et speeimen unicum Hiigcliamun B. latifolii valde 
maneumest. Ex charactere dato a Podalyrieis discrepat, et Phaseoleis approximatur, non tantum liabilu Ken 
nedyae simili, sed etiam vaginula e disco nata. 

Callistachya Vbnt. 

Callistachya DC. Prod. 2. p. 104. 
Calyx ad medium bilabiatus, labio superiore bifida, inferiore tripartito. Corollae vexillum alis Ion- 
gius rotundatum, breviter unguiculalum ; alae oblongae , carina ovalo - oblonga subreeta, obtusa, alas 
aequans. Stamina libera, filamentis glabris. Ovarium subsessile, dense plurioculatum. Stylus filiformis, 
incurvus. Stigma terminale, tenue vel capitatnrn. Legumen ovatum, sessile, coriaceum, subturgidum, ju- 
nius spurie transversim multiloculare , maturum septis exsiccatis intus transverse lineatum. Semina 

(anconstanterlj strophiolata Fructices suffruticesv e Australasici. Folia verticillata aut sparsa, simpli 

cia, integra, subtus sericea. Slipulae minutae vel nullae. Inflorescentia racemosa, terminalis. Bracteae 

parvae. Pedicelli bibracteolati. Flores lutei. Ovarium villosissimum. 

In charactere Candolliano et Ventenatiano stamina dieuntur disco inserta, sed idem observatur in 
omnibus fere Leguminosis. Discus enim starainifer et petalifer in omnibus floribus perigynis plus minusve 
cum basi calycis connatus est, nee in Callistachya evidentior est, quam in generibus pluribus etiam finitimis, 
in Chorozemate exempli gratia (uti in Styphnolobio, Boicdichia etc.) fere ad medium calycis attingit. 

Hunters River, in collibus. A.Cunningham — Habituqui 
dem ad Ozylobiummagls quam aACullistachyam appro- 
ximatur, ab utroque parum diversa. Discus staminifer ma- 
jor quam in Oxylobiis, et apud Candollium semina stro- 
phiolata dieuntur. 

C. euneata Sm. DC. /. c. est verosimililer Iso- 

tropidis species. 

C. linariaefolia G. Don Gard. Dict. 2. 117. mihi om 
nino incoginta est. 



1. C. lanceolata Vent. DC. /. c. (v. s.). 

2. C. ovata Sims.DC. I. c. (v. s.). 

3. C. linearis Benlh. PI. JJüg. p. 24. (v s.) . 

4. C. parviflora Benth. /. c. (v. s.). 

5. C. sparsa (A. Cunn. MSS.) , foliis brevibus li- 
ncari-vel ovato-l&nceolatis, obtusis, margine revolutis, 
racemis laxiusculis, terminalibus, paueiflons _ Oxylo- 
bium? Pultenaeae DC Prod. 2. p. 104. _ Pultenaea 
sylvatica Sieb. PI. Exs. Nov. Holt. n. 403. _ Hab. ad 



OXYLOBIUM ANDR. 

Oxylobium DC. Prod. 2. p. 104. 
Calyx semi 5-fidus, bilabiatus , labio superiore bifido , inferiore tripartito. Corollae vexillum alis 
longius, rotundalum, breviter unguiculalum; alae oblongae ; carina ovato - oblonga, subreeta. obtusa, alas 



70 BEKTIIA.M, DE Ll.Ol M1N0SARUM GENEIUBUS. 

illfllM. Si.unina libcru /ihu/trrttis glubris. Ovarium subst'.ix/lc. tlrnsv pluriovulatum. Stylus filiform is 
incurvus. Stigma termin ile, tenue rct capitatum. Legumen ooatum, acutum, sessile. coriaceum vel vix mem- 

brunumau. tun/idum, unitoculare, culrulis intus laevibus. Semina estrophiolata. Fruticu/i vel suf- 

t'rutices Australailci. Folia rerticillata aut sparsa, simplicia, Integra, subtiis Berlcea. Stipulae minutae 
rel iiiill.it". Infloreteentia racemosa, termlnalia yel axillaris. Braeteae parvae. Flores luti-i vel crocei. 
Disetu Btamlnifer plerumque brevissimus. Ovarium villosissimum. 

Genus characteribus et habltu Callistachyae valde affine, et nonnisi legumlnibus absque septis, disco 
narvo et seminibuj estrophiolatis distinguendum. At in plerisque Leguminosls scpta transversal!« dum cx- 
si.nit \ ali'c rugacia et Incerta sunt, nee in Loteis characteres solidos praebent. Gharaeter e dlsco sum- 
t iis vix majoris ponderis est, cum a sola majori minorive ejnsdem organi erolutlone pendeat. Stropliiolarum 
dufectlim in solo 0. cordifolio observavi, in caeteris speciebus semina matura non vidi. 

Species Oxylobii sunt: 



§. t. Injlorescentia plerumque terminalis. 

1. Ü. cordifolium Andr. DC. /. c. (v. s.). 

8 O. ellipticum Br. _ DC. I. c. (v.s.). 

3. O. obtusijblium S\v. Fl. Austrat, t. 5. O. an- 

giistifolium A. Cunn.MSS. In Nova Cambria australi 

interiore. A. Cunningham. Propc Vinegard Hügel (v.s.). 

4-. O. arbovescens Br. DC. I. c. (v. s.). 

5. O. retusum Br. in Bot. Reg. f. 913. _ Podolo- 
biuin coriaceum DC. Prod. 2. p. 103 (v. s.). 

($. 2. In/loi escentia plerumque axillaris. 

6. O. capitatum Benth. PL Hüg. p.28 (v.s.). 

? ? O. sericeum. Chorozeina sericeum Sm. 

1'udoJobium sericeum DC. Prod. 2. p. 103. 



8. O. scandens, Chorozema scandens Sm. P<>- 

dolobium scandens DC. I. c. Mirbelia Baxteri Bot. 

Reg. f. 1484. Chorozema scandens Grah. G. Don 

Gai (I. Diel. 2 p.116 Chorozema BaxteriG.Donl.c.Tro 

hu j us mera varietc, praeeunte Candollco habeo Davicsiam 
hmnifusam Sieb, quac Podolobium scandens ß DC. I.e. 
scu, Podolobiumhumifusum G. DonGard. Dict. 2.p. 116. 

O ? Pultenaeae DC. I. c. supra ad Callistachyam 

relatum est. O ? spinosum DC. I. c. mihi ignotum 

sed a gencre verosimiliter removendum. Annon for- 
san idem ac O. dilatatum A. Cunn. quod ovario bio- 
vulato gaudet, et infra sub nomine Spadostylis Cunning- 
hamii describitur. 



Podolobium R. Br. 

Podolobii Sect. 1. DC. Prod. 2. p. 103. 

Calyx campanulatus, ad medium bilabiatus, labio superiore bifido, inferiore tripartito. Corollae ve- 
xillum alis rix longius, rolundatum, brevissime unguiculatum; alae oblongae; carina obovato- oblonga, 
aubreeta, obtusa, alas subaequans. Stamina libera, filamentis glabris. Ovarium stipitatum, simplici serie 
pluriovulatum. Stylus filiformis, incurvus. Stigma terminale, tenue vel capitatum. Legumen oblongo- li- 
neare, stipitatum, subteres. Semina estrophiolata. Frulices Australasici. Folia pleraque opposita, sim- 
plicia, coriacea , lobata, spinosa. Stipulae minutae, setaceae, patentes. Inflorescentia axillaris, racemosa. 

Braeteae minutae, deeiduae. Bracteolae nullae. Flores lutei. Ovarium 4 6-ovulatum, nee constanter 

4 - ovulatum. 

Genus charactere supra dato ad sectionem primamCandollii reducitur, cujus duae solum species notae 

sunt: P. trilobatum R. Br. et P. stauroplijllum. P. scandens DC. ovario sessili et ovulis numerosis den- 

sts gaudet, et cum P. sericeo DC. supra ad Oxylobium relatum est. _ P. coriaceum JOC.jam a Brownio ad idem 
geuus relatum fuit, — P. ? aciculare DC. I.e. mihi omnino ignotum est. Annon forsan Chorozematis species, 
aßinis C. Henchmanni et Baueri'l 

Isotrop is. 

Isotropis Benth PI. /füg. p. 28. 
Calyx profunde 4-fidus, lacinia suprema latiore breviler bidentata. Corollae vexillum late orbicu- 
lalum, emarginato- bifidum, alis purum longius. Alae obovatae, subfalcatae Carina ineurva, eompressa, 
alas subaequans. Ovarium sessile, dense pluriovulatum. Stamina a basi libera. Stylus filiformis, incur- 
vus. Stigma minutum subcapitatum. Legumen oblongum, submembranaceum, inflatum. Semina estro- 
phiolata — Herbae hum'ilcs, basiprocumbentes. Folia alternasimplicia, stipulata velnuda. Pedunculi dovgdXi, 
uniflori , nunc solitarii axillares, nunc in racemum laxum terminalem paueifiorum dispositi. Bracteolae 2 
angustae, ad basin calycis, saepe deeiduae. 









BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBÜS ?| 

Genus hinc Chorozemati, illinc Oxylobio affine, a priore differt praeeipue carina et stylo, ab Oxylobio 
habitu, calyce et legumine. 



* Foliis sessilibus stipulatis. 

1. I. biloba (Benth l. c.) caulc erectiusculo, hirsuto, 
foliis euncatis apice bilobis vel supremis linoaribus in- 
tegris, stipulis inferioribus lanceolatis, superioribus par- 
vis. Bing Georges Sound, Hügel (v. s.). 

2. I. striata {Benth. I. c.) piloso -pubescens, pro- 
cumbens, foliis sessilibus, inferioribus obovatis, supe- 
rioribus oblongo-cuneatis linearibus apice integerrimis;, 

stipulis inferioribus ovatis, superioribus lanceolatis. 

Swan Riv er, Hügel (v. s.). 

** Foliis petiolatis, stipulis subnullis. 

3. X.filicaulis, adpresse pubescens, procumbens, fo- 
liis petiolatis linearibus, exstipulatis, racemis paueiflo- 

ris terminalibus, vel deinum oppositifoliis. Australia 

Ferd, Bauer. 



Rami laxi, paueifoliati. Folia 8 10 lin. longa, ad api 

cem pclioli2 4-lincaris articulata. Calyces 3 lineas longi. 

Flores minores quam in praecedentibus, majores quam 
in sequenti (v. s.). 

4. I. parvißora, ramosissima, procumbens, adpresse 
pubescens, foliis petiolatis linearibus exstipulatis, pe- 

dicellis axillaribus folio brevioribus Australia. Ferd 

Bauer. 

Folia praecedentis. Pedicelli omnes axillares, calyce 
paullo longiores. Calyx fere ad basin partitus, vix 2 lin. 
longus. Legumen circitcr 10 11 lin. longum, pubes- 
cens, apice acutum (v. s.). 

t'allistacliya euneifolia Sin. DC. Prod. 2. p. 101 

videturhujus generis species, I. bilohae affinis 



Chor o zema Labill. 

Chorozema DC. Prod. 2. p. 100. 

Calyx ad medium vel brevius bilabiatus, labio superiore lato, breviler bifldo, inferiore triparli/o. 
Corollae vexillum alis vix longius, rotundatum, emarginatum vel bifidum. Alae ohlongae, basi anguslatae, 
carina alis brevior, ventricosa, obtusa. Stamina libera, filamentis glabris. Ovarium sessife vel breviler sti- 
pitalum, dense pluriovulatum. Stylus brevis, uneinato-recurvus, glaber. Stigma obliquum vel subrectum 
lenue vel capilatum. Legumen ovatum vel glabrum, sessile vel subsessile, turgidum, intus nudum. Semi- 
na .... Herbae suffrutices fruticesve Australasici, procumbentes vel adscendentes. Folia alterna ereeta 
simplicia, integra vel spinoso -dentata, coriacea, saepius glabra. Stipulae parvae, subulatae. Inflorescenlia 
racemosa, racemis laxis subterminalibus nudis, vel axillaris, floribus in racemum terminalem foliosum appro- 
ximatis. Pedicelli breves, bibracteolati. Flores rubri vel aurantiaei. Calyx basi saepius attenuatus, disco 
staminifero quartam vel tertiam partem calycis aequante, rarius basi rotundatus, disco brevissimo. 

Genus a Podolobio affinibusque tarn habitu, quam carina parva distinetum. Plalysemati accedit habitu 
et calyce, sed ovario pluriovulato facile distinguitur. 

Species in sectiones duas sequentes, habitu dissimiles, facile separantur. 



Sect.I. Euchorozema. Herbae suffruticesve pro- 
cumbentes, adscendentes vel subscandentes. Folia ovata, 
lanceolata vel lato-linearia. Racemi laxi, terminales, nudi. 

§. 1. Foliis sinuato - dentatis, spinosis. Species 

inter se simillimae, e characteribus obscuris sejunetae 
videntur. 

1. C. ilicifolium Labill. _ DC,/.c, (v. s.). 

2. C. nanum Sin DC. I. c. (v. 3.). 

3. C. trianguläre Lindl. Bot. Reg. 18. n. 1513. (v. s.)- 

(J. 2. Foliis integerrimis. 

i. C. rhombeum R. Br. _ DC. I.e. _ Sw. Fl. au- 
strat, t. 40 (v.s.). 

5. C. ovatum Lindl. Bot. Reg. 18. t. 1528. _ Mihi 
ignotum, sed vix a praecedente diversum videtur. 

6. C. angustifol um Benth. PI. Hiig.p. 28 Dillvvynia 

glycinifolia Sm — DC.l. c — Lindl. Bot. Reg. £ 1514. (v.s). 

7. C. parvifiorum, foliis oblongo -linearibus inte- 
gerrimis margine revolutis, subtus adpresse pubescen- 
tibus , racemis terminalibus plurifloris laxis , calycibus 



campamilatis, vix basi atlenuatis, dentibus tubo multo 
brevioribus. Australia Ferd. Bauer. 

Habitus C. angustifolii. Folia basi saepius angu- 
stata , apice "obtusa cum mucrone , subtus pilis parcis 

adpressis pubescentia. Racemi 5 12-flori. Calyces vix 

1V 2 lin. longi, adpresse pilosi, minuti, bibracteolati. Co- 
rollae vix calyce duplo longiores. Ovarium villosum. 
Legumen subglobosum, inflatum , glabriusculum, 3 _ 4 
lin. longum (v. s.). 

Sect. II Aciphyllum. Fruticuli saepe erecti. Folia 
linearia pungentia , sparsa vel ternatim approximata , 
integerrima. Pedunculi breves, axillares, solitarii vel 
gemini in racemum terminalem foliatum approximati. 

8. C. HenchmanniBv. in Bot Reg t. 986. 

9 C. Bauer i, ramis puberulis , foliis divaricatis, 
linearibus, margine revolutis, pungentibus, glabris, supra 
laevibus , floribus subsessilibus folio subbrevioribus- 
Australia F. Bauer. 

Suffrutex videtur. Flores pauci in speeiminibus 
suppetentibus, vix racemosi. Calyx dentibus tubo brevio- 
ribus, basi rotundatus. Folia semipollicaria. Ovarium 



7» 



lil VIII AM, DE LEGUM1N0SARUM GENERIBUS. 



vittMUflft, oblonge», lubsetlUa, uti stjlus tt Stigmm ( horozema plalytobioides Sieb. DC. Prod. 2. p.iOS 

oranino Choroumatia (v.s.). i est Mirbelia grandiüora Cunn. _ C. Baxteri Grab. 



Podolobium aeiculart DC Prod, 2. />. 103, est ve- 
rosiroiliter tpecies altera hujus lectionis. 



G.Dun. Gaul. Dict. 2. p. 116. est Oxylobium scandens. 



GOMPHOLOBIUM Sm. 

Coinpüolobiuiii DC. Prod 2. p. 105. 

CKx profunde, 5-fidus, subaequahs. Corollae vexfllum ampliim,ej-planatum,alis partim lonyius. Alae 
oblonge, carina oftoMfe oUon 9 a t aia9subaequan8,reetapelparumineuna, apice obtusa. Stamina Mera, 
(Uamtnti» jlabris. Ovariam treviter ttipitatum,pluriovulatum. Stylua filiform*, inrurrua. Stigma tentte, 

»ubcapitalum. L.-umcn influ/um^subsphaericum. Semina — Frutices suffruficesve Australasici. Fo- 

//« alterna plurifollolata, foliolis nunc 3 _5 -palmatim dispositis, nunc plurimis impari -pinnatim dispo- 
BitiB, foliolo ultimo inter paria siiprcma sessili. SW/wtae parvae, st.bulatae vel Bullae, lnflorescentia axil- 
laris vel snbterminalis. Pedunculi nniflori, bracteolati , solitarii vel ad apic.s ramorum racemoso - corym- 
bosi. Catyc* aestivatione valvati Iaciniae et interdum carina lana subtili margine barbatae. CoroWae Iu- 
teae, rarius rubrae ?el aurantiaceae. Lcyumen glabrum. 

Speciea cognitae sunt: 

$. 1. Folia palmatira trifoliolata. Stipulae subnul- 
lac. Carina barbata. 

1. G. Hiigelü (Benth. PI. Tliig. p. 29) caulc erecto ? 
ramis \ ix angulatis, foliolis 3, angustc lincaribus, obtu- 
sis vel mucronc recurvo apiculatis , margine revolutis, 

peduneulis folio duplo longioribus, carina barbata. 

Nova Cambria australis. Hügel. 

Foliola vi* scmipollicaria, minimc euneata. Pctio- 
Ins subnullus. Flores majores quam in G. latifolio, mi- 
nores quam in G. barbigero (v. s.). 

2. G. laüfolium Sm. _ DG. Prod. I. c. (v.s.). 

3. G. bnrbigerum DC. /. c. (v. s.). 
§. 2. Folia palmatim 3 foliolata. Stipulae subnullac. 

Pedicelli saepius breves, vix bracteati. 

4. G. grandijlorum Sm. DC. /. c. (v. s.) . 

5. G. glaucescens Cunn. in Field. N.S.W. p.Z'iG. 

G. grandiflorum ß setifolium DC. Prod. 2. p. 105. 

G. setifolium Sieb. PI. Nov. Holl. exs. n. 363. _ Flores 
minores et folia multo tenuiora , quam in G. grandi- 
floro (v. s.). 

6. G. aspalatboides (Cunn. MSS.) caule erecto, fo- 
liolis 3 anguste linearibus, obtusiusculis, margine revo- 
tulis , ramis angulatis, peduneulis, folio brevioribus ad 
apicem caulis subracemosis , vexillo calyce subduplo, 

carina imberbi vixlongiore InNova Cambria australi 

interiore. A. Cunningham (v. s.) . 

7. G. virgatum Sieb DC. I. c. (v.s.). 

8. G. uncinatum (Cunn. MSS.) caule suffrutieoso 
procumbente , ramulis tenuiter pubescentibus, demum 
glabris , foliolis 3 linearibus, margine revolutis, apice 
uneinato-renurvis , peduneulis folium acquantibus. 

9. G. letrathecaides Sieb. DC. I. c. (v.s.). 

J.3. Folia palmatim 3_5-foliolata. Stipulae setaceae. 



Pedicelli saepius clongati, bis bibracteolati. Carina 
imberbis. 

10. G. marginatum Br. DC. I'rod. /. c. (v- s. ). 

11. G. venulosum Lindl. Bot. Reg. t. 1574. 

12. G. pcdunculaie DC. Prod. /. c. (v.s.). 

13. G. tenue Lindl. Bot. Reg. t. 1614. 

14. G. polymorphum Br. Bot. Mag. t. 1533. _ 

DC. I. c. G. sparsum A. Cunn. MSS. (v. s.) 

§ 4 Folia pinnata. 

15. G. glabratum DC. I. c. 

16. G. Kiüghüanum Lindl. Bot. Reg. t. 1468. L_ 
G. bcteropliyllum Cunn. G. Don Gard Dict. 2. p.148 (v.s.). 

17. G. subulatum, folüs impari- pinnatis, foliolis 
distantibus, plurijugis, subulatis, margine revolutis, lae- 
vibus ramisque glabris, racemo terminali, laxo, paueifloro. 

Australia. F. Bauer. Ad Regcnts River in ora boreali- 

occidentali A. Cunningham. (v.s.) 

18. G. pinnutum Sm. _ DC. I. c. (v.s.) 

19. G. venustum Br. _ DC. I. c. (v. s.). 

20. G. capilatum Lindl. Bot. Reg. t. 1563. (v. s.) 

21. G. tomentosum Labill. PL Nov. Holl. 1. p. 106. 
t. 134. _ DC. I. c. _ G. lanatum Cunn. inG. Gard. 
Dict. 2. p 110 (v. s.). 

22. G. aristatum (Benth. PL Hiig. p. 29) folüs pe - 

tiolo brevissimo 3 7-foliolatis , foliolis lineari-subu- 

latis rigidis, mucronatis, margine revolutis, floribus in 
axillis superioribus subsessilibus, calyeibus longo arista- 
tis corolla parum brevioribus legumen siibaequantibus, 
carina ciliata. Swan River Hügel. 

Foliola petiolo brevissimo fere palmata Affine 

G. tomentoso, sed in hoc pctiolus clongatus, et calvees 
mutici. V'ariat caule hispido vel glabro (v. s). 



BENTHAM, DE LEGÜMINOSARUM GENERIBUS. 



SüBTRIBUS PüLTBNABAE. 

Ovarium biovulatum. Leguminis suturae non inflexae, — Folia saepissime simplicia. 
Genera omnia Australasica. 
Genera mihi cognita sunt : 

Burtonia. Calyx snb- 5-partitus. Stylus basi di- 
latatus. Folia vel foliolci subulata. 

Jacks onia. Calyx sub- 5-partitus. Leguminis val- 
vulae intus pubescentes. Folia saepius subnulla. 

D aviesia. Calyx angulatus, 5-dcntatus. Legumen 
stipitatum , planum, subtriangularc. Folia nulla vcl ri- 
gida, coriacea. 

Viminar ia. Calyx angulatus, 5-dentatus. Legu- 
men ovoideum scssilc, indehiscens. A'rtwiadulti aphylli. 

Sphaer ol ob ium. Calyx bilabiatus. Legumen 
stipitatum , sphaericum. Stylus saepius membrana auc- 
tus. Stigma imberbc. Rami floriferi aphylli. 

Roea. Calyx bilabiatus. Legumen stipitatum, 
sphaericum. Stigma barbatum. Folia linearia , alterna 

Phyllota. Calyx 5-fidus, subaequalis. Vexillum 
ovatum. Stylus basi dilatatus. Legumen sessile. Folia 
lineari - subulata , exstipulata. 

Jotus. Calyx bilabiatus. Ovarium subsessile. Sty- 
lus filiformis. Semina estropbiolata (in omnibus sequen- 
tibus strophiolata). Folia sparsa vel ternatim verticillata, 
exstipulata. 

Burtonia R. Br. 

Burtonia DC. Prod. 2. p. 106. 

Calyx profunde 5 fidus vel 5 partitus , subaequalis, Corollae vexillum brevüer unguiculatum, orbi- 
culare, alis longius. Alae obovato-oblongae. Carina alas subaequans , ineurva, acutiuscula vel subro- 
strata. Staraina libera , filamentis glabris. Ovarium subsessile , biovulatum. Stylus basi saepius dilata- 
tus', apice subulatus , glaber vel hinc barbatus. Stigma tenue, imberbe. Legumen ovatum vel subrotun- 
dum, modice ventricosum. Semina estrophiolata. Fruticuli vel suffrutices Australasici. Folia simpli- 
cia vel foliola 3, subulata , integerrima, sparsa. Stipulae nullae. Flores versus apices ramorum glomerati 
vel ad apices corymbosi. Pedicelli breves , bibracteolati. 

Genus Gompholobio calyce et habitu affine, sed ovario distinetissimum. Species sectionis secimdaeD?'# 
wyniae et Phyllotae affines sunt. 

Species sunt: 

§. 1. Foliis trifoliolatis, pedicellis axillaribus, ad 
apices ramorum glomeratis. 

1. B. scabva Br. __ DC. I. c. (v. s.). 

2. B. minor DC. /. c. (v.s.). 

3. B. sessili folia DC. /. c. (v.s.). 
§. 2. Foliis simplieibus, corymbis terminalibus. 

4. B. conferta DC. I. c. _ Lindl. Bot. Reg. t Gom- 
pholobium ericaefolium. Cunn. MSS. 



D illw ynia. Calyx bilabiatus. Vexillum duplo 
latius, quam longum. Stylus filiformis. Folia subulata, 
exstipulata. 

E ut ax i a. Calyx bilabiatus. Vexillum orbiculn- 
tum. Stylus filiformis. Folia opposita , subconeava, ex- 
stipulata. 

Gastr olobium. Calyx bilabiatus, subaequalis. 

Ovarium stipitatum. Stylus filiformis. Folia ternatim 

quaternatim verticillata, stipulata. 

Euc hi l us. Calyx profunde et valde inaequaliter 
bilabiatus. Ovarium villosum. Stylus filiformis. Folia 
opposita vel alterna , stipulata. 

Spadostyles. Calyx Euchili. Ovarium sessile, 
glabrum. Stylus basi dilatatus. Folia alterna vel verti- 
cillata , stipulata. 

Pultenaea. Calyx 5-fidus , subbilabiatus. Ova- 
rium sessile, villosum. Stylus filiformis Folia alterna 
saepius stipulata. 

Sc ler othamnus. Genus a me non visi:m, 



5. B. diosmaefo ia (Bentb. PI. Hiig. p. 30) foliis 
simplieibus, sparsis, confertis , oblongo-linearibus lan- 
ceolatisve , obtusis, crassis, carinatis, ramisque glabris, 
floribus capitato-corymbosis , calyeibus leguimnibusque 
pilosissimis. King Georges Sound. Hügel. 

Hacc species calyce minus profunde fisso, et stylo a 
basi subulato a genere parum recedit. 



JacksoniaR. Br. 

Jacksonia DC. Prod 2. p. 107. 
Calyx ultra medium 5-fidus vel 5-partitus, subaequalis. Corollae vexillum Zofe rotundatum, emargina- 
tum,alis vix longius. Alae obovalo oblongae. Carina obovato-oblonga, subincurca,obtusa,alas subaequans. 
II. 10 



;> 



1,1 \III\M, DE LEGUMIN0SAR1 M GENERIB1 S. 



StABaina libera, ftlamenli.i i/lubris. Ovariiuii snf/srssi/e nt alipitatum, biortilutum. Stylus adscendens, fili- 
forme. Stigma traue pef eapitatum. Legumen ovatutn veloblongum, rcl(in Si-ctione 'Z.J eompres$um s plus 

mittusrr rcrifrifomuii, ni/rtt/is intuf pubescentibus. Se.iiimiiii tlrophiola nulla. Frutices vel arbusculac 

Australaalcae. Rami rigldi, Donnunquam rimlnei; ramull Dane compreaai, phyllodinel vel alati, nunc angulati 
?el teretea, aplce aaepe aplneacentea. Polte (excepta .1. rqglculata) ad aquamaa brevissimas , rigidaa, acu- 
ta« redaeta, vel oaantno null.». Stipnlae nullae. Inflorescentia lateralis vel torminalis , podicellis brevi- 
hus solitarüs, geminia vel racemosla, aaepiua ninnt« bibracteolatta« 

Genua babitn Davistim* , Sphrnsreiobis , rel liossieis nommllis affine, calyco intcr Burtonlam et Pul- 
lenaeaaa mediana, legnmine ab omnlbua diattnetam. 



Sect. I. Buj aeksonia. Raml crecti. Filamtnta 
mala. Legumen j)lus nünusvc ventricosuin. 

§. 1. liiiniuli plano-compressi, dilatati vel alati. 

1. J. dilatata, ramis rigidis angulato-tcrctibus to 
mentosis, raumlis planis foliaccis oblongis, utrinque 
angustatis vclulinis, spicis nd apiecs ramulorum den- 
sis , bracteis imbricatis, Icguminibus ovatis sessilil>us 
subventricosis. Atistralia. Ferd. Bauer. 

Frutex humilis videtur. Folia squamneformia, rigi- 
da, crassa, demum feie lincam longa. Ramuli l_2y 2 poll. 

longi, ad medium t 6-lin. lati, nervis altcrnis, arcua- 

tim divergentibus, ad margincin folio ininuto, squamae- 
formi terminatis. Spicae pollicarcs, dense rufo-villo- 
sissimac. Bracteae lanceolatae, scariosac, acutae, flo- 
res aequantes. i-70/e.ssubsessiIcs. Calycessa basin 5-par- 
tili. Fexillum latissimum. Stylus brevis , stigmate ca- 
pitato. Legumen calyce subbrevius, extus villosissimum, 
intus pubescens. Semina estrophiolata. (v. s.) . 

2. J. aluta (Benlh. PL Hüg.p.SO) ramis ramulisque 
subangulatis bialatis inermibus , apice serieeis , flo- 
ribus subsessilibus racemulosis , calyeibus serieeis 
corolla longioribus, leguminibus sessilibus. King Ge- 
orges Sound. Hie gel. 

Specimeii parvum, sed species certe distinetissima. 

(V. 6.). 

§. 2. Ramulis teretibus angulatisve , spinescenlibus. 

3. J. Sternbergiana (Hügel B. A. t. 5) ramis laxe 
divaricatis alternatini ramulosis , ramulis angulato-te 
retibus , apice spinescentibns , glabriusculis, florihus 
lateraübus laxe racemosis, leguminibus longiuscule 
stipitalis ovatis ventricosis. Swan River. Hügel. 

Habitu multo laxior quam J. spinosa. Rainuli Ul- 
timi cireiler pollicarcs, remoti. Rami floriferi raro 
spinosi. C ilyces saepius glabri. Flores majores quam in 
J. spinosa. Legumina juniora stipite vix longiora (v. v.) . 

i. J. sericea (Benth. PI. Hüg.p.31) ramulis brevis- 
fimis spincscentibus ramisque angulatis pubescentib'is, 
floribus solitarüs geminis vel subracemosis, calyeibus 
serieeis, bracteolis infra apicem pedicclli , legumini- 
bus brevissime stipitatis ventricosis. Ki n £ Georges 

Sound. Hügel. 

J. spinosae affinis, sed. ramuli (spinosi) pauci, bre- 
ves , subsimplices, secus ramos alterni, nee bi-tri-cho- 
tomi. Flores majores quam in J. spinosa » minores 
quam in J. horrida (v. s.). 



5. J. spinosa (Br. DC. I. c.) ramulis di tricliotomis , 
pubescentibus angulatis spinescenlibus, floribus in- 
fra apicem ramulorum solitarüs geminis ve, bracteo- 
lis ad medium pedicclli adpressis , minulis , legumini- 
bus sessilibus ovali - oblongis ventricosis (v. >>.). 

6. J. horrida (DC. /. c.) ramulis di-triebotomis 
glabriusculis subserieeisve angulatis spincscentibus , 
floribus infra apicem ramulorum solitarüs, geminis ra- 
cemulosisve, bracteolis in medio pedicclli minutis, le- 
guminibus sessilibus ovato-oblongis ventricosis (v. s.). 

J. 3. Ramulis angulatis, inermibus, aphyllis. 

7. J. scopuria (Br. DC.) inermis, ramis angulatis 
subcanescenlibus , calyeibus sub 5-partitis, legumini- 
bus stipitatis oblongis ventricosis (v. s.). 

8. J. thesioides (Cunn. MSS) inermis, ramis angu- 
latis glaberrimis, floribus subsessilibus, calycis lacinüs 
tubo vix longioribus , leguminibus subsessilibus ovato- 
oblongis ventricosis. Endeavour River, ad oram bo- 

reali - occidentalem. A. Cunningham. 

Ramuli acute augulati, plcrumquc triquetri. Calyx 
vix gencris, sed babitus J. scoporiae, et valvulae lcgu- 
minis intus pubescentes. Semina estrophiolata (v.s.). 

§. 'I. Ramulis teretibus, inermibus, aphyllis. 

9. J. capitata, ramis ramulisque inermibus tereti- 
bus striatis subglabris, floribus ad apices ramorum ca- 
pitato - corymbosis , calyeibus pubescentibus corollam 

aequantibus sub- 5-partitis. Australia orientalis, inter 

tropicos. Ferd. Bauer. 

Fruticulus huinilis, erectus, ramosissimus. Ramuli 

steriles breves, saepe recurvi. Corymbi ereeti, 3 6-flori. 

Pedicclli breves, basi bibracteolati vel nudi. 

10. J. furcellata DC. /. c. (v. s.). 
§. 5. R imi foliosi. 

11. J. reticulata DC. /. c. Species mibi ignota, an 
hujus generis ? 

Sect. II. Rami penduli Filamenta usque ad me- 
dium bialata. Legumen piano -compressum. 

12. J. macrocarpa, inermis, ramis pendulis angu- 
latis subcanescentibus , calycis tubo lacinüs dimidio 
breviore, leguminibus longc stipitatis oblongis plano- 

compressis. Australia F. Bauer. Ex speeiminibus sie- 

cis /. scoporiae sat similis est, sed minus ramosa, et ex- 
icone Baueriana rami penduli, et filamenta omnia ala 
angusta ad medium attingente et ibi acuta , utrinque 
aueta. Corollas non vidi. Legumina fere 6-lin. longa, sti- 
pes 3_4-liu. Valvulae intus pubescenles (y. s.). 



BENTHAM, DE LEGUMINOSABUM GENEB1BUS. 



J. viminalis A. Cunn. MSS. verosimiliter genus 
novum constituit. Hai itus Jacksoniarum, ramis terctibus 
sphyllis. Flores desunt in specimiue. Legumen stipita- 



tum, ovatum, ventricosum Funiculi seminum mentbrana 
connexi. Replum ut in Carmichaelia persistcns. Semina 
in speciminc imperfecta (v.s.). 



Davie sia Sm. 

DaviesiaDCP/W. 2.p. 113. et seq. 
Calyx campanulatus, angulatus, subaequaliter E>-dentatus vel subbilabiatus. Corollae vexillum Inngc 
unguiculatum, orbiculatum, alis plerumque longius et üb iis basi distans. Alae obovalo - oblengue. darin» 
alas subaequans, obovata, ineurva vel subfornicata, obtusa. Staminum filamenla dilalata, Ubera vel prae 
sertim inferiora subinde connexa. Ovariura breviter sti/)ita(um, oblongum, prope basim biovulalum. Sty- 
lus ineurvus, fi/iformis, glaber. Stigma minulum, terminale. Legumen piano -compressum, sutura altera 

rectiuscula, altera valde ineurva sub trianguläre. Semina strophiolata. Fruticuli vel suffrutices Au- 

stralasici. Rand teretes, angulati, aetate aphylli vel foliesi. Folia alterna, simplicia, coriacea,integerrirn i, 

apice saepe spineseentia. Inflorcseentia axillaris, vel in speciebus apbyllis lateralis, rarius (in D. panictilata) 
terminalis. Flores racemosi, vel rarius solitarii. Pedicelli ad axillaiu bracteae scariosae vel membranaceae 
orti, bracteolati. 



§. 1. Alatae. Ramis floriferis alatis, apbyllis. 

1. D. alata Sra. _ DC. I. c. _ Bot. Reg. f. 728. 

i?awi'anguste2 3 alali, juncei,glabri. Y'o/i'a nonnulla 

prope basin canlis jinearia, vel lineari-lanceolata , basi 
angustata, l_3-pollkaria r pbyllodinea, coriacea, uni- 
nervia , superiora omnia ad squamam minutissiinam 
redaeta. Bracteae mernbranaceae, fimbriatac, pediccllos 
aequantes. Calyx profundius dentatus quam in caeteris 
speciebus, et filamenta saepius intcr se connexa, inter- 
dum ferc monadelpha (v. s.). 

§. 2. Junceae. Ramis floriferis teretibus, apbyllis. 

2. D. juncea (Sm. DC l. c.) glabra , ramis flori- 
feris apbyllis terctibus striatis inermibus, ramulis late- 
ralibus umbellacformibus, bracteis scariosis obtusis in- 

tegerrimis, inferioribus imbricatis. Leguminis angu- 

lus apicalis suturarum acutissimus, sutura carinalis an- 
gulum feie rectum formans, latcre coneavo, inferiore 
convexo (v. s.). 

3. D. divaricata (Benth. PL Hiig. p. 31) glabra, ra- 
mis floriferis apbyllis teretibus sulcatis apice spineseen- 

tibus, racemulis lateralibus, bracteis minutis Bing 

Georges Sound. Hügel (v. s.). 

4. D. paniculata (Benth. PI. Hiig. p. 3.1) glabra, ramis 
floriferis aphyllis teretibus sulcato - striatis apice iner- 
mibus , ramulis inferioribus subspinescentibus , race- 
mulis terminalibus paniculatis, bracteis minutis. Swan 

Biver. Hügel (v. s.). 

§. 3. Teretifoliae. Ramulis floriferis foliosis, fotiis 
ramuliformibus teretibus vel verticaliter subdilatatis, 
apice spinescentibus. 

5. D. genistifolia (A. Cunn. MSS.) glabra, ramis rec- 
tiusculis, foliis teretibus striatis lineari-subulatis rigidis 

apice spinescentibus, racemulis folio 3 4-plove brevio- 

ribus, carina obtusa. Hunlers Biver. A.Cunningham. 

Ora occidentali- australis? F. Bauer. Folia pol- 

licaria, divaricata (v.s.). 

6. D. colletioides (A. Cunn. MSS ) glabra, ramis rec 



sis rigidis apice spinescentibus, racemis folio subduplo 
brevioiibus, carina subrostrata calyce vix duplo Ion. 

giore. In Nova Cambria australi inleriore. A. Cun 

ningham. Folia vix seinipolliearia, multu validiora 

quam in praecedentc (v. s.). 

7. D. physodes (A. Cunn. in G. Don Gard. Diel. 2. 
p. 125) glabra, ramis recüuscnlis, foliis lincaribus stria- 
tis apice spinescentibus teretibus vel versus apioem 
verticaliter dilatatis et utrinque binervibus , racemis 
axillaribus folio subduplo brevioribus , carina subro- 
strata calyce duplo longiore. K' n g. Georges Sound 

et Swan Biver. Hügel (v. s.). 

8. D. incrassata (Sm DC./. c.) Specics a prac- 

cedente floribus solitariis diffierre videtur. 

9. D.ßexuosa (Benth. PI. Hüg. p.32) glabra, ramis 
aneipitibus angulatisve flcxiiosis, foliis linearibus cras- 
sis rigidis sulcatis divai'icalis acutis spinescentibus, ra- 
cemis folio vix brevioribus, carina obtusa, Bing 

Georges Sound. Hu gel (v. s.). 

$. 4. Aciphjllae. Ramis floriferis foliosis. foliis plav- 
nis, apice spinescentibus. 

10. D. racemulosa DC. /. c. 

11. D. umleüulala Sm. _ DC. I. c. (v. s.). 

12. D. acicularis Sm. DC. I. e. D. pungens 

R. Cunn. 3ISS Rami villosi. Folia densa, nltrapollica- 

ria, creeta, inferiora 2 2 l / 2 ün. floralia vix lincam lata, 

margine callosa, subrevoluta, rarius denticulato-scabra, 
saepius laeviuscula. Flores densi, subsessilcs, solitarii 
vel bini (v. 8.). 

13. D. pubigera (Cunn. MSS.), ramis puberulis in- 
ermibus, foliis brevibus lanceolatis margine revolutis 
callosis lacvibus apice spinescentibus , racemulis pau- 

cifloris folio longioribus. In uliginosis Novae Cambriao 

australis interioris. A. Cunningham (v. s.). 

14-. D. ulicinia Sm. _ DC. /. c. (v. s.). 

15. D? ruseifolia (Cunn. MSS.) glabra, foliis ovatis 



tiusculis, foliis linearibus teretibus subenerviis cras- { margine callosis planis, apice ramulisque spinescentibus. 

10 * 



76 



i i \rrmi, r»r. lf(.uminos\ri>i generi 



ra Hambria australis, A. Cuimingham, Folia 

craaaa i ooriacea, circitw -i l i ;i. longa, l'iwes d<^uni 

(V. s\ 

16 D. squavrosa Sm. _ DC. /. c. (v. s.). 

IT. 1). villifeva (A. Cuna. MSS.) ramis villosis in- 
ermibua, foliia cordaüs acuminalia apice spinescenti- 
hus hirautia patentibua, pedicellia aolitariia unifloris. _ 
In collibua dttnoaia prope Moreton Bay. .1 Cunningham. 
_ Affini* I) squarrosae. Folia parum majora et \illis 
distinctiasiina. Caljces et legamina glabra (v. s). 



$. 5. O'tusijblite litmis Aorifcris Polioais, fo'iis 
planis, iuermihua. 

18. ü cordata Sm._ DC. /. c. _ D. lalifoliie nt* 
1). squarrosae afflnia (v. s.). 

19. I). lutifoliu Sm _ DC /. c. (v. s.). 

20. D. corymbosa Sm. _ DC. /. c. (v. s.). 

21. D. mimosoides Br. _ DC / c. (v. s.). 

22. D leplophylla Ounn in G. Z>o/t Card, öt'cr 2 
/;. 125. Species mihi ignota. 

23. D. virgala Cunn. in #0/. iJ/ug-. <. 3196. 



V IMINARIA Sm. 

Viminaria DC. Prod. 2. ]). 107. 

Caljs cainpanulatus. angulatus, breriler 5 dentatus. Corollao pelala unguiculala. Vexillum alis vix 
tonqius.lale oboratum. Ah\c oblongae. Vy.\r\n:\ oblonga, subreeta, alas subaet/uans. Stamina libera, filamen- 
tis glabris. (harium subscssile. bioriilatum. Stylus capiltaris, apice ineurvus, nudus. Stigma minutum. 

Legumen oroideum. indehiteens. Semina estrophiolala Frutex Australasicus. Rami virgati, striati, apice 

paniculati, adulti aphylli, juniores saepe folia nonnulla 1 — 3-foliolata gereutes. F/ores racemosi Bracteae 
parvac. scariosae, inferiores ovatae, superiores setareae. Bracleolae nullae. Flores lutei. 

(.'liaractercrn e\ V. denudala Sin. sumpsi. V. lateriflora Link est planta valde obscura. 

S PHAEROLOBIUM Sm. 

Sphacrolobium DC. Prod. 2. p. 107. 

Calw bilabiatus, labio superiore majore bißdo, inferiore triparlilo. Corollae vexillum late obovatum 
vel rofundalum, alis vix longius. Alae obovato - oblongae. Carina oblonga vel obovata, oblusa vel acu- 
minata, reeta, ineurva vel breriler roslrata, alas subaequans, rarius paullo longior. Stamina libera, fila- 
mentis glabris. Ovarium stipitalum, biovulatum. Stylus ineurvus, glaber, filiformis, versus apicem saepius 
membrana longitudinali hinc auclus. Stigma terminale, partum. Legumen stipitatumt subsphaericum, obli- 

quum. Semina .... Fruticuli vel suffrutices Australasici. Rami virgati, juncei, teretes vel compressi, 

adulti aphylli , juniores saepe folia nonnulla tennia brevia simplicia , alterna vel opposita exstipulata geren- 

tes. Pedunculi laterales, rarius terminales, binati, bifidi vel laxe 3 4-flori, interdum oppositi vel ternatim 

vertieiilati. Bracteae minutissimae. Bracleolae subnullae. Calyces glabri, maculis nigris oblongis saepis- 
sime notati. Corollae luteae. 

In hoc genere carina et Stylus formas valde diversas suscipiimt in speciebus interse habitu similibus. 
Sphaerolobia habitu Viminariae et Daviesiis nonnullis accedunt, calyce Euchilo et Spadostgli, a quibus 
differunt habitu et stipulis nullis. 

Species mihi cognitae sunt: 

1. S. alatum (Bcntb. PI. Hüg. p. 32) ramis angu- 
latis alatis, calycis tubo labiis vix breviore, carina ob- 

tusa alas subacquante, stylo subexserto nudo. KingGe 

orges Sound. Hügel (v. s.). 

2. S. grandijlorum (Bentb. I. c.) ramis teretibus , 
alycia lubo labiis aequilongo, carina arcuata extus ob- 

tusissima intus obtuse producta, stylo a basi arcuato 

apice subexserto recurvo hinc membranaeeo. King 

Georges Sound. Hügel (v. s.). 

3. S. Jbrnicatum (Benth. I. c.) ramis teretibus, ca- 
lycis tubo labiis subaequilongo , carina apice extus for 
nicato -producta intus obtusa, stylo supra basim genicu- 

lato apice incluso hinc membranaeeo, Fü n g Georges 

Sound. Hügel (v. s.) . 



i. S. vimineum (Sm. _ DC. Prod. 2. p. 10S) ramis 
teretibus, calycis tubo labiis paullo breviore, carina 
obtusa subarcuata alas aequante, stylo a basi genicu- 

lato apice hinc membranaeeo. Nova Cambria au- 

stralis (v. s.). 

5. S. acurninalum (Benth. /. c.) ramis teretibus, ca- 
lycis tubo labiis multo breviore , carina oblonga reeta 
vexillo longiore apice subulato -acuminata , stylo basi 

rectiusculo apice ineurvo hinc anguste membranaeeo 

King Georges Sound. Hügel (v. s.). 

S. minus Br. DC. I. c. mihi incognitum est. For. 

san ad unam praecedentium referendum foret, sed ad- 
huc propter diagnosim incompletam inter species nen 
j satis notas recensetur. 



HENTIIAM, DE LEGUMINOSARUM GENEMBl S 



77 



R E A HÜG. 

Roea Benth. in Plant. Hüg. p. 34. 

Calyx basi allenuatus, bilabiatus, labio superiore Iruncato, breviter bidentato, inferiore tripartito. 
Corollae vexillum late orbiculatum, explanalum, alis longius. Alae obovato oblongae. Carina incurva, alis 
paullo brevior. Stamina libera, filamentis glabris. Ovarium slipitatum, biovulatum. Stylus incurvus, gla 
der, filiformis. Stigma longe barbatum. Legumen longe pedicellatum, subsphaericum. Semina .... 

Genus Australasicum, habitu Chorozemali et Isotropidi quodammodo affine, sed characteribus long». 
diversum. Flores et praesertim legumen Sphaerolobio sat similes, sed discrepant vexillo amplo, carina 
minore, stylo nndo, stigmate longe barbato. Habitus etiam valde diversus. 

Phyllota DC. 

Pultenacac Sect. 2. Phyllota DC. Prod. 2. p. 133. 

Calyx campanulalus, semi 5-fidus, laciniis 2 superioribus lalioribus, brevioribus. Corollae vexillum 
ovatum, unguicufatum, carinae subaequilongum. Alae angustae, oblongae, vexillo et carina saepius parum 
breviorcs. Carina obovato oblonga, subincurva, obtusa vel brevissime rostrata. Stamina basi inter se et 
cum petalis plus minusve connexa, caelerum libera. Ovarium sessile, biovulatum. Stylus basi dilatatus 

rigidus, apice subulatus,incurvus. Stigma. . . . Legumen ignotum Fruliculi suffruticesve Australasici. 

Folia lineari- subulata, simplicia, sparsa, conferta,interdum ternatim approximata, exstipulata, margine sae- 
pissime revoluta et supra tuberculato - scabra. Flores axillares subsessiles, versus apices ramorum appro- 
ximati. Bracteolae ibliaceae, in omnibus ealyce Iongiores , nee unquam bracteolas calyci aequales (ut in 
DC. Prod. sub P. aspera et phylieoide dicontur) inveni. 

Genus Burtoniae et Dillwyniae affinius quam Pultenaeae videtur. A priore ealyce, a Dillwynia ve 
xillo, a Pullenaea stylo, ab omnibus bracteolis facile distinguitur. 

Species inter se pleraeque valde affines, et diagnosis tliificilis est, De synonymis Sieberianis'non sem- 
per certus sum, nam exemplaria in herbario nonnulla mixta fucrunt. 



1. P. pilosa , ramulis hirsutis , foliis tuberculoso- 
scabris muticis, novellis calycibusque pilosis, floralibus 
flores aequantibus, floribus axillaribus, bracteolis pi- 
losis corollas subaequantibus , corollis ealyce subduplo 
longioribus , vexillo integro, stylo imberbi a basi ultra 
medium villoso — Nova Cambria australis. Hügel (v.s.). 

2. P. aspera, ramulis tenuiter pubescentibus, fo- 
liis glabris tuberculoso-scabris muticis, floralibus flores 
superantibus , floribus axillaribus , bracteis glabris co- 
rolla longioribus, calycibus vix pubescentibus, corol- 
lis ealyce dimidio longioribus, vexillo integro, stylo 
imberbi ab apice ultra medium glabrato. _ Pultcnaea 
aspera Sieb. DC. /. c. (v. s.}. 

3. P. comosa, ramulis hirsutis, foliis glabris vel sub- 
tus pubescentibus tuberculoso-scabris muticis, floralibus 
flores subsuperantibus, floribus axillaribus, bracteolis 
corollas vix aequantibus calycibusque villosis , corollis 
ealyce plus dimidio longioribus, vexillo integro, stylo im- 
berbi fere ad medium villoso. _ Pultenaea comosa 
Sieb. _ DC, l. c. (v. s.). 

4 P. Billardieri, ramulis vix puberulis, foliis gla- 
bris oblusis tuberculoso-scabris, floralibus flores sub- 
aequantibus, spica oblonga subterminali , bracteolis 



5. P. grand : ßora, ramulis villosis, foliis subtus 
pubescentibus supra tuberculoso-scabris, caulinis mu- 
ticis, floralibus mucronatis bracteolisque pilosis flore 
brevioribus, calycibus araplis villosis, laciniis supe- 
rioribus lateovatis, corollis ealyce subduplo longiori- 
bus , vexillo integro , stylo imberbi a basi ultra medi 
um villoso. Australia. F. Bauer (v. s.). 

6. P. sqtiarrosa , ramulis puberulis, foliis brevibus 
patentibus rigidis minute tuberculosis mucronatis gla- 
bris vel novellis villosis , floralibus bracteolisque flore 
brevioribus, calycibus adpresse pubescentibus, laciniis 
mucronatis alis vix brevioribus, vexillo integro, stylo 

imberbi fere ad apicem villoso. Pultenaea squarrosa 

Sieb. _ DC. I. c. (v. s.). 

7. P. phylicoides , ramulis glabriusculis , foliis ob- 
tusis tuberculoso-scabris glabris vel novellis villosis , 
floralibus bracteolisque flore brevioribus, spicis brevi 
bus terminalibus, calycibus villosulis, corollis ealyce 
duplo longioribus , vexillo integro, stylo imberbi fere 

ad medium villoso. Pultenaea phylicoides Sieb. — 

DC. I c. (v s.). 

8. P. Baueri, ramulis pubescentibus , foliis glabri 
usculis tuberculoso-scabris apice mucrone brevi recur 



glabris corolla brevioribus, calycibus glabriusculis, co- j vo apiculatis demum submuticis , floralibus flore bre- 
rollis ealyce subduplo longioribus, vexillo emarginato, j vioiibus, spicis foiiatis subterminalibus, bracteolis flore 
stylo imberbi fere ad medium villoso. _ Australia. La- brevioribus calycibusque glabriusculis, rarius vülosu. 
billardiere (v. s,). tf S) corollis ealyce duplo longioribus, vexillo ir.tegio- 






stylo iiuberbi glabro vel propc basim pilis paucis vil- 
loso. _ Auslralia. F*rd Bauer (v. s.). 

9. P. barbat* (Benth. PL Häg.p.W) ramulis »ob- 
suriccis , foliis glabris minute tulirr« ulosi» inuticis, llo- 
rulibus bn.cUolisque (Iure bre\ ioribus . Bpii is brcvi- 



BENTHAM, DE LEGUM1N08ABÜM GENFRIBUS. 

litis terminalibus paucifloris , calycibus scriccis, co- 
rollis calyce plus duplo longioribus , vcxillo intcgro, 
styl»» binr a medio ad apiccm dcnsc barbalo. caeterum 

glabro vel basi villosulo Ring Georges Sound. Jlitgel 

(v. s.). 



A T u s Sm. 

Aolus DC Prod. 2. p. 108. 

Calyx campanulafii8, bilnbiatus, labio superiore bifido, inferiore tripartilo. Corollae vexillum alis 
paulto longitis, orbicuhttuM,iinyuiculaliun. Alae oblongae. Carina ineurva, obtusa,alis subuet/uilonga. Sta- 
inina libera. Ovarium subsessile,biorulatum. < illosum. Stylus filiformis, (/laber. Stigma minutum. Lcgiimcn 

oroidfiu/t, coriaceum, Semina estrophiuluta. Fru/iculi Australasici , foliis ternatim verticillatis spar- 

sisve, exstipulatis. lnflorescentia axillaris. Pcdicelli breves, uniflori, ebraeteolati. Corollae luteae. 

Species sunt : 



1. A villosa (Sm. DC. I. c.) remis tumentosis 

pubescentibusvc, foliis sparsis vcl ternatim subvcrticil- 
latis oblongo lincaribus niarginc revolulis inlegcrrimis 
supra punetato - scabriusculis. A erieoides G. Don in 
Gard. Biet. 2. _ A ferruginea Labill. JSov. HoU. 1. 
p. 104. t. 132. A virgata DC. /. e. 

Folia constantcr plus ininusve tubcrcnloso scabra 
vidi, nec ullo modo species Candolleanas et Donianas 
dislinguerc potui (v. s.). 

Ilujus tarnen varietas vel forsan species propria 
(microphylla) intcr seinina Hügeliana exstat, ramu- 
lis tenuibus, foliis vix lineam longis et capsulis numc 
rosis minoribus. _ Lcela fuit ad Swan River. 



2. A lanigera (Cunn. MSS.) ramis fusco - villosis , 
foliis sparsis oblongo -lanceolatis marginc subrevolutis 

integerrimis supra lacvissimis nitidis. In uliginosis ad 

Peels Island in Sinu Morcton. A. Cunningham Planta 

robustior quam A villosa. Folia majora, triplo latiora. 
Flores majores (v. s.). 

3. A. cordi folia (Benth. PI. Hiig. p. 33) foliis ter- 
natim verticillatis ovalo lanceolatis basi cordatis mar 
gine revolutis undulato - denticulatis supra reticulato- 

venosis. Swan River. Hügel. Foliorum forma a 

praccedentilms recedit. Flores similes. Lcgumcn quod 
post descriptionem supra citatam editam vidi, omnino 
Aoli est, seminibus estropbiolatis (v. s.). 



D I L L W Y N I a Sm. 

Dillwynia DC. Prod. 2. p. 108. 

Calyx campanulalus, apice bilabiatus, labio superiore late bifido vel emarginato, inferiore tripartilo. 
Corollae vexillum unguicutatum, latissimum, lamina duplo latiore quam longa, emarginato-bifidum , alis 
parum longius. Alae augustae, oblongae. Carina alis brevior , subreeta obtusa. Stamina libera, filamentis 
glabris. Ovarium subsessile, biovulatum. Stylus ineurvus, filiformis, glaber. Stigma tenue vel subcapita- 

tum. Legumen ovatum, ventricosum. Seniina strophiolata Frulices Australasici. Folia simplicia, sparsa, 

subulata, integerrima, niarginc involuta, siccitate saepe eontorta. Stipulae nullac. lnflorescentia saepius 

terminalis, racemoso - corymbosa, nonnunquam axillaris glomerata; corymbulis 1 3-floris ad apicem ramuli 

brevissimi axillaris aphylli. Pedieelli breves, bibraetcolati. 

Hie character pluribus notis differt a Candolliano, qui etiam primae taatttm sectioni suae convenit 
et ab hac sectione removenda est D. acicularis Sieb. Cum etiam plurimae novae species describendae sunt, 
liceat hie totiits generis synopsin dare. 



Sect. I. DillwyniastritmDC. I. c. Calyx basi at- 
tenuatus, labio superiore bifido. Discus staminifer et 
petalifer ferc ad medium calycis adnatus. Petala et sta- 
mini deeidua. 

1. D. ericae folia (Sm. _ DC. /. c.) ramulis glabri- 
usculis vel tenuiter puberulis , foliis subtortis patenti- 
bus punetatis glabris, mucronc brevi recto, coryinbis 
terminalibus subsessilibus , calycibus glabris (v. s.). 

2. D. phylloides (Cunn in Field. N. S. Wales exDoiv 
Gard. Dict. 2, 121) ramulis hispidulis . foliis patentibus 



subtortis rectisve hispidis,mucrone brevissimo recto, co- 
rymbis terminalibus subsessilibus paucifloris, calycibus 
hispidis. Nova Cambria australis. A. Cunningham (v.s.), 

3. D. peduneularis, ramulis puberulis, foliis contor- 
tis patentibus mucronulafciis punetatis, corymbis longe 
peduneulatis terminalibus laxis paucifloris Nova Cam- 
bria australis. Hügel Sieber n. 553 *), 

Folia longiora quam in D. parvißora , valdc eon- 
torta, vix involuta. Pcdunculi circiter pollicares, tenues 

•) D. parvifolia otcurrit etiam sub lioc numero. 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARCM GENERIBLS. 



7!) 



glabri , apice 2 4-flori , bractcali. Pedicelli brcves 

bibracteolati. Calyx glaber, laciniis labii superioris latis, 
divergcntibus, mucronulatis (v. s.). 

4. D. parvifolia (Br. DC. /. c.) ramulis tenuiter 

pubcrulis, foliis brevibus subtortis patcntibus obtusis 
vel mucrone brevissimo recto, punctatis tuberculosisve, 
corymbis subsessilibus numerosis laxis paucifloris (v.s.). 

5. D. ramosissima, ramulis glabcrrimis laevibus, 
foliis brevibus rcctis subpatentibus, ramulorum subcu- 
nealis/omnibus laevibus obtusis vel mucrone brevissimo 
recto, corymbis numerosis laxis terminalibus pauciflo 
ris. Nova Cambria australis. Hügel. 

Folio, pleraque 2 3-lin. longa, saepius minus in- 

voluta quam in cacteris speciebus (v. s.). 

6. D. glaberrima (Sm. DC. /. c.) mihi incognita 

est, ex iconibus citatis videtur valde aflinis sequenti 
D. tenuifoliae , at difterre foliis longioribus, mucrone 
recto, et floribus in corymbo numcrosioribus. 

7. D. tenuifoUa (Sieb. DC. /. c.) ramulis lepi- 

doto -pubesccntibus , foliis teretibus rcctis subcrectis 
glaberrimis laevibus, mucrone brevi ineurvo subrecurvo, 
floribus paucis versus apices ramulorum axillaribus 
subcorymbosisque (v s.). 

8. D. floribunda (Sm DC I.e. ) ramulis hispidulis 

glabratisve, foliis teretibus rcctis suberectis tubercu- 
loso -punctatis glabris hispidisve, mucrone brevissimo 
subrecto, floribus axillaribus subsessilibus approximatis 

vel vix racemosis. D» rudis Sieb. DC. I. c. cum 

omnibus varietatibus Spccieshispiditate et tuberculis 

foliorum valde variabilis (v. s.). 

9. D, sericea (Cunn. in Field. N.S. Wales ex Don 
Gard. Dict. 2. p. 121) ramulis adpresse serieeis cane- 
scentibus, foliis teretibus erecto-patentibus tuberculoso- 
punetatis submuticis, floribus axillaribus subsessilibus 
approximatis vel vix racemosis. Nova Cambria austra- 
lis. Hügel, 

Valde affinis varietatibus nonnullis D. ßoribundae. 
Folio, breviora, obtusiora, magis patentia. Bracteae ova- 
tae, scariosae, majores et diutius persistentes, (v.s. inter 
pl. Hügel). 

Sect. IL Xe ropetalum (Br DC. I.e.). Calyx 

basi rotundatus, labio superiore rotundato - truncato 
emarginato. Discus brevis. Petalaet stamina marcescenti- 
persistentia. 

10. D. acicularis (Sicb._ DC.Z.c.) ramis adpresse 
pubcrulis, foliis elongatis erectis rectis laevibus glabris, 
mucrone brevi recto, racemis oblongis terminalibus. 
_ Fructex orgyalis. _ Folia 8_10-lin. longa (v. s.). 



11. D. laxi/lora (Bentb. in Bot. Arch. t, 8) ramis 
adpresso pubescentibus, foliis subpatentibus rectis mu 
ticis vel mucrone innocuo incui^o , glabris \ vel juniori- 
bus puberulis, racemis laxis subpaniculatis tcrminali 
bus Swan River. Hügel. 

Fructicidus erectus. Rami ut in D. ein rascente 
puberuli. Folia sparsa, lineari-subulala, semipollicaria, 
subteretia, supra canaliculata, subtus convexa, mucrone 
brevissimo, ineurvo, deeiduo, juniora pilis raris brevibus 
patcntibus pubescentia, adulta'glabra. Pedunculi ad api 

cem ramorum axillares, folio longiores, 2 5-floii, in pa 

niculam brevem paucifloram dispositi. Bracteae secus 
peduneulos et pedicellos lineares, breves, adpressae. Pe- 
dicelli plcrumque calyce longiores. Bracteolae sub 
calyce nullae. Calyx tenuiter adpresse pubesecns, cam 
panulatus, ineurvus, bilabiatus, labio superiore late orbi- 
culato, emarginato, inferiore breviore trifido laciniis ova- 
tis, muticis Petala et stamina fere ad basin calycis in 
serta. Vexillum late semiorbiculatum, intus aurantiaeum, 
basi lineis rubris et macula flava notatum, extus rubens 
Alae oblongae, rubrae. Carina alis dimidio fere brevior, 
rubra. Filanienta rubra, omnia lil)era, inferiora longiora. 
Ovarium ovoideum, dense villosum. 2-ovulatum. Stylus 

brevis, ineurvo -inflexus. Stigma capitatum. Corollae 

et stamina post anthesin marcescenti-persistentia (v.v). 

12. D cinerascens (Br. in Sims. Bot Mag. t. 2247) 
racemis calyeibusque pilis paucis adpressis cinerascen- 
tibus , foliis erecto-palcntibus rcctis glabris, mucrone 
recurvo innocuo , racemis subcorymbosis oblongis ter- 
minalibus D. cinerascens ß DC.Prod. 2. 109. Swan 

River et Ring Georges Sound. Hügel. Van Diemens 

Land. Lawrence. 

Folia 3 6-lin. longa, subpalentia vel ereeta, nee ut 

in specie sequenti rigide divaricata (v. s.) . 

ß.parvißora, ramosissima, corymbis numerosis pau- 
cifloris , corollis minoribus. Gibraltar River, in Nova 

Cambria australi. Hügel (v. s). 

13. D. juniperina (Sieb. PI. Nov. Holl. Exs. «.411) 
ramulis erectis calyeibusque pilis paucis adpressis cine- 
rascentibus, foliis rigidis divaricato-patentibus glabris lae- 
vibus, mucrone recto pungente, corymbis terminalibus ses- 
silibus D. cinerascens DC. Prod. 2. 109. non Br. (v. s.) . 

14. D. pungens (Maclay) ramulis pendulis calyei- 
busque pilis paucis adpressis puberulis, foliis rigidis 
reflexo -patcntibus glabris subpunetatis, mucrone recto 
pungente, racemis versus apices ramulorum densis sub- 
corymbosis. Eutaxia pungens Sw. Fl. Austrat, t. 28. 

Habitus et charaetcres omnino Dillwyniae (Xeropa- 

tali), Eutaxiae minime conveniunt (v. v.). 



Eutaxia R. Br. 

Eutaxia DC. Prod. 2. p. 109. 
Calyx ineurve campanulatus, bilabiatus, labio superiore lato, bifido, inferiore minore, tripartito. Co- 
rollae vexillum orbiculatum, alis purum longius. Alae oblongae. Carina vix ineurva, obtusa, alis purum 
brevior. Stamina libera, filamentis glabris. Ovarium subsessile, biovulatum. Stylus brevis, uncinatus. Stigma 



m) 1.1 VÜIAM. DE LEGÜMJN08AHUM GENERIBLS. 

U/tue tubeepitatum. Legamen subn-saUc. urutum. nffrffHT"Hfltfiri P«J partim ventricosum. Semina a/ro- 
i>i'iot«Ui. — SuH'i itttcvsw\ i ruitciiii kaatralasicl, glabri FoAa ilmpHcia, exatipulata, oppoalta, rlgida, plana 
rel siihconcava. Flore* axillares, aubgemini. PedieeUi blbracteolatl. Petala marfceacenti-peraiatentta. 

Genua a Dilltryniae aectlone Xeropetalo dlffert hablln, vexilli forma et stylo ; a Vultenaea habitu, ca- 
l)co et st)lo. 

Bpedea cognitae sunt: 

l. E. virgiitq (Benth. PJ. //"g- /J- 84) foliis oblongo- 
rel cimento linearibus muticis, ramulorum j> .1 1- x i -; dc- 
in--.iti>, radnnculis axillarlbus soliiarüs, ealycis labio 
laperiqrc acute bidentato Inforiorta laciniis lanceolatis. 
_ Swan River. Hitgel (r.a.). 

8 B. myrtifolia B. Br. _ DC /. c. (v. s.). 



8. E. parvifolia, ramoaissiraa, folii« crebrii obovatis 

olitiisinsciilis , floribus subscssilibus , ealycis labio supe- 
riorc apiee bifido, laciniis acuminatis, inferioris laciniis 
hinge subulato-acuniinatis. Ring Georges Sound. Hügel 

(▼•«.)• 

Eutaxia pungens Sw. PI. Austr. t. 2. et G.Don Card. 
Dict 2. p. 121 est Dilhrynia pungens Cunn. 



Gastrolobium R. Br. 

Castrolobium DC. Prod. 2. p. 110. 

Calyx campanulatus, apice 5 fidus, bilabiatus. Petala breviter unyuiculata. Vexillum late orbiculatum 
cmaryinatum . alis paullo lonyius. Alac oblonyae. Carina oblonya, obtusa, alis partim brevior. Stamina 
libera, filamentis ylabris. Ovariura stipitalum, biovulatum. Stylus filiformis, adscendens. Stigma tenue 

subcapitatum. Legamen slipitatum, ovoideo- subylobosum, ventricosum. Semina strophiolala. Fruticu- 

lus. Folia simplicia, 3 4-natim vcrticillata. Stipulae sotaceae. Inflorescentia terminalis,breviter racemosa 

Bracteolae nullae. 

Specics unica: G. bilobum (R. Br. — DC. I. c.) habitu Euchilo obeordato affinis, characteribus a 
Vultenaea nonnisi foliis vcrticillatis, braetcolis nullis, et legumine stipitato differt , ab Euchilo calyce tan- 
tura et inflorescentia diversa (v. s.). 

Euchilus R» Br. 

Euchilus DC. Prod. 2. p. 110. 

Calyx profunde bilabiatus, labio superiore maximo, ineurvo, bifido, inferiore brevi, tripartito. Corol- 
lae petala br etiler unyuiculata. Vexillum latissimum, emaryinato-bifidum, alisparum lonyius. Alae oblonyae. 
Carina oblonya, obtusa, partim ineurva, alis partim bretior. Stamina libera, filamentis ylabris. Ovarium 
stipitalum rel subsess/le, biovulatum. Stylus adscendens , filiformis. Stigma tenue, subcapitatum. Legu- 

raen plus minuste stipitalum, compressum vel subventricosum. Semina strophiolala. Fruticuli Austral- 

asici. Folia opposita vel alterna, simplicia. Stipulae parvae, setaceae. Flores axillares, pedicellati. Bracteo- 
lae setaceae. Ovarium villosum. 

Species cognitae sunt: 



1. E. obeordatus (,R. Br. DC. /. c.) foliis obeor- 

datis planis, pedicellis folio brevioribus. _ Ovarium vix 
stipitatum (v. s.). 

2. E. linearis (Bentb. PL Hüg. p, 35) foliis lineari- 
bus margine revolutis, pedicellis axillaribus unifloris fo- 



lium aequantibus — Ring Georges Sound. Hügel Legit- 

men ventricosum ut in Gastrohbio, sed calyx omnino 
Euchili, Folia saepius alterna, nonnunquam vero etiam 
opposita (v. s.). 



Spa dostyles. 

Calyx profunde bilabiatus. labio superiore maximo, bifido, inferiore tripartito, laciniis anyustis bre- 
vioribus. Corollac petala unyuiculata. Vexillum rotundatum, alis lonyius. Alae oblonyae. Carina obo- 
vato oblonya subineurva, obtusa, alas subaequans. Stamina libera, filamentis ylabris. Ovarium sessile 
biovulatum, ylabrum. Stylus basi compresso -dilalatus , apice subulatus, uncinato -ineurvus. Stigma 
tenue. Legumen ovoideum, ventricosum, stylo persistente acuminatum. Semina strophiolala. Frutiuli 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM CENERIBüS. 



gl 



Australasici glabri. Folia simplicia, integra, alterna vel ternatim verticillata. Stipulae minutae, setaceae, 
patentes. Flores axillares, pedieellati, in raceraos terminales foliatos approximati. Bracteolae 2, setaceae, 
calyci adpressae. Corollae luteae. 

Calyx Euchyli , stylus Burtoniae, caetera fere Pultenaeae , cni vero ovarinm eonstanter plus mi- 
nusve villosum. 



1. S. Cunninghamii , foliis latc obovatis ternatim 
verticillatis. Oxylobium dilalatum Cunn. msc. In No- 
va Cambria Australi interiore. A. Cunningham. 

Folia latiora quam longa, 4 5 linearia, apice trun- 

cata, mucronata, basi euneata , 3 5 nervia, venosa, 



glauce9centia ; floralia conformia, minora. Pedicelli fo- 
lio breviorcs. Flores parum majores quam in sequenti, 
caeterum iis similes (v. 8.). 

2. S. Sieberi , foliis euneato - oblongis alternis. 

Pultenaea euc/iila DO', prodr. 2. p. 112 (v. s.). 



PüLTENAEA Sm. 

Pultenaeae sectio Hymenota DC. prodr. 2. p. 110. 

Calyx campanulalus, semi Sfidus", subaequalis vel laciniis 2 superioribus latioribus et minus fis- 
sis subbilabiatus. Corollae vexillura alis lonyius, rotundatwn, inteyrum vel emaryinatum. Alae oblonyae. 
Carina oblonya vel obovala, reeta, saepius obtusa , alas subaequans vel interdum paullo lonyior. Stami- 
oalibera, filamenta ylabra, nuda. Ovarinm sessile , biovulatum, villosum. Stylus subulatus , ylaber, de- 
eiduus, rarius basi villosa parum dilatata. Stigma tenue. Legumen ovatum, compressum vel subventri- 

cosum, acutum vel obtusum. Semina strophiolata. Fruticuli Australasici. Folia alterna, simplicia, 

integerrima vel apice biloba. Stipulae scariosae, saepius intrafoliaccae, nonnunquam imbricatae, rarius 
nullae. Inflorescentia terminalis vel axillaris. Flores solitarii vel capitali. Bracteae scariosae apice sae- 
pius bifidae (ex stipulis 2 folio abortiente formatae) interdum nullae. Bracteolae scariosae vel rarius 
subfoliaceae, calyci adbaerentes et eo saepissime breviores , rarissime subnullae. Strophiola seminum in 
pluribus speciebus postice incisa, interdum biloba vel integra. Flores lutei, carina saepius purpurascente 
vel intensius colorata. 

Species, ablata sectione Phyllota DC, numerosae manent, ex inflorescentia in sectiones sequentes 
distribuendae. 



Sect. I. PAUCIFLORAE. Flores terminales sub- 
solitarii. Bracteae ad basiin pedicelli brevissimi vel ra- 
muli floriferi paucae , subimbricatae vel nullae. Folia 
subtus convexa vel complicata. Stipulae minutae vel 

nullae. Species nonnullae Dillwyniis affines habitu, 

sed vexillo et calyce ad Pultenaeam pertinent. 

1. P. Brunonis , glabra, foliis anguste linearibus 
apice latioribus obtusiusculis subtus convexis enervi- 
bus, stipulis nullis, floribus ad apices ramulorum soli- 
tariis, bracteis ad bases ramulorum paucis , bracteolis 
minutissimis vel nullis , leguminibns ovatis acuminatis 

compressiusculis calyce plus duplo longioribus. Au- 

stralia. Ferd. Bauer. 

Habitus fere Eriostemonis. Rami lignosi basi pro- 

cumbentes? Folia 3 5 lin. longa, hasi angustissima. 

Ramuli floriferi basi bracteis paucis laxe subimbricatis, 
apice foliati. Flos supra folium supremum brevissime 
pedicellatus. Bracteolae saepius nullae. Calyx brevis, 
latus, subaequaliter 5dcntatus. Legumen pubescen9, cir- 
citer 3 lin. longuin. Seminum strophiola postice integra 
(v. s.). 

2. P. juniperina Labill. Nov. Holl. 1. p. 103. t. ISO. 
_ DC. /. c. (v. s .). 

3. P. aciphylla , ramis leviter canescentibus, fo- 
liis lanceolatis rigidis pungentibus reticulatis adultis 

II. 



glabris , stipulis minutissimis adpressis , floribus ad api- 
ces ramulorum subsolitariis, bracteis paucis imbricatis, 

leguminibus ventricosis villosis k'ng Georges Sound. 

Bauer, Cunningham et Hügel. 

Fruticulus ramosissimus, dense foliosus. Folia cir 
citer 6 lin. longa , coriacea, nervo medio valido, venis 
reticulatis utrinque prominentibus , juniora interdum 
pilosiuscnla. Ramuli floriferi breves, et ideo fruetus in- 
terdum laterales videntur. Bracteae parvae, obtusae, fus- 
cae, scariosae. Bracteolae parvae, obtusae. Calyx late 
campanulatus , subaequaliter 5fidus, laciniis lanceolatis 
pungentibus, pilis paucis adpressis, fruetifer glabratus. 
enervis. Legumen ovato-rotundatum, obtusum, villosum. 
calyce vix duplo longius. Seminum strophiola postice 
integra (v. e.). 

Sect. II. CAPITATAE. Capitula densa , termina 
lia , pluriflora, extus bracteis scariosis imbricatis invo 
lucrata, aphylla vel vix basi foliosa. Stipulae parvae. 
saepius deeiduae. Rami infra capitulum orti. Folia mar 
gine plana vel revoluta, rarius complicata. 

i. P. daphnoides Sm. DC. I c. (v. s). 

5. P. obeordata Andr. DC. /. c. (v. s.) 

6. P. mjrtoides (Cunn. msc.) ramis adpressc pu 
bescentibus, stipulis paTvis adpressis, foliis euneato 
oblongis obtusis mucronulatis planiuscnlis, glabris vel 

11 






Hi: \ TU AM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 



»ulilii- adpr ■■««•■ pube -riMitilms , capitulil tcrillinalibus 

- iiiultiiluris . briete li imbrieatlfl scarioals mar- 
t; i ho pilu-is, braeteefla carinatta calyeea acquantibus, 
calrcii laclaüia aeqoilungti acatia, aoperloribu paullo 
laÜorlbaa, enrolla persistente, ovario villoso, capaula 

■iruiiiinaia pobeaceate ealyee aobtriplo longiore. 

Pael'i [alaad, Moretoo Baj A. Cunniagham. Ha- 

bitu P. tiaphnoidi affinia, aed diatinctiaaima (v. s.). 

7. P. stricta Sima Bot Mag. t. 1538. _ DC, /. c. 
(v. a.). 

8- P. linophylla Sm DC. /. c. — In var. ß) amoena 

DC. Borea param miaorea et bractcolae latiorcs vidcn- 
tur, a»t non aliter diatincta (v. s.). 

9. P. retusa Sm. _ DC. I. c. (v. s.). 

10. P. capitällata Sieb. _ DC. I. c. (v. s.), 

11. !'. urgenten Cnnn. in Field. N. S. Wales p. 847. 
ex G. Don Quid. Dict 2. p. lBt (v. s.). 

12. P. dentala Labill. PL Xof. Holl. 1. p. 103. M31. 

_ DL". /. c. Species mihi ignola, sed ex icone praece- 

i ii' i siinilliiu.i , an eadem i 

13. P. Gunnii, ramulis hispidia pubescentilius cine- 
reis vel dciuuiii glabratis , stipulis parvis apiee setaceis 
patcnlibus, foliis parvis infcrioribus oinnibus ovatis, su- 
perioribus omnibusvc lanceolato - oblongis obtusis mar- 
gine revolulis glabris, capitulis tcrminalibus dense plu- 
rilloris, bradeis brcvibus scariosis fuseis subimbrica- 
lis, bractcölis setaceis calyci insertis, calycis labio su- 
pcriore bifido laciniis oTatis, inferioris laciniis lanceola- 

tiä. Van Diemens Land. Gumi. Valde variat hirsu- 

tie et foliorum forma. A P. subumbellata r:ui affinis 
tacilc dislinguitur baliitu ramosiore, foliia minoribus et 
praescrlim stipalia bracteolisque (v. s.). 

it. P. subumbellata Ilooker Bot. Mag. t. 3254. 

Lindl. Hot. Reg. M632. Van Diemens Land. Gunn — 

Austraüae ora austro - orientalis. Ferd. Bauer. Stipu- 

lae nullae, vel ininutae adprcssae. Bractcolae in pedi- 
cello sitae, a valyce distinetae (v. s.). 

15. P. incurvata Cunn. in Field. N. S. Wales jp.346. 
ex G. Don Gard. Dict. 2. p. 122 (v. s.). 

In binis praecedcntibus capitula basi subfoliosa, sed 
habitu et characteribus caeteris ad Capitatas pertinent. 

16. P. polifolia Cnnn. in G. Don Gard. Dict. 2. 
p. 123 (v. s.). 

17. P. paleacea Sin. _ DC. I. c. Stipulis ad ter- 

tiain aectionem aecedit, capitulis Buc pertinet (v. s.). 

Sect. III. PROLIFERAE. C.ipitula densa, termina- 
le, mulliflora, foliosa. Stipuleie subulato-acuminatae, ad- 
prcssae, persistentes, foliorum fioraliuni imbricatae, mih 
l>ractcis capitula involucrantes. Rami saepius intra ca- 
pituluiu orti. 

18. P. peliolaris (Cunn. msc), ramr3 fasciculatis 
villosis, foliis longiuscule petiolatis linearibus obtusis 
mucronatis margine revolutis supra punctatis subtus 
adpresse pubescentibus, stipulis longe subulato - acu- 
matis patentibus, capitulis densis terminalibus , foliis 
stipulisque involucrantibus, calycibus scariosls, brac- 
tetis setaceis plumosis calyce longioribus , corollis ca- 
l\ce subdimidiu longioribus, ovario viliosissimo. In 



collibus aridis propc Brisbane River in Nova Cainbria 
australi. A. Cunningham. 

Petioli foliorum fioraliuni capitulo longiorcs. Ca- 
pitula poat aatheaim in ramos abeuntia. 

19. P. echinula Sieb. _ DC. I. c. (v. s.). 

20. P. pluniosa Sieb. _ DC. /. c. (v. s.). 

21. P. canescens Cunn. in Field. N. S. Wales, p. 
346. _ G. Don. Gard. Dict. 2. p. 123 (v. s.). 

22. P. aristata Sieb. _ DC. /. c. (v. 8 .). 

23. P. stipularis Sin. DC. /. c. Capitula raro 

prolifera. Cahx profunde ölidus (v. s.). 

Sect. IV. IMBRICATAE. Flores axillares sessiles, 
braeteia atipuliave imbricatia suffulti, prope apices ra 
moruni vel in spicas foliosas terminales approximati, ra- 
rius subcapilati. Stipulae adprcssae, ramulos saepius 
obte^entes. Folia complicata vel subplana, margine non 
revoluta. 

24. P. vestita Br. — DC. /. c. 

25. P. villijera Sieb. _ DC. /. c. (v. s.). 

26. P. hypolampra Sieb. DC. /. c. Species vix 

a P. elli/Mca di versa (v. s.). 

27. P. elliptica Sm. DC. /. c. Ovarium ut in 

toto gencre villosum, etsi Icgumen fere glabrum (v. s ). 

28. P. thymifolin Sieb. _ DC. I. c. (v. s.). 

29. V.ferruginea Rudge. _ DC. l.c, Strophiola 

seminis postice integra (v. s.) . 

30. P. procumbens Cunn. in Field. N. S. Wales p. 347. 
_ G. Don Gard. Dict. 2. p. 124 (v. s.). 

31. P. setigera (Cunn. msc.), raniis pnberulis , fo- 
liis parvis sessilibus obovatis aristato - pungentibus basi 
euneatis trinerviis villosulis, stipulis lanceolato - seta- 
ceis ramulorum internodiis longioribus, floribus axil- 

laribus sessilibus stipulis suffultis. Proi>e Batburst, 

versus septentrionem, in Nova Cambria auslrali. A Cun- 
ningham. 

Folia vix 1^ lin. longa. Specinien vix floret (v. s.) . 

32. P. parvißara Sieb DC. I. c P. stenophylla 

Cunn. in G. Don Gard. Dict 2. p. 124. 

Haec species ad Laxißoras appri>xiinatur (v. s.). 
■33. P. styphelioides Cunn. in G. Don Gard. Diel. 
2. 124. Errore typograpliico P. staphyleoides dicitur. 

34. P. cordifolia Hook. Bot. Mag. t. 3443. _ Hu- 
jus varietatem foliis angustioribus nun cordatis in Van 
Diemens Land legit Lawrence (v. s.). 

Species inter Capitatas et Imbricatas ambigit, sed 
ramo c capitulo saepe excurrente, et habitu hujus loci 
videtur. 

35. P.Jasciculata, diffusa raniosissima, ramulis se- 
rieeis, foliis parvis linearibus mucronatis complicato- te- 
retibus ineurvis extus tuberculosis, stipulis setaceis fus- 
cis subpatentibus, floribus axillaribus sessilibus stipu- 
lis suffultis. _ Van Diemens Land. Lawrence n. 206. — 
Folia ad apices ramulorum fasciculata. Calyccs ineur 
vi, serieei. Leguraen pubescens. Scminum strophiola 
incisa (v. s.). 

86. P. tenuifolia Br. _ DC. /. c. (v. s.) _ An ab 
hat: dislincta P. Candida Lodd. Bot. Gab. t. 1236 ex G. 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM CENERIBUS. 



83 



Don Gard. Dict. 2. p. 124. Nee speeimen nee icon a ine 
visa. 

Sect. V. LAXIFLORAE. Flores axillares, subses- 
siles vel pcdicellali. Bvacteae et stipulae parvae, nul- 
lae vel rarius longiusculac, laxae. 

87. P. biloba Br. _ DC. I. c. (v. s.). 

88. P. scabra Sieb. _ P. biloba ß) DC. /. c. _ Flo- 
res inteTdum subcapitati, bracteis nonnullis suflulti, et 
sie ad seetionem Capitatarum aecedit (v, s.). 

39. P. uncinata (Cunn. insc.) ramis pubcrulis, fo- 
liis euneato - linearibus retusis muerone recurvo unci- 
natis scabris , stipulis lanceolato - setaeeis laxis deci- 
duis , floribus axillaribus ad apices larauluruin appro- 
ximatis subsessilibus , bracteis bracteolisque minutis, 

leguminibus late semi-ovatis compressis villosis. 

Prope Bathurst, versus septentrionein, in Nova Cambria 
australi. A. Cunninghum. 

Affinis micropliyllue. Semin um strophiola postice 

ineisa (v. s.). 

40. P. euneata , foliis breviter petiolatis euneatis 
obtusis mueronulatis subtus ramulisque serieeis, stipu- 
lis minutis setaeeis, floribus subsessilibus axillaribus, 
bracteis braeteolisque minutis subnullis — In Nova Hol- 
landia. Ex herbario Musei Londinensis. 

Folia paullo longiora et duplo latiora quam in P. 
microphylla. Calyces multo majores, basi latiores, la- 
bio superiore seroibifido. Fructus non vidi (v. s.) . 

41. P. microphylla Sieb. _ DC. I. c. (v. s.). 

42. P. baeckeoides (Cunn. msc.) ramulis minute 
puberulis, foliis minimis ovatis convexis muerone bre- 
vissimo subrecurvo vel muticis, coriaeeis glabris vel sub- 
tus tenuissiine pubescentibus , stipulis setaeeis minutis, 
floribus axillaribus brevissime pcdicellatis, bracteis brae- 
teolisque minutis v. subnullis, leguminibus villosis obtu- 
sis. Van Diemens Land. A. Ciuiningham. 



Caljcis labium superius profunde bifldum , laciniis 
latis ineurvis. Strophiola seminum postice ineisa (v.s.). 

43. P. peduncidaris Hook. Bot. Mag. t. 2360. An 

huc, an ad Paucißoras referenda? 

44. P.ßexilis Sm. DC. /. c. _ Ovuriwu subglab- 

rum, apice tantum uti Stylus uno latere pilis paueis ci- 
liatum , Stylus subulatus (v. s."). 

45. P. polygalue folia Rudge. UC. /. c, 

46. P. villosa Sm. _ DC. I. c. (v. s.). 

47. P. rucemulosa DC. /. c. Mihi igaota, sedex 

diagnosi praccedenti valde affinis. 

48. P. foliolosa (Cunn. msc), ramis pubescentibus, 
foliis minimis ovatis complieatis obtusis recurvis hispi- 
dulis , stipulis setaeeis patentibus, floribus breviter pe- 
dicellatis axillaribus ad apices ramorum paniculatis v.ra- 
eemosis , bracteis nullis, bracteolis oblongis ealyee di- 

midio brevioribus, leguminibus villosis ventrieosis. 

In Nova Cambria australi interiore, ad oecidenteni a 
valle Wellington. A. Cunninghum. 

Folia numerosa, vix lincain longa. Ramuli floriferi 
numerosi, paniculam elongatain forraantes. Calyx cir- 
citer 3 lin. longus , villosus , labü superioris laciniis la- 
tis areuatis. Seminum strophiola justice biloba (v. $.). 

49. P. lanata (Cunn. msc), ramis hispidis , foliis 
parvis oblongis complieatis basi angustatis apice subre- 
curvis obtusis utrinque hispidis, stipulis lineari- seta- 
eeis demum patentibus, floribus breviter pedicellatis 
axillaribus ad apices ramorum racemoso - paniculatis, 
bracteis nullis, bracteolis calycem subaequantibus , le 
guminibus villosis ventrieosis. In Nova Cambria au- 
strali interiore, ad sepemtrioncin a Bathurst. A. Ciui- 
ningham. 

Affinis praecedenti. Folia i% 3 lin. longa et tota 

planta multo hispidior (v. s.). 

P. ( uchi/a DC. supra ad Spadostylem relata est. 
Sectio Phyllota DC. genus proprium constituit. 



ScLEROTHAMNUS. 

Selerothamnus R. Br. in H. Kew. ed. 2. v. 3. p. 16. DC. prodr. 2. p. 109. 

Genus nee a Candollio nee a nie visum, et tan tum ex descriptione nirnis brevi Brownii, et ex nomine 
Sclerothamni microphylli cognitum. Haec non nisi ovario pedicellato a Pultenaea discrepat, in quo 
genere plures occurriint species rigidae, foliis parvis donatae. Si revera aliis notis et habitu cum Pul- 
tenaea convenit, vix separandum foret, ovarii stipes enim longior breviorque vel subnullus non mnltum 
valere in Leguminosis videtur , testibus Jacksonia, Crotalaria et multis aliis. 



SüBTRIBUS MlRBELIEAE. 

Leguminis sutura superior (seminifera) vel utraque inflexa. 

Haec subtribus charactere artificiali distineta , differt a Pullenaeis ut Astragaleae a Galegaeis, et se- 
quentia continet genera : 

LepCosema. Vexillum lineare. Leguminis sutura superior breviter inflexa. 
Mirbelia. Vexillum obovatum vel suborbiculatum, Leguminis sutura superior valde inflexa. 
Dichosema. Vexillum duplo fere latius quam longum. Leguminis sutura superior valdc inflexa. 

11 * 



St 



BENTHAM, DE LKGUM1N0SAHUM GENEIUBLS. 



Leptosema. 

Calyx profunde bilabiatus, labio superiore brevissime bifido, inferiore tripartito. Corollae vexillum 
breviter uuguiculatum , lanceolatum. Alae vexillo subaequilongae, semisagittatac. Carina recta oblusa 
alis lont/iur et latior, petalis domo connatis. Stamina 10, libera; antheris uniformibus. Ovarium pluri- 
orulatum. Stylus filiformis, inritrco - uncinatus. Stigma paroum. Legumen ovatum, sutura vexülari 
acuta, seminifera carinali subinflexa , sectione Icyuminis transversali cordiformi. Semina reniformia 
(•.•itrop/üo/ata. 



Species unica: L.bossi teoides. Frulex Australasicua. 
ftomi inter eemmaa alati, glabri. Gemmae nunc bracte- 
,1111 iini« .1111 ! inceol lto I i ii.-;«i<- in. n u in: capituliim dcnsum 
6_8fl«>rinn feretttea. liracteae lanccolatae uti et calvcia 



laciniae subscariosac , rufescentes. Ovarium im nl.ituiii 

Legumina valde villosa. In arenosis ail Sim's Island 

in Australiac ora septentrionali. A. Cunningham (v. s.). 



Genua distinctissimum, sed aflinitatis dubiae. Habitus Bossiaearum, Jacksoniarum et Daviesiarum 
alatariiui. Ovario et legumine hinc Chorizemati , illinc Dichosemati affine. Vexillum in spcciminc sup- 
petente singulare , an sie eonstauter? 



MlRBELIA. 

Mirbelia Sm. _ DC. prodr. 2. p. 114. 

Calyx 5fidus, bilabiatus. Corollae vexillum obovatum vel orbiculalum , integrum vel vix emargi- 
tiatum , alas breviter superans. Alae oblongae. Carina subreeta , obtusa , alis multo brevior , petalis 
dorso connatis. Stamina 10, libera) antheris uniformibus. Ovarium 2-pluriovulatum. Stylus brevis, 
ineurvo - uncinatus , glaber. Stigma capitatum. Legumen ovoideum, venttlcosum, bivalve , longitudina- 
liter subbiloculare , valvularum margine seminifero valde , altero breviter inflexo , valvulis coriaeeis 

apice bifidis. Semina estrophiolata. Fruticuli Australasici, saepius procumbentes. Folia sparsa, op- 

posita, vel ternatim verticillata, exstipulata, integerrima , saepe reticulata. Flores axillares subsessiles. 
Bracleolae calyci adpressae. Corollae caeruleae, purpurascentes vel luteae. 

Species cognitae in sectiones duas dividi possunt, quarum prior tantum cum charactere Browniano 
et Candolliano eonvenit. Sectio seeunda fortassis genus proprium constituit, inter Mirbelias veras et Di- 
chosema medium. 



Sect. I. EUMIRBELIA. Ovarium biovulatum. Fo- 
lia reticulata. 

1. AI. grandißora Gunn. in G. Don Gard. Dict. 2. 

p. 126. Chorizerna platylobioides DC prodr. 2. p. 103. 

— Flatylobium reticulatura Sieb. PI. Nov. Holl. exs. 

(V. 8.). 

2. M. reticulata Sm. _ DC. prodr. 2. p. 114. _ 
Bot. Mag. t. 124 (v. s.). 

3. M. rubiae folia G. Don Gard. Dict. 2. p. 120. 



4. M. dilatata Br. in Hort. kew. _ Bot. Reg. 1. 1041 . 
Species mihi ex icone soluiit cognita. 

Sect. II. DIPLOLOBIUM. Ovarium pluriovulatum. 
Folia linearia, pungentia, non reticulata. 

5. M. speciosa Sieb. _ DC. /. c. _ Ovula 8_10 
(v. «.). 

6. M. pungens Cunn. in G. Don Gard. Dict. 2. p. 
126. _ Ovula 6_8 (v. s.). 

Milbelia Baxteri Bot. Reg. t. 1434 est Oxjlobium 
gcandens. 



DlCHOSEMA. 

Dichosema Benth. PI. Hug. p. 35. 

Calyx campanulatus, bilabiatus, labio superiore bifido, inferiore tripartito. Corollae vexillum lalis- 
simum, apice bilobum, alis longius. Alae parvae oblongae. Carina recta obtusa, alis parum brevior, 
petalis dorso connatis. Stamina 10, libera} antheris uniformibus. Ovarium sessile , multiovulatum , su- 
tura superiore inflexa subbiloculare. Stylus uncinatus, latere inferiore breviter barbato. Stigma capi- 
tatum. Legumen. ... Genus Australasicum, a Mirbeliae sectione seeunda nonnisi vexillo latiore, alis 



BENTIIAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 85 

minoribus, et stylo barbato diversum sed ob habitum diversissimum (fere Aspalalhi spinosi) ab iis dis- 
junxi. Species unica, quam inter plantas Hügelianas descripsi est: 

D. spinosa. Rami procumbentes , lignosi, virgati. 
FoJia sessilia , ad basim spinac vigidae divarinatae ea 
aequantis fasciculata, lincaria, obtusiuscula , margine 



revoluta, glabra. Mores subsessiles, axillares, solitarii. 
Caly.v adpresse sericeo -pubesccns. Corolla flava (v.s.). 



Tribus Sophoreae. 

Suphorearuin genera DC. prodr. 

C orolla papilionacea. Stamina libera 10, vel rarius 8-9. Legumen non articulatum. 
Radicula brevis, recta, subrecta vel rarius incurva. Folla impari-pinnata, foliolis exstipellatis, 
ultimis nunquam palmatis, rarissime unifoliolata. 

ArboreSj frutices vel rarissime herbae. Folia alter na_, saepius plurifoliolata_, in Am- 
moc^endro solo bifoliolata , in Cercide unifoliolata. Foliola ultima saepissime plus minus- 
ve alterna _, et omnia plerumque coriacea. Stipulae nullae vel minutissimae 3 vel rarius 
evidcntioreSj, subulatae. Inflorescentia plerumque racemosUj saepe terminalis t et racemis 
pluribus ramosis subpaniculata. Calyx Sdentatus vel 5ßdus _, sepalis nunquam liberis nee 
ultra medium fissis. Corolla distinete papilionacea. Petala inter se constanter libera , ca- 
rinalibus except'iSj quae dorso interdiurn se invicem involvunt vel connectuntur . Vexillum 
basi in unguem angustatum vel truncatunij rarissime subauriculatum j nunquam appen- 
diculatum nee callosum. Alae oblongae vel obovatae j basi angustataej truncatae vel uno 
latere auriculataej non plicatae et raro falcatae. Petala carinalia alis saepe subconfor- 
mia. Filamenta omnino libera^ vel vix ima basi concreta. Antherae constanter uniformes. 
Ovarium pluriovulatum (ovulis plusquam 2) • Leguinen membranaceum vel coriaceum } 
saepissime indehiscens. 

Genera pleraque tropica vel subtropica } Americana ^ Asiatica vel Africana , in Au- 
stralia et in Europa adhuc incognita sunt. In America boreali et Asia temper ata perpauca 
reperiuntur. 

Tribus Sophorearum charactere supradato circumscripta, Cassieis , Dalbergieis et Pcdalyrieis ap- 
proximatur, a Cassieis praeeipue corolla papilionacea, a Dalbergieis stamiuibus liberis differt, a Po- 
dalyrieis habitu remotiores sunt, etsi charactere artificiali vix satis distingutndae. Folia saepissime 
pinnata in Sophoreis , palmata vel simplicia in Podalyrieis , sunt tarnen simplicia in Cercide, sed in 
hoc genere radicula recta, quae constanter inflexa in Podalyrieis. Legumen plerumque indehiscens in 
Sophoreis, bivalve vel si indehiscens calyce brevius in Podalyrieis , in Virgilia tarnen (quae quodammodo 
Galegeis approximatur) legumen vere bivalve est, sed folia omnino Sophorearum. 

Distinctio inter Sophoreas et Cassieas a Bronnio et Candollio e solo embryone sumpta est , sed in 
Calpurnia structnra seminis mihi omnino eadem videtur ac in Bowdichia et in Cercide , et in So- 
phora tomentosa et in Ormosia si radicula (brevissima) non omnino recta est, vix magis inenrvatur 
quam in Bauhiniis Cassiisque pluribus. Character e corolla papilionacea sumptus facilior est , et ut 
videtur magis naturalis, etsi affinitas magna est inter Ormosiam et Bowdichiam Sophorearum, et Thale 
siam Layiamque Cassicarum. 

Quodsi ex una parte Sophoreae cum Cassieis fere confunduntur , ex altera Dalbergieis multo aretius 
affines sunt, quibuscum habitu, legumine saepius indehiscente, radicula saepe recta, corollae alis a carina 
constanter liberis conveniunt, hie vero character artificialis e staminibus liberis sumptus facile ob- 
servatur, et non nimis contra leges naturales militat. 

Genera sequentia ad hanc tribum referenda videntur: 



M Bl VI II \M . DE LEGUMINOSARLM GENERIBÜS. 

• Legumen ad apieem »lipitii longi a/ati samaroideum. 
M ii r o .i/i t /• m ii m. Austro- americanae. 

** Legumtn montiifortne stipite non aluto. 

Edwardiia, Legumen longltudinaliter alatum. Antarclicue. 

Sophora, Legumen non alatum slccum. Calyx late campaniilatus Tropicae amphigaeae, et bo- 

reale» gerontogmeae. 

Stjfphnoloiium. Legumen non alatum carnosum. Calyx obconiciu. Japonieum. 

* * ■ Legumen coriaceum biealve vel indehiscene , stipite non alato. 

Virgilia. Veatillum orbiculare. Stigma terminale. Legumen^Av&lve. Radicula Inflexa. Ca 

pensie. 

Ormosia. Vewittum orbiculatuin. Stigma laterale. Legumen vix dehisecns. Radicula subreeta. 
Americanae tropicac. 

1) i plo tropi s. Vexillum oblongum. Stigma terminale. Stamina alterna dimidio minora. Legu- 
men indehiseens. Radicula reeta. Brasiliensis. 

**** Legumen membranaceum anguste alatum, stipite non alato. 

Boirdichia. Pelala carlnalia libera. Folia impari - pinnata. Americanae tropicae. 

C a l purnia. Pelala carinalia dorso concreta. Folia impari -pinnata. Capenses. 

C er eis. Pelala cirinalia dorso concreta. Folia simplicia. Amphigaeae tempvratae. 

Ammodendron. Pelala carinalia dorso concreta. Folia bifoliolata, petiolo spinescente. Asia- 

tica borealis. 



AKDRASTIS Raf. Genus e Virgilia lutea Mich, 
.«ine eharactere a Rafinesquio condituin, et ab Arnot- 
lin laudatum est, sed com ncque speeuninia ipsius plan- 
tae, nec icon nee descriptio ulla corollae (Michauxius 
Qores non vidit) mihi nota sit, inter genera dubia adhuc 
reinanere debet. 



LAYIA Hook, et Arn. Bot. of Beech. Voy p. 182. t. 
38 a d. auetoribus inter Cassieas, a Lindleyo (Nat. Syst. 
ed. 2. p. 155.) inter Sophoieas enumeratur. Ex icone 
citata corolla vix papilionacea videtur, et stamina potius 
Cassiearum quam Sophorearum. 



Myrospermum Jacq. 

Myrospermum DC. prodr. 2. p. 94. 

Hujiis generis speeimen nulluni in herbario Caesareo inveni, sed ex iconibus descriptionibusque plu- 
i imarum specierum nullo modo a Legumincsis Sophoreis differre videtur. Lindley tarnen, nescio qua ra- 
tione illud inter Amyrideas tnumerat. Corolla distinete papilionacea est, quod Lindleyo ipsi cha- 
racter certus Leguminosarum est. Glandulae foliorum singulares , iis Samydeurum similes, oecurrunt 
etiam in i'oliis Lonchocarporum nonnullorum, et leguminis cellulae gummi resinoso in Commilobio implen- 
tur. Caeterum calyx, corolla, stamina et ovarium omnino Sophorearum sunt, et legumen ab iis So- 
phorearum, et praesertim Dalbergiearum non essentialiter differt. 

Edwardsia Salisb. 

Edwardsia Salisb. DC. prodr. 2. p. 97. 

Calyx inflato - campanulatus, oblique truncatus, obscure ödentalus. Corolla papilionacea. Vexillum 
alis subbrevius, breviter unguiculatum, late obovalwn, emarginatum, basi angulalum. Alae oblongae un- 
guiculatae, basi anguslatae vel vix auriculatae. Carina alis sublongior, oblusa, reeta , petalis dorso se 
ineicem inrolventibus subconnatis, apice liberis. Stamina libera) filametilis glabris subdilalatis. Ovarium 
breviter stipitalum, lineare, pluriovulatum. Stylus purum ineurvus, glaber, basi dilatatus, apice attenua- 
tus. Stigma tetiue. Legumen moniliforme, uniloculare bivalvc polyspermum telrapterum. Semina sub- 

globosa, eslrophiolata, radicula parum ineurva. Frutices aut arbusculae antarclicae. Folia exstipnlata 

imparipinnata miiltijuga, foliolo terminali a pari ultimo distante. Inflorescentia subracemosa. Racemi 
axillares, laxi, paueiflori. Bracteae subulatae vel pedicelli uniflori ebracteolati. 



BENTHAM, DE LEGÜMINOSARUM GENERIBUS. 87 

Quinque tantum species hucusque cognitae sunt, in prodromo Candollii cnumeratae: 

E. microphylla Salisb., grandiflora Salisb., chrysophylla Salisb. , nitida DC. et denudata DC. 

Hoc genus medianto Cadia (cui ovula amphitropa nee anatropa) cum Cassieis connectitur. 

S o p h o r a Linn. 

Sophorae DC. prodr, 2. p. 95. 

Calyx lale campanulatus , oblique truncatus , obscure vel breviter odentatus. Corolla papilionacea 
I'elala subaequilonga ; vexillum obovatum vel rotundatum, erectum vel subpatens, in unyuem angusta- 
tum. Alae oblongae, unguiculatae, hinc auriculatae. Carina obtusa, recla, petalis dorso se invicem invol- 
ventibus subconnalis , apice liberis. Stamina 10, libera (vel interdum basi connexa?), filamenta glabra 
subdilatata. Ovarium subsessile, lineare, pluriovulat um. Stylus glaber, parum iueurvus, basi subdilatatus, 
apice attenuatus. Stigma tenue. Legumen moniliforme, indehiscens, apterum. Semina subglobosa, estro- 

phiolata, radicula ineurva vel subreeta. Arbores, frutices vel lierbae. Stipulae millae vel subulatac 

Folia impari-pinnata plurijuga, foliolo terminali a pari ultimo distantc. Inflorescentia racemosa, racemis 
axillaribus terminalibusve, saepius simplieibus. Bracteae subulutae vel minutae. Pedicelfi uniflori, ebrac- 
teolati. 

Species in sectiones quatuor commode distribuendae videntur: 



Sect. I. MAYA. Vexillum integrum. Stamina ex- 
serta. Flores fere Edwardsiae, sed fruetns Sophorae. 

1. S. macrocarpa Sin. DC. /. c. (v. s.). 

2. S. pentaphylla Desv. Ann. Sc. Nat. Par. 9.p. 407. 

Sect. II. EUSOPHORA. Vexillum integrum. Sta- 
mina carina breviora. Folia exstipulata. Radicula vix 
ineurva. 

8. S. glauca Lesch. DC. I. c. 

4. S. tomentosa Linn. DC. /. c. (v.s.). S. cras- 

sifolia Jaum. DC. I, c, 

5. S. Hau anensis Jacq. DC. /. C. 

6. S. secundißora Lag. DC. /. c. 

7. S. littoralis Schrad. DC. I. c. — An ad S. to- 

mentosam referenda. 

8. S. heptaphylla Linn. _ DC. /. c. Sepcies dubia. 



Sect. III. DISEMAEA Lindl. Vexillum bifiduin. 
Stamina carina breviora. Folia exstipulata. 

9. S. velutina Lindl. Bot. Reg. M185. 

Sect. IV. PSEUUOSOPHORA DC. __(Radiusa Bei 
chenb.) Vexillum integrum. Stamina carina breviora 
Stipulae subulatae. Radicula inflexa. 

10. S.ßavescens Ait. _ DC. /. c. (v. s.). 

11. S. alopecuroides Linn. DC. I. c. Stamina 

mihi ut Ledeburio (cfr. Fl. Alt. II. p. 109.) semper omni- 
no libera oecurrerunt, nee unquam basi connexa (v. s.) . 

12. S. acuminata Desv. Joum. Bot. 1814. 1. p. 75 et 
Ann. Sc. Nat. Par. 9. p. 406. 

Species adhuc dubiae , vel non satis notae sunt: S. 

sericea Nutt. (Patrinia scricea Raßn.) DC. I. c. S.c/it 

nensis Lodd. 



Styphnolobium Schott. 

Sophorae sp. Linn. DC. prodr. 2. p.95. Styphnolobium Schott in Wien. Zeitschr. 1830. ex Linn. LillerbAÜÜl. p. 54. 

Calyx obeonicus , apice breviter Sdentatus. Corolla papilionacea. \ exillum rotundatum, reflexum, 
aus vix longius. Alae oblongae, basi hinc auriculatae. Carina obtusa, alas subaequans, subreeta, petalis 
dorso se invicem involventibus subconnalis. Stamina 10, libera, vel ima basi vix connata. Filamenta gla- 
bra. Ovarium breviter stipitatum, pluriovulatum. Stylus glaber, ineurvus, filiformis. Stigma minutum. 
Legumen moniliforme apterum, indehiscens, carnosum. Semina oi-ata, compressa, strophiola donala, ra- 
dicula inflexa. — Arbor Japonica. Folia exstipulata, impari - pinnata, foliolo terrainali a pari ultimo di- 
stante. Inflorescentia raceraoso - paniculata, terminalis. 

Genus e Sophora japonica Linn. DC. I. c. (St. japonicum Schott l. c.) sola conditum, quae a caeteris 
Sophoris differt habitu et calyce, legumine subcarnoso, et ex cl. Schott germinatione (v. s.). 

Vir gi li a Lam. 

Virgilia Spec. DC. prodr. 3. p. 98. 

Calyx late campanulatus, inaequaliler Sdentalus, subbilabiatus. Corolla papilionacea. Vexillum or- 
biculare, rotundatum, expansum alis vix longius. Alae oblique - oblongae. Carina ineurva, rostrata, alas 



SN 



BENTHAM, DK 1.1 (.1 MIISOSAIU.M CENERIBUS. 



su?>tn-</t/(ins. petoHs dortu concrctis. Stamlna libera oel tma basi subconcreta. Filamenta villosa. Ovarium 
sessile, rillosum. St \i ii s< (/taber, incuirus. /i/i/oruiis. Stigma iniiiutum. Legumen ublonyum compressum 
roriact um. imlr/iisctii- , mter scmina /'arcdim, suturis obtusissirnis exalatis. Semina ovalo- reniformia, 
su/>co;ji/>rrs.t(i, strophiolu parra, radicula i/i/lr.ru. Fnitices ▼«] arbores Austro - Africanae. Folia im- 
l>ni -plnnata, exttlpnlata, follolo terminal! a pari ultimo distante. lnßorescentia ra emosa , racemis axilla- 
ribua teraainalibuare aimpllcibua vel paDiculatit. 

(■'■uns ablatia Calpuritia et Cladrtuti id aolam V. capensem Lam, DC. /. c. reducitar ni revera 
V yrandis E. Mey. etiam Im jus loci sit. 

O r m o s i a Jacks. 

Orinosia Jacks. Trans. Soc. Lina. Lond. 10. p. 860. DC. prodr. 2. p. 97. 

Calyx campanulatus, apice Sfidus, bilabiatus. Corolla papillionacea; vexillum orbiculare emargina- 
tum, alis rix longius. Alao obovato-oblonyae. Carina obovata vel oblonga, subincurva, alas subaequans, 
petalis dorso se invicem involventibus {vel libcris?) . Stamina 10, libera, basirn versus dilatata. Ovarium 
subsessile. pluriovulatum. Stylus t/laber, basim versus subdilatatus, apice inflexus {infra Stigma nonnun- 
i/uam dente auetus'.}. Stigma tenue laterale. Legumen ovali oblongum, 1 -paucispermum, compressum 

lignosum, vix dehiscens. Semina ovato suborbicularia, compressa, radicula fere recla. Arbores Austro- 

Americanae. Folia impari- pinnata. Stipulae parvae vel deeiduae. Foliola suhopposita, terminali a pari 
ultimo distante, crassa, coriaeea, penninervia, exstipellata. Inflorescenlia paniculata, terminali s. Brac- 
trae et bracteolae deeiduae. Ovarium villosum. 



(). coccineae Jacks. DC. /. c. addatur synonymon : 
Abrna arboreus Fei los. Fl. Fluni. 8. t 99. 

Specicbus tribns hueusque editis addatur : 

O. macrophylla, foliolis 7 lato-ovatis obtusis ba6i 
truncatis subcordatis crassis coriaeeis subtus tenuiter 
tomentosis, calyeibus amplis turbinato -campanulatis, 

stylo edentulo. In campis ad inontes Araracoara pro- 

tinciae Rio Negro Brasiliae. Martius. 

Rami crassi, subglabri vel tenuissime tomentosi Fo- 
lii 4 — 5 poll. longa, 2\ 3 lata, crassissima, suhtus to- 



mento tenuissinio rufescentia vel subcanescentia. Pa- 
nicula in speeiminc unico suppetente parva, parce ra- 
mosa, ferruginea. Calyces 5 lin. longi, subsessilcs, la- 
ciniis ad tertiam fere partem calycis attingentibus , 2 
eupremis latioribus ineurvis et minus profunde fissis. 
Corolla calyce fere duplo longior, purpureo - caerulea 
(Mart.). Stylus elongatus, apice acutus et inflexus, sed 

nullo modo dentatus. Ovarium 5 6 ovulatum. Ovula 

reniformia, fere anatropa. Legumen non vidi (v. $.). 



# 



DlPLOTROPIS. 

Calyx turbinatus, ineurvus, basi attenuatus, apice bilabiatus, labio superiore lato bifido, inferiore 
minore trifido. Corolla papilionacea cum staminibus ad medium calycis inserta, Petala omnia libera 
subaequilonga. Vexillum oblongum,integrum. Alae oblongae,concavae,basi subauriculatae. Carinae petala 
alis conformia paullo minora. Stamina 10, alterna dimidio breviora. Filamenta basi dilatata; antherae 
uniformes terminales bivalves. Ovarium sessile, pauciovulatum, ovatum. Stylus ineurvus. Stigma ter- 
minale. Legumen sessile, ovatum, compressum, crassiusculum, coriaceum (indehiscensV) prope suluram 
rexillarem utrinque nervo marginatum. Semen {unicum?) maximum, reniforme, radicula brevi reeta. 

Genus Brasiliense, floribus Ormosiae, Layae et Bowdichiae affine, sed legumiue et praesertim vexillo 
staminibusque ab omnibus distinetum. 

Species unica est : 

D. Mavtiusi. In sylvis Tapurensibus provinciae Rio 
Negro. Martius. 

Arbor. Folia glabra, impari- pinnata. Foliola 5_7, 
petiolulata, alterna, exstipellata, 4 _6 pollicaria , ovali- 
elliptica, acuminata, basi rotundata vel angustata , co- 
riacea, glabra, supra nitida, subtus venosa, venis inter- 
dum subferrugineis. Spicae terminales ? peduneulatae, 
mbramosae, breves, rhachi crassa ferruginea. Bracteae 



parvae, crassae, persistentes. Bracteolae miliar- (vel de- 
eiduae?). Flores subsessiles, approximati. Calyx ferru- 
gineus, coriaceus , valde ineurvus, laciniis brevibus latis 
falcatis, inferioribns rectiusculis parvis Petala crassius- 
cula. Ovarium villosum, Sovulatum. Legumen £ vel fere 
2 poll. longum, 1 poll. latum, paullo obliqunm, glabrum. 
Semen valde compressum, leguminis cavitatem fere im- 
plens , duplo fere latius quam longum (v. s.). 



BENTIIAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 



S9 



Bowdichia Hiimb. et Kunth. 

Bowdichia Humb. et Kunth Nov Gen..Amer.G.p.3~<6 — ÜC. prodr. 2 p.öi9 — SebipiraMart. Reise. _ Oebipira Pison. 

Calyx turbinatus, incurvus, basi attenuatus, apice lato Sdentatus, aestivatione valvata. Corolla pa- 
pilionacea, cum starninibus ad medium calycis inserta. Petala omnia lil/era,unguiculata, exappendiculata, 
basi angustata. Vexillum latum, emarginato - bifidum, alis brecius. Alae oblongae vel obocatae. Carinae 

petala oblongo - lanceolata, subrecla, alis breviora, vexillo subaeuuilonga. Stamina 8 10 (saepissime 9) 

incurvo - adscendentia, parum inaequalia. Ovarium stipitatum, pluriocu/atum, disco crassiusculo. Stylus 
adscendens, filiformis, apice inflexus. Stigma capitatum. Legumen oblongo - lineare, piano - compressum 
membranaceum, indehiscens, margine superiore anguste alato. Semina eslrophiolata, oblonga; radicula 

subrecla. Arbores Americanae tropicae. Folia impari- pinnata, pltirijnga, exstipnlata, tbliolo terminal! 

a pari ultimo distante. Foliola coriacoa, apice retusa vel saepo emarginata, eglandulosa, brevishime petio- 
Iulata« Inflorescenlia racemoso - paniculata, terminalis. Pedicelli calyce breviores, minute bibracteolati. 
Calyces coriacei, nigreseentes, dentibus margine saepius tenuiter membranaeeis , suboiliatis. Flores cae- 
rulei vel albi , petalis crenulatis. 

Genus calyce Styphnolobio et Calpurniae affine, corolla diversum. Legumen Calpurniae et Cercidi si- 
millimum. 



1. B. ;H(7yoc(IVIavt. msc.) ramis sulcatis, foliolis 9 15 

oblongis supra glabris subtus nervis raniulisque puberu- 
lis, paniculis laxis divaricatis, alis oblongis vexilli la- 
mina suhduplo longioribus , ovario ciliato , leguininis 

stipite calyce longiore. Brasilia. Lhotshy. In provincia 

Bahiensi inter Caitete et Soteropolin. Martius. 

Rami nodos! sulcati, juniores ferrugineo-pubescentes, 
foliola basi rolundato- euneata , nervo medio subtus va- 
lido, supra reticulato-venosa. Panicula pedalis et ultra, 
multiflora. Pedicelli calyce parum breviores. Calyx gla- 
ber, laciniis tenuissiine marginatis. Alae calyce subtri- 
plo, vexillum et carina subduplo longiora. Legumen 
1$ 2 pollicare, basi attenuatum in stipitera calyce sae- 
pius fere duplo longiorem (v. s.). 

2. B. ßoribunda , ramis sulcatis , foliolis 9 15, ob- 
longis supra glabris subtus raniulisque pubescentibus, 
paniculis laxis divaricatis, alis obovato - oblongis vexilli 
lamina dimidio longioribus , ovario ciliato , leguininis 

stipite calycem subaequante. In Brasiliae provincia 

Bahiensi. Martius. 

Forsan B. majoris varietas, sed diversa videtur pe- 
talorum forma et proportione, et legumine brevius sti- 
pitato , basi rotundato nee angustato. Folia tantum 
juniora vidi. Pedicellus calyce vix dimidio brevior 
(v. s). 

3. B. pubescens , ramis sulcato - rugosis, foliolis 
15 23 ovali ~ oblongis supra glabris vel tenuiter pubes- 



centibus subtus aibidis , nervis raniulisque ferruginei> 
subvillosis , paniculis brevibus , calyeibus subsessilibu-, 
alis obovatis vexillum parum excedentibus , ovario ci 

liato , leguininis stipite calycem subsupeiante. In 

Brasiliae Capitao Vincente Crs.xas Trahiras. Pohl. 

A B, ßoribunda et B. majore facile dislinguitur in 
florescentia densa, et foliolis subtus aibidis, a S. densi 
flora ovario ciliato et pubescentia. Folia pleriimque 
pollicaria, rarius sesquipollicem attingunt. Petioluli bre- 
vissimi. Calyces saepius minute pubescentes (v. s.). 

! k. B. virgilioides Humb. et Kunth /. c. 

5. B. brevipes , ramis subsulcatis, foliolis 15 l'J 

oblongis supra glabris subtus sericeo - pubescentibus, ra- 
mulis ferrugineis, paniculis brevibus densis, alis obo 
vatis vexillum vix excedentibus, ovario leviter ciliato, 
leguminis stipite calyce breviore. In Brasiliae provin- 
cia Para. Martius. 

Habitus S. pubescentis, sed foliola longiora, angustio 
ra, subtus non albida, sed pilis adpressis pubescentia. 
Petala breviora, latiora. Calyx glaberrimus. Leguminis 
stipes constanter inclusus videtur (v. s.)- 

6. B. densiflova , ramis crassis non sulcatis, folio- 
lis 9 11 oblongis ellipticisve glaberrimis, paniculis den- 

sis brevibus, alis obovatis vexillo parum longioribus. 
ovario glabro. Brasilia. Lhotshy n. 64. 

Panicula B. pubescentis et B. brevipedis , flores e-t 
folia major». Legumen non vidi (v. s.). 



Calpurnia E. Mey. 

Virgiliae sp. DC. prodr. 2. p. 98. _ Calpurnia E. Mey. Comment.p. 2. 

Calyx campanulatas, apice obtuse Sdentatus. Corolla papilionacea. Vexillum orbiculalum, alis vix 
longius. Alae falcato- oblongae, hinc auriculalae. Carina ineurva, oblusa, petalis dorso concretis. Sta- 
mina basi brevissime concreto. Filamenta glabra. Ovarium stipifatum, pluriovulatum. Stylus glaber 
subulatus, incurvus. Stigma minutum. Legumen oblongo-lincare, piano - compressum, membranaceum. in- 

VI 



90 BEMHAM, DE LEGUMINOS4RIJM GENERIBUS. 

ili-hisrfii* , ad suturam superiorem angustissime ulatum. _ Frutires Austro - Africani vel Indici. Fo- 
lio axatlpulata, impari- pinnata, plarljuga, Ibliolo terminal! a pari ultimo distante. Inßorescentia racemoaa, 
racenia axillarlbua, termiualibus, solUariis vel panlcalatis, 
Species eognltae sunt : 



l C. innen. \ irgilia aurca Lam. DC. /. c. 

•> C. uitiusti E. Hey. /. c. \ irgilia intrusa Hr. 

DC, / c. (». s.). 



8. C. tylvatioa E. Hej /. c. \ irgilia sylvaüca 

DC. /. C. (v. B.). 

4. C. lasiogyne E. Hey. '■ C. (v. i.). 

5. C. robinioides E. Hey. /. c. _ Virgilia roblnioi- 
des DC. /. c. (v. s.). 



Ammodendron Fiscli. 

Ainuiudcndron D'". prodr. 2. p. 523. Lcdcb. R. ^. 2. 110. 

Cal\v campanulalus, apice 5/idus, subbilabiatus. Corolla papilionacea. Vcxilliim orbiculare, alis via: 
longius, basi (runcatum, apice patent. Alae obovato - oblongae , basi hinc auriculatae. Carina recta ob- 
tusa, ulis subaei/uilonya, petalis domo concrelis. Ovariiun subsessile, pluriovulatum. Stylus incurvus, 
glaber, filiformis. Stigma panwm, capitatum, ininute penicillatum. Legumen oblonyo - lineare, piano - com- 

pressum, membranaceum, ala angusta membranaceaad utramuue suturam marginatum. FrulexAsia- 

ticus. Folia bitbliolata, petiolo ultra foliola producto, spincscente. Stipulae subulatac. Jnflorescentia ra- 
cemoaa, terminalis. 

Genus floruru cliaracteribus Calpurniae valde affine, habitu et foliorum structura diversissimum. Fn- 
ter genera pinnatifolia tarnen numerandum videtur, foliolo nempe tcrminali abortiente. 

Species unica: A. Sieversii DC. I.e. fuse descripta in Ledeb. Flora Altaica l. c. (v. s.). 

Tribus Dalbergieae. 

Dalbergieae, Galegearum et Geoffroyaruni gen. DC. 

Corolla papilionacea, vexillo exappendiculalo , alis Iiberis. Stammet 10, varie connexa. 
Legumen indehiscens. Folia pinnata, foliolis saepius alternis, rarius unifoliolata. — Arbores 
vel fruticesj noiituuiquani scatidentes. Stipulae variaCj saepius deeiduae. Folia saepissime 
impari - pinnata j, foliolis ultimis vel Omnibus alternis; excipiuntur tarnen 1. Cyclolobium, 
Amerimnum et Ecastaplrylli species duae, tibi folia unifoliata 2. Hymenolobium et Audirae 
species paucae, ubi foliola omnia opposita. Stipellae saepius nullae j interdum vero ad- 
sutit. lnflorescentia saepissime racemosa_, racemis aocillaribus terminalibusquCj, saepe pa- 
uiculato - ramosis j nonnunquam dichotome cymosa. Calyx campanulatus _, plus mitius- 
ve turbinatus et obliquus, apice breviter vclfere ad medium Sdentatus vel hfidus , laciniis 
dentibusve saepius bilabiatim dispositis. Discus petalifer nunc brevissimus , nunc fere ad 
medium tubi caljeis attingens. Pelala unguiculata ; vexillum basi angustatunij eunea 
tum vel rotundatum 3 nee auriculatum nee appendiculatum nee bicallosum. Alae erec- 
lae, obovalae- vel oblongae 3 reetae vel falcatae_, hinc rotundatae vel breviter appendicu- 
latac , nee intcr se nee carinae adhaerentes ; carina recta vel ineurva , rarius rostra- 
faj, petalis Iiberis vel dorso connatis. Staminum fdamenta ima basi monadelpha „ vagina 
1 amen fere constanter versus vexillum fissaj et saepe etiam versus carinam , filamentum 
vexillare nunc cum caeteris ultra medium connexum } nunc fere ad basim liberum > nun- 
quam arliculatum nee geniculatum nee appendiculatum. Filamentum carinale etiam non- 
nunquam fere a basi liberum. Antherae ovatae vel oblongae s uniformes , acquales, me- 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARIJM GENERIBUS 9l 

difixae _, lociili longitudinaliter dehiscenles _, vel in Trioptolemea et Miscolobium urceo- 
lataej apice dehiscentes. Ovarium sessile vel stipitatunij lineare vel oblongum^ crassiuscu- 
hurij non reticulatunij ovulis paucis (vix unquam ultra sex) ainphitropis vel rarius ana- 
tropisj apice angustatum in stylum parum incurvum obtusum nuduiu^ stigmate temu 
terminal i. Legumen membranaceunij coriaceunij suberosum vel drupaceum, inarticulatum, 
sponte non dehiscenSj etsi nonniuicpiam maturitate in valvulas duas divisibde sit _, saepe 
ala membranacea appendiculatum. Semina soliolaria vel pauca, ovata j oblonga vel rem- 
formia j transversa vel pendula j embryone recto vel incurvo j radicula saepius brevi> 
recta j incurva vel inßexa. 

Genera omnia tropica vel subtropica, utriusque orbis. 

Tribus sat naturalis , Sophoreis , Galegeis et Pbaseoleis afJinis, et impiimis Sophoreis. 
quibus valde approximatur babitu , staminum vagina saepe incompleta, aus constanter et pe- 
talis carinalibus interdum liberis, legumine indehiscente et radicula saepe. subrecta, discrepaf, 
vero staminibus , saltem basi connexis. Galegeae arboreae habitu Dalbngieis similes sunt, 
sed legumen bivalve dehiscens , et in generibus quae hucusque examinavi , alae carinae adhae- 
rent, et foliola omnia opposita. Phaseoleae fere omnes diflferre videntur legumine bivalvi, 
filamento vexillari ima basi a caeteris distante, et pleraque foliolis binis oppositis cum impavi 
distante. Butea et Erythrina quae legumine indehiscente Dalbergieis approximantur, ab eis dif- 
ferunt alis carinae adhaerentibus et foliis omnino Phaseolarum. 

Genera sequentia ad hanc tribum referenda videntur: 

* Legumen membranaceum compressum vel 1 2alatum. Semina transversa vel embryone incurvo. 

Cyclolobium. Legumen orbiculare, sutura vexillari anguste alata. Sernina transversa. Radicula recta. Folia s.ini- 
plicia. Americanae. 

Amerimnum. Legumen oblongum, sutura vexillari anguste alata. Radicula incurva. Folia simplicia. _ Ame- 
ricanae. 

Corytholobium. Legumen lignosuin, subglobosum, sutura carinali convexa, alata. Folia simplicia. Ameri- 

canum. 

Ecastaphyllum. Legumen suberosum, orbiculare vel ovatum, subrectum, exalatum. Folia simplicia vel paueifo- 
liolata. Americanum et Africanum. 

Moutouchia. Legumen suberosum, suborbiculare, axi parum incurva, sutura carinali ala subcoriacea cineta. Fo 
lia in hoc et omnibus sequentibus impari - pinnata. Americanae. 

Pterocarpus. Legumen suberosum vel sublignosum, stipitatum, sutura utraque alata, axi valde incurva, disco 
nudo. Asiatici. 

Echinodiscus. Legumen forma Pterocarpi ? disco eebinato. Africani. 

Centrolobium. Legumen ipsuin ovatum echinatum , sutura carinali in alam longam terminalem producta. 

Americanum. 

Amphymenium. Legionen planum orbiculare, sessile, axi recta vel incurva, sutura utraque ala lata cineta. 

Americana. 

Drepanocarpus. Legumen lunatum exalatum. Americani. 

Machaerium. Legumen hinc subexcisum illinc convexum, apice in alam oblongam vel cultrifornicm produc- 
tum. Americana. 

Ateleia. Legumen membranaceum, samaroideum, stipitatum, compressum, sutura superiore recta anguste alata, 
inferiore convexa. Americanae. 

Brachypterum. Legumen membranaceum, samaroideum, stipitatum, utrinque acutum, sutura utraque incurva, 
superiore recta anguste alata, inferiore nuda. Asiatica. 

Pongamia. Legumen coriaceum compressum , ovatum oblongum , recurvo -mucronatum , indehiscens , valvulis 
intus coneavis. Asiaticae. 



*) Genera luijus seetionis ob plura quoad llores vel fruetus ignota , in subdivisioncs distribuere nequivi. _ Ecastapliyllnm, Dalber 
gia, Trioptolemea et Miscolobium antheris coiiveniunt , et verosimiliter etiam Corytholobium; Cyclolobium. Amerimuuni et Co. 
rytbolobium foliis. Oi.lo quem supra aecutus sum praeeipua ex leginiiinc dedurtus est. 

12 * 






Bh'STHAM, DK II (.1 MINOSAHl M (.KM Kllil S 



MÜletii. Legumen coriaceBio, acutum, marginilraa inerassatis c\alatuni. Asiaticae. 

EndospernmiH. Legumen lanceolatam follaeeom. Semen lineare. Stamina 9. Javanietun. 

Dalbergia, Ptoret hermaphroditi. Legumen obtaagwn, membranaceuiu, medio reUcaUte-ragoaam, aeminiferam 
1_3 ■peraaaa. Qporium pluriovulatuiu. Anlherae apice dchigcentcs. Inßorescentia racemoio - panicolata. _ Asia- 
ticae. 

Trioptolemea. Flore* dioiei (vel monoici). Legumen ohlongam, mambranaceam, medio retiualato-riigoaani, ae 
ininileruiii monoapermiim. Anlherae apice deliiscentcs. Inßorescentia ligaoaa. Americanae. 

Miscolo' iitm. Legumen oblnngiim membranaceuiu medio scminifcrum laeve. Ovarium 8_8 oviilatuiu. Authe- 
i ie apice dehiai >*u t •■- Inßorescenti i racemoaa, paniculata. Americanae. 

Platymenium. I.egumen oblongem, mciubranaccuin, medio seminilorum, Jaevc. Antherae longitudinaliter dcliis 
i . nies, Folia oppoaita. Americana, 

I ilUsemaea. Calyx amplaa, turbinatus, sobfoliaceua. Ovarium longiaaime stipitatum. (Legumen liinc mcmbra 
n.Kciim in atipitem loiigi>simuui angustatmu). Folia numerosa, lineata, emargiaata. _ Americanae. 

Discolobium. Legumen ala apirali eiuctnm. Amei icanum. 

• Legumen nun comprcssutn, semina non pendula? 

Piscidia. Legumen aus membranaeeis longitudinaliter auetuin. Americanae. 

Pliellocarpus Legumen suberosum, cnstis 5 et aus 5 erassis longitudinalibus aiicdim. _ Americani. 

• ■ * Legumen drapaceum vel compressam, semine eolitario pendnlo, radicula reda ad apicem leguminis spec 
tante. 

GeoJJ'roya. Calyx semi-öfidus. Legumen ovoideum. Americanae. 

Andii a. Calyx 5dentatus. Legumen ovoideum. _ Americanae. 

Dipterix. Calycis laciniae 2 maximae, coneavae, coriaceae, alaeformes. Legumen ovoideum. Americanae. 

Commilobium. Calycis laciniae 2 maximae, petaloideac , alaeformes. Legumen compressum gummiferum. _ 
Americanae. 

Brya R. Browne. DC. prodr. 2. p. 421 vix liujus loci, ob legumina articulata dehiseentia. 
Denis Lour. DC. prodr. 2. p. 415 et Deguelia Aubl. DC. prodr. 2. p. 422 genera valde dubia sunt. 
lirownea Jacq. DC. prodr. 2. p. 476 milii ad Mimoseas referenda videtur, praeeipue ob slamina plusquam 10. 
Butea Koxb. mihi certe ad Phaseolas referenda videtur. 



c 



YCLOLOBIUM. 



Calyx urceolato - campanulatus, 5dentatus, Corollae vexillum orbiculatum, emart/inatum, aus vi» 
lonyius. Alae oblongae. Carina oblonga, subreeta, alas subaei/uans, petalis dorso concretis. Stamina 10 'i 
rexdlare liberum, caetera connexa. Ovarium stipitatum pluriovulatum, ovulis anatropis. Legumen sti- 
pitatum, orbiculatum , piano - compressum , reticulatum, membranaceum, indehiscens, sutura utraqur 
convexa, vexillari alata seminifera, carinali nuda. Semina 2 3 transversa , ernbryone recto. 

Genus distinetissimum, floribus staminibus et leguminis forma Dalbergieis, et imprimis Ecastophyllo 
et Amerimno affine, leguminis et seminum struetura Sophoreis hjmenolobis (Bowdicliiae , Calpurniae, 
Cercidi). 

Spccics unica observata est : 



('. BrasiHense. Brasilia, ad Fazenda de Lopez. 

Pohl. Frutex , cortice taeviusculo, minute verrueu- 

loao. Rand juniores et axis racemovnm ferrugineo - pu- 
licruli. Folia simplicia, ovata vel oblonga, utrinque 
parum angnstata vel rotundata, in petiolo brevi ar- 
ticulata, submembranacea, supra glabra, subtus fer- 
rugineo - puberula. Racemi axillares vel laterales, folio 
brcvjores. PedicelU calycem subacquantes. Calyces (jam 



deflorati) ferruginci, basi subintrusi , dentibus tulio 
brevioribus , liinis supremis paullo latioribus. Corol/a 
calyce duplo longior, glabra, sed in speeiminibus sup 

petentibus jaiu emarciila. Legumen glabrum, 9 10 lin. 

diametro , ut in Calpurnia reticulatum, valvulis undi- 
que arete adbaerentibus, stipite calyce duplo loneiore. 
Semina parva (v. s.) . , 



Amerimnum. 

Hoc genus in herbario Caesarco deest. 



BEINTIIAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS 



93" 



CORYTHOLOBIUM. 

Calyx. . . . Corolla. . . . Legumen coriaceum , sublignosum, ovoideo ■ globosu,m, reticulato -veno- 
sum , sutura seminifera acuta, convexa, altera pariter convexa, in alam mernbranaceo - coriaceam se- 
miorbicularem expansa. Semen unicum subylobosum. Cotyledones crassae, carnosae. Itadicula brevis 
incurva. 



C. macrophyllum. In sylvis udis Iguarapiniirim 

provinciae Para. Martius. 

Rami frutescentes, glabri, flexuosi. Fol tu alterna, 

unifoliolata. Folio/um amplum (7 8 poll. lunguui 3§ 4 

Ultimi) ovato-elliptieum, acuminatum, penninerve, utrin- 
que glaberrimum, brevissime petiolulalum, petiolo nullo. 
Inflorescentia axillaris. Racemi fasciculati brcves, 0111- 



nino Ecastaphylli. Legumen glabrum , ala excepta ob- 
lique ovoideum, durissimuin, 8 9 lin. latum. Ala basi 

3 4, apice 6 7 lin. lata. Apex leguminis styio de 

eiduo muticus (v. s.). 

Genus hin«; Ecastaphyllo, WWnv.Centrolobio eviden- 
ter affine , etsi flores adhuc ignoti sunt. 



Ecastaphyllum P. Browne. 

Ecastaphyllum DC. prodr. 2. p. 420. 

Calyx campanulatus , breviter Sdentatus , subbilabiatus. Corollae petala longe stipitata. Vexillum 
orbiculatum, emarginatum. Alae oblongae vel obovatae. Carina alis partim brevior, oblonga, subrecla 

petalis dorso leviter connalis. .Slamina 8 10, omnia aequaliler diadelpha, vel stamme vexillari a cae- 

teris libero. Anthcrae terminales, loculis brevibus erectis subdistinetis. Ovarium longe stipitatum , bi- 
ovulatum. Ovula amphitropa, Stylus brevis filiformis. Stigma capitatum. Legumen stipitatum, orbi 
culare, ovale vel ovali - oblonr/um, piano - compressum, sed plus minusve suberosum, exalatum, rectum 

vel rix ineurvum, indehiscens. Semen 1 (rarissime 2) maynum, renif'orme, radicula brevi subineurva. 

Frutices Austro - americani , interdum subscandentes. Folia siraplicia vel impari - pinnata, exstipulata. 
Foliola pauca, saepius ampla, coriacea, exstipellata , terminali a pari ultimo distante. Inflorescenlia axil 
laris. Paniculae brevissimae, fasciculato -ramosae, subcorymbosae. Bracteae parva«. Hitachis post fiorum 
lapsum persistens dentata. Bracteolae parvae ovatae, sub calyce patentes. Flores parvi fere Trioptolemeae, 
cui hoc genus affine , sed diversum habitu, inflorescentia et leguminibus non rnembranaeeis brevloribus. 

Species sunt: 



1. E. Brownei Pers. — DC. I. c. __ Pterocarpus 
Ecastaphyllum Fl. Fluni. 7. t. 89. In maritimis Brasi- 
liae orientalis communis. Stamina aequaliter diadel- 
pha. Legumen late orbiculatum, crassiusculum, semipol- 
licem latum vel paullo majus. 

2. E. dubium Hunib. et Kunth. — DC. I. c. 

3. E. Plumieri Pers. _ DC. /. c. 

4. E. pubescens DC. I, c. 

5. E. Monetaria DC. I. c. Pterocarpus quercinus 

Fl. Fluni. 7. I. 90.? In sylvis secus flumina Amazo- 

num et Solimaen. Martius, Pöppig. Stamen vexillare 

liberum, caetera diadelpha. Legumen orbiculatum tenuius 
quam in cacteris, at non lncmbranaccum , stipite ca- 
lyce plus duplo longiore (v. s.). 

6. E. hygropliilum (IMart. msc.) foliolis 8_5 ovatis 
acuminatis glabris nilidis, leguminibus ovali -oblongis 

rectis vel subineurvis , stipite calyce vix longiore. In 

sylvis secus fluni en Amazonum in urovincia Para, et in 
sylvis Tapurensibus provinciae Rio Negro. Martius. 

Folia et inflorescentia E. Monetaria. Corymbi 
paueiflori rhachi , subferruginea Legumen breviter sti- 



pitatum, crassiusculum, dimidio longius quam latum, 
interdum subrenil'orme. Semen maximuiu, reniformc 
Coroltam et stamina non vidi (v. s.) . 

7. E. Berterii D C. /. s. 

8. E. nitidum (Mart. msc.) foliolis 8_5 ovatis vel 
suborbiculatis abrupte acuminatis , racemis spicaefornri 
bus axillaribus subsolitariis, leguminibus crassis late 
orbiculatis. In sylvis ad flunien Solimaen. Martius. 

Affine videtur E. Berterii, a cujus diagnosi differt 
foliolis saepissime 5 non obovatis, hinc E.violacco, a quo 
tarnen diversum foliolis 5 nee 7, latioribus majoribus. An 
omnes unius speciei varietates , an species tres distinc- 
lac sectionem propriam generis Ecastaphylli formantes, 
legumiiie crassiore, majore et inflorescentia distinetam V 

Legumen E. nitidi cum icone Aubletiana in omnibus 

convenire videtur. Flores non vidi (v. s.). 

9. E. violacea Acouroa violacea Aubl. PI. Guian 

p. 753. t. 301. _ Geoffroya violacea Per. _ DC. prodr. 2. 
p. 4/6. _ Plantam ipsc non vidi, sed hon omnino Eca 
staphyllum refert. 






■M 



DENTIIAM, DE LEGUM1NOSARUM GFNER1BIS. 



M V T O U C II I A Alibi. 
Pterocarpi Sectio Moutonchia !)• prodr. 2. p. 418. 

Calvx et Oorolla Pterocarpi. Stamlna monadelpfia, Vagina cylindrica integra, nee superne fissa. 
Leruraeo »ttdorMcolar« eompresaum, indehiscens, suberoxum, axi purum ineuroa, suturu utraque 

ronrexa . rr.ri/lari breviore exalata , carinali ala membrannceo - coriacea cinetu. Arbores Ame- 

ricanae. Folia iinpari - pinnata. Foliola exstipellata, coriacea. Inflorescentia paniculato - racemosa, axilla 

ris el tonniiialis. Mores ipse non vidi, sed struetura lructus mihi valde diversa videtnr ab illa Pte- 

rocarporum Asiatieoruin. 

Spedea tres huc referendae videntur : 

I \l. Drtico. Pterocarpus Draco Linn DC. 

/ c. _ P. hemiptera Giirtn. Carp. 2. p. 351. t. 156./. 2. 
Specimen fruetu uniro donatuni vidi in licrl). Martiano, 
cv nrlvia innndatis pTOvinciae Hrasiliensis Para (v. ■.). 



2. M. suberosa Aubl. PI Guian. 2. p. 748. I. 290. 
Ptcrocarpus suberosus Pers. — DC. /. c. 

3. M. crispata. Ptcrocarpus crispatus DC. /. c. 



Pterocarpus Linn. 

Pterocarpi sp. sectionutn Aiuphymenium et Santalaria DC. prodr. 2. p. 418 et 419. 

Calyx turbinatus, ineurvus, Sfidus , bilabiatus. Corollae vexillum alis longius, orbiculare, bsai 
ungustatum. Alae obovatae obliauae. Carina obovato - oblonga, petalis liberis, stipite ineurvo, lumina 
alis subsimili minore. Stamina varie connexa; antheris ovatis. Ovarium stipitalum, uniloculare, pauci- 
ovulatum. Stylus rix ineurvus, glaber; stigmate tenui terminali. Legumen suborbiculare compressum, 
indehiscens , coriaceum, sublignosum, ula membranaceo - coriacea undique cinclum, axi valde ineur- 

ra , mucrone stylt basim indicante lateralis intus monospermum vel in loculos 2 3 monospermos trans- 

rersos divisum. Sernina oblonga vel subreniformia, compressa , radicula brevi purum ineurva. Ar- 
bores vel frutices Asiatici. Folia impari - pinnata. Stipulae deeiduae. Foliola alterna, exstipellata. Inflo- 
rcscentia paniculatim-racemosa, axillaris vel terminalis. Bracteae et bracteolae deeiduae, saepius minutae. 

Genus Pterocarpus auetorum monente Candollio certe dividendurn. Specimina specierum Asiatica- 
rura et Africanarum perpauca suppetunt, et plures dubiae manent. Interea character supra datus e P. 
indico , P. Marsupio et P. dalbergioide sumptus , sequentes verosimiliter includit. 



1. P. indicus Willd. _ DC. /. c. 

2. P. santalinus Linn. DC. I. c. 

3. P. santalinoides Liier. DC. I. c. 

4. P. Marsupium Roxb. _ DC. /. c. 

5. P. dalbergioides Roxb. _ DC. /. c. 

6. P. Wallichii W. et Arn. prodr. PI. Penins. Ind. 
Or. 1. p. 267. 

Inter caeteras species Candolleanas sectiones Mou- 
touchia , Echinodiscus, Amphy inenium (exelusis specie- 
bus indicis supra enuiueratis) et Atebia (excluso vero- 
similiter P. Peltaria) ut genera propria habendae sunt. 
V.ßavus et P. scandens male descripti , et P. sapindoi- 
des fruetu ignoto et diagnosi brevissima, inter species 
dubias recensendi sunt. 

P. Peltaria DC. prodr. 2. p. 419 est evidenter Vi- 
borgiae species, genus fruetu equidem Dalbergieis af- 



fine, sed foliis palmatim trifoliolatis, et antheris dimor- 
phis distinetissimum. 

P. australis Endl. prodr. Fl. Nor f. p. 94 fruetu 
ignoto ad suum genus referri nequit , mihi ad Milletiam 
W. et Arn. pertinere videtur. 

P. Ecastaphyllum Fl. Flum. <89. = Ecastaphyllum 
Monetaria. 

P. niger Fl. Fluni, t. 91. = Leiolobium nigrutn. 

P. luteus FI. Fluni. «.92. = Hymenolobii sp. 

P. falcatus Fl. Flum. t. 93 et P. polyspermus t. 94 
sunt stirpes milii omniiio ignotae. 

P. eultralus Fl. Fluni, t. 95. = Phellocarpus laxi- 
florus. 

P.frutescens Fl. Flum. t. 96. =s Trioptolemea rnon- 
tana. 



Echinodiscus DC. 

Pterocarpi Sectio Echinodiscus DC. prodr. 2. p. 410. 
Hujus generis species 4 mihi omnino ignotae, sed a Pterocarpo certe distinetae videntur. 



bentham, de leguminosarum generibus 
Centrolobium. 



95 



Calyx campanulalus Sfidus , laciniis 2 superioribus majoribus. Corolla papilionacea. Stamina 10, 
ßlamento vexillari libero, caeCeris connalis. Legumen subsessile (ala exceplä) ovalum, vix compressum, 
coriaceum, sublignosum, indehiscens, apice stylo mucronatum, disco ulrinque spinis longis densissime 
echinato, sutura vexillarVnuda, carinali convexa, apice in alam oblongam membranaceo - coriaceam 
egumine ipso longiorem producta. Semen unicum? 



C. robustum (Mart. msc.) _ Nissolia robusta Fl. 
Fluni. 7. t. 85. In insula Larangura Brasiliae Mart. 

Arbor gl abra. Folia impari-pinnata, sesquipedalia. 

Foliola 13 17 oblique oblonge» -ovata, breviter acumi 

nata, utrinque penninervia venis tertiariis supra trans- 
versalibus, subtus inconspieuis , subcoriacea, supra lae- 
via, subtus glanduloso- punctata, 2£_3polliearia. In/lo- 
rescenlia raoemoso - paniculata terminalis , pedicellis 
bibracteolatis. Legumen nonduni maluruin jam ala in 
clusa fere 2£ pollicare, formae inter legumina Corytho- 
lobii et Machaerii fere inediae. Stylus persistens indu 



latus, post anthesiin ala leguminis exerescente lateralis 

evadit, calcariformis. Discus spinis 6 10 lin. longis vali- 

dis, inaequilongis, divaricatis undique densissime obtec 
tus. Ala oblonga, subineurva, divergentim striato - veno 
sa, tenuiter ferrugineo -pubescens et glandulosa. Peri- 
carpium durum, crassum. Semen in legumine juniore 
unicum inveni, minutum, pubescens et glandulosum, ob 
longo - subreniforrae , embryone amphitropo , radieuiü 
brevi ineurva? Flores non vidi. Descriptioiiem corollar 
staininum et infiorescentiae ex icone Vellosiana sumpsi 
Cr. s.). 



Amphymenium Kuntii. 

Amphymenium Hunib. et Kunth No v. gen. et sp. Amer. 2. p. 380. Pterocarpi Sectio Amphymciiium DC. pi odt . i 

p. 418 exel speciebus Indicis. 

Calyx campanulalus 5dentatus , subbilabiatus , dentibus acutis. Corollae vexillum alas et cari 
nam vix superans Stamina monodelpha , tabo staminea fisso. Antherac oblongae inter se aequales. 
Ovarium sessile pluri-ovulatum. Stylus subulatus pubescens. Stigma obtusum (Char. floris ex Kunth 
I.e.). Legumen sessile compressum, indehiscens, orbiculare vel oblongum , ala lule membranacea eine- 

tum, basi subcordatum , axi ineurva vel subreeta, disco lumido. Arbores Austro - americanae. St/ 

pulae deeiduae. Folia impari-pinnata. Foliola pauea, altern», petiolulata , exstipellata. Infloresccntia 
racemosa, racemis subsimplieibus paueifloris. axillaribus tcrminalibusque. Flores flavescentes. Bracleac 
et bracteolae deeiduae. 



Species sunt: 



Pte 



1. A. Rohrii Humb. et Kuntii /. c. in adnot. 
rocarpus Rohrii Vahl. DC. I, c. 

2. A. orbiculatus — Pterocarpus orbiculatus DC. I. c. 

3. A. pubescens Hunib. et Kunth /. c. Pterocar- 
pus Amphymenium DC. /. c 

4. A. villosum (Mart. msc.) foliolis subquinis ova- 
tis breviter et obtuse acuminatis basi subcordatis co- 
riaeeis, supra glabriusculis subtus ramis petiolisque vil- 

losulis, leguminibus maximis suborbiculatis. In syl- 

vis Catingas inter San Antonio dos Quemodas et Joa- 
geiro provinciae Bahia. Martius. 

Rami divaricati. Petiolus communis subbipollicaris. 
Foliola infima vix \\ poll. longa, ultimum plus quam 
2J poll. Bucemi breves axillares. Legumen fere 3 poll. 
diametro, tenuissime puberuium, medio rugosum. Flores 
non vidi (v. s . 



5. A. mediterraneum (Mart. msc.) foliolis 7_9 
ovatis oblongisve vix acuminatis subobtusis coriaeeis, su- 
pra nitidis glabriusculis, subtus petiolis ramulisque pu 

berulis, leguminibus maximis oblongis. In sylvis Ca 

tingas Serra da Tiuba provinciae Bahia. Martius. 

Petiolus communis 3 4 pollicaris. Foliola circiter 

bipollicaria , valde coriacea. Racemi vix pollicares. Flo- 
res non vidi. Legumen 4 poll. longum , 1^ latum, axi 
parum ineurva, apice obtusissimum, basi subcordatum, 
vix puberuium , basi nervis 2 validis notatum , quorum 
alter usque ad styli basim legumen terminantem con- 
tinuatur, alter supra medium in reticulationes legumi 
nis evaneseit Discus medio parum incrassatus, sed non 
rugosus, margo membranaceus, valde reticulatus (v. s.) 






Drepanocarpus E. Mey. 

Drepanocarpus DC. prodr. 2. p. 420. 

Calyx tabuloso - campanulalus, breviter odentatus, dentibns superioribus latioribus. Corollao ve 
xillum alis parum lonyius ovato -suborbiculalum, subinteyrum, basi complicatum angustalum, vel trun 






iMHWI hl LLGl MINOS.UILM GENERIßUS. 



rat um cxa]>i>i'iuttnthitiim Alae oblonaae, obtustw. basi vim auriculatae. Carina recta vel subincurru 
oboruta. rrostris. alis hrerior vel rariUM subi/iact/uilonya, pctalis dorso cotmatis. BtamJna monadrlphu 

cel r.iyimi raric fla$a 2 Badclpha. Antherae oblongae uniformes , apice inleyrae. Ovarium subsessile 

rii />n ri.isu/ic stipittifum. 1 ovttlatum. Stylus inrurrus. filiformis, breeie. Stigma tenue, latc falcatwn, 

ii uucatum, craaum, etriaceum, indehiseena^apterum, Semen inaynum, reni forme, rudicula inflexa Ar- 

bores fruticetoe Anatro- Americanl, habitu Machaerita affines, et vix nisi legumine ab iis distingnendae. 
Folia irapari - pinnata, foliolla aubalternia coriaceia vel Biibmembranaceis, terminal! a pari ultimo dtatante. 
Stipulae iinne nullae vi I deciduae, nunc persistent» s induratae spinescentes. Stipellae nnllae. Inflorescen- 
tia panicttlato - racemosa. Racemi axillares vel terminales, fasciculatim ramosi. Flore» sessiles vel bre\is- 
sime pedicellati. Bracleae parvje. Bracteolae 2, breves orbiculatae, vel ovatae calyci adpressae. Corollae 
(praesertim vexillum) extus villosae. Ovarium villosum. Legumen saepins glabratum. 
Speciea cognitae sunt: 



^. J. Folioruin vcnis secundariis distantibus. 

1. I). lunalus E. Mey. _ DC. /. c. (v. s.). 

2. D. dubius lluinl). et Kiinlh. _ DC. /. c. 

8. I). inundatus (Mart. msc.) inermis, stipulis dc- 
ciilnis , ramis roliisqne glabris, foüolis ö_7 ovatia acu- 
niinalis coriaceia, paniculia brevibua axillaribus tlensi- 
Horia , calycibus corolliaqne dense scriceo - villosis sub- 
terrugineis. — In sylvis udis ad flumen Solimaen pro- 
vinciae Rio Xegro, et ad insulam Marajo provinciae 
P'iru. Martins. Ad Ega Amazonuni. Pöppig. 

Foliola petiolulata, 2_3polli<:aria , longiascule et 
obttisc acuininata , reticulato -venosa. Racemi vix ses- 
qnipollicarea. Bracteolae breves, adpressae. Carina in- 
mrva, alas subaequans. Ovarium stipitatuni, villosutn. 
Legumen breviter stipitatuni (stipite post anthesin nun 
aueto) tenuiter pubescens. Vagina disei brevis, obliqua. 
Vexillum subintegrum. 

Carina et ovarium Macliaerii, sed legumen Drepa- 
nocarpi (v. s.). 

4. D. frondosus (Mart. msc.) stipulis persistentibus 
induratis uneinato - spinescentibus , raniis foliisque gla- 
bris , foliolis sub 7 ovatis oblongisve aeuiuinatia basi 
rotundatis, panicnlia densis tcrminalibus folio breviori- 
^us- — In sylvis ad flumen Itapur ie provinciae Rio Ne- 
gro. Martins. 

Affinis D. Crista- castrensi, sed abundc distinetus. 
Foliola subbipollicaria. Paniculae rhachia viseosula. 
Bracteolae lato -ovatae, calycein subaequantes. Calyces 
tenuissiiue ferruginei. Vexillum vix emarginatuni, seri- 
eeum. Carina aus brevior. Ovarium subsessile. Legu- 
men non vidi (v. s ) . 

5. D. Crista- castrensis (Mart. msc.) inermis, sti- 
pulis deeiduis, ramulis petiolisque glabriusculis subvis- 
rosis . foliolis 13_15 oblongis apice angustatis aeutis 
niucronulatis , basi rotundatis submembranaeeis , supra 
glabris subtus parce pubeseentibus , dcmuin glabratis, 
panicula densa racemiformi terminali foliis subbreviore. 
_ In sylvis ad Barra do Rio Negro. Martins. _ Ad 
Ega Amazonum. Pöppig. 

Foliola 2_3 pollicaria, subsessilia, alterna , palli 
de viridia, nervo inedio subtus prominulo, seeundariis 
tenuissimis. Panicula vel racemus thyrsoideus erectus, 
florifer 2_Jt pollicaris. fruetifer, 4_6 poilicaris, Brac- 



teolae lato-ovalae, obtusae, calyce vix breviores, cito de 
eidaac. Calyces ferruginei. Vexillum vis einarginatum. 
Carina subineurva, alis parum brc^ ior, glabra. Ovarium 
scssile. Legumen junius pubescens, demum glabratum 
(v. 8.). 

$. 2. Folia transverse lineata, nenipe venis secun- 
dariis creberrimis parallelis. 

6. D. ferox (Mart. msc.) stipulis crassis induratis 
subreflexis demum spinescentibus, ramulis petiolisque 
glabris, foliolis numerosis oblongis obtusis submucrona- 
tis, utrinque glabris vel subtus pubeseentibus, panicula 
terminali foliis longiore. ///. sylvis Tapurensibus pro- 
vinciae Rio Negro Martius. Para. Sieber. _ Ad flu 

men Amazonum. Pöppig. 

Foliola 1 1$ pollicaria. Petala crassa, lata. Carina 

subreeta alis multo brevior. Legumen glabrum. Spe 

cies ab D. florido infloreseentia, a D. polyphyllo foliis 
facilc distinguenda. An non etiam duae species distin- 
guendae? altera (cui pertinerent exemplaria florifera 
Pöppigianum et Sieberianum) foliolis fere 30, vix pol- 
lii'.aribus, altera (cui exemplar fruetiferum Martianum) 

foliolis infra 20, ultra pollicaribus. Ob speeimina 

quodammodo manca dijudicare non potui (v. s.). 

7. D. floridus (Mart. msc.) stipulis subrectis spi- 
nescentibus, ramulis petiolisque glabriusculis, foliolia 

21 31 parvis oblongo - ellipticis obtusis retusione basi 

rotundato-truncatis, subtus pubeseentibus , panicula ter- 
minali rainosissima Uoribunda. _ In sylvis provinciae 
Bahia. Martius. 

Folia fere D. polyphylli, sed foliola breviora pau- 
ciora et subtus eonstanter pilis adpressis pubescentia. 

Stipulae 2 4 lin. longae. Panicula ultra semipedalis, 

ramuli ultimi saepe nutantes. Flores ad apices rainulo- 
rum densi, multo minores quam in D. polyphyllo (vix 
2£ lin. longi). Bracteolae minutissimae, adpressae. Ve- 
xillum serieeuin, subintegrum, lacinia alis parum bre- 
vior. Stamen vexillare fere ad medium connatum. Va- 
gina disci brevis sed conspicua. Ovarium subsessile. 
Legumen non vidi, sed flores et ovarium post antbesim 
potius JJrepanocarpi quam Macliaerii (v. s.). 

8. U. polyphyllus , stipulis uneinato - reflexis indu- 
ratis vel spinescentibus, raniis racenio petiolisque fer- 
rugineo- pubeseentibus , foliolis 3ö_50 oblongis retusis 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 



97 



basi rotundatis supra, infimis subtus pubescentibus vel 
dem um glabris , panicnla brevi tcrminali, vexillo emar- 

ginato. Brasilia. Pohl. 

Folia fere Machaerii angustifolii, sed foliola magis 
coriacca et breviora, vix unquam sesquipollicaria. Sti- 
pulae breves induratae, non omnes spinescentes. Pani- 
cula densa, multiflora. Flores magnitudine Machaerii 
affinis, Bracteolae majusculae , orbiculatae, concavac. 
Ccdyx 3 lin. longus. Vexillum calyce plus duplo lon- 
gius, extus dense sericeum. Carina aus multo brevior. 
Stamen vexillare sublibemra. Legumen vix ex ova- 



rio aucto Drepanocarpi vidctur, adultum non vidi 

(v. s.). 

D. cyathiformis DC. /. c. fructu cyathiforini ex 
icone descripto, e genere excludendus erit. 

D. isadelphus Meyer — DC. /. c. mihi vidctur Ma- 

cliaerium affine esse. 

D. microphy litis Meyer. _ DC. I. c. Hujus descrip- 
tioneiu non vidi, et in Prodromo Candoüiano cum dia- 
gnosi Meyeriana niniis brevi citalur. Est species dubia, 
forsan ad Machaerium rei'erenda 



Machaerium Pers. 

Machaerium Pers. Syn. 2. p. 276. Vogel in Linnaea 11. p. 100 *). Nissoliae Sect. Gomezimn et Machaerium DC 

prodr. 2 p.337. 

Calyx tubuloso - campanulatus, truncatus , brevissime Qdentatus vel 4dentalus , dente supremo 
duplo latiore subemarginato. Corollae vexillum alis parum longius, ovatum vel orbiculatum, integrum 
vel emarginatum, basi complicalum angustatum truncatum vel vix auriculatum , exappendiculatum. 
Alae oblongae, saepius falcatae Carina ineurva obtusa, alas aequans vel parum brevior, saepe breviter 
rostrata, petalis dorso connatis- Stamina omnia sallem basi connata , vagina antice vel utrinque fissa^ 
filamento vexillari inlerdum fere ad basim libero. Antherae oblongae uniformes, apice inlegrae. Ova- 
rium stipitatum, uniovulatum. Stylus ineurvus filiformis. Stigma lenue. üiscus breviter vaginifer vel 
nudus. Legumen stipitatum, compressum, coriaceum, indehiscens, subexcisum, illinc comvexum apice in 
alam oblongam vel eultriformem membranaceam margine exteriore incrassatam, legumine ipso Ion 
giorem desinens. Semen reniforme. 

Genus a Nissolia leguminis forma, et ovario uniovulato distinetissimum. Flores et habitus Drepano- 
carpo adeo similes, ut vix sine fructu ab eo distinguendi sint. 

Arbores Austro-americanae. Folia impari-pinnata, foliolis subalternis coriaeeis, terminali a pari 
ultimo distante. Stipulae nunc nullae vel deeiduae, nunc persistentes induratae, spinescentes. Stipellae 
nullae. Inflorescentia paniculato -racemosa. Racemi axillares vel terminales, fasciculatim ramosi. Flores 
secus ramos Ultimos distichi, subseeundi, sessiles vel brevissime pedicellati. Bracteae parvae. Bracteolae 
2 orbiculatae, ovatae vel rarius lanceolatae, calyci adpressae. Corollae saepe extus subsericeo villosae. 
Ovarium villosum. Legumen glabrum vel villosum. 



§.1. Folia transverse lineata, nempe venia seeunda- 
riis rreberriniis parallelis. Stipulae induratae, saepius 
spinescentes. 

1. M. amplum, ramis glaberrimis , stipulis brevibus 

induratis uncinato-spinescentibus , foliolis 11 17 oblon- 

gis obtusis retusisve basi rotundatis glaberrimis subtus 
pallidis, panicula ampla laxa terminali ramosa , caly- 
eibus glabriusculis , vexillo emaiginato extus sericeo, 
carina obtuse rostrata alas subaequante, staminc vexil- 
lari connato. Caretao. Pohl. 

Folia ut in M. angustifolto , subiiicmbranacca, li- 
neata, sed niajora, pauciora. Panicula amplior, flores ejus- 
dem magnitudinis, sed facile vexillo sericeo distinguun- 
tur. Vagina disci conspicua. Legumen non vidi (v. s.). 

2. M. angustifolium (Vogel in Linnaea 11. p.193), 
stipulis brevibus crassis spinescentibus , ramis raceino 



petiolisqne junioribus ferrngineo - pubescentibus , folio- 
lis 35 50 oblongis emarginatis basi rotundato - trunca 

tis demum glabris, panicula laxa terminali ramosa, ca- 
lycis dentibus omnibus obtusis, vexillo truncato integro 
glabriusculo, carina alas subaequante, staminc vexillari 
connato, leguminibus alisque villosis. M. acaciaefolium 

Mart. 7M.sc. Brasilia. Schott. In provincia Minu.s. 

Geraes. Martius. 

Foliola semipollicaria, subtus nervo medio prom't 
nulo , venis seeundariis numerosissiinis. Stipulae 2 lin 
longae, crassae, lignosae. Panicula saepe pedalis, ramis 
primariis 2 3 elongatis , seeundariis fasciculatis, brevi- 
bus, densifloris. Calyces 3 lin. longi. Corollae plus du- 
plo lougiores. Stamina fere ad basin diadelpha, juniora 
monadelpha. Legumen immaturum jam fere bipollicare, 
adultum non vidi (v. s.). 



Hisce foliis typotlietae jam traditis . iiobi.s ailteitur cl. Vogelii dissei tatio de Dalbergieis. Nihil in nostris ptn asibtis dia gnosticii. 
miitato . uiiii c il. Auctoris nomenclaturiiui nostrae substituere licuif. 



II. 



1? 



13 






BENTH.UK DE LEGI «1NOSAR1 \i GENBRIBUS 



3. M. uffine. itipnli* brevibm crasaii n-Mis spincs- 
>ntibos , rtmii rtcenio petioliaqne jnnioribai fcrrugi- 

aea pubeacentibaa , foliolis 3->_50 oblongii emargina 
tii baai riituiulaio truncatia deniain glabrit . panicula 
laxioicola terminal! , ealycla dontiboi inferioribua acn- 
tinaeolis, vexillo trancato integre, carina valde in 
■ ur\ .i alaa anbaeqnante , stamme vexillari connato, Ic- 

gnmlnfbna pnbeacentibna ala glabrinacnla. Drepano 

carpua laadelphaa E. Meyer in Act. Jcad. not. cur. Leop. 
Cur. lt. /' 901. P BC. /. c. Guiana. Schoinbargh 

n n 

i'olia onmiuo M. angustifolii. Punicula densior an- 
gnatior. Flores minores. Cafyx aaepiua venoana. Ca 
iin I et alac ma^is incnrvae. Legionen brevius, minus 
>illosum (v. s.). 

4. M. eriocarpum , stipulis brevibaa crassis uncina- 
tis spinescentibus, ramia petioliaque tomentoaia, foliolia 
ultra 4-0 anhuste oblongis obtusis, racerao terniinali sub- 
simplici laxo , calyce aericeo, vexillo subglabru , legu- 
minibus albo - tonientosis. Brasilia. Schlicht 

Foliola conferta, inferiora 41inearia , superiora vix 
2 lin. longa, juniora subtus pubcrula. Carina rostrata 
alas subaequans. Stamina monadelplia. Vagina disci bre- 
vis. Legurnen scsquipoüieare vel parum longius, stipite 
calyee Bubdnplo longiore (v. s). 

5. H. aculeatum Raddi PI. Bras. 19 ex DC. I. c. _ 
Nissolia aculeata DC. /. c. E diagnosi niruia brevi Can- 
dollii praeeedentibus affine est, sed foliolia paucioribus 
diversum. 

6. M. armatuni Vogel in Linnaea 11. p. 191. Nis- 
solia hirta. Vell. Fl. Fluni. 7. t.7S.P 

7. IM. gracile, ramnlia petiolisque pubescentibus, sti- 
pulis parvis induratis dciuuin uncinato - spinescentibus, 

foliolia 33 50 parvis oblongis obtusis inuernnulatis basi 

truncatis, venis subtus marginibusque ciliatis, racemis 
graeilibus axillaribus folio brevioribus, pedicellis fili- 
fonuibus, corollia glabriusculis calyce vix duplo lon- 
gioribus, vexillo integro, carina aus paullo breviore vix 
rostrata. — Brasilia. Schott. 

Habitu priino intuitu AescJiynomenen refert. Folia 

circiter 3 pollices longa, foliola liienibranacea 3 4 linea 

ria, nervo medio prominente, seeundariis \ix conspieuis 
sulyreticulatis Racemi simplioes, laxiflori. Bracteae mi- 
nutae. Bracleolae ut in caeteris speciebus orbiculatae 
roneavae subconnatae, sed calyci minus adpressae. Caly- 
cis labium superius latum, integrum, inferius tridentatum, 
dentibus omnibus brevissimis obtusissimis. Vagina disci 
nulla. Stamina monadelplia. Ovarium villosum, omnino 
Machaevii. Legionen non vidi (v. s.). 

8. 31. serieißorum Vo^el /. c. p. 192. 

9. M. splendens Vogel l. o. p. 192. 

10. M. uncinatum, rainis glabris, stipulis brevibus 

induratis demum uncinato - spinescentibus , foliolis 20 

2) oblongis obtusis emarginatis basi plerisque angusta- 
tis glaberrimis, racemis axillaribus densis niultifloris fo- 
lio brevioribus, pedicellis brevissimis rbachique sub 
ferrugineis, corollis glabris calyce aubduplo longioribus, 
vexillo eniarginato, carina obtnsa subrostrata alas sub 



lequante. Niaaolia acuminata Ndl. Ft. Fluni. 7. t. ?•; 

_ Brasilia. Pohl. 

Rami ramoaiaaimi. Folia 3 4 pollices longa. Fo- 
liola «irciter scmipoUicem longa, nervo medio valido, ve 
nis seeundariis crcbris lineatis. Racemi fasri< ulatiin ra 
mo si bipollicarea, ad apicca ramorum numerosi, in pani 
eiilam folioaam diapoaiti. Bracteae mihatae. Bracteolae 
calyci adpressae. Calyx tenuiaaime pubescens vel gla 
ber, dentibna brevisaimia obtusis. Vagina di8ci brevis ob 
liqua. Ovarium villosum. Legumen non vidi (v. s.). 

11. M. Sieberi, ramis glabris, atipuli« induratis re<: 

tis spinescentibus , foliolis 25 30 oblongis obtusis um 

cronulatis basi rotundatis glaberrimis, racemis axillari 
bus multifloris folio brevioribus, pedicellis calyce bre 
vioribna rhachiqne subferrugincis , corollis glabria ca- 
lyce triplo longioribus, ve\illo retuso alis subduplo Ion 

giore, carina rostrata alas subsuperante. In ins. Tri- 

nitatis. Sieber n. 204. 

Habitus et inllorescentia fere M.uncinati, sed racemi 
laxiores minus numerosi, floribus paucioribus major ibus. 

Foliola %, lpollicaria, ut in IM. uncinato lineata, sub 

coriacea. Bracteae minutac. Bracleolae adpressae. Ca- 
lyx subglaber. Vagina disci conspicua. Ovarium villo 
sissimum. Legumen non vidi (v. a.). 

12. M. nictitans, stipulis induratis longia validis 

rectis spinescentibus , foliolis 11 15 oblongis coriaeeis 

subtus pubescentibus, racemis terminal ibus dense pani 
eulatis, leguminibus basi pubescentibus. Nissolia nic- 
titans Vell. Fl. Fluni. 7. t. 73. _ Brasilia. Pohl. 

Flores non vidi. Spinae pollicares divaricatae vali- 

dae glabrae. Foliola 9 12 lin. longa, basi rotundata vel 

parum angustata. Punicula brevis pauciflora. Legumen 
sesquipoüicare vel fere bipollicare, breviter stipitatum, 
basi tenuiter tomentosum, ala glabriuscula (v-. s.) . 

13. M. Vellosianum, stipulis induratis uncinatis spi 
nescenlibus , foliolis 7_13 parvis oblongo - ovatis utrin 
que angustatis coriaeeis glabris, venis seeundariis linea 
tis, paniculis axillaribus terminalibusque, leguminibus 

glabris. Nissolia aculeata Vell. Fl. Fluni. 7. t. 79 non 

DC. Brasilia. Schott. 

A. M. lineato differt foliolis multo minoribus, angu- 
stioribus, minus coriaeeis. Flores non vidi. Legionen 
glabrum lV 2 _l 3 / 4 poll. longum, vix 4 lin. latum, basi re- 
ticulatum, non rugosum (v. s.). 

14. M. lineation , stipulis brevibus induratis subrec- 
tis spinescentibus , rainis foliisque adultis glaberrimis, 

foliolis 5 7 lato- ovatis utrinque angustatis coriaeeis, 

venis seeundariis lineatis, racemis panieulatis la.xis axil- 
laribus terminalibusque, floribus breviter pedieellatis, 

corollis extus tenuissime pubescentibus. Nissolia de- 

clinata Vell. Fl. Fluni. 7. t. 77. ? _ Brasilia. Schott. 

Foliola lf pollicaria, valde coriacea et venis seeun 
dariis creberrimis conspicue lineata. Bracteae pedicel- 
lum brevissimum aequantes. Bracteolae ovatae, adpres- 
sae. Calyces apice pubescentes. Stamina monadelplia. 
Ovarium villosum. Legumen non vidi (v. s.). 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 



99 



De synonymia Vellosiana nnn certus sum, nam in 
speciminibus suppedcntibus venae secundariae longe 
ropiosiures, et stipulae raro deciduae. 

15. M. discolor Vogel in Linnaea 11. p 204. 

15. M. spinosum. Nissolia spinös a Vell. Fl. Fluni. 

t. 80. Videtur species M. nictitanti et M. Vellosiano 

affinis, sed ab utraque uti ab oranibus mihi cognitis di- 
stincta. 

17. M. HumboldtianumVogel in Linnaea 11. p. 194. 
§. 2. Foliorum venae secundariae inter se distantes. 

Stipulae nonnullae vel omnes induratae, spinescentes. 

18. M. macrophyllum , stipulis brevibus induratis 
subrectis spinescentibus, foliolis subquinis amplis ovali- 
ellipticis obtusis coriaceis supra glabris subtus tenuiter 
ferrugineo-pubescentibus, venis seeundariis parallelis 
distantibus, panicula ampla laxa terrainali, corollis extus 

subsericeo-pubescentibus. In sylvis ad flumen So- 

limaen provinciae Rio Negro. Martius. 

Foliola 3 5 poll. longa, i\ 2poll.lata, basi rotun- 

data, brevissime petiolata. Panicula pedalis fasciculatim 
ramosa. Flores sessiles. Bracteolae parvae, ovatae. Ca- 
rina minor, oblonga, alas snbaeqnans. Ovarium stipita- 
tum villosum, omnino Machaerii. Legumen non vidi 

(V- 8.). 

19. M.ciliatum, stipulis induratis persistentibus spi- 
nescentibus , foliolis 7 11 ovatis acuminatis coriaceis 

ad venas subtus margine pctiolis ramulisque pilis fer- 
rugineis ciliatis caeterum glabris , racemis subgemi- 
nis axillaribus paucifloris folio brevioribus , vexillo ex- 
tu9 rufo-sericeo , stamine vexillari libero, ovavio vil- 
loso. Corcovado Brasiliae. Martius. 

Habitu ad M. densicomurn accedit , et ab eo differt 
praecipue ramulis foliisque pilosis. Foliola cum acn- 
mine . vix pollicaria , basi angustata. Racemi subbipol- 

licares, 6 10-flori, simplices vel rarius bifidi. Calyces 

sessiles, basi attenuati, parce rufo-villosi, dentibus quar- 
tam partein calycis attingentibus. Vexillum obovafum 
^ix emarginatum. Alae angustac, oblongae. Carinii se- 
miorbicularis. Ovarium stipitatum. Legumen non -vidi, 
et idcirco ob calyccm et inflorescentiani a Machaerio 
paullo diversam, de genere incertus sum (v. s.). 

20. M. densicomurn (Mart. msc), stipulis plcrisque 
persistentibus brevibus induratis crassis uncinatis spi- 
nescentibus , ramis foliisque glabris, foliolis 7 9 late- 

ovatis breviter acuminatis obtusisve basi rotundatis cor- 
datisve coriaceis , paniculis terminalibus , leguminibus 
glabris. In sylvis ad flumen Itapicures. Martius. 

Foliola circiter pollicaria, nitida, reticulato - venosa. 
Stipulae interdum deciduae. Flores non vidi. Legumen 
2£ poll. longum, ala tenui apice angustata, medio 9 lin. 
lata, basi leviter reticulato rugosum. Stipes 6 lin. lon- 
gus (v. s.). 

§. 3. Foliorum venae secundariae inter se distantes. 
Stipulae omnes deciduae vel inermcs. 

21. M. brasiliense (Vogel in Linnaea 11. p. 180), in- 
crme, ramis petiolisque glabris vel vix pubescentibus, 
foliolis subseptenis ovatis vel ovali - oblongis acumina- 
tis basi rotundatis cuneatisve coriaceis glabris, racemis 



axillaribus folio brevioribus, floribus sessilibus, legu- 
minibus amplis glabris glaucis basi parum rugosis In 

provincia Rio Janeiro. Martius. 

Specimina fructifera tantum vidi. Foliola 1 1A pol- 
licaria, similia iis M. erianthi, densicomi et ciliati. Ra- 
cemi vix bipollicares. Legumen 3 pollices longum, ala 
lpoll. lata, apice rotundata. Stipes circiter 6 lin. longus. 

An varietas glabra et inermis M. ciliati? An huc du 

cenda Nissolia stipitata DC. /. c. (v. s.). 

22. M. erianthum , inerine , ramulis petiolisque pu- 
bescentibus , foliolis 13 17 ovali - oblongis acuminatis 

basi rotundatis coriaceis nitidis glabris, panicula densa 
terminal! folia vix superante, rhachi calyeibus corol 
lisque ferrugineo - villosis , bracteis lanceolatis calyccm 
subaequantibus. Brasilia. Pohl. 

Foliola 1 2 pollicaria. Bracteae ad basim panicu- 

lae orbiculatae, coriaceae, subpersistentes. Flores secus 
ranios paniculae densae sessiles, paullo majores quam in 
M. villosulo. Legumen non vidi (v. s.). 

23. M. verrucosum (Vogel in Linnaea 11. p. 183), in- 
erme, ramis foliis racemisque hirsutis, foliolis subqui- 
nis ovatis basi rotundatis, tenninali majore, coriaceis de- 
mum supra glabris, racemis axillaribus terminalibusque 
ramosis multifloris folia subaequantibus, petalis extus 

hirsutis, ovario hispido, leguminibus glabris. Ad lit- 

tora maris Brasiliae orientalis. Martius , Schott. 

Rami adulti glabri , juniores uti petioli, foliolorum 
juniorum superficies utraque, pedunculi, pedicelli, ca- 
lyces, et etiam petala, pilis patcntibus ferrugineis dense 
hispida. Foliola subsessilia, lateral ia 1§ pollicaria, ter- 
minale saepe bipollicare, obtusa vel breviter et obtuse 

acuminata. Racemi circiter 3 4 pollicares, irregulariter 

ramosi. Flores subsessiles. Bracteolae ovatae, adpres- 
sae, calycem subaequantes. Calycis dentes brevissimi. 
Vexillum orbiculatum, integrum vel retusum. Alae an 
gustae. Carina latior, incurva, alas subaequans. Fila- 
menta fere omnia ad medium libera, vexillare fere ad 
basim. Ovarium pilis rigidis villosissimum. Leguminis 
stipes 5 6 lin. longus. Legumen cum ala 2 poll. lon- 
gum, in parte latiore 6 lin. latum, incurvuni, basi vix ru 

gosum, glabrum vel basi pilis raris ciliatum. An hm 

Nissolia stipitata DC. (v. g.). 

24. M. pubtrulum (Mart. msc), inerme, racemis pe 
tiolisque ferrugineo-pubescentibus, foliolis subsessilibus 
ovatis obtuse acuminatis basi cordatis coriaceis utrinquc 
puberulis, racemis axillaribus terminalibusque pauciflo- 
ris folio brevioribus , petalis extus villosis ovario parce 
hispido. — In sylvis prope Bahia. Martius. 

Habitu M. verrucoso approximatur, sed foliolis basi 
cordatis facile distinguitur. Foliola inferiora circiter 1$ 
pollicaria , ultima 3 pollicaria et ultra , acumine lon- 

giusculo obtusissimo. Racemi 2 8 pollicares, parum ra 

mosi , rhachi pilis brevibus basi latis subviscosis pa 
tentibus dense hispida. Flores sessiles, secundi. Brac- 
teae parvae, orbiculatae, patentes. Bracteolae bracteis 
similes, calyci adpressae. Vexillum extus pilis adpres- 
sis rufis subsericeis dense villosum. Ovarium basi pilis 
paucis rigidis hispidum. Legumen non vidi, sed ovarium 

13 * 



HM 



iil \ I II vM DI l.l (.1 3I1M)S\KI M (.1 M.KIHI S 



post anthesitn parum iucluiu,jani rormain MauliaerÜ su- 

niil (v. S.). 

M. leioevpum (Vogal m £üm \i. p.203). 
\16 M juiltcelhttuin (Vogel in Linnaea 11. /.». 202). 

27 ML m l/oicuin. NiaeoUa arborea Jaeq. DC. 

/, c. N glabrata Link. DC. /. c. An bracteolu 

. \ • , nuii.il- v ral deoiduaer 1 

ML ferrugüumm Per«. *>;«. 2. />. 274. _ Niaao 
li.i ferruginea Willd. _ DC. /. c. _ V diadelpha DC 

/. e.. 3 

29. H. u unünatuni llunib. et Kmilli Mov. gen. amer. 
(i ^».391. Niesolia acuminata DC. I. c. 

30. 31. Itiophy llurn. Nissolia leiophylla DC. /. c. 

31. M. uiolaetum Togal /. c. /■>. 186. 

32. 31. ntrvosum Vogel /. c. 

3S. M. glabrum Vogel /. c. /j. 187. 

34. 31. aculifolium Vogel /. c. 

35. 31. secundißorum (3Iart. msc.), incriue , ramis 
loliisque glabris, foliolis 5 — 7 ovatis oblongis breviter 
acuminatis basi rotundato - euneatis coriaeeis, racemis 
axillaribus tcrininalibusque paniculatis , rhachi llori- 
Imsque vix pubescentibus, lloribus sessilibus, bracteo- 
lis orbieulatis adpressis , carina subrostrata alas ae- 
quante , leguminibus glabris reticulatis non rugosis. — 
\issolia fruticosa Vell. Fl. Fluni. 7. t. 86? non Jacq. — 
Pvopt Rio de Janeiro. Martins, Pohl. 

ß) laxißora, foliolia parum angustioribus, paniculis 
longioribus tenuioribus. — N. lanceolata Vell. Fl. Fluni. 

7. t. 87? Prope Rio de Janeiro. 3Iartius, Vauthier 

n. 133 V 

Foliola petiolulata, 2„3poll. longa, l_l$lata, valdc 
coriacea, saepius basi rotundata, in var. ß) et praesertim 
in speeimine Vauthieriano utrinque angustata, valde 
coriacea. Paniculae rami Ultimi 2 — 8 poll. longi, flori- 
Ims regulariter distichis seeundis. Vexillum lato-ova- 
tuui, retusmu, extus pubescens. Carina ineurva, obtusa, 
subrostrata', dorso pubescens. Stamen vexillare basi 
connatum. Legumen 2 1 /* poll. longuni, ala 7_8 lin. lata, 
stipite 4 5 lin. longo (v. s.). 

36. 31. oblongifolium (Vogel nisc.) , inerme, ramulis 
petiolisque rufo - tomentosis villosisve, foliolis 5 7 ob- 
longe obtuaiuscnlis basi rotundatis coriaeeis supra pu- 
berulia vel demuiu glabris subtus rufo - pubescentibus, 
racemis axillaribus folio brevioribus rainosis , calyeibus 
puberulis, vexillo pilis ruüs serieeo, leguminibus tenui 
bus glabris reticulatis vix rugosis. Brasilia. Sello. 

37- M. nigrum (Vogel in Linnaea 11. p. 188). Spe- 
rmien valde maneum ad San Christophoro a Poblio lec- 
tum huc pertinere videtur. A 3F. velutino differt fo- 
liolis angustioribus acutis. 

38. 31. velulinum, inerine , ramulis petiolisque te- 

nuiter tomentoso - pubescentibus , foliolis 13 15 oblon- 

go - ovatis obtusis margine suhsinuatis basi rotundatis 
-iubcoriaeeis , supva glabris subtus ferrugineo- pubes- 
centibus, paniculis laxis axillaribus terminalibusque fas- 
i:iculatim ramosis , calyeibus serieeis, corollis legumi- 

nibusque velutinis. Ad Pertinja, et inter Porto d'Estrel- 

!a et M'indiocca. 3Iikan. 



Foliola 2_2J poll. longa, ultra poliioem lata, mar 
gine irrcgnlari, nervo media lecandartisqno subtus pro 
mlnnlis. Panicula termrnalli ampla, folria lougior, axil- 
lares pancee, folio brevioree. Plores teteVLtecundi/loi'i, 
sed majores- villoaiores, Bracteolae bvevet, orbicnlatae 
Legumen l^poll. longiim, nndiqne «um ala 5_Glin. lata 
vclutiiiiiin. Siippn 4_5 lin. longiis (v. s.) 

39. 31. villos um (Vogel mst:,), inerme, ramis netiulis 

rhaehidibuaqne villosii , foliolis 19 25 oblongis acumi 

natia supra pnbeaceatibiu vel demnm glabriusculia sub 
tus villoso tomentosis, racemis axillaribus ramosis fo 
lio brevioribus, calvcibus brevibus villosis, vexillo rufo 
sericeo, leguminibus glabris coriaccis reticulatis Ita^i ru 
gosis. _ Brasilia. Sello (v. s.). 

40. M. leucoptcrum Vogel in Linnaea 11. p. 189. 

41. 31. vestitum Vogel l. c. p. 190. 

42. 31. canipeslre (3Iart. msc.'), inerme, ramis lolii« 

junioribus raccinisque pubescentibus, foliolis 11 13 

ovatis acuminatis obtusiusculis basi rotundato - subcor 
datis coriaeeis demum supra glabris , racemis axillar! 
bus terminalibusque ramosis multifloris folio breviori- 
bus, lloribus sessilibus, petalis extus ovarioque serieeis, 

leguminibus glabris basi rugosis. In campis Taboliero 

interioribus deserti Serro Frio provinciae Minas Ge- 
raes. Marlius. Ad Pongo alto et Ouroßno. Pohl. 

Foliola 1£ 3 pollicaria, saepius longe acuminata 

nunc obtusissima, valde coriacea. Bracteae hin«: inde ad 
basim raiuorum juniorura persistentes, imbricatae, orbi- 
culatae, coriaceae. Racenü fasciculato - ramosi. Flores in 
fasciculis densissimi. Flores parum minores quam in M. 
verrueoso. Corollae fere 31. verrucosa. Alae parum la- 
tiores. Carina ineurva, obtusa, alas subaequans. Slamina 
omnia plus ininusvc connexa. Legumen 3 pollicare, ala 

9 lin. lata, basi valde rugosum. Stipes 4 5 lin. longus. 

Haec species forsan ad 31. opaeuni Vogel in Linnaea H. 
p.107 referenda (v. s.). 

43. M. mucronulatuni (31art. msc.), inerme, ramu- 
lis petiolisque tenuissime tomentosis, foliolis 13 — 15 
lanceolato- ovatis acutis apice aristato - mucronatis basi 
subcordatis glabris coriaeeis , racemis axillaribns ter- 
minalibusque rainosis laxis folio brevioribus , lloribus 
sessilibus , corollis extus serieeis. — In Chapada do 
Paranam, et ad Rio Fermoso provinciarum Minas Ge- 
raes et Pernambuco- Martius. 

Foliola 2pollicaria, pleraque opposita vel vix al- 
terna, valde coriacea, supra nitida, utrinque reticulato- 
venosa. RacemiS — 5pollicares, laxe fasciculatim ramosi. 
Bracteolae lato- ovatae breves acutius(;ulae. Calyx te- 
nuissime pubescens. Vexillum truncatum, integrum. 
Carina ineurva, erostris, alas subaequans. Slamina om- 
nia connexa. Qvarium villosuni. Legumen non vidi 
(v. s.). 

44. 31. muticum, nenne, ramulis petiolisque sub- 
glabris , foliolis 15 — 17 lanceolato - ovatis acutis muti 
eis basi rotundato - truncatis coriaeeis glabris, racemis 
axillaribus terminalibusque rainosis densis folio brevio 

ribus , lloribus sessilibus, corollis extus serieeis. San 

Joao Batista. Pohl. 



i 



BENTIIAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIßLS 



101 



Simile M. mucronulato , sed charactere dato facilc 
distinguendum. Flores parum minores, caeteriini similcs. 
Bracteolae obtusae. Legumen noa vidi (v. s.). 

45. M. acuüfoüum (Mart. msc), inerme , raniulis 

petiolisque pubescentibus, foliolis 11 13 lanceolalo- 

ovatis oblongisve aeuminatis acutis basi rotundatis sub 
coriaceis supra glabris subtus tenuiter ferrugineo - pu- 
bescentibus, racemis omnibus axiliaribus folio breviari- 
bus, floribus sessilibus, leguminibus glabris basi bul- 

lato- rugosis. Inier frutices in pascuis provinciae 

Bahiensis. Martius. 

Foliola 1§_2 poll. longa, 6—8 lin. lata. Flores non 
vidi. Legumen lere 2J poll. longum. Ala 8-9 lin. lata. 
Stipes (t — 5 lin. longus (v. s.). 

46. M. legale. _ Nissolia legalis Vell. Fl. Fluni. 7. 

t. 84. Speeics mihi ignota, sed vidotur a praecedente 

diversa foliolis duplo numerosioribus et leguminibus non 

bullatis. Habitatio etiam inter arbores sylvarum ab- 

originär um provinciae Rio Janeiro ab illa M. aculifo- 

lii diversa. M. mucronatum Vogel in Linnaca 11. 

p.191 huc pertinere videtur. 

47. M. incorrnptibile , inerme, ramulis petiolisque 
pubescentibus, foliolis 18 15 oblongo- lanceolatis acu- 
minatis acutis basi rotundatis angustatisve supra gla- 
bris subtus tenuiter ferrugineo -pubescentibus , race 
mis axiliaribus terminalibusquc paniculato - ramosis laxis 
folio brevioribus , floribus sessilibus, corollis extus ve- 



lutinis. Nissolia incori itplibilis Vell. Fl. Fluni. 7. 1.82 

Brasilia. Pohl. 

M. aculifolio affine, sed foliola dimidio lere angu 
stiora, numerosiora. Ramuli constanter panicula tenui 
nati. Flores fere M. secundißori, sed petala longiora, 
omnia extus subsericeo- velutina. Ovarium villosissi- 
niuni. Legumen non vidi (v. s.). 

48. M.firmum. _ Nissolia firma Vell. Fl. Fluni. 7. 

t. 33. A caeteris speciebus inermibus diversum vide 

tur foliolis ultra 30. 

49. M. robiniaefolium DC. /. c. sub Nissolia. 

50. M. polyphjllum Poir. DC. I. c, sub Nissolia. 

51. M. micropterum Poir. DC. /. c. sub Nissolia 

Species tres ultimae mihi incognitae sunt, et quoad 

affinitatcs incertae. 

Species valde dubiae sunt: 

Nissolia stipitata DC. /. c. e fructu solo descripta, 
qui autem cum pluribus sectionis tertiae convenit. 

M. reticulatum Pers. Syn. 2. p.276. 

N. reticulata Lam. DC. /. c. 

N. dubia Poir. DC. I. c. 

N. retusa Willd. _ DC. /. c. 

N. debilis Vell. Fl. Fluni. 7. f. 81. _ Raiuus florifer 
viv fructifero convenit. 

N. reticulata Vell. Fl. Fluni. 7. t. 88 est Phellocar 
pus laxißorus. 

N. robusta Vell. FL Fluni. 7. f. 83 est Centrolobiuin 
robustum. 



A T E L E I A DCr 

Pterocarpi sect. Ateleia DC. prodr. 2. /?,419. 

Genus mihi ignotum, sed ex icone Pterocarpi yummiferi DC. Leg. Mem. p.395. t.57 cui P. Ateleia 
DC. et P. microcarpus legumine simillimi dicuntur, a Pterocarpo certe distinctum est, Quarta species 
hujus sectionis P. Peltaria DC. , ut jam raonui, videtur Viborgiae species esse. 

Brachypterum W. et Arn. 

Dalbergiae sect. Brachypterum Wight et Arn. prodr. Fl. Penins. Ind. Or. 1- 264. 

Dalbergia scandens Roxb. quae in opere citato hanc sectionem format, a Dalbergiis veris calycc, 
antheris et fructu longe differt, fortassis a Dalbergieis reraovenda, et Tephrosiis et praesertim Loncho- 
carpo approximanda, inter Dalbergieas Ateleiae et Pongamiae multo quam Dalbergiae ipsi affinior videtur. 

Pongamia Lam. 

Pongaraia DC. prodr. 2. p.416. _ Wight et Arn. /. c. p. 262. 

Ex hoc genere species nulla in herbario Caesareo exstat, sed ex iconibus uti Brachypterum , Te- 
phrosiae et Lonchocarpo approximatur. 



MlLLETTIA W. et A. 

Millettia Wight et Arn. /. c. /?.263. 

Genus sat naturale videtur, sed fructus adhuc in unica tantum specie cognitus est. Speciebus ab 
auctoribus citatis enumeratis verosimiliter addendus est Pterocarpus australis Endl. prodr. Fl. Norf. p. 94. 






IIKMII1M, Di: 1.1 <;i MINOSARUM GENERIBUS. 



Dalbkrgia Linn. f. 

Dalbergiae sp- DC _ Dalbergiae ae<t. Kmlalbcrgia W. et Arn. I.e. p.2Gt. 

E tpeciebus a \V. et Am. eaomeratia flores et legumen \).latifoliae , et flores D. frondosac examioavi, 

■ i il) bis gciius aequena (Trioptolemea) certe diversum videtur. Ovarintn constanter 3 4 oviilatum [nvenf, 

ii« c uuquam aborti\iiin. Dalbergiae Dregeanae a Meyero descriptae (Comm. PI. Afr. \ustr. p. 152) non- 
nisi fruetiferae cognitae sunt, et Trioptolemeae habitu aj)]>roxiinantur. 

Trioptolkmea Marl. msc. 

Dalbergiae seet. Vogel in Linnaea 11. p. 195 

Flores obortu dioiei (?). In masculis CO Calyx campanulatus ödentatus, denlibus superioribus latio- 
ribut, lateralilnis minoribus, inferiore longiore angustiore. Corollae vexillum breviter unguiculalum 
orafo- oblongum, erectum, alis partim longius, basi biauriculatum. Alae angustae oblongaa, hinc auricu- 
tatae. Carina alis subaez/uilonga, oblonga, suberecla, obtusa, petalis apice se invicem involieenttbus con- 

nutisve. Stamina 9 10, monadelpha, vagina superna ftssa, nel subdiadelpha, anlherarum loculi erecti 

npice distineti. Ovarium stipitatam, tenue, lineare, ovulis abortientibus. Stylus brevis subrectus, slig- 
mate obsoleto. Plantae foemincae? Legumen samaroideum, oblongum, membranaceum, reliculalum, in- 
dehiscens, suturis rnarginalibus corneis, medio induratum, übt semen solitarium compressum, reni- 

forme, radicula inflexa. Arbores Brasilienses. Folia impari-pinnata. Foliola ovata vel oblonga, saepe 

coriacea, supra nitida et reticulato - venosa. Slipellae nullae. lnflorescentia diehotome cymosa , cymis 
pedunculatis axillaribus, vel in panicnlara terminalem dispositis. Flores numerosi miuimi , secus ramos 
ullimos cymarum ad axillam bracteae persistentis pedicellati. Pedicelli bibracteolati. 

Genus Dalbergiae certe affine , sed satis distinetum videtur calyce, inflorescentia et habitu. In Om- 
nibus etiam speciebus (et cujusque speciei speeimina plurima examinavi) flores staminiferi ovarium 
habent semiabortivum, ovulis nullis vel inconspieuis, et post anthesim deeiduum. Legumina constanter in 
speeimine diverso inveniuntur. 

Species inter se constanter distinetae videntur, sed characteribus difficnlter distinguendae, diflVrunt 
praeeipue foliorum et leguminis magnitudine. 



1. T. myriantha (Mart. msc.) foliolis 7_9 oblongo- 
ovatis coriaeeis supra glabriusculis subtus pubesecn- 
tibus, cymis in paniculam amplam terminalem dispositis, 
rhachi ramulis petiolisque ferrugineo -pubeseentibus. 
— In sylvis adßumen simazonum, et in insula Maraji 
provinciae Para. Martius. 

Foliola plerunique 1__ 1§ pollicaria, interdum fere 
bipollicaria, acuminata vel obtusa, subtus plus minusve 
pubescentia. Panicula ampla, dichotoma, floribus nume- 
rosissimis. Calyces ferrugineo - pubescentes , lacinia in- 
feriore supremis circiter dimidio longiore. Legumen ju- 
nius breve, ovatum, maturum non vidi (v. s.). 

2. T. platycarpa, foliolis 9_13 ovalibus coriaeeis 
supra nitidis venosis utrinque glabris vel subtus pube- 
rulis, cymis axillaribus dichotomi9 multifloris folio bre- 
vioribus, rhachi ramulis petiolisque leviter ferrugineo- 
puberulis. _ In montibus prope Rio Janeiro. Martius, 
Vauthier.__;S) foliolis subtus puberulis. _ Prope Rio Ja- 
neiro Pohl. 

Foliola circiter poll., obtusa, basi rotundata. Ca- 
lyx pubescens. Legumen 2| poll. longum, % poll. la- 
tum (v. s.). 

3. T. ovata (Mart. msc.) foliolis 5_9 ovatis vix co 
riaeeis glabris vel junioribus ad nervös pubeseentibus. 



cymis axillaribus dichotomis multifloris, rhachi ramulis- 
que junioribus ferrugineo - puberulis , leguminibus ob 

longis. Dalbergia variabilis Vogel msc. ex parte. In 

sylvis Catingas provinciae Bahia. Martius — Inter Anlu 
padre et Praja grande. Pohl. 

Foliola vix pollicaria, minus coriacea et basi latiora 
quam in T. platycarpa. Calycis lacinia inferior supe- 
riore subduplo longior. Legumen vix unquam sesquipol- 
licare, 5_6 lin. latum (v. s.). 

4. T. paueißora (Mart. msc.) foliolis 5 7 oblongo- 

ovatis coriaeeis subtus glabriusculis, cymis axillaribus 
breviter pedunculatis paucifloris , rhachi ramulisque 

ferrugineo- puberulis. In sylvis ad Rio das Contas 

provinciae Bahia. Martius. 

T. platycarpae affinis, sed foliola majora, et cymae 
vix decemflorae. Legumen non vidi (v. s.). 

5. T. montana (Mart. msc.) foliolis 5 7 ovatis co- 
riaeeis supra nitidis venosis utrinque glabris vel subtus 
puberulis, cymis axillaribus laxis dichotomis multifloris, 
rhachi ramulisque ferrugineo - puberulis , leguminibus 
lato-oblongis. Pterocarpns frutescens Fl. Fluni. 7. t. 96 

In montibus provinciae Rio Janeiro. Martius, Schlicht 

et Mikan. 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS 



103 



A T. ovata difTert praecipue foliolis parum majo- 
ribus coriaceis, floribus numerosioribus, a T. platycarpa 
latioribus paueioribus , ab utraque cymis laxioribus, et 
legumine i\ poll. longo, circiter 8 Iin. lato (v. s.). 

6. T. riparia (Mart. msc.) foliolis 6_9 amplis ellip 
ticis acuminatis glabris vel subtus puberulis , cymis 
a\illaribus multifloris folio brevioribus, rhachi raniu- 
lis peliolisque ferrugineo -pubescentibus , calycis laci- 

nia inferiore vix superiore longiore. In sylvis inun- 

datis ad Rio Negro. Martius. 

Foliola saepiusS 5 pollicaria, minus coriaeea quam 

in caeteris speciebus. Legumen non vidi (v. s.) . 

7. T. latifolia, foliolis 5 7 lato -ovatis obtusis re- 

tusisve coriaceis utrinque glabris , cymis in paniculam 
terminalem dispositis , rhachi vix puberula , ramulis 



petiolisque glabris. Dalbergia variabilis Vogel msc. ex 

parte. Brasilia prope Rio Janeiro. Pohl, Schlicht 

et Mikan. 

Foliola circiter 2 poll. longa, 1J poll. lata. Legu- 
men 2 poll. longum, 9 lin. latum , basi angustatum. 

8. T. glabra, foliolis 7 9 ovatis coriaceis glaberri 

mis, cymis laxis dichotomis axillaribus foiio brevioribus, 
rhachi calycibus ramulisque glaberrimis. Rio Ja- 
neiro. Schott. 

Foliola sesquipollicaria. Legumina non vidi. Spe 
cies glabritie facilc distinguenda (v. s.). 

Dalbergia tomentosa Vogel in Linnaea 11. p. 197 et 
D. brasiliensis Vogel l. c. p. 198 ambae e Brasilia nie 
ridionali, a praecedentibus diversae videntur. 



Miscolobium Vogel. 

Miscolobium Vogel in Linnaea 11. p. 120. 

Calyx campanulatus, ödentatus, subbilabiatus, lacinia infima longiore angusliore. Corollae vexillum 
obovato - orbiculalum, alis sublongius. Alae oblongae, divaricat.ae. Carina alis vix brevior, oblonga vel 
obovata, oblusa, ineurva, petalis dorso connatis. Staraina 10, monadelpha vel vexillare liberum. Anthe- 
rarura loculi breves , ereeli, subdistineti, apice dehiscente. Ovarinm stipitatum, 2—3 ovulatum. Stylus 
parum ineurvus. Stigma obliquum. Legumen oblongum suberectum, piano - compressum, membranaceum, 
indehiscens, laeve vel obscure reliculalum, medio non induratum, suluris margine leviter conspieuis. 

Semina 1 — 2, magna, reniformia, radicula brevi inflcxa. Arbores Brasilienses. Folia impari-pin- 

nata. Foliola pluri-saepius multi-juga, membranacea vel rarius subcoriacea, nervo medio subtus pro- 
ininulo, seeundariis reticulatis saepius inconspieuis. Slipulae nullac vel deeiduae. Stipellae nullae. 
Inßorescentia paniculato-racemosa , racemis fasciculato- ramosis , axillaribus terminalibusque , rhachi 
rufo- vel ferrugineo -pubescente. Flores sessiles vel breviter pedicellati. Bracfeolae parvae, deeiduae. 

Genus inter Trioptolemeam et Hgmenolobium fere medium. Calyx et antherae Trioptolemeae. Legu- 
men Hymenolobii, Inflorescentia Machaerii. Flabitu ab omnibus diversum, sed magis Machaerio appro- 
ximatur, sed ab illo calyee, antheris et legumine longe distans. 



$. 1. Floribus pedicellatis diadelphis. 

1. M. violaceum (Vogel l. c. p. 201) foliolis lo_17 
oblongo- ovatis obtusis emarginatis glabris, paniculis 
laxiusculis axillaribus terminalibus. Pterocarpus niger 
Vell. Fl. Fluni. 7. t. 91. _ Brasilia Schlicht. Tambnrit 
et Valo Princ. Maxim ilianus Ncovidensis. In campis 
raris arboribus consitis, ad Contendas et versus ßumen 
San -Francisco provinciae Minas Geraes. Martius. 

Arbuscula 10_12 pedalis (Mart.). Rand glabri tere- 

tes. Folia uti flores siccitate nigiicantia, 3 5 pollicaria. 

Foliola 6 — 9 lin. longa, crassiuscula, subtus glaucescen- 
tia, nervis seeundariis nullis vel obscuris, iiunquam tarn 
conspieuis ut in icone Vellosiana pieta sunt, quae tarnen 

lianc speciem referre videtur. Piniculae 2 4 pollica- 

res, bis terve rainosae. Pedicelli circiter 2 lin. longi. 
Bracteolae oblongae, cito deeiduae. Calycis circiter 2 lin. 
longi laciniae 2 superiores late ovatae, in labium su- 
perius connatae, 2 laterales lanceolatae, labium superius 
aequantes , infima linearis longior, ineurva. Stainen 
vexillare abasi liberum. Ovarium glandulosum, biovula- 



tüiri. Legumen \\ pollicare, vel parum longius, obtusis- 
simum, basi angustatum, stipite 6_8 lin. longo (v. s.). 
$. 2. Floribus subsessilibus monadelphis. 

2. M. polyphyllum, foliolis 17_21 oblongis obtusis 
vel vix mucronulatis subtus pallidis junioribus petiolis 
que pubevulis denium glabris, paniculis racemiformibus 
axillaribus terminalibusque. Rio Janeiro. Pohl. 

Folia 6_8 pollicaria. Foliola 1_1$ poll. longa. In- 
ßorescentia Machaerii , ramis paniculae brevibus, fas- 
ciculatis. Bracteolae parvae, deeiduae. Calyx vix ultra 
lineam longus, ferrugineus, labio superiore lato bifido, 
inferiore tripartito, laciniis parum inaequalibus, labio su 
periori subaequilongis. Vexillum emarginatum. Stamen 
vexillare ima basi connatum, dein liberum. Ovarium vil 
losulum, subglandulosum, biovulatum. Legumen non vidi 
(v. s.). 

3. M. glaucescens](Mzrt. msc), foliolis sub 13 ovali 
ellipticis obtusis muticis vel brevissime mucronulatis 
subtus pallidis junioribus serieeis deinum glabratis, pa- 
nieula terminaii elongata divarieata rainis racemiformi 



101 



IHM, Ol. 1,1 (.1 UINOSWU AI r.llNKKIIH S 



I 'vis Capoes, in inferiore proi'inciae Almas 

es Martin. _ /" Brasilia. Schott. 
Foliola G_ 12 IIb. longa. Imflorescentia Bf. divari- 

• itt Calyx tiuuiti-i- IVrruginco - pubescens . ilciitilms 
paratn Inaequilongla, tubo dimldlo brevioribns, inferiori- 
bui tarnen anguatioribns , et infimo panllo longiore. 

SV iinimi monadelpha. Corolla parva, Legumen jnnfni 
pnbeacena, rabglandnlosnm, demum glabruin, breviter 
•tipitatnm, aeaquipollicare (v. s.). 

i Bf. t'illosuni, foliolis 19 21 ovali - ellipticis ob 

tnaii mnticia utrinque ramia panicnliaqna villosis, pa- 
nicnlis densifl fasciculato - ramosis rtifis , latcralibus fo- 
lio brevloribus, terminali longiore, calycis rufo- villosi 
dentibns tnbi dtmidio brevioribus. Brasilia. Pohl. 

.\. Bf. divaricato dilTert praceipuc fuliorum forma 
et ralyribus, panicula ctiam denaiore, a .M. densißoro fo- 
liolis pancioribns ubtuais, et corollis pariiiu majoribus. 
In omnibus tribus ovarium villosissimum , subtriovula 
tum et staniina monadelpha. Legumen nun vidi (v. s.). 

5. M. densißorum , loliolis 21 29 ovato - oblongis 

»cutis mncronatis utrinque rainis paniculaque pubes- 



eentibni riHoalave, panienlia densis i.i iijin r,n 

riili« folio lire\ ioribtll , calycis rufo - villosi dcntibu* 

tubi dimidio brevioribus. Brasilia. Sehnaht. 

J'oliolaG 12 Im. longa, basi rotundata, apico angu- 

st ata. Ftores nnmerosf, densl, parvi. Corollae intense 
coloratae. Legumen non \\i\\ (v. s.). 

6. \l. divaricatum, foliolis 15 17 ovatis oblongisve 

superioribus acutis inferioribus obtusiusculis omnibus 
mncronatis junioribus serieeis adnltis glahratis subco- 
riaeeis, panicula terminali elou^dtü divaricata rufo-pu- 
bescente, calycis laciniis inferioribus tubo suo aeqni 
longis. Rio Crixas et Aquagentc. Pohl. 

Foliola 6_10 lin. longa, vis iiuquam polliraria. basi 
saepe subcordata, venis aeoondariia reticnlatia niagis 
conepicnU ac in praccedentibus. Panicula ferc pedalis, 
foliis par\is bine indc donata. Rand primarii elongati 
paiiii. divarieati ; seeundarii breves, faacicnlati, Bracteo- 
lae lineares, calyce breviorcs. Calycis laciniae 2 supe 
riores ovatae, obtusae, 2 laterales angustiorcs, inflma li 
nearis longior ineurva. Legumen non vidi (v. s.). 



Platymiscium Vogel. 

Platyniisciuin Vogel in Linnaea 11. p. 198. 

Calyx turbinato - campanulatus, apice breviter Sdentatus. Corollae vexillum orbiculatum vel ova- 
lum. alis partim brerius vel aequilongum. Alae oblongae vel obovalae, liberae. Carina oblonga vel obo- 
vata, alas aequans vel parum longior, reeta vel subineurva, petalis dorso inter se connatis. Stamina 
monadelpha, vagina supra fissa. Antherae uniformes, longiludinaliter dehiscentes. Ovariura longe sti- 
pitatum 1 (vel 2'0 ovulatum. Stylus filiformis brevis. Stigma subcapitatum. Legumen stipitatum, ob- 
longum , planum, membranaceum , indehiscens , obscure reticulatum, suturis marginalibus tenuibus 

vel vix incrassatis , medio non induralum. Semen solilarium compressum , rem forme. Arbores fru- 

ticesve Auslro - Americani. Folia opposita vel terDatim verticillata, imparipinuata. Stipulae saepe per- 
sistentes. Foliola opposita vel superiora alterna, coriacea, exstipellata, glabra. Racemi axillares, simplices 
vel parum ramosi, saepius fasciculati, glabri. Bracteae et bracteolae parvae, membranaceae. Flores pedi- 
rellati lutei. Calgces, corollae et ovarium glaberrimi. 

Genus Miscolobio et Lonchocarpo legumine simile. sed calycis forma, inflorescentia et praesertim 
foliis oppositis facile destinguendum. 

Species sunt: 



1. PI. luteum, foliolis subquinis oblongis acumina- 

ti- basi angustatis, vexillo ovato alas aequante. Pte- 

rocarpus luteus Teil. Fl. Fluni. 7. t. 92. _ Corcovado 
provinciae Rio Janeiro. Martius. 

Foliola 2 3pollicaria. Corollae tenuiores quam 

in caeteris speciebus, carina rectiore. Ovarium lon- 
gissime stipitatum. Legumen fere *pollicare, stipite 
6 lin. longo (v. s.). _ An ad PI. ßoribundum Vogel 
l c. referendum? — Specimina jam ad amiciss. Mar- 
tium remisi sub nomine meo Hymenolobii lutei, quam 
ob rein cum descriptione Vogelii comparare nequeo. 

2. PI. dichotomum , foliolis 5 oblongo- ovatis apice 
parum angustatis obtusis , stipulis lato - lanceolatis acu- 
minatis, racemis subsolitariis, vexillo orbiculato alis bre 
viore. _ Engenho de Vargu. Pohl. 



Foliola circiter 2 pollicaria. Bracteolae subpersi 
Stentes. Carina ineurva, obtusa, alis parum major (v. s.). 

3. PI. latifolium , foliolis 5 7 lato -ovatis obtusis, 

stipulis orbiculatis obtusis, racemis fasciculatis subra- 
mosis, vexillo orbiculato alis breviore. _ Aldea do Pe- 
dro. Schlicht. 

A. PI. dicliotomo difl'ert praeeipue fuliorum et sti- 
pularum forma. Specimina hujus et praecedentis speciei 
manca sunt. Legwnina desunt. Folia in utraque oppo 
sita (v. s.). 

4. PI. praecox (Mart. msc.) foliolis 9 ovali -ellip- 
ticis acuminatis, racemis fasciculatis, vexillo orbiculato 
alis subbreviore, — Habitat in sylvis ad Rarra deJuca. 
Martius. 

Folia opposita vel ternatim verticillata. 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 



1 05 



Foliola 3 i pollicaria. Race/ni simplices 2_<i pol- 

licares. Carina oblongo - ovalis, sabrecta. Legurnen Ion 
ginscule stipitatum, ciroiter 2 pull, longum (v. s.). 

5. PL speciosum Vogel /. c. p. 200. a praecedentibus 
divers mn videtur. 



Species scxla est verosimiliter Ameriinnuin pinna- 
tum Jaeq. Stirp. Amer. p. 200. t.m. f.50 , seu Loncho- 
carpus Ameriinnuin DC. prodr.2. p. 261, uisi eadcm 
sit a<: PI. praecox. 



c 



ALLISEMAEA. 



Calyx laxe furbinalo - campanulatus , foliaceus , subincurvus , Sfidtis , bilabiatus , laciniis ovalis. 
Corollae vexillum amplum, ovato-orbiculatum, basi rotundatum, alis longius. Alae oblique obovato-ob- 
longae. Carina obovato - oblonga , obtusa, subrecta , petalis dorso connatis. Stamina iwia 6as« mona- 
delpha, filamentis vexillari et carinali f'ere ad basim fissis, caeteris in phalanyes duas oppositas 
aequales ultra medium connexis. Antherae ovatae, uniformes. Ovarium longissime stipitatum, pluri- 
ovulatum, ovulis fere analropis. Stylus glaber. Stigma obtusum tenue. Legumen adultum ignotum, 
sed ex juniore adliuc parum aucto oblongum videtur, compressum, indehiscens , sutura vexillari purum 
incurva exalata, carinali in alam membranaceam dilatata in stipitem decurrentem. Semina etiam 

juniora plurima pendula, embryone reclo. Arbores vel frutices Brasilienses. Folia imparipin- 

nata vel abrupte pinnata, petiolo seta terminato. Foliola oblonga, apice retusa vel emnrginata, nervis 
secundariis crebris parallelis lineata. Racemi axillares simplices, laxi, pluriflori. Flores pedicellati, pedi- 
celli supra medium bracteolis 2 membranaceis, lanceolatis, laxis, cito deeiduis aucti. 

Genus certe distinctum, etsi legumen adultum adhuc ignotum sit. Habitu Bowdichiae approxirnatur, 
et characteribus nonnullis etiam Mgroxglo fortassis affine est, sed ab utroque imprimis staminibus diver- 
sum. Calyce et staminibus Discolobio , corollis etiam Phellocarpo affine, foliola ut in Machaeriis se- 
etionis primae et secundae, et in Drepanocarpis sectionis secundae lineata. 

Species sunt: 



1. C. pubescens , foliolis 15 17 emarginatis submu- 

ticis coriaceis, supra glabris, subtus ramulisque pilis 
erecto - divaricatis pubescentibus, racemis folia subae- 
quantibus. Oliveira. Pohl. 

Kami obscure striati ; ramuli dense rufo -pubescen- 

tes. Foliola 1 1^ pollicaria, basi rotundata, apice 

emarginata , nervis secundariis supra valde prominen- 
tibus. Racemi circiter 4 pollicares, ad apices ramorum 
numerosi. Bracteae et bracteolae breves, lanceolato- 
lineares , longe ante anthesim deciduae. Pedicelli caly- 
cem subaequantes , filiformes. Calyx 5 lin. longus, gla- 
ber, siccitate nigrescens, labio superiore breviter et <>b- 
tusissiine bifido ; laciniae labii inferioris parum profun- 
dius fissae , laterales obtusiusculae , infima acuta brevi- 
ter mucronulata. Aestivatio laciniarum iinbricativa. Co- 
rollae vexillum calycem 6 lineis excedens, amplum , pa- 
tens, basi intcnsius coloratum. Ovarium dorso ciliatum, 
i-aeternni glabrum (v. s.). 

2. C. sericea , foliolis 11 13 emarginatis submuti- 



cis vix coriaceis, supra glabriusculis , subtus junioribus 
serieeis adultis adpresse pubescentibus , racemis folio 
brevioribup. Brasilia. Schlicht. 

A. C. pubescente differt ramis multo tenuioribus, 
minime striatis, ramulis minus pubescentibus, calyci- 
bus non nigrescentibus , floribus foliisque minoribus, et 
pilis foliorum constanter appressis (v. s.). 

3. C. grandiflora , foliolis 9_13 retusiä mueronu- 
latis membranaceis, supra glabris subtus tenuiter ap- 
presse puberulis, racemis folio longioribus. __ Ad Ri 
beirao Batiero. Pohl, 

Foliola l_l J /i pollicaria, pallida. Racemi plus quam 
semipedales. Pedicelli filiformes, 3 4 lin. lpngi. Bra- 
cteae et bracteolae lanceolatae, ante anthesim deciduae. 
Calyx 6 lin. longus, labio superiore emarginato vel 
breviter bifido; laciniae labii inferioris profundiores. 
omnes obtusae, infima paullo angustior mutica. Ve- 
xillum calycem 7_8 lineis cxcydcns. Ovarium cilia- 
tuin (v. s.). 



DlSCOLOBIUM. 

Calyx subfoliaceus, turhinalo -campanulatus, Lilabiatus, labio superiore emarginalo bifido, infe- 
riore trifido. Corollae vexillum orbiculatum, alis parum longius. Alae late oboratae. Carinae petala 
libera, alis subconformia parum minora. Staminum vagina utrinque fissa; filamentis vexillari et rari- 
null fere a basi liberis , caeteris in phalanges duas oppositas alte connatis. Ovarium breviter stipi- 
tatum, biovulatum. Stylus filiformis glaher ; stigmate terminali tenui. Legumen bre.ve , sutura vexil- 
lari exalata incurva , versus suturam carinalem in discos horizontales ante invicem suprapositos 

ii. n 



106 



mvrilWI DE U (M MINOSAIU M GENERIBU8, 



cj-piinsitm. t/uortim in'ernnulni.< mtt.rimits seminiferus , in/imus et supremus mulfo minores steriles. 
Semen unicum vel rariuM aftio, htnato reniformia, strophiola era$$iu$eufa. KSrnbryonts radieuta inflexa. 
Speclea uotca est: 



D. pti'clielliim. _ Brasilia. Sebücbt. 

Caulis rrnticosna. Rami juniores et petioli tenuis- 

siiuc eaneaeentes. Folia Iinpari pinnata, ;s i poll. longa; 

foliola 9 11, diatineta, alterna »el inbopposfta, pe- 

tiololata, li 9 lin longa, oblonge, obtusa, baai angn- 

»l.ita, supra glabra, subtus subcancsccntia. Stipulae 
parva« , lanceolalae, deeiduae. Stipellue nullac. Pedun- 

vidi axillares, erecti, rigidi, 6 9pnllicares, pubescen- 

tes, anbriacost, racemlferi. Flores pedicellati, subse- 



cundl. Bracteae et bracteolae subulatac, deeiduae. Ca- 
I) i B£ lin. longos, pubescens. Corolla doplo longior, pc- 
lalis itriatia, glabris Ovarium villnsimi. Legionen gla 
brioacnlom; dlecl tres tenucs, omnea hinc profunde 
einarginati et legnininia sutura vexillari cnnncxi, illinc 
or'iieulali, plani , marginc undulato sulicrentilali , in 
termedina circlter 7 lin. latus, radiatim reticulato-veno- 
stis et marginc pllcataa , inferior incompletus 2 lin. la 
tus, superior fere 3 lin. latus (v. s.). 



Piscidia Linn. 

Piscidia DC. prodr. 2. p. 267. 

Genus a Candollio ad Galegeas relatum, mihi potius Dalbergieis convenire videtur, speciraina vero 
niilla in lierbario Caesarea exstant. 



Phellocarpus. 

Calyx turbinatus, subineurvus, quiii(/ueden(atus, subbilabiatus. Corollae vexillum obovatum, basi 
in unyuem anyuslatum, alis stiblongius. Alae oblongae vel oboratae. Carina leite obocata, subineurva, 
petalis dorso superne concretis alas aequans. Stamina monadelpha, vagina superne fissa. Antherae 
uniformes, ovatae. Ovarium sessile, villosum, pluriorulatum. Stylus elongatus füiformis. Stigma parvum. 
Li sinnen (in P. Amazonum) crassum, suberosum, indehiscens, sessile, oblongum vel pyramidalum, 5 

a/atum et ocosfatum. Semen unicum reniforme. Arbores Aus/ro Americanae. Folia imparipinnata, 

exstipulata. Foliola petiolulata, alterna, terminale a pari ultimo remoto, coriacea, penninervia, glabra, 
exstipellata. Racemi axillares simplices vel vix ramosi. Flores nutautes. Pedicelli bibracteolati, bracteolis 
subulatis, deeiduis vel subnudi. Corollae ochroleucae vel albidae '? 



1. P. Amazonum (Mart. msc.) , foliolis 7 9 ova- 

libus oblongisve acuminalis, racemi rhachi inllato car- 
nosa, bracteis lanceolatis sulmlato - acuminalis deeiduis 
calieibusque sericeo - pubescentibus , pediecllis calyce 
brevioribus. In udis sylvis sccunduin fiumen Ama- 
zonum, in provincia Para et ad Solimaen flumen. Mar- 
tins. 

Rami et folia glaberrima. Foliola nunc ovata, vix 
2 pull, longa, nunc oblongo-elliptica, Spolliearia, con- 
stanter apiee acuiuine obtuso aueta. Racemi spicil'ormes 

axillares vel subterminales, 4 5 pollicares. Bltacliis 3 

4 lin. diametro, tenuiter ferrugineo - pubescens. Flores 
densi, sparsi. Bracteae calyce vix breviores, cito deei- 
duae. Pedicelli circiter 2 lin. longi, ineurvo - patentes. 
Bracteolae subulatae, deeiduae. Calyces circiter 4 lin. 
longi, ineurvi, labiu superiorc truncato, brevissime bi- 
lido. Corolla calyce duplo longior, ocbroleuea. Legu- 

me.li 2 ipoll. longnm, alis ubtusis crassis, una e sutura 

vexillari orta, duabus oblongo - pyramidalis apice in 
stylum persistens attenuatis in utraque valvula. Co- 
stae plus ininusve prominulae, una suturaiu carinalcm 
formans, 2 in utraque valvula inier alas. Semen unicum 
inveni reniforme, circiter 5 lin. latum, sed intus e ver- 
mibus omnino destruetum fuit (v. s.). 



2. P. ßoridus, foliolis 5 7 ovatis oblongisve acumi- 
nalis , racemis folio paruin vel vix diinidio brevioribus, 
rhachi nun inflata , bracteis subulatis calyeibusque fer- 
rugineo pulieseentibus , pediecllis calyce brevioribus. 

Piscidia florida Martins msc Para Sieber. Ega Amazo- 
num. Pappig. 

Folia P. Amazonum. RacemiS 6 pollicares. Flores 

densi, numerosi, penduli, paruin minores quam in P. Ama- 
zonum. Calycis laciniae omnes obtusae , 2 superiores 
lere duplo majores, labium superius subineumbens for- 
mans, et ideo calyx quodammodo cum Conavaliae re 
fert. Bracteae subulatae, calyce breviores. Legumen in 
hac specie et binis sequentibus nun vidi sed ovarium 
omnino ac in P. Amazonum (v. s.). 

3. P. acutus, foliolis 5_7 obovato - ellipticis amplis 

aeuminatis, racemis folio 3 ipoll. brevioribus, bracteis 

subulatis calyeibusque ferrugineo - pubescentibus, pedi 

cellis calyce brevioribus. Piscidia acutata Martins 

msc. Para Sieber. 

A P florida differt praeeipue foliolis duplo majo- 
ribus, apice latioribus quam basi, et racemis brevibus 
densis (v. s.). 

4. P. laxißorus, foliolis 5_7 ovatis obtusis, vel vix 
acuminalis, racemis folio subdimidio brevioribus, bra- 



BENTHÄM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 



107 



oteis niinutis subulatis calycibusque) tenuiter ferrugineis, 

pedicellis calyce longioribus. Nissolia reticidata Vell. 

Fl. Fluni. 7. t. 88.? _ Pterocarpus cultratus Vell. Fl. 

Flum.l. t. 95. In Brasilia prope Rio Janeiro. Martins, 

Vauthier , Schott et Mikan. 

Foliola circiter bipollicaria, saepius late ovata, acu 



mine nunc im Ho, nunc brevi lato obtuso. Racemi 3 4 

pollicares. Pedicelli 5 7 lin. longi. Bracteolae minutae, 

dcciduae. Calycis dentcs subacquilongi, 2 supremi ob 
tusissimi, parum latiores, brevius fissi , infimus angu- 
stior. Flores fere P. Amazonuni. Vexillum basi intenso 
coloratum (v. s). 



Geoffroya Jacq. 

Geoffroya DC. prodr. 2. p. 476. 

Hoc genas ab Andira praecipue calyce diversum, in herbario deest. Ex speciebus Candollianis 
G. violacea Pers. seu Acouroa violacea Aubl. excludenda videtur, et ad Ecastaphyllum referenda , et 
G. tomentosa Poir. petalis inter se aeqnalibus cum Dalberyieis nullo modo convenit. 

Andira. 

Andira DC prodr. 2. p. 475. Lumbricidia Vell. Fl. Fluni. 

Calyx late campanulafus vel subturbinatus, Cruncalus, brevissime vel breoiter Sdentatus. Corollao 
vexillum orbiculatum, emaryinatum vel bifidum, alis lonyius vel rarissime subbrevius. Alae oblonyae. 
Garina alas subaequans, incurva, obtusa, petalis se invicem dorso involventibus vel leviter connatis. 
Stamina nunc monadelpha, vayina superne fissa, nunc diadelpha, filamento vexillari libero caeteris 9 
connatis. Discus crassus carnosus, in fundo calycis. Ovarium stipitatam, pauciovulatum. Ovula am- 
phitropa. Stylus brevis incurvus, stiymate tninuto. Legumen drupaceum, obovoideum vel ovoideum, 

semine unico pendulo, radicula brevissima recta, ad apicem leyuminis spectante. Arbores Austro- 

Americanae habitu saepe Ormosiam referentes. Folia impari-pinnata. Stipulae nunc raagnae cartilagineae 
persistentes, nunc parvae deciduae vel nullae. Foliola coriacea plurijuga, terminali a pari ultimo distante, 
inferiora opposita, superiora saepe alterna. Stipcllae setaceae, rigidae , rarius nullae. Inflorescentia 
fasciculato-paniculata, subterminalis. Calyces subsessiles. Bracteae et bracteolae nunc parvae, nunc 
Ianceolatae, calycem subaequantes, saepius citissime deciduae. Ovarium glabrum vel villosum. Ovula 
plerumque 3 4. 

Genus a Geoffroya vix diversum dicitur, tarnen in hac calyx semi-5fidus et ovarium sessile dicnn- 
tur; caeterum Geoffroyae verae in herbario Vindobonensi desunt. Sectiones tres sequentes forsan ulterius 
ut genera distincta habenda, sed legumina adhuc juniora tantum in pluribus speciebus cognita, et cha- 
racter e stamine vexillari libero sumptus, et ex ovario villoso vel glabro in Dalberyieis valde incertus 
videtur. 



S e <: t. I. JRISTOBULIA Mart. 
Calyx amplus, apice subdilatatus, truncatus, minute 
Sdentatus. Stamina monadelpha. 

1. A. i 'racteosa , foliolis sub - 13 oblongo- ellipticis 
obtusis subemarginatis apice basique late rotundatis 
glabris vel subtus minutissime puberulis, panicula ob- 
longa pyramidato - terminali, bracteis concavis crassis 
subpersistentibus, corollis calyce vix duplo longioribus. 
Para. Sie' er in Herb. Martins. 

Foliola 3 4 pollicaria, supra nitida. Stipellae nunc 

brevissimae obtusae, nunc saepius omnino nullae. Pani- 
cula fere pedalis, ramis divaricatis brevibus, rhachi 
crassa uti calyces tomcnto tenuissimo canescenlc. Ca- 
lyx 6 lin. longus. Bracteae cxtus eanescentes , intus fu- 
scae, glaberriinae,laevcs,marginemembranaeeae.Sequenli 
affinis, sed cerle distincta (v. s.). 

2. A. Aniazonuui (Wart, msc), foliolis 9 ovali-elii- 
ptieis oblongisve obtusiusculis utrinque subangustat's 
supra gl bris subtus tenuissime puberulis, panicula 



oblongo -pyramidata terminali, bracteis concavis crassis 
deciduiä, corollis calyce plus duplo longioribus. _ In 
sylvis Tapurensibus provinciae Rio Negro. Martius. 

Affinis A. bracteosae, sed foliola pauciora basi et 
apice angustiora, calyces breviores ampliores, corolla 
major. Foliola exstipellata (v. s.). 

Sect. II. LUMBRICIDIA Vell. 

Calyx urceolatus vel turbinatus, apice obtuse 5den 
latus. Stamen vexillare liberum. Ovarium villosum vel 
rarius pilis paucis ciliatum nee omnino glabrum, sae 
pius breviter stipitattim. 

3. A. stipulacea , stipulis maximis ovatis acutis per- 
sistentibus cartilagincis , foliolis 11 15 obovato - ellipti- 
cis obtusis supra glabris subtus vix puberulis, panicula 
foliis breviorc, calyeibus urccolato - campannlatis scri- 

ceis, ovario ferrugineo - villoso. Lumbricidia letalis 

Vell. Fl. Fluni. 7. t 105.? _ Brasilia Pohl. 

Rand crassissimi. Stipulae subpollicares, undula- 
tae, reticulato-veaosae. Folia ultrapedalia : foliola 2_3 



14 









BENTHAM, DE LEGUMINOSAIU M GENEHIBUS. 



i'i Sttfi ILir- iBhnl (ae IU i< ic<>c et bracteotae 

|>.ir\ a». ritO ilfi-iilu.i.' (' i 'i i l>r>-\ i<.-iini' pcdii ■-ll.il im, 41in. 

Innern ei latoa, baal ratondato«, dentibni btevlaalnri», 
latia nbtaefe vel brerieafme Bcumlnatia Corolla «ubgla- 
l»ra, ctlyue plus duplo longior. Vexillum antplani pfl 
Legtuninis jnniorif atipca caljcem subacquans 
(t. ■.). 

i \ frondo&a (Mart. msc), itipolia ovato - oblon- 

irtilagineia peralatentibue , foliolia 18 iöovali-el- 

liptiria obluaia aupra glabria subtus pulu-rulis, raccmis 
aiillaribna Eaacicolatia aabpanicalatia folio mulio brc- 
vioribni, calycibus orceolato campannlatia , ferrugineo- 

viüuaia, ovario pHia parvia clliatu, In arenosis ayl- 

rarnm ad Capu Frio et alibi circa uram Brasiliae orienta 
IIa ina ti limaiii. Martius. 

Affioia A stipulaceae, Slipulac angustiores, crassio- 
rca, encrviae. Foliola majora, vcnis subtus valde pro- 
ininentibaa Stipellae aetaccae vel nallae (deciduaeY). 
(' i t r villoafor quam in A. stipulacea ; bracteae et bra- 
i'tcolae diutius persistentes, calyce vix breviorcs. Ova- 

rium 3 imulatum, nunc subglabrum, sacpius pilis pau- 

ris ciüaluui. Arbov denaicouia ; floribus violaceis. Mart. 

[>. 8.). 

5 A. ovmosioides , ramis paniculisquc ferrugineis, 
»tipulis lanceolato linearibus acntis deciduis , foliolia 
9_ 1 1 ovato - ellipticis setaceis supra glabris subtus pu- 
bernlie, panicula foliis breviorc, calycibus urceolato- 

cimpanulatis ferrugineis, Ovaria rufo - villoso. Tin- 

goa Brasiliae. Scltott. 

liami crassi, sulcati. Folio, niulto breviora quam in 

praeccdentibus ; foliola 2 3 poll. longa, supra nitida, 

apice lata et saepe profunde emarginata. Panicula fa- 
scicntato - ramosissima, foliis parum brevior. Calyx A. 
stipulaceae sed magis villosus. Corolla A. stipulaceae 
(v. s). 

6. A. Pisonis (Mart. msc), stipulis nullis vel deci- 
duis, foliolia 5 7ovali ellipticis obtusis vix emarginatis 

vel brevissinie mucronatis supra glabris subtus fcrrugi- 
neo - pubescentibus , paniculis folio parum brevioribus, 
calycibus urceolato - campanulatis ferrugineis, ovario 

villoso breviter stipitato. Inter virgulta in arenosis 

ad Mucuri. Martius. 

Afiinis A. ormosioidi, sed folia a basi petioli ad api- 
r.emjbüoli terminalis vix ipoilicaria. Arbor (sec. Mart.) 

10 20pcdalis. Foliola 1 2 pollicaria. Stipellae saepe 

petiolulo aequilongae, interdum brevissimae. Panicula 
raiuosa, ferruginea. Bracteae et bracteolae cito deci- 
duae. Flores A. ormosioidis, sed paullo minores, viola- 
cei. M irt. (v. s ) 

7. A. anthelraintica , stipulis lanceolato - acuminatis 

deciduis, foliolis 9 13 obovato - ellipticis breviter acu 

minati« supra glabris subtus molliter pubescentibus, 
panicula foliis breviore , calycibus suburceolato - campa- 
nulatis villosis, ovario villoso. Lumbricidia anthelmin- 

tica Fell. Fl. Fluni. 7. MO* Prope Rio Janeiro. Mar- 
tius, Scliott. 

Rami ferrugineo-^ illosi, ter.uiores quam in A. stipu- 
lacea et frondosa, sed adbuc crasaiusculi. Folia fere 



pedalia; foliola 2_4 pollicaria. Stipellae aubulatae P,i 
nicula brevis. ramosa. Calyx \ lin, longos, 3 lin. latus, 
bni Miliaitinuatus. Corolla glabra, rolree duplo Ion 
gior Ovafium breviter atipitatnm (v. a.). 

8. A. Aubletii. Voucapoua amerioana Aubl. PI. 

Gui. Suppl. fj. 10. Ab A. antltelininlica diflerre 

videtur foliolis pancioribua, majoribus, longius acumina- 
tis, et puncto glanduloso inter foliola. 

9 A. rosea (Mart. msc), ramulis laeviusciilis fo 
liisque junioribus ril puberulis demum glabris, foliolis 

9 10 oblongis acuminatis basi Longe anguatatia venosis 

vi\ coriaceis, panicula folio breviore dense inultiflora, 
calycibus basi rotundatis rbacbiquc subfcrrugineo-pu 

bcscentibus , ovario villoso. In eylvis aeternis su 

pra Serra do Mar, provinciae Sancti Pauli ad Facienda 
dos Negroa. Martins. 

Rami secundi anni albidi. Foliola 2£ 3$ pollicaria. 

Stipellae subulatae, pctiolulum subaequantcs. Flores A. 
fraxinifoliae , cui species affinia est (v. s.). 

10. X. fr axini folia, ramulis laeviusculis foliisque 
junioribus pubescentibus demum glabratis, foliolis 9 
ellipticis oblongisve breviter acuminatis venosis vix co- 
riaceis, panicula folium subaequante , calycibus basi ro- 
tundatis rhachique subferrugineo - pubescentibus , ova- 
rio villoso. _ Prope Itambe. Pohl. Ad Porto d'Estrella. 
Mikan. 

Rami secundi anni saepius albidi. Folia brevia. Fo- 
liola 1 _ 2 pollicaria. Stipellae parvae. Calyces junio- 
res subturbinati, demum urceolati Ovarii. stipes brevis 

(V. 8.). 

11. A. parvifolia (Mart. msc.) , ramulis petiolis 

racbiquc ferrugineo - puberulis, foliolis 7 9 parvia 

ovatis obovatisvc obtusis supra glabratis subtus pube- 
scentibus venosis subcoriaceis , panicula folia subsupc 
rante, calycibus basi attenuatis pubescentibus, ovario 

villoso. In campis allis Serro Frio, provinciae 3Iinas 

Geraes. Martius. 

Affinis A. fraxinifoliae, sed diversa videtur foliola 
runi forma et magnitudine (vix pollicaria sunt) et caly- 
cibus basi tenuioribus. Corollam non vidi. Legiunen ovoi 
deum, stipite calyce parum breviore (v. s.J. 

Sect. III. EU INDIRA. 

Calyx urceolatus vel turbinatus, apice obtuse 5den- 
talus. Stauten vexillare liberum. Ovarium glabrum, longe 
slipitatum. 

12. A. spinulosa (Mart msc), ramis corrugatis fer- 
rugineis, foliolis 9 11 sessilibus amplis ovalibus ob 

tusis basi cor da ti s coriaceis supra glabris subtus pube 
rulis, petiolo marginato, stipellis subspincsccntibus, 
panicula ampla terminali, calycibus subturbinatis to- 

mentosis, ovario glabro. In campis Taboleira ad Sol- 

gado et ad Contades provinciae Minas Geraes. Martius. 

Foliola ipollicaria, valde coriacea. Petiolus (stipel- 
lis decurrentibus V) alato -marginatus. Stipellae setaceae, 
rigidae, patentes, subpungentes. Panicula pedalis, laxa, 
ferruginea (v. s.). 

13. A. vermifuga (Mart msc), ramis corrugatis 
ferrugineis, foliolis 9_11 subsessilibus amplis lato ova- 






BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBliS. 



109 



tis obtösis emarginatis I)asi rctundato - truncatis coria 
reis supra glabris subtus ferrugincis, petiolo canalion- 
lalo non ruarginato, stipellis nullis, panicula ampla tcr- 
minali, calycibos turbinatis tomentosis , ovario glabro. 
_ Intcr frntices ad Salgado, et in campis editis Tabo- 
liero provinciae Minas Geraes. Martins. 

Foliorum magnitudinc et habitu A. spinulosae affi 
nis , sed petiolis evalatis et stipellis nullis facile distin- 
guenda. Foüola paruin latiora, panicula longior, co- 
rollae paullo minores (v. s.). 

14 A. laurifolia, ramis Iacviusctiüs subglabris, sli- 

pnlis niinutis dceiduis vel nullis, Foliolis II 18 ovali- 

oblongis obtusis vix emarginatis supra nitidis subtus 
pallidis subglabris , panicula foliis breviore, calycibus 

subturbinatis tenuissime tomentnsis, ovario glabrn. 

Fanado. Pohl. 

Tomentum in ramis et panirula tenilissimuni, sob- 
ferrugineum vel fere nulluni. Folia adulta glabra , su- 
periora saepe opposita. Foliola 2^_3 pollicaria, valde 
roriacea. Stipellae minutae. Panicula ampla foliis pa- 
ruin brevior. Calyx nigrescens, subeoriaceus, circiter 8 
lin. longus, basi breviter attenuatus. Corolla glabra ve- 
xillo breviter bifido. Stipes ovarii post antbesiin calyce 
longior (v. s.). 

15. A. hunülis (Mart. msc), ramis laeviusculis gla- 
bris, st'pulis subnullis, foliolis 7_9 oblon<ro-vel lan- 
ceolato -ovalibus obtusis vix emarginatis, supra nitidis 
subtus pallidis glabris, panicula foliis long iure, calyci- 

bus turbinatis rhachique glabris vel vi\ fcrrugineis. 

In campis editis fruticetis obsitis ad Chapado do Paranan 
provinciae Minas Geraes. Martins. 

^/iorparvulavel frutex (fidc Mart.), affuiis A. lau 
rifoliae, sed foliis minoribus paucifoliolatis et panicula 
laxiore distincta videtur. Legumen in utraque specie 
ignotum (v. s.). 

16. A. vetusa Kunth. _ DC. /. c. _ Species mihi 
incognita. 

17. A. pauci/lora, ramulis corrugatis glabriusculis, 
foliolis 9_13 ovali - ellipticis oblongis^y emarginatis 
glabris, paniculis brevibus paucifloris , rhachi calyce- 
que turbinato tenuissime tomentosis , ovario glabro. _ 
Brasilia. Schott. __ Ad Barbacena et Ponte d'Erva. Pohl. 

Affinis A. laurifoliae, a qua differt foliolis mino- 
ribus, saepius emarginatis, minus coriaceis , ramis cor- 
rugatis et inßorescentia , et A. retusae, sed ab icone 
Lamarkiana diversa videtur panicula pauciflora , foliolis 
angustioribus longioribus et aliis notis Stipellae niinu- 
tissimae, saepe omnino inconspicuac (v s ). 

18. A paniculata , ramulis corrugatis ferrngineo- 
pubescentibus, foliolis 13__17 obiongo - ellipticis obtu- 
sis subretusis utrinque puberulis vel demum glabratis, 
panicula ampla multiflora, rhachi calyceque subturbi- 
nato, ferru rt ineis, ovario glabro. _ Barbacena et Ponte 
d'Erva. Pohl. 

Folia fere sesquipedalia. Foliola 2|_3£ pollicaria. 



Stipellae parvae. Panicula saepius ultrapedalis, laxe ra- 
mosissima. Flores majores quam in A. laurifolia et A. 
pauciflora (v. s.) 

19. A. nitida (Mart. msc), foliolis 5_7 ovatis acii- 
minatis undulatis coriaceis glaberrimis paucivenis su- 
pra nitidis, paniculis brevibus dcnsis multifloris, rhachi 
siibferruginea , calycibus urceolato - campanulatis gla 

bris, vexillo alas superante , ovario glabro. Ad Bio 

Doce in Brasilia. Princeps Maximilianus Neovidensis. 

Arhor vel frutex decempedalis (Mart.). Bami lae- 
viusculi, fere glabri. Stipellae subnullae. Foliola \\_1\ 
pollicaria. Stipellae parvae rigidae. Calyces nigrescen- 
tes. Corolla calyce subtriplo longior, glaberrima (v. s.). 

20 A. acuminata , stipulis lanceolato linearibus de- 
ciduis , foliolis 11 15 ovali - ellipticis acuminatis utrin- 
que glabris, panicula densa multiflora, calycibus urceo- 
lato - campanulatis rhachique ferrugineis , vexillo aus 

aequilongo, ovario glabro. In sylvis ad fluincn So- 

limaen provinciae Rio Negro. Martins. 

Affinis A. inermi , sed foliola majora , et vexillum 
proportione petalorum amplius (v. s.). 

21. A. excelsa (Humb. et Kunth. _ DC. /. c.) __ 
Teste Kunthio A. inermi affinis est. Vexillum tarnen 
alis longius. 

22. A. inermis (Lam. DC. /. c), stipulis lanceo- 

latis acuminatis subpersistentibus, foliolis 11 17 oblon 

gis acuminatis utrinque glabris, panicula ampla, caly- 
cibus urceolato - campanulatis subfcrrugineis , vexillo 
alis parum breviore, ovario glabro. 

Specimina tria suppetunt et omnia plus minusve 
manca. In altero Domingensi a Ritlero lecta , foliola 11, 

stipellae subulatae 2 3 lin. longae ; in altero ad flumen 

Amazonum a Pöppigio lecto foliola pariter 11 sed sti- 
pellae minutae (an deciduae ?) ; in tertio Martiann e 
Brasilia septentrionali , foliola circiter 17, stipellae mi- 
nimae (vel deciduae ?). An omnes ejusdem speciei va- 
rietates ? An species duo vel tres distinctae? In omni- 
bus foliola 2£_3^ pollicaria, utrinque glaberrima. Sti/iu- 
lae subcartilagineae, angustae, longe acuminatae. Pani- 
cula ampla ramosissima Bracteae lanceolatae , deciduae. 
Bracleolae minutae. Calyx multo minor quam in prae 
cedentibus. Petala angustiora. Vexillum minus. Fila- 
menta profundius fissa. Ovarii stipes post anthesim ca- 
lyce duplo longior (v. s.). 

23. A. riparia (Humb. et Kunth. _ DC. I. c.) _ Kx 
descriptione praecedenti valde affinis videtur. 

A. racemosa Auctorum evidenter ex speciebus plu 
ribus composita est. A. racemosa DC. prodr. 2. p. 475 
est forsan A. acuminata. A.racemosae Lam. Diel. \.p. 17 
descriptio videtur ex illa Pisonis sumpta, quae fors.in 
A. roseam vel A. fraxinifoliam refert, et ex planta Plo- 
mieri, quae potius A. inermis erit. Vouacapoua ameri- 
cana Aubl. foliolis legumineque pubescentibus est cerle 
distincta, et ad sectionem Lumbricidia pertinet, ubi sub 
nomine A. Aubletil enumeravi. 



1 10 



BENTHAM, UK LEGUHTNOSARUM GENERIBUS 



Dipii&ix ächreb. 

Uipterii !)l* prodr, 8 /» it;. Baryoema (Jlirtn. Coantaroana et Taralca Aubl. Hciuzia Scnp. 

Boldocia Neck. 

Calydl (ubus brcrixsimus, campanu/titus, limbi lariniae 2 superior's mini-imac, obtongae, eoncavae, 
coriaceue . corotlam arqua/ites , l inferior minima inteyra vel tridentuta. CoroUae petala subae- 
qtutonya, brer/.ssimc unguictllata. Vexillum orbicututum, einaryinatum. patent, Alae obovatae inte- 

yrae. Carina obovata, oblusa, petalia dorso vix eonnatis. Slamina (S) 10, monadelpha, vagina tuperne 

(issa. Ovarium unioculatum, ovula amphitropa. Stylus brevis. incurru*. Stigma minutum terminale. 
Logumencraetum, ovoideum, drupaceum, indehiscens. t$umvn o<>aloobloiiyumpendu/um; embryone recto, 

radicula ad apicem leyuminis spectante. Arbores Austro - Americanae. Fo/ia abrupte vel subimpari- 

pinnata, exstipulata, opposita. snbalterna. Foliota lata eoriacea opposita vel alterna, saepissime stipellata, 
glanduloso - punctata , punctis plus inhiusve pelluridis. Inflorescentia terminalis paniculata. Pedicelli 
breves. Bracteae et bracteolae deciduae. Ooarium glabrum. 

Genus calyce facilc distinguendum. Species duae Aubletianae ut sectiones distinctae a Candollio 
habitae sunt , tertia vero species infra descripta calycem et petioluin Coumarounae habet, staiuina vero 
Taraleae , et sie sectiones duas in unam jungit. 

Species sunt: 

1. D. odorata Willd. _ DC. /. c. Coumarouna 

odorata Aubl. t. i,96. In Brasiliae provincia Rio Ne- 

gro. Martins. 

Fulia tantum -tidi, et ideirco de struetura floruni in- 
certus sum (v. s. sine fl.). 

2. D. pterola (Mart. nisc), foliis alternis, petiolo 

siipcllis decurrenlibus alato, foliolis 6 9 oppositis al- 

ternisque nervo medio excentrico, staminibus 10. Villa 

Boa. Po/il. Mattograsso Manso. Vao do Parinarim, in sy\- 
vis Acatingado dictis pro* inciaruin Minas Geraes et 
Goyas. Martius. 

Arbor magna, facie Citri Aurantium (Mart.). Rami 
juniores et axis paniculac tenuiter tomentosi. Slipulue 
nullae. Folio, inferiora pcdalia. Stipellae breves, laneeo- 
latae, in alam angustam usque ad basim petioli decur- 
rentes. Foliola subsessilia, lato-ovata vel elliptica, fo- 

liormn inferiorum 3 5 pollicaria , superiorum 2_3 pol- 

licaria , in quoque folio saepe valde inaequalia, nervo 



medio lateri inferiori approximato, valde eoriacea, su- 
pra glabra nitida, subtus juniora tenuiter pubesoentia, 
adulta glabra , glandulis magis pelluridis quam in cae- 
teris speciebus. Petiolus nunc apice acutus, nunc foliolo 
semiabortivo tenninatus. Panicula ampla , laxa. Flores 
breviter pedicellati. Bracteae ovatae, acutae. Bracteolae 
ovatae coneavae obtusae calycem juniorem aequantes, 
sed cum bracteis citissime deciduae. Calyx nigrescens 
glaber coriaceus, disco fere ad apicem tubi adnato , la- 
ciniae supremae corolla longiores per anthesin alae- 
formes, patentes, infima vix conspicua integra vel minu- 
tissime tridentata. Vexillum patentissimum. Legumen 
ovoideum, parum ol>liquum, erassissimum. rugosum. Se~ 
meu imperfectum vidi (v. s.). 

3. I). oppositijbliu Willd. _ DC. Taralea opposi- 

tifolia Aubl. t. 298. In ripa insularuin et canalium in 

arcbipel igo Paraensi. Martius (v. s.). 



COMMILOBIUM. 

Calycis tubus brevissimus, campanulatus, limbi laciniae 2 superiores maximae pelaloideae, corollam 
aequantes vel superantes , inferius minimum acutum. CoroUae petala subaequi/onya, breviter unyui- 
culata. Vexillum orbiculatum palens, basi alas amplectens. Alae oblique ohovatae, apice bifidae. Carina 
obocalo oblonya, obtusa, parum ineurva, petalis dorso concretis. Stamina 10, monadelpha, vayina supra 
fissa. Ovarium uniovulatum , ovula amphitropa. Stylus ineurvus , stigma minutum terminale. Legu- 
men oralo subrotundum, compressum, coriaceum, indehiscens, intus liynosum cellulosum, cellulis yummi 
resinoso plenis. Semen unicum pendulum. Strophiola parva. Embryo rectus, radicula ad apicem kyu- 
//tinis spectante. — Arbores Brasilienses. Folia imparipinnata, exstipulata. Foliola parva, multijuga, vix 
eoriacea, penninervia , pellucido- punctata, exstipellata. Inflorescentia racemosa, racemis inferioribtis 
axillaribus simplieibus, superioribus in paniculam terminalem dispositis. Flores rosei? pedicellaü. Bra- 
cteae et bracteolae minutae, deciduae. 

Genus elegans, affine praecedenti sed pluribus notis distinetum. Species duo tantum cognitae, sub 
nomine Fabae Sancti lynalii ine larum in herbario designatae sunt. 



BENTIIAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 111 



1. C. polygalaeflovum, foliolis 15 19 ovato-lan- 

ceolatis apice eniarginatis glabris, ovario stipitato. 

Brasilia. Pohl. 

Folia glabra vel rami paniculac tomento tenuissimo 
canesccntes. Foüola circiter pollicaria, pctiolulata, basi 
rotundata , apice truncata, emarginata , vel ctiam bi- 
fida, nervo medio subtus prominente, secundariis utrin- 
quc conspicuis. Panicu'a ampla, gracilis, terminalis, mul- 
tifiora. Pedicelli 2_31in. longi. Calycis tubus vix lineain 
longus, limbi laciniae petaloidcae, oblique obovatae, sub- 
punctalae, 61in. longae, terlia minima vix conspicua. 
Corolla calyce parum brevior. Jllae apice inaequaliter 
bifidae, nenu intcr lacinias nonnunquam in apiculuin | pendulum (v. s,). 



brevem setaeeum excurrente. Legumen junius (antum 
vidi, huic stipes 3 4- lin. longus (v. s.). 

2. C. pubescens, foliolis 21 2.5 ovali oblongis, apice 

eniarginatis, subtus petiolis paniculisque pubescentibus , 
ovario sessili. Brasilia. Pohl. Mattogrosso. Manso. 

Habitus prioris , sed praeter cbaracteres datns 
diflert panicula floribusque minoribus, alis minus ob- 
liquis, profnndius fissis, petiolis omnibus calycem ae- 
quantibus Legumen 2poll. longum, l^latum, sessile, ob- 
ovaturn nigrum marginc tenui , medio incrassatum , sub 
pellicula externa liquorcin ut in Alnygdalo cellulosum, 

cellulis gummi copioso repletis. Semen oblonguin, 

coinpressum, a hilo laterali fere ad extremitatem sito 



Phaseoleae. 

Phaseoleae et Clitoriearum gen. DC. prodr. v. 2. 

Cum ante meum e Vindobonensi Herbario discessum nee Galegearum genera , sine 
quorum examine Phaseolarum limites vix acutius circumscribi poterunt, in disquisitionem 
sumere , nee omnia Phaseolarum genera omnino exhaurire liceat, tribus difficillimae clia- 
racterem diaguosticum, et systematicam generum enumerationem pracrasiinandam putavimus. 
Nihilominus jam nunc absolutis aliquot e vastioribus Brasiliae et Novae Hollandiae generibus, 
de his nosrrum Botanicis proponimus iaborem, praemisso tribus charactere naturali ad genera 
trifoliolata constituto, cui nonnullas de tribus subdivisionibus subjungimus observationes. 

Caules Phaseolearum saepissime volubiles sunt, rarius erecti vel prostrati, herba- 
cei vel frutescentes. Foüola opposila cum impari distante (vel si approximato a lateralibus 
stipellis sejuneto) rarius ad impar solum redueta stipellata, vel stipellis in sola CUloria 
heterophylla deficientibus. Inßorescentia axillaris racemosa , racemis rarissime terminalibus, 
irregulariter subpaniculatis. Caljoc apice ^ — 5fidus , laciniis aestivalione imbricatis. Corolla 
papilionacea. Vexillum basi saepe membranula inflexa utroque latere appendiculatum, et 
nonnunquam etiam ad medium intus membranulis duabus subcallosis auetum. Alae carinae 
saepissime plus minusve longitudinaliter cohaerent. Carinae petala dorso inier se connexa. 
Stamina 10 > quorum 9 inter se constanter ultra medium connexa in vaginam, latus cari- 
nale non fissum. Filamentum deeimum seu vexillare nunc cum caeteris a basi breviter al- 
tiusve connexum in tubum integrum vel ad latus vexillare fissum, nunc ima basi liberum, 
dein cum caeteris in tubum integrum bievius altiusve connexum , nunc omnino liberum et 
interdum supra basim geniculatum, vel in appendiculam dilatatum. Antherae in generibus ple- 
risque uniformes, allernae tarnen in Glycine et Teramno steriles, in Mucuna difformes. 
Öv arium basi saepe vagina e disco oria cinetum. Legumen saepissime bivalve, bi - polv- 
spermum , continuum (nee articulatum) , extus rarius lineis transveisis inter Semina con- 
strictum, saepe ad niüturitatem torulosum , intus saepissime isthmis cellulosis transverse 
multiloculare , in Butea (et in Erythrina et Mucuna?) tarnen indehiscens. Semina com- 
pressa vel convexa, saepe reniformia, radicula ineurva. 

Affinitas imprimis maxirha cum Galegeis mediantibus generibus pinnatifoliatis (quae in 
trifoliolata per Clitoriam abeunt) , nee inter eas limites certos adhuc dare possum. Cum 
Hedy sareis pluribus conveniunt habitu et foliolis stipellatis, sed legumine valde distineta. 



Hl IHM 11 AM 1)E LKGL'MINOSARUM GENERIBUS. 

\ Dalbergieii saepissime legumine bivalvi tlitTerunt , pauca quae legumine indehiscente 
doiiata dUtinguunCur foüolifl pinnatim Irifoliolatia , foliolis oppositis . et alis carinae adhae- 
rentibns. 

Genera pleraque tropica, subtropica vel transtropica utriusqtie orbis, species perpaucae 
Horeali-Ameiitanae, nullae Kuropaeae (nee Boreali -Asiatiae ?) nisi eultae vel e eultura 
dispersae. 

Subtribtis sequentes , etsi plures adhuc non recte definitac, mihi sat naturales virlentnr: 

Snhtrilms I. CLITORIEAE. Ovarium pluriovulatuin. Inflorescentia simpliciter vel fasciculato racemosa nec 
nodosa. Bracteolae, bracteae vel utraeque saepius majusculae striatae, rarius par\ae vel nullae. Vexillum exappendi 
riilatuiii , saepius anipluni. Stamen vexillare l'berum vel medio connatum, non geniculatum. Semina estrophiolata. 
Florrs saepius magni 

* Calyx tubulosus. Bracteolae saepius parvae. 

Dumasia DC. Prod 2. p. 241 Calyx truncatus, hrerissime dentatus. Bracteae et bracteolae parvae subulatae. 

Amphicarpaea Ell. DC. Prod. 2. p. 383. _ Calyx trimeatus brevissime dentatus. Bracteae persistentes 

orbiculatac. Bracteolae nullae. 

Cologania Kunth. _ DC. Prod. 2. p. 236. _ Calycis laciniac 2 superiores ultra medium connexae. Stylus 
«lalier non dilatatus. Bracteolae saepius bracteis minores. 

Amphodus Lindl. Bot. Heg. t. 1101. Genus Cologaniae valde affine videtur, sed mihi ignotum. 

** Calyx tubulosus. Bracteolae bracteis majores , striatac. 

Clitoria Linn. Calyx apice 5-fidus. Stylus apice dilatatus, subtus longitudinaliter !barbatus. Bracteolae 

bracteis majores, striatae. Legumen planum, valvulis enervibus. 

Neurocarpum Kunth. Calyx, Stylus et bracteolae Clitoriae. Leguminis valvulae convexae, longitudinaliter 

nervatae. 

*** Calyx campanulatus. Bracteolae bracteis majores, striatae. 

Vexillaria Vexillum ecalcaratum. Legumen oblongo-lineare, sulura vexillari angusta bialata, carinali nuda, 

ralvalis convexis nervatis. 

Centrosema. — Vexillum calcaratum. Legumen oblongo-lineare , planum , enerve , exalatum. 

Periandra. — Vexillum ecalcaratum. Legumen Centrosematis. 

Platysema. Vexillum ecalcaratum. Legumen ovato-oblongum , sutura altera trialata, altera bialata, valvu- 
lis planis enervibus. 

SUBTR1BUS II. KEJS NEDYEAE. _ Ovarium pluriovulatuin. Inflorescentia simpliciter vel fasciculato race 
mosa nec nodosa. 

Bracteolae saepius parvae. Vexil'um biappendiculatum vel nudum Stamen vexillare basi connatum vel om 
nino liberum non geniculatum. Stamina strophiolata vel rarius (in Leptolobio) estrophiolata. 

* Semina strophiolata. 

Kennedya. Vexillum obovato - oblongum, biappendiculatum. Legumen compressum. Racemi laxe p iiiciflori. 

Zichya. Vexillum late orbiculatum , biappendiculatum. Legumen compressum. Racemi subcap itati. 

Physolohium. Vexillum late orbiculatum, exappendiculatum. Legumen turgidum. Racemi laxe paueißori. 

Hardenbergii. Vexillum orbiculatum, exappendiculatum. Legumen oblongo-lineare compressum. Racemi 

clongati multijlori . 

** Semina estrophiolata. 

Leptolobium. Corolla et inflorescentia Hardenbergiae. Legumen lineare compressum. 

SUBTRIBUS III. CrLYCINEAE. Ovarium pluriovulatuin. Inflorescentia saepissime nodoso - racemosa 

(rhachis fasciculorum secus pedunculum coinmunem alternorum nodiformis, post florum et bractearum casum per 
sistit). Bracteolae parvae, rarius striatae. Vexillum saepissime biappendiculatum. Stamen vexillare basi connatum. 
vel nmnino liberum. Stylus non induratus. Semina estrophiolata. Flores saepius minimi. 

* Calyx 5-fidus (vel 4 fidus lacinia suprema bifida). 

Jo/inia W. et Arn. Prod. Fl. Penins. Ind. Or. 1. p. 449 et 209 sub Notonia. _ Calyx profunde 5 fidus, la 
ciniis subulatis. 

Anthsrae uniformes omnes fertiles. Legumen lineare, valvulis convexis? 

Cyamopsis DC. Prod. 2. p. 216. Calyx profunde 5-fidus, laciniis subulatis. Anlherae uniformes omnes fertiles. 
Legumen lineare, crassiusculum, rostratum, sutura vexillari binervata Ob alas carinae adhaerenles fotiaaue pin- 
natim trifoliolata revera etsi minute stipellata ad Phaseolcas nec ad Loteas pertinere videtur. 

Stenolobium. Calyx 4 -fidus, lacinia suprema lata, bifida. 

A/itherae uniformes omnes fertiles. Legumen elongato-lineare , valvulis planis. 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 113 

Soya. Calyx et antherae Stenolobii. Legumen oblongum, cultratum. 
Glycine, Antherae alternae steriles. 

** Calyx 4-fidus, laeiniis integerrimis. 

? Shuteria. Bracteolae calycis tubuin subaequantes. 

Galactia. Bracteolae deciduae, calycis tubo multo breviores. 

SUBTRIBUS IV. DIOCLEAE. Ovarium pluriovulatum. Inflorescentia nodoso-raeeraosa. Vexillum saepius 
biappendiculatum. Stanzen vexillare inia basi liberum, dein saepissime cum caeteris connexuui. Stylus non induratus. 
* Calyx 4-fidus, intus glaber. 

Collaea, Legumen sessile. 

? Camptoserna Hook, et Arn. Bot. Mise. 3 p. 200. 

Bionia. Legumen stipitatum. 

** Calyx 4-fidus, intus villosus. 

Cleobulia. AJae minimae. 

Cratylia. Alae c&x'mwa aequantes vel longiores, v exillum exappendiculatum. Seminumhllum parvum, oblongum. 

Dioclea. Alae Cratyliac. Vexillum biappendiculatum. Seminum hilum longum, lineare. 
*** Calyx bilabiatus, labio superiore niaximo, inferiore parvo. 
Canav olia. 

SUBTRIBUS V. ERYTHRINEAE. _ Haeo subtribus e Butea, Erythrina et Mucuna formata, a caeteris differt 
legumine in Butea certe, et ut mihi videtur etiain in Erythrina et Mucuna. indehiscente. His generibus etiam ve- 
rosimiliter adsocianda erit Budolphia (exclusa tarnen R. dubia quae Centrosematis species), quae vix ab Erythrina 
differc dicitur. 

SUBTRIBUS VI. EUPHASEOLEAE. Ovarium pluriovulatum. Inflorescentia nodoso-racemosa. Vexillum 
biappendiculatum. Stamen vexillare supra basim saepissime geniculatum, liberum vel rarius medio cum caeteris con 
nexum. Stylus supra medium (constanter ?) induratus. 

Phaseolus. Carina spiraliter torta. 

Vigna Savi. Carina non torta. /^cr^/Mmbicallosum Stigma laterale. Legumen teres, exalatum Huc referendae 
videntur Dolichi sectioncs Catiang DC. Prod. 2. p. 398. — W. et Arn. I. c. p. 249 et Unguicularia DC. Prod. 2. p. 
400. _ W. et Arn. I. c. p. 249. _ Scytalis E. Mey. Comm. p. 145. _ Callycisthus Endl. Prod. Fl. Nor/, p.90, ubi 
Stylus describitur, qualem in omnibus speciebus, quas examinavi inveni, etfortassis etiam StrophostylusE. Mey. Comm. 
p. 147. non Ell. et Otoptera DC. Prod. 2. p. 240. 

Doliclios Linn. Carina non torta. Vexillum callosum. Stylus non compressus. Stigma terminale. Hilum 
parvum oblongum. Genus ad sectiones Macrotyloma et Eudolichos W. et Arn. I. c. vel ad Dolichum E. Mey. /. c. 
reducendum. E Dolichis spuriis W. et Arn. /. c. D. ghitinosus et D. tomentosus ad Rhynchosieas referendi videntur. 
D. punetatus est species non satis nota. Species Dolichi veri examinavi plures Africanas, unam Indicam et duas Bra- 
silienses. 

Lablab Adans. DC. Prod. Carina non torta. Vexillum callosum. Stylus compressus. Stigma terminale. Hi 
tum longum lineare. 

Sphenostylis E. Mey. Comm. PI. Afr. p. 148. 

? Pachyrhizus Rieh. DC. Prod. 2. p. 402. 

Psophocarpus Neck. _ DC. Prod. 2. p. 403. 

Diesingia Endl. Att. Bot. p. 1. t. 1. 

PDunbaria W. et Arn. Prod. Fl. Penins. Ind. Or. 1. 258. 

Taeniocarpum Desv. Ann. Sc. Nat. Par. 9. p. 420. 

SUBTRIBUS VII. CAJANEAE _ Legumen externe lineis transversis rectis obliquisve constrictum. __ In 

caeteris Phaseoleis valvulae reetae vel torulosae, sed nunquam transverse lineatae. Subtribus Hedysareis ap- 

proximatur , sed legumine bivalvatim dehiscente distineta. 

Fagelia Neck. _ DC Prod. 2. p. 889. 

Cajanus DC. Prod. 2. p. 406. 

Atylosia W. et Arn. Prod. Fl. Penins. Ind. Or. 1. p. 257. 

Cantharospermum W. et Arn, /. c. p 255. 

Pseudai thria W. et Arn. /. c. p. 209. 

SUBTRIBUS VIII. RHYJSCHOSIEAE. _ Ovarium biovulatum. 

Orthodanum E. Mey. Comm. PL Afr. Austr. p. 131 excl. syn. Arcyphyllum. 

Eriosema DC. E. Mey. Comm. p. 127. _ Pyrrhotrichia W. et Arn. Prod. Fl. Penins. Ind. Or. 1. p. 238 inObs, 

Bhynchosia DC. non Lour. sec. E. Mey. _ Copisma E. Mey. /. c. quod nomen forsan adoptandum erit. _ Eu- 
rhynchosiae W. et Arn. Prod. I. c. p. 238. 

Phy'lomatia W. et Arn. I. c. p. 239. 

Ptychocenti um W. et Arn. /. c. p. 240. 

15 



in HENTIIAM, DE LEGUMINOSARUM GENERHIUS. 

ttomismia W. et Arn. /. <•. p. 236. 

C> {ist l \.it \\ .1 Vrn. /. c. ]>. 259. 
nospermum \Y. et Arn. /. c. p. 259. 

Ckrysonia* B. Mey. Comm. p. 139. An a Cyanospermo distincta? 

later gcnera foliii palmatin foliolatii donata liolhia ad Loteas jam al» Amottio (W. et Arn. Prod. 1. p. 195) 
reluta Parochetus ad «•.imlcin veroaimllttef Irilinm pcrtinet. I.upbuiin inter GenUtcas ju\ta Crotaluriam collocat 
Igardkfoi liliii». In noMgnpkla. sua. Flemingia Ro\b. a Candnllio inter Hedyaareaa, sed dubio relata, alt Arnottio 
inter Phaaeolea* enumeratur. Ipse nullam adhuc cxaiuinavi specieiu, et ex descriptionihus aiictoruin affinitas certa 
nun upparct. 

Genera foliil pinn.itis plnrgnfril nondum evaminavi, an in siihtribum propriam colligendaV an ad Galegeas 
referendal yr\ in rabtribna caeteras I'haseolarum distribucnda? e. g. Barbiera ad Cajaneas ob legiimen lineis trans- 
reraii conatrlctnm; fVisteria, Apios etCyrtotropis (Wall. PI. As. rar l.p. 50 f.62) ad Euphaseoleas ; Chaetocalyx 

ad Clitorieaa. Abrus cum neutra jungendus videtur. Vilmori da mihi omnino ignota est. Voandzeia , 

quae ab 1. Meyero ad l'haseoleas refertur, Stylosuntho simillima est, et cum ea inter Hedysareas enumcranda 
\ idetur. 

Supersunt gcnera uonnulla mihi omnino ignota, et quae ex charactcribus auctorum collocare ncqueo, scilicel : 

dtaerantfuu Lour. _ DC. Prod. 2. p. 382. 

Beiencourtia A. de St. Hil Voy. P. U- v. 1. p. 376. 

Pueruria DC. Prod. 2. p. 2i0 

Calopogonium üesv. Ann. Sc. Nut. 9. p. 423. 

Cruminium Dcsv. Ann. Sc Nat. 9 p. 423. 

Chluryllis E. Mey. Enimi. PL Afr. Austr. p. 149. 

Taeniocurpum Dcsv Ann. Sc. Nat. 9. p. 420. 

Clitouia Linn. 

Clitoriae sect. Tcrnatca et Euclitoria DC. Prodi: 2. p. 2S3. 

Calyi tubulosus, apice Sfidus, laciniis superioribus ovatis acuminatis, supremis saepe altius con- 
natis. infima angustiore. Corollae vevilliira amplum, suborbiculare, emaryinatum vel bifidum, dorso 
nudum, basi angustatum, exappendiculutum. Alae oblongae, extrorsum falcatae, carinae adhaerentes. 
Carina longissime slipitata, parva, incurva, breviter rostrata, acuta, alis breuior, petalis dorso apice con- 
natis. Stamina monadelpha, vel vexillari subübero diadelpha. Antlierae uniformes. Ovarium stipitalum. 
Discus vaginifer. Stylus incurvus, apice plus minus ve dilatatus, subtus longitudinaliter barbatus. Stigma 
capitatum. Legumen stipitalum, lineare, plano-compressum, sutura utraque incrassata, valvulis enervi- 
bus exalatis. Semina plana , estrophiolata. _ Herbae vel frulices Austro - Americani vel Austro - Asia- 
tici, volubiles vel suberucti. Stiputae silbpersistentes, saepe lineatae Stipellae setaceae vel rarius sub- 
Dtillae. Folia pinnatim 3-pluri-foliolata, foliolis oppositis cum impari distante. Pedunculi axillares 1. — 2 
flori vel racemiferi. Bracteae stipulis subsimiles, vel saepius majores. Bracteolae majores, lineatae, calyce 
breviores vel longiores. Flores ampli , purpurascentes, caemlei, albi vel rubri. 

Genus calyce et corolla Neurocarpo simillimum, sed leguminc' diversum. Legiimen Periandrae et 
Centrosematis , sed calyx et corolla valde discrepant. 



Sect. I. TERNATEA Kunth. DC. 1. c. 

Folia plurifoliolata. Bracteolae calyce breviores. 
Caulis volubilis vel seandens. 

C. lasciva (Boj.MSS), caule fruticososcandente pu- 

bescente, foliolis 7 11 ovatis vel ovato - lanceolatis olt- 

tusiusculis reticulatis supra glabriusculis subtus pallidis 
puberulis, stipellis setaceis, pedunculis bifloris, bracteo 
lis lato -ovatis acutis calyce pluries brevioribus, legumi- 

nibus pubescentibus. Scandit in arbores et frutices ad 

margines fluviorum provinciae IJctaniuienae orae orien- 
talis insulae Madagascar. Bojer (v. s.). 

2. C. Ternutea Linn. ÜC. /. c Foliola interdum 

6 vel 11 , basi scmper plus minusve angustata (y. 1.). 



3. C heterophylla Lam. _ DC. I. c. _ Stipellas 
interdum (rarissime tarnen) minutas setaceas vidi (v.l.). 

Sect II. EUCLITORIA DC. I. c. 
Caulis volubilis vel seandens. Folia trifoliolata. 
Bracteolae calyce breviores. 

4. C. pedun.culata (Boj. MSS), caule filiform.! glauro, 
foliolis 3 lanceolato -linearibus acutiusculis glabris, sti- 
pellis subnullis, pedunculis filiforinibus unilloris, bra- 
cteolis lineari-lanceolatis acutis calyce inulto brevioribus. 

Inter frutices ad margines fluviorum in insula Mada 

gascar. Bojer. 

Valde affinis C. heterophyllae, sed diversa videtur 
foliolis (constanter ?) 3, duplo longioribus, et peduneu- 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENER1BUS. 



115 



lis. Stipellae minutae, deciduae vel nullac. Legumen fere 
glabrum. Flores C. heier ophyllae (v. s.). 

5. C. mariana Linn. DC. I. c. (v. s.) 

6- C. mexicana Link. _ DC. I. c. C. mariana 

Schlecht. Linnaea 5. p. 178. Stipulae et bracteae ma- 
jores, bracteolae angustiorcs sublongioros , laciniae ca- 
lycinae angustiores,et corollae minores videntur quam in 
C. mariana (v. s.) 

Sect. III. BRACTEAR1A Mart. 

Fruticosae. Folia trifoliolata. Bracteolae calycem 
aequantes vel superantes. 

7. C. Amazonum (Mart, MSS) glaberrima, caule fru- 
ticoso, foliolis amplis lato-ovatis acuminatis latcralibus 
suborbiculatis basi rotundatis subobliquis subtus pallidis, 
racemis multifloris ramosis , bracteolis oblongis acutis 

calyces aequantibus. In sylvis ad fluv. Amazonum, 

prope Conta de Mattury provinciae Para. Martins. Ega 
Amazonum. Popp ig. 

Petioli elongati, tenues, uti tota planta glaberrimi. 
Stipulae minutae. Stipellae setaceae petiolulo breviores. 
Foliola 3-5 poll. longa, lateralia breviora Racemi sub- 
paniculati, semipedales. Bracteae parvae ovatae acutae 
persistentes. Bracteolae pollicares membranaceae fuscae 
veticulatae. Caljx tuhulosus. Corolla fere ßpollicaris. 
Ve.xillum glabrum. Stylus apice dilatatus, subtus barba- 
tus. Ovariurn stipitatum leviter pubescens. Legumen 
scmipedale glabrum omnino Clitoriae (v. s.). 

8. C. acuminata, glaberrima, caule fruticoso, foliolis 
ovatis acuminatis basi rotundatis coriaceis, racemis plu- 
rifloris, bracteolis ovato-ellipticis obtusis calycem subae- 

quantibus. Ad fluni. Amazonum ripas, locis sylvaticis 

provinciae RioNegro. Martius. 

Folia angusti<ira, magis coriacea et longius acuminata 
quam in C. Amazonum. Stipulae et stipellae minutae. 
Flores in racemo pauciores. Bracteolae latiores. Corol- 
la eadem (v. s.). 

9. C. racemosa, caule fruticoso glabriusculo, junio- 
re, racemis petiolisque pubescentibus, petiolis elongatis, 
foliolis oblongo - ellipticis acuminatis supra Tel utrinque 
glabris coriaceis, racemis multifloris folio longioribus, 

bracteolis ovalibus calyces aequantibus. Ad Nativi- 

dade. Pohl. 

Foliorum petiolus \\ 3 pollicaris. Petioluli 4 5 li- 
neares. Stipulae ovatae membranaceae deciduae. Stipellae 
lineares acuminatae petiolulum subaequantes. Foliola 3 

4 pollicaria, subtus interdum pube tenuissima pallida 

eleganter nervosa. Bracteae membranaceae ovatae vel lan- 

<:eolatae, reflexae vel deciduae, saepius 3 5 fasciculatae. 

Flores numerosi saepe 2 3 ex eadem puncto nati, sub- 



sessWes. Bracteolae 7 8 lineares, latae, calycem obtegcn- 

tes. Vexillum calyce plus duplo longius, pubescens. Le 
gumen stipitatum, junius pubescens (v. s.). 

10. C. Poitaei DC. I. c. 

11. Carborea, caule fruticoso glabriusculo, racemis 
petiolisque pnberulis, foliolis late obovatis obtusis eroar- 
ginatis basi inaequaliter rotundatis glabris subtus palti 
dis, bracteolis lato-ovalibus obtusis subincisis calyces su- 

perantibus, racemis densis ramosis, vexillo villoso Ve- 

xillaria ar/'orea Hoff m. MSS Para. Sie' er. 

Foliola 3 ipollicaria. Stipulae ovatae, acuminatae, 

parvae, striatae. Stipellae lineares, petiolulum subaequan- 
tes. Racemi breves, subterminales, fasciculato-ramosi. 
Bracteae numerosae, stipulis conformes. Bracteolae co- 

riaceae, striatae, apice saepius 2 5 fidae. Calyx vix ultra 

semipollicaris sed tubulosus. Petala forma Neurocarpi, 
etsi parum breviora. Vexillum ut in Vexillaria extus 
villosum (v. s.). 

Cütoria angustifolia Humb. et Kunth. DC. /, c. 

ex descriptione Kunthiana certc ab Euclitoriis calyce et 
corolla discrepat, et etsi de vexilli calcare sileat cl. auetor 
verosimiliter ad Centrosema jicrtinet. 

C. formosa Humb. et Kunth. DC. /. c. mihi vidc- 

tur in oinnibns cum Centrosemate brasiliano convenire. 

Clitoria glycinoides DC. est verosmiliter Vexillariae 
species. 

Sectio Centrosema DC. e Clitoriis virginiana, brasi- 
liona et Plumieri composita, mihi genus distinetum est. 

C. Berteriana DC. sectionem Glycinopsis DC. for- 
mans, est evidenter Periandrae species Nomen Martia- 
num Glycinopsidi substitui. 

Ad idem «renus referenda est Clitoria coccinea Schrad. 
De speciebus caeteris dubiis Candolleanis nihil adhuc de- 
terminare potui. 

Clitoria ßuminensis Fl. Flum.7.t. 128. est Centrosema 
Plumieri. 

C. brasiliana Id. 1. 129 est Canavalia rosea* 

C. gemina Id. t. 130 videtur Centrosema laseiva. 

C. insulana t. 131 etiam Centrosematis species, affi 
nis C. Plumieri. 

Clitoria sinuata Desv. Ann Sc. Nat. 9. 412 ad Cen- 
trosema pertinet. 

De genere C. laurifoliae Desv. Ann. Sc. JV.it. 9. 411 
non certus sum. Auetor ad sectionem 3. Euclitoriam du- 
cit, sed hie latet error typographicus, nam Euclitoria Se- 
ctio seeunda est. Ab Euclitoria tarnen certe removenda, 
ob calycem non tubulosum, an vero ad Centrosema refe- 
renda, prope C. oblongifolium, an ad Periandr im ex 
diagnosi non patet. 



Neurocarpum 

Neurocarpum DC. Prod. 2. p 235, Martia Leandr. Sacr. 



Desv. 

. Martiusa DC. Prod. 2. p. 236. 



Calyx tubulosus, apice 5fidus, laciniis superioribus ovalis acuminatis, supremis saepe altius connatis, 
infima angustiore. Corollae vexilhim ampluni, suborbiculare,emarginatum vel bifidum, dorso nudum, basi 
angustatum, exappendiculatum. Alae oblique oblongae. extorsum falcatae, carinae adhaerentes. Carina 

15 * 



II« 



IM NTHAM, DE LEGI MINOS ARIM GENERHIFS. 



/ouoissime stipitata. parra inrurra. breritcr rostra'a. acuta, ulis purum bicrior. pvtnlis dorso apice conna 
tit Stamlna monadelpha, vel eexiUari tubUbero dtadelphm. Antherae uniformes. Orarlum stipifatum, li- 
neare, plurioittlatum. Si\1un utrum/s. apice plus minueve dilatatue, subtus longitudinaliter barbatut. 
Stigma capUatum. Legiunen ettpitalum, oblongo lineare eubeompreesum^ subfalcatum, bivalve, valoulit 
eonvexie in media nervo longitudinaU prosninulo notatis, exulatis, intus islhtnis eeUuloeis int er dum 

eranulis sttbmultiioouimre. Semina subi/lobosu. eetrophielata. FruHees rel herbae, Aus/ro Americanae, 

volnbilisMl suberectae. Stipulae persistentes, saepius lineatae. Folia pinaattm trifoliolata, foliola opposita 
nun Irapari distante, Btlpellata. Pedunculi axillares l_2florl vel racemlferl. liracteac stlpnlls stiDsimtles. 
Bracteolae majores, lineatac, acnminatae, ralyce tarnen plcrtinique breviores. Flores anipli, purpuraseentes 
vel albi , corollis nonnunquam abortientibus. 
Genus a Clitoria nonniai legumine differt. 

j. 1. Ciiu'e subereclo. 

1. N. simplicifollum Kunth Mim. t 59. _ DC. I. c. 

2. N. angustifoliuin Kiinlh Mim. t 60 _ DC. /. c. 
S. N. longifo'ium ( Mart. MSS.) , hcrbaccam erectnm 

vel adscendens, glabram \el \i\ pilnsum, foliolis 3 linca- 
ri obfongis acutis basi longe angustatis ulrinque viridi- 
l)ii> clabris vel nervis vi\ hirtis florcs super antibus, pe 

üunculis bifloris Brasilia. Schach. In canipis ad Jun- 

cliaViy et San Joao del Hey, in adsccnsu Morro de Lat- 
treiro provinciae Minas Geraes, et ad Caitetc et Rio das 
Contaa provinciae Bahiensis. Martins. 

Yix a N. fiigidulo diversnm videtur. Tarnen praeter 
characteres datos calyx parum lirevior est, et folia angu- 
stiora (v. s ). 

4-. N. frigidulum (Mart. MSS.) crectum lierbaceum 
glabrum vel piloso-hirtnm, foliolis 3 lineari-oblongis ob- 
tusiusculis inucronalis flores supcrantibus subtus «laucis 

junioribns puberulis, pedunculis bifloris. Inter Barba- 

cena et San Joao del Rey. Pohl. In canipis altioribus 

vSerro Frio. Martins. 

Caulis basi perennis, procombens. Rand floriferi 
erecti, flexuosi, pedales, juniores uti folia juniora et calyecs 
pilis nonnullis mollibus palentibus hirsuti, dem um gla- 
brati. Folia pauca, infima interduni unifoliolata vel 

abortiva, caetera omnia fluralia, peliolo coiumuni vix 2 

1 lin. longo. Stipulae lato-lanceolatae, petiolo subaequa- 

les, inembranaccae, lineatac. Foliola 3 5 poll. longa, sub- 

coriacea, reticulato-venosa, terminale lateralibus approxi- 
niatum. Stipellae anguste lanceolatae, acutae, mernbrana- 

ceae, striatae. Pedunculus 1 1£ pollicaris. Bracteae sti- 

pulis eonsimiles. Pedicelli brevissimi. Bracteolae acutae, 
calycis tertiam partem aequantes. Calyecs circiter 15 lin. 
longi, laciniis 4 ovatis acuiuinatis, quinta infima lanceo- 
lato -lineari acuminata, caeteris longiore. Petala supra 
basiin calycis inserta. Vexillum ultra 2| pollicare, apice 
bifida 111, extus glabrum. Statuen vexillare basi connatum, 
sed ab apice infra medium liberum. Ovarium breviter 
stipitatum, binervatum, glabrum Legumen non vidi (v.s.). 

5. N. cajanifolium (Presl. Syml.ol. p. 17. t. 9.). Lo- 
tus fluminensis Vell. Fl. Flum. 7. t. 152. Villa Nova 
de Almeida et Bahia. Martius. Coral Falza. Pohl. In 
insula Trinitatis. Sieber n. 187. Guiana. Schomburgh n. 
58 (v. s.). 

§. 2. Caule procumbente vel volubili. 



6. N. rufescens, procumbens vel volubile? foliolis 
3 oblongo - ovatis ellipticisve mucronatis subtus ramis 
peduneulisque rufo - villosis , pedunculis 1_2 floris folio 

brevioribus. In campis editis ad Tejuco et Villa do 

Principe, provinciae Minas Geraes. Martius. 

Exemplar uniciim junius vidi, Acribus Ncurocarpis 
caeteris §. primi simile, sed caulis basi prostratus et apice 
volubilis videtur. C'aetcrum villositatc et foliorum forma 
facile dislinguilur. Corolla inagnitudine IN. longifolii 
et frigiduli (v. s.) 

7. N. ellipticum Desv. in Journ. Bot. et in fV. Ilamilt. 
Prod. Fl. Ind. Occ. /?. 51. DC. l.c _ Martia physalodes 
Leandr. Sacr. Denkschr. Acad. Mein 7. p. 233 t. 12. DC. 

I. c. — Martia Brasiliensis Zucc. Rio Janeiro 

Luschnath. In canipis editis montis Itacolumi prope Villa 
Rica provinciae Minas Geraes. Martius. In Brasilia se- 
ptentrionali. Princeps M ' tximilianus Neovidensis. 

In floribus perfectis corolla circiter sesquipollicaris, 
alba, vcxillo purpu'reo -striato. Sed in codein exemplare 
flores imperfecti oecurrunt, corollis omnino, staminibus 
plus minusve abortientibus, et tunc fertilibus brevissimis 
liberis. Ononides plurimas aliasque Lcguminosas corol- 
lis abortivis saepe observari, praeeipue verno tempore in 
Europa austrat! (v. s.). 

8. N. falcatum (DC. /. c). In sepibus ad fluvium Ja- 
pura, et ad Coari provinciae RioNegro. Martius. Maynas 
Pöppig. Flores 2| pollices longi. Legumen ut in plurimis 
Neuiocarpis leviter falcatum (v. s.). 

9. N. bracteatum (Mart. MSS.) caule volubili ^?) 
piloso, foliolis 3ovalibus ellipticis mucronatis subtus glaucis 
tenuissime pubescentibus intermedio a lateralibus reino- 
to, pedunculis brevibus plurifloris folio brevioribus , bra- 

cteis bracteolisque lanceolatis acuminatis. In sylvis Ca- 

tingas ad Montcm Sanctum, et prope fluvium S. Fran- 
cisci provinciae Bahia, nee nonad flumen Paranaiba. Mar- 
tius. 

Caules duri, pilis longis albidis laxis liirsuti, deruum 

subglabri. Foliola 4 öpollicaria, basi rotundata vel pa- 

rum angustata , terminale a lateralibus circiter polliccm 
distante, minus coriacea nee tarn venosa ac in N. densi 
ßoro. Stipellae longae, lineari - lanceolatae. Pedunculi 

juniores brevissimi, demum 2 3 pollicares, apice flores 

3 4 et bracteas nuinerosas ferentes. Flores fere 2£ pol- 
licares. Legumen ut in N. falcato subfalcatum, drei- 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 



117 



tcr 2 pollicarc, stylo persistente indurato mucronatum 
(v. s.). 

10. N. densi/lorwn, caule volubili malliter villoso, 
foliolis 3 obovatis ellipticisve muoronatis retusis emar- 
ginatisve subtus molliter villosis, terminal! lateralibus 
approximato, raccmis plurifloris folio brcvioribus , bra- 
cteis bracteolisque lanceolatis acuminatis — Ad Oliveira 
et Rio San Marcos Paracatu. Pohl. 

Caules e basi lignosa duri, herbacei, pilis brevibus 
patentibus subrufis villosi. Petioli brevissimi. Stipulae 
ovato-lanceolatae, superiores longiores pilosae. StipelLie 

lanceolato-lineares. Foliola 2J S§ pollicaria, coriacea, 

nervis subtus valdc prominentibus reticulata , supra gla- 
berrima, subtus pilis serieeis subrufis vestita. Pedunculi 



inferiores fere pollicares, superiores brevissimi, 2_6flori. 
Flores sessiles Bracteolae villosae, 3_S lineares. Calyx 
sesquipollicaris. Corolla et genitdia N. longifolii et 
frigiduli Vexillum tarnen pavum minus, calyce vix du- 
plo longius. Nervi leguminis junioris valde prominuli, et 
subalati videntur (v. s.) 

11. N. javiten.se Humb. et Kunth. DC. /. c. 

Species dubiae. 

N. macrophyllum Humb. et Kunth. DC. I. c. 

N. barbntum Desv. Ann Sc. Nut. 9. p. 412. 

N. laiirifolium , N. rubiginosum , N. glycinoides et 
N. villosum Desv. Ann. Sc. JVat. 9. p. 412, 413 ad Ve- 
xillariam pertinere videntur. 






Vexillaria. 

Calyx campanulatus, breviter Sdentatus, dente infimo sublonyiore Ccrollac vexillum breviter un- 
yuiculatum, late orbiculatum , basi anyustalum, complicatum, subcallosum, exappendiculatum, dorso nu- 
dum, alis parum lonyius. Alae late semiorbiculatae , introrsum subfalcatae, carinae adhaerentes. Ca- 
rina breviter unguiculata, oblonga, ineurva, apice obtusa, alis parum brevior, petalis dorso connatis. 
Stamina monadelpha. Antherae uniformes. Ovarium subsessile, pluriovulatum. Stylus ineurvus, apice 
atlenuatus, stigmate maximo capitata. Legumen coriaceum, oblongo lineare, subcompressum, suturave- 
xillari anguste bialata, carinali nuda, valvulis convexis, dorso versus medium nervo prominulo acuto 

longitudinali subalalis. Semina subglobosa? Frutices? Austro americani, volubiles. Stipulae lineatae. 

Folia trifoliolata, foliolis oppositis cum impari distante, stipellatis. Pedunculi axillares, apice subrace- 
mosi. Bracteolae lineatae. 

Genus Neurocarpo legumine affine. Calyx, corolla et genitalia fere Periandrae. 

Huic generi pertinent verosimiliter Aeurocarpurn laurifolium, N. rubiginosum, N. glycinoides (Cli- 
toria glycinoides DC.) et N. villosum üesv. Ann. Sc. Nat. 9. p. 412 et 413, praeter speciem novam 
sequentem, ex qua characterem genericum. condidi. 



V, grandißora, caulc volubili glabro, foliolis ovatis 
vix acuminatis, terminali basi rotundato, lateralibus basi 
oblique subcordatis, Omnibus glabris coriaeeis supra niti- 
dis, racemis paueifloris, bracteolis ovatis coriaeeis calyce 
triplo longioribus. Ad 5^io Crixas. Pohl. 

Rand duri , subangulati. Stipulae parvae ovales. Sti- 

pellae oblongne, petiolulo breviores. Foliola 3 5pollica- 

ria, inferiora 3 poll. lata. Pedunculi folio breviores, crassi, 



apice breviter raeemosi. Pedicelli crassi, compressi, hir- 
telü. Bracteae orbiculatae, breves, coriaceae. Bracteolae 
pollicares, fuscae, lineatae, durae, margine submembrana- 
ceae. Calyces circiter 4 lin. longi, late campanulati, vil- 
losi. Vexillum latissimum, bifidum, extus dense villosum. 
Legumen nondum maturum jam 4pollicare, coriaceum, 
pubescens, alis circiter lineain latis, undulatis (v. s.). 



Centrosema DC. 

Clitoriae Sect. Centrosema DC. Prod. 2. p. 234. Steganotropis Lehm. Ind. Sem. Hort. Hamb. 

Calyx late et breviter campanulatus, Sdentatus vel Sfidus, vel laciniis 2 supremis connatis 4fidus, 
lacinia infima longiore. Corollae vexillum late orbiculatum, alis longius, basi angustalum, complicatum, 
exappendiculatum, dorso calcare brevi obtuso auetum, ungue brevi extus gibbo. Alae oblique obovatae 
vel oblongae, falcatae vel subreetae. Carina alis vix brevior, late semiorbiculata, ineurva, obtusa, petalis 
dorso connatis, brevissime unguiculatis. Stamina monadelpha vel filamenlo vexillari plus minusve li- 
bero diadelpha. Antherae uniformes. Ovarium subsessile multiovulatum. Stylus ineurvus glaber, apice 
membranaceo dilatatus, exlremitatebarbulatus,stigmatifer. Legumen subsessile, lineare, piano compres- 
sum, sutura utraque subincrassata, vedvulis utrinque lonyitudinaliter prope marginem nervo tenui no- 

tatis. Semina compressa, estrophiolata Frutices vel herbae Americanae, volubiles. Stipulae lineatae, 

acuminatae vel acutae. Folia trifoliolata, rarius sub-5foliolata, foliolis oppositis cum impari plus minusve 



HS 



lil MIIVM, DE LEGI MINOSARUM GENERIBUS. 



dlatante atlpellatti, rel hterallbna defictentihne unifaliolata. Pethtneuk axillares solilarii, vel bini pau- 
clflorl. ürueteae Inferiores BttptiHa conforme«, anprema aaep« orbicnlat% labcacollata, amplexicanlia. 
ihiictcotac majores calyd adpreaaae, strlatae. Corottae albac, roaeae, riolaceae, coccineac? vcl ochroleucae. 
\t'.iit/ttm extua pubeacena rel ^ i 1 1 •>«, n m . 

Genna iiti Periandra a CHloria calycis corollaeqne Forma, ab omnibus nfßnibna vcxillo dorso cal- 
r. ir.d i r.uili' distinguendtim< 

acutis. Clitoriii brasiliana L!nn. DC. /. c. Mey. 

Fl. Esseq. p. 244. uhi plenc descripta. _ C. formosa 
lluml). et Kunth Nov. Gen. Am. 6. p. 417. _ DC. /. c. 

ex deacriptioae Kaathiana In sylvis Catiagaa ad Villa 

Nova provinciae Dahia, et in sepibus ad l'ara. Marina 
(v. s.). 

Varictatcm foliis supra puberulis legit cl. Martins ad 
Forinigas provinciae iMinas Geracs, et attcram foliis aeu- 
tiorihus ad Serra da Caraca ejusdem provinciae (v. s.). 

5. C. fongifolium, glaberrimmn, ramis tenuibus, fo- 
liolia laaceolato-liaearibaa obtaais mucronulatis trans- 
versiin venosis enriaccis, peduneulis axillaribus brevibus, 
bracteolis ovatis subohliquis calyce duplo longioribus, 

calycia dentibus superioribus brevissimis. San Izidro. 

Pohl. 

Rami filiformes. Stipulae parvae, acariosac. Petioli 
elongati. Stipellae aelaceae. Foliola ad apicem petioli 

approximata, 2 2$ poll. longa, nervo medio valido, snb- 

tus prominulo, seeundariis transversalibus numerosis, pa- 
rallelis. In/lorescentia et florcs C.Brasüiani, sed pedun- 
culi glaberrimi, subsolitarii, etcorolla intensius colorata 
videtur. Species habitn C. paseuorum similis, sed ca- 
lyce diveräa , et nervationc foliolorum ab omnibus fa- 
cile distinguenda (v. s.). 

6. C. angustifolium. — Clitoria angustijblia llumb. 
et Kunth Nov. Gen. Amer. 6. p. 417. _ DC. I. c. _ 
Species mihi incognita. Ex descriptione Kuntbiana nun 
patet an vexillum calcare sit donatum, sed stylus et stigma 
Centrosematis sunt potius quam Periandrae. Specica ex 
calyce et habitu affinis videtur C.longifolio, at nervatione 
foliormn etc. difTert. 

7. C. acutifolium, caule tenui foliisque subglabris, 
foliolis lanecolato ovatis acuminalis basi rotundatis mem- 
branaeeis, peduneulis folio parum brevioribus apice ra- 
cemum subcapitatum pluriflorum ferentibus, bracteolis 
ovatis acuminatis calycis dentem infimum vix aequanti- 
bus, calycis dentibus superioribus ovatis obtusis brevi- 

bus Incampis prope Camabuoa.PoA/. — In viaa San Joao 

delRey, ad Villa Ricca, et in sylvis Copoes ad Congonha 
do Campo provinciae Minas Geraes. Marlius. 

Foliola 2 poll. longa, juniora nervis subtus rufo-pu 
bescentibus demum glabris. Brwteae membranaceae 
strlatae, acuminatac. Lcgumen pubescens (v. s.). 

8. C oblong«, caule frutescente, ramis duris glabris 
foliolis oblongis obtusis submucronulatis glabris coria 
ceis, peduneulis brevissimis 2 — ifloris, bracteolis calyce 

longioribus, calycis dentibus superioribus brevissimis 

In campis et sepibus in variis loeis provinciae Minas Ge- 
raes. Martins 

Petiolus 1|_2 pollicaris. Stipulae ovatae, acutae. Sti- 
pellae setaceae. Bvacteolae 4 vcl vix 5' lin. longae. Ca- 



5 1. Foli» (ril.ilinlat. i. Calycis dentes 4 superiores 
tubo breviorea, aaepina brcTiaaimi. 

1 C. bifidum, glaberrimum, ramis tenuibus, foliolis 

lanecolato vcl oblongo -ovatis obluse aciiininatis basi ciir 
datia inbeoriaeeia , pednacalia brevibus plarifloria, bra- 
rteolis calyce 2 3plo loaginriboa ovatis coriaeeis coaca- 

ria obtaaie, altera integra altera bifida, calycis dentibus 

superioribus brevissimis. Ad Caballiero. Pohl. 

Petiolus foliolo ultimo dimidio ferc brevior. Foliola 

2 4 pollicaria. Stipulae parva«, ovatae. Stipellae minu- 

tae, setaceae. Petioluli brevissimi. Pedunculi saepius pc- 
tiolo bteviorei.Bracteae numerosae orbiculatae, rhaebim 

amplecteotea i eoriaceae, striatae. Bracteolae 7 8 lin. 

longae. Vexillum fere scsquipollieare, extus pilis parcis 
adpressis pubescens. Tota planta caeterum glaberrima. 
Lcgumen glabrum, fere semipcdale, circiter 3 lin. latum, 
nervo marginal! tenui (v. s.). 

2. C. coriaccitm, glabrum, caule frutescente, ramis 
duris, foliolis oblongo - ovatis obtusis basi rotundatis co- 
riaeeis, peduneulis raceraosis multifloris subterminalibus 
ramosis, bracteolis calyce subduplo longioribus coriaeeis 
acutis integris, calycis dentibus superioribus brevissimis. 
Ad Fazcnda Coccaes. Pohl. 

Rami lignosi, juniores laeves subglauci, demum ri- 
mosi. Petioli brevea. Stipulae ovatae. Stipellae setaceae 

rigidae. Foliola i\ 3 pollicaria, valde coriacea, non mu- 

cronata. Racemi basi ramosi, semipedales. Bracteac ova- 
to-orbiculatae acutae eoriaceae coneavae striatae. Bra- 
cteolae 5 6 lineares. Vexillum extus rufo-tomentosum. 

Legumen non vidi (v. s.). 

3. C. Plumieri, caule frutescente, ramis puberulis, 
foliolis lato-ovatis breviter et obtuse acuminatis basi lato 
rotundatis subeoriaeeis glabris, peduneulis axillaribus 
pet dlo brevioribus 2_3floris, bracteolis calyce subduplo 
longioribus coriaeeis obtusis integris, calycis dentibus 

superioribus brevissimis. Clitoria Plumieri Turp. DC. 

I. c. — Bot. Reg. t. 268. _ Clitoria fluni inensis Vell. FL 

Fluni. 1. t. 128. Rio Janeiro. Pohl. In sylvia eana- 

lis Uruara provinciae Para. Martius. 

Legumen scmipedalc, 6 lin. latum, crassum, glabrum 
vel tenuissime pubescens, nervis a margine circiter lineam 
distantibus (v. s.). 

Clitoria insulana Vell. Fl. Flum. 7. t 131. videtur 
speeies Centrosematis esse huic affinis, sed ab omnibus 
suppetentibus distincla. 

4. C. brasilianum, caule herbaceo, ramis tenuibus 
junioribus peduneulisque piloso - hirtis , foliolis ovatis 
obtusis submucronulatis basi rotundato - subcordatis vel 
coriaeeis glabris, peduneulis brevissimis, pedicellis fa- 
•.«•iculatis axillaribus unifloris supra bracteam ultimam gla- 
bris, bracteolis calyce duplo longioribus falcato - ovatis 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 



119 



lycis lacinia inferior valde elongata. Vexiüum I3 polli- 
<are, junius extus velutinum. Legumen pubcruluni (v. s.). 

9. C. glabrum, caule frutescente, ramis duris glabris, 
foliolis obovatis emarginatis muticis piabris coriaceis, 
pedunculis petiolo vix longioribus subbifloris subfascicu- 
latis , bracteolis calyce longioribus, calycis dentibus su- 
perioribus brevissimis. In sepibus et campis herbidis 

ad Tejuco provinciae Minas Geraes. Martins. 

Specimen unicum suppetit, scd a C. oblonge) certe 
distinctiiin videtur tain foliorum forma (quae ctiani vix 
unquain sesquipollicaria sunt), quam bracteolis majori I>us, 
ferc 6 lin. longis, saepe bifidis, et coro'llis ininoribus. Le- 
gumen glaberrimum (v. s.). 

10. C. arenarium, caule pubescente vel demum gla- 
bro , foliolis oblongo-ovatis obtusis vel acutiusculis basi 
rotundatis angustatisve reticulatis subtus pubescentibus, 
pedunculis petiolo sublongioribus apice racemoso -capi- 
tatis plurifloris, bracteolis ovatis obliquis acuminatis ca- 
lyce longioribus, calycis dentibus superioribus tubo bre- 

vioribus acutis infimo longissimo. In arenosis inter 

sepes Brasiliae scptcntrionalis. Princeps Maximilianus 
Neovidensis. 

Calyce ad sectionem seeundam aeeedit, et fere inter 
duas sectiones medium. Foliola 2-3 poll. longa, breviter 
petiolata, forma et pubescentia varia. Stipulae minutae. 
Stipellae setaceae. Coiolla caerulea vel rosea? extus 

velutina. Legumen glabrum. Exemplaria 3 paruin a 

se diversa sunt, sedomnia ejusdem speciei varietates esse 
videntur (v. s.). 

$. 2. Folia 3- rariussub-5fo!iolata. Calycis laciniae 
omnes tubo longiores, 2 supremae liberae vel coalitae. 

11. C. rolundifolium (Mart. MSS ), caule pubescente, 

foliolis 3 5 obovatis orbiculatisve retusis sobmucroiia 

tis reticulatis pubescentibus vel demum glabris, pedun- 
culis axillaribus subfasciculatis uni - vel plurifloris , bra- 
cteolis calyces subsuperantibus ovatis acutis, calycis laci- 

niis sublanceolatis tubo acqtiilougis. In paseuis et 

campis Serro Frio provinciae Minas Geraes. Martins. 

Species ampliicarpa, more Vicioidearum ampbiearpa- 
rum floribus apetalis, fertilibus subterrancis. Folia sae- 
pius 5-foliolata, foliolis superioribus minoribus, inferiori- 
bus circiter pollicein longis. Bracteae inferiores parvac, su- 
periorinquoque pedicello magna, orbiculata, amplectcns. 
Bradeolae circiter 4 lin. longae. Vexillum extus pubc- 
ruluni. Legumen subfalcatum, vix 2 poll. longum, 3£ lin. 
Ultimi, junius puberulum, demum glabrum (v. s.). 

12. C.pubescens, caule ferrugineo-pubescente, foliolis 
3 ovatis acuoiinutis supra tenuissime subtus molliter 
puberulis, pedunculis folio brevioribus apice billoris, bra- 
cteolis extus scrieeis calycem aequantibus, calyeibus 4-fidis, 
laciniis tubo parum longioribus supremo latiore ab infe- 
rioribus remoto, vexillo serieeo. __ Ad Tlalpuxahua Mexi- 
canorum. Keerle in hetb. Martins. 

Foliola 2£— 3pollicaria , longiuscule pctiolata. Pe- 
dunculus circiter pollicaris. Floi es subsessiles. Bracteae 
extus dense serieeo- villosae. Bradeolae 6 lin. longae. 
Laciniae calycinae 2% lin. longae, infima vix longiorc 

(V. 8.). 



13. C. vetula (Mart. MSS.) caule fruticoso , ramis, 
petiolis peduneulisque villoso-lanatis , foliolis 3 ovalis 
aculis vel brevissime acuminatis supra adpressc pubescen- 
tibus subtus rugosis tomentoso - lanalis , pedunculis axil- 
laribus apice capitatis plurifloris, bracteolis semiovatis 
acuminatis calyces aequantibus, extus bracteisque barbato- 
villosis, calyeibus 4fidis, laciniis tubo longioribus, supre- 

111 a bifida, vexillo rufo-vilioso. In locis apricis petrosis 

Scrra do Caroca, etinsylvis Capoes territorii adamantium 
provinciae Minas Geraes. Martius. 

Species lana longa laxa, in pedunculis floribusque 
subferruginea, et foliolis subtus tomentosis insignis. Sti- 
pulae ovato-lanceolatae, acuminatae, scariosae. Stipellae 
lanceolato-subulatae. Folia longiuscule petiolata. Foliola 
2_3 poll., vel inferiora 4 poll. longa- Pedunculi petiolo 

sublongiores. Flores 3 4 sessiles. Bracteae bracteolis 

conformes, paruin minores. Bradeolae 6 lin. longae. Ve- 
xillum crassum, dense rui'o viilosum. Laciniae calycinae 
lanceolatae, acuminatae, mollcs, barbato-villosae, inferior 
vix superioribus longior (v. s.). 

14. C. bracleosum, subglabruin, foliorum petiolo bre 
vissimo , foliolis oblongis obtusiusculis submucronulalis 
basi longe angustalis glabris subeoriaeeis reticulatis, in- 
termedio lateralibus approximato, racemis brevissime pe- 
dunculatis multifloris, bracteolis calycem acquantibus, 
calyeibus 4fidis , laciniis tubo pluries longioribus, supre- 
mo breviter bifido. Ad Formigas. Pohl. 

Rami juniores, racemi, bracteae et calyces pilis bre- 
vissimis paucis puberuli, planta caeterum glabra et sub- 
viscosa videtur. Pelioli vix unquain 5 lin. longi. Foliola 
3_4 pollicaria, subsessilia, utrinque viridia et retieulala 
Stipulae o vatae, aentae, striatae. Stipellae setaceae, rigidae. 
Racemi folio breviores. Bracteae numerosac, orbiculatae, 
acutae, rigidae, striatae. PedicMi calyce longiores. Bra- 
cteolae ovatae, acutae, circiter 6 lin. longae, caeterum bra- 
cteis similes. Calyx strialus, laciniis lanceolato-linearibus, 
rigidis, striatis, infimaparum longiorc, ineurva. Vexillum 
extus rufo - viilosum (v. s). 

15. C. grandißora, caule glabro vel apice pcliolis- 
que tenuiter pubescentibus, foliolis amplis ovatis acumi- 
natis coriaeeis supra glabris subtus pallidis pubescenti- 
bus, pedunculis brevibus apice paueifloris, bracteolis den- 
tibus calycinis subbrevioribus, calyeibus latissimis 4fidis, 
laciniis tubo sublongioribus divaricatis, suprema bidenta 
ta. _ Ad Rio Batalha. Pohl. 

Folia longiuscule petiolata; foliola inferiora 4polli- 
caria. Stipulae parvae. Stipellae petiolulo breviores, li- 
neares, acutae. Pedunculi subgemini , apice 2 Sfiori. 

Bracteae parvae, ovatae, deeiduae. Pedicelli 3_61in. Ion 
gi. Bradeolae 4_5 lin. longae. Calyx glabriusculus 
submembranaceuSj-lacinia suprema ab inferioribus distan 
te, infima caeteris dimidio longiorc. Vexillum ultra l\ 
pollicare. Legumen fere semipedale, glabrum (v. s ). 

16. C. molle (Mart. MSS.) , caule puberulo, foliolis 
ovatis acuminatis utrinque pubescentibus viridibus, pc 
duneulis petiolo longioribus apice laxiusculc plurifloris, 
bracteolis ovatis calyces subaequantibus, calyeibus 4fidis, 
lacinia suprema bidentata tubo subaequilonga. _ In 



ISO 



BENTHAM, DE MCI MINOSARUM GENERIBUS. 



paasnia et pratii ld Para, et in tepibua ad Burra de Klu 
N m Martins. 

Folia Inngioaeule petiolata. Foliola 2_2$ pollicaria, 



ii- laeiniii calycinia dimidio brevioribus, laeiniis calycinis 

5 linear! - inbulalia tubo pluries Longioribua. Clitoria 

/ ii giniana iar. Aiietoruin. _ In Brasilia« arenosis prae- 



juniora raoBltcr pobescentia, demnmenpra inbglabra. Stt > sertim maritimie. Martins, Pohl, Mikan, Schacht, etc. 



p ulae parvae. Stiptllae actaceae. Pedunculi «üb Spolli» 

earea, apiee 8 6flori. PediceÜi ealyee demum longiore«, 

piilieruli Braeteae oblongae, decidoae. Bracttolae pnbe- 
rul.ie, 3_41in. long««. C ilyees glabriuicnll, submerabra- 
aacei, laeiaia raprema lato lanceolata ab inferioribna 
distante, inferiores lineares, infima longiore. Corollae 
araplae albae, rexlllo extni pubeaeenti etriia rlolaceia. 
Legumen 4_."> poll. longum, 3 I in. lalum, glabrom. Habitu 
affine C. arenario, sed nalyce dh ersinn (v. e.). 

17. C. yirginianum. Clitoria Virginiana Linn. 

DC. /. c. In specimine nnico Boreali Americano in lier- 
bario > "indobonensi servato , laeiniae calyeinae lalius- 
eule lineares, binis supremis ultra inedimn connatis, nen 
a basi liberis ut in C. decumbentc, cui rerosimilitcr Cli- 
toria Vu giniana Auet. qnoad cxemplaria Austro Amcri- 
cana et Antillana referenda est (v. s). 

18. C. bißovum (Mart. MSS.), ramisgracilibus pilo- 
sis, foliolis ovatis aeuininalis tenuiter membranaeeis par- 
i:c puberulis niargine ciliatis, peduneulis petiolo brevio- 
ribne fi Ii form i bus subbinis 1_2 floris, bracteolis ovatis 
laeiniis calycinis dimidio brevioribus, laeiniis calycinis 5 

lincari subulatis tubo plnrics longioribus. Inpascuis ad 

Villa Nova do Rainba deserti proiinciac Babiensis. Mar- 
ti US. 

ß Icguruinibus hispiduiis. Ad Bota foco. Mikan. 

Rann pedunculi et petioli tenues, pilis patentibus al- 
bis induti, subviscosi. Stipulae lanceolatae, striatae. Sli- 
pellae setaceac. Foliola tenuia, utrinque viridia, basi saepe 

subcordata, 2 2£ poll. longa. Pedunculi saepius breves, 

gemini uniflori, interdum solitarii vel biflori, nonnunquam 

1§ 2 pollicares. Pedicelli 3 4 lin. longi. Braeteae ova- 

tae, acuuiinatae, deeiduae. Bracleolae 3 4 lin. longae. 

Calycis tubus brevissimus, laeiniae snperiores 2£ lin. lon- 
gae, lateralis 4 lin., infima ultra 6 lin. longa basi latior, 
omnes virides puberulae. Vexillum pollieare, extus levi- 
ter pubeseens. Legumen in var. u. vix 3 pollieare, glabrum, 
in var. ß. 5 pollieare, parce hispidulum. An speeies di- 
stinclae? An utraque C. dtcumbeutis varietates insi- 
gnes? (v. s.) 

Clitoria gernina Vell. Fl. Fluni. 7. t. 130 videtur huie 
speciei valde affinis, sed braeteolae fortassis errore pi- 
etoris brevissimac. 

19. C. decumhens (Mart. MSS.), glabriuseulum, folio- 
lis ovatis subeoriaeeis vel vix membranaeeis glabris, pe- 
duneulis petiolo brevioribus subbifloris . bracteolis ova 



ß foliolis laneeolato - ovatis. Bio Janeiro. Mikan. 

S. Domingo, JdiM*r._ Martinique. Siehern, 180. 

SimileC. Virgini tno, sed laeiniae calyeinac tenuio- 
rcs , binae sii|ircmae ((instanter usque ad basim fissac. 
Caetornm folieram forma ralde rariabilia (v. s.). 

20. C. p iSLtiorum (Mart .MSS.), eaule filiform! glabro 
vel apice piioao, foliolis ciongatia laneeolato- lincaribus 
acutis mneronatis reticulato - venosis planis glabris, pe- 
duneulis petiolo anbaeqnilongii 1 2 floris, bracteolis ova- 
tis laeiniis calycinis parum brevioribus, calycis puhcruli 

laciniis 5 lincari-subulatis tubo longioribus. In pas- 

caia ad Campo Grande provinciae Piaiibiensis. Martius. 

Habitus etllures C. dtreumbentis, sed folia 2 * poll. 

longa, vix unquain 3 lin. lata (v. s.). 

21. 0. sinu itiun. Clitoria (Centrosenia) s'nuata 

Desv. Ann Sc. Nut 9. p. 412. Praecedenti videtur ex 

diagnosi simillimuiu , sed foliolis niargine sinuatis di- 
versuin. 

§. 3. Foliolum unicum ad apicem petioli marginati. 

22. C. fasciculatum, pubeseens, petiolo alato, foliolo 
unico ovalo acuminato basi truncato, peduneulo subnul- 

lo , pedieellis fasciculalis axillaribus. Ad Pongo alto 

in Mattogrosso. Pohl. 

C. hastato similc, sed foliola inajora, basi vixunquam 
subhastala, acutiora, uti ramuli, pedicelli et braeteae pu- 
bescentia. Pedicelli axillares 3_5, inaequilongi, inter 
bracteas plurinias lanecolato-ox atas nati. Braeteolae den- 
tes calyeinossuliaequantes. Calycis laeiniae 5, laneeola- 
to lineares, tubo sublongiores, infima longiore. Corolla 
ampla (oehroleuea?) omnino Centrosematis. Vexillum 
bipollicare, extus pubeseens (v. s.). 

23. C. hastattim, glabrum, petiolo alato, foliolo unico 
ovato vel oblongo ovato aeuminato basi late hastato-cor- 
dato, anrieulis rotundatis , peduneulis petiolo subae- 

quilongis apiee 3_5 floris. fiudolpbia dubia Hurab. 

et Kuntb. JSov.Gen.Amer. 6. p. 432. t. 591. DC. Prod.2. 

p. 414. In campis Serro Frio provinciae Minas Geraes. 

Martius. 

Folia et legumina omnino ut in icone Kunthiana de- 
pieta. Corolla Centrosematis, parum minor quam in C. 
fasciculato, vexillo circiter i x ( z pollicari (v. 1.). 

Steganotropis conjugata Lebm. Ind. Sem. Hort. 
Hainb. 1826 ex Linnaea 1828 Litt. B. p. 11 est eviden- 
ter Centrosematis speeies, sed diagnosi nimis brevi ad lo 
cum suum referre nequeo. 



Periandra Mart. 

Calyx lato et breviter campanulatus, Sdentatus, dentibus 4 superioribus brevibus , S supremis sub- 
connatis , quinto infimo longiore. Corollae vexillum late orbiculatum, alis lonyius , basi angustatum, 
complicatum , exappendiculatum , dorso nudum , ungue brevi lato convexo. Alae oblique obova- 
tae vel oblongae, subfalcatae vel reetae. Carina alis vix brevior, late semiorbiculata, ineurva, obtusa, 
petalis dorso co?inalis, brecissime unguiculatis. Stamina monadelpha, vel vexillari plus minusve libero 



BENTIIAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 



121 



suldiadelpha. Antherae orbiculares uniformes. Ovarium subsessile, multiovulatum. Stylus incurvus, (/la- 
ber, non dilatatus. Stigma capitatum. Legumen subsessile lineare, plano-compressum,sulura utrat/ue subin- 
crassata ulrinque obscure uninervi, slyli basi persistente acuminatum. Semina compressa, estrophiolata. 

Frutices vel herba e Austro-americanae, volnbiles vel suberectae. Stipulae acuminatae, lineatae. Folia 

tritbliolata, fuliolis oppqsftis cum impari distante, stipellatis. Pedunculi 1-pluriflori axillares vel subracemosi. 
Bracteae stipulis suhccniormes. Bracteolae majores, calyci adpressae, striatae. Corollae saepius coccineaf. 
Genus a Clitoria diversum calycis corollaeque forma, aCentrosemate vexillo dorso non calcarato, aGa- 
lectia vexilli et calycis forma et liabitu. 



§, 1. Caide erecto frutescente, pedunculis brevibus 
fascioulatis axillaribus, vel in racemum terminalem dispo- 
s it is. Bracteolae calyce hreviores. 

1. P. racemosa, caule fruticoso erecto tcreti pubes- 
cente, foliolis coriaceis ovato-oblongis setaceo-mucrona- 
tis coriaceis basi rotundato-truncatis subeordatisve supra 
glabris subtus reticulatis venis vix puberulis, petiolo bre- 
vissimo, racemis terminalibus multifloris, bracteolis ca- 
lyce plus dimidio brevioribus, leguminibus glabriusculis. 
Ad Serra d'Ourada. Pohl. 

Rand duri rigidi substriati, sed non angulati. Foliola 
foliorum inferiorum fere tripollicaria , superiorum folio- 

luin intermedium 1^ 2poll. longuin, lateralia 1 ljpoll. 

inucrone saepe 2 lin. longo. Petiolus infra foliola vix 1 
lin., intra foliola 2 lin. longus. Stipulae lanceolatae sca- 
riosae. iS7f/?e//aelineari-setaeeae. Pedunculi breves fasci- 
culato-pluriflori, in racemum semipedalem terminalem dis- 
positi. Bracteae parvae, ovatae, scariosae, fuscac. Bracteo- 
lae siiniles, sed parum majores. Calyx late campanulatus, 
2 lin. longus, fusco-pubescens, laciniis 4 ovatis, infnua lan- 
ceolata, subduplo longiore. Vexillum glabrum. 

Hujus forsan varietatem floribus paucis axillaribus 
legit Pohl ad Rio Macacou. Sed exemplar unicum vix 
floret (v. s.). 

2. P. angulata, caule fruticoso erecto angulato gla- 
bro , foliolis oblongis obtusis submucronatis basi an»u- 
slatis coriaceis glabePViniis subtus reticulatis, petiolo bre- 
vissimo, racemis terminalibus multifloris, bracteolis calyce 
brevioribus. Brasilia. Pohl. 

Anguli caulis a quovis folio tres decurrentes val- 
de prominuli. Foliola lateralia 2_3poll. , intermedium 
3 — 4poll. longum, omnia valde coriacea, supra nitida. In- 
florescentia et flores P. racemosae. Calycis laciniae ta- 
rnen obtusiores, infima superioribus vix longiore (v. s.). 

3. P. rfttJcw (Mart.MSS.), caule fruticoso erecto sub- 
terelipubescente, foliolis coriaceis obovato-oblongis sub- 
lanceolalisve setaceo -mucronatis basi angustatis coria- 
ceis supra glabris nitidis subtus reticulatis venis pube- 
rulis, petiolo brevissimo, racemis terminalibus brevibus, 
bracteolis calyce parum brevioribus, leguminibus pubes- 

cenlibus. Glycyrrhiza mediterranen. Vell. Fl. Fluni. 

7. t. 143. — In campis provinciarum Minas Geraes et 
Sancti Pauli. Martins, Pohl. 

P. angustifolia, foliolis omnibus Ianceolatis. In 

monte Itambe et Serro Frio provinciae Minas Geraes 
Martins. 

Foliola plerumqueminora et forma diversa, et racemi 

breviorcs quam in P. racemosa. Racemi laxi,vix 2 3pol- 

II. 



licares. Corollae parum majores, vcxillo juniore extus 
subtomentoso. Stanzen vexillare basi liberum, niedio sae- 
pe connexum. _ Varietas ß vix diversa videtur, foliolis 
vix 4 5 lin. latis (v. s.). 

4. P. mucronata (Mart. MSS.), caule fruticoso ere- 
cto tereti apice pubescente, foliolis coriaceis late ovali- 
bus obovatisve obtusissime mucronulatis basi late ro- 
tundatis coriaceis glabris supra nitidis subtus reticulatis, 
racemis terminalibus foliosis, bracteolis calyce breviori- 
bus, leguminibus vexilloque puberulis. In sylvis Ca- 

poes districtus Adamantium provinciae Minas Geraes, et 
in arenosis sylvaticis provinciae Bahiensis. Martius. 

Affinis P. dulei, sed foliola breviora, latiora, sessiliora, 
petiolo communi vix unquam 3 lin. longo. Legumen fer- 
ruginco-pubescens. Flores P. dulcis. An forsan ejus va- 
rietas? (v. s.) 

§. 2. Caule volubili vel suberecto herbaceo vel sui- 

frutescente. Pedunculi elongati 1 2- flori. Bracteolae 

calycem subaequantes villosae. Corollae coccineae. 

5. P. heterophylla, caule herbaceo adscendente vel 
volubili piloso , foliormn petiolo brevi foliolo terminal! 
oblongo ovato , lateralibus dimidio brevioribus lato-ova- 
tis vel nullis, omnil)us apice rotundatis aristato-mucro- 
natis basi subcordatis parce puberulis subtus patlidi», 

pedunculis longissimis 1_2 floris. Santa Luzia. Pohl. 

_ Brasilia. Schlicht. 

Petiolus vix unquam semipollicaris. Foliolum ter 
minale 2 — 2|poll. longum; lateralia fere ad basin petioli 
sita, 1 l^poll. longa; omnia coriacea, supra viridis sub- 
tus reticulato - venosa. Stipulae lato-lanceolatae, acutae, 
striatae, extus villosae, intus glabrae. Stipellae minutac, 
setaceae. Pedunculi axillares 1 8 poll. longi, apice sae- 
pius biflori. Pedicelli calyce longiores. Bracteae stipulis 
conformes, circiter 2 lin. longae. Bracteolae etiam con- 
formes, sed paullo longiores, dentibus calycinis tarnen 
breviores. Calyx latissime campanulatus, bilabiatus, la- 
bio superiore lato emarginato, inferiore trifido, laciniis 
Ianceolatis, intermedia longiore tubo calycis subaequi 
longa. Corolla coccinea. Vexülum evtus villosum. Le- 
gumen junius tenne, elongatum, glabrmn (v. s.). 

6. P. aculifolia, caule herbaceo volubili piloso, fo- 
liolis longe petiolatis amplis ovatis acuminatis basi ro- 
tundatis cordatisve membranaeeis supra hispidulis subtus 
molliter pubescentibus vel dcnium glabriusculis paliidis, 

pcdunculis longissimis l_2-lloris. Coraliino Pohl. 

Coxoeiro provinciae Bahiensis. Martins. 

Rami tenues, pilis longis rufis mollibus laxe induti. 
Petioli foliorum inferiorem 3_5pollicarcs. Foliola adulta 

16 






BENTHAM, DE LEGUMIN0SAR1 M GENERIBUS 



>oll. longa, jnniora ei inporiara minor«, atrinfoa 

- • mia. Stipulae, stipellae, br.irti'HC brarteo 
• uii.i , florei et legninina l'. heterophylli. 

l uaplaria Marti ana paulln dlrerta, faliolia minori 
tili-, petlolii brevloribna, et eaole minna rolnbill, led ad 
hanc tpeelem pertlnere rldentnr (v. ».). 

'.. 1' coeeine*. _ Clitorla coccineu Sehrad. Gott. 
Anz 1881. i>. 71 :_])('. /. c. _ C. filcuti Neos in Bot. 
Zeit 1831. /> ö.'D. _ I» eampia Intor Caitetc ot Villa de 
Kiu doa Condaa prorinciae Maliia. Martins. Ad Harra de 
Varcda. l'iin. Maximilianus Neovidensis (v. 9.). 

8. I*. Berterian 1. Clitoria Bei teriana DC. Leg. 

Mein. 239. et / c. E\ desrriptione difl'errc vidcttir a P. 

acutifolia praesertint corollia llavis, et pedunoulis 5 6- 

lloris. 

J. 3. Caule rolnblli, peduncutisUro'ibus, axillaribus. 
Bracteolae calyce longtorea, concarae, coriaceae. 

9. P. densi/lora , caule frutieoso volubili, rainis tc- 
nuibos apice pubescentibus, faUolia ovatis submucronu- 



latie siihiiis caneacentibui marpne et ad venas ciliatil . 
floriboi mbaeaailibua axillaribai aubfasciculatia. braeteo 
lis calyee loagioribua, vexillo legurainibuaquc puberulis. 

Ad Ourofino. Pohl. 

t oliolum inlormedium lateralibus majus, in foliis in- 
ferioribus 2pnllicare, in superioribus pollicem longiim , 
basi Bubcordatnm. Peliolus brevis , pilosua. Stipellae se 
taceae. Bracteae coriaceae, inbitnbricatae. Bracteolae 
concarae, calycem obtcgentea et laclniis saperiuribui Ion 
giores. Calyx late campaiiulatiis , la< iniis i divergenti- 
bus, laneeolatis, stiperiores tul)o aequüongae, soprema 
bifida, inlinia longior ineurva. Corollae et genitalia, 
oinnino Per i tn di ae. Legumen etiam Periandrue, tenui- 
tcr pubescens (v. 8.). 

Ad Periandram etiam forsan pertinet Clitoria lau- 
rifolia Ocsv. Ann. Sc.Nat.9. />. 411, sed diagnosis quoad 
habitom potius Centrosemalis speciem refert. De calcare 
vcxilli et stylosilet cl. Auetor. 



LATYSEMA. 



Calyx late et breviler campanulatus, 5dentatus, dentibus brevissimis, latis, 2 supremis subconna- 
tis, in/imo eeidentiore. Corollae vexilluin late orbiculatum , alis longius, basi angustatum, complicatum, 
exappcmliculatum, dorso nudum, unyue brevi lato convexo. Alae oblique obocatae. Carina alis vix 
brerior , late semiorbiculata , ineurva, obtusa, petalis domo connatis brevissime unguiculatis. Starnina 
monadelpha , fdamento vexillari ima basi et supra medium libero. Anlherae orbiculares uniformes. Ova- 
rhuu subsessile, lineare, ineurvum. Stylus ineurvus, subteres, glaber, versus apicem attenuatus, summo 
apice in Stigma breve linguaeforme subeiliatum expansus. Legumen orato oblongum, subfalcatum, pla- 
no-compressum , coriaceum, suturis incrassatis , altera ineurva trialata , altera subreeta bialata, 
valvulis planis enereibus. 

Species unica. 



P. triquetrum Hoffmansegg. MSS. sab Vexillaria. 

Para Siber. Ega Amazonum Pöppig. Fvutex volu- 

bilis. Rand 3-goni, anguliä angustissime subalalis glabris. 
Siipulae fuseae, submembranaceae, ovato-orbiculatae, sub- 
connatae. Petioli acute trigoni. Stipellac avnto- lanceola- 

tae. Foliola 3 öpollicaria, ovata, acuminata, basirotun- 

dato-subcordata, coriacea, reticulata, glabra, lateralia valde 

obliqua. Pedunculi trigoni, petiolo breviores, apice i 

2-flori. Bracteolae raeuibranaceo -coriaceae , lineatae , 



apice fissae, fuseae, 7 8 lin. longae. Corolla Periandrae 

extus villosa. Stylus basi (vel ovarii apex) villosus, 
prope basim abrupte subinflatus et usque ad stigma gla- 

berrimus. Legumen 2| 3poll. longum, ultra pollicem 

latum, brevissime stipitatum, stjii basi acuminatum, alis 
1^_2 lin. latis undulatis (v. s.). 

Hoc genus ex characteribus flornm cum Peria.ndra 
convenit, sed leguinine ab omnibus al'iinibus diversum. 



Kennedya Vent. 

Kennedyae sp. DC. Prod. 2. p. 381. Kennedya Benth. Enum. PL Hüg. p. 38. 

Calyx ad medium fissus, bilabiatus, labio superiore bidentato, inferiore tripartito. Corollae vexillum 
breviter unyuiculatum, obocato -oblongum, alis su'jaequilonffum, reflexum,basi angUstatum, biappendicu- 
latum. Alae carinae ultra medium adkaerentes. Carina elongato - oblonga, hinc reeta extus apice pu- 
rum ineurva acuta, alas aequans vel superans. Stamina distinete diadelpha; filamento vexillari basi 
recto inarticulato. Antherae uniformes. Vagina disci nulla. Orarium pluriovulatum. Stylus elongalus , 
ftliformis, apice subineurous, altenuatus, stigmite parvo obtuso. Legumen oblongo -lineare compressum , 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 



!23 



intus isthmis cellulosis transverse multiloculare. Semina strophiolata. Frutices volubiles vel prostrati 

Australasici. Folia pinnatitn trifoliata, rarius nonnullis unifoliolatis , stipellata. Pedunculi axillares pau- 
ciflori bracteati. Floren ampli , rubri vel violacei. 

Kennedya aurtoriim mihi videtnr stirpes valde heteromorphas includere, sed Physolobio, Zichya 
etHardenbergia separatis, magis naturale evaditgenus, et characteribus certiuribus eireumscribitur quam 
pleraque genera europaea. 



Species scquentes ut Kennedyas veras habe». 

1. K rubicunda (Vent. Malm. t. 104. — Bot. Mag. 
t. 306) , foliolis 3 l.inceolato- ovatis aeuminatis , stipulis 
bracteisque parvis lanceolatis, pedunculis plurifloris, flo- 
ribus pendulis, calycibus ruf« - villosis (v. s.). 

2. K. nigricans (Lindl. Bot. Reg. 1. 1715), foliolis l_ 
3 ovatis obtusis, stipulis bracteisque parvis lanceolatis, 
pedunculis plnrifloris, floribus erectis , calycibus rufo- 
villosis. 

3. K. bracteata (Gaud. in Freyc. Voy. p. 286. t. 
113), foliolis 3 ellipticis obtusis subeinarginatis margine 
undulato-crispis subtus ramulisque serieeo - pubescenti- 
ous, stipulis lato-ovatis acutis foliaceis, pedunculis pau- 
cifloris, bracteis connatis infundibuliformibus, legumini- 

bus glabris. A nie non visa, diagnosis e descriptione 

Gaudichaudii. An huc referenda. K. stipidaris Desv. 

in Ann, Sc. Nat. 9. p. 421. 



4. K. Marryattiana (Lindl. Bot. Reg. 1. 1790), folio- 
lis 3 oblongis obtusis undulatis petiolo brevioribus , ju- 
nioribus ealycibusque villosissimis , stipulis bracteisque 

cordatis apiculatis, pedicelüs quadrifloris. Diagnosis 

ex descriptione Lindleyana. 

5. K. arenaria (Hügel Enum. PL p. 38), foliolis 3 
obovatis orbiculatisve emarginatis margine undulatis 
subtus ramulisque sericeo-pubescentibus, stipulis latis- 
simis acutis, pedunculis subbifloris folio brevioribus ca- 
lycibusquc hirtis, bracteis orbiculatis connatis, legurai- 

nibus villosis. An cum K. Marryattiana K. bractea- 

tae varietas ? (v. s.) 

6. K. prostrata (Br. in Hort Kew. 4. p.299), folio- 
lis 3 obovatis orbiculatisve margine undulatis subtus 
ramulisque pubescentibus, stipulis bracteisque latissiniis 

acutis subconnatis, pedunculis 1 3-floris folio longio 

ribus , leguminibus villosis (v. s.). 



Z i c h y a Hügel. 

Zichya Benth. in Bot. -dreh, sub t. 1- _ Kennedya sp. DC. Prod. 2. p. 381. 

Calyx campanulatus , bilabiatus , labio superiore bidentato , inferiore tripartito. Corollae vexillum 
unguiculatum, late orbiculatum, emarginatum, reßexum , basi biappendiculatum , alis longius. Alae ob- 
longae, carinae ultra medium adhaerentes. Carina ineurva obtusa, alis brevior vel subaequilonya. Stami- 
na distinete diadelpha, filamento vexillari basi recto inarticulato. Antberae uniformes. Vagina disci nulla. 
Ovarium pluriovulatum. Stylus brecis adscendens -, superne in stigma subcapitatum , saepius dilatatum, 
rel bremter appendiculatum desinens. Legumen oblongo-lineare, compressum, coriaceum, sutura semini- 

fera incrassata, isthmis cellulosis multiloculare. Semina strophiolata Frutices volubiles Australasici. Folia 

pinnatim trifoliata, foliolis stipellatis. Pedunculi axillares, apice subumbellatim multiflori. Bracleae et 
stipulae parvae, rarius (in Z. glabrata') foliaceae. Calyces saepius pilis fuscis villosi. Corolla coccinea. 

Genus corollae forma Physolobio affine, sed diversum vexillo appendiculato, inflorescentia et praeser- 

tim legumine. Legumen Kennedyae, sed habitti et corollae forma fädle distiuguitur Stvü appendicula 

in Z. sericea conspicua, in speciebus caeteris sub stigmate recondita. 

Species sunt: 



1. Z. inophylla. Kennedya inophylla Lindl. Bot. 

Reg. t. 1421. 

2. Z. sericea , foliolis ovatis obtusis subrepandis 
mucronatis supra tenuiter subtus dense serieeis, laciniis 
calycinis tubum acquantibus, carina alis breviore, stylo 

apice valde dilatato. Kennedya dilatata Cunn.? 

Lindl. Bot. Reg. 1. 1526. /. 2? _ Australia. F. Bauer (v. s.) . 



Fignra prima iconis citataeLindleyanae videturpotius 
Z. coccinea. Stylus non describitur. 

3. Z. coccinea. Kennedya coccinea Vent. Malm. ' 

t. 105. _ Bot. Mag. t. 2664. 

4. Z. Molly Hügel Bot. Jrcli. t. 1. (v. s.). 

5. Z. glabrata. Kennedya glabrata Lindl. Bot. 

Reg. t. 1838. 



Physolobium. 

Pbysolobinm Bentb. in Bot. Arch. sub t. 2. „Kennedyae sp. Lindley. 

Calyx campanulatus, bilabiatus, labio superiore bidentato, inferiore tripartito. Corollae vexilltim 
bremter unguiculatum, late orbiculatum , patens, basi ex appendiculatum, alis longius. Alae carinae uL 

W * 



IM 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARl M GENERIB1 S 



tra medium adhaerentes. Carina ineumt, obtus«, alis brerior rcl subuequalis. Stamm* disfinete dindel 
i>Im\ filamcnto 9$mlüari reete inartieulato. Antherae uniforme», Vagina disci nultu. Ovarium plurioou 
latum. Stylus breois , adseendens. Stigma capitatum. Legumea coriaeewn, oblongum, turgidum, suturis 
twn inerassmtis . intus isthmis eellulosis , »uepe demum evanidi» aubmultiloculare. Seanina »tropbiolata. 
Wrutiees rolubllei ?el proitr&ti Australasici. Folia pinnatim trifoliolata, etipellata. Pedunculi axil- 
lares laxe pauciflorlj Bubdichotomt. Braeteae et atipulae late oratae. Coroltae coccineae. 

Conus a Kennedya et Hardenberyia cofoUae forma Cacile diatinguendum, a Zichya pedunnilis pau- 
'•ill>ris et rexillo exappendiculato, ab omnibua legumine ut in Cr otalariis turgido. 

Speciea cognitae sunt : 



1. P. c.iri/i ilum (Ronth. l'num. PI. Hüg. p. 39), fo- 
liolia obeTatii orbicuJatiare retuaia mucronulatis mar- 
ginc aabnndnlatia subtna ramnliaqne pnbeacentibua, sli- 
pulN br.icleisquc lato - 01 litis acuminatis subconnalis , 

carina apico geniculata obtnsiesima. King Georges 

Sound. Hügel (v. s.). 

2. F. Stirlingü (Benth. / c), foliolis late ovatis or- 
biculatiave retasia macronatia ramisque scriceo -pilosis , 
dcinum vi\ glabratis, stipulis bracteisque ovatis cordatis* 



peduncnlia bifloris folio brevioribus, carina alis brevio 

re. — Kennedya Stil lingii Lindl. Bat. Reg 1. 1845 King 

Georges Sound (v. s.). 

3. P. elatum (Hügel in Benth. I. c), foliolis ovatis, 
obtnsis mneronulatta jonioribna ramiaque pilosulis adul- 
tis glabratis, stipulia braoteisque ovatis cordatis plcris- 
que dntali«, peduncnlia 3_4-floris, superioribus folia 

supcrantilius panicnlatie, carina alas subaequante. 

Swan River. Hügel (v. s.). 



Hardenbergia. 

Kennedyae sp. DC. P/od. 2. p. 381. Hardenbergia Bentb. Enutn. PL Hüg. p. 40. 

Calyx campanulatus , breviter 5denlatus , subbilabiatus. Corollae vexillum orbiculalum, subin- 
tegrum, basi anyustatum, exappendiculatum , vix unyuiculatum, alis lonyius. Alae oblique obovato- 
oblonyae. Carina alis ultra medium adhaerens et iis breinor, ineurva, obtusa. Stamina dislincle diadel- 
pha; filamcnto vexillari basi reclo inartieulato. Ovarium pluriovulalum. Stylus brevis adseendens, su- 
bulatus. Stigma capitatum, subpenicillatum. Legumen lineare, compressum, intus isthmis eellulosis sub- 

■multiloculare. Semina strophiolata. Frutices voluhiles Australasici , saepius glabri. Folia pinnatim 

trifoliolata vel unifoliolata, foliolis stipellatis. Stipulae et braeteae minntae. Pedunculi axillares, multiflori. 
Pedicefli ebracteolati. Calyces glabri. Corollae caernleae vel violaeeae. 

Genus a Kennedya, Zichya et Physolobio plurimis notis diversura. Leptolobio affine habitu, sed 
seminibus strophiolatis et calyeibus facile distinguendum. 

Species sunt: 



1. II. monophylla. Kennedya monophylla Vent. 

Malm. t. 106 (v. s.). 

2. II. ovata. Kennedya ovata Sims Bot. Mag. t. 

2169 (v. s.). 

3 II. cor data Kennedya cor data Lindl. Bot. Reg. 

t. 944 (v. s.). 

4. H. Comptoniana. Glycine Comptoniana Bot. 



Reg. t. 298. Kennedya Comptoniana Link. DC. 

Prod. 2. 383 (v. s.). 

5. W.macrophylla Kennedya macrophyllahiaAl. 

Bot. Reg. t. 1862. 

6. II. Hügelü (Benth. Enum. PI. Hüg. 41), foliis 
trifoliolatis, foliolis lanceolatis vel lanceolato-linearibus 
obtusis, stipulis lanceolatis, racerais multifloris folio 
subbrevioribus. Swan River. Hügel (v. s.). 



IiEPTOLOBIUM. 

Glycines et Kennedyae sp. Auct. 

Calyx campanulatus, 5-fidus, subbilabiatus. Corollae vexillum orbiculalum vel obooatum, basi ex- 
nppendiculatum, ecallosum,alis lonyius. Alae oblonyae. Carina alis adhaerens subreeta, obtusa, alis bre- 
rior. Stamina basi monadelpha; filamento vexillari saepe ultra medium soluto } omnia subaequalia fer- 
tilia. Vagina disci subnulla. Ovarium sexsile, pluriovulatum. Stylus ineurvus, ylaber. Stigma capitatum 
terminale. Legumen lineare, compressum, intus isthmis eellulosis submultiloeul are. Semina estrophiola- 
ta. Herbae suffruticesve volubiles Australasici. Folia pinnatim trifoliolata, foliolis stipellatis, oppo- 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 



125 



sitis cum impari distante. Pedunculi axillares, simpliciter raccmosi, graciles, inferiores brevissimi, 1 4- 

flori, superiores elongati multiflori. Flores solitarii, ad axilläre» bracteae. Pedicelli infra calycem bibra- 
cteolati , bracteolis parvis subulatis. 

Genus binc Gli/cini , illinc Hardenbergiae affine, a priore inflorescentia et staminibus, a posteriore 
calyeibus et serainibus distinetum. Flores inferiores ut in Galactia saepe semiabortivi. 

Species sunt: 



1. L. microphyllum, caule filiformi glabriusculo, fo- 
liolis oblongis laneeolatisve superioribus linearibus ob- 
tusiuseulis glabris , pediccllis ealyce subglabro rix bre- 
vioribus, laciniis calycinis tubo brevioribus, seminibus 

punctata -rugosis Kennedya microphylla Sieber? 

Hortul. _ Glycine minima Willd ? _ DC. Prod. 2. p 241 ? 
Australia (Port Jackson?) Sieber, Bauer. 

Pitt : pauei adpressi in ramnlis et lcguniinibus junio- 
ribus, caeterum tota planta plcrumquc glabra. Racemi 
superiores circiter 2polI. longi, graciles, laxi. Semina mi- 
nus compressa quam in caetcris speciebus (v. s). 

2. L. clandeslinum, adpresse pubescens, foliolis in- 
ferioribus ovalibus intermediis lanecolatis supremis 
linearibus, pediccllis ealyce villoso dimidio brevioribus, 
laciniis calycinis lubo aequilongis , seminibus compres- 

sis Iaevibus. _ Glycine clandestina Wendl. DC. /. c. 

Australia./''. Bauer. Van Diemens Land.G«««. n. 191. 

Omnibus partibus major quam L. microphyllum. Ra- 



cemi rufcscentes. Legumen pilis adpressis rigidis hispi- 
ilum (v. s ) . 

3. L. elongatum, adpresse pubescens, foliolis oblon- 
go-lanceolatis linearü)usve superioribus acutissimis , flo- 
ribus in racemo subsessilibus, calyeibus villosis, laciniis 

tubo subaequilongis, seminibus laeviusculis Australia. 

Ferd. Bauer. 

A L. clandestino diflert praeeipue racemis duplo 
longioribus et pediccllis brevissimis (v. s.). 

4. L. tomentosum, ramis villosis, foliolis ovalibus 
supra pubescentibus subtus molliter villoso tomentosis 
pedicellis calyce villoso brevioribus, leguminibus tomen- 
tosis, seminibus punctata -rugosis. Australia. Ferd. 

Bauer. 

Rami validiores, folia majora, crassiora quam in 
praecedentibus. Inßorescentia et flores L. clandestini. 
Legumen pollicare, coriacaum (v. s.). 

5. L. tabacinum. Kennedya tabacina Labill, PL 

Nov. Caled. t. 70. 



Stenolobium. 

Calyx campanulatus , breviter bilabiatus, labio superiore bidenlalo, inferiore, 3fido. CoroIIae ve- 
xillum obovalum, erectum, basi membrana inflexa utrinque appendiculatum, ecallosum, alis vix loti- 
ffius, Alae oblongae, carinae adhaerentes, basi subulato auriculatae. Carina oblonga, reeta, alis aequi- 
longa, pelalis dorso connatis, alis fere conformibus. Stamen vexillare a basi liberum, non geniculatum. 
Antberae omnes fertiles. Discus breviter vaginifer. Ovariiun sessile, multiovulatum. Stylus filiformes, non 
induratus , gluber. Stigma terminale parvum. Legumen sessile, lineare, elongatum, piano - compressum, 
sutura ulraque incrassata , isthmis transversis intus multiloculare. Semina reniformia , compressa, 
estrophiolata. __ Su/frulices (?) Americani volubiles. Folia trifoliolata, foliolis stipellatis, oppositis, 
cum impari distante, ovato- rbombeis, fere Phaseolorum. Stipulae deeiduae. Slipellae subtil atae, rigidae. 
Pedunculi axillares elongati, rigidi. Flores in fasciculos numerosos, saepius multifloros dispositi, subses- 
siles, rhaebidibtis fasciculorum persistentibtis liddüormibus. Bracteae deeiduae. Bracteolae parvae, cubu- 
latae. Alabastra non acuminata. Corollae cacruleae. Legumen adpresse pubescens vel glabriiisculum. 

Species tres inter se affines, et foliorum forma floribusque similes, tarnen ex speeiminibus suppeten- 
tibus (S. caerulei numerosis) diversae videntur. Habitus foliorum fere Euphaseolearum. Flores partim 
a Johnia diversi. Legumen fere Clituriae. 



1. S.caeruleum, foliolis concoloribus <-a! > ciliusque 
velutino-pubescentibus._ Ad Maracoa et Corumba. Pohl. 
In provineiis Minas Geraes et Piauhi Martins. 

ß villosioi . Campos. Pohl. _ Prope Babia. Martins. 

Foliola 2|_4pollicaria. Racemi8_ 12pollicares. Flo- 
res cheiter ! t im. , calyx 1§ lin longi. Caljcis laciniae 
dimidio tubi parum longiores. Corolla glabra. Legumen 
fere Clitoriae, Spollicare, leviter puberulum (v. s.). 



2. S. gl ab nun, foliis concoloribus calyeibusque gla- 

bris vel junioribus leviter puberulis. Serro do Maca- 

cou. Pohl. 

Laciniae calycinae breviores quam in S. coei uleo. 
An tarnen ejus varietas? (v. s ). 

3. S. lomentosum, foliolis supra villosis subtus ca- 
lyeibusque tomentaso-pubescentilms albidis — Para. Sie- 
ber in herb, Martins (v. s). 



IM BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 

Glycine Linn. 

(.lyrines sp. Ami _ Glycine W. et Arn. Pi od. Fl. Fenint. Ind. Or. I. 200. _ Bujacia E. Mey. Comment. PI. 

Afr. Austr. p. 127. 

Genus Linneanum e speciebus heterogencis ab initio formatum, et diu ab auetoribus vexatum, ab ipso 
Candullio iharactere incerto designatum, ab Arnottio landein ad ü. labialem Linn. f. reduetum est. In 
rharactere suo nil mutandum videtur, nisi quod alae in flnribus plnribua a ine examinatis rarinae certc 
adhaereant. Cum liac specie eonsociantiir Bujuciae PJ. Meyeri, quae et habitu et cliaraeteribus omnibus 
cum G. labiah cooveniunt, seil. Bujacia anonychia K. Mev. I. c. (Glycine Bujacia} et Bujacia yitmpsony- 
c/tiu K. Hey. /. c. (Glycine Meyeri.") \ ix etiam ab bis diversus videtur Teramnus Sweet, sed specics bi- 
oae mihi nunnisi e descriptionibus auetorum notac sunt. 

S h uteria Wight et Arn. 

Shuteria W. et Arn. Prod. Fl. Penins. Ind. Or. I. 207. _ Glycines sp. Wall. 

Ex hoc gonere unam tantum speciem seil. Glycinera involucratam Wall. PI. Ar. Rar. 3.p. 22. t. 241, 
examinavi, quam ut videtur Arnottius ipse non vidit. In hac alae certe carinae leviter adhaerent, caetera 
omnia characteri generico Arnottiano conveniunt. Aflinitas quoad characteres maxima cum Galactia , a 
qua non differt nisi caiyce subtubuloso, vexillo exappendiculato , et bracteolis majoribus, ut in Clitoria 
striatis. Habitus tarnen Glycini approximatur. Flores minimi. Stamen vexillare omiiino liberum, at non 
geniculatuni. An tarnen ob bracteas bracteoleasque (lbrtassis iuflorescentiam'O ad Clitorieas freie- 
ren da. 



Galactia P. Brown. 

Galactia DC. Prodi: 2. p. 237. 

Calyx campanulatus, 4 fidus, laciniis imbricativis acuminalis, superiore latiore, lateralibus minori- 
bus, infima lonyiore. Corollae vexillum ovatum vel suborbiculare, apice palens vel reflexum, basi ulrin- 
que membrana inflexa , interdum minima appendiculalum , intus ecallosum. Alae oblonyae. Carina ob- 
lonyo ovata subineurva, alis purum major, vexillo subbrevior, pelalis dorso apice connutis. Stamen ve- 
xillare a basi liberum, ineurvum, nee incrassatum nee yeniculatum. Discus vix vaginifer. Ovarium 
subsessile, pluriovalalum. Stylus filiformis, ineurvus, yluber, non induratus. Stigma terminale parvum. 
Legumen sessile , lineare, compressum , subrectum , bicalve , plurispermum , valvulis subcoriaeeis, isth- 

mis cellu/osis intus multiloculure. Semina orbicularia vel subreniformia , estrophiolata. IlerOae suf- 

fruticesve volubiles vel prostrati, saepius tenelli, Americani , Asialici et Africani. Folia trifoliolata, 
foliolis oppositis cum impare distante, vel unifoliolata. Racemi axillares, saepius paueiflori. Flores in fa- 
sciculos paueifloros dispositi, rhachi persistente, parva, subnodiformi. Bracteae deeiduae. Bracteolae par- 
vae, subadpressae. Corollae purpurascentes, caerulescentes vel albidae in hoc genere saepe cum staminibus 
plus mimifve abertiunt, et ideirco nonnullae species ut Marliusae descriptae sunt. 

Species sunt: 



1. G. margi/iaüs, suflruticosa, ramis prostratis sub- 
serieeis denium glabris, foliis unii'oliolatis, foliolo oblon- 
go - lanceolalo vel lineari basi angustato coriaceo gla- 
berriino subtus nervo raarginato, peduneulis brevilms 
axillaribus 1 3 floris, calycis adpresse puberuli laci- 
niis tubo vix longioribus. In Mexico Kaiwinsky. 

Texas, Drummond. 

Rarni sublignosi tenues. Stipulae lanceolato- linea- 
res, ereetae. Stipcllae setaceae. Foliolum 2_5pollicare, 



ad apicem petioli 3 4 linearis. Flores rubri, magnitudi- 

ne fere G. glabellae. Carina falcata, alis major. Legumen 
villosura, 1_1§ poll. lon<»um (v. s.). 

2. G. canescens, repens, subvolnbilis , canescens, 
foliolis lato-ovatis retusis supra puberulis subtus seri- 
ceo - pnbescentibiis , peduneulis fasciculatis elongatis 
fle.xuosis interruptis paueifloris, calyeibus sericco-villo- 
sis. Texas. Drummond. 

Foliola pollicaria, coriacea , reticulata. Pedunculi 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 



121 



alii floriferi, alii difformes in radices abeuntes. Flores 
parvi , in fascieulos 2_3-floros distantes dispositi. Ca- 
ly~x2 lin. longus, laciniis tubo aequalibus. Corolla in spe- 
ciraine suppetente calyee brevior, stamina laxe connata 
diadelpha, ovario breviora , uno alterove abortivo, 
Stylus brevis uncinatus, ad apicem ovarii oblongo -linea- 
ris, 5-ovuIati. Flores vero quos examinavi verosimiliter 
semiabortivi , ut in hoc genere saepe oceurrit (v. s.). 

3. G. cubensis Hurab. et Kunth. 1)C. /. c. 

4. G. dumctorum , caule volubili piloso, foliolis 3 
ovalibus obtusis meinbranaceis supra vix puberulis sub- 
tus canescentibus molliter pubescentibus, peduncuiis fo- 
lio longioribus reinote paucifloris , leguminibus arcuatis 
villosis. _ In dumetis ad Toeaja. Schott, 

G. cubeasi et G. pilosae affinis. Flores non vidi. 
Legumina 2^pollicaria , polyspcrma (v. s.). 

5. G. pilosa Nutt. _ DC. /. c. _ G. glabella Mich. 
sec. Desv. in Ann. Sc. Nat. 9. p. 4-12. 

6. G. mollis Mich. _ DC. I. c. 

7. G. Purshii Desv. Ann. Sc. Nat. 9. p. 413. __ G. 
glabella DC. Prod. 2. p 238. non Mich. sec. Desv. /. c. 
(v s.). 

Synonymia specierura Boreali-Americanarum confusa, 
sed ex herbario Caesareo haud extricanda. 

8. G. radicata DC. /. c. 

9. G. tuber osa DC. I. c. 

10. G. brachystacliys , caule fruticoso prostrato (?), 
ramis gracilibus canescentibus, foliolis 3 ovalibus obtusis 
emarginatis supra glabris subtus canescentibus et stri- 
goso -puberulis , raceinorum rhachi brevissima , pedi- 

cellis in axillis fasciculatis unifloris, folio brevioribus 

Circa Oaxaca in Mexico. Andrieux n. 428. 

G. tuberös« e DC. et G. emarginatae Desv. (ex dia- 
gnosibus) affinis, scd pluribus notis difl'erunt. Rami 
tenuissimi, vix apice voiubiles, rigiduli, filiformes. Pe- 
tioli rigidi, filiformes. Foliola vix scmipollicaria. Pedi- 

celli 3 4 lin. , calyces 2 lin. longi. Vexillum suborbicu- 

latum, membranis inflexis miniiuis. Carina ovata. Legu- 
men junius sericeo - villosum (v. s.). 

11. G. dubia DC. /. c. G. leueocarpa Desv. Ann. 

Sc. Nat. Par. 9. p. 41 4. ^ Glycine leueosperma Desv. 
Journ. Bot. _ DC. Prod. 2. p. 242.) 

12. G. emarginata Desv. Ann. Sc Nat. Par. 9.p. 414. 



Glycine emarginata Desv. Journ. Bot DC. Prod. 2 

p. 242. 

13. G. Jussiaeana Humb. et Kunth DCJ. c. 

14. G. Berteriana DC. I. c. 

15. G. füiformis. Sweetia füiformis DC. Prod. 2. 

p. 382. Galega ß lifo rmis Jacq. 

16. G. longi folia Sweetia /ongifoliaHCProd.2. 

p.3Sl Galega long folia Jacq Bracteolae subulatae, 

adpressae, cito deeiduae, nee ut in Auct. citatis nullae(v.s.) 

17. G. villosa Wight et Arn. Prod. Fl. Penins. Ind. 

Or. 1. p. 207. VexVli margines basi levissime inflexi. 

Caetera omnia Galactiarum Americanarum. Legumen 
omnino idem, nani etiain in Galactia glabella coriaceum 
est, isthmis cellulosis intus multiloculare, nee unilocu- 
lare (v. s.). 

18. G. tenuißora Wight et Arn. I. c. p. 200. _ Gly- 
cine tenuißora Willd. _ DC. Prod. 2. p. 241 (v. s.). 

19. G. paueißora, caule volubili pubescente filiform!, 
ßoliolis oblongo-ellipticis vel oblongo-linearibus obtusis 

supra glabris subtus pilis adpressis subcanescentibus, pe- 
duncuiis folio brevioribus 2 3-floris, laciniis calycinis 

tubo longioribus , corollis calyce duplo longiori'ous. 

In Australia. F. Bauer Affinis G. tenuißorae, sed multo 

gracilior. Foliola minora, obtusiora et inflorescentid di- 
versa (v. s.). 

20. G. sericea Fers. _ DC. Prod. 2. p. 237. 

21. G. prostrata, caule tomentoso-villoso prostrato, 
foliolis ovatis oblongisve supra glabris subtus sericeo- 
canescentibus, peduncuiis folio parum longioribus supra 
medium racemiferis, laciniis calycinis tubo longioribus, 
leguminibus cano-pubescentibus. — Australia. Bauer (v.s.). 

Galactia coriueea Nees et Mart. Nov. Act. Acad. 

Lcop. Car. 12. />. 30. DC. /. c. est Bionia coriacea. Cae- 

terae plures in Collaea quaerendae. 

G. Elliottii ob folia pinnata e subtribu repellenda est, 
et fortassis ad Tephrosiam referenda. 

Odonia Bertol. _ DC. Prod. 2. p. 239. Galactiae 
(ex descriptione) quam maxiine affinis est, et habilu 
et characteribus, et vix differre videtur bracteolis nullis 
(v. deeiduis?) 

Grona Lour., genus imperfecte cognitum, verosimi- 
liter, monente Candoüio, etiain ad Galactiam referen- 
dum est. 



Collaea. DC. 

Collaea DC. Prod. 2. p. 240. 

Calyx campanulatus , 4 fidus , laciniis imbricativis acuminalis , parum inaequalibus , superiore la- 
tiore, lateralibus minoribus, infima longiore. Corollae vexillum oblongo ovatum vel suborbiculare, apice 
reßexum vel patens, basi angustatum, membrana inflexa u/ringue auclum , ecallosum. Alae oblongae. 
Carina oblongo -ovata, ineurva, falcata vel rarius reeta, alis major, vexi/lo parum brevior, petalis dorso 
connatis. Stamen vexillare ima basi et apice librum , medio cum caeteris connatum Discus brevijer 
vaginifer. Ovarium subsessile, pluri- saepe multi-ovulalum. Stylus füiformis ineurvus , glaber. Stigma 
terminale parvum. Legumen sessile, lineare, compressum, rectum vel subfalcatum, bivalve, polgspermum, 
valvulis coriaeeis, isthmis cellulosis intus multiloculare. Semina orbicularia vel subreniformia, estro- 



U\s 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GKNKBIBUS. 



fjfiiulata. Herbee, au ffrvtice» frvNeeive rolubtten vel Boberectl, rigidi, Americani. Folia trifollolata, 

foliolis oppoaitla, cum imjiari dlatante, v< 1 unifoliolata. Stipulae laepiua dcciduae. Stipellae Biibulatae, ri- 
gidae. Peduneuli axillares, aupra medium rel apice floriferl. Florcs in fasciculos pmcifloroa dispositi , 
rhachi faaclculorum persistente, nodiformi. Bracleae deciduae, bracleokie parvae, subadpreasae. Alabasfra 
acomloata. CaU/ee$ aaepina \illosi. profunde lissi. t'orollae rafcrae, violaceae rel caerulesceates. 



5. 1. R/tizom 1 repcna. C.tules hcrbacci, erecti. Folia 
trifuliulata. 

1. C peduncularis , glabra, ramis herbaccia crectis, 
foliolis 3 oblongo - lanceolatia >i\ coriaceia glabria, pe- 
dnneolii elongatia rersus apicem interrupte floriferia. 

VJ lii» Bagagem, Pohl, 

Cauiis baaia vel rbizoma crassam, lignoaum, repens. 
Rami «-nuiplures erecti, aeeqnipedalea, striali, anbsimpii- 

ccs. PetioU rigidi, 8 fcpoU. longi. Stipulae lanceolatac, 8 

lin. longac. Stipellae parvae, subulatac, rigidac. Fo'iola 

4 öpoll. longa, Jpttll. lata, mucrone calloso terminata, 

I'cdunculi pedalcs et ultra. Corollu (roscaV) glabra, pe- 
talis latioribua quam in caeteris speciebua. Calycis laci- 
niae lato - lanceolatac , acuminatac (v. a.). 

§. 2. Cauiis suffruticosus, erectus. Folia unifoliolata 
ampla. Bacemi breies. 

2. C. macrophylla, caule suffruticoso crecto tomen- 
toso, foliis unifoliolatis, foliolo oblongo-elliptico reticu- 
lato, supra scabriusciilo subtus molliter pubescente, ra- 
cemis folio rix longioribus, supra medium interrnpte ra- 
cemosis. In paacais ad Bio San Francesco. Pohl. 

C<'«/eisub!)ipedalcs, complurcs, parum ramosi. Fo- 
liola ampla, saepc öpollicaria, subsessilia, subtus valde 

reticnlata, axillis fere omnibas floriferia. PedunculiZ 5 

poll. longi. Nodi floriferi distantes, 3 6-flori. Calyx 

eampanulatus, laciniis lanecolatis acuminatis, tubo duplo 
longioribus. Carina Iate obovata, falcata. Legumenhrcve, 
oligospermum, seriecum (v. s.). 

3. C. grewiae folia, caule sufTruticoso erecto to- 
mentoso , foliis unifoiiolatis , foliolo oblongo-elliptico 
basi subcordato supra molliter villoso subtus dense al- 
bo-tomentoso, peduneulis folio brevioribus apice breviter 
racemiferis , calyeibus leguruinümsque serieeis. Cytisus 

Boavista Fl. Fluni. 7. t. 115? In via ad S Izabel. 

Pohl. 

Afflnia C. macrophyll ic Folia juniora snpra aureo- 
scricea. Calyx campanulatus, laciniis acuminatis , tubo 
longioribus. Corolla ('. macrophyllae (v. s.) 

§. 3. Caule frulicoso recto vel vix volubili. Folia 
trifoliolata vel rarius unifoliolata. Racemi clongati. Co" 
rollae saepius calyce duplo vel plus dimidio longiores. 
Vexillum sericeuin. 

Specics liojus sectionis seeundum foliaturam ordi 
navi, fortassis melius in subsectiones 2 dividetur, seil. 1. 
Gorollis longis pcndulis : C. rugosa, pendula et longiflora. 
2. Corollis parvis: C. obtusa, glauecscens et paseuorum 

4. C. obtusa, caule fruticoso glabro, foliis unifoiio- 
latis, foliolo ovali -elliptico obtnsissimo subsessili coria- 
ceo glaberrimo, peduneulis longissimis erectis infra me- 
dium ad apicem interrupte racemiferi* , calyeibus gla- 
briuseulis Brasilia. Schacht. 



In omnibna C. glaucescenti similis, praeter folia 
conatanter unifoliolata, et racemos parum longiores. Co- 
rollat ctiam minores videntur, aed in alabastro tantum 
obacrvavi (v. s.). 

5. C. rugosa, caule fruticoso tomentoso, foliolis 3 
ovalibua obtnsia aubiuncronnlatia basi aubcordalia ntrin 

que molliter tom eilt 080 -pubcacentibus, peduneulis lon- 
gissimis ultra medium interrupte racemiferis, nalycibna 

>e pubescentibus, laciniis tubo vix brevioribus, lc- 

guminibus serieeis. Ad Villa Boa. Pohl. 

Foliolo. 2_8polIicaria, coriacea, tomento subtus den- 

aiore. Petioli lix 1 l§pollicarc8. Stipulae et stipellae 

minntae. Pedunculiultrapedalce, erecti, tomentoei. No- 
di floriferi distantes. Calyx 6 lincas longus, laciniis pa- 
tenlibus. Vexillum aculiusculum, extus sericeuin. Alae 
carina angustiores et vix ei adliaerentes. Stamen ^exil- 
lare inia basi breviaaimc liberum , dein connatuin et a 
medio ad apicem iterum saepius liberum (v. s.). 

6. C. pendula. — Galactia pendula Fers. DC. 

Prod. 2. p. 237. _ Hol. Mag. t. 296. 

7. C..? longißora. __ Galactia longißora Arn. in W. 

et Arn. Prod. Fl. Penins. Ind. Or. 1. p. 206. in obs. 

Species c\ insula Trinitatis evidenter G. pendulae affi- 
nis. An cadciu 'i 

8 C. glaucescens, caule frulicoso glabro, foliolis 3 
ovalibus obtusia aristulatis, lateralibns cauli approxima- 
lis, peduneulis folio longioribus ferc a basi interrupte 

racemiferis, calyeibus leguminibusque glabriiiseulis 

Galactia glaucescens Hunib. et KuntbY Nov. Gen. et sp. 
Am. 6. p. 431. _ DO. I. c __ Ad Santa Cruz, et Fazcnda 

do Ccdro in provincia Goyaz. Pohl. In campis editis Ser- 

ro Frio provinciae JMinas Geracs. Martins. 

In omnibus descriptioni Kunthianae convenit. Racemi 

saepius solilarii, intcrduin vero2 3 fasciculati. Vexillum 

oblongo-ellipticum, extus sericeuin, sordidc viride, striis 
purpurascentibus, basirubens, et supra basin macula or- 
bicnlari viridi. [Mart.) Ovarium rilloaiasimnm. Legu- 
men fere glabriim (v. s.). 

9. C. paseuorum (Mart. MSS.) caule fruticoso to- 
mentoso crecto vel apice aubvoluhili, foliolis 3 ovalibus 
obtusis retusisve muticis coriaeeis sparse pubescentibus, 
lateralibus a caule distantibus, peduneulis petiolo bre- 
vioribus brevissimisve densifloris, calyeibus legumini- 
busque serieeo - villosis. In paseuis graminosis pro- 
vinciae Piaubi, et in sylvis ad Maribi, prope fluviuin 
Vapuru provinciae Bio Negro. Martins. 

Habitu C. glaucescenti affinis. Foliola saepius mi- 

nora, minus coriacea. Petiolus infra foliola lateralia 1 1^ 

poll. longus, inter foliola 6 lin. Racemi constanter petiolo 
breviores, saepe capitati sessiles. Rhachis villosa. Bra- 
cteae et bracteolae lanceolatae , acuminatae, Calyces 



sessfles, laciniis longe acuminatis tubo longioribus. Le- 
gumen dense sericeo-villosum, falcatuni (v. s.). 

(J. 4. Caulis frnticosus, erectus vel vix volubilis. Fo- 
lio, trifoiiolata. Racemi breves. Corolla anipla. Vexillum 
sericeura. 

10. C. speciosa DC. Prod. 2. p. 240. 

11. C. velutina, caule fruticoso erecto vel apice vo- 
Jubili rufo-villoso, foliolis 3 approximatis oblongo -lan- 
ceolatis coriaceis supra glaberrimis subtus inollissime 
rufo-villosis sericeisve, petlunculis brevibus dense pluri- 
floris superioribus in racemum terminalem dispositis, 

calycibus rufo- villosissimis. Lotus americanus Fl. 

Fluni. 7. t. 134. Lotus coccineus Id. t. 135. et Lotus 

erectus Id. 1. 136. liujus varietates videntur In Brasiliae 

provincia Minas Geraes {Pohl, Vauthier n. 120) et S. 
Pauli , Martius. 

Frutex 6 8 pedalis. Folia subtus sericea. Corolla 

pulehre roseo-coecinea. Mart. AI SS. Legumen 2 2§ 

pollicare, dense villosissimum (v. s.). 

§. 5. Caulis volubilis, prostratus vel rarius suberectus. 
Racemi breves. Corollae calyce vixdimidio longiores, ve- 
xillo glaberrimo. 

12. C. crassifolia, caule suffrutieoso ereeto villoso, 
foliolis 3 approximatis ovalibus obtusis subundulatis cras- 
sis coriaceis supra nitidis subtus molliter villosis, petlun- 
culis rigidis folio longioribus apice dense capitatis , ca- 
lycis villosi laciniis longe acuminatis tubo quadruplo 
longioribus, corollis calycem parum excedentibus, vexillo 

glabro, leguminibus dense villosis. Ghapado do Serro 

San Marco, ad Congo Andoin. Pohl. 

Caules duri, erecti, subsimplices, 1J 2 pedales. Sti- 

yyit/rteoblongae, adpressae, coriaceae, striatae, saepe61in. 
longae. Stipellae setaceae subspinescentes Foliola fere 
ex eodem puncto orta, sessilia, magis quam in omnibus 
coriacea, 2J 3^polIicaria. Pedunculi in axillis superiori- 
bus pauci erecti, dense tomentoso -villosi. Flores nume- 
rosi, dense aggregati, forma fere C. Neesii, seil majores, 
calycibns longioribus (v. s.). 

13. C. scarlatina (Mart. MSS.), caule volubili, ramis 
rufo-villosis vel demum glabratis, foliolis 3 ovali -vel 
oblongo- ellipticis sublanceolatisve coriaceis, pedunculis 
folio longioribus apice subcapitato - racemosis , calycis 
adpresse villosi laciniis lanceolatis longe acuminatis tubo 
triplo longioribus, corollis calyce vix dimidio longioribus, 
vexillo glabro, leguminibus dense villosis. 

«. latifolia, foliolis plerisque ovalibus obtusissimis , 

subtus nitcntibus subrufo-sericeis In provincia Bahia, 

et in Serro Frio provinciae Minas Geraes. Martius. 

ß. oblongifolia, foliolis plerisque oblong-o - ellipticis 
obtusis, junioribus subtus rufo- serieeis, adultis subgla- 
bris. Brasilia. Schott. 

y. Pohliana, foliolis oblongis plerisque acutiusculis 
vel acuminatis , junioribus subtus rufo - serieeis adultis 

subglabris. Ad Fazenda do Apollinario et Barbacena. 

Pohl. In campis subalpestribus Serro Frio. Martins. 

II. 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 129 

<? calycina, floribus majoribus, foliolis glabris Ad 



Engenho do Capitao Pires. Pohl. 

Species foliorum forma et hirsutie valde variabilis. 
Petiolus infra foliola lateralia plerumque l_2poll. lon- 
gus, inter foliola vix semipollicaris. Foliola 2_3poli. 
longa, valde coriacea, juniora plus minusve villosa, ve- 

tusta saepissime glabra. Pedunculi 3 opollicares. Flores 

3 8 approximati, pedicellati, juniores erectiusculi , de- 
mum 9aepe penduli. Alubastra angusta, longe acumina- 
ta. Bractealae lanceolatae vel lineares, acuminatae. Ca- 

Ijces 7 9 lin. longi, adpresse rufo-villosi. Corollae ru- 

brae, vexillo ovali-oblongo, emarginato, extus virescente. 
Carina parum ineurva, petala a medio ad apice m dorso 

connata, alis parum majora. Legumen 1 lfpollicare, 

crassiusculum, 3 4-sperinura, piüs subpatentibus rufis , 

vel in var <S. (quae fortassis species propria) albidis (v.s.). 

14. C. Neesü, caule volubili vel prostvato rufo-to- 
mentoso-villoso , foliolis 3 ovatis oblongis obtusis junio- 
ribus supra pnberulis sul)tus tomentoso -villosis adultis 
glabris, pedunculis inferioribus folio sublongioribus api- 
ce capitato - racemosis , superioribus oblongo -vel intcr- 
rupte racemosis paniculatis, calycis villosi laciniis lan- 
ceolatis acuminatis tubo duplo longioribus, vexillo gla- 
bro, leguminibus dense villosis. Galactia Neesii DC. 

Prod. 2. p. 238. 

a ßoribunda, foliolis plerisque oblongis, racemis 

plerisque interruptis. In campisad Valos, et in areno- 

sis subiuaritiinis et inter virgulta in Comarca dosRheos. 
Martius. Inter Fanado et Estiva. Pohl. 

ß latifolia, foliolis plerisque ovalibus, racemis ple- 
risque dense capitatis In campis prope Toubate in pro- 
vincia Sancti Pauli rarius. Martius. In Brasilia. Schlicht. 

Habitus et legumina C. scarlatinae , a qua differt 
praeeipue alabastris corollisque brevioribus latioribus, 
carina majore magis ineurva, et corollis in var.«. pallide 
caeruleis, in var. ß. purpureo-caeruleis (v. s.). 

15. C. lalisilicjua. Galactia latisiliqua Desv. Ann. 

Sc. Nat. 9. p. 414. Species dubia , fortassis eadem ac 

C. Neesii. 

16. C. Martii.— Galactia Martii DC. Prod.2. p. 238. 

In campis provinciarum Minaruin et Bahiensis inte- 

rioris, variis locis. Martius. Species valde variabilis. 

Foliola glabra vel plus minusve sericea, supra valde rc- 
ticulata vel fere laevia, majora vel minora, omnia fere 
ex eodem puncto orta, vel terminale in inferioribus a la- 
teralihus distans. Calyces villosissimi , vel fere glabri 
(v. s.). 

Varietatem insignem, foliolis brevioribus latioribus 
et legumine glabriori legit cl. Martins, in campis altis 
in Serro Frio prope Tejuco. Ob speeimen maneum non 
rite dicere licet, an species propria sit. Foliola ut in reli- 
quis varietatibus complicata (v. s.). 

17. C? angustifolia Galactia angustifolia Iluinb. 

etKunth. _DC. /. c. — An Collaea? cujus habitum habet, 
an Galactia? ob filamentum vexillare (omnino?) solutum 

IT 






BENTHAM, DE LEGUMINOSARIM GENERIBUS. 



B i o n i a Marl. MSS. 

Calyx tubulotut, di>icc t-fldus, /acutus imbrieaHtoi* acuminatis , supertore latiore. lateräUbua mi 
noribug. infima tongiore. Corollae vexill um oblongutoy rectum, ba$i anguitatwn, Membrana inflexa utrin- 

i/ae appcndiculatiuit, ecatlusum. Alae obloiu/ae subrectae , carinae /reifer ailhaerentes. Carina obloiuja 
subrec/a. ulus acuauns eel jinrum major, ee.villo subbrecior , petalts dorso eonnalis. Stamina monadel 
pliu; fllamento re.iil/uri ii/ia bau/ breritcr libero. Disrus rat/int/ er. <>> ariiini stipilalum pluriovulalum. 
Stylus linearis, ri.r ineurVUS, t/labcr; ttigmate tcrminali parvo. Legumen s/ipilatum, lineare, compres- 

sum. coriaceum, bivaive, isthmis cellulosis transverse mulliloculare. Suffrutice» vel frulices , volu- 

bllea vi] auberecti, Brasilienses. Folia trifoüolata, foliolis oppo&itis, cum imparf distante, coriaeeis; ra- 
rius unifoliolat a. Stipulae deeiduae. Stipellae subulatae rigidao. Pedunculi axillares, supra medium vel 
apice florileri. Flores in fascinilos pauriiloros dispositi, rhachi fasriculoruin persistente nodiformi. Bracleae 
deeiduae. liracle olae parvae , saepe deeiduae. Calyces colorati glabri. Corollae speciosae , coccineae. 

QenuB a Ualactiae sectiono prima corollae et calycis forma, et legumine stipitato diversum, ha- 
bitu foliorum ei valde affine. 

Species sunt : 

1. B. coccinea (Marl. MSS.), fruticosa, glabra, fo- 
liis unifoliolati*. foliolo ovato acuminato biisi cordato co- 
riaceo u(rin(|ue glaltro, pedunculis rolle brevioribus api- 

ce subcapitatis. In campis et sylvis Capoes, inter Co- 

lumbi et Tejuco, in Sern» Frio provinciae Minas Geraes. 
Martins. 

R<imi creeti. Ramuli patentes. Petiolus subnullus. 
Stipulae stipellaeve ad basin folioli 1_2, brevissimae, 

acutae. Foliohun 3 ipollicare, valde coriaceum, supra 

nitidnm. Pedunculi crassi, rigidi. Flores subsessiles. 
liracteolae orbiculatae, parvae, cito deeiduae. Calyx co- 

loratus , 7 8 lin. longus. Corolla calyce plus duplo 

longior, glabra. Ovarium villosum (v. s.). 



2. B.nitens, fruticosa, ramis serieeo-tomentosis, fo- 
liis unifoliolatis, foliolo ovato obtuso basi rotundato vel 
subcordato coriaceo, supra glabro , subtus argenteo-to- 
mentoso, pedunculis folio longioribus , supra medium 

la\iuscule racemosis. In Serro Frio provinciae Minas 

Geraes. Fauthier n. 118. 

Flores raagnitudine B. coccineae , cui pluribus cha- 
racteribus affinis Calyces minus colorati, leviter serieei. 
Legumen sublignosum, sericeo -tomentosum (v. s.) . 

3. B. marginata, fruticosa, glabra, foliolis 3 ovato- 
lanceolatis obtusis basi cordatis coriaeeis, pedunculis fo- 
lio brevioribus apice breviter racemiferis. In sylvis 

Capoes deserti provinciae Minas Geraes. Martins. 

Habitus fere B. coccineae. Ramuli tenuiores, subglau- 

cescentes. Petiolus 24pollicaris. Foliola2 3£poll. longa, 

reticulata, valde coriacea, nitida, niargine nerviformi 
crassiusculo. Corolla B. coccineae, sed paullo major 
(sesquipollicaris) (v. s.). 

t k. B. coriacea, fruticosa, glabra, foliolis 3 ovatis, 
obtusis retusis vel brevissiine acuminatis basi rotundata 
truncatis immarginatis , pedunculis folio sublongioribus 

supra medium interrupte racemiferis Galactia coriacea 

Nees et Marl. _ DC. Prod. 2. p. 238. _ Ad Valos in 



campis provinciae Minas Geraes. Martius Inter Capao 

et Alferes Melchior. Pohl. 

Petiolus l^pollicaris. Foliola 2 3pollicaria, supra 

nitida, subtus subglauca, oculo nudo glabcrrima, sub 
lente subtus ad nervös pilis minutis sparsis rigidis ad- 
pressis nigrescentibus donata. Flores lere B. coccineae. 
Racemi longiores. Calyces paruin ineurvi (v. s.). 

5. B. rigida, fruticosa glabra, foliolis 3 ovato -lan- 
ceolatis breviter acuminatis mucronulatis basi rotundatis 
vix cordatis immarginatis, racemis folio brevioribus versus 

apicem racemiferis. In sylvis Capoes in monte Morro 

de Villa Rica. Martius. Tejuco. Fauthier n. 121. 

Similis B. marginatae, sed foliolis vix cordatis, nervo 
marginali nullo distinetis. Petioli et pedunculi breviores. 
Legumen longiuscule stipitatum, 3pollicare (v. s.). 

6. B. acuminata, fruticosa glabra, foliolis 3 ovali- 
oblongis acuminatis basi angustatis coriaeeis, pedunculis 

folio brevioribus supra medium interrupte racemiferis 

Ad Congo do Padre. Pohl. 

Petioli 3_4pollicares. Foliola petiolulata, 2^_3poII. 
longa, ut in praecedentibus valde coriacea et nitida, sed 
minus reticulata. Calyx 9 lin. longus. VexUlum calyce 
duplo longius (v. s.). 

7. B. bella (Mart. MSS.) volubilis glabra, foliolis 
ovato-lanceolatis obtusis basi rotundatis coriaeeis reticu- 
latis glabris, pedunculis folio brevioribus breviter race- 
mosis. In sylvaruni C'apoarumlocis udis umbrosis, pro- 
vinciae Minas Geraes. Martius. 

Rami tenues, volubiles , juniores tenuiter pubescen- 
tes. Petioli tenues sesquipollicares. Stipulae et stipellae 

parvae rigidae subulatae. Foliola 1J 2pollicaria, minus 

coriacea quam in praecedentibus. Racemorum nodi sae- 

pius 2, utroque 2 3floro. Pedicelli 2 lin. longi, pube- 

scentes. Bracteolae minutae, ovatae. Calyx pollicem lon- 
gus, submembranaceus, compresso-cylindricus, coecineus.- 
(Mart.) Corolla calyce duplo longior, coccinea. Petalu 
praecedentium, sed vexillum magis attenuatum, membra- 
na inflexa longa angustata (v. s.). 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 131 

Camptosema Hook, et Arn. 

Camptosema Hook, et Arn. Bot. Mise. 3. p. 200. 

Genus mihi ignötum, sed ex charactere dato a Bionia differt: calyce campanulato, vexillo reflexo, et 
filamento vexillari libero. Habitus dicitur Kennedgae. Speciem imicam C. ruöicundam Hook et Arn. I. c, 
complectitur, in districtu Banda Oriental a Tweedie leetam. 

Cleobulia Mart MSS. 

Calyx tubuloso - campanulatus , apice breviter quadrifidus , lacinia suprema latissima truncata s, 
lateralibus ovatis, intermedia parum longiore, acutiuscula, intus sericeus. Corollae vexillum carina lon- 
gius, reflexo -patens, basi ecallosum, margine membrana inflexa utrinque appendiculatulH. Alae cari- 
na dimidio breviores, parvae, stipitatae, anguste semi-sagittatae, a carina liberae. Carina obovalo-fal- 
cata, valde ineurva, tatissime subrostrata, petalis dorso connatis. Discus brevissime vaginifer. Stamina 
monadelpha ; filamento vexillari ima basi libero. Antherae uniformes. Ovarhun pluriovulatum. Stylus 
ineurvus, glaber, apice nix incrassatus; stigmate magno obliquo, basi minutissime penicillato. 

Genus certe Diocleae affine, et legumine ignoto adhuc imperfecte cognitum, sed cum Dioclea ob 
alas minimas et habitum parum diversum, conjungere nolui. 

Species unica est: 



C. multißora (Mart. MSS.). In sepibus et sylvis ad 
Barra do Rio Piranja, et alibi in australioribus calidins- 
culis provinciae Minas Geraes. Martius. Etiam in colle- 
ctione Poldiana. 

Rami, petioli et peduneuli pilis brevibus ferrugineis 
dense tomentoso-pubescentes. Foliola ampla (inferiora 
! i — 5pollicaria) crassa, supra pubescentia, subtus molliter 
tomentoso vel subsericeo- villosa. Stipulae parvae. Sti- 



pellae minutae setaceae. Pedunculus axillaris pedalis, a 
raedio ad apicem dense muHiflorus , floribus ad quemvis 
luidmii fasciculatis sessilibus. Bracteae ovatae et bra- 
cteolae oblongae, extus villosae, meinbranaceae, deeiduae. 
Calyx 2% lin. longus, rufo-villosus. Corolla calyce duplo 
longior, vexillo fere glabro, ex sicco rubra videtur. Ov a- 
rium villosum (v. s.). 






C r a t y l i a Mart. MSS. 

Calyx campanulatus vel subtubulosus,l"quadrifidus, lacinia suprema lata, integra vel emarginata, 
infima angustiore sublongiore , intus sericeo - villosus. Corollae petala breviter unguiculata. Vexillum 
alis parum longius orbiculatum, basi nudum, exappendiculatum. Alae obovalae, a carina libe- 
rae, basi auriculis subadhaerentibus. Carina alis vix brevior vel aequilonga, subineurva, ob 
longa, obtusa , erostris, petalis dorso connatis. Stamina monadelpha, filamento vexillari 
ima basi libero. Antherae uniformes , discus subnudus. Ovarium pluriovulatum. Stylus ineur- 
vus, glaber, apice vix incrassatus , truncatus; stigmate terminali. Legumen oblongum, plano-compres 

sum, crassiusculum , suturis vix incrassatis exalatis. Semina compressa , hilo parvo, oblongo. Fru- 

tices volubiles, Austro - americani. Stipulae infra insertionem non produetae, parvae. Racemi axillares. 
Flores in fasciculos vel spiculas secus-pedunculum dispositi. Spicularum vel fasciculorum rhachis 
brevis, incrassata, persistens Bracteae cito deeiduae. Pedicelli breves. Bracteolae calyci adpressae, par- 
vae, deeiduae. Flores albi vel roseo-violacei. Calyx extus et saepe etiam corolla scricea. Ovarium vil- 
losum. Legumen tomento brevi denso vestitum. 

Habitus et characteres plures Diocleae, vix tarnen ejus Sectio. Differt enim non tantum seminibus, 
sed etiam vexillo exappendiculato, et leguminis suturis nee alatis, nee incrassatis. 



1. C.hypaigyrca (Mart MSS), rarais puberulis, fo- 
lioüs ovatis ellipticisvc acuminatis basi rotundatis coria- 
ceis supra glabris subtus argenteo-nitentibus, racemis 
multifloris folio longioribus, vexillo dense sericeo, legu- 



mine. • • • Ad Aldea Velha, provinciae Espiritu Santo. 

Martins. Brasilia. SclioLt. 

Frutex 8_J0 pedalis, floribus «Ibis, versus niargincm 
pallide roseis. (Mart-) — Äam/'snbvolnbiles. Fnliot» 3_ 

1?* 






Bl NTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBl S 



kpollicarla. Ractmi semlpedalei. Pedieelli i_5 lin. Ca- 
lyces t> lin. 1 » m i; i , c\(u- intusqoe lericeovlllosi, laciniis 
(uli.i triplo brerioribne, •upremo lato n>jh> obtoao, late- 
raliboi angusüoribus, iuliui.i laneeolata acumihata, param 
longiore. ('.um i .Mi- sabaequilonga, petalis integris mar- 
gine interiore tenuitcr pobesccnli <i i.iiis (y. s.). 

i (' niteas, r.uuis glabriusculis, foliolis lato-ovaija 
iirbicalatiave acuminalis basi cordatia coriaceit supra 
glabria aabtus argenteo nitentibus, racemis petiolo brc- 

vioribne, vexillo glabriusculo aUmmo apice aubaericeo. 

Ad Gujalia, in >ia ad Rio Maranhao. Pohl. 

A C. hypargyrea differt follolorum l'orinact magni- 
ludine (SpolL longa et ftpoll. lata). Hacemi vix 3polliccs 
longi. Flor es purum minores, minus sericei. Calyces C. 
h)j) irgyre ie (v. s.). 

3. V. floribunda, ramulie tomcntosis, foliolia ovatis 
acuminatia baai subcordatis coriaceis supra glabris sub- 
tns sericco-villosis argentco-nitentüius, racemis longissi- 
mis laxis mnltifloria, vezillo glabro vel snmmo apioe sul>- 
sericeo. Ad Villa Boa, in Serra Gamba Uba. Pold. 

Folia forma U. hypargyreae, sed parum majora et 
subtus mollissimc et dense scricco-villosa. Racemi scs- 



quipedalei. Flor es rix 8_9 lin, longi, fascicujle subdi- 
stantibus. Calyces intus extusquQ sericei, laciniis Omnibus 
ovatia, tubo quadraplo brevioribas, ■ unrein o emarginato 

(V. 8.). 

i, C. mollis (Marl. MSS.) ramig tomcntosis, foliolia 
«natis acominatia baal latc subcordatis snpra mollitcr 
pnbeacentibna labtue dense tomcntoso- vlllosis, racemis 

elongafii interruptis, vexillo aericeo. In paseuis et svl- 

vis Catingaa provinciac Piauhi. Martius, 

Jiarni lignosi, cortice rimoso. Petioli tomentosi. Sti- 
pulae m'inuUc, stipellite subnullae. Racemi ultra pedalcs, 
fere Diocleae lasiophyllae. Spiculae inter se distantes 
paucillorae, rbacbidibus sessilibus nodiformibtis. Calyces 
breviter pednncnlati, dense sericei, laciniis tnbo vix dimi- 
dio brevioribus, suprcma ovataerecta, latcralibus ovato- 
lanccolatis acutia, infima laneeolata acuminata, paruin 
longiore. Vexilhun extus dense sericeum. Alae summo 
apice sericcac, versus basin transversim reticulatae, longi- 
tudinalitcr nun plicalac. Carinii dorso sericea, petalis 
margine interiore brevissime piloso - ciliatis. Legumen 
circiter ipollicare, albo - velutinum, sutura superiore vix 
incrassata, non alata (v. s.). 



D i o c l e a Huml). et Kunth. 

Dioclea DC. Prödr. p. 403. 

Calyx campanulatus , quadrißdus , laciniis aestioatione imbricatis , superiore latiore , integra'vel 
emarginala, infima angusliore, intus adpresse sericeus vel rufo -villosus, Corollae petala breviter un- 
guiculata. Vexilhun alis longius orbiculatum, basi medio nudum vel leviter bicallosum , margine mem- 
brana inflexa utrinque appendiculatum. Alae obovatae vel oblongae, a carina liberae, interius auricu- 
lis subadhaerentibus. Carina alis brevior vel subaequalis, ineurva, obtusa vel rostrata, petalis longi- 
tudinaliter prope basim subplicalis, dorso connatis. Stamina medio monadelpha , filamento vexillari ima 
basi libero. Antherae uniformes. Discus breviter vaginifer vel subnudus. Ovarium subsessile, pluriovu- 
lalum. Stylus ineurvus, glaber, versus apicem saepe incrassatus, truncatus; stigmateterminali. Legu- 
men oblongum, piano -compressum, crassiusculum, coriaceum, sutura vexillari incrassata, saepius an- 
guste bialata. Seraina transversa, compressa, hilo lineari, strophiola tenui demum libera. 

Frutices Auslro americani, volubiles. Stipulae variae. Folia trifoliolata, foliolis oppositis, cum im- 
pari distante. Slipellae minutae , setaceae. Racemi axillares elongati. Flores in fasciculos vel spiculas 
secus pedunculum crassum dispositi. Spicularum vel fasciculorum rhachis brevis incrassata, per- 
sistens. Bracteae cito deeiduae , pedieelli breves. Bracteolac calyci adpressae, orbiculatae vel ovatae, 
cito deeiduae vel subpersistentes. Flores caerulei, violacei, subalbi. Ovarium villosissimum. Legumen 
saepissirae (an constanter?) demum tomentosum vel villosum. 

Sectiones sequentes, forsan ulterius itt genera propria habendae, sed adhuc leguminibus specierum 
nluriraarum ignotis non rite distinguendae , habitu caeterum inter se similes sunt. 



Sect. I. PACHYLOBIUM. Ca'ycis labium superius 
lalissiuium obtusissimum emarginatum. Vexillum prope 
basin medio leviter bicallosum, margine utrinque mem- 
brana inflexa appendiculatum. Carina obtuse rostrata, 
alis saepius dimidio brevior. Legumen sutura superiore 

incrassata (non alata?). Stipulae infra insertionem 

produetae. 

Legumen maturum liujus sectionis mihi ignotum est. 
In seminibus junioribus hilum lineare est, ut in Diocleis 



veris. An cbaracteres e calyce, carina et stipulis sumpti 
ad genus condendum sufficiunt? Habitus tarnen Diocleis 
simillimus. 

1. D. grandißora (Mart. MSS.), molliterpubescens, 
foliolis late ovato-ellipticis obtusissimis supra adpresse 
puberulis subtus molliter tomentoso - pubescentibus, la- 
teralibus valde obliquis, calyeibus villosis, carina rostrata, 
alis maximis obovato- orbiculatis subtriplo breviore. _ 
In sepibus ad Joazeiro, provinciaeFernambuco. Martius. 



BENTIIAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS 



133 



Foliola snbtripollicaria, mollia. Stipellae setaceae. 
Racemi pedales. Rhachide.s spicularum brevcs s'ipitatae. 
Pedicelli calyce parum breviores. Calyx amplus, laciniis 
lateralibus minoribus. Vexillum maximum, emarginatum, 
bicallosum. Alae vexillo vix breviores. Carina calyce 
subbrevior (v. s.). 

2. D. latifolia, ramulis pctiolis racemisque vix pu- 
bescentibus, foliolis suborbiculatis obtusissimis retusis 
velobscure acuminatis coriaceis supra paruni adpresse pi- 
losis subtus dense tomentoso-pubescenlibus oarina, rostra- 
ta alis subdimidio breviore. Ad San Izidro. Pohl. 

Foliola 4_4ipoIi. longa, 3_3£poll. lata. Racemi 6_ 
Spollicares. Spicularum rhacliides subsessile9, globoso- 
clavatae. Stipellae minutac setaceae. Flores parum majo- 
res quam in D. glabra. Calycis lacinia infera snperiori- 
bus subaequilonga. Vexillum bicallosum (v. s.). 

3. D. rufescens , ramulis petiolis racemisque rufo- 
pubescentibus, foliolis ovali -ellipticis brevissime acurai- 
natis coriaceis supra glabris sublus rufo-pubescentibus, 
calyeibus villosis subsessilibus, carina late rostrata alis 

subdimidio breviore. In Brasilia. Schott. Ad Fa- 

zenda do Alfonso. Pohl. 

Foliola snbtripollicaria, basi rotundata, pilis adpres- 

sis. Stipellae setaceae. Racemus crassus 6 9pollicaris. 

Spicularum rhachides subsessiles, oblongae.iW/ceWbre- 
vissimi. Flores fere D. rostratae, sed parum minores. 
Vexillum leviter bicallosum. Legumen junius crassum, 
densissime rufo-villosum, sutura superiore incrassata exa- 
lata. Semina omnino Diocleae (v. s.). 

i. D. violacea (Mart. MSS.), ramis piloso- hispidis, 
foliolis lato-ovatis brevissime acuminatis basi subcorda- 
tis junioribus utrinque pilosis demum glabratis, floribus 
subsessilibus densis, calyeibus glabriusculis, carina obtusa 

rostrata alis subdimidio breviore. Dolichos altissi- 

mus Fl. Fluni. 7. t. 134. Mucnna altissi ma Boj. MSS. 

non DC. San Antonio, Coralfalza et San Joao Marguin, 

Pohl. Mucuri, inter virgulta Martius. In ins. 

Mauritii culta. Bojer. 

Stipulae semisagittatae, utrinque longe acuminalae. 
Foliola lateralia valde obliqua, juniora uti rami et pe- 
tioli pilis lon'gis laxis ferrugineis hirsuta. Racemus peda- 
lis, ferrugineus, dense multiflorus. Bracteae lanceolalo-li- 
neares, in racemo juniore coneavae, sed cito deeiduae. 
Flores D. rostratae (v. s.). 

5. D. rostrata, foliolis ovatis acuminatis supra gla- 
bris sübtus velutino -pubescentibus subrufis, pedicellis 
calyce parum brevioribus, calyeibus pubescentibus, ve- 
xillo bicalloso, carina obtuse rostrata alis subdimidio bre- 
viore. Ad Villa Nova do Almeida. Princeps Maximilia- 

nus Neovidensis. 

Foliola 5 — 6pollicaria. Petioli et rami pilis ferrugi- 
neis adpressis villosi, Calyx amplu9, lacinia suprema la- 
tissima, obtusissima, emarginata, laterales ei subaequilon- 
gae, lanceolato-ovatae, acutiusculae, subfalcatae, infima 
longior acuminata, ineurva, subtus intus ut in tota sectioue 
dense ferugineo-villosus. Corolla caerulea magnitudine 
D. lasiocarpae (v. s). 



6. D. bicolor, ramulis glabris, foliolis ovatis breviter 
acuminatis valde coriaceis supra glabris subtus serieco- 
pubescenübus, floribus subsessilibus, calyeibus extus 
glabris, vexillo subcalloso, carina rostrata, alis subdiiui- 

dio brevioribus Dolichos bicolor HofFm. MSS. Para 

Sieber. — In herbidis ad Coari provinciae ltio Negro. 
Martius. 

Simiilima D. glabrae, sed foliis subtus pubescentibus 
constanter distineta videtur (v. s.) . 

7. D. glabra, ramulis glabris, foliolis ovatis breviter 
acuminatis valde coriaceis utrinque glaberriniis , floribus 
subsessilibus, calyeibus extus glabris, vexillo subcalloso, 

carina rostrata alis subdimidio brevioribus. Ad San 

Izidro Pohl. In sylvis provinciarum Para , Piauhy et 

Rio Negro. Martius. 

Folia D. coriaceae, flores Pachylobiorum. Racemi 
crassi pedales. Spicularunirhac.his brevis, clavata. Caly- 
ces intus ferrugineo-villosi. Alae amplae, obovatae, basi 
acute auriculatae. Habitu D. coriaceae affinis (v. s.). 

Sect. II. EUDIOCLEA. Calycis labium superius 
lanceolatum, integrum. Vexillum glabrum, medionudum 
vel leviter bicallosum, margine utrinque memhrana in- 
flexa appendiculatum. Carina obtusa, erostris, alas subae- 
quans vel parum brevior. Legumen sutura superiore an 

guste bialata Stipulae ovatodanceolatae , parvae, infra 

insertionem non produetae. 

8. ü. coriacea, glaberrima, foliolis ovatis vel ovati- 
oblongis breviter acuminatis valde coriaceis, pedicellis 
calyce brevioribus, bracteolis minutis ovatis, laciniis ca- 
lycinis ovato- lanceolatis tubo brevioribus, vexillo ecal- 
loso, carina erostri alis parum breviore, pctalis margine 

integerrimis. Congo do Padre. Pohl. — In margine 

sylvarum prope Para. Martius. Ad Ega Amazonum 

Pöppig. 

Caulis fruticosus, demum verrueulosus. Foliola 3_5 
pollicaria, utrinque reticulata, supra nitida. Stipellae sub- 
nullae. Racemus lf pedalis , rhachi'tenuissime pubescen- 
te. Spicularum rhachides oblongae, breviter peduneulatae. 
Calyx extus glaber, nigrescens, intus ferrugineo- villosus, 
lacinia inferiore superioribus angustiore et paruni lon- 
giore. Vexillum orbiculare, integrum. Alae oblique ova- 
tae. Carina semiorbicularis, petalis medio longitudinali- 
ter plicatis (v. s.). 

9. D lasiocarpa (Mart. MSS.) ramulis pubescenti- 
bus, foliolis ovatis brevissime acuminatis coriaceis supra 
subglabris subtus ad venas vel sparse pubescentibus, pe- 
dicellis calyces subaequantibus, bracteolis membranaeeis 
calycem juniorem includentibus deeiduis, vexillo leviter 
bicalloso, carina erostri alas subaequante, petalis margine 
interiore lacero - fimbriatis. 

ci.Jblio!is2 3pollicaribus, subtus ad venas pubescen- 
tibus. In sylvis provinciae Bahia. Martius. 

ß.JbliolisS ipollicaribus, subtus ad venas pubescen- 
tibus. In sylvis provinciae Para. Martins. 

y. foliolis 3 öpollicaribus magis coriaceis, subtus 

sparse et adpresse pubescentibus. _ Rio Jequitinhonha. 
Pohl. 






BENTIIAM, DE LEGU.MINOSARUM GENERIBUS. 



Sperie« babilu et praesertim bracteolil heile reco- 
gnosi i ■iuIj. etil foliola magnltodiue et pnbeacentia valdc 
rariant. Caulis fraticoaae. Rami teretea. Stipulae par- 
».n\ Stipellae eetacfae, rigidae, decidaae Foliolum termi- 
nale ,i lateralibai parora diatana. Racemi l — lj pedales. 
liracteat- pan ae, aenmtnatae, cito decidaae, Pedicclli inb 
semipoliicares. üracteoLie ovatac, obtusae.mcmhranaceac, 
pabeaeeotea, ealycem juniorem omnt&o iurliMlcntes, sed 
longo ante aatheain decidaae. Calycis laciniae omnes 
acaoiinatae etaentae, laterales paniiu minores. Petalo- 
itim ungues tenues. Vexilhua emarginatom, glabrnm, 
prope basim media leviter bicalloaom, lateribus inem- 
lirana miiiiit.i aoetia. Ilaram auriculae minutac. Carinii 
pelala longitudinaliter plicata, margine interiore lon«ius- 
cule finibriata. Fagina disci brevis. Legumen sessile, 2$ 
— 3$poll. longum, pilis rigiilis rufis densisaime obsessum, 
tilae suturae superioris angustae , sed latiores quam in 
pleriaqoe speciebue (v. s.). 

10. D. Üuianensis, foliolis ovatis breviter acuminatis 
*upra glabris reticulatis subtus serieeis, floribus brevis- 
sinie pedicellatis, bracteolis orbiculatis brevibus persi- 
stentibus, calyeibas glabris, vexillo ecalloso, carina aus 
partim breviore erostri, petalis margine interiore crenu- 
latis. Guiana. Schomburgh n. 83 (v. s.). 

11. U. Schottii, foliolia ovatis aemninatis supra gla- 
briuseulis subtus dense serieeis, raceiuis calyeibusque 
ferrugineo-pubeseentibus, bracteolis orbiculatis brevibus. 
In Brasiliae campis. Schott. 

Etsi corollae et lcguraina desunt, tarnen exemplaria 
affinitatem cumD. sericea demonstrant. Differt tarnen fo- 



liolis majoribus, constanter acuminatis, basi rotnndatis 
angustatisve, iiiiiiime cordatis (v. s.). 

12. D. sericea Humb. et Kuntb Nov. Gen. Amer. 6. 
p. 1110. t. 57G. DC. I. c. 

13. D. lasiophylla (Mart. MSS.) , foliolis obovato- 
ellipticis obtaaiaaimii craaaia supra mollitcr pubeaeenti- 
bus subtus tomentoari riüoaia albidia subrufescentibusve, 
Hm i li ms subsessilibus, bracteolis pari is o\ atis decitluis, ca 
Ixilius sericeo-villosis Iaciniis longe acuminatis, vexillo 
ecalloso extus subglabro, carina obovato-oblonga erostri 
alas subacquante, petalis margine interiore lacero fiiu 

briatis. In sepibus ad Villa Coxoeira provinciae Ba 

hia. Martin*. 

Species babitu et cbaracteribus inter Eudioclcam et 

Leucospron fere media. Follola approximata, 2_3pol- 

licaria, prope basin angustata , sed ima basi saepius cor- 
data. Racemi ultrapedales. Spiculae distantes paucillorae, 
rbaebidibos sessilibus nodiformiboa. Bracleae minutae. 
Alabastra valde acuminata. Corolla ultrapollicaris, pe- 
talis ut in Leucospro breviter unguiculatis, elongatis, sed 
fere glabra. Lcguinen fere tripolticare, mollitcr villosura, 
sutura superiore anguste bialata. Flores violaceo-purpu- 
rei, macula vexilli oblonga viridi (v. s.). 

14. D. apurensis Humb. et Kuntb. — DC. /. c Spe- 
cies non satis nota, forsan ex genere exeludenda. 

15. D. Jacquiniana DC. I. c. 

16. D. mollis DC. I. c. 



Canavalia DC. 

Canavalia DC. Prodr. 2. p. 403. 

Calyx tubulosus, bilabiatus, labio superiore maximo truncato vel emarginato bifido, lobis lato - ro- 
tnndatis, inferiore parvo integro vel trifido. Corollae vexillum amplum, suborbiculatum , emarginatum 
vel bifidum, basi angustatum , complicatum, intus bicallosum, margine membrana inflexa utrinque ap- 
pendiculatum vel nudum, ungue brevi. Alae oblongo -lineares , falcatae, basi late auriculatae, a carina 
subliberae, auriculis inier se saepe adhaerentibus. Carina alis aequilonga vel longior, vexillo brevtor, 
basi ovata vel ovato-oblonga, ineurva, apice obtusa vel acuminalo-rostrata, rostro inßexo vel spiraliter 
torto , petalis dorso connatis brevissime unguiculatis. Stamina monadelpha, vel rarius filamento ve- 
xillariima basi et supra medium libero subdiadelpha. Antherae uniformes. Discasvaginifer. Ovarium sub- 
stipitatum, lineare, pluriovulatum. Stylus ineurvus, glaber, apice subdilatato-truncalus, stigmate terminali. 
Legumen (in Eu canavalia tantumnotum) oblongum vel lineare, compressum, subfalcatum, coriaceum. su- 
tura vaginali subincrassata, valvis utrinque prope suturam nervo longitudinali auetis, sutura carinali 
nuda, intus isthmis cellulosis submultiloculare. Seraina ovato-subrotunda, compressa, estrophiolata, hilo 
linear i. 

Herbae volubiles, tropicae vel subtropicae utriusque orbis. Folia trifaiiata, foliolis oppositis cum 
impari distante. Stipulae minutae, orbiculatae vel verrucaeformes. Stipellae minutae, setaceae vel nullae, 

Racemi axillares elongati spicaeformes , rhaehi alternatiin nodosa, floribus 1 3 ad quemvis nodtira 

fasciculatis, subsessilibus, pendulis- Bracteae minutae. Bracteolae orbiculatae, calyci adpressae, cito deci- 
duae. Calyx saepius nigro-maculatus. Corolla rosea, alba, purpurascens vel lilacina. Ovarium sericeum. 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUiM GENERIBUS. 



135 



Sect. I. COCHLITROPIS. Calycis labium superius 
truncatum, saepius acuminatum. Vexillum basi margine 
exappendiculatum. Carina acuminato-rostrata, rostro in- 
flexo vel spiraliter torto. Antherae oblongae vel subli- 
neares. 

Fovsan genas proprium, sed legumcn in omnibus 
speeiebus adhnc ignotum. 

§. 1. Calycis labio inferiore trifido. 

1. C. grandißora , glabra, foliolis ovato- oblongis 
acuminatis coriaceis basi subanguslatis, racemis folio 
longioribus mullifloris, calycis glabri labio superiore 
truncato - acuminato , inferiore trifido, carina spiraliter 
torta. Ad Aldea Caretao et Pillar Brasiliae. Pohl. 

Foliola 3 tpollicaria, duplo circitcr Iongiora quam 

lata, basi angustata vel rarius rotundata, nunquam cor- 
data. Stipellae videntur nullae. Racemi 4_12pollicares. 
Flores sessiles numerosi , ad quemvis nodum saepius 

1 2. Bracteae minutissimae, acutac, patentes Bracteolae 

duplo longiores, orbiculatae, sed ante anthesin deeiduae. 

Calyx 8 9 lin. longus , viridis, maculis oblongis nigro 

fuscis paucis notatus, labium superius maximuni rotun- 
datum, acumine abrupto circiter lineam longo, inferius 
parvum semi -trifidum, laciniis lateralibus latis membra- 
naeeis, intermedia parum longiore angustiore acuta. Ve- 
xillum sesquipollicare, alae angustae sinuato -falcatae. 
Carina basi supra unguem brevissimum anguste ovata, 

mox altenuata, in acumen lineare apice spiras 1J 2 for- 

mans (v. s.). 

2. C. pieta (Mart. MSS.), glabriuscula , foliolis ob- 
longis subovatisve acuminatis basi truncato- subeordatis, 
racemis folium vix aequantibus paucifloris, calycis glabri 
labio superiore truncato acuminato, inferiore trifido, ca- 
rina acuminato -rostrata inflexa non torta. In sylvis 

p-imaevis ad C'abo d'Agosta in Serro Frio provinciae Mi- 
nas Geraes Brasiliae. Martius. 

Rami juniores interdum puberuli. Foliola 2 3polli- 

caria, triplo angustiora, vel inferiora proportione parum 
latiora, lateralia obliqua, omnia glabri vel subtus ad ve- 
nas rufo-pubescentia. Racemi 3 — 4-pollicares, nodis paucis 

1 2-floris. Flores fere C. grandißorae. Calyx amplus 

nigro-maculatus, laciniis labii inferioris omnibus acumi- 
natis et paullo longioribus quam in C. grandißora , sed 
labio superiore pluries brevioribus. Corolla C. grandi- 
ßorae excepta carina, quae etsi longe acuminata et apice 
inflexa, spiras non format. Ovar htm sericeum. Corolla spe- 
ctabilis. Vexitl um\\\&c.\nnm, extus striis transversis obscu- 
rioribus. ^Zaeroseae. Carina roseo-lilacina. Mart. (v.s.). 

3. C. lenta, ramis pubescentibus, foliolis ovatis acu- 
tis acuminatisve utrinque molliter pubescentibus subtus 
subcanescentibus , racemis folio vix longioribus , calycis 
glabri labio superiore truncato acuminato inferiore trifido, 
carina spiraliter torta. Ad Cabellado. Pohl. 

Foliola 2_3pollicaria, basi subcordata. Stipellae 
nullae. Racemi 4_6pollicares. Calyx C. pietae. Corolla. 
lere C. grandißorae, carina pariler apice spiraliter 
torta, basi vero latior, et alae paullo majores. Genitalia 
C. grandißorae, Ovarium magis sericeum. 



(J. 2. Calycis labium inferius integrum. 

4. ß.villosa, ramis villosis, foliolis lato-ovatis obtu- 
sis vix acuminatis utrinque molliter pubescentibus sub 
tus subcanescentibus, racemis folio longioribus, calycis 
villosi labio superiore emarginalo truncato intra emargi 
naturam brevissime mucronato, inferiore miniino integro 
obtuso, carina elongata subtorta. _ Mexico. Karwinsky. 

Habitus Clentae, sed folia latiora et racemi longio- 
res. Calycis labii superioris laciniae latae, arcuatae. Co 
rolla fere C. grandißorae, sed carina apice minus torta, 
spiram tarnen saepius completam format (v s.). 

5. C. rostrata, glabra, foliolis ovatis acuminatis, ra 
cemis folio subbrevioribus, calycis glabri labio superiore 
subtruncato acuminato, inferiore subintegro minimo acu 
to, carina elongata acuminato-rostrata inflexa non torta. 
Mexico. Karwinsky. 

Folia magnitudine fere C. lentae, sedtennia, vix co- 
riacea, glabra et longe acuminata. Racemi pauciflori. 
Flores magni, fere C. pietae, sed forma calycis facile di 
stinguendi (v. s.). 

Sect. II. EUCAN4VALLA. Calycis labium superius 
emarginato-bifidum. Vexillum margine prope basin mem- 
brana inflexa utrinque auetum. Carina ineurva, obtusa, 
non acuminata. Antherae ovali oblongae vel suborbicu- 
lares. 

§. 1. Calycis labium inferius minutum integrum. 

Monodon E. Mey. Comm. PI. Afr. p. 149. Sectio artifi 
cialis , nee subgenns videtur. 

6. C. paranensis Hook, et Arn. in Hook. Bot. Mise. 3. 

p. 200. C. bonariensis Lindl. Bot. Reg. t. 1199. 

Brasilia. Pohl. In sylvis ad flumenPiranga provinciae 

Minas Geraes. Martius (v. s.) . 

7. C. monodon E. Mey. /. c. (v. s.) . 

§. 2. Calycis labium inferius trifidum. Malochia 

E. Mey. I. c. 

8. C. obtusifolia DC. /. c. (Dolichos obtusifolius 

Lam.) C. emargmata. G. Don Gard. Dict. 2. p. 362. 

_ E. Mey. I. c. (C. obtusifolia ß DC.) _ C. mihiata 

DC. /. c. (Dolicbos minialus Humb. et Kuntli). C. 

rosea DC. I. c. (Dolicbos roseus Sw.) C. rutilans DC. 

I. c? (Mucuna rutilans Fl. Mex.) C. Baueriana Endl. 

Prod. Fl. Norf. p. 91. _ Dolichos litloralis Fell. Fl. 

Fluni. 7. t. 160. Planta in arenosis maritim i s- tropicis 

utriusque orbis vulgaris, (uti Convolvulus Soldanella in 
temperatis hemisphaerae borealis) , nee ulluin discrimen 
video in speeiminibus Antillanis , Brasilicnsibus , Afri- 
canis Dregeanis, Indicis, Ins. Norfolk, et descriptionibus 
Kunthii, Lamarckii, Vahlii, Swartzii etc. (v.s.) 

9. C. Brasiliensis (Mart. MSS.) ramulis foliisque ju 
nioribus pubescentibus demumglabris, foliolis lato-ovatis 
obtusiusculis vel brevissime acuminatis subcoriaeeis , ra- 
cemis folio longioribus, leguminibus quintuplo longiori- 
bus quam latis. Clitoria Brasiliana Vell. Fl. Flum. 7. 

1. 129 (quoad habituiu et flores, sed legumina diversa) 

In sylvis Catingas provinciae Babia, in sepibus provin 

ciae Piauhi. Martius. Ad San Benito. Piinc. Maxi- 

milianus Neovidensis. 



ISO 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 



Siinilis detcriptionibua C. eiuiformis, sed adhuc di- 
versa »idetur folill junioribus et iiiterdiiiii udiiltis pube- 
ii ui iim>, .1 legvmine breriore. kncumC.ensi formt cum 
('. gladiata conj nagend a (v. s). 

10. C. eiuiformis UV. I. c. 

11. 0. gladiata DC. /. c. 

12. C. viroici W. BtA. Fi od. Fl. Ind.Or.l. p.SSS. 
18. C. guleatu Gaud. Frcyc Voy. 468. t. 115 (sub 

Dolicho). 



14. C. pubesccns Hook, et Arn. Bot. of Beech. 
Voy. 1. p. 81. 

15. C. mollis W. et Arn. Prod. I. c. 

Species dubiae. 

16. C. ineurva DC. /. c. 

17. C. {fearta DC. /. c. 

18. Ov Loureirü G. üou Ga/v/. i>t'c«. 2. />. 363. 



Phaseolus Li im. 

Phaseolus DC. Prodr. 2. p. 390_3Ö6. 

Calyx campanulatus vel subtubulosus, apice 4/idus vel lacinia suprema bifida 5ßdus. Corollae ve- 
xillum orbiculatum , recurvo patens vel sublortum, basi anyustatum, maryine utioque subauriculalum, 
membrana inflexa auetum, medio nudum vel rarius callis tenuibus lonyitudinalibus subconcretis , 
munitum, carinae aequale vel brevius. Alae obovatac vel oblonyae, supra unyuem carinae adhaerentes, 
apice supra carinam subconniventes. Carina obovata, apice acuminato - rostrata , rostro spiraliler tor- 
to. Stamina distinete diadelpha, filamento vexillari supra basin geniculalo et saepissime appendicu- 
lato. Antherae uniformes. Discus vagina brevi recCa vel obliqua, integra vel crenata auetus. Ovarium 
subsessile, plurioculatum. Stylus cum carina tortus, basi subulatus, supra medium cartilagineus, subdi- 
kUatttSj infra Stigma subtus barbatus. Stigma crassiusculum , basi ciliatum, plus rninusve obliquum. 
Legumen lineare vel falcatum, plus rninusve compressum vel demum subteres. Stminuin hilus parvus, 
oblongus . nudus , vel rarius strophiola membranacea tenui donalus. 

Frutices vel herbae voliibiles, prostratae vel subereetae, tropicae vel subtropicae utriusque orbis, 
praesertim americanae. Folia trifoliolata,/"o/<o//s opposltis cum irapari distante, rarius unitbliolata. Stipu- 
lae persistentes lineato-plurinerves, basi nudae vel infra insertionem breviter produetae. Stipellae ova- 
tae, oblongae vel subulatae. Pedunculi axillares, supra medium floriferi. Flores in fasciculos paueifloros dis- 
positi, rhachi faseiculorum persistente nodiformi. Bracleae stipulis subconformes , saepissime ante 
anthesim deeiduae. Bracteolae oblongae, ovatae vel orbiculatae lineatae, saepius cito deeiduae. Calyces intus 
glabri. Corollae glabrae, albae , flavescentes , rubrae vel purpureae. 

Genus vastum, forsan in tria vel quatuor dividendum, non vero ratione leguminis teretis vel compressi, 
character obscurus enim et in pluribus speckbus difficillimus , legumen junius enim fere semper com- 
pressum est, et solo seminum situ teres evadit, nee unquam inflatum videtur; nee ex stipularum 
forma, nam in Strophostylis plurimis auetorum non adnatae sunt, sed melius ex calycis corollae legumi- 
niumque forma. Plures vero species mihi omnino ignotae sunt , et exemplaria aliarum saepe man- 
ca sunt. Idcirco secliones sequentes nunc propono, quarum verosimiliter Drepanospron, et Micro- 
ptilium, et forsan Lanospron ut genera habenda erunt. Leptospron et Strophostyles a Phaseolis veris non se- 
parandae videntur, Microcochle e duabus speciebus , parum cognitis formata, forsan sectionem Drepa- 
nospron vel etiam genus quartum constituet. Phaseolus capensis Thunb. qui a E. Meyero ad Stropho- 
stylem refertur, cum etiam affinitatem cum Scytali habeat, mihi cum hoc genere et Callicystho Endl. ad 
Vignam referendus videtur, a Strophostylis veris pluribus characteribus differt. 



Sect. I. DREPJNOSPRON. Calycis campanulati 
lacinia suprema latissima, truncata vel emarginata; infe- 
rioris laciniae latae, tubo nuilto breviores. Vexillum su- 
pra calycein recurvum, medio longitudinaliter subcallo- 
sum. Legumen lutiusculura, compressum, falcatum. Stipu- 
Iae infra insertionem non produetae. Stipellae ovatae, 
obovatae vel oblongae. 

1. P. macrostaehyus Ell. DC. I. c. 

■2 P. perennis 'Walt. _ DC. I. c. (v. s."). 



3. P.leptostachyus, volubilis, glaber vel pilosiuscti- 
lus, foliolis rhombeo-ovatis brevissime acurainatis raem- 
branaeeis, stipulis ovatis acutis, peduneulis gracilibus 
folio pluries longioribus supra medium interrupte flori- 
feris , bracteis persistentibus pedicello longioribus cilia- 
tis, calycis labio superiore truncato emarginato, laciniis 
inferioribus brevibus latis obtusissimis , infinia sublon- 

giore, leguminibus pendulis latis falcatis puberulis. 

Mexico. Karwinski. 






BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 



137 



Petioli vix bipollicares. Foliola 1 lgpoll. longa. 

Rami graciles. Pedunculi 8_10poll. longi. Flores subso- 
litarii,magnitudine P. paniculati. Bracteolae orbiculatae, 
calyce breviores. Vexillum basi medio leviter callosum 
(v. s.). 

4. P.pedicellatus, volubilis, ramis gracilibus glabris, 
foliolis ovato-deltoideis «blase et late subhastato-lobatis 
integrisque glabris , pedunculis folio longioribus supra 
medium interrupte floriferis, bracteis persistentibus ova- 
tis acutis pedicellis bracteis et calyce 2 3pIove longio- 
ribus, calycis labio superiore truncato emarginato, laei- 
niis inferioribus brevibus latis obtusissimis , infima sub- 
longiore. Mexico. Karwinski. 

Characteribus P. leplostachyo affinis , sed foliorum 
forma, pedunculis dimidio brevioribus, et praesertim pe- 
dicellis 6_8 lin. longis facile distinguendus (v. s.). 

5. P. adenanthus Mey. _ DC. I. c. 

6 P. multißorus Linn. _ DC. I. c. (v. s.) 

7. P. formosus Humb. et Kunth. _ DC /. c. 

8. P. sylvestris Huinb. et Kunth. DC. I. c. 

9. P. superbus Alph. DC. Me'm. Soc. Phys. Gen. 7. 
p. 310. 

10. P. puberulus Humb. et Kunth. DC. I. c. 

11. P. lanatus Linn. DC. I, c. Huc verosimiliter 

referendi P. inamoenus Linn. DC. I. c. et P. Xuare- 
sii Zucc, DC. I. c. (v. s.) 

12. P.? Tunkinensis Lour. _ DC. I. c. 

Sect. II. EUPHASEOLUS. Calycis campanulati la- 
cinia suprema latissima, integra vel emarginato - bifida , 
inferioris laciniae latae, tubo multo breviores. Vexillum 
supra calycem recurvumnudum. Legumen lineare rectum 

corupressum. Stipulae infra insertionem non productae. 

Stipellae ovatae, obovatae vel oblongae. 

* Caule volulili, lacinia calycina suprema bifida. 
(Calyx subaequaliter 5-Jidus.) 

13. P. Caracalla Linn. DC. I. c. In Brasilia. 

Pohl Serro Frio. Martius (v. s.). 

14. P . appendiculatus, volubilis, glaber, foliolis lan- 
ceolato-ovatis acuminatis subcoriaceis, stipnlisovatis acu- 
tis, pedunculis folio sublongioribus apice breviter pauci- 
floris, calycis campanulati dentibus 5, omnibus latis ob- 

tusis brevibus, vexillo vix torto, carina 2 3-spirali Ad 

Villa Ricca Brasiliae. Pohl. 

Calyx fere; P. Caracallae. Corolla dimidio minor. 
Bracteolae oblongae, cito deciduae. Stamen vexillare ap- 
pendicula majore quam in affinibus auctum. Stylus P. 
Caracallae, sedstigmamagis obliquum, apice elongatum, 
basi tantum barbatum (v. s.). 

** Caulis volubilis. Calycis lacinia suprema trun- 
c.ata, integra vel vix emarginata. 

15. P. rostratus Wall. PI. As. Rar. 1. p. 50. t. 63. 

16. P. fuscus Wall. PI. As. Rar. 1. p. 6. t. 6. 

17. P. pascuorum (JVlart. MSS.), volubilis, glaber, 
foliolis rhombeo- ovatis vel subovato-lanceolatis acumi- 
natis membranaceis vel vix coriaceis, stipulis ovatis acu- 
tis , pedunculis folio longioribus apice breviter pauciflo- 
ris , calycis labio superiore integro, laciniis inferioribus 
brevibus latis obtusis, leguminibus linearibus compressis 

IL 



adpresse pilosulis In pascuis et pratis provinciae Piau- 

hi. Martius. 

Folia longe petiolata, foliolis subbipollicaribus. Sti- 
pellae oblongae, acutiusculae. Pedunculus 9 — 10 poll. 
longus. Bracteae et bracteolae citissime deciduae. Calyx 
vix 1^ lin. longus. Filamentum vexillare prope basin 
membrana ovato-obtusa appendiculatum. Ovurium villo- 
sum. Legumen vix l^pollicare, sutura utraque incrassata 
(v. s.). 

18. P. Spixianus (Mart. MSS ), volubilis, glaber vel 
pilosiusculus , foliolis rhombeo - ovatis acuminatis mem- 
branaceis, stipulis ovatis acutis, pedunculis folio longio- 
ribus versus apicem interrupte floriferis, calycis labio 
superiore integro truncato, laciniis inferioribus ovatis 
acutis brevibus, infuna angustiore, leguminibus longe li- 
nearibus compressis glabratis. Inter virgulta prope 

Brejo, praedium provinciae Pinnh'i. Martius Rio Fortuna 

et Chapado do Serro San Marcos, ad Cabesseiro do Rio 
Batalba provim;iae Goyaz. Pohl. Prope Tejuco. Scholl- 

ß. Schottianus, foliolis junioribus pilosulis — Tejuco. 
Schott. 

Habitn P. pascuorum similis. Foliola-parum majora. 
Stipulae, stipellae, bracteae et bracteolae latiores. Pe- 
dunculus saepe ultrapedalis, nodis floriferis distantibus. 
Stamen vexillare geniculatum, leviter appendiculatum. 
Ovariu/n puberulum. Legumen saepe 4poIlicare, sutura 
utraque incrassata (v. s.). 

19. P. membranaceus, volubilis, pilosiusculus vel de- 
mum glaber, foliolis Thombeo -ovatis acuminatis sub- 
membranaceis, stipulis ovatis acutis, pedunculis folio bre- 
vioribus apice breviter paucifloris, calycis late campanu- 
lati labio superiore latissimo truncato, laciniis inferioribus 
brevibus latis obtusis. Ad Caretao. Pohl. 

Affinis P. Spixiano, sed caules et folia pilosula, pe- 
dunculi vixunquam seinipedales, corollae duplo majores, 
et calycis forma diversa. Vexillum coloratum. Legumen 
non vidi (v. s.) . 

20. P. vulgaris Linn DC. I. c. Species distincta, 

imprimis bracteolis latis membranaceis striatis calyces 
aequantibus, et diutius persistentibus quam in affinibus. 
Ejus verosimiliter varietates e culturaortae sunt: P. na- 

nus Linn. P. romanus Savi (P. compressus DC. /. c). 

P.oblongus Savi. P. saponaceus Savi P. tumidus 

Savi. _ P. haematocarpus Savi. P. sphaericus Savi, 

et P. gonospermos Savi (v. s.). 

21. P. obliquaefolius (Mart. MSS), volubilis, glaber, 
foliolis ovatis acutis basi rotundato-truncatis subcoriaceis, 
stipulis parvis lanceolatis, pedunculis petiolo longioribus 
apice breviter floriferis, calycibus late campanulatis, labio 
superiore integro truncato, laciniis inferioribus brevissi- 

mis latis obtusissimis, ovario glabro. In pascuis ad 

Villa Ricca provinciae Minas Geraes. Martius. 

Foliola vix sesquipollicaria (v. s.). 

22. P. clitorioides (Mart. MSS.) , volubilis, glaber, 
foliolis lanceolato - ovatis acutis basi truncatis vix coria- 
ceis, stipulis parvis lanceolatis, pedunculis petiolo lon- 
gioribus apice breviter floriferis, calycis late campanu- 
lati labio superiore integro truncato, laciniis inferioribus 

18 



138 



breTibai latia nbtuaia, nrario rillotnlo. 
l>r<M iiici.ic Wtnai Geraet. Bfartku. 

Rainuli teabrinacBli. Foliola Maqnipollicaria (v.s.). 

28. 1*. modestm* (Marl Mss.t, rolnbHii glabev vcl 
\i\ hrae Inda paberoloa, foliolis ovatis oblongitve obtn 
~i< Mi'iiiiuiriiinilaii- baai inbcordatii reticalatla inbcoria> 
ro}< , itipnlii oratia, pedancnlia folio longioribus apioe 
brerlter florlferia, calyeii lablo roperlore intogro Tel vix 
emarginato, laciniis inferioribus brevibaa latis obtnaiaai 

mis, laflraa angustiore In campis ad Villa Sicca, provin- 

alae Minaa Qeraea, Martins, 

Flores purpurco-rosei. Folia pollicaria. 

Special tree praeeedaatea inter se affines quidcm, sed 
diatinctae videntur. Exemplarla suppetentia, legamine 
deficiente et Ooribna paucie, mam-a sunt (v. s.). 

2i. \', pius (Mart. MSS.), ralnbili«, ramia angulatis 
glabris, foliolis ovatis obtusisaimis eoriacek Bopra glabris 
subtus lircviter hispidis, stipnlia ovatis obtusis rigidis, 
peduneulis petiolo longioribus apice floriTcris, calycis la- 
li!o superiore emarginato, inferioris laeiniia latis obtusis- 
simis. In sepibus ad Arrayal da Piedade Minarum No- 
varuin, provinciae IMinas Geraes. Martius. 

PetiolihrcxQs. Folioht subliipollicaria, valde corlacea, 
pilis subtus brevibus crebris et quasi stcllatis, ctsi revera 
c nervis oriuntur. Filamcnliun vexillare vix appendieu- 
latum. Stylus minus barbatus quam in affinibus (v. s.). 
*** Caulis f mucosus subei ectus. 

25. P. firmulus (Mart. MSS.) fruticosus suberectus, 
foliolis ovatis obtnsis sxibemarginatis valde coriaeeis sca- 
brinacnlis glabris, stipulis ovatis obtusis rigidis, pedun- 
rulis folio mullo longioribus supra medium longe flori- 
feris, calycis labio superiore truncato, laciniis inferioribus 
obscuris obtusissiinis, leguminibus anguste linearibus 
gubcompressis glabris. — In sylvis Catingas provinciae 
Para; in paseuis sepibusque provinciae Piaulli; et in sepi- 
bus et in campis provinciae Minas Geraes. Martins. 

Species habitu apraecedentibus recedit, etMacropti- 
liis erectis approximatur , sed calyces et flores omnino 
Euphaseoli, nee ullo modo cum Macroptilio conveniunt. 
Caeterum P. pio aflinis est. Rami flexuosi vel interdum 
snbvolubiles, teretes, glabri. Petioli infra foliola brevissi- 

nii, inter foliola subpollicares. Foliola 2 3pollicaria, 

valde rigida, apice intra emarginaturain mucronulo re- 
curvo aueta. Pedimcu'i versus apices ramorum pauci, se- 

mipedales. Flores ad quemvis nodum 2 3 , magnitu- 

dine P. multißori. Legumen 2^poll. longum. Filamen- 
tum vexillare acutiuscule appendiculatum. Alae vexillo 
vix longiores. Vexillum supra calycem recurvum (v.s.), 

26. P. crassifolius (Mart. MSS.) , fruticosus subere- 
ctus glaber, foliolis late oblongo-linearibus obtusiusculis 
basi subcordatis valde coriaeeis, stipulis ovatis obtusis 
rigidis, peduneulis folio longioribus apice lloriferis, calycis 
labio superiore lato subemarginato, laciniis inferioribus 

brevibus latis obtusissiinis. In campis Taboleiro, locis 

humidiusculis ad Chapado do Paranou provinciae Mi- 
nas Geraes. Martius. 

A P. firmula differt praeeipue foliolis 3_.4poIl, 



BENTHAM, DK LEGüMINOSARUM GENERIBUS 
In campii 



longis, i _5 lin. latfa. Petioli Inf eriores infra foliola la- 
teralla polllcarea, snperiores brevisaimi, Pedunculi leml- 
pcdalcs Flores ocbrolcuci, carina violascentc {Martius). 
Legumen non vidi (v. s.). 

Sect. III. LFPTOSPRON. Calycis campanulati la 
<inia ■oprema letissima, integra vel emarginata, inferio- 
ris lacinlae angnstae, tnbo aeqnilongae vel longiores. 
Vexillum supra calycem recurvum, nudiini. Legumen li- 

neare rabrectom, eompreaanm. Stipulae infra insertio- 

nein non produetae. Slipellae ovatae, obovatae vel ob- 
longae. 

27 P. Truxillensis Hunib. et Kuntb. _ DC. /. c. 

28. Y.subtortus, volubilis, ramulis peliolisque pilosis, 
foliolis ovatis subrbombcisve acutis membranaeeis pilo- 
siusctilis demom glabratis, stipulis oblongis obtusis, pe- 
duneulis folio longioribus versus apicem bre\iter llori- 
feris, calycis lato-campanulati labio superiore late ovato 
subintegro, laciniis lateralibus falcatis infiinaquc lancco- 

lata acuminatis, corollae amplae vexillo subtorto. In 

sylvis caeduis provinciae liio Janeiro. Martius. 

Afflnis quodammodo P. Caracatlae, sed corollae mi- 
nores, carina minus torta, et calyx diversus. Stauten ve- 
xillare angulo recto geniculatum, appendiculatum (v. s.). 

29. P. speciosus Ilunib. et Kuntb. DC. I. c. 

30 P. caeduorum (Mart. MSS.), volubilis, ramis 
rufo-piibeseentibus , foliolis ovatis acuminatis supra pu- 
berulis subtus mollitcr rufo - villosis, stipulis ovatis, pe- 
duneulis folio vix longioribus apice brevitcr floriferis, 
calycis lato-campanulati villosi labio superiore latissimo 
subemarginato, lateralibus falcatis infimaque late lanceo- 

lata acuminatis, corollae amplae vexillo subtorto. In 

sylvis caeduis ad Coccaes provinciae Minas Geraes. Mar- 
tius. 

Corollae et calycis forma ferc P. subtorti, ast villo- 
sitate diversus. Calycis etiam laciniac parum latiores 
sunt (v. s.). 

31. V.radicans, prostratus radicans , foliolis ovato- 
rhombeis vel snblanccolatis obtusis subcoriaeeis scabrius- 
cuiis vcl laevibus glabris, stipulis ovatis obtusis, pedun- 
eulis petiolo vix longioribus apice breviter paueifloris, 
calycis glabri labio superiore latissimo subintegro, laci- 
niis lateralibus falcatis infimaque linear! subulato-acumi- 

natis tubo longioribus. Inter Francisco Oliveira et 

Franc. Alvez. Pohl. Brasilia. Vaulhier. 

Species semper reptans nee volubilis videtur, et uti 
P. cirrhosus cirrbis axillaribus simplicibus hinc inde do- 
nata. Ab illo tarnen difl'ert peduneulis brevibus et caule 
non volubili. Legumina plana, tenuia, reeta, 2 3poll. lon- 
ga , fere 3 lin. lata (v. s.). 

32. P. cirrhosus Huinb et Kunth. DC. I. c. 

33. P. barhulatus, volubilis, ramulis petiolisque rufo- 
pilosis , foliolis ovatis acutis supra glabris subtus pilo- 
sulis, stipulis ovatis acutis, peduneulis petiolo longiori- 
bus apice densifloris, calycis glabri labio superiore latis- 
simo subintegro, laciniis lateralibus falcatis infimaque li- 

neari subulato - acuminatis. In sylvis ad S. Joao d'el 

Rey provinciae Minas Geraes. Martius. 

Affinis P. radicanti, et forsan ejus varietas, sed folio- 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 



139 



lis minus coriaceis, pilis in rainis petiolisque longiusculis 
rufis, et caule volubili non cirrhoso satis differre vide- 
tur (v. s.). 

34. P. asper, volubilis, subglaber, foliolis ovato sub- 
rhouibcis obtusis vel acuminatis supra pilis minutis sca- 
bris subtus glabris, stipulis ovatis obtusis rigidis, pe- 
dunculis folio sublongioribus apice paucifloris , calycis 
labio superiore latissimo suberaarginato, Iaciniis inferio- 
ribus lanceolato - linearibus. — Ad Rio Fortuna et Serra 
Burcaina ante Rio Maranhao, in via a Trahiras ad Congo 
de Jaragua Pohl. 

Habitu P. pio similis, floribus diversus. Bracteolae 
oblongae, rigidae, per anthesin deciduae. Calycis laciniae 
inferiores tubo longiores. Vexillum amplum, non tortum 
(v. s.). 

35. P. brevipes, volubilis, glaber, foliolis rhombeo- 
ovatis obtusis vel siiperioribus mueronulatis levibus gla- 
bris, stipulis ovatis acutis, pedunculis petiolo pluries 
brevioribus , calycis membranacei labio superiore lato 
emarginato, Iaciniis lateralibus lanceolato-falcatis, infhna 

lineari tubo longiore. P. speciosus Bojer non DC. In 

hortis Mauritianis cultus. Bojer. 

Habitus fere P. vulgaris, sed flores fere P. asperi. 
Legumen junius lineare, subcompressum, asperum (v. s.). 
36. P. Cummingii, volubilis, ramulis petiolisque pilosis, 
foliolis lato-ovatis acutis supra glabris subscabris subtus 
parce pilosulis subcoriaceis, pedunculis folio longioribus 
apice paucifloris, stipulis ovatis, calycis membranacei la- 
bio superiore lato emarginato, Iaciniis lateralibus falcatis, 

infima lineari tubo longiore. Chili. Cuming in herb. 

Martius. 

P. brevipedi affinis, sed foliolis minoribus et pedun- 
culis elongatis diversus (v. s.). 

37. P. coriaceus Dcsv. in Ann. Sc. Nat. 9. p. 419. 

38. P. pilosus Humb. et Kunth. _ DC. I. c. 

39. P. latifolius, volubilis , ramis petiolisque rufo 
pilosis, stipulis ovato - lanceolatis, foliolis lato rhombeo- 
ovatis suborbiculatisve obtusis mueronulatis supra ad- 
presse puberulis subtus molliter villosis, pedunculis pe- 
tiolo sublongioribus apice breviter racemiferis, bracteis 
ovato - lanceolatis calyce vix brevioribus , calycis glabri 
labio superiore lato truncato, Iaciniis lateralibus falcatis 

infimaque lineari acuta tubo aequilongis. In campis 

ad flumen San Francesco provinciae Minas Geraes. Mar- 
tius. 

Species foliolis (circiter 3pollicaribus) tarn latisquain 
longis, et subtus molliter villosis in sectione distineta. 
Specimen tarnen incomplelum (v. s.). 

Sect.IV. STROPHOSTYLES. StrophostylesElliott. 
non E. Meyer. 

Calycis campanulati lacinia suprema integra vel bre- 
viter bifida, inferioris lacinia infima acuta, tubo aequilonga 
vel longior. Vexillum supra calycem recurvum nudum, 
alas subaequans. Legumen lineare, subrectum, subteres, 

saepius pendulum. Stipulae infra insertionem adnatae 

vel appendiculato - produetae. Seminuni bilus (an con- 
stanter?) oblongus vel oblongo-linearis, estrophiolatus. 

Species 40 48 Indicas non examinavi, sed huc ex 



Wight et Arn. Prod. Fl.Penins. Ind. Or. i.p. 245, collo- 
cavi, e quibus etiam synonymia ampla omnium specie- 
rum Peninsulae Indicae petenda est. 

40. P. Mungo Linn. _ P. Max Linn.? (v. s.) 

41. P. Wightii Grab. _ W. et Arn. I. c. 

42. P. radiatus Linn. W. et Arn. I. c. 

43. P. Roxburgliii W. et Arn. I. c. 

44. P. calcaralus Roxb. W. et Arn. I. c. 

45. P. formosus Linn. W. et Arn. /. c. 

46. P. tr ine rv ins Heyne. W. et Arn. /. c. 

47. P. aconitifolius Jacq. W. et Arn. I. c.(v. s.) 

48. P. trilobus Ait. _ DC. I. c. (v. s.) 

49. P. diversifolius Pers. DC. /. c. P. angu'o- 

sus Ort. DC. I. c. P. vexillatus Linn. DC. I. c. 

quoad plantam Carolinianam? Stipulae infra insertionem 

non produetae. Calycis campanulati lacinia suprema 
acuta integerrima, laterales minores, infima longissima 
subulata. Vexillum aus longius. Carina torta. Stamen 
vexillare prope basin vix dilatatum. Stylus P. Schotlii. 
Leguminis valvulae convexae, sutura utraque incrassata 
(v. s.). 

50. P. Schottii, volubilis, ramulis petiolisque pi- 
losis, stipulis basi obtuse produeüs, foliolis oblongo-lan- 
ceolatis vix mucronatis glabris, pedunculis petiolo lon- 
gioribus apice subcapitatim paucifloris, calycis membra- 
nacei glabri lacinia suprema lata truncata, lateralibus 
parvis, infima oblonga brevi, leguminibus pendulis hi- 
spidis. Tejuco. Schott. 

Rami graciles, demum glabri. Stipulae ohlongo-oya.- 

tae, lineatae. Slipellae parvae oblongae. Foliola 1§ 2 

pollicaria, basi subcordata. Flores fere P. diversifolii, sed 
parum majores, Filamentum vexillare basi geniculato- 
dilatatuni. Stylus versus apicein induratus, summo apice 
parum attenuatus, barbatus. Stigma capitatum subter- 
minale (v. s.). 

51. P. longifolius, volubilis, ramis petiolisque rnfo- 
barbatis, stipulis brevissime produetis, foliolis lanceolatis 
acuminatis glabris vel ad venas pilosis, pedunculis pe- 
tiolo duplo longioribus apice subcapitatim 2 3-floris, 

calycis membranacei campanulati lacinia suprema ovata 
acuta integra, lateralibus parum minoribus, infima lan- 
ceolata acuminata longiore, leguminibus pendulis bispi- 
dis. Brasilia. Schott. 

Habitus fere P. Schottii, sed foliola 3_4poIl. longa, 
vix unquam 6 lin. lata, acute acuminata, basi rotundata 
vel subcordata. Flores P. diversifolii. Legumen pilosis- 
simum (v. s.), 

52. P. ovatus , volubilis, ramis petiolisque pilosis, 
stipulis plerisque produetis, foliolis ovatis acutis integris 
basi truncato -subcordatis pilosiusculis vel demum gla- 
bratis , pedunculis petiolo longioribus apice breviter ra- 
cemiferis , calycis membranacei glabri lacinia suprema 
truncata, lateralibus ovatis, infima acuta, omnibus calyce 
brevioribus, leguminibus pendulis hispidis vel demum 

glabratis In campis etpaseuis ad Para. Martius — Ad 

Tejuco. Schott. 

ß. foliolis brevioribus magis coriaeeis basirotundatis. 
Ad Salgado provinciae Minas Geraes. Martius, 

18 * 



lil) 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENEUIBUS. 



Al'iini» P. S /tottii, sed foliolis proportione duplo la- 
liorilnis, Mapiaa B_8aa*v|la et minus r<- tiiulati- . et 
ramia foliiaqaa joaiatibaa maglapiloaia diveraaa \idctur. 
Flötet i'ii.nn fiar ti m minores. Legumen \\\ acaqafpolli- 
i im S-minum hilus oblongn - linearis , eatrophlolataa 

(T. ».). 

Seil V. LJSIOSPRON.CalyxcmpnnukAtiu, B fidus 

rel qaadrifidas, larinia mprema cmarginata. Vexillum 
appra calycem raearraia, alaa labaeqaaaa Legumen lao 
i e aabtectara, «übleres, pcndulum. Seminum hilus ob- 
longus. Strophiola iiienibranacea. 

53 P. hirsulus (Marl. MSS.), ▼olabllia, ramis pctio- 
Itaqac rnlo birtis, foliolis ovato rliDiubeis oblusiusculis 
utrinque villosis subtus subsericeis, peduneulis longiaai- 
m is apice breviter raeemiferis, calycia campanulati rufo- 
\illosi labio supcriore truncato cmarginato, infcrinria 
lacinü« laneeolato lineariboa tubo longioribus, legumi- 
nibus pendulis subteretibus hirsutissimis. In sepibus 

ad Para; in campis provinciae Rio Negro, et in 
>\Uis ad fluvium Aiuazonum. Martius. Ad Ega Amazon. 
Puppig. 

Foliola 2$poll. longa, subsinunla, supcrinra acutio- 
ra, juniora sericea, pilis dem um rufcscentibus. Pedun- 
culi i'ere pedalcs. Stlpidae brcviter productae. Stipellae 
ovatac, parvae, fuscae. Bracteae subulatae, juniores car- 
nosae, cito deciduae. Flores niajusculi. Legumen sub- 
tripolliearc. Seminum hilus oblongus, strophiola niem- 
branaeea tenui (v. s). 

54. P. lasiocarpus (Mart. MSS.) , volubilis, ramis 
petinlisquc pilosis , stipulis breviler productis, foliolis 
lanceolato-ovatis oblongisve, intermedio vel omnibus basi 
hastato lobatis utrinque piloso-pubescentibus vel demum 
supra ßlabris, pedunnulis l'olio longioribus apice breviter 
raeemiferis , calycis villosi larinia suprema emarginato- 
bifida, lateralibus ovato - laneeolatis infimaquc laneeolata 
aeuta subaequilongis, leguminibus pendulis hirsutissimis. 
Ad Para. Sieber. Ad Ega Amazonuin. Martius. 

Foliola latiludine varia, circiter 2poll. longa, acuta 
vel rarius ohtusiuscula , basi cuneata. Nodi florit'eri ad 

apiceiu pedunculi 2 3 approximati. Calyx latiuscule 

campanulatus, dense rufo-villosus, laciniis tubo subaequi- 
longis. Corolla forma Y.diversifolii, sed major. Vexil- 
lum alas subaequans. Carina subbispiralis. Legumen 2£ 
poliices longum, fere leve , suturis incrassatis. Semina 
V. hirsuti (v. s.). 

Sect. VI. MICROCOCHLE. Calyx anguste campa- 
nnlatus, subaequaliter 5 -fidus, vel laciniis superioribus 
latioribus. Vexillum supra calycem recurvuin , alis vix 
brevius. Carina apice minus contorta quam in caeteris 

sectionibus. Legumen lineare, rectum (compressum?) 

Stipulae non productae. Flores parvi, longe pedun- 

culati. Species Mexicanae. 

55. P. helerophyllus Huinb. et Kunth. DC. I. c. 

(V. s.). 

56. P. macropus, volubilis, ramis puberulis, foliolis 
laneeolato - o\atis obtusiusculis mucronatis , lateralibus 
basi hinc lobatis , supra glabriusculis , subtus adpresse 
villosis , peduneulis folio multoties longioribus apice 



supra medium interrupte floriferig, calyeibus lOIBÜibui 
rnf<> villosis, laciniis 2 superioribus OTatia aentia, 3 infe- 

rtoriboa laaceolatia longioribus. In Mexico circa Te- 

huantepec Audiieuz n '1-34-. 

Petioli vix sesquipollicarcs. Pedunculi 8 10- polli- 

cares. Stipulae parvae, ovatac vel lanecolalac, non pro- 
ductae. Stipellae niinutac. Bracteae lanceolatae, acuiui 
natae. Bracteolie angustiores, omnes deciduae. Calyx 2 
lin. longus. Vetitlum reflexum, subtorlum, vircscens, ca- 
lyce diiplo longius. Alae purum longiores, obliquae. Ca- 
rina contorta. Stauten vcxillare rix appcndiciilalum. Sty- 
lus infra stigma fasciculo pilorum barb:ilus. Stigma ca- 
pilalum subterniinale (v. b.). 

57. P. paueißorus, volubilis, rainulis vix puberulis, 
foliolis oblongis sublanceolatisve mucronulalis integris 
supra glabriusculis subtus sparsc puberulis, peduneulis 
folio parum longioribus apice paucifloris, calyeibus sub- 
sessilibus puberulis , Jacinia superiore acuta brevissime 
bifida, inTcrioribus angustioribus siibbrevioribus, legumi- 

necompresso subfalcato Texas Drummond — Habitus 

fere P. diversijblii varietatum foliolis integris, sed gra- 
cilior, ßores multo minores et struetura diversi. Pe- 
dunculi filiformes flexuosi, 3 4poll. longi. Ovarium 4- 

ovulatum. Legumen pollicare coriacenm, oligospermum. 
— Similis eliain habitu Galactiis nonnullis, sed carina 
contorta facile distinguendus (v. s.). 

Sect. VII. MACROPTILIUM. Calyx subtubulosus, 
apice 5-fidus, laciniis superioribus brevioribus latioribus, 
omnibus saepissime acutis. Pelda longe unguiculata, 
omnia supra calycem reeta; vexillum apice recurvum , 
alae vexillo multo longiores, lalae, inlense coloratae, su- 
pra carinam conniventes. Legumen lineare, subteres. 

* Folia unifolioluta. Legurnen elongatum, tenue, 
rufo - villosum. 

58. P. monophyllus, caule suberecto rufo - villoso , 
foliolo unico oblongo - laneeolato basi cordato coriaceo 
reticulato supra scabro subtus ad nervös rufo -hispidulo, 
peduneulis longissimis supra medium interrupte floriferis. 
In Brasilia ad Rio Claro. Pohl. 

Herba sesquipedalis. Stipulae lanceolatae, acumina- 
tae, rigidae, striatae. Petiolus l|_2pollicaris. Foliolum 
3_4pollicare. Stipellae subulatae, rigidae (v. s.). 

** Folia trifoliolata. Legumen elongatum, tenue, 
adpresse sericeum vel gabriusculum. 

59. P. senäereclus (Linn. _ DC. I. c), caule sub- 
erecto, stipulis setaeeo-acuminatis, foliolis ovato-lanceo 
latis acutis utrinque ramisque adpresse pubescentibus 
subserieeis demum glabratis, peduneulis elongatis apice 

lon<>-iuscule raeemiferis, leguminibus pendulis. — Marli- 
es ' C) 

nica. Sieber n J86 (v. s.). 

60. P. crotdarioides (Mart. MSS.), caule suberecto 
glabro, stipulis setaeeo-acuminatis, foliolis ovatis obtusis 
glabris vel junioribus vix adpresse pubescentibus, pedun- 
eulis elongatis apice longiuscule raeemiferis, leguminibus 
patentibus In provincia Rio Janeiro. Martius. 

Affinis Y.semierecto, et fortassis ejus varietas, sed 
foliorum forma diversus, et legumina minus pendula vi- 
dentur (v. s.). 



BENTHAM, DE LEGUMINOSARUM GENERIBUS. 



141 



61. P. microspermus Ort. DC. I. c. 

62. P. Lithyroides Linn. DC. I, c. 

63. P. peduncularis Huml). et Kunth. DC. /. c. 

64. P. stipulai is Lam. _ DC. I. c. 

65. P. hastaefolius (Mart. MSS.) , caule suberecto , 
stipulis subulato-acuminatis , foliolis oblongo-lanceolatis 
acutiusculis basi late bastato-lobatis utrinque glabris vel 
subtus subsericeo-pubescentibus, pedunculis longissimis 

apice longiuscule racemosis, leguminibus pendulis In 

sylvis ad Maribi, provinciae Rio Negro. Martius. 

A P. semierecto praecipue foliorum forma differt. 
Stipulae longiöres , diu persistentes. Legumen circiter 4 
poll. longum (v. s.) . 

66. P . maritimus, caule suberecto, stipulis subulato- 
acuminatis, foliolis oblongo-linearibus vel sublanceolatis 
obtusis integerrimis glabris vel subtus subsericeis , pe- 
dunculis longissimis apice longiuscule racemosis, legu- 
minibus pendulis — Lotus maritimus Fl. Fluni. 7. t. 133. 
Brasilia. Schott. 

Praeter foliorum form am haec species a P. semierecto, 
crotalarioide et hastaefolio differt: calycis laciniis supe- 
rioribus brevioribus (v. s.). 

67. P. linearis Flumb. et Kunth. _ DC. /. c. 

68. P. gracilis (Popp. MSS.) , caule diffuso gracili 
glabro, stipulis acuminatis parvis, foliolis oblongo linea- 
ribus obtusis glabris, pedunculis elongatis apice longius- 
cule racemosis, calycis subtubulosi laciniis breviter acu- 
minatis , leguminibus pendulis. Cuba. Pöppig. 

Flores dimidio minores quam in P. semierecto , cae- 
terum similes (v. s.). 

69. P. atropurpureus DC. /. c. 

70. P. longepednnculatus (Mart. MSS.), caule volu- 
bili molliter pubescente, foliolis lanceolatis vel lanceo- 
lato-ovatis nonnullis basi late semi-hastato Iobatis, supra 
pubescentibus subtus molliter villosis, pedunculis lon- 
gissimis supra medium interrupte racemosis , legumini- 
bus pendulis. 

a. latifolius. In sylvis Catingas ad Joazeiro pro- 
vinciae Babia. Martius. 

ß. angustifolius. _ In paseuis herbidis planitierum 
provinciae Piaubi. Martius. 

y. subcoriaceus. Ad Ribeirao Catinga. Pohl. 

Foliolum terminale integrum vel rarissime obscure 
hastato-lobatum , lateralia basi uno latere nunc acute 
nunc obtuse lobata, interdum obliqua tantum, vel rarius 
terminali omnino conformia. Stipulae lanceolatae, subu- 
lato-acuminatae, minores quam in P. semierecto. Bracteae 
calycem juniorem vix excedentes, cito deeiduae. Pedun- 
culi ultrapedales. Flores et legumina P. semierecti (v. s.) . 

71. P. gibbosifolius Ort. _ DC. I. c. 

72. P. campestris (Mart. MSS.), caule volubili mol- 
liter piloso, foliolis late rhombeo - ovatis vix acuminatis 
acutiusculis vel obtusis mucronulatis utrinque molliter 
villosulis, pedunculis elongatis apice floriferis, legumini- 
bus • • • — In paseuis ad flumen San Francisco, prope 
Joazeiro provinciae Piaubi. Martius. 

A P. longepedunculato latifolio differt praecipue 
foliolis latioribus brevioribus, et pedunculis brevioribus. 



Stipulae lanceolatae, longe subulatac. Bracteae stipulis 
similes ad basin pedunculorum, ut in P. bracteito fasci- 
culatae. Calyx pubescens. Corolla P. longepedunculali, 
pulcbre sanguinea, vexillo et carina quam ala dilutiori- 
bus, tandem atrosanguineo violaceis, carina basi carnea 
(Mirtius) (v. s.). 

*** FoHa trifoliolata. Legionen piloso hispidum 
vel molliter villosum. 

73. P. bracteolatus Nees et Mirt. Nov. Act. Acad. 

Caes. Leop. Carol. 12. p. 27. DC. I. c. In campis 

ad Valos, et in umbrosis paseuis ad Serrinha, praedium 
provinciae Piaubi. Mirtius (v. s.). 

74. P. erythroloma (Mart. MSS.), volubilis, molliter 
villosus, pilis petiolorum nervorum et marginis foliolorum 
rubentibus, foliolis oblongo-vel subrhombeo-ovatis sub- 
hastatisve mucronulatis utrinque molliter villosis, pe- 
dunculis elongatis prope basin fasciculato - bracteatis 
supra medium floriferis, calycis rufo-villosi laciniis obtu- 
siusculis, leguminibus pendulis subineurvis rubro - villo- 

sissimis. Inter LagoaDourade et Camabuao, in campis 

provinciae Minas Geraes. Martius. 

Foliola fereF.bracteolati, sed angustiora, crassiora, 
villosiora. Stipulae ovatae, acuminatae. Bractearum fasci- 

culus a basi pedicelli 5 6 lineas distans. Flores dimidio 

fere minores quam in P. semierecto. Legumen vix ses- 
quipollieare, mucronatum, subteres. 

75. P. vestitus (Hook Je. B.ar. ?) Lima Mathews. 

Similis P. pandurato, sed foliola minus lobata, subtus 

dense cano-villosa, peduneuli longiöres. Legumina 3—4 
pollicaria, molliter villosa (v. s.). 

76. V panduratus (Mart. MSS.), caule procumbente 
vel repente, foliolis ovatis obovatis rotundatisve obtusis 
et obtuse sinuato-lobatis utrinque pubescentibus, pedun- 
culis folio löngioribus versus apicem interrupte paueiflo- 
ris, calyeibus pubescentibus, laciniis acuminatis, legumi- 
nibus pendulis subineurvis dense pubescentibus. In 

campis ad fluvium San Francisco, prope Joazeiro provin- 
ciae Piaubi. Martius. 

Species habitu distinetissima. Foliola ad apicem 
petioli longiusculi approximata, subpollicaria, nunc pan- 
durata vel obtuse hastato lobata, nunc toto ambitu sinua- 
to-lobata. Stipulae ovatae acutae. Stipellae minutae. Pe- 
duneuli vix semipedales. Flores paullo majores quam in 
P. semierecto. Legumen subteres breve, adultum vero 
non vidi (v. s.). 

77. P. Martii , caule suberecto vel volubili molliter 
villoso, foliolis lato - ovatis orbiculatisve obtusis vix si- 
nuatis utrinque molliter villosis , pedunculis elongatis 
supra medium interrupte floriferis, calycis laciniis subu- 
latis tubo löngioribus, leguminibus pendulis oblongis vel 

breviter linearibus longe pilosissimis. In campis et 

pratis provinciae Piaubi, Martius. 

Species P. pandurato affinis, sed pluribus ebaraete- 
ribus facillime dästinguenda. Stipulae longe setaeeo-acu- 
minatae. Stipellae subulatae petiolulo longiöres. Foliola 
subsesquipollicaria. Peduneuli deinum fere pedalcs. Bra- 
cteae in racemo juniori subcarnosae. Flores minores 
quam in P. semierecto. Calyx rufo- villosissinius. Alae 



IM 



IUNTIIAM, DE LEGIMINOSARUM GENERIBIS. 



iataatfl «oloratae. I.egumen 9_12 lin. longum, crassius- 
. u I ii tu , ariitum (v. 9.). 

S[>i< ies «cqucntC!» mihi omnino ignotas ad sectiones 
referra ncqnco, ral oinnino dubiae sunt. 

I*. tube\ ostis Lour. _ DC. /. c. p. 390. 

79. I*. alatus Linn. _ DC. /. c. p. 391. 

80. P. leptosperntus Lag. _ DC. /. c. 

81. Pi dcrusus Schrank _ DC. /. c. p. 393. 



82. P. glycinaeformis Weinro. _ DC. /. c. p. 395. 

83. P. Uernandesii Savi. _ DC. /. c. 
8i. P. chrysanthos Savi. _ DC. I. c. 

85. P. violaceus Steiitl. _ DC. / c. p. 39ß. 
P. Max Linn. verosimiliter iilem est u P. Mungo. 
Conf. Wight et Arn Prod Et. Penins. Ind.Or. 1. p. 244. 
P. Pallor Molin. _ DC. /. c. 
P. ^je//«s .Molin. _ DC. /. c. 



Tribus Genisteae. 

Ad gencrum Africanoruin liujus tribus synonymiani liceat pauca addcre : 



PRIESTLEYA DC. ab Ecklönio et Zeyhero in ge- 
nera tria dn iditur, seil. 1 Priestleya, ad sectionem Z.7.9o- 
thea DC. redurta. 2 Xiphotheca quac Priestleyac sectio- 
nis Anisotheae DC. specics nonnullas inrludit, vel tota 
Sectio AnisotheaeE. Meyeri. 3 Amphithalea, e Prieslleyis 
reliqni< constans, qua« E. Meyer etiain separat, sub no- 
mine Ingenhousiae. 

LATURIOGYJSE E. et Z. eadem est ac Heudusa E. 
Mey. 

EUCHLORA E. et Z. est Microtropis E. Mey. 

RAFNIA E. et Z. est eadem ac Rafnia DC. E. Meyer 
ei adjungit Vascoarn DC, et species plures sub nomine 
Pelecj nlhis in genus proprium rollorat, sed et Vascoa 
et Pe lecy nlhis potius sectiones generis naturalis Rafniae 
t identur. 

ACROPODIUM Desv. nimis breve descriptum , vi- 
detur Viborgiae species. 

LEBECKIA DC. ab Ecklönio et Zeyhero in Calobo- 
tam, Lebeckiam et Acanthobotryam dividitur, aMeyero 
in Lebeckiam , Saicophyllum (E. Mey. nun Thunb.) et 
Siigam. Distributio Ecklonii et Zeyheri magis naturalis vi- 
detur, etsi fortassis genera haec ut sectiones habenda 
erunt. E speciebus MeyerianisLebeckia cytisoides,flexuo- 
sa, deeipiens, decutiens et multißora ad CALOBO- 
TUM; L. linearijblia, cinerea, armata et microphylla, 
et STIGAE species duae ad ACANTHOBOTRYAM 
pertinent; Sarcopliyllum E. Mey. et Lebeckiae ejusdem 
foliis simplieibus vel unifoliolatis ad LEBECKIAM veram. 

KREBSLA E. et Z. comprehendit Telinas E. Mey. 
sectionis 1 et 2. Telinae reliquae E. Meyeri in LOTO- 
NON1DE E. et Z. cum Crotalariis nonnullis Meyeri in- 
cluduntur. Genera Ecklonii et Zeyheri eonservanda vi- 
dentur. 

LEPTIS E. et Z. e speciebus nonnullis Crotalariae 
et Lipozygeos E. Mey. formata, ab Acanthobolrya vix 
nisi habitu distineta. 



COPNITIS E.Mey. habitu Leptidi similis, est eadem 
ac genus antiquius Leobordca Delile. 

MELOLOBIUM E. et Z. est idem ac Sphingium E. 
Mey. (non Zoologorum), genus Adenocarpae affine, sed 
salis distinetum. 

POLYLOBIUM E. et Z. continet sectiones 1 et 5 
Lipozygeos E. Mey. et genus retinend um videtur. 

LIPOZYGLS E.Meyer, genus minus naturale vide- 
tur, nee species omnes cliaracteri 6uo generico omnino 
conveniunt. L. erubescens , calycina, bracliyloba , te- 
nella, falcata et rnollis ad LEPTLM Eckl. pertinent; 
L. umb eil ata, , corymbosa, peduncidaris , iiwolucrata 
et carinata ad POLYLOBIUM Eckl.; Lipozygis poly 
cephala et L. penlapUylta proprium genus lormant, a 
caeteris legumine et habitu diversum, cui nomen LIPO- 
ZYGEOS retinendum erit. Lipozygis quinata videtur 
ad LO TONONIDEM pertinere. 

ARGYROLOBIUM Eckl. et Zeyh. quod est Chas- 
nwne E. Mey. (non Chasmonia Presl.) , seu Cytisi Se- 
ctio Lotoides DC. , genus est naturale et characteribus 
distinetum videtur. 

OÜSTROPIS G. Don (melius Ototropis) a Reichen- 
bachio cum Lotis nonnullis Europaeis in genere suo 
BONJEANIA consociatur, fortassis vero POLYLOBIO 
magis affinis erit. Planta ipsa non suppetit, et de starninibus 
dubito an monadelpha sint uti descripta, an diadelpha uti 
depieta in Bot. Mag. t. 2808. 

AULACINTHUS E. Mey. idem genus ac Buchen- 
roedera E. et Z. est. Leguminis snturae carinalis in- 
trusio vix conspicua est, et in legumine juniore nulla. 

LISTIA E. Mey. et HIDROSLA E. Mey. inter 
plantas Dregeanas, et CRYPHIANTHA Eckl. et Zeyh. 
inter Ecklonianas desunt. 

CHRYSOCALYX Guillem. et Perrott. Fl. Sene- 
gamb. p. 157. ut Crotalariae Sectio habenda videtur; 

CLAVÜLIUM (Desv. Ann. Sc. Nat.9. p.i07) con- 
tra fortassis ovario biovulato distinetum. 



ICHTHYOLOGISCHE BEITRÄGE 



ZU DEN FAMILIEN DER 



COTTOIDEN, SCORPAENOIDEN, GOBIOIDEN UND 

CYPRINOIDEN. 






VON 

J. JAKOB H E C K E L. 



Mit zwei Kupfertafeln. 



COTTUS POEC1LOPUS Heck- 



Tab. 8. Fig. i. 2. 



Pinnis pectoralibus omnibus indivisis, centralibus variegatis. 

\j'\e Gestalt gleichet im Allgemeinen ganz dem Cottus Gobio, seine grösste Höhe 
und Dicke hinter den Brustflossen sind einander gleich, 5 1 / 2 mal, und seine geringste 
Höhe vor der Schwanzflosse l^mal , in der ganzen Länge des Fisches enthalten ; der 
Kopf beträgt den vierten Theil der Gesammtlänge, er ist niedergedrückt und stumpf abge- 
rundet. Der Mund, bis unter die Mitte der Augen gespalten, ist breiter als die Entfernung 
der beiden unteren Augenränder. Die Augen, sehr nach oben gerichtet, stehen um einen 
ihrer Durchmesser auseinander, in der vorderen Hälfte des Kopfes. Die Nasenlöcher, kleinen 
Röhrchen ähnlich , sitzen das erste Paar dicht vor dem oberen , das zweite etwas ent- 
fernt vor dem unteren Augenrande. Die aufwärts gerichtete Spitze des Präoperculums ist 
unter einer dicken Haut verborgen, wenig merkbar, ein sehr kleiner Zahn unter ihr, so 
wie eine kleine Spitze am unteren Rande des Suboperculums sind nur durch Abnehmung 
der Haut selbst zu entdecken. Die Linea lateralis, durch 26 — 27 kleine häutige nach rück- 
wärts gerichtete RÖhrchen bezeichnet, durchzieht den Körper anfänglich im oberen Dritt- 
theile seiner Höhe parallel mit dem Rücken, und senket sich dann durch die Mitte des 
Schwanzes bis zur Flosse. Es hat übrigens das Ansehen, als entspringe bei unserem Fi- 
sche (auch bei Cottus Gobio) die Linea lateralis auf der Stirne zwischen den Augen, denn 
das erste RÖhrchen steht ober dem ersten Nasenloche, das zweite zwischen diesem und dem 
zweiten Nasenloche, das dritte unter dem zweiten Nasenloche, das vierte am vorderen Rande 
des Suborbitalknochens und die folgenden 11, dem unteren Rande des Suborbitalknochens 
folgend, erreichen im Bogen, immer enger und enger aneinander gereiht, den Anfang der 
eigentlichen Linea lateralis über der Kiemenspalte. Der Anus liegt der Nasenspitze näher 
als dem Ende der Schwanzflosse. 

Die Brustflossen sind stark und breit, kürzer a ls an C. Gobio, reichen zurückgelegt 
kaum bis zum Anfang der zweiten Rückenflosse, ihre 14 dicken Strahlen sind säinmtlich 
vollkommen ungetheilt; die Spitzen der 7 unteren sind weniger durch die Membran 
verbunden und mehr frei als die 7 oberen. 

Die Bauchflossen entspringen gerade unter den Brustflossen, und reichen zurückgelegt 
bis zum Anus; sie enthalten 5 ungetheilte Strahlen, deren erster, ein kleiner Stachelstrah!, 
mit dem zweiten weichen sehr eng verbunden ist, dieser ist etwas kürzer als die beiden 
längsten der Mitte, der fünfte ist sehr kurz, 7 4 so lang als der zweite. 

Die erste Rückenflosse beginnt etwas nach den Bauchflossen, sie besteht aus 9 un- 
getheilten Strahlen, der erste ist mit dem siebenten gleich lang, der dritte, vierte, fünfte 
sind die längsten, einem Dritttheile der Körperhöhe unter ihnen gleich, der letzte ist am 
II. 19 



IM IIECKEL. ICHTYOLOGISCHE 1JKITH VGE. 

kürzesten, und durch seine Membran mit der Basis des ersten Strahles der zweiten Rücken 
Reese verbunden; diese etwas höher und um die Hälfte länger als die erste, entspringt 
gerade über dem Anus, ihre ersten 15 — 16 Strahlen sind ungetheilt, der letzte aber bis an 
die Basis gespalten, sehen findet sich einer unter ihnen in der Mitte, dessen Spitze etwas 
gespalten erscheint; sie bilden aufgerichtet einen flachen Bogen, der erste ist dem achten 
in der ersten Rückenflosse an Länge gleich, die mittleren und längsten V 3 der Körper 
höhe unter ihnen. 

Die Analflosse beginnt unter dem dritten Strahl der zweiten Rückenflosse, und endet un- 
ter ihrem vierzehnten; sie besteht aus 14 Strahlen, wovon gleichfalls nur der letzte 
allein gespalten ist, sie sind etwas länger als jene in der Rückenflosse , so dass ihre läng- 
sten beinahe die ganze Körperhöhe ober ihnen erreichen. 

Die Schwanzflosse 1 / 6 der Gesammtlänge des Fisches, ist nur wenig abgerundet, und 
besteht in der Mitte aus 9 bis in die Hälfte ihrer Länge gespaltenen Strahlen, drei unge- 
teilte sitzen über, und vier unter ihnen. 

3 

B. b. P. 14. V. %. D. 8—9=16—17. A. 13—1*. C. ¥; 

4 

Die Farbe ähnelt im Ganzen unserem Cottus Gobio; der Rücken geblich graugrün, das 
sich gegen den Bauch in das Weisse verliert, hat auf seiner hinteren Hälfte 6 — 7 dunklere 
vertikale Binden, die zuweilen wolkigt ineinander fliessend, unter der Seitenlinie erlöschen; 
die Basis der Schwanzflosse umgibt eine ähnliche Binde; die vordere Hälfte des Rückens, 
den Kopf von oben und die Wangen bedecken unregelmässige kleinere und grössere Fle- 
cken, die gegen die Basis der ersten Rückenflosse enger zusammen fliessen, und an jeder 
Seite auf Wangen und Kiemendeckeln vier nach den Augen laufende, etwas unterbrochene 
Streifen bilden, die manchmal minder deutlich sind. Die erste Rückenflosse ist am Rande 
röthlich gelb , hat im Anfange und am Ende einen schwarzen Flecken , alle übrigen Flos- 
sen haben schmale Querstreifen, welche sich aber nur auf ihren Strahlen zeigen, und zwar 
am deutlichsten an den Bauch flössen als 6 — 7 schwarze Binden (bei Cottus Gobio 
sind die Bauchflossen ganz weiss). Das Weibchen unterscheidet sich äusserlich vom Männ- 
chen durch einen braunen Fleck unter jedem Mundwinkel und durch dunklere Brustflossen, 
welche nur am Rande weiss sind. 

An zwei secirten Exemplaren fand ich Lage und Gestalt der Eingeweide so wie sie bei 
G. Ciw. Val. hist. nat. des poiss. t. IV. pag. 1*9, vom gemeinen Cottus Gobio angegeben 
sind, nur waren weder Samen noch Eiersäcke schwarz gefärbt; erstere hatten keine Aus- 
fiihiungsgänge, während sie bei letzteren sehr deutlich und mit einer trichterförmigen Mün- 
dung hinter dem Anus zu sehen waren. Das Männchen hatte fünf, das Weibchen vier 
grosse Blinddärme. 

Ich erhielt diese ausgezeichnete Species zuerst durch meinen, Freund Hrn. Salo- 
mon Petenyij Adjunctus Custodis am k. National - Museum zu PestJi_, aus einem Ge- 
hirgsbache der Karpatheiij bei Grossschlagendorf nächst Käsmark in Ober -Ungarn j 
wo er häufig so wie unser Cottus unter Steinen vorkommt. 

EV ström, die Fische in den Scheeren von Mörkö QUebersetz-ung von Dctr. Creplinjpag. 166. 
beschreibt als Cottus Gobio Linn. einen Cottus mit gleichfalls vollkommen ungetheilten Brustflossen, da 
er aber von den vier (weichen) Strahlen der Bauchflossen die ersten drei an den Spitzen als zweithei- 



HECKEL, ICHTYOLOGISCHE BEITRÄGE. i« 

Hg angibt, was ich bei keinem meiner Exemplare bemerken konnte, und ihre Farbe nur weissgrau 
ohne alle Binden ist, so wage ich es nicht, ihn für meinen CotCus poecilopus zu halten. 

COTTUS MICROSTOMUS Heck. 

Tab. 8. Fig. 3. 4. 
Oris latitudine intervallum marginum suborbitalium aequantej caucla attenuata. 

Die Gestalt des Rumpfes ist gegen den Schwanz zn viel dünner und schlanker als 
bei Cottus Gobio, die Höhe desselben vor der Schwanzflosse gleichet nur dem 20. Theile 
der Gesammtlänge, während sie bei C. Gobio den 12. und bei Cottus poecilopus den 14. 
Theil derselben ausmacht; in den übrigen Haupt- Dimensionen kommen sie ziemlich mit 
einander überein, nur der Kopf ist, von oben gesehen, nach vorn zu schmäler, weniger 
stumpf; der Mund kleiner, kaum bis unter den vorderen Augenrand gespalten, seine Breite 
übertrifft die Entfernung der beiden untern Augenränder nicht, während er bei C. Gobio 
um vieles breiter ist; die Augen sind um etwas grösser, ihr Längedurchmesser übertrifft 
die Breite der Stirne zwischen ihnen. Die aufwärts steigende Spitze des Praeoperculums ist 
viel stärker und hakenähnlich gebogen , der darunter liegende Zahn ist vorwärts gekrümmt, 
aber so wie jener am Suboperculum mehr dem Gefühle als dem Auge merkbar. Die Linea 
lateralis , aus Z ! L — 35 Röhrchen bestehend , beginnt wie gewöhnlich im oberen Dritttheile 
des Körpers, und zieht sich, mit dem Rücken parallel, durch die Mitte des Schwanzes bis 
zur Flosse. Die Haut ist glatt, nur der Kopf sieht von oben durch eine Menge erhabener 
Punkte wie rauh aus. 

Die Brustflossen sind minder stark als bei der gemeinen Art, reichen zurückgelegt 
bis zum Anfange der zweiten Rückenflosse, und bestehen jede aus 16 Strahlen, die un- 
teren 8 sind ungetheilt , ragen etwas aus der Membran hervor , die oberen 8 sind an ih- 
ren Enden einmal gespalten. 

Die Bauchflossen entspringen gerade unter den Brustflossen , sind kürzer als bei der 
gemeinen Art, und reichen zurückgelegt nur bis auf 2 / 3 zum Anus, sie enthalten einen 
kurzen Stachelstrahl nebst vier ungetheilten weichen , wovon der zw ehe und letzte gleich 
lang, nur wenig kürzer als die beiden der Mitte sind. 

Die erste Rückenflosse beginnt etwas nach den Bauchflossen, sie besteht aus acht 
ungetheilten Strahlen , die aufgerichtet einen kurzen Bogen bilden ; der erste Strahl ist halb 
so lang als der zw ehe , mit dem er durch eine kurze Membran sehr enge verbunden 
ist, der fünfte ist der längste , der halben Höhe des Körpers unter ihm gleich. Die zweite 
Rückenflosse an ihrer Basis mit der ersten verbunden, entspringt senkrecht über dem Anus, 
ist höher und zweimal so lang als diese, und besteht aus 19 sämmtlich ungetheilteu 
Strahlen, wovon der sechste, siebente, achte als die längsten, der Körperhöhe unter ihnen 
gleichen, die nachfolgenden aber, obschon kürzer, den unter ihnen schnell dünner werden- 
den Körper an Höhe übertreffen. 

Die Analflosse entspringt senkrecht unter dem dritten Strahl der zweiten Rückenflosse, 
und endet unter ihrem 15., sie hat 15 Strahlen, die gleichfalls alle ungetheilt sind, und 
jene der Rückenflosse an Länge nicht übertreffen. 

Die Schwanzflosse, 1 / 6 der ganzen Länge, ist etwas weniger abgerundet als an C. 
Gobio, sie besteht im Ganzen aus 15 Strahlen, wovon die sechs in der Mitte zweimal, 

19* 



i . HECREL, ICHTYOLOGISCIIE BEITRÄGE 

dann einer auf jeder Seite einmal gespalten ist, über diesen sind drei, und unter ihnen 

*iei Mufenweise kürzere ungetheilte Strahlen. 

3 
B. 6. P. 7 8 - V. 7*. D. 9-19. A. 15. C. T 

Länge des Exemplars : 4 Zoll. 

Die Farbe au dem Fische im Weingeiste ist gegenwärtig röthlich braun, auf dem 
Kopie und dem Rücken mit einer unregelmässigen wolkigteu Zeichnung, die einigermassen 
vertikale Streifen bildet, durchzogen, auf dem Bauche schmutzig weiss, die Brust-, die 
beiden Kücken- und die Schwanzflosse haben über ihre Strahlen viele schmale Querstreifen, 
welche jedoch auf der Membran nicht ausgedrückt sind, Bauch- und Analttosse sind ganz 
wii*». Der Mund von innen ist gelb. 

Das Wiener Museum erhielt diese noch nicht gekannte Species_, welche sich vom 
gemeinen Cottus Gobio auf den ersten lilickj so wie Aspro vulgaris von Aspro'; Zinyel 
durch einen dünneren Schwanz unterscheidet j aus der Umgebung von Krakau. 

COTTUS GRACILIS Heck. 

Ptiinae ventralis radiis quatuor^ linea laterali caudam non attingente 

Der Körper ist im Ganzen schlanker und weniger spindelförmig als bei dem gemei- 
men Cottus, sein grösster Höhendurchmesser hinter den Brustflossen ist 6 1 / 2 mal, und sein 
geringster vor der Schwanzflosse 13 mal in der ganzen Länge enthalten; die grösste Dicke 
hinter den Brustflossen steht der Höhe wenig nach. Der Kopf beträgt den vierten Theil 
der Gesammtlänge, er ist w 7 eniger niedergedrückt, und weniger stumpf als am C. Gobio, der 
Mund etwas minder breit. Die Stirne zwischen den Augen ist kaum schmäler, als ein Auge- 
durchmesser. Die Dornen an Prä- und Suboperculum liegen gänzlich unter der Haut ver- 
borgen, sind klein und wenig merkbar. Die Linea lateralis weichet von jener des gemeinen 
Cottus und den vorbeschriebenen beiden Arten vorzüglich darin ab, dass sie eigentlich vor 

dem Ende der zweiten Rückenflosse verschwindet , indem die 22 2't Schleimröhrchen, 

welche sie bis dahin bilden, dann aufhören, und nur eine feine, porenlose Naht hinter 
ihnen schnell abwärts steiget , dann wieder horizontal den kurzen Weg bis zur Schwanz- 
flosse fortläuft. 

Die Brustflossen sind geschlossen länger und spitzer als an C. Gobio, sie reichen zu- 
rückgelegt bis unter den dritten Strahl der zweiten Rückenflosse, bestehen jede aus 13 
vollkommen ungetheilten Strahlen, wovon die unteren sieben etwas dicker sind und über die 
Membran hervorragen. 

Die Bauchflossen sitzen unter den Brustflossen, reichen zurückgelegt beinahe bis zum 
Anus; sie bestehen jede aus einem kurzen Stachelstrahl, und nur drei ungetheilten weichen, 
deren erster etwas kürzer ist als die beiden andern , welche sich beinahe an Länge 
gleichen. 

Die erste Rückenflosse entspringt nach den Bauchflossen, sie enthält 8 ungetheilte 
Strahlen, die aufgerichtet einen niedern Bogen bilden, der in seiner Mitte nur Vs ^ er Kör- 
perhöhe unter ihm beträgt; der letzte Strahl ist mit der Basis des ersten in der zweiten 
Rückenflosse durch eine Membran verbunden. Die zweite Rückenflosse beginnt über dem 



HECKEL, ICHTYOLOGISCHE BEITRÄGE. 149 

Anus , ist zweimal so lang und so hoch als die erste, und besteht aus 16 völlig ungeteil- 
ten Strahlen , wovon der erste mit dem letzten, der zweite mit dem 15. gleich lang, und 
niederer sind als jene in der Mitte , die der Körperhöhe unter ihnen gleichen. 

Die Analflosse beginnt unter dem dritten Strahl der zweiten Rückenflosse, und endet 
unter ihrem 14., sie hat 12 völlig ungetheilte Strahlen, die in ihrer Länge mit jenen der 
zweiten Rückenflosse überein kommen. 

Die Schwanzflosse ist wenig abgerundet, ihre Länge ist 5V2 ms d in der Gesammtlänge 

enthalten, sie besteht aus 16 Strahlen, wovon die fünf mittleren zweimal, dann zwei auf 

jeder Seite einmal getheilt sind, vier ungetheilte, stufenweise kleiner werdende, befinden 

sich über und drei unter diesen. 

i 
B. 6. P. 13. V. V». D 8=16. A. 12. C. F 

3 

Grösse des Exemplares 3% Zoll. 

Die Farbe unseres Fisches im Spiritus ist über den ganzen Körper von oben kaffee- 
braun, mit schwarzen Punkten gleichförmig besäet, die keine Zeichnung oder wolkigte 
Binden darstellen, von unten schmutzig weiss ; die beiden Rücken- und die Schwanzflosse 
sind mit dunkelbraunen schmalen Binden durchzogen, die nicht nur die Strahlen wie bei 
unserer gemeinen und den vorhergehenden Arten, sondern auch die sie verbindende Mem- 
bran überziehen; Bauch- und Analflosse sind weiss, mit einer kaum merklichen Spur von 
Flecken. 

Das Wiener Museum erhielt diesen Cottus aus New - York. 

Richardson beschreibt in seiner Fauna Boreali Americana, Part. III. pag. 40, einen Cottus 
aus dem Graet Bear -Lake, welchen er Cottus cognatus nennt, er vergleichet ihn genau sowohl mit der 
Beschreibung des Cottus Gobio in Cuv. et Val. hist. nat. des poissons T. IV. pag. 145 , als Exemplaren 
des Freshwaler Bull-head aus England. Sein Cottus cognatus ist ohne Zweifel eine eigene Art, von 
Cottus Gobio Cv. schon durch die ungeteilten Brustflossenstrahlen verschieden; mein oben beschrie- 
bener C. gracilis unterscheidet sich aber wieder von ihm , wie von jedem seiner Verwandten , durch die 
plötzlich abgebogene Linea lateralis, und durch nur vier Strahlen in der Eauchflosse; allein dem um- 
ständlichen Vergleiche nach zu urtheilen, welchen Richardson 1. c. mit Exemplaren des Cottus Gobio 
aus England und seinem cognatus macht, vermuthe ich, dass der gemeine Freshwater Bull-head der 
Engländer, mein oben beschriebener Cottus poecilopus seyn dürfte , obschon er nur sechs Strahlen in 
der ersten Rückenflosse zählte, während ich nie weniger als acht bemerken konnte. Wahrscheinlich 
ist mein C. poecilopus mehr in den nördlichen Theilen von Europa verbreitet, während unser gemeiner 
C. Gobio und jener der Franzosen, mit getheilten Strahlen in den Brustflossen und ohne Binden über 
den Bauchflossen , als eigene Art die Bäche der gemässigteren Länder bewohnt. 

In Bezug auf Theilung der Flossenstrahlen habe ich eine grosse Anzahl von Fischen in ver- 
schiedenen Perioden ihres Alters untersucht, und fand bei solchen, deren Strahlen sehr vielfältig ge- 
theilt sind, z. B. bei Cyprinen, dass die Zerspaltung der einzelnen Flossenstrahlen mit zunehmendem Al- 
ter bis auf eine gewisse Stufe sich vermehre, und dass nur Individuen der ersten Jugend völlig unge- 
theilte Strahlen haben ; bei unserem Cottus aber, dessen Strahlentheilung sehr einfach ist , und nur in 
der Mitte der Schwanzflosse und in der oberen Hälfte der Brustflossen vorzüglich Statt findet, fand ich, 
dass diese Theilung, namentlich in den Brustflossen, in eine spätere Periode des Alters fällt, als bei 
solchen Fischen , deren sämmtliche gegliederte Strahlen eine vielfältigere Theilung erwarten. Unser Cot- 
tus Gobio ist beinahe schon zur Hälfte ausgewachsen (3 Zoll lang), bevor die oberen Strahlen der 
Brustflossen an ihren Spitzen sich theilen , mit zunehmendem Alter (4 Zoll lang) verlängert sich die 



150 



HECHEL, ICHTYOLOGISCIIE BEITRÄGE. 



einfache Spülte gagaa die Basis des Strahlet, und an sehr alten Individuen (5 Zoll lang) ist jeder 
Zwei;: wieder gespalten, so data jeder einzelne Strahl an seinem Ende als zweimal dichotom erscheint. 
Bei Cottus poecilopus, von dem icli 15 Exemplare verschiedener Grösse bis zu 4V2 Zoll vor mir habe, 
einer Grösse, bei welcher, wie wir sahen, die oberen Brustflossen Strahlen unseres C. Gobio bereits 
ihre zweite Theilung beginnen, konnte ich nie eine Theilung bemerken; ein Gleiches ist der Fall 
bei dem Cottus von Marko (Ekström /. c), bei dem Cottus der Engländer und der Nordamerikaner (Ki- 
eliardson /. <?.)• Ich glaube nicht, dass klimatische Einwirkung bei einer und derselben Species die 
Strahlen zu verändern vermag, so dass sie im Norden einfach, und je näher der heissen Zone, immer 
mehr getheilt erschienen ; an Exemplaren z. B. von Barbus communis, von Tinea vulgaris, von Esox lucius 
etc. aus Nord- Deutschland, von hier und Sicilien, ist durchaus keine Veränderung in ihrer Strahlen- 
Uirhotomie zu bemerken; und wollte man nun auch annehmen, dass diess bei Cottus Gobio allein der 
Fall seyn sollte (wozu kein Grund vorhanden ist), und seine im Norden ungeteilten Strahlen fingen an 
in wärmeren Ländern dichotom zu werden, so dürfte alsdann mein Cottus microstomus aus Krakau 
keine getheilten Strahlen haben, weil bereits an dem auf der Südseite der Karpathen wohnenden C. 
poecilopus schon alle u nget heilt waren. 

In der Ueberzeugung nun, dass auch Strahlentheilung, wenn sie sich constant beweiset, als 
specielles Merkmal bestehen kann, lassen sich sechs Species von Cottus des Süsswassers , welche alle 
einander ähnlich sind, unterscheiden, wie folgt: 



indivisis 



Tinnis ventrali- 

bus radiis quin- 

que 



divisis 



Pinnis ventrali- 

bus radiis qua- 

tuor . . 



Pinnis pectoralibus 
radiis superioribus 
divisis 



Pinnis pectoralibus 
radiis omnibus indi- 



visis 



Oris latitudine intervallum 
jmarginum suborbitalium su- 
Iperante, cauda crassa. 



Cottus^Gobio 
Cuo. Val. hist. 



\Oris latitudine, intervallum 
fmarginum suborbitalium ae- 
quante, cauda attenuata 



Cottus microstomus 
Heck. 



[Pinnis ventralibus variega- 
jtis, dorsalium radiis 9 16 



Cottus poecilopus 
Heck. 



YPinnis 

[loribus 

8_18 



ventralibus 
dorsalium 



unico- 
radiis 



Cottus cognatus 
Richards. 



Cottus affinis Heck. 
(C. Gobio Ekström.') 



Cottus gracilis 
Heck. 



GOBIUS QUAGGA Heck. 

Tab. 9. Fig. 5. 6. 

Maxiila inferiore longitudine super iorem super ante j operculo pharyngeal tegente ; faseiis 

brunneis capitis tribus j trunci quatuor. 

Ein kleines walzenförmiges Fischchen, mit dickem Bauche und grossen Augen; die 
grösste Höhe seines Körpers unter der ersten Rückenflosse übertrifft dessen Breite nur 



HECKEL, ICHTYOLOGISCHE BEITRÄGE. 151 

wenig, und ist 6 1 / 2 mal in der Totallänge enthalten; der Kopf ist zugespitzt etwas we- 
niger als 1 / 5 der Totallänge, der Mund schief abwärts bis unter den vorderen Rand der 
Augen gespalten , der Unterkiefer länger als der obere, beide sind mit einer schmalen Bin- 
de sehr feiner Cardenzähne besetzt, die Augen 2 / 7 der Kopflänge, liegen sehr weit nach 
vorne, so dass ihr erster Suborbitalknochen äusserst schmal ist, und ihr oberer Rand über 
die Stirne empor ragt, welche gleichfalls sehr schmal, kaum */ 2 Augendurchmesser breit, 
als eine vertiefte Furche zwischen ihnen liegt; die Kiemendeckel sind abgerundet, nach 
unten breit, und umschliessen den Pharynx; Kiemenstrahlen sind 5, die zwei ersten lie- 
gen sehr dicht an einander, und der letzte von dem vierten entfernt an der Kehlhaut. 

Der Anus liegt der Nasenspitze wenig näher als dem Schwanzflossenende. 

Die Brustflossen sind so lang wie der Kopf, in der Mitte etwas zugespitzt, und 
bestehen jede aus 12 — 13 ungetheilten Strahlen, wovon der siebente von oben herab der 
längste ist. 

Die Bauchflossen etwas hinter den Brustflossen sitzend, zugespitzt und etwas länger 
wie diese, reichen zurückgelegt bis zum Anus; sie liegen flach neben einander und sind 
bis zur Hälfte ihrer Länge durch eine Membran mit einander verbunden, sie enthalten 
jede fünf Strahlen, wovon der innerste und längste einmal, die übrigen vier aber zweimal 
gespalten sind. 

Die erste Rückenflosse beginnt nach den Bauchflossen, V 3 der Totallänge des Fi- 
sches von der Nase entfernt, ihre grösste Höhe gleichet der Länge ihrer Basis oder 2 / 3 
der Körperhöhe unter ihr, sie hat sechs ungetheilte Strahlen, wovon der zweite am längsten 
ist. Die zweite Rückenflosse, etwas niederer als die erste, von der sie vollkommen getrennt 
ist, beginnt in der Hälfte der Totallänge, ihre Höhe ist zweimal in der Länge ihrer Ba- 
sis oder einer Kopflänge enthalten, sie besteht aus 9 10 ungetheilten Strahlen, wovon der 

dritte am längsten ist. 

Die Analflosse beginnt senkrecht unter dem Anfange der zweiten Rückenflosse, ihre 
Basis und ihre 9 ungetheilten Strahlen sind eben so lang wie an dieser ; beide sind beinahe 
um die Länge ihrer Basis von der Schwanzflosse entfernt. 

Die Schwanzflosse ist etwas abgerundet, kürzer als der Kopf, besteht aus 11 zweimal 
getheilten Strahlen in der Mitte, drei kurzen ungetheilten über, und drei unter ihnen. 

3 
B. 5. P. 12—13. V. 5. D. 6=9—10. A. 9—10. C. n 

3 

Grösse des Exemplars: 1 Zoll 8 Linien. 

Die Schuppen fallen leicht ab, besonders auf dem Kopfe und dem vorderen Theile 
des Rückens, die meistens nackt sind; sie sind gross, fast rund, unter der Lupe sieht mau 
den Mittelpunkt ihrer concentrischen Ringe im fünften Sechstheile, nämlich nur 1 / 6 der ganzen 
Schuppenlänge, von dem in der Haut steckenden Rande entfernt liegen, dieser ist mit 18 — 20 
Zahnchen besetzt, und auf der freien oder unbedeckten Seite der Schuppe verursacht der 
meist l^strahlige Fächer eben so viele seichte Ausbuchtungen als er Strahlen hat. 

Die Linea lateralis ist wenig bemerkbar, sie geht in gerader Linie in der halben 
Höhe des Körpers bis zur Schwanzflosse, und besteht aus 35—37 Schuppen. 

Die Hauptfarbe unseres Fisches im Spiritus ist gelblich weiss, nach dem Bauche zu 
silbeng, auf dem Rücken ist jede Schuppe dunkelbraun gerandet, wodurch sich eine netz- 



158 I1ECKEL, ICIITYOLOGISCIIE BEITRÄGE. 

Förmige Schattirung bildet, die sich auch über Scheitel und Kiemendeckeln verbreitet; er 
bat sieben dunkelbraune Binden, die alle stark und deutlich gezeichnet sind. Die erste gebt 
ijiier über den Unterkiefer, reichet von einem Mundwinkel zum anderen ; die zweite so wie 
alle folgenden ist vertical, steht unter der Mitte jedes Auges, ohne unter der Kehle zu- 
sammen zu fliessen ; die dritte zieht sich eben so über den Kieinendeckel , keine Binde 
oder ahnliehe Zeichnung folgt nun bis unter den Anfang der zweiten Rückenflosse, von 
wo die vierte sich herabzieht; die fünfte steht nach der Hälfte, und die sechste nach dem 
Bude derselben; die siebente, an der Basis der Schwanzflosse, gleichet mehr einem drei- 
eckigtem Flecke. Diese vier letzten Binden sind sowohl auf dem Rücken als nach unten 
getrennt und folgen in gleicher Fntfernung auf einander. Alle Flossen, mit Ausnahme der 
angefärbten Brust- und Bauchflossen, haben bräunliche wellenförmige Querbinden. 

Die Eingeweide zeigen keine bemerkenswertbe Verschiedenheit von jenen des Go- 
bius niger (Cuv. Val. hist. nat. des poiss. t. XII pag. 13.) , eine Schwimmblase ist gleich- 
falls nicht vorhanden. 

Das Wiener Museum erhielt zu verschiedenen Zeiten mehrere dieser niedlichen 
Fischchen aus Palermo _, sie scheinen nie viel grösser zu werden j als 1% Zoll. 

GOBIUS SEMILUNARIS Heck. 

Tab. 8. Fig. 5. 6. 
Macula seminulari utrinque ad pinnam dorsalem; ano papillis acwninatis decem clauso. 

Die Gestalt im Allgemeinen ist jener der meisten Gobien ähnlich, und hat für sich 
nichts Ausgezeichnetes. Die grösste Höhe des Körpers unter der ersten Rückenflosse ist 
sechsmal in der ganzen Länge, die Schwanzflosse mitbegriffen, enthalten ; seine grösste Dicke 
7V 2 mal, die mindeste Körperhöhe vor der Schwanzflosse gleichet einem Zehntel, und die 
Dicke daselbst einem Dreissigstel der Totallänge, oder dem dritten Theile der mindesten 
Höhe. Der Kopf ist konisch, */ 9 der ganzen Länge, der Mund sehr klein, nur bis unter 
die Nasenlöcher gespalten , seine Breite gleichet kaum dem Zwischenräume beider Unter- 
Augenränder; beide Kinnladen sind gleich lang, mit einer schmalen Binde kurzer Carden- 
zähne besetzt ; die Nasenlöcher sind zw ischen Augen und Schnauzenspitze in der Mitte ; 
die Augen stehen in der vorderen Hälfte des Kopfes , hoch an der Stirne, sehr nahe an ein- 
ander, und um einen ihrer Längedurchmesser von der Schnauzenspitze entfernt. Operculum 
und Praeoperculum sind abgerundet mit einer dicken, nackten Haut überzogen ; die Kiemen- 
haut bläht sich auf, wie an allen Gobien, sie hat fünf Strahlen , wovon der kürzeste etw 7 as 
entfernt von den ersten vier, dicht am Rande der Kehlhaut steckt, und etwas schwer zu 
finden ist. 

Der Anus liegt mitten zwischen Augen und dem Ende des Schwanzes (ohne der Flosse), 
er hat an seinem innern Rande 10 kleine häutige Ansätze, die wie eben so viele Spitzen 
aussehen, welche, sternförmig nach der Mitte gerichtet, seine Oeffnung verschliessen ; nach 
ihm steht über einem Grübchen der warzenähnliche Anfang des Männchens. 

Die Brustflossen sind breit, etwas spitz, reichen zurückgelegt bis zum Anfang der 
zweiten Rückenflosse; sie bestehen aus 13 — 1^ Strahlen, wovon die unteren 4- — 5 an ihren 
Enden getheilt sind. 



HECKEL, ICHTYOLOGISCHE BEITRÄGE. 153 

Die Bauchflossen sitzen gerade unter den Brustflossen, liegen flach neben einander, 
und sind durch eine Membran ihrer ganzen Länge nach verbunden, sie reichen zurückge- 
legt bis zum Anus, bestehen jede aus 6 zweimal getheilten Strahlen, wovon die inneren 
die längsten sind. 

Die beiden Rückenflossen sind ohne Verbindung, und stehen etwas entfernt von ein- 
ander; die erste, etwas nach den Bauchflossen entspringend, besteht aus sechs ungeteilten 
Strahlen, die aufgerichtet einen kurzen Bogen beschreiben, dessen Mitte halb so hoch als 
der Körper unter ihnen ist; die zweite Rückenflosse aus 18 ungetheilten Strahlen, beginnt 
über dem Anus und endet kurz vor der Schwanzflosse , ihr erster Strahl ist sehr, die übri- 
gen beinahe alle gleich langen sind so hoch als der Körper unter ihnen. 

Die Analflosse beginnt etwas nach, und endet etwas vor der zweiten Rückenflosse, 
sie besteht aus 14 ungetheilten Strahlen, deren erster etwas kürzer als die übrigen ist, 
welche an Länge 2 / 3 der Körperhöhe über ihnen gleich kommen. 

Die Schwanzflosse etwas über 1 / 6 der Totallänge, ist beinahe gerade abgeschnitten, sie 
besteht in ihrer Mitte aus 11 an den Spitzen gespaltenen Strahlen, dann aus zwei stufen- 
weise kürzeren über, und drei unter ihnen, die ungetheilt sind. 

2 
B. 5, P. 13—14. V. 6. D. 6=18. A. 14. C. U 

s 

Grösse des Exemplars : 1 Zoll 10 Linien. 

Sehr kleine Schuppen bedecken den Kopf von der Stirne an, und ziehen sich über 
den Rücken längst der Basis der ersten Rückenflosse, eben so von der Kehle an über den 
Bauch bis zum Anus; an den Seiten des Körpers, und dann in seiner ganzen zweiten Hälfte 
zwischen Rücken- und Analflosse, sind die Schuppen viel grösser; ihr hinterer oder unbe- 
deckter Rand bildet einen halben Bogen, ihr vorderer eine stumpfe Spitze, in welcher der 
Mittelpunkt aller concentrischen Ringe liegt; es verbreiten sich aber nicht wie gewöhnlich 
die Strahlen fächerförmig aus ihm, sondern diese ziehen sich, ohngefähr 15 an der Zahl, 
vom ganzen vorderen Rande aus, beinahe parallel nach dem hinteren, wo sie ebenso 
viele runde Einschnitte bilden ; der in der Haut haftende Rand hat circa 25 Stacheln. 34 
bis 37 Schuppen sind vom Kiemendeckel bis zur Schwanzflosse, 17 — 18 in einer vertika- 
len Linie von der ersten Rückenflosse zu den Bauchflossen, 12 13 von der zweiten 

Rückenflosse zum Anus , und 6 7 vor der Basis der Schwanzflosse» Die Linea lateralis 

ist wenig bemerkbar , sie durchzieht in gerader Richtung die halbe Höhe des Körpers. 

Die Farbe des ganzen Fisches ist ein blasses Gelbbraun, das auf dem Bauche und 
den Wangen heller wird; zu beiden Seiten der ersten Rückenflosse liegt ein dunkelbrauner 
halbmondförmiger Fleck, mit der convexen Seite des Bogens nach oben gewendet, drei 
andere Flecken ziehen sich unter dein fünften, dem 13 und dem letzten Strahl der zweiten 
Rückenflosse, etwas schief gegen den Kopf, bis auf die Seitenlinie hinab; unter ihnen sind 
kleinere unregelmässige längs der Analflosse befindlich ; die Basis der Schwanzflosse ist 
bald von einer schmäleren, bald von einer breiteren dunkelbraunen Binde umgeben. Alle 
Flossen sind mit vielen braunen Querstreifen durchzogen, welche eigentlich nur die Strah- 
len allein berühren, doch an den Bauchflossen sind sie oft kaum merkbar. 

IL 20 



i | 1IECKEL, ICHTVOLOGISCHL BEITRAGS. 

Herr Doctor Frivaldszkjr von Frivald, Custos am k National - Museum zu Pest h, 
weh hei- auf seine kosten Reisende in die Türkei sandte, um Naturalien zu sammeln , 
erhielt unter andern aue/i einige Fische in Spiritus , aus dem Flusse Marizza bei l'hi- 
lippopoli in Rumelie/i, welche er mir gutigst zier Einsicht mitt heilte ; ich fand unter 
ihnen den so eben beschriebenen Gobius, einen Abramis , den ich weiter unten be- 
schreiben werde, und einen sehr abweichenden Barbus; die übrigen waren von den 
bekannten Arten unserer Umgebung durchaus nicht verschieden. Es ist unstreitig sehr 
interessant , wieder einen Gobius als wirklichen Süsswasscr - Fisch und Flussbewohner 
kennen zu Icrnerij da fast alle bis jetzt bekannten Arten dieser zahlreichen Gattung 
im Meere leben. Die Wissenschaft verdankt dem regen Forschungseifer des Hrn. Dct. 
Frivaldszkjr diesen Zuwachs , und es wäre sehr wünsclienswerthj dass keine Gelegen- 
licit unbenutzt bleiben mochte^ welche zur näheren Kenntniss der Süsswasser-Fische 
Europa* s beitragen könnte. 



ABRAMIS 31ELANOPS Heck. 

Tab. 8. Fig. 3. 

Rostro incrassato obtuso; squamarum seriebus decem supra_, et sex infra lineam la- 
teralem; pinna anali pone pbinam dorsalem^ radiis 21. 

Er gehört zu den Abramis - Arten mit knorpeliger vorspringender Nase, und nähert 
sich unter diesen in den Hauptformen am meisten dem Abramis Vimba , nur ist sein Kopf 
dicker und die Nase kurz , dick und stumpf wie an Abramis Schreibersii Heck. , von dem 
er übrigens durch Körperform und Strahlenzahl sehr weit verschieden ist. 

Die grösste Höhe des Körpers vom Anfange der Rückenflosse ist 4rV 2 mal m seiner 
ganzen Länge mit der Schwanzflosse enthalten, und seine grösste Dicke ist 2 / 5 der Höhe. 
Der Kopf l / s der Totallänge ist konisch, und etwas dicker als der Rumpf, sein Profil stellt 
mit dem Rücken und der Brust zwei gleich flache Bögen dar. Die Nase ist dick , abge- 
rundet , dem Munde etwas vorragend. Die Nasenlöcher liegen den Augen wenig näher als 
der Nasenspitze. Der Mund ist klein, beinahe horizontal bis unter die Nasenlöcher gespal- 
ten. Die Augen sind massig gross, 2 / 9 der Kopflänge, ihr hinterer Rand liegt zwei ihrer 
Diameter von der Kiemenöffnung, und ihr vorderer Rand lV 2 von ^ er Nasenspitze 
entfernt; die Stirne zwischen ihnen ist lV 2 ihrer Diameter breit. Eine gerade Linie von 
der Mundspalte durch die Mitte des Schwanzes gezogen , lässt den unteren Augenrand um 
V 4 Augendurchmesser über sich; diese Linie durchschneidet gleich nach dem Kiemendeckel 
<len Anfang der dritten Schuppenreihe unter der Linea lateralis, vereinigt sich dann mit letz- 
terer unter dem Anfang der Rückenflosse, und läuft vereint mit ihr bis zur Schwanzflosse 
fort. Die Linea lateralis enthält 60 Schuppen, 10 Schuppenreihen sind über ihr bis zum er- 
sten Strahl der Rückenflosse, und 6 unter ihr bis zum Anus, alle Schuppen sind sehr 
glatt und glänzend, meist mit einem Fächer von vier ganzen Strahlen, und vier halben ab- 
wechselnd zwischen ihnen. Der Anus liegt zwischen Kiemenspalte und Schwanzflossenbasis in 
der Mitte. 



HECKEL, ICHTYOLOGISCHE BEITRÄGE. 135 

Die Brustflossen, % der Kopflänge, erreichen zurückgelegt die Bauchflossen nicht, 
diese entspringen vor, und enden in der Hälfte des Körpers, die Schwanzflosse nicht mit- 
gerechnet, sie reichen zurückgelegt nicht bis zum Anus; die Rückenflosse beginnt perpendi- 
kulär etwas nach den Bauchflossen, ihre Basis gleichet der halben Kopflänge, sie ist sehr 
schief abgeschnitten, so dass die Länge ihres dritten Strahles einer ganzen, und ihr letzter 
V 4 der Kopflänge gleichet. Die Analflosse beginnt perpendikulär unter dem Ende des zurückge- 
legten Strahles der Rückenflosse, also um 1 / 4 Kopflänge nach derselben*; ihre Basis 
gleichet */s der Kopflänge, der Zwischenraum von ihrem Ende bis zum ersten Seitenstrahl 
des Schwanzes gleichet ihrem dritten und längsten Strahl, oder 2 / 3 der Kopflänge. Die 
Schwanzflosse ist so lang wie der Kopf, tief eingeschnitten und beide Lappen gleich lang. 

Die Schlundknochen sind schwach wie an allen Abramis- Arten, sie haben fünf schief 
abgeschnittene Zähne in einer Reihe. 

P. 7 15 . V. 7 8 . D. %■ A. 3 / 18 . C » 

6 

Grösse des Exemplars: l l / 2 Zoll. 
An Individuen in Weingeist ist der Rücken silberspielend stahlblau , der Bauch sil- 
berweiss ; aber was seine Färbung vorzüglich auszeichnet, ist eine schwärzliche Schattirung, 
aus kleinen schwarzbraunen Pünktchen bestehend, die besonders dicht, einem Schleier ähn- 
lich, den oberen Theil des Kopfes bis unter die Augen überzieht, und dann als breiter, 
etwas blasserer Längenstreif an den Seiten des Körpers bis an sein Ende fortläuft. Brust-, 
Rücken- und Schwanzflosse haben einen breiten schwärzlichen Saum, Bauch- und Anal- 
flosse sind weiss. 

Aus dem Flusse Marizza in Rumelien. 

Ich füge hier noch das Perzeichniss sämmtlicher Fische beij welche ich aus 
der Umgebung von Philippopolij theils aus dem Flusse Marizzaj theils aus den dortigen 
Morästen des Stanimakßusses erhalten habe_, es mag als ein kleiner Beitrag zu der 
geographischen Verbreitung einiger Arten dienen. 

Cvprinus Carassius L. 

Barbus communis. Varietas cyclolepis. ** 



Perca Jluviatilis. Varietas nigrescens« 
Gobius semilunatus H. 
Cyprinus Carpio L. 



Tinea vulgaris Cv. 



* Bei den meisten europäischen Abramis - Arten beginnt die Analflosse senkrecht unter oder vor dem Ende 
der Rückenflosse, nur Abramis Buggenhagii Cv. und Abr. Leuckartii Heck, sind davon ausgenommen, bei 
ihnen beginnt, die Analflosse nach dem Ende der Rückenflosse. 
** Da ich keine alten Individuen von dem eben angeführten Barbus erhalten habe, und meine grössten Exem- 
plare nicht über 8 Zoll lang sind, so wage ich es nicht, ihn mit Bestimmtheit als eigene Art zu betrachten, 
und führe hier nur kurz einige Merkmale an , durch welche er sich von gleich grossen Barben der hiesi 
gen Gegend unterscheidet. 



Bar b us cyclolepis. 
Schuppen alle abgerundet, kleiner. 
Schuppenreihen 15 ober der Linea lateralis. 
Schwanzflosse kürzer. 
Rückenflosse stumpfeckig. 



Barbus communis. 
Schuppen, besonders in der oberen Hälfte des Fisches 

zugespitzt , grösser. 
Schuppenreihen 12 ober der Linea lateralis. 
Schwanzflosse länger. 
Rückenflosse zugespitzt. 

20* 



15G HECKEL, ICHTYO LOGISCHE BEITRÄGE. 



Gobio vulgaris Cv. 
Rhodeus amarus Agass. 
Abramis /nclanops H. 
Leuciscus Dobula Cv. 

rutilus. 

erjt Itrop luludmus Cv. 



Leuciscus Aphia Cv. 
Chondrostoma Nasus Agass. 
Acanthopsis Taenia Agass. 
Esox Lucius L. 
Salmo Fario Linn. 



CARASSIUS HUMILIS Heck 

Tab. 9. Fig. 4. 

Basi pinnae dorsalis corporis altitudiriem aequante; squamarum seriebus sex suprcij et 

quinque itifra lirieam lateralem. 

Er ist dem Carassius vulgaris sehr ähnlich, unterscheidet sich aber leicht durch 
seinen viel niederen Rücken , den viel dickeren Kopf, die grösseren Schuppen, die längere 
Schwanzflosse und den silberweissen Bauch. 

Die grösste Dicke des Körpers nach den Brustflossen ist zweimal in seiner Höhe, und 
diese viermal in seiner ganzen Länge (die Schwanzflosse mitgerechnet) enthalten. Der Kopf 
beträgt den vierten Theil der Gesammtlänge , ist zwischen den Kiemendeckelu viel dicker 
als der übrige Körper ; die Nase ist stumpf, der Mund klein , schiefer nach abwärts ge- 
spalten als an Carassius vulgaris; das Auge ist gross, l / 3 der Kopflänge, liegt mit seinem 
hinteren Rande in der Hälfte des Kopfes; die Stirne zwischen den Augen ist 1% Diameter 
des Auges breit. Eine gerade Linie von dem äussersten Mundrande mitten durch den Schwanz 
gezogen , durchschneidet das Auge nahe an der Pupille , streift durch die ersten 2 — 3 
Schuppen der zweiten Schuppenreihe unter der Linea lateralis , und vereinigt sich mit letz- 
terer erst zwischen Bauchflossen und Anus. Die Linea lateralis senket sich im Anfange bis 
gegen den Anus, von da an läuft sie horizontal bis zur Schwanzflosse, sie besteht aus 29 — 30 
Schuppen, nur 6 Schuppenreihen sind senkrecht bis zum Anfange der Rückenflosse, über 
ihr , und eben so nur fünf Reihen unter ihr bis zum Anus. Alle Schuppen sind glatt, glän- 
zend und beinahe rund , an jenen der Linea lateralis liegt der Mittelpunkt ihrer concen- 
trischen Ringe , dem ausgebuchteten bedeckten Rande etwas näher , und sendet 5 Strah- 
len vor- und 4 Strahlen rückwärts, zwischen den letzten liegt das ziemlich dicke Schleim 
ausführende Röhrchen, und mündet in einer tiefen Bucht des Randes ; an den übrigen Schup- 
pen liegt der Centralpunkt in der Mitte, ihr vorderer oder bedeckter Rand ist mehr, ihr 
hinterer gar nicht ausgebuchtet. Der Anus ist dem Ende der Schwanzflosse viel näher als 
der Nasenspitze. 

Die Brustflossen sind länger als an Carassius vulgaris , sie reichen zurückgelegt über 
die Basis der Bauchflossen, diese stehen dem Munde etwas näher als der Schwanzflosse, 
und reichen abermals zurückgelegt nicht ganz bis zum Anus. Die Rückenflosse beginnt 
senkrecht über dem ersten Strahl der Bauchflossen, und endet über dem dritten der Anal- 
flosse, die Länge ihrer Basis gleichet der grössten Höhe des Körpers (bei Carassius vulg. 
ist sie lV 2 mal in der Höhe des Körpers enthalten), ihre Strahlen sind so lang als / 3 der 
Körperhöhe unter ihnen. Die Basis der Analflosse ist kurz, lVsmal in der Länge ihrer 



HECKEL, ICHTYOLOGISCHE BEITRÄGE. 1Ö7 

Strahlen enthalten; an beiden vertikalen Flossen ist der erste Knochenstrahl so klein und in 
der Haut verborgen, dass man ihn nur mit dem Messer entdecken kann; der dritte ist 
stark und nach hinten gezähnt. Die Schwanzflosse, V 4 der Totallänge, ist tief ausgeschnitten, 
die Strahlen der Mitte sind beinahe um die Hälfte kürzer als die längsten nach aussen. 

Die Schlundknochen haben jeder vier zusammengedrückte Zähne in einer Reihe, wo- 
von die hintersten an ihren schief abgeschnittenen Kronen viel breiter als an der Ba- 
sis sind. 

Die Farbe dieses kleinen Karpfen ist einfach und schön , das Schwarz seines Rückens 
und Kopfes verliert sich an den Seiten in hellglänzendes Silberweiss, welches den Unter- 
kopf, Brust und Bauch überzieht, so dass er jener Varietät des Carassius auratus, die gewöhn- 
lich Silberfisch genannt wird , sehr ähnlich sieht. 

Das Wiener Museum erhielt 15 Exemplare dieser schonen Species durch Herrn 
Grohmamij einen sehr emsigen Sammler j der sie in der Gegend von Palermo in dem 
sogenannten Lago nella plana della stippa fing, und die Bemerkung machte, dass sie 
nie grösser als von 3 Zoll Länge vorkämen. 

CARASSIUS BUCEPHALÜS 

Capite incrassato , valde obtuso/ dorso subelevato; pinna caudae capite breviori; li- 
nea laterali in medio corporis evanescente , squamarum seriebus octo supra , et quin- 

que infra lineam lateralem. 

Diese Species , welche sich auf den ersten Anblick durch den dickeren stumpferen 
Kopf, die grossen hervorstehenden Augen und glatten Schuppen, von unserer gemeinen Ka- 
rausche , Carassius vulgaris Cv. , aurfallend unterscheidet, ist durch die Höhe ihres Körpers, 
die Kürze ihrer Brust- und Schwanzflossen, und die Anzahl ihrer horizontalen Schuppenrei- 
hen, eben so deutlich von meinem vorhergehenden Carassius humilis verschieden. 

Das Profil , obschon etwas minder hoch, gleichet am meisten dem Carassius vulga- 
ris, allein der Anfang des Kopfes ist viel stumpfer, und wenn man eine von der äussersten 
Mundöffnung mitten durch den Schwanz gezogene Linie als die Achse des Körpers annimmt, 
so erhebt sich das Hinterhaupt nur um 33 Grade über dieselbe, während das Hinterhaupt 
bei Carassius vulgaris einen Winkel von 40 Graden gegen dieselbe Achse bildet. Der Körper 
ist viel dicker und dabei minder hoch als an Carassius vulgaris, denn die grösste Dicke des 
Rumpfes über den Brustflossen beträgt beinahe die Hälfte der grössten Körperhöhe vor der 
Rückenflosse, und diese Höhe ist vollständig dreimal in der Gesammtlänge des Fisches 
enthalten; die mindeste Höhe des Körpers von der Schwanzflosse beträgt 3 / 8 der grössten. 
Der Kopf nimmt den vierten Theil der Gesammtlänge ein, und liegt mit seiner grösseren 
Hälfte unter der Achse, er ist dicker als der Rumpf mit breiter Stirne. Die grossen weit 
hervorstehenden Augen , deren Durchmesser einem Dritttheile der Kopflänge gleich kommt, 
liegen mit ihrem hinteren Rande etwas nach der Hälfte des Kopfes, mit ihrem unteren 
aber unter der vorbesagten Achse; die Breite der Stirne zwischen den Augen beträgt 1V 2 
und die Entfernung beider sehr convexen Pupillen etwas über zwei Augen -Durchmesser. 
Die Porenreihen , welche sich bei den meisten Cyprinen an dem Unterkiefer , dem inneren 



I5S HECHEL, ICIITVOLOGISCIIE HEITRÄGE. 

Rande des Vordeckelfl mul der Unteraugenknocheri , dann am äusseren der Stirnbeine befin- 
den, sind hier sehr deutlich ausgedrückt, und bestehen aus einzelnen erhabenen Punkten, 
in deren Mitte die kleine Porenöffnung dem freien Auge leicht kenntlich ist. Lage und Ge- 
stalt der Mundspalte sind ganz wie an Carassius vulgaris. Der untere Rand des Vordeckels 
(Praeoperculum) zieht sich weiter hinab, so dass seine Kntfernung vom untern Augenrande, 
welche bei Carassius vulgaris dem horizontalen Diameter des kiemendeekels im engeren Sinne 
(Operculum) gleich ist, hier denselben übertrifft; der vertikale Rand des Vordeckels fällt bis 
auf die Mitte des Zwischendeckels (Interoperculum) geradlinigt herab. In Stellung, Gestalt 
und Strahlenanzahl der Flossen kommt fliese Species abermal mit Carassius vulgaris überein, 
die Rückenflosse entspringt vertikal über den Bauchflossen in der Mitte des Körpers (ohne der 
Schwanzflosse^ und endet über der Anheftung des ersten getheilten Strahles der Analflosse; 
die längsten Seitenstrahlen der wenig ausgebuchteten Schwanzflosse aber erreichen nur 2 / 3 
der Kopflänge. 

B. 3. P. Vis- V. Vr D. 3 / 10 - A. % C. g 

6 

Die Schuppen sind etwas kleiner als an der gewöhnlichen Art, und bilden gleichfalls 
acht horizontale Reihen über, aber nur 5 unter der Seitenlinie bis zum Anus; ihre unbe- 
deckte Oberfläche ist vollkommen glatt, mit 2 4strahligein Fächer. Die Röhrchen, welche 

die Linea lateralis bilden, reichen nur bis über die Bauchflossen, nämlich bis zur 12. oder 
16. Schuppe, an den nachfolgenden 20 oder 16 dieser Reihe, welche im Ganzen 32 
Schuppen enthält, ist keine Spur mehr davon zu bemerken. 

Die Farbe des Fisches im Weingeist ist obenher und an den Seiten schwärzlich auf Silber 
schimmernden Grunde, nach unten zu schmutziggelb ; ein grosser schwärzlicher Fleck, der öf- 
ters auch ringförmig den Schwanz nächst seiner Flosse umgibt, schimmert so wie an Carassius 
vulgaris mehr oder weniger deutlich, durch die ihn bedeckenden Schuppen hindurch (an meinein 
Carassius humilis fehlt dieser Fleck gänzlich) . 

Länge der Exemplare : 4-V 2 Zoll und 5 Zoll. 

Dieser Carassius bewohnt die warmen Quellen bei Salonik in Macedonien, von wo ihn 
Herr Doctor von Frivaldszky in Pesth, dessen Freundschaft wir die bereits erwähnten Fische 
aus Rumelien verdanken, nebst einem andern Cyprinoiden erhielt, welcher letzterer jedoch 
nicht in den warmen Gewässern lebt, und mit meinem Cyprinus hungaricus, Annalen des Wiener 
Museums T. I. pag. 222. Tab. XIX. Fig. 1. identisch ist. 

SCORPAENOPSIS Heck. 

Cuvier und Valenciennes theilten in der Histoire naturelle des poissons , die Familien 
der Scorpaenoiden in mehrere kleinere Genera , und stellten die unterscheidenden Kennzei- 
chen für jedes derselben mit grösster Genauigkeit fest. Die Gestalt und Stellung der Zähne, 
ihr Vorhanden- oder Nichtvorhandenseyn an den verschiedenen Mundtheilen, wo sie zu ste- 
hen pflegen, ist hierbei wie durch das ganze System der Fische, als eines der wichtigsten 
Kennzeichen berücksichtigt worden, und diente nicht nur einzelne Genera, sondern sogar 
grosse Gruppen darnach glücklich zu scheiden; so haben Scorpaena, SebasteSj BlepsiciSj 
Apistus Zähne an Vomer und Gaumen; PteraeiSj Minaeus, Pelor amVomer allein; Agriopus 






HECKEL, ICHTYOLOGISCHE BEITRÄGE 159 

und Sjnanceia keine am Vomer noch am Gaumen, Das Wiener Museum besitzt zwei Spe- 
cies von Scorpaetioiden , welche von allen verwandten Gattungen weit verschieden, dem Ha- 
bitus sowohl als allen näheren Kennzeichen nach unfehlbar zu Scorpaena Cuv. zu gehören 
scheinen, nur mangeln die Zähne am Gaumen; eine dieser beiden Arten ist in der Hist. 
not. des poissons als Scorpaena nesogallica beschrieben, allein das N i cht-Vorhandenseyn 
der Gaumenzähne schliesst sie offenbar von diesem Genus aus, und es verdienen daher un- 
sere Scorpaenoiden dieses wichtigen Umstandes wegen ein Geschlecht für sich zu bilden ; wo 
alle jene eigentliche Scorpaenen welchen die Gaumenzähne fehlen, einzureihen sind. 
Hier folgen die Galtungsmerkmahle von 

SCORPAENOPSIS. Dentibus in utraque maxilla et in vomere; in palato nullis ; capite 
compresso , spinoso, alepidoto; corpore squamato, appendicibus cutaneis lateralibus, et in 
capite; pinna dorsal i unica; radiis branchiostegis Septem. 

SCORPAENOPSIS NESOGALLICA Heck. 

Scorpaena nesogallica Cv. Val. hist. nat. des poissons t. IV. pag. 315. 
Guevin, Icon. du reg, anim. pl. 13. fig. 2. 

Fronte inter oculos dimidium oculi diametrum aequante; ossibus frontalibus posterioribus 

impressis. 

Die Stirne bildet zwischen den hohen Rändern der Oberaugenknochen, wie bei den 
Scorpaenen, eine tiefe Furche, noch tiefer aber ist der Eindruck an den hinteren Stirnbeinen, 
welcher einer viereckigen Grube gleichet. 

Das Wiener Museum besitzt 6 Exemplare von 3 4: Zoll Länge aus Mauritius. 

SCORPAENOPSIS NEGLECTA Heck. 

Fronte inter oculos diametrum oculi aequante; ossibus frontalibus posterioribus planis. 

Die Stirne ist zwischen den hohen Augenrändern eben so vertieft, nur noch einmal so 
breit als an der vorigen Art, und die hinteren Stirnbeine, welche bei jener eine tiefe Gru- 
be bilden, schliessen sich bei dieser ohne alle Vertiefung an die schief aufsteigende brei- 
tere Furche der Stirne an. 

Diese zweite Art ist übrigens der Scorp. nesogallica ungemein ähnlich, unterscheidet 
sich aber von ihr nebst den angegebenen Merkmahlen noch durch die sämmtlich gezäh- 
nelten Dornen des Kopfes, und durch die Zeichnung der Brustflossen, welche ausser der brei- 
ten schwarzen Binde an ihrem inneren Rande, und den kleinen unregelmässigen Flecken in 
der Achselgrube, den grossen sammtschwarzen Fleck nicht haben, welcher bei Scorp. neso- 
gallica so auffallend an der inneren Seite der Brustflossenbasis steht. 

Die Grösse unseres Exemplars ist & l / z Zollj es kam wahrscheinlich aus dem ost- 
indischen Meere. 

TRACHIDERMUS Heck. f »* 1 

Char acter generis: Corpore fusiformi; capite depresso, spinis variis instructo, 
appendicibus membranaceis nullis; dentibus in maxilla utraque, in vomere et in palato; 



III. (MI, ICHTYOLOGISCIIE BEITRÄGE. 

imlits brauchiostegis sex; pinnis dursalibus duabus, aut separatis, aut basi conjunctis ; pin- 
nis i'C/itralibus radiis quinque, sub pectoralibus sitis ; M/uaiuis nullis, Cute aspera. 

Die grösste Aehulichkeit der ganzen Gestalt nacb mit Cottus Cv. , allein durch das 
Bageyl fon Gawnenzähnen generisch davon verschieden; obschon durch den deprimir- 
1 e u Kopf von der Familie der Scorpaenen ausgeschlossen, gleichen unsere Trachideruien der 
Stellung ihrer Zähne nach, und vorzüglich ihrer ausgezeichneten Hauptbedeckung wegen 
am meisten dem Blepsias trilobus Cuv. Val. 

TRACHIDERMUS EFASCIATüS Heck. 

Tab. 9. Fig. 1. 2. 
Pinnis dorsalibus separatis; maxilla superiore inferiorem longitudine superante. 

Der Körper ist zwischen den Brustflossen etwas breiter als hoch , seine grösste Höhe 
eben da ist zweimal in der Länge des Kopfes , dreimal in der Länge des Rumpfes , ein- 
mal in der Länge der Schwanzflosse, folglich sechsmal in der Totallänge des Fisches ent- 
halten. Der Schwanz ist vor seiner Flosse sehr zusammen gedrückt, seine grösste Breite 
gleichet kaum dem dritten Theile seiner Höhe, und diese wiederum einem Dritttheile der 
grössten Körperhöhe. 

Der Kopf ist niedergedrückt, stumpf, etwas breiter als der Körper und */ s der To- 
tallänge; der Mund ist horizontal bis unter den hinteren Augenrand gespalten, der Ober- 
kiefer ist ein wenig länger als der untere, beide mit einer breiten Binde kurzer rückwärts 
gekrümmter Sammtzähne besetzt, eine ähnliche bedeckt den Vomer und eine schmälere steht 
auf jeder Seite des Gaumens ; die Zunge ist glatt, dick und stumpf. Die Nasenlöcher sind 
klein, einfach, liegen zwischen Augen und Mundspitze in der Mitte. Die Augen sind klein, 
ihr Durchmesser beträgt nur V 7 der Kopflänge, sie liegen halb nach oben gerichtet in der 
vorderen Hälfte derselben, nämlich V* Kopflänge von der Mundspitze entfernt; die Breite 
der Stirne zwischen den Augen gleichet IV2 Augendurchmesser. Der Kiemendeckel ist nach 
oben zugespitzt und endet mit der etwas verlängerten Spitze des Unterdeckels (Subopercu- 
lum) ; der Deckel (Operculum) bildet ein gleichseitiges Dreieck, dessen oberer horizontaler 
Rand der ganzen Länge nach gekielt ist; der Vordeckel (Praeoperculum) endet in seinem 
oberen Winkel durch einen starken aufwärts gekrümmten Haken, unter diesem stehen noch 
vier kurze von der Haut überzogene Dornen in einiger Entfernung von einander , wodurch 
der Rand des Vordeckels nach unten wie ausgebuchtet erscheint; der horizontale verlän- 
gerte Kiel des Suborbitalknochens ist glatt und erreicht den Haken des Vorderkiels, mit 
welchem er ein Stück zu bilden scheint; die Knochen der Stirne und des Hinterhauptes 
sind an ihren äusseren Rändern gleichfalls gekielt, sie haben keine Spitzen oder Zähnelun- 
gen, nur die Knochen der Nase enden nach hinten, über den Nasenlöchern, in eine kleine 
Spitze, die eher dem Gefühle als dem Auge bemerkbar wird. Die Kiemenspalte ist kurz wie 
an den Cottus-Arten ; die Kiemenhaut heftet sich eben so von den Bauchflossen an den Rumpf 
und hat sechs deutliche Strahlen. 

Der Anus liegt in der Mitte der Totallänge, von der Mundspitze und dem Schwanz- 
flossenende gleich weit entfernt. 



HECKEL, ICHTYOLOGISCHE BEITRÄGE. 161 

Die Brustflossen sind abgerundet und reichen, zurückgelegt, über den Anus; sie be- 
stehen jede aus 18 Strahlen, wovon die oberen 8 an den Spitzen gespalten, die unteren 10 
aber ungetheilt sind; der achte Strahl von oben herab ist der längste. 

Die Bauch flössen entspringen unter dem Anfange der Brustflossen, sind klein, nur 
halb so lang als diese, und enthalten einen Stachelstrahl nebst 4- ungetheilten weichen; der 
Stachelstrahl ist halb so lang als der darauf folgende weiche, an welchen er sich, gerade 
wie bei Cottus- Arten, so fest anschliesst, und von einer gemeinschaftlichen Haut mit diesem 
umgeben ist, dass beide nur einen Strahl auszumachen scheinen. Die erste Rücken- 
flosse beginnt über den Brustflossen; sie ist abgerundet, erreicht mit dem vierten Strahl 
ihre grösste Höhe, welche zweimal in der Länge ihrer Basis enthalten ist, und die über- 
trifft nur wenig den Höhedurchmesser des Körpers unter ihr; sie besteht aus 8 ungetheilten 
Strahlen, wovon der erste und letzte sehr kurz, der zweite und sechste gleich lang sind. 
Die zweite Rückenflosse, von der ersten vollkommen getrennt und etwas höher als 
sie, beginnt senkrecht über dem Anus und endet kurz vor dem Anfange der Schwanzflosse; 
die Länge ihrer Basis beträgt V 3 der Totallänge des Fisches; Anfang und Ende der Flosse 
sind abgerundet, die Mitte sanft gewölbt, so hoch als der Körper unter ihr; sie besteht aus 
19 Strahlen, die sämmtlich, mit Ausnahme des zehnten und eilften, welche an ihren Enden 
gespalten, vollkommen ungetheilt sind. Die Analflosse beginnt unter dem vierten Strahl 
der Rückenflosse und endet unter ihrem letzten; sie ist etwas weniger hoch als diese, übri- 
gens in Gestalt ihr gleich ; sie besteht aus 17 Strahlen , die alle ungetheilt sind. D i e 
Schwanzflosse, % der Totallänge, ist an ihrem Ende beinahe gerade abgestutzt; sie hat 
in der Mitte 9 gespaltene, oben ^ und unten 3 kürzere ungetheilte Strahlen. 

4 

B. 6. P. 18. V. V*. D. 8=19. A. 17. C. ¥ 

3 

Die Linea lateralis besteht aus einer Reihe von 38 rhomboidalen Schleimlöchern, die, 
von einer kleinen wulstigen Erhöhung eingefasst, den Gliedern einer Kette ähnlich sind; 
sie durchzieht den Rumpf in der gewöhnlichen Richtung, der Biegung des Rückens folgend, 
von der Scapula durch die Mitte des Schwanzes. 

Die Haut ist nirgends mit Schuppen bedeckt, gegen den Kopf zu gestrichen rauh; 
diese Rauhigkeit besteht aus einer bei den Acanthopterygiern sehr seltenen Bildung, Haken- 
förmige Stacheln, spröde und durchsichtig wie Hörn, ragen mit der Spitze nach rückwärts 
gewendet, ohne aller bestimmten Ordnung, aus einer dicken Haut hervor, von welcher sie 
unten gleichsam wie mit einer Scheide umgeben sind; sehr kleine sternförmige Punkte 
stehen als blosses Pigment zerstreut zwischen den Stacheln; erst nachdem diese dicke Ober- 
haut durch Maceration entfernt worden , wird die grosse halbkreisförmige , tief ausgezackte 
Basis dieser Stachelhaken sichtbar; sie besteht aus einer festen homogenen Knorpelplatte 
ohne concentrischer schuppenähnlicher Formation ; ihr ausgezackter Bogen ist dem Kopfe zu- 
gewendet, und hinten mitten aus der Sehne entspringt der Haken; sie liegen an manchen 
Stellen dicht aneinander, allein berühren oder überdecken sich nie. Eine sehr ähnliche Bil- 
dung in der Hautbedeckung bemerkte ich anBlepsias trilobus Cuv. Vol. *), nur sind die 



f ) Wovon das Wiener Museum ein schönes Exemplar von 5V 2 Zoll Länge besitzt. 

II. 21 



HECKEL, ICHTYOLOGISCHE BEITRÄGE. 

unter der dicken Oberhaut verborgenen Knorpelplatten, welche den Stacheln als Basis dienen, 
weniger tief ausgezackt, und die Stacheln selbst länger und weniger hakenturmig gebogen. 

Die Falbe dea Fisches im Spiritus ist weiss von unten, oben hellbraun mit drei verti- 
kalen dunkelbraunen Binden, die sich etwas über die Linea lateralis herab ziehen, und zwei 
Flecken auf jeder Seite; die erste Binde ist breit, nimmt die vordere Hälfte der ersten 
Kückenflossenbasis ein, die zweite beginnt unter dem vierten bis neunten Strahl der zweiten 
Kückenflosse und geht etwas schief vorwärts; die dritte ist etwas schmäler und entspringt 
gegen dem Ende der zweiten Kückenflosse; der erste Fleck ist klein, rund, sitzt unter dem 
Ende der ersten Kückenflosse, der zweite besetzt die Kasis des Schwanzes in Gestalt eines 
Dreiecks. Brust-, Rücken-, Anal- und Schwanzflosse haben schmale braune Querbinden, wel- 
che, wie an Cottus - Arten, nur auf den Strahlen sichtbar sind; ausserdem ist im Anfange 
der ersten Rückenflosse und unten an der Basis der Brustflossen ein dunkelbrauner Fleck 
über Membrane und Strahlen; die Bauchflossen sind ganz weiss. 

Die schlimme Erhaltung der Eingeweide Jiess sehr wenig mehr bemerken ; der Ma- 
gen war ein kurzer keilförmiger Sack, und lag mit dem Pylorus nach rechts gewendet, un- 
ter dem vier Blinddärme sassen; der Darmkanal war gänzlich aufgelöst, und sein Inhalt, 
aus Fragmenten von Krebschen bestehend, lag in der Bauchhöhle zerstreut. 

Das Exemplar des Wiener Museums ist \ x / z Zoll lang und kam von den Philip- 
pinischen Inseln. 

TRACHIDERMUS RICHARDSONII Heck. 

Cottus asper Richardson, Fanna boreali americana, Part. Hl. pag. 295. et pag. 813. PI. 95. fig.i. 

Pinnis dorsalibus conjunctis _, maxilla inferiore superiorem longitudine superanle. 

Ohne Zweifel ist dieser Cottoid, welcher in dem Columbia-Flusse auf der Westseite von 
Nord-Amerika gemein ist, meinem eben beschriebenen Trachidermus fasciatus sehr ähnlich; 
er unterscheidet sich indess ausser den angeführten Merkmalen vorzüglich noch durch sei- 
nen glatteren Kopf mit flacheren Kielen, der kleiner ist und beinahe nur den vierten Theil 
der Totallänge ausmacht (bei Trachidermus fasciatus sind die Kopfknochen erhaben gekielt und 
der Kopf selbst ist 1 / 3 der Total länge); durch eine Spitze an der Scapula (welche unserem 
Tiachidermus fasciatus mangelt) ; durch nur zw ei Dornen unter dem aufw ärts gebogenen Haken 
am Rande des Vordeckels (Trachidermus fasciatus hat vier) ; durch weniger Strahlen in der 
Brust- und mehr in der Rücken- und Analflosse; endlich noch durch die Färbung, welche auf 
grauweissem Grunde aus unregelmässigen braunen, oft in Flecken zusammen fliessenden 
Punkten besteht. 

Im Nachtrag vermuthet Dr. Richardson /. C pag. 313, dass sein Cottus asper der 
Gaumenzähne wegen zu Hemilepidotus Cv. gehören möge; allein ausser dem gänzlichen 
Mangel aller Schuppen, entfernt ihn schon sein echter Cottus - Kopf von den Scorpaenen 
mit den seitwärts flachen Köpfen, zu welchen Hemilepidotus gehört. 



Erklärung der Tafeln. 



Tafel VIII. 



Fig. 1. Cottus poecilopus Heck. Ansicht von der Seite. 

Fig. 2. Ansicht von oben. 

Fig. 3. microstomus Heck. Ansicht von der Seite. 

Fig. 4. Ansicht von oben. 

a. Dessen Kopf von vorne. 

b. Kopf des Cottus Gobio von vorne. 

c. von oben. 

Fig. 5. Gobius semilunaris Heck. Ansicht von der Seite. 
Fig. 6. Ansicht von oben. 

d. Dessen Anus vergrössert. 

e. Bauchflossen von unten. 

f. Schuppe, vergrössert. 

Tafel IX. 

Fig. 1. Trachidermus fascialus Heck. Ansicht von der Seite. 
Fig. 2. Ansicht von oben. 

a. Ein Stück der Linea lateralis, vergrössert. 

b. Stückchen Haut des Rückens, vergrössert. 
c Dasselbe nach Abnahme der Oberhaut. 

d. Hautstachel an seiner Basis von der Oberhaut umgeben, vergrössert. 

e. Derselbe nach Abnahme der Oberhaut, Ansicht von oben. 

f. Derselbe , Ansicht nach der Seite. 

g. Hautstachel von Blepsias tvüobus Cv. , nach Abnahme der Obei'haut, Ansicht von 
oben , vergrössert. 

Fig. 3. Abramis melanops Heck. 

h. Körperdnrchschnitt vor der Rückenflosse. 

i. Schuppe, vergrössert. 

k. Schlundknochen mit den Zahnen. 

1. Letzter Zahn , vergrössert. 

Fig. 4. Cyprinus humilis Heck. 

m. Körperdurchschnitt vor der Rückenflosse, 
n. Schuppe der Linea lateralis, vergrössert. 

21* 



+ Fl^vVcj f «) 4 



Colt../. 



164 HECKEL, ICHTYOLOGISCHE BEITRÄGE 

0. Schuppe der oberen Hälfte des Korpers , vergrössert. 
p. Schi und knuchen mit den Zähnen. 

q. Letzter Zahn, vergrüsserl. 

5. Gobius Quagga Heck. Ansiclit vou der Seite, 
Flg. 6. — — — Ansiclit von oben. 

r. Dessen Kopf von unten. 

1, Bauchflosse von unten, 
t. Schuppe, vergrössert. 



* 



LBPIDOSIREN PARADOXA 



EINE NEUE GATTUNG AUS DER 



FAMILIE DER FISCHÄHNLICHEN REPTILIEN 



VON 



JOHANN NATTERER 



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MJw den interessantesten Entdeckungen, welche ich während meines Aufenthaltes in Brasi- 
lien zu machen Gelegenheit hatte, gehört unstreitig die Auffindung einer in jeder Bezie- 
hung höchst merkwürdigen neuen Thiergattung aus der Familie der fischähnlichen Reptilien 
(Ichthy od ea), welche in allen ihren Einzelnheiten so bedeutend von den wenigen dahin ge- 
hörigen, bisher bekannten Gattungen abweicht und sich in ihrer Totalbildung so sehr der 
Fischform nähert, dass selbst der geübteste Naturforscher ohne eine vorausgegangene nähe- 
re Untersuchung verleitet werden könnte , sie dieser Thierklasse einzureihen. Durch diese 
täuschende Aehnlichkeit in der äusseren Form, namentlich mit den muränenartigen Fischen, 
irre geleitet, hielt ich dieses Thier anfänglich wirklich für einen Fisch, bis mich die Sec- 
tion meines Irrthums überzeugte, und die Untersuchungen meines Freundes Fitzinge r, dem 
ich kurz nach meiner Rückkehr nach Europa die beiden von mir mitgebrachten Exemplare 
zur näheren Prüfung übergab, mir über die richtige Stellung dieses Thieres im Systeme kei- 
nen Zweifel übrig lassen konnten. 

Die Hauptresultate dieser Untersuchung hat derselbe bereits im verflossenen Jahre in 
einer brieflichen Mittheilung den deutschen Naturforschern bei ihrer Versammlung zu Jena 
bekannt gemacht, und die wesentlichsten Merkmale angezeigt, welche dieses merkwürdige, in 
die Gruppe der Derotremen gehörige Reptil, das er mit dem Namen L e p i d o s i r e n para- 
doxa bezeichnete, von den verwandten Gattungen unterscheidet. Es erübrigt daher nur noch 
die genauere Beschreibung desselben nach allen Einzelnheiten, welche Herr Fitz inger zwar 
zu liefern versprach, mir aber als dem Entdecker übertrug, und welche ich nun hiermit zur 
Oeffentlichkeit bringe. 

Die Gesammtform entspricht im Allgemeinen der der Aale und zwar noch weit mehr 
als bei irgend einem anderen fischähnlichen Reptile. Der Schwanz ist von einer häutigen 
Flosse umsäumet, und es sind vier zehenlose Extremitäten vorhanden, welche überaus schwach 
sind, sehr weit aus einander stehen, als zum Gehen und Schwimmen untaugliche Schleppfüsse 
wahrscheinlich nur als Tastorgane dienen, und von denen höchstens die hinteren als Rudi- 
mente, die vorderen aber nur als ein Analogon der Füsse betrachtet werden können. 

Der ganze Körper ist beschuppt, und diese Beschuppung ist keinesweges wie bei den C o e c i- 
lien eine unvollkommene, auf einzelne Theile beschränkte, sondern eine vollkommene, beinahe 
über alle Theile des Thieres gleichmässig verbreitete, wodurch es sich von allen Gattungen 
in der ganzen Reihe der Doppelathmer (Dipnoa) auf eine auffallende Weise unterscheidet. 
Diese Schuppen sind aus kleinen rundlichen Blättchen zusammengesetzt, erscheinen dadurch 
auf ihrer Oberfläche fein gekörnt und liegen unter einer gemeinschaftlichen sehr dünnen 
Oberhaut dachziegelartig über einander, so dass ihre Ränder nur dann frei erscheinen, wenn 
sie von der allgemeinen Oberhaut entblösst werden. Sie sind weich, rund gerandet, allent- 
halben gleichförmig, auf der Schnauze minder deutlich, auf dem Kopfe kleiner, mit den 
Rändern auf der Oberseite des Kopfes nach vorwärts, an den Seiten desselben nach aufwärts 
liegend; am Rumpfe doppelt, am Schwänze dreimal so gross und mit nach rückwärts gerich- 



IC8 NATTJBRER, LEPIDOSIREN PARADOXA 

leten Rändern, in kleinsten an der Basis dei Hinterfrisse und den Flossen, und nur an den 

fadenförmigen vorderen und dein grösseren Theile der hinteren Extremitäten gänzlich fehlend. 
Der Kopf \>t pyramidenförmig, etwas gewölbt, mit flachein Scheitel und brei- 
tem llinterliaupte , das unmittelbar in den gleichdicken Rumpf übergeht; die Schnauze ab- 
<rbiissig, kurz, stumpf zugespitzt, mit nur wenig längerem Oberkiefer, der so wie der Un- 
terkiefer von dicken, fleischigen Lippen bedeckt wird, welche auf dem Unterkiefer einen 
häutigen zurückgeschlagenen Saum bilden. Die Mundöffnung ist schmal, der Mund selbst 
auf eine ganz eigenthiimliche, von allen verwandten Gattungen, und überhaupt von allen Repti- 
lien höchst abweichende, merkwürdige Weise gezähnt. Zwei kleine, bewegliche, konische Zähne 
.stehen ganz vorne in den ebenfalls beweglichen Zwischenkieferknochen, während die Zähne der 
kiefei von ungeheurer Grösse und auf eine ganz eigenthiimliche Weise gebildet sind, und weit 
mehr den Zähneu eines Säugethieres, als denen eines Reptiles gleichen. Es sind deren so- 
wohl im Ober- als im Unterkiefer nur zwei vorhanden, welche mit dem Ladenrande verwachsen und 
an ihrer Innenseite dicht aneinander geschlossen, an ihrer Aussenseite aber durch zwei tiefe, 
M-haifwinkelige Längseinschnitte in drei breite Zaken mit scharfer Krone getheilet sind, deren 
jede gegen die entsprechende Zake des entgegengesetzten Zahnes schief gestellt ist, so dass 
gleichsam auf jeder Seite drei den Schneidezähnen derSäugethiere ähnliche Zähne schief hin- 
ter einander zu stellen scheinen. Gauinenzähne fehlen gänzlich, wie bei keinem der bisher 
bekannten fischähnlichen Reptilien. Die kurze, eiförmige, fleischige Zunge ist breit, platt und 
rundrandig, mit einem grossen Theile ihrer Unterseite an das Kinn angeheftet und nur am 
vorderen und dem seitlichen Rande frei. Die Nasenlöcher liegen vorne, auf der unteren und inne- 
ren Seite der Lippen, welche sie wie bei Hypochthon und Siren durchbohren und bilden 
kleine längliche Querspalten. Die Augen sind sehr klein, rund und von der allgemeinen 
Körperhaut überdeckt. Sie liegen mehr oberhalb als an den Seiten des Kopfes, auf der kaum 
kenntlichen Schnauzenkante, im vorderen Drittel des Kopfes. Zu beiden Seiten des Hinter- 
hauptes befindet sich die vertikal stehende, nach vorne mit einem häutigen Deckel versehe- 
ne längliche Kiemenspalte, an deren hinterem Rande sich jederseits ein bandförmig zusam- 
mengedrückter, zugespitzter nackter Faden befindet, der bei einem meiner Exemplare auf der 
rechten , beim anderen aber auf der linken Seite etwas länger war , als an der entgegenge- 
setzten Seite, und welche Fäden als den vorderen Fxtremitäten analog betrachtet werden müssen. 

Hals ist keiner vorhanden , da sich diese den vorderen Extremitäten analogen Fäden 
unmittelbar am Hinterkopfe befinden. 

Der Rumpf ist aalförmig , sehr lang gestreckt, fleischig, von gleicher Dicke, beinahe 
cylindrisch und nur schwach an den Seiten zusammengedrückt. Auf der Mitte des 
Rückens beginnt dicht am Genicke, eine Anfangs seichte, bald aber tiefer werdende 
Längsfurche , welche sich ungefähr bis in die Hälfte des Rumpfes zieht , sich von 
da aber zu einer anfänglich niederen, gegen den Schwanz zu immer höher werdenden 
Flosse erhebt und sich am oberen Rande des Schwanzes fortsetzt. Der Schwanz, dessen 
Länge ungefähr ein Drittel der ganzen Körperlänge beträgt, ist an seiner Basis schwach, 
bald aber sehr stark seitlich zusammengedrückt, zugespitzt und ruderförmig, und an bei- 
den Rändern von einer ziemlich hohen, häutigen F'losse umgeben, welche ihn an seiner 
Spitze umsäumet. Die Afteröffnung ist wie bei Siren rund, aber keineswegs in der Mitte des 
Leibes, sondern unregelmässig auf der linken Seite, an der Basis der hier beginnenden un- 



NATTERER, LEPIDOSIREN PARADOXA. 469 

teren Schwanzflosse liegend. Die Hinterfüsse, welche die vorderen sowohl an Länge als 
Stärke etwas übertreffen, stehen etwas vor dem After. Sie sind an ihrer Basis schwach, ge- 
gen ihre ferne Spitze zu etwas mehr zusammengedrückt, scheinen höchstens eine knorpe- 
lige Stütze zu haben, und der linke ist um ein Viertel länger als der rechte. Eine bisher bei 
keinem Reptile beobachtete Eigenthümlichkeit ist hier das Auftreten von Schleimkanälen in 
der Haut, welche vollkommen jenen der Seitenlinie der Fische entsprechen und sich so wie 
bei dieser auf der Oberfläche der Bedeckung münden. Diese Schleimkanäle begiiinen an 
der Spitze der Schnauze und bilden jederseits zwei wellenförmige, mehrere Zweige aus- 
sendende Linien, deren sich eine oberhalb, die andere unterhalb des Auges bis gegen das 
Hinterhaupt hinzieht, wo sie sich wieder vereinigen, zwei gerade gegen das Hinterhaupt 
aufsteigende Aestchen aussenden und von der Kiemenspalte an in gerader Richtung längs 
den Seiten des Körpers bis zum Schwanzende, analog der Seitenlinie der Fische verlaufen. 
Die untere dieser wellenförmigen Linien gibt vor ihrer Vereinigung am Mundwinkel einen 
Zweig zum Unterkiefer ab, der den Kiefer umsäumet, sich von der Spitze desselben in 
einem doppelten Aste gegen die Kehle wendet , das Unterkinn begränzet und von da in 
wellenförmigen Windungen die Kehle durchzieht und dieselbe in mehrere Felder theilt, sich 
dann aber in vollkommen gerader Richtung zu beiden Seiten des Bauches dicht über die 
Hinterfüsse hinweg, längs der Basis der unteren Schwanzflosse bis ans Schwanzende er- 
streckt« Die obere sendet einen Zweig wellenförmig quer über den Scheitel 

Die Grundfarbe ist dunkelbraungrau, ins olivenfarbige übergehend, mit unregelmässigen, 
etwas helleren rundlichen Flecken, von der Grösse der Schuppen , welche am Kopfe und in 
der Mitte des Rückens sehr schwach sind; die Schleimkanäle sind etwas dunkler gefärbt. 

In Ansehung des inneren Baues kann ich leider nur sehr wenige Mittheilungen machen, 
insbesondere in Bezug auf das Skelet, da ich nur zwei Exemplare erhielt , und keines der- 
selben zur Untersuchung in osteologischer Hinsicht opfern konnte. Es scheinen übrigens alle 
Rückenwirbel sehr kurze Rippen zu tragen und wenigstens ein Schultergerüste und ein Becken- 
Rudiment vorhanden zu seyn. 

Der Kehlkopf ist eben so wie die sehr kurze Luftröhre, wie bei den meisten verwand- 
ten Gattungen, häutig. Die Lungen bilden zwei lange, weit in die Bauchhöhle hinabreichende 
blasige Säcke, welche bis in die Aftergegend reichen. Es sind jederseits vier gezähnte Kiemen- 
bogen vorhanden, welche mit dem Zungenbeine in Verbindung stehen. Das Herz liegt sehr weit 
nach vorne. Einen eigentlichen Magen fand ich nicht. Der Darmkanal war beinahe gleich- 
dick, in seinem Inneren aber mit einer Spiralklappe versehen, ähnlich der bei den Rochen 
und Hayen Die Eierstöcke waren gross und länglich. Die Bauchblase länglich eiförmig. Von 
Nahrungsüberresten fand ich keine Spur*). 

Ich erhielt leider nur zwei Exemplare dieses so höchst seltenen Thieres, von de- 
nen eines in einem Wassergraben in der Nähe von Borba, am Madeira -Flusse, das andere 
in einem Sumpfe am linken Ufer des Amazonenstromes oberhalb Villa nova und zwar in 
einer Gegend, welche den Namen Caräraucü führet, getödtet wurde. 




*) Das Detail der inneren Organisation wird , so weit es die vorhandenen Reste der Eingeweide gestatten. 
Herr Professor Theodor Bischoff zu Heidelberg nachträglich in diesen Annalen bekannt machen, und eben 
so seine Untersuchungen über das Skelet, da ihm von der Direction des k. k. zoologischen Museums gc 
stattet wurde, ein Exemplar auch in Ansehung des Knochenbaues zu untersuchen. 

II. 22 



im NATTERER, LEPIDOSIREN PARADOXA. 

Zum Beweis« seiner Seltenheit führe ich an, dass fast alle Einwohner von Borba zu mir 
kamen, um dieses Thier zu sehen, und sich nur sehr wenige unter ihnen befanden, welche es 
kannten, so wie dass es den Bewohnern der Gegend Caiäraucu gänzlich unbekannt war. 

An Grosse übertrifft es alle bisher bekannten Arten von fischähnlichen Reptilien, Das 
grössere meiner Exemplare misst 3 Fuss 9 Linien, das kleinere 1 Fuss 10 Zoll. 

Die Bewohner von Borha belegen es mit dem Namen Carämuiü. 

Es soll einen Laut von sich geben, ähnlich dem einer Katze. Seine Nahrung besteht, 
dem Zahnbaue nach zu urtheilen, wahrscheinlich in Vegetabilien, wie diess auch sowohl durch 
die Aussage der Einwohner von Borba, dass es sich von den Abfällen der Mandioca- Wur- 
zeln nähre, als durch den Umstand bekräftiget wird, dass eines meiner Exemplare an einer 
Stelle gefunden wurde, wo Mandioca -Wurzel zur Bereitung von Farinha eingeweichet war. 

Offenbar steht dieses Thier am tiefsten in der Gruppe der Derotreinen und schliesst sich 
in derselben zunächst an das Gardensche A m ph i u m a (Fitzingers Gattung M u r a e n o p s i s) an. 

Character generis essentialis: Corpus anguillaeforme , totum squamatum. 
Pedes quatuor, valde distantes , adactyli. 



Erklärung der Tafel. 

Fig. 1. Lepidosiren paradoxa, nach einem Massstabe von 2 / 3 der natürlichen Grösse. 

Fig. 2. Ansicht des Kopfes von vorne, mit geöffnetem Munde. 

Fig. 3. Ein Theil des Körpers mit den beiden hinteren Extremitäten und der Afteröffnung. 

Fig. 4. Eine Schuppe des Schwanzes in natürlicher Grösse. 

Fig. 5. Dieselbe vier Mal vergrössert. 

Fig. 6. Ein Stück hiervon in lGfacher Vcrgrösserung. 



ÜBER 

PALAEOSAURUS STERNBERGII 

EINE NEUE 

GATTUNG VORWELTLICHER REPTILIEN 

UND 

DIE STELLUNG DIESER THIERE IM SYSTEME ÜBERHAUPT 



VON 



L. J. FITZINGE R 



22 



tf ei meiner Durchreise durch Prag im Jahre 1833 fand ich im dortigen National-Museum 
unter den zahlreichen Versteinerungen, welche dasselbe zieren, auch die fossilen Reste eines 
grösseren Wirbelthieres, welche als ein Geschenk des vormaligen Priors des Stiftes Strahof 
daselbst bewahret werden. Un bezweifelbar gehören sie einem Saurer an, der sich mir auch 
ohne eine vorausgegangene nähere Vergleichung , von allen bisher bekannt gewordenen, 
schon beim ersten Anblicke als verschieden darstellen musste, wenn ich die Steinart in Er- 
wägung zog, die seine Reste birgt , und welche in einem deutlich ausgesprochenen bunten 
oder rothen Sandsteine besteht, mithin einer der ältesten Schichten der Flötzformation ange- 
hört, aus welcher uns bis jetzt noch kein einziger Ueberrest eines wahren Saurers bekannt 
geworden ist. Jäger's Mastodonsaurus , der ohne Zweifel mit seiner Gattung Salamandroides 
zusammenfällt und aus einer sehr verwandten Gebirgsschicht, nämlich dem Keuper stammt, 
gehört offenbar nicht in die Reihe der Saurer, sondern, wie der doppelte Gelenkkopf des 
Hinterhauptes klar beweiset, in jene der Doppelathmer; wie denn auch seine Reste, von de- 
nen namentlich die Wirbel eine Vergleichung mit unerem Saurer gestatten, nicht die ge- 
ringste Aehnlichkeit mit demselben zeigen. 

Leider konnte ich über den Fundort dieses merkwürdigen Saurers , der sich in der 
Bildung seiner Einzelntheile noch am meisten dem Racheosaurus nähert, nichts mit Be- 
stimmtheit erfahren, und es blieb mir daher, bei der grossen Aehnlichkeit des Gesteines 
des rothen Sandsteines, des bunten Sandsteines und des Keupers zweifelhaft, ob dasselbe 
der einen oder der anderen dieser drei verschiedenen Formationen beizuzählen sey. 

Die Tradition gibt Böhmen als den Fundort an, und es ist nach allen eingezogenen 
Nachforschungen über das Geschichtliche jenes Steinblockes viele Wahrscheinlichkeit dafür 
vorhanden. Wird diese Voraussetzung als richtig angenommen, so kann es keinem Zweifel 
unterliegen, dass die Lagerstätte unseres Saurers der Formation des rothen Sandsteines oder 
dem rothen Todtliegenden (New Red Conglomerate, Gres rouge) angehören müsse und wahr- 
scheinlich im Königgrätzer oder Bidczower Kreise an der oberen Elbe zu suchen sey, wo 
diese Formation die herrschende ist; vielleicht aber auch im Budweiser oder Kaurzimes 
Kreise, wo ebenfalls rother Sandstein, wenn gleich in einer weit geringeren Ausdehnung 
getroffen wird. 

Nach dieser Voraussetzung wäre jener Saurer selbst noch älter , als der Protorosaurus 
aus dem Zechsteine, und daher das älteste aller uns bisher bekannt gewordenen Reptilien 
der Vorwelt. 

Bereits bei der Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte in Breslau 1833, 
«nachte ich auf diesen interessanten Fund aufmerksam, deutete die Verwandtschaft dieses 
Saurers mit Hermann von Meyer's Racheosaurus an, und sprach meine Zweifel über die 
richtige Zuweisung des Gesteines zu einer oder der andern der bereits genannten Gebirgs- 
formaiionen aus, wie diess auch die Berichte über jene Versammlung erwähnen. 



171 F1TZ1NGER, TALAEOSAURIS STERNUERGII. 

Der gütevollen Mittheilung Seiner Excellenz des Herru Grafen Caspar von Sternberg 
verdankt« ich später die Gelegenheit, jene Reste genauer prüfen und einer sorgfältigen 
Vergleichung unterziehen EU können, und ich säume nicht, das Resultat meiner Untersu- 
chung nunmehr hiermit zur Oeffentlichkeit zu bringen. 

Da ich hierbei nothwendig alle bisher bekannt gewordenen fossilen Ueberreste von Sau- 
rem ähnlichen Reptilien berücksichtigen und in eine genaue Betrachtung ihres Baues ein- 
gehen musste, wodurch ich eine neue Ansicht über das Verhalten der Reptilien der Vor- 
welt, zu denen, welche der lebenden Schöpfung angehören, so wie überhaupt über ihre Stel- 
lung im Systeme gewann, so erachte ich es für zweckmässig, dieselbe hiermit gleichzeitig 
zu veröffentlichen und zur allgemeinen Prüfung über ihre Standhältigkeit vorzulegen. 

Wie von den allermeisten Reptilien der Vorwelt, deren Reste uns die Zeit aufbehal- 
ten hat, sind auch von diesem Reptile nur einzelne Theile vorhanden, welche uns gestatten, 
mehr nach der Analogie als einer vollständigen Kenntniss des Baues jener Geschöpfe, de- 
nen sie angehörten, eine Schlussfolge über die Verwandtschaft mit anderen, theils vorwelt- 
lichen, theils noch lebenden, und die richtige Stellung im Systeme zu ziehen ; während lei- 
der gerade die wichtigsten Theile, namentlich der Kopf und grösstenteils auch die cha- 
rakteristischen Theile der Gliedmassen fehlen, und unserer Beobachtung entzogen wurden. 

Die Ueberreste jenes Saurers, welchen wir hier näher beleuchten wollen, bestehen nur 
in dem grösseren Theile des Brustapparates, einem Theile der Wirbelsäule des Rückens und 
des Schwanzes, in Bruchstücken des Beckens und einzelnen Knochen der hinteren Glied- 
massen. Kopf, Hals, Brustbein, die vorderen Extremitäten und der grösste Theil der hinte- 
ren Extremitäten und des Schwanzes fehlen gänzlich, während die vorhandenen Reste leider 
grossentheils sehr unvollständig und zerdrückt sind, und uns, da das Thier auf dem Rücken 
abgelagert ist, viele gerade der wichtigsten Merkmale der Anschauung theils gänzlich entzie- 
hen, theils sie uns nur sehr unvollständig gestatten. 

Nach den vorhandenen Rippen, den wirklich erhaltenen Wirbeln und den Rippen- und 
Wirbel-Eindrücken zu urtheilen, zählen wir an dem vorliegenden Gerippe im Ganzen 2^t Wir- 
bel, und zwar 15 Rücken-, 2 Lenden-, 2 Kreuz- und 5 Schwanz-Wirbel. Die übrigen Wir- 
bel fehlen; nämlich alle Hals- und die Mehrzahl der Schwanzwirbel. 

Von diesen Wirbeln sind die sieben letzten Rücken-, die beiden Lenden-, der erste 
Kreuz- und zweite Schwanz- Wirbel noch deutlich vorhanden, und selbst mehr oder minder 
vollständig erhalten ; von den übrigen aber nur Eindrücke im Gesteine. 

In Bezug auf die Bildung kommen die Wirbel unseres Saurers mit jenen der meisten 
übrigen vorweltlichen Saurer älterer Gebirgsschichten im Allgemeinen überein, und nament- 
lich mit jenen, welche den Urtypus der eigentlichen höheren Saurer der lebenden Schö- 
pfung bilden, nämlich mit dem Protorosaurus aus dem Kupferschiefer des Zechsteins, dem 
Geosaurus, Pleurosaurus, Racheosaurus und der Lacerta neptunia aus der dem Coralrag ent- 
sprechenden Schichte des Jurakalkes , dem Schiefer von Solenhofen. 

Sie sind an beiden Enden deutlich rechtwinkelig zur Achse begränzt und ihre Gelenk- 
flächen sind an beiden Enden etwas concav. Der eigentliche Wirbelkörper ist in seiner Mitte 
eingezogen, und zwar noch mehr, als diess beim Racheosaurus der Fall ist. Die Wirbel 
unseres Saurers unterscheiden sich aber von jenen der meisten eben genannten verwandten 
Gattungen auffallend durch ihre verhältnissmässige Kürze; indem die Länge des Wirbelkör- 



FITZINGER, PALAEOSAURUS STERNBERGII. 175 

pers der Breite seiner Basis gleich kommt, oder von derselben sogar etwas übertroffen 
■wird; eine Eigenschaft, welche den Wirbeln des Protorosaurus in einem noch höheren 
Grade zukommt; so wie nicht minder dadurch, dass sämmtliche Rückenwirbel auf der Un- 
terseite ihres Körpers durch eine Längsfurche der Mitte nach gleichsam in zwei Hälften 
getheilet sind, welche Furche aber den Lendenwirbeln fehlt. 

Alle Rückenwirbel sind von gleicher Grösse, und nur die beiden Lendenwirbel sind 
etwas mehr in die Länge gezogen; die Kreuzwirbel aber, von denen der vordere entblösst 
liegt, sind wieder kurz und breit, eben so wie die Rückenwirbel. 

Die Schwanzwirbel sind wie beim Racheosaurus und Pleurosaurus etwas kürzer als die 
Rückenwirbel; unterscheiden sich daher wesentlich von jenen des Protorosaurus, bei wel- 
chen das umgekehrte Verhältniss Statt findet. 

Die Querfortsätze der Rückenwirbel sind ähnlich denen des Geosaurus und Racheo- 
saurus gebildet; gross und stark, auf ihrer Oberfläche aber gewölbt und gegen das Ende 
zugespitzt, daher beinahe konisch. Auch sind sie verhältnissmässig kürzer und nehmen ge- 
gen die Lendenwirbel zu an Grösse etwas ab. Von den Querfortsätzen der Lendenwirbel ge- 
wahrt man nur Knochenreste am ersten, und schwache Eindrücke derselben, mit kaum 
kenntlichen Knochenspuren, am zweiten Lendenwirbel. 

Ob auch die Schwanzwirbel Querfortsätze getragen haben, ist ungewiss, da die Reste 
des Gerippes hier am unvollständigsten sind, von den Wirbeln des Schwanzes, der mit sei- 
ner linken Seite auf dem Steine aufliegt, beinahe bloss nur Abdrücke vorhanden sind, und 
sich keine bestimmte Spur derselben auf dem Blocke auffinden lässt; wiewohl die Analogie 
und ein undeutlicher Eindruck am ersten und vierten Wirbel für das Vorhandenseyn von 
Querfortsätzen an den Schwanzwirbeln spricht. 

Von den Stachelfortsätzen der Rückenwirbel ist nach der Lage des Gerippes auf der 
Rückenseite nur sehr wenig zu sehen. Denn nur am zehnten und dreizehnten Wirbel kom- 
men lange, zugespitzte Knochenstücke zwischen den Querfortsätzen der rechten Seite vor, 
welche sich durch ihre platte und etwas längere Form von denselben unterscheiden, und 
daher nur als Bruchstücke der Stachelfortsätze gedeutet werden können. Auch gewahrt man 
an vielen anderen Wirbeln die Eindrücke derselben im Gestein. 

Die Breite ihrer Basis kommt der Länge der Wirbelkörper gleich. Gegen das Ende 
sind sie aber zugespitzt , und ihre Spitze ist stumpf abgerundet. Uebrigens sind sie viel 
länger, und wohl mehr als um die Hälfte schmäler, als jene des Racheosaurus, mithin je- 
nen des Protorosaurus ähnlich. 

An den Schwanzwirbeln scheinen die Stachelfortsätze, den Eindrücken und einigen 
schwachen Knochenspuren nach zu urtheilen, welche sich im Gesteine vorfinden, kürzer 
und noch etwas schmäler gewesen zu seyn, als an den Rückenwirbeln. 

Gelenkfortsätze an den Wirbeln sind nicht wahrzunehmen. 

Untere Dornfortsätze sind an den Wirbeln eben so wenig vorhanden, als beim Ra- 
cheosaurus. Dagegen haben die Schwanzwirbel einen sehr langen, schmächtigen und bedeu- 
tend nach rückwärts gekrümmten unteren Dornfortsatz getragen, der wenigstens an den 
vorderen Schwanzwirbeln zweimal so lang ist, als der Wirbelkörper ; wodurch dieses Thier, 
eben so wie der Racheosaurus, in der Schwanzbildung grosse Aehnlicbkeit mit den Croco- 
dilen hat. 



F1TZINGER, PALAE08AUKVS STKHNBEKGU. 

Alle Rückenwirbel tragen Rippen, welche Mch allmählig gegen die rippenlosen Len- 
denwirbel zu verkürzen. Diese Lendenwirbel sind es, weiche unseren Saurer auffallend vom 
Racheosaurus und Pleurosaurus sowohl, als auch vom Prolorosaurus und der Lacerhi neptu- 
nia unterscheiden, welche keinen rippcnlosen Rumpfwirhel, daher auch keinen Lendenwir- 
bel haben. 

Die Rippen sind durchgehends lang und schmächtig, ähnlich jenen des Racheosaurus ; 
aber mit Ausnahme des etwas ausgebreiteten Rippenköpfchens durchaus von gleicher Brei- 
te; wodurch sie sich von jenen des Racheosaurus deutlich unterscheiden. Auch sind sie auf 
ihrer Innenseite mit einer Längsfurche versehen, die bei den Rippen des Geosaurus ange- 
deutet, bei jenen des Protorosaurus aber sehr deutlich ist. Sie scheinen sich durch ein 
sanft eingebuchtetes Rippenköpfchen, das weit zarter ist als an der Racheosaurus -Rippe, 
an den hinteren Rippen aber wie bei dieser Gattung einfach wird, in ein Höckerchen des 
Wirbelkörpers einzulenken und auch an den Querfortsatz anzulehnen ; auf dieselbe Weise 
wie beim Racheosaurus, wodurch sich das Thier wieder mehr den Saurem der Jetztwelt 
nähert. 

Von Bauchrippen ist auf unserem Blocke keine Spur zu finden ; wiewohl der weite 
Verlauf der Rippen des Rückens, der durch Eindrücke im Gesteine angedeutet ist, auf 
das Vorhandensein derselben und eine fortsetzungsweise Verbindung mit den Rückenrippen 
schliessen lässt. 

Vom Becken sind nur einzelne Knochenstücke vorhanden , welche durch den bedeu- 
tenden Druck, den das Thier gelitten, grösstentheils gänzlich aus ihrer ursprünglichen La- 
ge verrückt sind und ziemlich zerstreut umher liegen; auch überdiess so unvollständig sind, 
dass sich nur mit Zuhülfenahme der zum Theile sehr schwachen Eindrücke im Gesteine 
eine Deutung derselben versuchen lässt. 

Die Gestalt dieser einzelnen Knochenstücke lässt vermuthen, wenn anders meine Deu- 
tung richtig ist, dass das Becken im Allgemeinen eben so wie beim Geosaurus und Ra- 
cheosaurus gebildet, mithin jenem des Crocodiles ähnlich ist. 

Die einzelnen Knochenstücke, welche wir auf dem Steinblocke theils durch ihre Re- 
ste, theils durch blosse Abdrücke unterscheiden können, sind das Sitzbein, von welchem 
sich Rudimente noch in der ursprünglichen Lage befinden, und den zweiten Kreuzwirbel 
decken; die Schambeine, welche zum Theile aus ihrer Lage verrückt sind, indem das 
rechte Schambein, welches nur durch einen Eindruck im Gesteine angedeutet ist, an das 
rechte Hüftbein und den ersten Lendenwirbel stösst, das linke aber, noch durch Knochen- 
spuren erkenntliche, weit über dem ersten Lendenwirbel liegt und sich mit seinem hinteren 
Ende an das linke Hüftbein lehnt; ferners die beiden Hüftbeine, wovon das rechte, zum 
Theile noch in der Knochensubstanz vorhandene, einen tiefen Eindruck im Gesteine zwi- 
schen dem Gelenkkopfe des rechten Oberschenkelknochens , dem rechten Scham- und dem 
Sitzbeine zUrückliess, und das linke, mit ebenfalls deutlichen Knochenresten, zwischen dem 
linken Scham- und dein Sitzbeine abgelagert ist. Endlich die Querfortsätze des ersten 
Kreuzwirbels, welche sich nur als undeutliche Abdrücke zu beiden Seiten desselben zeigen, 
und jene noch undeutlicheren des zweiten Kreuzwirbels, welche an der Hinterseite des 
Sitzbeines an der rechten und linken Seite angedeutet sind. 

Ueber die Gliedmassen lässt sich leider nur sehr wenig sagen , und jede Schlussfolge 



ÜBER 

PALABOSAÜRUS STERNBERGII 

EINE NEUE 

GATTUNG VORWELTLICHER REPTILIEN 

UND 

DIE STELLUNG DIESER THIERE IM SYSTEME ÜBERHAUPT 

VON 

L. J KITZINGER 






22 . 



h 



JtSei meiner Durchreise durch Prag im Jahre 1833 fand ich im dortigen National-Museum 
unter den zahlreichen Versteinerungen, welche dasselbe zieren , auch die fossilen Reste eines 
grösseren Wirbelthieres, welche als ein Geschenk des vormaligen Priors des Stiftes Strahof 
daselbst bewahret werden. Un bezweifelbar gehören sie einem Saurer an, der sich mir auch 
ohne eine vorausgegangene nähere Vergleichung, von allen bisher bekannt gewordenen, 
schon beim ersten Anblicke als verschieden darstellen musste, wenn ich die Steinart in Er- 
wägung zog, die seine Reste birgt, und welche in einem deutlich ausgesprochenen bunten 
oder rothen Sandsteine besteht, mithin einer der ältesten Schichten der Flötzformation ange- 
hört, aus welcher uns bis jetzt noch kein einziger Ueberrest eines wahren Saurers bekannt 
geworden ist. Jäger's Mastodonsaurus , der ohne Zweifel mit seiner Gattung Salamandroides 
zusammenfällt und aus einer sehr verwandten Gebirgsschicht, nämlich dem Keuper stammt, 
gehört offenbar nicht in die Reihe der Saurer, sondern, wie der doppelte Gelenkkopf des 
Hinterhauptes klar beweiset, in jene der Doppelathmer; wie denn auch seine Reste, von de- 
nen namentlich die Wirbel eine Vergleichung mit unerem Saurer gestatten , nicht die ge- 
ringste Aehnlichkeit mit demselben zeigen. 

Leider konnte ich über den Fundort dieses merkwürdigen Saurers , der sich in der 
Bildung seiner Einzelntheile noch am meisten dem Racheosaurus nähert, nichts mit Be- 
stimmtheit erfahren, und es blieb mir daher, bei der grossen Aehnlichkeit des Gesteines 
des rothen Sandsteines, des bunten Sandsteines und des Keupers zweifelhaft, ob dasselbe 
der einen oder der anderen dieser drei verschiedenen Formationen beizuzählen sey. 

Die Tradition gibt Böhmen als den Fundort an, und es ist nach allen eingezogenen 
Nachforschungen über das Geschichtliche jenes Steinblockes viele Wahrscheinlichkeit dafür 
vorhanden. Wird diese Voraussetzung als richtig angenommen, so kann es keinem Zweifel 
unterliegen, dass die Lagerstätte unseres Saurers der Formation des rothen Sandsteines oder 
dem rothen Todtliegenden (New Red Conglomerate, Gres rouge) angehören müsse und wahr- 
scheinlich im Königgrätzer oder Bidczower Kreise an der oberen Elbe zu suchen sey, wo 
diese Formation die herrschende ist; vielleicht aber auch im Budweiser oder Kaurzimei 
Kreise, wo ebenfalls rother Sandstein, wenn gleich in einer weit geringeren Ausdehnung 
getroffen wird. 

Nach dieser Voraussetzung wäre jener Saurer selbst noch älter , als der Protorosaurus 
aus dem Zechsteine, und daher das älteste aller uns bisher bekannt gewordenen Reptilien 
der Vorwelt. 

Bereits bei der Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte in Breslau 1833, 
machte ich auf diesen interessanten Fund aufmerksam, deutete die Verwandtschaft dieses 
Saurers mit Hermann von Meyer's Racheosaurus an, und sprach meine Zweifel über die 
richtige Zuweisung des Gesteines zu einer oder der andern der bereits genannten Gebirgs- 
formationen aus, wie diess auch die Berichte über jene Versammlung erwähnen. 



j, ( FITZ1NGER, 1'ALAEOSAURIS STERNHKUGII. 

Der gütevollen M.iltheihing Seiner Excellenz des Herrn Grafen Caspar von Sternberg 
verdankt« ich später die Gelegenheit, jene Reste genauer prüfen und einer sorgfältigen 
Yerglejphung unterziehen zu können, und ich säume nicht, das Resultat meiner Untersu- 
chung nunmehr hiermit zur Oeffentlichkeit zu bringen. 

Da ich hierbei noth wendig alle bisher bekannt gewordenen fossilen Ueberreste von Sau- 
rem ähnlichen Reptilien berücksichtigen und in eine genaue Betrachtung ihres Baues ein- 
.(ii niusste, wodurch ich «ine neue Ansicht über das Verhalten der Reptilien der Vor- 
welt, zu denen, welche der lebenden Schöpfung angehören, so wie überhaupt über ihre Stel- 
lung im Systeme gewann, so erachte ich es lür zweckmässig, dieselbe hiermit gleichzeitig 
zu veröffentlichen und zur allgemeinen Prüfung über ihre Standhältigkeit vorzulegen. 

Wie von den allermeisten Reptilien der Vorwelt, deren Reste uns ;' die Zeit aufbehal- 
ten hat, sind auch von diesem Reptile nur einzelne Theile vorhanden, welche uns gestatten, 
mehr nach der Analogie als einer vollständigen Kenntuiss des Baues jener Geschöpfe, de- 
nen sie angehörten, eine Schlussfolge über die Verwandtschaft mit anderen, theils vorwelt- 
lichen, theils noch lebenden, und die richtige Stellung im Systeme zu ziehen; während lei- 
der gerade die wichtigsten Theile, namentlich der Kopf und grösstenteils auch die cha- 
rakteristischen Theile der Gliedmassen fehlen, und unserer Beobachtung entzogen wurden. 

Die Ueberreste jenes Saurers, welchen wir hier näher beleuchten wollen, bestehen nur 
in dem grösseren Theile des Brustapparates , einem Theile der Wirbelsäule des Rückens und 
des Schwanzes, in Bruchstücken des Beckens und einzelnen Knochen der hinteren Glied- 
massen. Kopf, Hals, Brustbein, die vorderen Extremitäten und der grösste Theil der hinte- 
ren Extremitäten und des Schwanzes fehlen gänzlich, während die vorhandenen Reste leider 
grossentheils sehr unvollständig und zerdrückt sind, und uns, da das Thier auf dem Rücken 
abgelagert ist, viele gerade der wichtigsten Merkmale der Anschauung theils gänzlich entzie- 
hen, theils sie uns nur sehr unvollständig gestatten. 

Nach den vorhandenen Rippen, den wirklich erhaltenen Wirbeln und den Rippen- und 
Wirbel-Eindrücken zu urtheilen, zählen wir an dem vorliegenden Gerippe im Ganzen 24 Wir- 
bel, und zwar 15 Rücken-, 2 Lenden-, 2 Kreuz- und 5 Schwanz- Wirbel. Die übrigen Wir- 
bel fehlen; nämlich alle Hals- und die Mehrzahl der Schwanzwirbel. 

Von diesen Wirbeln sind die sieben letzten Rücken-, die beiden Lenden-, der erste 
Kreuz- und zweite Schwanz- Wirbel noch deutlich vorhanden, und selbst mehr oder minder 
vollständig erhalten ; von den übrigen aber nur Eindrücke im Gesteine. 

In Bezug auf die Bildung kommen die Wirbel unseres Saurers mit jenen der meisten 
übrigen vorweltlichen Saurer älterer Gebirgsschichten im Allgemeinen überein, und nament- 
lich mit jenen, welche den Urtypus der eigentlichen höheren Saurer der lebenden Schö- 
pfung bilden, nämlich mit dem Protorosaurus aus dem Kupferschiefer des Zechsteins, dem 
Geosaurus, Pleurosaurus, Racheosaurus und der Lacerta neptunia aus der dem Coralrag ent- 
sprechenden Schichte des Jurakalkes , dem Schiefer von Solenhofen. 

Sie sind an beiden Enden deutlich rechtwinkelig zur Achse begränzt und ihre Gelenk- 
flächen sind an beiden Enden etwas coneav. Der eigentliche Wirbelkörper ist in seiner Mitte 
eingezogen, und zwar noch mehr, als diess beim Racheosaurus der Fall ist. Die Wirbel 
unseres Saurers unterscheiden sich aber von jenen der meisten eben genannten verwandten 
Gattungen auffallend durch ihre verhältnissmässige Kürze; indem die Länge des Wirbelkör- 



FITZINGER, PALAEOSAURUS STERNBERGII. 175 

pers der Breite seiner Basis gleich kommt , oder von derselben sogar etwas übertroffen 
wird; eine Eigenschaft, welche den Wirbeln des Protorosaurus in einein noch höheren 
Grade zukommt; so wie nicht minder dadurch, dass sämmtliche Rückenwirbel auf der Un- 
terseite ihres Körpers durch eine Längsfurche der Mitte nach gleichsam in zwei Hälften 
getheilet sind, welche Furche aber den Lendenwirbeln fehlt. 

Alle Rückenwirbel sind von gleicher Grösse, und nur die beiden Lendenwirbel sind 
etwas mehr in die Länge gezogen; die Kreuzwirbel aber, von denen der vordere entblösst 
liegt, sind wieder kurz und breit, eben so wie die Rückenwirbel. 

Die Schwanzwirbel sind wie beim Racheosaurus und Pleurosaurus etwas kürzer als die 
Rückenwirbel; unterscheiden sich daher wesentlich von jenen des Protorosaurus, bei wel- 
chen das umgekehrte Verhältniss Statt findet. 

Die Querfortsätze der Rückenwirbel sind ähnlich denen des Geosaurus und Racheo- 
saurus gebildet; gross und stark, auf ihrer Oberfläche aber gewölbt und gegen das Ende 
zugespitzt , daher beinahe konisch. Auch sind sie verhältnissmässig kürzer und nehmen ge- 
gen die Lendenwirbel zu an Grösse etwas ab. Von den Querfortsätzen der Lendenwirbel ge- 
wahrt man nur Knochenreste am ersten, und schwache Eindrücke derselben, mit kaum 
kenntlichen Knochenspuren, am zweiten Lendenwirbel. 

Ob auch die Schwanzwirbel Querfortsätze getragen haben, ist ungewiss, da die Reste 
des Gerippes hier am unvollständigsten sind, von den Wirbeln des Schwanzes, der mit sei- 
ner linken Seite auf dem Steine aufliegt, beinahe bloss nur Abdrücke vorhanden sind, und 
sich keine bestimmte Spur derselben auf dem Blocke auffinden lässt; wiewohl die Analogie 
und ein undeutlicher Eindruck am ersten und vierten Wirbel für das Vorhandenseyn von 
Querfortsätzen an den Schwanzwirbeln spricht. 

Von den Stachelfortsätzen der Rückenwirbel ist nach der Lage des Gerippes auf der 
Rückenseite nur sehr wenig zu sehen. Denn nur am zehnten und dreizehnten Wirbel kom- 
men lange, zugespitzte Knochenstücke zwischen den Querfortsätzen der rechten Seite vor, 
welche sich durch ihre platte und etwas längere Form von denselben unterscheiden, und 
daher nur als Bruchstücke der Stachelfortsätze gedeutet werden können. Auch gewahrt man 
an vielen anderen Wirbeln die Eindrücke derselben im Gestein. 

Die Breite ihrer Basis kommt der Länge der Wirbelkörper gleich. Gegen das Ende 
sind sie aber zugespitzt , und ihre Spitze ist stumpf abgerundet. Uebrigens sind sie viel 
länger, und wohl mehr als um die Hälfte schmäler, als jene des Racheosaurus, mithin je- 
nen des Protorosaurus ähnlich. 

An den Schwanzwirbeln scheinen die Stachelfortsätze, den Eindrücken und einigen 
schwachen Knochenspuren nach zu urtheilen, welche sich im Gesteine vorfinden, kürzer 
und noch etwas schmäler gewesen zu seyn, als an den Rückenwirbeln. 

Gelenkfortsätze an den Wirbeln sind nicht wahrzunehmen. 

Untere Dornfortsätze sind an den Wirbeln eben so wenig vorhanden, als beim Ra- 
cheosaurus. Dagegen haben die Schwanzwirbel einen sehr langen, schmächtigen und bedeu- 
tend nach rückwärts gekrümmten unteren Dornfortsatz getragen , der wenigstens an den 
vorderen Schwanzwirbeln zweimal so lang ist, als der Wirbelkörper ; wodurch dieses Thier. 
eben so wie der Racheosaurus, in der Schwanzbildung grosse Aehnlichkeit mit den Croco- 
dilen hat. 



17t; FITZINGER, PALAEOSAl RLS STERNBKKGII 

Alle Rückenwirbel tragen Rippen, welche sich allmählig gegen die rippenloseu Len- 
denwirbel zu verkürzen. Diese Lendenwirbel sind es, welche unseren Saurer auffallend vom 
Racheosaurus und Pleurosaurus sowohl, als auch vom Protorosaurus und der Lacerta neptu 
nia unterscheiden, welche keinen rippenlosen Rumpfwirbel, daher auch keinen Lendenwir- 
bel haben. 

Die Rippen sind durchgehends lang Hnd schmächtig, ähnlich jenen des Racheosaurus ; 
aber mit Ausnahme des etwas ausgebreiteten Rippenköpfchens durchaus von gleicher Brei- 
te; wodurch sie sich von jenen des Racheosaurus deutlich unterscheiden. Auch sind sie auf 
ihrer Innenseite mit einer Längsfurche versehen, die bei den Rippen des Geosaurus ange- 
deutet , bei jenen des Protorosaurus aber sehr deutlich ist. Sie scheinen sich durch ein 
sanft eingebuchtetes Rippenköpfchen, das weit zarter ist als an der Racheosaurus - Rippe , 
an den hinteren Rippen aber wie bei dieser Gattung einfach wird, in ein Höckerchen des 
Wirbelkörpers einzulenken und auch an den Querfortsatz anzulehnen ; auf dieselbe Weise 
wie beim Racheosaurus, wodurch sich das Thier wieder mehr den Saurem der Jetztwelt 
nähert. 

Von Bauchrippen ist auf unserem Blocke keine Spur zu finden; wiewohl der weite 
Verlauf der Rippen des Rückens, der durch Eindrücke im Gesteine angedeutet ist, auf 
das Vorhandensein derselben und eine fortsetzungsweise Verbindung mit den Rückenrippeu 
schliessen lässt. 

Vom Becken sind nur einzelne Knochenstücke vorhanden, welche durch den bedeu- 
tenden Druck, den das Thier gelitten, grösstenteils gänzlich aus ihrer ursprünglichen La- 
ge verrückt sind und ziemlich zerstreut umher liegen; auch überdiess so unvollständig sind, 
dass sich nur mit Zuhülfenahme der zum Theile sehr schwachen Eindrücke im Gesteine 
eine Deutung derselben versuchen lässt. 

Die Gestalt dieser einzelnen Knochenstücke lässt vermuthen, wenn anders meine Deu- 
tung richtig ist, dass das Becken im Allgemeinen eben so wie beim Geosaurus und Ra- 
cheosaurus gebildet, mithin jenem des Crocodiles ähnlich ist. 

Die einzelnen Knochenstücke, welche wir auf dem Steinblocke theils durch ihre Re- 
ste, theils durch blosse Abdrücke unterscheiden können, sind das Sitzbein, von welchem 
sich Rudimente noch in der ursprünglichen Lage befinden , und den zweiten Kreuzwirbel 
decken; die Schambeine, welche zum Theile aus ihrer Lage verrückt sind, indem das 
rechte Schambein, welches nur durch einen Eindruck im Gesteine angedeutet ist, an das 
rechte Hüftbein und den ersten Lendenwirbel stösst, das linke aber, noch durch Knochen- 
spuren erkenntliche, weit über dem ersten Lendenwirbel liegt und sich mit seinem hinteren 
Ende an das linke Hüftbein lehnt; ferners die beiden Hüftbeine, wovon das rechte, zum 
Theile noch in der Knochensubstanz vorhandene, einen tiefen Eindruck im Gesteine zwi- 
schen dem Gelenkkopfe des rechten Oberschenkelknochens , dem rechten Scham- und dem 
Sitzbeine zurückliess, und das linke, mit ebenfalls deutlichen Knochenresten, zwischen dem 
linken Scham- und dem Sitzbeine abgelagert ist. Endlich die Querfortsätze des ersten 
Kreuzwirbels, welche sich nur als undeutliche Abdrücke zu beiden Seiten desselben zeigen, 
und jene noch undeutlicheren des zweiten Kreuzwirbels, welche an der Hinterseite des 
Sitzbeines an der rechten und linken Seite angedeutet sind. 

Ueber die Gliedmassen lässt sich leider nur sehr wenig sagen , und jede Schlussfolge 



FITZINGER, PALAEOSAURUS STERNBERGII. 177 

mehr nur auf blosse Vermuthung, als eine wirkliche Ueberzeugung gründen; denn theils 
sind die vorhandenen Fragmente und ihre Eindrücke im Gesteine zu unvollständig, um ein 
richtiges Urtheil fällen zu können, theils sind sie so sehr aus ihrer ursprünglichen Lage 
verrückt und durch Eindrücke anderer, darüber gelagerter Knochen entstellt, dass man sich 
kaum eine deutliche Vorstellung über ihre Abgränzung zu machen im Stande ist. 

Das grösste Knochenstück, welches von den hinteren Gliedmassen vorhanden, ist der 
Oberschenkelknochen des linken Fusses. Vom Oberschenkelknochen des rechten Fusses 
sind nur Knochenreste des unteren Gelenkkopfes vorhanden und der Eindruck im Gesteine. 
Diese Knochen waren gross und von auffallender Stärke; verhältnissmässig viel dicker als 
jene des Racheosaurus, aber eben so schwach gekrümmt wie diese; mithin weit gerader 
als beim Crocodile. 

Ganz aus seiner Lage gerückt ist der schwache Eindruck des Schienbeines des linken 
Fusses, der sich quer an den Oberschenkelknochen jenes Fusses lehnt, und eben so auch 
der Abdruck des Schienbeines des rechten Fusses , der zwischen dem Stachelfortsatze des 
ersten Schwanzwirbels und dem Gelenkkopfe des rechten Oberschenkelknochens noch weit 
schwächer angedeutet ist. 

Den Eindrücken nach zu uriheilen, waren diese Knochen etwa um V* kürzer und 
schmäler, als der Oberschenkelknochen, und etwas mehr gekrümmt; daher durch dieses 
Verhältniss weit mehr jenen des Pleurosaurus und der lebenden Saurer ähnlich , als diess 
beim Racheosaurus der Fall ist. 

Vom Wadenbeine des linken Fusses scheint nur ein schwacher Eindruck im Gesteine 
vorhanden zu seyn , der sich ebenfalls in verschobener Lage zwischen dem Schienbeine 
des linken Fusses und dem ersten Schwanzwirbel befindet. Vom Wadenbeine des rechten 
Fusses ist kaum eine kenntliche Spur parallel des rechten Schienbeines und in einiger Ent- 
fernung davon wahrzunehmen. Es scheint dieser Knochen etwa um die Hälfte schmächti- 
ger gewesen zu seyn als das Schienbein. 

Von Fusswurzelknochen ist keine Spur zu finden. 

Den Zehen dürfte im Allgemeinen dieselbe Bildung eigen gewesen seyn , wie jenen 
des Protorosaurus und der Lacerta neptunia, und wahrscheinlich auch des Racheosaurus und 
Pleurosaurus. Sie sind im Verhältnisse zum Unterschenkel lang und schmächtig, und stimmen 
mithin mehr mit]: jenen der eigentlichen Saurer der Jetztwelt überein. Ueber ihre Zahl indess, 
lässt sich nach den unvollständigen Resten durchaus nichts sagen; denn man erkennt nur 
eine Zehe deutlich, wahrscheinlich die zweite Zehe des linken Fusses mit drei Phalangen 
und dem Nagelgliede, von denen das Wurzelglied aber, welches etwa doppelt so lang war 
als die beiden nächst fügenden Phalangen, von diesen durch das dazwischen liegende Schien- 
bein gewaltsam getrennt und überdiess durch die Masse des Gesteines bedeutend zerquetscht 
wurde. Auch scheinen sich die Abdrücke von drei Zehengliedern des rechten Fusses, zwi- 
schen dem rechten Schambeine und dem Querfortsatze des ersten Kreuzwirbels erhalten , 
so wie die Knochenreste eines anderen sammt dem Nagelgliede, an dem Gelenkkopfe des 
Oberschenkelbeines dieses Fusses abgelagert zu haben. 

Zwischen den Rippen gewahrt man beinahe allenthalben, vorzüglich aber zwischen den vor- 
deren, Eindrücke ungleichartiger, rundlicher und länglicher, auf ihrer Oberfläche wahrscheinlich 
gekörnt gewesener, schuppenähnlicher Körper, von der Grösse eines Hanf kornes bis zu jener einer 
H. 23 



17 ? FITZINGER, PALAEOSAURUS STERNBERGII. 

Erbse, web-be wohl als wahre Schuppenreste gedeutet werden dürften, und auf eine ähnliche Be- 
deckung wie bei einigen Saurem der lebenden Schöpfung, namentlich bei der Gattung Thorictis 
schliessen lassen, welche zwischen der harten Bedeckung derCrocodile und der weichen Schup- 
pendecke der meisten übrigen Sanrer gleichsam in der Mitte steht. Zwischen den linken Querfort- 
s.iizen der beiden letzten Rückenwirbel zeigt siel» ein ganz eigentümlicher, scharf begränzter, 
auf seiner Oberfläche ebenfalls gekörnter Eindruck, der die meisten übrigen, als Schuppenreste 
gedeuteten, an Grösse etwas übertrifft, und der wohl auch nur als von der Hedeckung her- 
rührend, betrachtet werden dürfte. 

Nach der zerstreuten Lage der Beckenknochen, vorzüglich aber nach den gänzlich ver- 
worren abgelagerten Knochen der hinteren Gliedmassen zu urtheilen, war das Thier schon 
in einem bedeutenden Zustande der Fäulniss, als es in die Gesteinmasse eingeschlossen wurde, 
wodurch sich allein nur eine so gänzliche Entrückung dieser Theile aus ihrer ursprüngli- 
chen Lage erklären lässt. 

Versucht man die vorhandenen Reste der Wirbelsäule, deren Länge 15 Par. Zoll be- 
trägt , nach der Analogie mit verwandten Formen der lebenden Schöpfung zu ergänzen, so 
kann man die wahrscheinliche Länge des Thieres ungefähr auf 4-V 2 Fuss schätzen. 

Aus der Vergleichung aller einzelnen, auf dem Steinblocke noch erhaltenen Reste die- 
ses Saureis mit jenen , welche uns die Gebirgsschichten von verwandten Thieren der fern- 
sten Vorzeit autbehalten haben, geht hervor, dass unser Saurer wohl zunächst dem Ra- 
cheosaurus, Pleurosaurus, Geosaurus , Proterosaurus und der Lacerta neptunia verwandt sei, 
sich aber mit keiner jener Gattungen vereinigen lasse, daher unbezweifelt eine eigene, selbst- 
ständige Gattung bilden müsse, die ich mit dem Namen Palaeosaurus belege. 

Die Art nenne ich Sternbergii , zum Gedächtnisse Seiner Excellenz des Herrn Grafen 
Caspar von Sternberg , jenes ehrwürdigen Veterans deutscher Naturforscher , der sich durch 
seine eben so gründlichen, als scharfsinnigen Forschungen im Gebiete derPaläologie ein unver- 
gängliches Verdienst um die Wissenschaft erworben hat, und dem ich die Gelegenheit ver- 
danke , einiges Licht über jenen merkwürdigen fossilen Saurer verbreiten zu können. 

Werfen wir einen Blick auf die Gebilde der Vorwelt, welche die Classe der Reptilien 
in jener bezeichnen , so gewahren wir, mit Ausnahme der Schildkröten , welche keine be- 
deutenden Abweichungen von den lebenden darbieten, sich gleichsam in ihrer Urform erhalten 
haben , und diesen daher vollkommen anschliessen , nicht nur allein in der Gesammt- wie 
in der Einzelnbildung derselben eine beinahe bis auf die jüngsten Glieder der vorweltlichen 
Schöpfung durchgreifende Verschiedenheit von allen, welche der lebenden Schöpfung angehö- 
ren, sondern auch ein von den übrigen, insbesondere aber den höher stehenden Classen der Wir- 
helthiere durchaus verschiedenes Verhalten, zu den ihnen angehörigen Geschöpfen der Jetztwelt. 
Während alle bisher aufgefundenen Reste von Vögeln, mit alleiniger Ausnahme jener 
des angeblichen Riesengeiers von den Lächow'schen Inseln, dessen Existenz oder richtige 
Deutung wir indcss sehr bezweifeln müssen , auf die grösste Uebereinstimmung im Baue 
mit den lebenden schliessen lassen, und die fossilen Reste der Säugethiere nur in sehr 
seltenen Fällen eine bedeutendere Abweichung 'zeigen , bieten die Bewohner der Vorwelt 
aus der Classe der Fische schon eine weit grössere Verschiedenheit dar , welche bei den 
vorweltlichen Reptilien vollends den höchsten Grad erreicht und auf eine Weise, wie bei 
keiner anderen der höheren Thierclassen hervortritt. 



FITZINGER, PALAEOSAURUS STERNBERGII. 179 

Die Ursache hiervon ist einzig und allein nur in jenen wichtigen cosmischen Verhält- 
nissen zu suchen, welche die Thier-Genesis hervorgerufen haben, und in den mannigfaltigen 
Veränderungen, welche dieselben im weiten Laufe der Zeiten erlitten haben. 

Durch solche veränderte Einflüsse allein nur können wir uns die Verschiedenheit der 
Formen erklären, welche die Natur in so grosser Mannigfaltigkeit, aber immer nur nach 
bestimmten, unveränderlichen Gesetzen hervorgebracht hat; und unstreitig waren es höchst 
verschiedenartige Verhältnisse und Einwirkungen , welche die Typen zu den einzelnen der 
genannten Thierclassen, in fern aus einander gerückten Zeiträumen bestimmt haben. 

Die Wirbelthiere mit einfacherem Baue sind offenbar den höher organisirten voraus- 
gegangen,, Ihre Reste kommen schon in Gebirgsschichten vor, welche auch nicht die ent- 
fernteste Andeutung von der Existenz höherer Thierbildungen enthalten. 

Es ist eine erwiesene, nicht zu läugnende Thatsache, dass die Fische und Reptilien die 
ältesten Bildungen der Wirbelthiere waren ; wie diess das Vorkommen ihrer Reste schon 
in den älteren Schichten der Flötzformation klar beweisen. Säugethiere und Vögel sind un- 
bezweifelbar weit jüngeren Ursprunges; denn mit Ausnahme von nur sehr wenigen Gattun- 
gen von Säugern, namentlich von Cetaceen und Beutelthieren; deren Reste uns aus einigen 
Schichten der Flötzformation, und zwar theils aus dem Oolith und der Kreide, theils aus 
dem Cornbrash bekannt geworden sind, gehören alle übrigen Säugethier- und sämmtliche 
Vogelgattungen der Vorwelt, weit jüngeren Bildungen, nämlich der Tertiär-, Diluvial- und 
Alluvial- Formation an; denn die angeblichen fossilen Cetaceen-Reste aus dem bunten Sand- 
steine gehören wahrscheinlich einem Reptile an, so wie die vorgeblichen fossilen Vogelre- 
ste aus der Flötzformation bekanntlich durchgehends Knochen von Reptilien, und zwar von 
Pterodactylus- Arten sind. 

Die Hauptbildungsperiode der Säugethiere ist offenbar in jene Zeit gefallen, als die 
Urtypen der Reptilien zu erlöschen begannen, und wahrscheinlich beinahe gleichzeitig, auch 
jene der Vögel. 

Die Zeit der Entstehung dieser beiden Thierclassen entspricht daher einer Periode, 
welche jener der lebenden Schöpfung weit näher gestanden hat, und zu welcher nothwendig 
ganz andere genetische Verhältnisse bestanden haben müssen, als zu jener grauen Vorzeit, 
welche die Urtypen zu den Vorläufern der höheren Classen der Wirbelthiere und dadurch 
gleichsam zu diesen selbst geliefert hat. 

Diese Voraussetzung begründet sich durch die Erfahrung ; denn eben so wie die fos- 
silen Säuger, vollends aber die fossilen Vögel sich an die Formen der lebenden genau an- 
schliessen, nähern sich auch schon alle jüngeren Bildungen sowohl von Fischen als Reptilien 
der Vorwelt, bei weitem mehr denen der Jetztwelt, als diess bei ihren Urtypen der Fall ist, 
und verschmelzen gleichsam in einander ; während die älteren Bildungen dieser beiden Thier- 
classen, vorzüglich aber jene der Classe der Reptilien, höchst bedeutende Abweichungen 
von den jüngeren vorweltlichen Gebilden und somit auch von jenen der lebenden Schö- 
pfung darbieten. 

Aus diesen verschiedenen Verhältnissen der Bildnngsperioden erklärt sich auch der 
Umstand, dass die aufgefundenen Ueberreste der Säugethiere und Vögel, so wie die jünge- 
ren Reste der Fische und Reptilien, die Reihen der lebenden Geschöpfe jener Thierclas- 

23* 



180 FITZINGER, I'ALAEOSAURUS STF.RNIIKRGII. 

sen. theils darcb Gattungen, theils Arien, mittelst l ebergangslormen vervollständigen und er- 
gänzen; die alteren Gebilde der Fische, und insbesondere der Reptilien aber, gleichsam 
als isolirt stehend zu betrachten sind; denn die Mehrzahl derselben ist so sehr von den 
lebenden verschieden) wie kein fossiles Säugethier, am allerwenigsten aber die fossilen Vo- 
gel, welche mit den lebenden die grüsste Aehnlichkeit haben und nicht einmal wie die 
Fossilen Säuger, die Gattungsformen der Classe durch Uebergänge bereichern, sondern höch- 
stens nur specifische Verschiedenheiten darbieten. 

Sowohl von den Typen der älteren vorweltlichen Fische als jenen der älteren Reptilien, sind 
nur sehr wenige, meist nur entfernt verwandte Formen auf unsere Zeit übergegangen, die al- 
lermeisten derselben aber unter den Gesteiuschichten begraben worden. Die wenigen dieser 
verwandten Glieder, welche noch gegenwärtig in der lebenden Schöpfung angetroffen werden, 
leben nur in wärmeren Climaten. Bei den Typen jüngerer vorweltlicher Gebilde dieser bei- 
den Classen besteht beinahe dasselbe \ erhältniss ; denn nur in äusserst seltenen Fällen sind 
analoge Formen noch dermalen jenen Gegenden eigen, welche ihre fossilen Reste bergen. 
Bei manchen Gattungen der vorweltlichen Fische und Reptilien sind durch das Vorkommen 
der Reste verschiedener Arten einer und derselben Gattung in älteren und jüngeren Schich- 
ten der einzelnen Gebirgsformatiouen, gewisse Zeitabschnitte in der Existenz der Gattung 
ausgesprochen, wie diess auch bei den fossilen Säugethieren bisweilen der Fall ist. 

Auch bei diesen sind jene Typen überwiegend, welche kein Analogon mehr lebend auf- 
zuweisen haben; doch finden sich von den Säugern weit mehr der ähnlichen Formen, theils in 
wärmeren, theils kälteren Climaten, theils auch noch sogar in denselben Gegenden vor, wo ihre 
fossilen Reste begraben liegen, als diess bei den Fischen und Reptilien der Fall ist. 

Ein ganz anderes Verhältniss findet bei den fossilen Vögeln Statt, deren 'Typen voll- 
kommen jenen entsprechen, die noch in eben diesen Gegenden leben, die ihre Reste bergen. 

Die Abweichung im Gesammtbaue zwischen den älteren Reptilien der Vorwelt und den 
jüngeren, so wie jenen der lebenden Schöpfung, ist mit Ausnahme der von den lebenden 
nur wenig verschiedenen Schildkröten , welche wir daher hier gänzlich übergehen wollen, 
noch weit grösser als bei den älteren Gebilden der vorweltlichen Fische. 

Ein beinahe durchgreifender Unterschied, welcher diese älteren, nicht zur Reihe der 
Schildkröten gehörenden vorweltlichen Reptilien von den jüngeren Gliedern dieser Thierclasse 
und daher auch von den noch lebenden, als ihren jüngsten Bildungsformen, scharf und be- 
stimmt abgränzet, ist der ganz eigenthiimliche Bau ihrer Wirbel, im Vereine mit der Art 
und Weise der Anfügung ihrer Zähne in den Kiefern. 

Mit nur sehr wenigen Ausnahmen sind die Wirbel der allermeisten älteren vorweltli- 
chen Reptilien an beiden Gelenkflächen entweder mehr oder minder deutlich concav, oder 
flach und daher rechtwinkelig zu ihrer Achse begränzet , ähnlich jenen der Cataceen und 
Fische; so wie auch bei der bei weitem grösseren Zahl derselben, die Zähne entweder in 
eigenen Zahnhöhlen oder in einer gemeinschaftlichen Kieferfurche eingekeilet sind. 

Diese beiden Merkmale, theils einzeln genommen, theils in ihrer Verbindung, unterschei- 
den sie auffallend von den ihnen verwandten jüngeren Formen und den noch lebenden. 

Unter den lebenden Reptilien sind es nur die Fischmolche und Wühlen, mithin die 
tiefsten Bildungen der Doppelathmer, deren Wirbelkörper an beiden Gelenkflächen ausge- 



FITZINGER, PALAEOSAURUS STERNBERGII. 181 

höhlet ist; so wie die Crocodile die einzigen Reptilien der lebenden Schöpfung sind, wel- 
che in Zahnhöhlen eingekeilte Zähne haben. 

Die Aehnlichkeit in der Bildung der Wirbel mit den ersteren, lässt aber keinesweges 
eine Vereinigung mit denselben zu ; denn der übrige Bau ist so abweichend von jenem 
dieser tiefen Formen der Doppelalhmer, dass in den allermeisten Fällen kaum eine entfernte 
Verwandtschaft zwischen ihnen nachgewiesen werden kann. Auch ist kein einziger Doppel- 
athmer bekannt, welcher eingekeilte Zähne hätte, und welchem das durch die ganze Reihe 
derselben durchgreifende, höchst wichtige Merkmal eines doppelten Gelenkkopfes am Hinter- 
haupte mangeln würde, durch welches sich unter allen älteren vorweltlichen Reptilien Jäger's 
Salamandroides oder Mastodonsaurus allein als zu den Doppelathmern gehörend ausspricht. 

Der Zahnbildung nach steht die Mehrzahl der älteren vorweltlichen Reptilien den Cro- 
codilen näher, als irgend einer anderen Reihe jener Thierclasse, da sie, so wie diese, in 
die Kiefer eingekeilte Zähne haben, welche aber nicht immer in eigenen Zahnhöhlen, son- 
dern bisweilen auch nur in einer gemeinschaftlichen Kieferfurche stehen; und eben so auch 
in Ansehung ihres Gesammtbaues. Wenn gleich die Bildung der Wirbel bei den Crocodilen 
eine bedeutende Verschiedenheit von jener der meisten älteren Reptilien der Vorwelt dar- 
bietet, indem beim Crocodil -Wirbel nur die vordere Gelenkfläche concav, die hintere aber 
in einem ausgezeichneten Grade convex ist, so steht diese Verschiedenheit ihrer Vereinigung 
mit derjenigen Reihe, welche durch die Crocodile angedeutet ist, keinesweges im Wege; 
denn schon bei einigen der älteren vorweltlichen Reptilien mit eingekeilten Zähnen, und 
zwar bei jenen, deren Entstehungsperiode sich der Bildungszeit der jüngeren Formen nä- 
hert, finden wir eine ähnliche Wirbelbildung; insbesondere aber bei den meisten, der nach 
dem Zahnbaue hierher gehörigen jüngeren vorweltlichen Glieder , deren Wirbel jenen der 
Crocodile vollkommen gleich sind. Auch geht bei einer genauen Betrachtung des Baues 
dieser unbezweifelbar tief stehenden und gleichsam den Urtypus der Classe der Reptilien 
bezeichnenden Thierreihe hervor, dass die Wirbelbildung in derselben ebenso viele Ver- 
schiedenheiten darbietet, als in der analogen Reihe der gleichfalls tief gestellten Dop- 
pelathmer; denn eben so wie bei diesen, hat auch die Reihe der crocodilährilichen 
Bewohner der Vorwelt Typen aufzuweisen, deren Wirbelkörper an der vorderen Gelenk- 
fläche convex, an der hinteren aber concav ist; ein Verhältniss, welches unter den lebenden 
Formen nur bei den Molchen getroffen wird. 

Einige der älteren sowohl als der jüngeren vorweltlichen Reptilien bieten aber in der 
Art und Weise der Anfügung der Zähne in den Kiefern, wieder eine grössere Aehnlichkeit 
und Verwandtschaft mit den höher stehenden Reihen der lebenden Gebilde jener Thier- 
classe dar, nämlich mit jenen der eidechsenartigen Reptilien, mit denen sie auch in Anse- 
hung ihres Gesammtbaues, so manche, nicht zu verkennende Uebereinstimmung zeigen; indem 
ihre Zähne, nicht so wie bei den Crocodilen in eigenen Zahnhöhlen eingekeilet, sondern 
an der Innenseite der Kiefer angeheftet sind; eben so, wie bei der Mehrzahl der höher ste- 
henden eidechsenartigen Geschöpfe. 

Der Zahnbau im Allgemeinen, wie im Besonderen, steht zu sehr mit der ganzen Lebens- 
weise der Thiere im innigsten Verbände, und hat sich bei Begränzung der einzelnen na- 
türlichen Thiergruppen, sowohl in der Ciasse der Säugethiere, als jener der Fische und 
Reptilien, zu sehr als durchgreifend bewährt , als dass man daran zweifeln könnte, ihn als den 



182 F1TZINGER, PALAEOSAURUS STERNUERGH. 

richtigsten Leitstern zu b« trachten , um auch diese seitenzähnigen Reptilien »1er Vorwelt na- 
turgemäss in tue Classe einzureihen und sie jener Reihe zuzuweisen, zu welcher sie gehören. 
Die Abweichung in «1er Wirbelbildung bei den älteren Typen derselben, kann hierbei 
durchaus nicht als ein Hinderniss betrachtet werden, da sich ganz analoge Abweichungen 
auch bei anderen Reihen in der Classe der Reptilien und namentlich bei jener der Croco- 
dile und Doppelathmer zeigen, und sich dieselben sehr leicht, so wie bei diesen, durch die 
Verschiedenheit der genetischen Verhältnisse erklären lassen, welche zur Zeit der Bildung 
jener älteren und der jüngeren, so wie der noch lebenden Formen Statt gefunden haben; 
endlich wenn man das ganz eigenthümliche Combinations- Verhältniss in Erwägung zieht, 
weh lies sieh bei den allermeisten älteren Typen der Reptilien der Vorwelt, durch eine son- 
derbare Verschmelzung der Structuren ganz verschiedener Thierreihen, auf eine höchst 
seltsame Weise ausspricht. 

Betrachtet man den Gesammtbau der älteren, nicht zur Reihe der Schildkröten gehörigen 
Reptilien der Vorwelt, im Vergleiche mit dem Baue der neueren vorweltlichen Typen und der 
noch lebenden , so gewahrt man ein durchaus abweichendes , auffallend verschiedenes Ver- 
hältniss, in der Bildung der einzelnen Körpertheile. 

Während bei den jüngeren untergegangenen und den noch lebenden Formen gewisse 
Charaktere durchgehend» nur gesondert auftreten, welche unverkennbar bestimmte Reihen 
unter denselben bezeichnen und allen Typen eigen sind, welche zu einer oder der anderen 
jener Reihen gehören, finden wir bei den älteren vorweltlichen Bildungen dieser Thierclasse, 
jene Charaktere auf die verschiedenartigste Weise in einem und demselben Typus vereini- 
get und nicht selten selbst mit Merkmalen verbunden , die bei keinem lebenden Reptile 
zu finden und nur den höher stehenden Classen der Vögel und Säugethiere oder der tie- 
fer stehenden Classe der Fische eigenthümlich sind. 

Ein ähnliches Verhältniss findet auch bei den älteren Fischen der Vorwelt Statt, wel- 
che sich zu ihrer eigenen Classe und jener der Reptilien eben so verhalten , wie die älte- 
ren vorweltlichen Reptilien zu den jüngeren und lebenden, und den beiden höheren Classen 
der Wirbelthiere. 

Hieraus geht unläugbar hervor, dass diese alten vorweltlichen Gebilde aus der Classe 
der Reptilien nicht nur allein als der TJrtypus aller jüngeren Glieder ihrer eigenen Classe, 
sondern die meisten derselben auch als die typischen Vorläufer der beiden höheren Clas- 
sen der Wirbelthiere, nämlich der Vögel und Säugethiere, zu betrachten sind, welche sich 
nach denselben Gesetzen der Natur , jedoch unter veränderten genetischen Verhältnissen 
gestaltet und gewissermassen in analogen Formen entwickelt haben , so wie andererseits 
die ältesten vorweltlichen Glieder aus der Classe der Fische, als die typischen Vorläufer 
der Reptilien betrachtet werden müssen, und manche ihrer Eigenthümlichkeiten in diese 
höhere Thierclasse gleichsam übertragen haben. 

Ein morphisches Ineinandergreifen der einzelnen Thierclassen ist jedem genaueren 
Beobachter unverkennbar, so wie die auffallenden Analogien, welche zwischen den Haupt- 
typen der einzelnen Thierclassen bestehen und sich durch die unläugbarsten Wiederholun- 
gen, sowohl in Bezug auf Gestalt als Lebensart, unter denselben kund geben, keinem Na- 
turforscher unerklärbar bleiben, oder etwa gar chimärisch scheinen können, der die geneti- 



FITZINGER, PALAEOSAURUS STERNRERGII. i88 

6chen Verhältnisse der Thierschöpfung und das immer gleiche, unveränderliche Bildungs- 
gesetz der Natur in's Auge fasst. 

Auf dieses gleichmässige Bildungsgesetz allein sind alle Analogien gegründet, welche 
uns die Thierschöpfung in ihren unzähligen Formen vor Augen stellt. 

Es ist ein stätes Wiederholen der Hauptzüge jeder einzelnen Thiergruppe, welches 
durch alle Classen derselben durchgreift und bei den Wirbelthieren in eben demselben 
Grade Statt findet, wie bei den wirbellosen* 

Oken war der Erste, der die Wichtigkeit dieser Analogien gefühlt, sie bis in die ein- 
zelnen Organe des thierischen Körpers verfolgt und hierauf sein genetisches System begrün- 
det hat. 

Kaup hat es versucht, den Andeutungen Oken's folgend, durch veränderte Stellung 
der einzelnen Thiergruppen und mannigfaltige andere, für nöthig erkannte Abänderungen, 
die gefühlten Mängel zu verbessern und hierdurch der Wahrheit näher zu kommen. Mit 
vieler Gründlichkeit und einem seltenen Scharfsinne begabt, ist es diesem ausgezeichneten 
Zoologen nicht nur gelungen, wesentliche Verbesserungen anzubringen, sondern auch auf 
manche Aehnlichkeiten aufmerksam zu machen, welche bisher von den Naturforschern nicht 
berücksichtiget wurden. Durch die Aufstellung von fünf parallelen Thierreihen in jeder 
einzelnen Classe, und die Zerfällung derselben in drei Höhenstufen, die höchste, mittlere 
und tiefste Stufe, hat er unstreitig den Grund zu einem natürlichen, genetischen Systeme 
in der Zoologie gelegt; denn die Existenz solcher Parallelen findet sich so sehr in der 
Natur bestätiget, dass man kaum an der Wahrheit seiner Ansicht zweifeln kann. 

Kaup hat seinen Parallelen aber eine Deutung gegeben, welche sich schwerlich vor 
dem Richterstuhle der Wahrheit wird behaupten können; indem er der Schule der Natur- 
philosophie gefolgt, und denselben daher die Entwickelung der Organe zum Grunde legte. 
Dieses Princip hat ihn sicher allein nur verleitet, in der Stellung der einzelnen Thiergrup- 
pen Missgriffe zu begehen, welche bei einer consequenten Verfolgung desselben unvermeid- 
lich waren, und durch bisweilen gesuchte Analogien, Thiergruppen in eine Reihe zusam- 
men zu fassen , welche nach allen unseren Kenntnissen von ihrem Baue , nimmermehr ver- 
einiget werden können. Hierdurch wurde es ihm auch unmöglich, seine Parallelen durch 
bestimmte, allen dazu gehörigen Typen zukommende Kennzeichen zu begränzen. 

Richtiger dürfte vielleicht die Ansicht seyn, dass jene Parallelen fünf Haupttypen be- 
zeichnen, welche gewissen genetischen Verhältnissen entsprechen, die mit den Veränderun- 
gen, welche die Erdoberfläche im Laufe der Zeiten erlitten hat, im innigsten Verbände 
stehen, und deren Wiederholung in den einzelnen Thierclassen, sich nur auf das allgemeine 
Bildungsgesetz gründet. 

Diese Ansicht widerstreitet durchaus nicht denjenigen zoologischen Classificationen > 
welche sich als naturgemäss bereits erprobet haben; wie diess mit nur sehr wenigen Aus- 
nahmen, in Ansehung der Stellung einzelner Gruppen, bei den Säugethieren und Repti- 
lien, zum Theile aber auch bei den Vögeln und Fischen der Fall ist. Sie lässt das Aehn- 
lichste vereiniget und bietet vor der Methode einer systematischen Darstellung in fortlau- 
fender Reihe, nur noch den grossen Vortheil dar, dass hierdurch die gegenseitigen Ver- 
wandtschaften und Wiederholungen deutlicher in's Auge treten und immer die höheren 
Formen von den tieferen deutlich gesondert stehen. 



m FITZINGER, l'ALAEOSAURLS STERNBERGII. 

Nach dieser Anhiebt stellen sich die Parallelen in der Classe der Reptilien folgender- 
maßen dar: 

1 Keine. II. Reihe. III. Reih«. IV. Reihe. V. Reihe. 

Amblyglossae. Leptogloseae. Testudlnata. Dipnoa, Rhizodonta. 

1. Stufe. Dfüdrebaftae. Sanri. T\lopoda. Batrachia. Ornithosauri. 
(Baum- A»iinu'ii.) (Eidechsen und eidech- (Land-Schildkröten.) (Frösche.) (Pterodactjltis.) 

senähnlicke Reptilien.) 

2. Stufe. Ilnmivagae. Ilemisauri. Steganopoda. Hemibatrachia. Loricata. 

(Krd - Agamen.) (Scinke und schlangen- (Fluss-Sdiildkröten.) (Molche.) (Crocodile u. crocodil- 

ortige Eidechsen.) ähnliche Reptilien.) 

3. Stufe. Ascalabotae« Opbidia. Oiacopoda. Ichtbyodea. Cetosauri. 

(Geckoncn.) (Schlangen.) (See -Schildkröten.) (Fischiuolche und (Ichthyosaurusähnli- 

Wühlen.) che Reptilien.) 

Jede dieser Reihen ist scharf und bestimmt durch gewisse, allen Typen derselben zu- 
kommende Kennzeichen begränzet, und bietet zugleich ein Bild von dein stufenweisen 
Vor- oder Rückwärtsschreiten der genetischen Thätigkeit dar; indem bei manchen Reihen 
die tieferen Bildungen den höheren , bei anderen aber die höheren den tieferen vorausge- 
gangen sind. Die beiden ersten Reihen enthalten die vollkommensten, die beiden letzten 
die unvollkommensten Bildungen der Classe; die dritte die Mittelstufe zwischen diesen 
beiden Extremen. 

Die natürlichen Gruppen, welche in den neueren unserer bisherigen herpetologischen 
Systeme aufgestellt wurden, sind durchaus unverändert geblieben; ein abermaliger Beweis 
für ihre richtige Begränzung. Nur die letzte Reihe hat durch die Einschaltung der Mehr- 
zahl der Typen vorweltlicher Reptilien, welche durchaus keiner anderen zugewiesen wer- 
den können und sich auf immer als dahin gehörig bewähren werden, eine grössere Aus- 
dehnung erlitten; durch welche Einreihung allein nur den Crocodilen die richtige Stellung 
im Systeme zugewiesen werden konnte. 

Es würde die Gränzen dieser Abhandlung überschreiten, wollte ich jene fünf Paralle- 
len auch bei den drei übrigen Classen der Wirbelt liiere nachzuweisen suchen. Die Natur 
hat dieselben so klar und deutlich ausgesprochen , und die drei Höhenstufen in denselben 
angedeutet, dass gewiss jeder Zoologe, welcher diese Ansicht theilet, sich dieselben selbst 
darzustellen vermag, wenn er jede einzelne Classe von dem neuesten Standpuncte der Wis- 
senschaft aus betrachtet und die bei einer solchen Darstellung in parallelen Reihen von 
selbst in die Augen fallenden wenigen Missgriffe in der richtigen Stellung einzelner Grup- 
pen vermeidet. 

Nach diesen Andeutungen, welche ich zur Erläuterung meiner Ansicht vorausschicken 
zu müssen glaubte, will ich es versuchen, die vorweltlichen Reptilien naturgemäss in jene 
Reihen einzutheilen. 

Die Reste, welche uns von den vorweltlichen Reptilien bisher bekannt geworden, sjnd 
leider grossentheils sehr unvollständig; so dass wir nur von einer sehr geringen Anzahl 
von Typen alle Theile des Skeletes kennen. Demungeachtet sind sie aber in den meisten 
Fällen zureichend, mit ziemlicher Bestimmtheit ein Urtheil über die richtige Stellung der 
Thiere im Systeme auszusprechen , denen sie einst angehöret haben, und wenigstens die 
Reihe zu bestimmen , zu welcher diese gezogen werden müssen. Nur bei einigen wenigen 



FITZINGER, PALAEOSAURUS STERNBERGII. 185 

Typen mangeln uns bisher jene charakteristischen Theile gänzlich , welche zur richtigen 
Bezeichnung ihrer systematischen Stellung nöthig sind. Wir müssen uns daher begnügen , 
denselben, nach Analogien aus den uns bekannten Resten, provisorisch eine Stelle im Sy- 
steme zuzuweisen. 

Von den Reptilien, welche die Vorwelt bewohnten, kennen wir bisher die Urtypen 
von den vier Hauptreihen dieser Classe. Nur aus der ersten Reihe, nämlich jener der 
Breitzüngler (Amblyglossae) , ist noch kein Repräsentant bekannt geworden. Offenbar ent- 
hält diese Reihe die jüngsten Bildungen der ganzen Thierclasse , wie diess auch bei den 
anderen Classen der Wirbelthiere der Fall ist. 

Unter den Schmalzünglern (Leptoglossae) ist es die höchste Stufe, nämlich jene der 
Saurer (Sauri), welche zum Theile durch die ältesten, uns bisher bekannt gewordenen Typen 
vertreten wird. Hierher gehören unzweifelbar die Gattungen Protorosaurus, Leptosaurus 
(Lacerta neptunia), Geosaurus und Therosaurus (Iguanodon. Mantell), und höchst wahrschein- 
lich der Analogie nach auch Palaeosaurus , Racheosaurus und Pleurosaurus, alle aus der 
Flötzformation ; so wie sämmtliche Lacerten aus dem Tertiärgebiete und dem Diluvium. 
Die vierzehigen Hinterfüsse bei Racheosaurus und Pleurosaurus können durchaus als 
kein Hinderniss betrachtet werden, diese nach dem Gesammtbaue weit mehr eidechsen- als 
crocodilartigen Typen, jener Reihe zuzuweisen ; da die Wandelbarkeit in der Zeilenzahl ge- 
rade in dieser Reihe mehr als in irgend einer anderen hervortritt und auch die derselben 
Reihe angehörige Gattung Acrantus, aus der lebenden Schöpfung, nur vier Zehen an den 
Hinterfüssen hat. Leider ist uns die Fussbildung von Mantell's Iguanodon bisher noch 
nicht bekannt geworden ; doch lässt sich aus der Gestalt und Grösse der Mittelfussknochen 
vermuthen, dass sie ähnlich denen des Plesiosaurus und der Cetaceen gebildet waren. 
Ausser der colossalen Grösse, zeigt dieses Thier mit dem Megalosaurus nur sehr wenig 
Verwandtschaft, und kann nach der Art und Weise der Anfügung seiner Zähne in den Kie- 
fern, welche unbezweifelbar eine seitliche war, in keinem Falle derselben Thiei reihe bei- 
gezählet werden. Wenn gleich die meisten dieser vorweltlichen Thiere mehr Wasser- als 
Land -Bewohner waren, so kann ihre richtige Stellung in der Reihe der eigentlichen Sau- 
rer um so minder in Zweifel gezogen werden, als selbst manche Gattungen der Jetztwelt, 
namentlich Polydaedalus und Hydrosaurus, welche sich auch im Habitus, insbesondere durch 
den langen Hals, manchen jener vorweltlichen nähern , eben so häufig das Wasser als das 
Land besuchen. Ob auch der vorweltliche Hylosaurus aus dem Flötzgebiete in diese Rei- 
he zu stellen sey, lässt sich nach den höchst unvollständigen Resten nicht ermitteln. Mit 
den Repräsentanten der ersten Reihe, nämlich jener der Breitzüngler (Amblyglossae), kann 
er eben so wenig vereiniget werden, als Mantell's Iguanodon. 

Aus der zweiten Stufe dieser Reihe, jener der Halbsaurer (Hemisauri), ist bisher kein 
fossiler Rest bekannt geworden; und aus der dritten Stufe, jener der Schlangen (Ophidia), 
nur wenige aus den Tertiär- und Diluvialgebilden, welche auf eine Aehnlichkeit mit den 
lebenden Gattungen Tropidonotus , Dendrophis und Crotalus schliessen lassen. 

Von den Schildkröten (Testudinata) finden wir unter den Bewohnern der Vorwelt 
Typen aus allen drei Höhenstufen. Landschildkröten (Tylopoda) sind bloss aus der Ter- 
tiär- und Diluvial - Formation bekannt. Ihre Reste sind aber zu unvollständig , um mit Be- 
stimmtheit die einzelnen Gattungen zu ermitteln, zu denen sie gehören; doch dürften sie 

24 



FITZIMOEB, l'ALAEOSAURUS STEKNHKI1GI1. 

von den Gattungen Geochehme, Psammobates und Testudo der lebenden Schöpfung, nur 
wenig verschieden gewesen seyn. 

\ «ii Elusesehildkröten (Steganopoda) kennen wir Typen sowohl aus der Flötz- als der 
Tertiär- und Diluvial -Formation. Sie scheinen durchgehends den noch lebenden Gattungen 
Clemmys, Chelydra, Hydraapis und Trionyx anzugehören, wiewohl einige derselben wohl 
besondere l ntergattungen bilden dürften. Die ältesten stammen aus «lein Jurakalke; denn 
die vorgeblichen Trionyx-Reste aus dem Schiefer von Caithness, welcher dem Kupferschie- 
fer des Zechsteines entspricht, sind, nach den Untersuchungen von Agassiz, Theile eines 
Fisches. 

Die ältesten unter den vorweltlichen Schildkröten sind unstreitig die Seeschildkröten 
(Oiacopoda) . Sie stammen meist aus älteren Schichten der Flötzformation , gehören aber 
wahrscheinlich demungeachtet nur zu den Gattungen Chelonia und Thalassochelys der le- 
benden Schöpfung. Nur eine einzige ist uns bisher aus den Tertiär -Gebilden bekannt ge- 
worden. 

Unter den Doppelathmern (Dipnoa) scheinen ebenfalls alle drei Hauptstufen ihre Re- 
präsentanten in der Vorwelt zu finden. Die Frösche (Batrachia) und Molche (Hemibatra- 
chia) in der Tertiär-Formation, durch Typen, welche den Gattungen Rana, Bufo, Salaman- 
dra und Triton der Jetztwelt verwandt scheinen, von denen einige aber wohl eigene Gat- 
tungen bilden müssen , wie insbesondere die berühmte Scheuchzer'sche Salamandra gigantea 
aus dem Schiefer von Oeningen (Palaeotriton) ; die Fischmolche (Ichlhyodea) höchst 
wahrscheinlich aber im Flötzgebilde, durch Jäger's Salamandroides oder Mastodonsaurus 
(Batrachosaurus), welcher sich wohl am meisten den Wühlen anzureihen scheint. 

Die fünfte Reihe endlich, nämlich jene der Wurzelzähner (Rhizodonta) , umschliesst 
das grösste Heer der von den Normal-Formen der Jetztwelt am meisten abweichenden vor- 
weltlichen Typen , und wird mit Ausnahme der, noch der lebenden Schöpfung angehörigeu 
Crocodile, einzig und allein nur durch dieselben gebildet. 

Die oberste Stufe oder jene der Vogelsaurer (Ornithosauri) umschliesst jene merkwür- 
digen flatterfüssigen, fliegenden Reptilien, über welche sich die Ansichten, selbst der aus- 
gezeichnetsten Naturforscher, auf die verschiedenartigste Weise aussprachen; wornach diese 
paradoxen Geschöpfe nicht nur allein schon allen vier Classen der Wirbelthiere, sondern 
durch Wagler sogar einer neu geschaffenen fünften Classe zugewiesen wurden, welche, die 
heterogensten Gebilde verschiedener Classen in sich fassend, gleichsam eine Mittelclasse 
zwischen den Reptilien, Vögeln und Säugern darstellen sollte. Es ist die Gattung Ptero- 
dactylus , welche wahrscheinlich in mehrere Untergattungen zerfallen wird, deren Reste uns 
bisher bloss aus der Flötzformation bekannt geworden sind. 

Die Mittelstufe, nämlich jene der Panzer-Saurer (Loricata) , enthält die schreitfüssigen 
Glieder dieser Reihe ; daher, ausser den Crocodilen der lebenden Schöpfung, diejenigen vor- 
weltlichen Typen, deren Zehen ähnlich jenen der Crocodile gebildet und wahrscheinlich 
so wie bei diesen, mit Schwimmhäuten verbunden waren. Demnach gehören nicht nur al- 
lein alle den noch lebenden Gattungen Champsa, Crocodilus und Ramphostoma ähnlichen 
vorweltlichen Formen aus der Flötz-, Tertiär- und Diluvial-Formation, einschlüssig der Clift'- 
schen Gattung Leptorhynchus in diese Stufe, sondern auch die Gattung Aeolodon, und al- 
ler Analogie nach zu schliessen, höchst wahrscheinlich auch die Gattung Macrospondylus, 



FITZINGER, PALAEOSAURUS STERNBERGII. 187 

obwohl der Zahn- und Zehenbau bei derselben bisher noch nicht bekannt ist; beide aus 
dem Fiötzgebiete ; so wie nicht minder die eben dieser Formation angehörigen Gattungen 
Gnathosaurus und Cochiosaurus , deren Fussbildung ebenfalls noch nicht bekannt gewor- 
den ist. 

Die tiefste Stufe endlich, oder jene der Wall-Saurer (Cetosauri), umfasst die flossfüs- 
sigen Typen dieser Reihe, mit Gliedmassen, ähnlich denen der Cetaceen gebildet; mithin 
durchaus nur vorweltliche Typen, welche bisher alle nur aus Schichten des Flötzgebietes 
bekannt geworden sind. Sie zerfallen nach der Art der Einfügung ihrer Zähne in den Kie- 
fern, in zwei Gruppen. Zur ersteren , bei welcher die Zähne in eigenen abgeschlossenen 
Zahnhöhlen eingekeilet sind, gehören ausser den Gattungen Saurochampsa (Mosasaurus) 
und Plesiosaurus , aller Wahrscheinlichkeit nach, wiewohl ihre Fussbildung theils noch gar 
nicht, theils aber nur sehr unvollständig gekannt ist, die Typen Streptospondylus, Metrio- 
rhynchus, Teleosaurus und Megalosaurus ; zur zweiten, mit Zähnen, welche in einer gemein- 
schaftlichen Kieferfurche stehen, die Gattungen Ichthyosaurus, Saurocephalus und Saurodon. 
Auch von diesen beiden letzteren Typen ist die Fussbildung bisher noch nicht bekannt ge- 
worden. 

Wir sehen daher in dieser Reihe in Bezug auf die Fussbildung ein ähnliches Verhält- 
niss, wie in der Reihe der Schildkröten; nur haben sich in der obersten Stufe dieser Thier- 
reihe die Füsse zu Flatterfüssen entwickelt, während sie in jener der Schildkröten zwar 
Schreitfdsse geblieben, aber eine Gestalt angenommen haben, die den Typus für die Füsse 
der meisten Zahnarmen Säugethiere geliefert hat, welche unzweifelbar der Reihe der Schild- 
kröten entsprechen. 

Die von Jäger aufgestellte Gattung Phytosaurus und Hermann von Meyer's Lepido- 
saurus gehören keineswegs in die Classe der Reptilien, sondern sind, wie Hermann von 
Meyer von seinem Lepidosaurus selbst vermuthete, Reste fossiler Fische, aus der Reihe der 
Ganoiden. Erstere steht der Agassiz'schen Gattung Pycnodus nahe, letztere ist identisch 
mit dessen Lepidotus. 

Wohin die riesenmässigen Knochenreste eines angeblichen Saurers aus New - Orleans 
gezogen werden müssen, bleibt der fernen Zukunft vorbehalten. 

Ich schliesse diese Abhandlung mit dem Wunsche, durch dieselbe Einiges zur richti- 
geren Stellung jener meist räthselhaften vorweltlichen Gebilde beigetragen zu haben, und 
unterlege meine Ansicht sehr gerne einem strengen prüfenden Urtheile competenter Natur- 
forscher. 



24 



STIRPIUM AUSTRALASICARUM 

HERB AH II II I IiKI-IA\l 

DBCADES TRES. 

DESCRIPSIT 
STEPHANUS ENDLICHER. 



(Mense Decembri 1838.') 



25 



MYRTACEAE CHAMAELAüCIEAE. 



P O L Y Z O N E. 

lores supra receptaculum planum, involucratum sessiles, singuli bracteolis geminis, mera- 
branaceis, carinatis, ilisünctis. Calyx tubo obconico, basi cum ovario connato , zonis cartila- 
gineis multiannulato , limbo brevissime quinquefido. Corollae petala 5, calycis limbo inserta, 
membranacea , ovata , erecta. Stamina 20, cum petalis inserta, filamenta brevissima , com- 
planato-subulata, alterna ananthera, fertilibus conformia ; antherae biloculares, subglobosae. Ova- 
rium inferum, uniloculare. Ovula 2, basilaria, erecta, exlrorsum anatropa. Stylus compressus, 

apice attenuatus , imberbis ; Stigma terminale , subcapitatum. Fructus Frutex Novae 

Hollandiae austro-occidentalis, ramulis altemis verticillatisque , foliis confertis, aceroso- 
frit/uetris, capitulis terminalibus , sessilibus, involucri foliolis subcoriaceis , pluriseriatis, 
coloratis. 

1. POLYZONE PURPUREA. 

In Novae Hollandiae austro-occidentalis interioribus, inter Swan-River et King Georges Sound (RoeJ. 

Frutex ut videtur humilis, ramulis oppositis verticillatisque, glabris , inferne foliorum delapsornni 
cicatriculis torulosis, superne dense foliosis. Folia imbricata, acerosa , subclavato-triquetra , sesquili- 
neam longa, dorso acute convexa, facie plana, apice rubentia, obtusa v, mucrone brevissimo calloso 
terminata, laevia , glaberrima, dorso juxta angülum utrinqne punctorum nigricantium seriebus notata. 
Capitula in apicibus ramulorura solitaria, sessilia, depresse hemisphaerica, diametro semipollicarl. In- 
volucri foliola quadri-quinqueseriata , laxiuscule imbricata, extitna subberbacea, interiora sensirn ma- 
jora, membranaceo - subcoriacea, ovata, obtusitiscula, quatuor lineas longa, duas et dimidiam lineam 
lata, uninervia, basi decolora, superne pulcherrime purpurea, glaberrima, integerrima. Receptaculum 
subtus convexmsculum, supra planum, minutissime areolatum, areolis convexis, glaberrimum. Floren 
in siugulis capitulis quindecim ad viginti, sessiles, singuli bracteolis membranaceis geminis, oppositis, 
imo calyci insertis, naviculari - carinatis , acutis , uninerviis, duas cireiter lineas longis, primum mar- 
ginibus sese amplectentibus inclusi, deinde patentiusculis stipati. Calycis tubus obconicus, basi cum 
ovario connatus , obsolete pentagonus, unam lineam longus , zonis subcartilagineis, annularibus , senis- 
octonis, sursum laxe imbricatis, hinc inde interruptis, margine angustissimo, libero , sub lente valde 
äugen te incisis vestitus, limbus supra ovarium paullo ampliatus, in tubnm dimidia linea paullo longio- 
rem productus, breviter quinquefidus, lobis erectis, obtusis. Petala quinque, submembranacea , lami- 
nae calycis tubnm intus vestienti , inter ejusdem lobos inserta, ovata, obtusiuscula, basi lata sessilia, 
uninervia, subcarinata, erecto-conniventia, marginibus sub lente minutissime serrulata , Candida, dimi- 
diam lineam longa. Stamina cum petalis inserta, decem perfecta totidem anantheris, paullo brevioribus 
alterna; filamenta complanato-subulata , petalis breviora, antherae biloculares, subglobosae, dorso in- 
sertae. Ovarium inferura , vertice complanatum , uniloculare. Ovula 2, basilaria, erecta, extrorsum 
anatropa. Stijlus subcentralis , ligulato-compressus, basi dilatatus , apice filiformis, sigmoideo-incurvus, 
breviter exsertus, glaberrimus ; Stigma terminale , minutissime capitatum, nudum. 

25 * 



192 ST BNDLICHER STIIll'IUM AUSTRALASICARUM DECADES HC 

THRYPTOMENE. 

Bradeolae 2 distinctae, caducissimae. Calyx tubo cum ovario connato, supra ovarium 
haud prodmcto| limbi qninquepartiti laciniis petaloideis, indmsis. Cor o/lae petala 5, calycis 
limbo inserta, orbiculata. Stamina 10, cum petalis inserta , sterilia nulla ; filamenta liliformi- 
subulata , antherae biloculares , loculis globosis , tliscretis , e connectivo glandula terminato 
pendulis. Ovarium infernm , uniloculare. Ovula 2, basilaria, erecta , anatropa. Stylus bre- 
vissimus, imberbis; s/iyma capitatum. Capsula obconica, apice truncata, incomplete bivalvis, 
aborto monosperma. Semen erectuia, exalbuminosum. — Frnticuhis Novae Hollandiae aus- 
tro-occiderUaUs ; foliis oppositis, sentit eretibus , erectis, mucronalis, pedunculis axillari- 
bus , solitariis, oppositis, uni/loris , /i/Z/o /«u/to brevioribus. 

2. THRYPTOMENE AUSTRALIS. 

i/t Sovae Hollandiae austro-occidentalis interioribus, ad orientem ab urbe Xetv-York Icyil cl.Roe. 

Rami tctragoni, tenues , glaberrimi , cinerei. Rantuli alterni et oppositi, stricti, scmipedales. Fo- 
lio decussatim opposita, intcrnodiis trilinearibus sejuncta, subsemiteretia, diias lineas longitudine paullo 
superantia, erecta, apice patentia, facie plana, dorso convexiuscula, glandulis iinmersis crebris notata, 
basi attenuata subcompressa , superne incrassata, apice acuta, in mucronern brevem, rigidum, subcarti- 
lagineum , recurvum desinentia. Flores juxta apices ramulorura , in axillis foliorum approxiraatonim 
solitarie oppositi, brevissime pedunculati, spicas breves foliosas, v. saepius capitula parva, laxiuscula 
referentia. Pedunculus brevissimus, vix quintam partein longitudinis folii superans, obsolete angula- 
tns. Bradeolae duae, summo pedunculo insertae, oppositae, lineara longae, carinatae , acutae, aequa- 
les, fuscescentes , niarginibus membranaceis altera alterara araplectens, exterior caducissima, interior 
])lerumque usque ad antbesim , nee tarnen diutins persistens. Calt/cis tubus obeonico-teres , lineam longus, 
glaberrimus , longitudinaliter rugosus, cum ovario connatus , nee ultra illud produetas, supra ovarium in 
limbum scarioso-petaloideum , albidum, quinquepartitum expansus, laciniae orbiculatae, lineam longae, 
paullo latiores, integerrimae , deeiduae. Petala 5, laminae carnosae, decoloris, ovarii verticem coronantis 
inargini inserta, calycis laciniis alterna, iisdem aequilonga et conformia, in sicco pallide rosea, patentia, 
deeidua. Stamina 10, cum petalis inserta, iisdem paullo breviora, omnia fertilia , absque sterilium ru- 
dimentis; filamenta filiformi-subulata, antherae biloculares, loculi globosi, e connectivo in glandulam par- 
vara produeto penduli , introrsum sulco longitudinali dehiscentes. Ovarium inferum, uniloculare. Ovula 
gemina, e basi erecta, extrorsum anatropa, horum unura jam in alabastro altero iuulto minus. Stylus 
terminalis simplex, glaberrimus, staminibus brevior; sliyma capitatum, nudum. Capsula sublignosa, 
obconica, calycis limbo genitalibusque deeiduis vertice plana, incomplete bivalvis. Semen unicum, ere- 
ctum, testa membranacea, tenui, hinc venosa. Embryo massa homogenea, lactea. 

CHAMAELAUCIUM Desf. 

Chamaelaucium Desfont. in Mem. Mus. V. 39. t. 3. /. 13. excl. reliq. DC. Prodr. III. 209. 

Bradeolae geminae coneavae, dorso mucronatae, florein primum includentes, sub an- 
tbesi patentes , basi secedentes. Calyx tubo basi cum ovario connato , supra ovarium produeto, 
limbi quinquefidi laciniis indivisis , subpetaloideis. Corollae petala 5 , summo calycis tubo in 
serta , ovata. Stamina 20, cum petalis inserta, alterna ananthera , ligulaeforinia , integra , 
tertilium filamenta subulata, antherae biloculares, connectivo simplici v. in glandulam pelluci- 
dam produeto. Ovarium inferum, uniloculare. Ovulu 5 9, e placenta basilari erecta, ana- 
tropa. Stylus filiformis ; stigma capitatum. — Fruticuli Novae Hollandiae auslro-occidenta 



ST. ENDLICHER STJRPIUM AUSTRALASICARUM DKl ADES IIT. 198 

ils ; foliis semitereübus v. lineari-triquetris , oppositis, saeplus confertis, floribus axillari- 
bus v. terminalibus breciter pedunculatis , albls. 

3. CHAMAELAUCIUM VIRGATUM. 

Cli. ramis virgatis, foliis oppositis remotis lineari-semiteretibus , pedunculis terminalibus congestis 
folio brevioribus, bracteolis persistentibus, stigmate barbato. 

In Novae Hollandiae austro-occidentalis inlerioribus , ad orienlem ab urbe Xew-York leyit cl. Roe. 

Ramulum video bipedalera, virgaeformem , basi penna columbina liaud crassiorern , superne sensim 
attenuatum, apice foliorura fasticulo deiinitum, inferne ramulos aliquot oppositos, simplicissimos , bi- 
quadripollicares, strictiusculos , purpurascentes , apice floriferos proferentem , hebetate tetragonum , gla- 
berrimum, epidermide fusca , nitida, lacere secedente vestitum. Folia opposita, paribus internodio octo 
circiter linearum sejunetis , phyllopodiis prominulis inserta, lineari-semiteretia, glaberriraa, internodiis 
paullo longiora, obtusiusrula, basi nonnihil angustata, dorso convexa, glanduloso-subexasperata , facie 
plana, lineae quadrantem lata, strictiuscula. Fedunctili in apice ramulorum inter ultimum par foliorum 
tres v. quatuor congesti, sesquilineam longi. Jiracteolae siiimno pedunculo insertae, membranaceae, flo- 
rem primum includentes, sub antliesi usque ad tres quartas longitudinis partes patentes, persistentes, ova- 
tae, obtusae, coneavae, inaequales, altera interior major, tres lineas longa, quatuor lineas lata, ab al- 
tera exteriore paullo minore basi marginibus amplexa, utraque dorso infra apicem in mucronem brevem, ri- 
gidiusculum producta, glaberrima, fusca, interioris margines tenerrime raembranacei , demum plerumque 
laceri. Calycis tubus campanulatus, duas et dimidiam lineam longus , ima basi cum ovario connatus, 
longe supra illud produetus, glaberrimus , obsolete striatus , herbaeeo-viridis ; limbi quinquepartiti lobi 
ovati , obtusi, lineam longi, paullo latiores , integerrimi, glaberrimi, margine nonnihil teneriore rubentes. 
Pelala quinque, summo calycis tubo, ope laminae carnosae eur.dem vestientis inserta, ovata , obtusa, 
sesquilineam longa, una linea paullo latiora, alba, glaberrima, sub lente minutissime ciliata. Stamina 
cumpetaiis inserta, iisdem multo breviora, decem fertilia cum totidem sterilibus ligulaeformibus, inte- 
gerrimis alternantia; fertilium filamenta lineari-subulata, alterna paullo breviora, antherae biloculares, 
loculi tonnectivi glandulaeformis , flavi basi antice adnati. Ovarium cum calycis basi connatum, vix unius 
lineae longitudinem aequans , vertice planum, uniloculare. Stylus calycis tubo brevior, compressus ; atiy- 
matc subterminali, barbato. De ovulorum basilarium numero dubius haereo. 

• 

VERTICORDIA DC. 

Verticordia DC. in Dict. dass.se. nat. .17.. Prodr. III. 210. Endlicher in Enumerut. plant. IliigclAG. 47. Dipladine 
Ii. Brown msc. Chrysorrhoe Lindlcy in Bot. Mag. Comp. 11.357. Chamaeiaucii sp. Desfont. in Mem. Mus. V. 42. t. 4. 
V. 272. t. 19. 

Bracteolae gemjnae coneavae, dorso muticae v. mucronatae , florem primum includen- 
tes, sub anthesi hinc longitudinaliter secedentes v. patentes, deeiduae v. persistentes. Calyx 
tubo cum ovario connato, limbi quinquefidi lobis palmatipartitis, laciniis barbatis v. plumo- 
sis. Corollae petala 5, summo calycis tubo inserta, integra v. palmatipartita. Slamina 20. 
cum petalis inserta, alterna anantliera, ligulaeformia, integra v. trifida, fertilium filamenta 
subulata, antherae biloculares , connectivo simplici v. in glandulam pellucidam produeto. Ova- 
rium inferum , uniloculare. Ovula 2 10 , e placenta basilari ereeta , anatropa. Stylus filifor 

mis, inclusus v. exsertus , malus v. barbatus ; Stigma capitatum. Capsula unilocularis, ab- 
ortu monosperma, apice incomplete bivalvis. Semen erectum , exalbuminosum. — Frulices 
Novae Hollandiae austro-occidentalis ; foliis opposlfls, saeplus confertis. semlleretlbus v. 
trujueiris, floribus terminalibus corymbosls , albls v. Inf eis. 



ST. ENDLICHER STIRPIU.M AlSTlt ALAS1CAUUM DECADES 111. 

4. YERTICORDIA COM PTA. 

V. lobis calycinis mullifidis, lariniis lineari -subnlatis plumoso - miiltipartitis , pctalis staminihus- 
quc sterilibus iimbriitis, stylo inchiso imberbi , foliis obovato-triquetris a latere compressis dorso lae- 
vibllB, pedunculis biibcory mbosis , bracteolis distinctis muticis. 

In \ovae Hollandiae austro-occidentalis ititerioribus , ad orientem urbis New York leyit cl. Roe. 

■ Aifinis Yerticordiae Hüyelii, a qua folioriim forma, quae magis ad V. insiynem accedit, facillime 
ilistinguitur. Ramuli stricti. teretiusculi , graciles, glabri , cortice cinerascente, rugoso restiti. Folia 
opposita, paribus in inferiore ramorum parte internodiis triura linearum sejunetis, triquetra , a latcribus 
compressissima , duas et diiuidiam lineam longa, dorso acute convexa, laevia, marginibus plana, unam 
Uneam lata, lacie angustissima , basi excavata inserta , apice obtusiusculo mucroium brevissimum , oculo 
uudo vix conspiciendum gerentia, punetis glandulosis nigris, immersis notata, glaberrima. Pedunculi e 
summorum folioriim axillis filiformes, glabcrrimi, quatuor lineas longi , corymbum terminalem formantes. 
Bracteolae membranaceae, coneavae, pedunculi apici nonnihil incrassato opposite insertae, in alabastro 
marginibus aretissime applicitis cohaerentes, apice obtusissimae, demum patentes et mox deeiduae , basi 
bre\issima, subeupuliformi persistente. Calycis tubus obeonicus, angulatus, basi patentim pilosus, su- 
perne glaber, limbi quinquepartiti lobi palmatim multuidi, laciniae basi purpurascentes , apice alba, plu- 
moso-multipartitae. Petala 5, ovata , sesquilineam longa, fimbriata, uninervia, nervo saepius in aristam 
excurrente. Stamina basi brevissirne monadelpha, fertilia decem, tereli filiformia , petala aequantia , cum 
totidem sterilibus, subpetaloideis, paullo longioribus, fimbriato laceris alternantia. Stylus staminibus bre- 
vior, imberbis ; stiyma minute capitatum. 

5. VERTICORDIA ROEI. 

V. lobis calycinis trifidis , laciniis tripartitis, lobulis lineari-subulatis plumoso- miiltipartitis, pcta- 
lis fimbriatis, staminibus sterilibus indivisis, stylo subexserto imberbi, foliis imbricatis triquetris, pe- 
dunculis corymbosis, bracteolis distinctis muticis. 

In Novae Hollandiae austro-occidentalis interioribus letjit cl. Roe. 

Fruticulus semipedalis , divaricato-ramosissiraus , glaber. Folia conferta, acute triquetra, lineam 
longa, dimidiam lineam lata, punctata. Pedunculi glaberrimi, pollicares. Calycis tubus obeonicus. 

6. VERTICORDIA PICTA. 

V. lebis calycinis multificlis, laciniis lineari -subulatis plumoso -miiltipartitis , petalis integerrimis, 
staminibus sterilibus indivisis v. trifidis nudis, stylo incluso obsolete barbato , foliis subsemiteretibu» 
mucronatis, peduneulis subcorymbosis , bracteolis distinctis dorso infra apicem mucronatis. 

In Novae Hollandiae austro-occidentalis interioribus leyit cl. Roe. 

Fruticulus gracilis, ramosus , ramis filiformibus , cinereis, glabris. Folia conferta, semitereti-fili- 
furmia , inferiora tres et dimidiam lineam longa, summa dimidio breviora, dorso convexo punetis glandu- 
losis snbaspera, facie plana, in mucronem brevem, uncinato-recurvum desinentia. Pedunculi e snmrao- 
rura folioriim axillis subcorymbosi , filiformes, glaberrimi, folio dimidio longiores. Alabaslia subglobosa, 
bracteolis arete cohaerentibus inclusa. Bracteolae membranaceae, coneavae, dorso infra apicem mucro- 
nem brevissimum exserentes, purpurascentes, glaberiimae, glanduloso - punetatae, sub anthesi valvatim 
dehiscentes, mox ipsa basi solutae, deeiduae. Calycis tubus late turbinatus, ima basi cum ovario con- 
nutus, supra ovarium produetus, limbi quinquefidi lobi membranacei, palmatim multipartiti , laciniae 
lineari-subulatae , circiter tres lineas longae, plumoso- raultipartitae , albae. Petala 5, late obovata, un- 
gue brevissimo laminae carnosae calycis tubum intus vestienti inserta, pallide rosea, raaculis purpureis 



ST. ENDLICHER STIRPIUM AUSTRALASICARUM DECADES III. 195 

picta. Stamina cum petalis inserta, in tuburn raerabranaceum, vix usque ad mediam sui longitudinem 
vigintifidum connata, laciniae planae, e basi lata subulatae, alternae antheras oblongas , biloculares, 
dorso affixas gereutes, alternae anantherae, paullo angustiores , integrae v. apice trifidae, lacinulis acu- 
tis. Ovarium irao calyeis tubo adnatum, vertice complanato disco epigyno, in laminam calyeis tubum 
vestienteni continiiato tectura, uniloculare. Ovula 10, laminae discoideae , e basi loculi excentrice peltatae 
raargini inserta, anatropa. Stylus staminibus brevior, subclavatus, infra Stigma terminale capitatum ob- 
solete barbatus, 

7. VERTICORDIA CHR YS ANTIIA. 

V. lobis calycinis multifidis, lobulis lineari-subulatis plumoso-multipartitis, petalis fimbriato-multifi- 
dis, staminibus sterilibus cuneatis apice trifidis nudis, stylo incluso imberbi, foliis teretibus mucro- 
natis, pedunculis subcorymbosis, bracteolis distinctis muticis persistentibus. 

In Novae Hollandiae austro - occidentalis interioribus leyit cl. Roö. 

Fruticulus divaricato-ramosus , ramulis tenellis, teretiusculis , subfastigiatis, cinereis, glabris. Folia 
opposita, in inferiore ramulorum parte per paria remota, duas et dimidiam lineam longitudine vix supe- 
rantia, patentiuscula, versus eorundem apices conferta, adpressa, quinque lineas longa, omnia filiformi- 
v. subclavato-teretia , in mucronem brevissimum, cartilagineum , subrecurvum desinentia, pnnctis glan- 
dulosis, immersis consita, glaberrima. Pedunculi in summorum foliorum axillis solitarii, corymbos 
parvos formantes , folio vix dimidio longiores, obsolete angulati, glaberrimi, virides. Bracteolae 2, mem- 
branaceae, late concavae, muticae, pedunculi summo apici basi snbcallosa insertae, primum cohaeren- 
tes, sub anthesi patentes, altera exterior interiorem basi marginibus amplectens, delapso calyeis limbo 
adhuc persistentes. Calyeis tubus obeonicus , brevis, supra ovarium brevissime produetus , nitidus, gla- 
ber, limbus quinquepartitus , lobi palmato-multipartiti, lutei, laciniis subulato-linearibus, in lacinulas 
plurimas pinnato-partitis. Petala 5, laminae carnosae calyeis tubum intus vestienti inserta, ovata, lata 
basi sessilia, calyeis limbo concolora et paullo breviora, subcartilaginea, in lacinias filiformes profunde 
fimbriato-partita. Stamina cum petalis inserta, decem sterilia, petaloidea, euneata , apice trifida, lobis 
deltoideis, acutis, lateralibus multo minoribus, petalis triente breviora, lutea; totidem fertilia, sterili- 
bus alterna, ima basi iisdem cohaerentia, filiformi-subulata, inter se aequalia, sterilibus vix longiora, in- 
flexa, antherae introrsae, biloculares, connectivum totura dorsum oecupans, apice in glandulam, sub 
aqua pellucidam tumens, loculi antice adnati, oppositi, basi turgidiores , longitudinaliter dehiscentes. 
Ovarium inferum, uniloculare. Ovula cavitatis basi carnosae excentrice inserta, gemina v. interdum terna, 
anatropa. Stylus staminibus brevior, imberbis. Stigma miaute capitatum. 

OBSERVATIO. Vertkordia nitida (Chrysorrhoe nitida Lindl. in Bot. Mag. Compan.H. 357.) a nostra diiTert: ra- 
mulis atro-viridibus, pedunculis longioribus , petalis Serratia, staminibus sterilibus sulmlatis, apice glandulosis. 

8. VERTICORDIA GRANDIFLORA. 

V. lobis calycinis multifidis, laciniis lineari-subulatis plumoso-multipartitis, petalis fimbriato-multifi- 
dis, staminibus sterilibus complanato - subulatis trifidis nudis, stylo incluso imberbi, foliis lineari-tri- 
quetris mucronatis, summis distiche imbricatis, pedunculis corymbosis , bracteolis distinctis muticis 
persistentibus. 

In Novae Hollandiae austro-occidentalis interioribus, centum milliarium itinere ad aquilonem ab 
urbe New-York leyit cl. Roe. , 

Ramuli teretes , cortice cinereo , sub lente setulis minimis exasperato , pbyllopodiis valde prominen- 
tibus toroso. Folia inferiora opposita, paribus internodio trium linearum sejunetis, in axillis juniorum fa- 
sciculos breves gerentia, ramulorum suprema distiche imbricata, omnia lineari-triquetra, inferiora quatuor 
lineas longa, summa duas et dimidiam lineam longitudine vix superantia, dorso convexo marginibusque 
acuta, laevia, glaberrima, facie plana, apice in mucronem brevissimum, rectum desinentia, punetis ni- 



196 ST. ENDLICHER. STIRFIl-M AlJSTRALASICARl'M DECADES III. 

gris, immersis conspersa. Pedtniculi esummorum foliorum axillis solitarii, corymbum formantes, semipol- 
licares, e basi filiform! siirsum incrassati, subcompressi, glaberrimi, fuscescentes. Bracteolae2, coriaceae, 
late ovatae, »Inas lineas lon:;.n- , tres lineas latae , obtusissimae, concavae, dorso muticae, glabrae, fus- 
cae, pedunculi apiei basi callosa insertae, primum cohaerentes, sub antliesi ad mediam circiter longitudi- 
ncm j)att'i\t»'s, Interne altera cxterior intcriorem arcto amplexu retincns, ita ut prima fronte connatae vi- 
deantur, sed revera distinctae, persistentes. Calycis tubus turbinatus , basi ad longitudincm unius lineac 
cum ovario eonnatus , longitudinaliter multicostatiis, deinde ad longitudinera dimidiae lineac supra ovarium 
produetus ; limbus quinquelobus , luteus, lobi tres lineas longitudine aequantes, paullo angustiores , in 
lacinias plurimas, lineari - subulatas , plumoso-multipartitas palmatifissae, patentes, laciniis pulcberrime 
luteis, apice interdum viresrentibus. Pelala laminae carnosae , calycis tuhiim intus vestienti inserta, 
ovata, calycis limbo paullo breviora, basi fuscescentia, cartilaginea, in lacinias plurimas lutescentes, 
apice interdum virescentes palmatifissa. Slamina cum petalis inserta, iisdem alterna, sterilia decem com- 
planato-subulata, acuminata , trifida , laciniis acuminatis , lateralibus paullo brevioribus, angustioribus, 
divaricatis, fertilia filiformi-subulata; antherae biloculares , loculi Intel, connectivo dorsali crassiusculo, 
fusco antice adnati, basi turgidiores. Ovarium inferum, disco epigyno in laminam staminiferara , calycis 
tubum intus vestientem obtectum, uniloculare. Ovula pauca, e basi ereeta, anatropa. Stylus staminibus 
brevior, imberbis. Stiyma terminale, minute capitatum, glabrum. 

PILEANTHUS Labill. 

Pileantlius Labillard. Nov. II oll. II. 11. t. 1*9. Jussicu in Annal. Mus. XIX. 432. Desfont. in Annal. Mus. V. t. 3. f. a. 

DC, Prodr. III. 209. 

Bracfeolae geminae, connatae in involucrum undique clausuni, demum circumscissum, 
basi campanulata persistente, apice calyptraeformi deeiduo. Calyx tubo cum ovario connato ? 
limbi decemfidi lobis integris. Corollae petala 5, summo calycis tubo inserta, integra. Sta- 
tnhia 20, cum petalis inserta, omnia fertilia, filamenta libera , simplicia v. nonnulla interdum 
bifurca, antherae loculis geminis approximatis v. disjunetis. Ovarium inferum, uniloculare. 
Ovula 3 — 7 , e basi ereeta , anatropa. Stylus filifoi mis , imberbis ; stiyma subcapitatum. — 
Frutices Novae Hollandiae austro-occidentalis ; foliis opposilis , subsemiteretibus , fioiibus 
axillaribus subterminalibus , peduneulatis. 

9. PILEANTHUS PEDUNCUL ARIS. 

P. peduneulis filiformibus elongatis , filamentis omnibus simplieibus. 

In Novae Hollandiae austro-occidentalis inlerioribus } inter Swan- River et King-Georges-Sound 
legit cl. Rot. 

Rami pedales , Iignosi, pennae corvinae crassitie , teretiusculi , cortice cinereo, rugoso, glabro. Ra- 
muli alterni et »ppositi, juniores brevissimi, foliis dense imbricatis, fasciculura sistentibus velati, adul- 
tiores longiusculi, graciles, basi denudati v. foliorum pare uno aliove instrueti, apice foliorum confertorum 
fasciculum brevem gerentia. Folia opposita, in apieibus ramulorum densissime imbricata, clavato subsemi- 
teretia, obtusa, dorso convexiuscula, facie plana, obsoletissime glanduloso-punetata, crassiuscula, glaber- 
rima, vix nnam lineam longa. Peditnculi in inferioribus ramulorum terminalium axillis solitarii, uniflori, 
elongati, racemum spurie terminalem constituentes , filiformes, dimidium pollicem v. tres quartas pollicis 
partes longitudine aequantes, supra nonnibil incrassati, glaberrimi, viseiduli. Alabaslrum pyriforme, tres 
lineas longum. Bracteolae 2 , membranaceae , summo pedicello insertae , marginibus connatae in involu- 
crum undique clausuni, superne utrinque mucrone dorsali brevissimo instruetum , glabrum, viscidulum, 
pallide citrinum, ad bracteolarum suturas utrinque linea rubra notatum, sub anthesi medio circumscissum, 
calyptra deeidua, basi persistente bilineari, campanulata, integerrima, calycis tubum laxiuscule inclu- 



ST. ENDLICHER STIRPIUM AÜSTRALASICARUM DECADES III. 197 



flente. Calycis tubus obconicus, duas lineas longus, fere usque ad mediam longitudinem ovario adnatus, 
parte supra ovariuin producta arapliatus , densissime sericeus, lirabus glaberrimus, scarioso-petaloideus, 
citrinus, decem-partitus, lobis obovatis , obtusis, linea paullo longioribus , vix latioribus , margine sub 
lente obsolete serrulatis, patentissimis v. tandem reflexis. Petala 5, haud scariosa, ex sicco purpurea, la- 
minae carnosulae ovarii verticem et calycis tubum vestienti inserta , obovato-orbiculata , glaberriraa, mar- 
gine obsolete ciliato-lacera , calycis limbo sextante circiter breviora, vix patentia , caducissima. Stamina 
20, larainae carnosae calycis tubiira vestienti continua et concolora, omnia fertilia; filamenta complanato- 
subulata, petalis breviora, indivisa, decidua, antherae pallide violaceae , ovato-subglobosae, dorso supra 
basim affixae, introrsae , biloculares, loculi appositi, arcte connati, longitudinaliter dehiscentes. Ovarium 
cum tubi calycini basi connatum, vertice planum, uniloculare. Ovula 3 4, e basi erecta, anatropa. Sty- 
lus terminalis , filiformis , basi paullo crassior, stamina nonnihil superans, apice subuncinatus, glaberri- 
mus; Stigma minute capitatum, nudum. 



PAPIEIONACEAE PODALYRIEAE. 

J A C K S O N I A R. Br. 

Jackaonia R. Brown in Alton Hort. Kew. edit. 2, ///. 12. DC. Prodr. II. 107. Bentham in Annal. Wiener Mus. II. 73. 
Comment. Leguminos.9. 

Catyx profunde quinquefidus v. quinquepartitus, subaequalis. Corollae vexillum late ro- 
tundatum , emarginalum , alis subaequilougum , alae obovato-oblongae, carinam subincurvam 
obtusam aequantes. Stamina 10 , libera , filamentis glabris. Ovarium subsessile v. stipitatum, 
biovulatum. Stylus filiformis , adscendens ; stigma simp lex v. capitatum. Legumen ovatum v. 

oblongum , turgidulum , valvulis intus pubescentibus. Semina estrophiolata. Frutices v. ar- 

busculae Novae Hollandiae extratropicae ; ramis rigidis, nonnunquam vimineis, ramulis 
nunc compressis , phylloüineis v. alatis , nunc angulatis i\ teretibus , apice saepe spines- 
centibus, foliis plerumque ad squamas hrevissimas rigidas redactis v. omnino nullis, sti- 
pulis nullis, inflorescentia laterali v. terminali , pedicellis brevibus, solitariis, geminis v. 
racemosis, saepius bibracteolatis. 

I. EUJACKSONIA Benth. I. c. §. 1. Ramuli plano-compressi , dilatati v. alati. 

10. JACKSON1A FLORIBUNDA. 

J. ramulis phyllodineis oblongis basi cuneatis sinuato-dentatis glaberrimis utrinque venosis, flori- 
bus racemosis , calycibus serieeis corolla longioribus , leguminibus stipitatis. 

Crescit in Novae Hollandiae austro-occidentalis interioribus , inter King-Georges Sound et Sican- 
Ricer. (Roe.) 

Species distinetissima, inter congeneres facile pulcherrima, J. dilatatae Benth, proxime affinis. Fru- 
tex si e speeiminibus recte judico caespitosus, ramis sesquipedalibus bipedalibusque, e basi procumbente 
adscendentibus , pennae anserinae crassitie, sulcato-striatis , basi subglabris, inferne teretibus, superne 
densius pubescentibus, sensim compressiusculis, apice breviter bi-trifidis, foliaeeo-compressis. Ramuli 
alterni, pollicem v. sesquipollicem dissiti , phvllodinei, crassiuscule coriacei , horizontales, duos v. qua- 
tuor pollices longi, dimidium pollicem lati , basi euneati , in petioli speciem angustati, apice acuti v. sub- 
truncati , ambitu remote sinuato-dentati, dentibuspatentibus v. subrecurvatis, prima juventute folio squamae- 
formi terminatis, mox callosis , acutis , rarius in ramulum seeundarium , aeque sed directione contraria 

26 



198 ST. ENDLICHER STIIU'IUM AUSTRALASICARUM DECADES III. 

dllatatoiB evcrescentibus, v. iu rami parte superiore in ramulura floriferura compressum productis v. sim- 
pliciter unifloris, ramulo secundario sive florifero , sive sterili semper folio squamaeformi dlutiua persi- 
sttnto. v. saltim ejus cicatrice basi stipato. liumulorum phyllodineorum pagina utraque prima juventute 
pilis serireis, adpressis canescens , mox glabrata, pallide virens, ncrvus priraarius validior, subtus sub- 
comexus, superne ubsolutus, secundarii utrinque aeque manifesti, alterni, arcuati , nonnulli paullo va- 
lidieret) dtntes superne inarginantcs, omnes in rete areolatum coeuntes, arcolarura disco immerso 
sub laute minutissime puberulo. Folia vera ad basirn ramulorum et juxta eorundem dentcs squaraaefor- 
mia, coriacea, ovata, acuta, subcarinata, duas lineas longa, sesquilineam lata, fusco-nigra, pubescen- 
tia, decidua, ad basirn ramulorum dcatricem seraicircularem relinquentia. Flores in inferiore caulis 
parte ramulorum dentes liinc inde solitarie terminantes, in apice caulis racemos breves, cornpositos 
lormantes. Peduiiculi basi teretes v. compressi, alternatim rainosi , ramulis compressisv. uno alterove fo- 
liaco dilatato, sericeo-canescentibus. Pedicelli uniflori, tetragoni, fulvo-sericei , basi folio coriaceo squa- 
maeformi, apice bracteolis geminis subcoriaceis, serieeis, ovato-acuminatis, bilinearibus muniti. Alabastra 
semipolliraria, ovato-subconica , calycis laciniis valvatim applicitis pentagona, acuminata, fulvo-pubes- 
centia. Calycis quinquepartiti tubus brevissimus, vix dimidia linea longior, laciniae coriaceae, Ianceola- 
tae, actiminatae, septem lineas longae, sesquilinea paullo latiores , aequales, uninerves, extus pube seri- 
cea, sordide flava v. subfulvescente villosae, apice acuminato intensius coloratae, subsphacelatae, intus 
glabrae, aestivatione marginibus incrassatis valvatim cohaerentes, sub anthesi laxiuscule carnpanulatae. Co- 
rolla papilionacea , calyce paullo brevior. Vexillum late obovatum, basi subeuneata brevissime unguicula- 
tum, apice fere ad tertiam longitudinis suae partem emargiuato-bilobum, ex sicco aurantiaceum , inferne 
sordide violaceum, flabellato venosum, sex lineas longum, tres et dimidiam lineam latum, si ex sicco recte 
judico sub anthesi patentiusculum. Alae oblongae, vexillum aequantes, unam lineam latae, superne auran- 
tiaceae, inferne pallidiores, apice obtusae, latere antico subtruueatae, basi postice unguiculatae , antice in 
auriculam minimam, acutiusculam sursum produetae. Carina alis aequilonga, genitalia includens , petalis 
medio cohaerentibus , basi bipes , apice ineurva, obtusa. Slamina 10, laminae carnosae, calycis tubum 
brevissimum intus vestienti et anmilo bievissimo marginanti continua; filarnenta filiform! subulata, libera, 
glaberrima, corolla paullo breviora, antica reliquis nonnihil longiora , persistentia , antherae ovato-ob- 
longae, dorso supra basirn affixae, biloculares. Ovarium pedicello calycis tubum paullo superanti imposi- 
tum, sericeo-villosissimum, biovulatum. Stylus filiformis, staminum longitudine, apice ineurvus, glaber- 
rimus \ Stigma terminale, minutissime capitatum. Leyumen (quäle petalis styloquejam delapsis nondum 
penitus maturum examinavimus) , stipitulo unam lineam longo impositum, ovato-orbiculatum, turgidulum, 
compressum, tres lineas longum et latum, extus densissime sericeo- villosum, valvulae coriaceae, intus 
adpresse puberulae. Ovula 2 , contigue superposita, in funiculis latiusculis in mediam cavitatem promi- 
nentibus excentrice amphitropa, subreniformia, estrophiolata , inferius plerumque multo minus evolutum, 
unde legumen abortu monospermum conjeeturari potest. 



D A V I E S I A Smith. 

Daviesia Smith in Linn. Transact. IV. 222. IX. 255. R. Brown in Alton Hort. Kew. edit. 2. ///. 12. DC. Prodr. II. 
113. Bentham in Annal. Wiener Mus. II. 75. Comment. Leguminos. 11, 

Calyx campanulatus, angulatus , subaequaliter quinquedentatus , v. bilabiatus. Corollae 
vexillum longe unguiculatuin , orbiculatum , alis plerumque longius et ab iisdem basi distans, 
alae obovato-oblongae, carinam obovatam, ineurvam v. subfornicatam , obtusam aequantes. 
Stamina 10, filamentis dilatatis, liberis v. inferioribus interdum connexis. Ovarium breviter 
stipitatum , prope basim biovulatum. Stylus filiformis , ineurvus , glaber ; Stigma terminale , 
minutum. Legumen plano-compressum , sutura altera rectiuscula, altera valde ineurva subtrian- 

gulare. Semina strophiolata. Fruticuli v. suffrutices Novae Hollandiae; ramis teretibus 

v.angulatis. aetate aphyllis v t foliosis , foliis (ramulis phyllodineis) alternis v. subopposi- 



ST. ENDLICHER STIRPIUM AUSTRALASICARUM DEC ADES III. 199 

tis mit interdum ternato -verticillatis , simplicibus, coriaceis, integerrimis , apice saepe 
spinescentibus , inflorescentia axillari v. in speciebus aphyllis laterali, rarius terminal^ 
floribus racemosis v. rarius solitariis, pedicellis ex axilla bracteae scariosae v. mem- 
branaceae nudis v. bracteolatis , bracteis plerumque brevissimis , rarius maximis involu- 
crantibus, 

§. 4. ACIPHYLLAE Benth. I, c. Ramis floriferis phyllodineo-foliosis, foliis phyllodineis planis, 
apice saepius spinescentibus v. mucronatis. 

* INVOLUCRATAE. Floribus umbellatis, bracteis maximis scarioso-membranaceis v. coriaceis, in- 
volucrantibus. 

II. DAVIESIA ALTERMFOLIA. 

D. foliis alternis oblongis apice subspinescentibus , involucri subtriflori bracteis scarioso-membra- 
naceis ovalibus planis. 

Habitat in Novae Hollandiae austro-occidentalis colonia King-Georges-Sound (Hügel) . 

Ramus pedalis, angulatus, striatus, glaber. Folia vera in ramulis squamaeformia, lineari-lanceolata, 
adpressa, dimidiam lineam longa, remote alterna, folia pliyllodinea in ramis alterna, inferiora tres v. 
quatuor pollicis partes dissita , in superiore rami parte magis approximata , baseos torsione snbverticalia, 
oblonga, duos pallices longa, tres v. tres et dimidiam lineam lata, coriacea , basi angustata, ima basi 
utrinqne denticulo setaceo, uncinatim recurvo aucta, nervo medio lateralibusque marginantibus utrinque 
prominulis, apice in spinam brevissimam coeuntibus, secundariis pinnatis, intra marginem reticalo venoso 
combinatis. Pedunculi in foliorum pbyllodineorum axillis solitarii v. in apice rami oppositifolii , folio 
paullo breviores, compressi, angulati , obsolete puberuli, squamis coriaceis acutis, lineam longis, adpres- 
sis, remote alternis muniti, apice tri- v. interdum quadriflori. Pedicelli duas lineas longi, ebracteolati. 
Bracteae pedicellorumnumero, scarioso-membranaceae, fuscescentes, glabrae, ovales, planae, pollice paullo 
breviores, uninerves , reticulato venosae, apice brevissime mucronatae. Calyx campanulatus, bilabiatus, 
parce pilosus, labio superiore truncato, inferiore trifido. Corollae vexillum ]ooge unguiculatum, trilineare, 
alae vexillo fere aequilongae, carina subfornicata, obtusa, brevior. Stamina libera. Legumen coriacenm, 
glaberrimum, sexlineare, dorso recto, ventre convexo trianguläre. Semen maturum unicum , umbilico 
strophiolata. 

12. DAVIESIA TERNATA. 

D. foliis ternatis oblongis apice subspinescentibus, involucri triflori bracteis scarioso-membrana- 
ceis obovatis planis. 

Habitat in Novae Hollandiae austro-occidentalis colonia King-Georges-Sound (Hügel) . 

Species praecedenti valde similis , sed folia pliyllodinea constanter ternata, bipollicaria, crassius 
coriacea et apice acutiora, pedunculi axillares solitarii, dimidiam folii longitudinem paullo superantes, 
squamis bilinearibus, acutis, patentiusculis, confertioribus vestiti, involucri bracteae obovales, octo li- 
neas longae, pedicelli calycesque magis pilosi. 

13. DAVIESIA OPPOSITIFOLIA. 

D. foliis oppositis ternatisque ellipticis subraucronatis marginatis , involucri triflori bracteis co- 
riaceis complicatis. 

Habitat in Novae Hollandiae austro-occidentalis colonia King-Georges Sound (Hügel). 
Rami angulato-tetragoni , glabri. Folia phyllodinea subdecussatim opposita v. nonnulla ternata, pa- 
ribns per interuodia quinque linearum remotis, coriacea, elliptica , pollicem v. sesquipollicem longa, 

26 * 



ST. BNDLICHER BTIBP11 ->» AUSTRALASK kRUM DECADES 11/ 

(|ii.iluor lineas lata, basi angusiata Ibique saepissiiue torla, uninervia, calloso-marginata, mucrone br< - 
^ssiuio teriniii.ita, parce vcnosa , glaberrima. Pedunculi in folioruin axillis solitarii, eodcin paullo br< 
viorcs v. quidquam longiores, llexuosi V. stric tiiisculi , si/uaiiüs paucis, atulis, adpre.ssis , remote alter 
nis rotiniti, apice tit praecedeotes species trillori. Bracteae involucri crassiusculae, coriaceae, % pollicis 
longae, medio complicatae , duae exteriores marginibus liinc valvatim approximatis, illinc remotis tertiana 
Interiorem ueplua planiusculam [ncludentea, obsolete venosae, glaberrimae, extui rubiginoso-fuscescen- 
t's. intus albidae. Vcdicclli bilineares, ebracteolati cali/cesque glaberrimi. Flores ut in speciebus prae- 
cedeotibua. 

03SKRVATIO. Davicsiac species /*. I. descriptae , a cnnpcneribus bractearura insolita uiagnitudine distinctis- 
limae, afl'initate nattirali proxime accednnt Davicsiac umbcllulatac Sm. 



I >IBEJLIiIFEHAE HYDROCOT YLEAE. 

C E S A T I A Endl. 

Cesatia Endlicher Gen. plant, n. 4357. 

Calycis lubus compressus, subdidymus, limbus brevissime quinquedentatus. Petala ova- 
to-lanceolata, acuta, integra , apice recto. Fructus a latere plano-compressus , basi subcorda- 
tus , apice emarginatus , mericarpiis suberosis, evittatis, quinquejugis, jugo dorsali interme- 
diisque obsoletis, lateralibus marginalibus productis , commissura bisulca. Semen sectione 
transversali ellipticum. — Herba Novae Hollandiae austro-occidentalis ; foliis superioribus 
friparlitis, lobis linearibus, acutis , umbellis lateralibus terminalibusque simplicibus, quin- 
que/loris, pedicellis involucri pentaphylli foliola Uneari-lanceolata , integra paullo super - 
antibus* 

Genus dicatum hnnoribus Vincentii L. B. Cesati Mediolanensis , qui nuper de Ambrosinia docte dis- 
seruit, et Umbelliferarum ordinem difficillimum egregiis studiis illustrat. 

14. CESATIA ORNATA. 

In Xovae Hollandiae austro-occidentalis interioribus legit cl. Roe. 

Herbae, ut videtur huniilis. nonnisi siiraraitates quadripollicares prae occulis babeo, unde nee de sta- 
tura nee de facie plantae, nee de foliis inferioribus quidquam tradere licet. Caulis summitates teretes, 
glabrae. Folia alterna, tripartita, lobi lineari-lanceolati, acuti , quatuor v. quinque lineas longi, dimi- 
diara lineara lati, sub lente parce pilosi, petiolo quatuor lineas longo, basi dilatato. Umbellae simpli- 
ces, laterales terminalesque, quinqueflorae, peduneulo pollicari. Involucri pentaphylli foliola lineari- 
lauceolata, sesquilineam longa, quadrantem lineae lata, acutissima, raargine obsoletissime pilosa. Pc- 
dicelli involucri foliolis oppositi, floriferi iisdem paullo breviores , fruetiferi sextante longiores , paten- 
tiusculi, teretiusculi, glabri. Calycis tubus compressus, subdidymus, viridis, glaber, jugis lateralibus 
marginalibus manifestis, contiguis, limbus brevissime quinquedentatus. Petala ovato-lanceolata, acuta, 
subcarinata, integra, apice reeta, carina violacea. marginibus membranaeeis, albidis. Stamina petalis 
paullo breviora, flava. Styli2, filiformes, basi vix incrassati, divaricato- patentes. Fruclus a latere 
plano-compressus, duas lineas longus, totidem lineas latus, basi subcordatus, apicis emarginati lobis 
arete contiguis, stylos erectos velantibus. Mericarpia saepissime inaequalia, alterius dorso nempe ver- 
sus apicem sensim deliquescente, tenuissime suberosa, sordide violacea, quinquejuga, Jugo dorsali in- 
termediisque duobus obsoletis, fruetu maturo nonnisi epicarpio ibi obscurius colorato manifestis, late- 



ST. ENDLICHER STIRPIUM AUSTRALASICARUM DECADES HL 201 

ralibus maryinalibus in alas suberosas , angustas, crassiusculas, obtusas productis, alis inaequalibus, 
altera dimidio latiore fere dimidiam lineara aequante, mericarpii oppositi alam angustiorem amplectente, 
altera angnstiore a mericarpii oppositi ala latiore amplexa. Commissura angusta, medio linea longitu- 
dinali convexa notata, objuga marginalia eitlein contigua bisulca. Carpophorum setaceum, lineam lon- 
gum, indivisum, persistens. Semen sectione transversali ellipticura, angulo interiore acutiore. 



SCKOPHULARINEAE. 

ANTHOCERCIS Labill. 

Anthocercis Labillard. Nov. Holland. IL 19. t. 158. R. Brown Prodr. 448. Bot. Reg. t. 212. 1624. Bot. Mag. t. 
2961. Benth. Revis. 2. Endlicher Gen. plant, n. 3902. Iconogr. t. 63. 

Calyx campanulatus, quinquefldus. Corolla hypogyna, canipanulata, tubo basi coarctato, 
limbi quinquepartiti laciniis aequalibus v. duabus longioribus, patentibus. Stamina 4, imo 
corollae tubo inserta, didynama, inclusa; filamenta basi latiora, antherae ovatae, biloculares # 
Ovarium, biloculare, placentis dissepimento utrinque adnatis , multiovulatis , ovulis anatropis. 
Stylus simplex; stiyma capitatum, emarginatum. Capsula oblonga, bilocularis, septifrage 
bivalvis , valvis indivisis v. denium bifidis , dissepimento placentifero libero. Semina plurima, 
oblonga, basi incurva, reticulata. Embryo in axi albuminis carnosi; cotyledonibus brevissi- 
mis, obtusis, radicula tereti, homotrope incurva, umbilico basilari proxima, — Frutices No- 
vae Hollandiae meridionalis ; foliis alternis petiolo basive attenuata cum ramo articulatis, 
crassis, interdum ylanduloso -punctatis , floribus axillaribus , subsolitariis , pedunculo mi- 
ttut e bracteolato , ad articulum saepe solubili , corollis albis v. flavis, speciosis, tubo intus 
striato , limbo cjuandoque sex-octopart'do. 

15. ANTHOCERCIS ANISANTIIA. 

A. viscoso-pubescens, ramis ramulisque spinescentibus, foliis in raraulcrura axillis fasciculatis ob- 
longo-cuneatis obtusis integerrimis , corollae laciniis tribus posticis brevioribus. 

In Novae Hollandiae auslro-occidentalis interioribus , cum Halgania anagalloide legit cl. Roe. 

Summilates video semipedales, lignosas , pube viscosa, glauco-viridi consitas, patentim ramosas , ra- 
mis ramulisque in spinas transformatis. Ramuli teretiusculi, bi-quadripollicares , subflexuosi, spinis al- 
ternis, quatuor v. quinque linearura intervallo remotis, patentiusculis, quatuor v. quinque lineas longis, 
in mucronem rigidum desinentibus. Foliorum ramos v. spinas fulcientium nonnisi paucissima supersunt, 
plurima in raraorum, pauca in spinarum axillis fasciculata, oblongo-cuneata , tres lineas longa , unam li- 
neam lata, apice rotundata, versus basim angustata , integerrima, substantia crassiuscula, subtus uniner- 
via, dense viscoso-pubescentia. Pedunculi e foliorum fasciculis subsolitarii, filiformes, circiter tres lineas 
longi, viscoso-pubesceDtes et ut videtur ebracteolati. Calycis tubus subcampanulatus , una linea paullo 
brevior, quinquenervis, nervi virescentes, glanduloso-pubescentes , in limbi quinquepartiti lacinias excur- 
rentes, interstitia et limbi sinus submembranacei, laciniae lineari-lanceolatae, acutae, lineam longae, duae 
posticae paullo longiores. Corolla infundibuliformi-campanulata, ut videtur flava, tubus duas lineas lon- 
gus, ima basi subglobose coarctatus, superne ampliatus, intus glaberrimus, striatus, limbi quinquepar- 
titi laciniae anguste lineares, acutae, patentes, duae anticae duas lineas longae, tres posticae sesquili- 
nea haud longiores, paullo reliquis angustiores, duae laterales inter se aequales, intermedia aliquantu- 



ST. ENDLICHER STIRPIUM AUSTRALASICARl'M DECADES III 

imu brevior. Starnina corollae tubo siipra basiin ejusdera globoso-contractam inserta, quatuor didyna- 
nia , fauccm Mqoantia, duo postica paullo Iongiora. Filamcuta e basi nonnibil dilatata filifonnia, gla- 
bcrriiuu; unthvrae ovatae , biloculares. Orarium ovatum, biloculare, multioviilatum. Stylus lilit'ormis. 
eUbenteoa, antheranim altitudine; stiyma minutissime capitatiun. Capsula ovata , acuminata, calycis 
tubo aurto dimidio longior, bilocularis , bivalvis, valvarum apice mox biüdarum margines leviter intro- 
Reif, a placeuta central] iisdem parallele compressa soluti. Placenta valvis paullo brevior, scrobiculata. 
Semina plurima, papaveracea, testa fuscescente, scrobiculata. 



MYOPORINEAE. 

STENOCHILUS R. Br. 

Stenodiilus R. Brown Prodr. 517. Endlicher Gen. plant, n. 8736. 

Calyx quinquepartitus, fruetifer haud mutatus. Corolla hypogyna, ringens, tubo basi 
ventricoso, limbi labio superiore erecto, semiquadrifido , inferiore indiviso , angusto, deflexo. 
Slamina 4, corollae tubo inserta, exserta, didynama. Ovarium quadriloculare , loculis unio- 
vulatis. Ovula pendula, anatropa. Stylus simplex; stiyma obtusum , indivisum. Drupa bacca- 
ta , quadrilocularis v. abortu bilocularis , tetrasperma v. disperma. Semina inversa. Embryo * . . 
— Frutices in Nova Hollandia meridionali indiyeni , ylabriusculi v. tomento tenuissimo ei- 
ner ascentes ; foliis altemis, saepius inteyerrimis , aveniis, peduneulis axillar ibus solitarm 
v. subracemosis , unifloris , ebracteatis , floribus purpureis v. flavicantibus. 

16. STENOCHILUS RACEMOSUS. 

St. glaberrimus , foliis oblongo-lanceolatis basi angustatis integerrimis , peduneulis folia superanti- 
bus flexuosis in apice ramorum subracemosis. 

In Novae Hollandiae austro-occidentalis interioribus , itinere 100 mill. ab Oriente urbi» New-York, 
mense Decembri 1S36 legil cl. Roe. 

Ramuli pennae corvinae crassitie, teretes , glaberrimi, cortice rufo , nitido. Folia confertim alter- 
na, oblongo-lanceolata, basi angustata, acutiuscula, pollicem longa, duas lineas lata, integerrima, gla- 
berriraa, avenia. Flores in axillis supremorum foliorum, paullo reliquis breviorum solitarii , longins- 
cule peduneulati, racemum terminalem mentientes. Pedunculi ebracteolati, teretiusculi , superne subin- 
crassati , foliis sextante.v. quadrante longiores, flexuoso-declinati. Calyx herbaceus , ad basim quinque- 
partitus, laxiusculus , laciniis ovato-acuminatis, duas lineas longis, sesquilineam latis , margine obsole- 
tissime raembranaeeis , omnibus aequalibus, basi imbricantibus. Corolla octo lineas longa, ex sicco 
aurantiaca , subclavato-tubulosa , tubo ima basi globose constricto, superne ampliato, limbo tubo paullo 
iongiore, bilabiato. Labium super ius rectum, dorso convexum, apice breviter quadrifidum, laciniis acutis, 
sesquilinearibus , duabus intermediis paullo altius connatis, lateralibus margine vix reflexis, explanatum 
quatuor lineas latum, intus venosum, pilis raris albis conspersum. Labium inferius superiori aequilon- 
gum, lineare, acutum, sesquilineam latum, subdeflexum. Slamina 4, didynama, supra corollae basim 
globosam inserta, breviter exserta; filamenta e basi complanata paullulum dilatata filiformia, antherae 
reniformi-bilobae, loculis apice confluentibus. Ovarium ovatum, glaberrimum, calycis longitudine, qua- 
driloculare, loculis uniovulatis. Stylus filiformis, apice uneinato-ineurvus, corollae longitudine; stiyma 
raüuite capitatum. 



ST. ENDLICHER STIRPIUM AUSTRALASICARUM DECADES III. 203 

P H O L I D I A R. Br. 

Pholidia jR. Brown Prodr. 517. Endlicher Gen. plant, n. 3734. Iconograph. t. 66. 

Calyx profunde quinquefidus , fructifer haud mutatus. Corolla hypogyna , infundibuli- 
Formis , tubo calycem superante , fauce ampliata , hinc gibbosa , limbi brevis , irregularis labio 
superiore biloba , recurvo , inferiore tripartito , aequali , patulo. Stamina 4 , corollae tubo in- 
serta, inclusa, didynama, antherae barbatae. Ovarium quadriloculare, loculis uniovulatis. Ovula 
pendula , anatropa. Stylus terminalis ; stigraa capitatum , emarginatum. Drupa exsucca , puta- 
inine quadriloculari , tetraspermo. Semina inversa. Embryo intra aibunien tenueteres; radi- 

cula supera. Frutices Novae Hollandiae australis ; foliis obovatis, planis v. subulatis, 

pedunculis axillaribus , solitariis , unifloris , ebracteatis , corollis extus squamulosis. 

17. PHOLIDIA RESINOSA. 
Ph. foiiis obovatis planis. 

In Xovae Hollandiae austro-occidentalis interioribus, interSwan River et King Georges-Sound, mense 
Decembri 1835 legit cl. Roe. 

Ramuli fili emporetici crassitie , obsolete tetragoni, furfure stellato albido densissime obtecti, tubercu- 
lisresinosis subglobosis crebris, epidermidem lacerantibus conspersi. Folia approximatim alterna, obovata, 
quatuor lineas longa, sesqiiilineam v. duas lineas lata, plana, basi angustata, apice obtusa v. in acuraun 
brevissimum patentiusculiim contracta, crassiuscula, plana, glandulis imraersis subrugosa, utrinque pi- 
lis stellatis cansscentia. Pedunculi axillares solitarii, brevissimi, vix dimidia linea longiores. Calyx pro- 
funde quinquefidus, basi angulatus, tres lineas longus, laciniis lineari-lanceolatis, acutis, squamulis 
furfuraceis minutissimis conspersus. Corolla infundibuliformis , sex et dimidiam lineara longa, tubo cy- 
lindrico, calycem vix superante, fauce ampliata, hinc gibba, apice subcontracta, limbo vis dimidiam li- 
neam superante bilabiato, labio superiore bilobo, recurvo, inferiore trilobo aequali patulo, extus praeter 
imam tubi partem pilis stellatis furfuraceis conspersa , intus praeter lineam barbatam antice decurren- 
tem glabra. Stamina tubo inserta, quatuor didynama , inclusa; filamenta basi barbata, antherae bilo- 
culares , loculis divaricatis, barbatis, apice confluentibus. Ovarium ovato-conicum , dense tomentosum, 
quadriloculare, loculis uniovulatis. Stylus filiformis, glaberrimus; Stigma minute capitatum, vix emar- 
ginatum. 

EREMOPHILA R. Br. 

Eremophila R. Brown Prodr. 513. Endlicher Gen. plant, n. 3735. 

Calyx quinquepartitus , fructifer auctus , scariosus. Corolla hypogyna, tubo amplo, 
limbi bilabiati labio superiore subfornicato , emarginato , inferioris subaequilongi , trilobi lobis 
obtusis. Stamina 4, corollae tubo inserta, exserta, didynama. Ovarium quadriloculare, locu- 
lis uniovulatis. Ovula pendula, anatropa. Stylus filiformis, simplex; stiyma subcapitatum, 
indivisum. Drupa exsucca, putamine quadriloculari , tetraspermo. Semina inversa. Embryo 
intra albumen tenue teres ; radicula supera. — Frutices Novae Hollandiae australis ; foliis 
alternis v. opposilis , semiteretibus aut planis , pedunculis axillaribus unifloris, solitariis v. 
confertis. 

18. EREMOPHILA VISCIDA. 

E. foliis alternis planis elüptico - lanceolatis integerrimis , pedunculis axillaribus solitariis v, ... 
gestis. 



ST ENDLICHER ST1RPILM AUSTIOI.ASH Alu M DECADE8 III. 

Crescit in Xorac Hollatidiae austro- occidentalis interioribus (Roi : ). 

Ramuli pedales , tcretos, cortice rubro-fu.sco, viscido, nitentc. Folia alterna, (limidium polliccra dis 
sita, elliptico-lanceolata , Betquipollicem v. duos pollicea longa, quatuor v. quinqae lineas lata, utrin- 
que bnsi in petiolom brevisMinuin angustata, unincrvia, obsolete venosa, ntraque pagina nitida, viseida, 
marginlbua integerrima. l'edunculi in axillis foliormn solitarii, gemini v. terni, uniilori, ebracteati, 
quatuor v. qaioque lineas longi, compressi, sursum dilatati, utrinque carinati, glabri. Calyx quadrili- 
nearis, quinquepartitus , laciniae obovatae, obtusae , subaequales, fruetiferae auetae, scariosae, retien- 
lato-venosae, quinque lineas longae, quatuor lineas latae , duae interiores paullo angustiores. Corollae 
tubus amplus, quinque lineas longus , quatuor lineas latus, limbus trilinearis, bilabiatus, labia subae- 
quilouga, superius t'ornicatum, breviter eraarginatuin, inferius trilobum, lobis obtusis, intus striis pur- 
pureis interruptis pictis. Stamina quatuor didynama, paullo supra corollae basim inserta, longe exser- 
ta; filamenla tililormia, glaberrima, antherae reniforrai-bilobae, loculis apice confluentibus , glaberri- 
uiis. Ooarium ovatum, coiupressiusculura , villosulura. Ovula in Ioculis solitaria, pendula, anatropa. 
Stylus iiliformis, glaberrimus; sligma minutissime capitatura, iudivisum. Drupa subcornpressa, bicari- 
nata, pubesecns, duas et dimidiam 1 ine am longa, sesquilineam lata, quadrilocularis. Semina in loculis 
solitaria , inversa. 



ASPERXFOLIAE EHRETIACEAE. 

HALGANIA Gaudich. 

Halgania Gandichaud ad Freyc. 448. Endlicher Gen, plant. Suppl. 37 * 9 /j. 

Calyx campanulatus, quinquefidus. Corolla hypogyna , rotata , quinquepartita. Stamina 
5, imae corollae inserta, ejusdem laciniis alterna; filamenta brevissima, libera, antherae in- 
trorsae, biloculares, ovato-oblongae, basi emarginata insertae, in acumen membranaceuin lineare 
produetae, in conutn quinquepartibilem cohaerentes , loculis apice rima brevi dehiscentibus. 
Ovarium sessile, bilooulare, loculis indivisis v. semisepto ex axi produeto incomplete büocella- 
tis. Ovula in loculis gemina, collateralia , in medio dissepimento semianatropa, micropyle su- 
pera. Stylus filifonnis, simplex; Stigma capitatum, minimum. Capsula coriacea, subeylindrica, 
bilocularis, bipartibilis, loculo altero minore efoeto, fertili monospermo. Semen pendulum. Em- 
bryo ... Frutices Novae Hollatidiae austro-occidentalis ; foliis sparsis , ellipficis v. lineari- 
bus integerrimis, v. euneatis dentatis apice trilobis , estipulatis, corymbis terminalibus v. 
lateralibus ebraefeafis, floribus caeruleis. 

19. HALGANIA ANAGALLO IDES. 

H. pilosa , foliis sparsis euneatis utrinque unidentatis v. integerrimis apice trilobis lobis obtusis 
muticis v. mucronatis, corymbis lateralibus simplieibus. 

In Novae Hollandiae auslro-occidenlali, inter Swan River et Kings-Georges-Sound legit cl. Roe. 

Species Halganiae littorali Gaudich. op. cit. t. 59. quantum ex icone judicare licet valde affhris, sed 
omnium partium minutie, corymbis lateralibus, et fortassis etiam fruetu satis distineta. Ramulum video 
quadripollicarem , lignosum, ramulis plurimis, strictiusculis, teretibus, cortice fusco-rugoso , pilis rigidis 
adpressis cinerageente vestitis auetum. Folia sessilia , sparsa , in ramulis juuioribus conferta, euneata, 
crassiuscula , sesquilineam longa, apice tres quartas partes lineae latitudine sua haud superantia, basi 
angustata, medio utrinque, imprirais inferiora, denticulo brevi obtuso aueta, v. saepius integerrima, 



ST. ENDLICHER STIRPIUM AUSTRALASICARUM ÜECADES III. 205 

apice triloba, lobis brevibus, obtusis, muticis v. in mucronem brevissiraum, rigidum, candicantem, deci- 
duum desinentibiis, snbstantia crassiuscula, facie subcanaliculata, utrinque pilis rigidis, raris, adpres- 
sis, sub lente candicantibus cinerascentia. Corymöi laterales , simplices, tri-quadriflori, semipollicem v. 
pollicem longi, pedunculo stricto, pedicellisque filiforraibus ebracteatis, pilis adpressis cinerascentibus, 
floriferis strictis , fructiferis apice nutantibus. Calyx tubo anguste campanulato-cylindrico, dimidiara li- 
neara longo, et limbi quinquepartiti laciniis angustissime lineari-lanceolatis , acutis , adpresse cinero-pi- 
losis , fructiferi tubus parumper ampliatus. Corolla hypogyna, dccidua, rotato-quinquepartita, tubo bre- 
vissimo, lineae quadrantein vix aequante, limbi pulcherrirae caerulei lobis obovato-oblongis, obtusis, ses- 
quilineam longis, dimidiara lineam latis, aestivatione contortim irabricatis, sub anthesi patentibus. Sla- 
mina 5, imo corollae tubo inserta, ejusdera lobis alterna, filamenta brevissima , vix tubo corollae lon- 
giora, subulato-complanata, antherae introrsae, biloculares, ovato-oblougae , basi emarginata insertae, 
apice in acumen membranaceum lineare planum productae , in conum duas lineas et quadrantem longum, 
apice tubulosum, quinquedentatum, stylo perviura, quinquepartibilera cohaerentes, loculi appositi, lineam 
longi, flavicantes, subcartilaginei, superne caerulescentes , utrinque iraprirais dorso pubescentes, intus 
prope apicem rimula brevi, poriformi, demura elongata aperti ; acumina antherarum unam lineam et qua- 
drantem longitudine aequantia, glaberrima, nitide caerulea. Discus v. glandulae nullae. Ovarium libe- 
rum, ovatum, minimum, biloculare. Ovula in loculis gemina, collateralia, medio dissepimento inserta, 
utrinque cavitatis longitudine aequaliter producta, parte superiore apice micropyle majuscula aperta, 
inferiore binc rhaphe procurrente notata , chalaza punctiformi terminata. Stylus filiforrnis, glaberri- 
mus, caerulescens , extra antherarum tubum ad quadrantis lineae longitudinem prominens; stigma nudo 
occulo haud conspiciendura, sub lente minutissime capitatum, glaberrimum. Capsula coriaceo-subcar- 
tilaginea, sesquilineam longa, inaequilatere subcylindrica, teres, ima basi incrassata, ad tertiam longitu- 
dinis partem calycis tubo immersa, ejusdera laciniis patentissirais cincta, fusca , apice obtusa, areola 
minima ex insertione styli notata, abortu unilocularis, monosperraa, Ioculo altero penitus obliterato v. 
multo minore, a fertili separabili. Semen loculum implens subcylindricum, testa tenuissime membra- 
nacea, chalaza nigricante basim loculi respiciente, extremitate supera attenuata, subtruncata. Albu- 
men (?) carnosum. 

20. HALGANIA IN T E GE RR IM A. 

H. glabriuscula , foliis lineari-ellipticis integerrimis, corymbis lateralibus simplicibus. 

In Novae Hollandiae austro-occidentalis interioribus , legit cl. Roe. 

Ramuli quam in praecedente specie teneriores, glabriusculi, pilis rarissimis adpressis conspersi. Fo~ 
Ha sparsa, intervallis unius lineae sejuncta, lineari-ellipticS, 2 1 / 3 / " longa , /V" lata, utrinque angustata, 
crassiuscula, parcissime adpresse pilosa, apice obtnso subcallosa , nervo uno l'acie impresso, dorso obso- 
leto. Corymbi laterales semipollicem longi, bi-qnadriflori, pedunculo pedicellis tiliformibus breviore. 
Flores plane ut in specie praecedenti , partibus omnibus vix quidquam majoribus. 

21. HALGANIA L AV : ANDULACE A. 

H. dense tomentosa, foliis ellipticis subtus trinerviis nervis lateralibus marginantibus integerrimis, 
corymbis subterminalibus simplicibus depauperatis. 

In Novae Hollandiae austro-occidentalis interioribus, inter King-Georges-Sound et Swan-River leyitch Roe. 

Fruticulus ut videtur humilis, statura tarnen multo quam specierum supra descriptarum validiore, 
densissime cano-tomentosus. Ramum video lignosum, semipedalem, subtetragoniim, superne teretem, pen- 
na corvina paullo crassiorem, tomento denso cinerascente tectum. Folia sparsa, internodiis trium v. quatuor 
linearum sejuncta, sessilia , elliptica, utrinque obtusa, diraidium pollicem longa, sesquilineam v. duas li- 
neas lata, supra plana, subtus nervis tribus valde prominentibus, medio duobusque lateralibus marginanti- 

27 



B6 BT. ENDLICHER STIRPIUM AUSTRALASICARUM DECADES III. 

bus, folii marginem rcvolutum mcntientibus notata. Jiamuü axillares semipollicares pollicarcsque, strictius- 
tuli, foliis iiiulto minoribus, 2 1 y // long. l /t ,t4 lat. confortioribus, albo-tomentosis, ceternni aeque trinerviis 
vestiti. Corymbi iu apice ramulortira bi-triflori, v. abortu uniilori, pedunculo brcvi pediccllisquc 3'" cir- 
riter longis, ut etcalyce piibc glandulosa capitata ferrugineo-nigricantibus. Calyx 2V2IH1. Iongus, tubo snb- 
rampanulato , brcvi , linibi quinqticpartiti laciniis lincari-lanccolatis , acutis. Corolla ut in praeccdentibus 
>])(( iebus in n lin major, limbi laciniis tres lineas longitudine superantibus. Antherarum tubus trcs lincas 
longus. 



VERBENACEAE EANTANEAE. 

MALLOPHORA, 

Mallophora Endlicher Gen. plant. Suppl. 369 */i. 

Calyx quadiipartitus , persistens , laciniis linearibus. Corolla hypogyna, infundibulifor 
mi-tubulosa , tubo recto, aequali, calycem superante, limbi quadrifidi laciniis aequalibus , obtu- 
sis , erectiusculis. Staminab, corollae fauci inserta, breviter exserta, aequalia. Ovarium qua- 
driloculare, loculis uniovulatis. Stylus filiformi-subulatus , exsertus; Stigma obtusum. Drupa 

sicca , globosa , fragilis, quadrilocularis , axi biante. Semina in loculis solitaria, ereeta Fru- 

t\ ces Novae Ilollandiae austro-occidentalis , dense lanato-tomentosl ; foliis oppositls, subses- 
silibus, riyidis , capitulis termlnalibus sollt ariis v. corymbosls, floribus bracteatis, bracteis 
exterlorlbus Involucranlibus , corollis albls, 

22. MALLOPHORA GLOBIFLORA. 

M. capitulis solitariis. 

In Xovae Hollandiae austro-occidentalis interioribus , legit cl. RoS. 

Rami teretes , pennae corvinae crassitie, raraulique alterni et oppositi, subfastigiati, apice dichoto- 
mi, tomento stellari adpresso , sordide ferrugineo obtecti. Folia opposita, internodiis inter paria trium 
circiter linearum, juniora in vetustoruni axillis juxta raraulos brevissimos saepe subfasciculata, elliptica, 
utrinque obtusa , duas et dimidiam lineara longa , unam lineara lata , petiolo brevissimo subsessilia, 
supra pallide viridia, tomento cinereo raro conspersa, marginibus revolutis rugosa, subtus tomento densis- 
sirao cinerea, nervo medio prominulo, obtecto. Pedunculi in ramulis terminales, solitarii, semipollicares, 
tomento pallide ferrugineo conspersi, monocephali. Pedicelli sesquilineares, seni-quindeni subcorym- 
bosi, in capitulum approximati, lana densa, candidissima , patente vestiti, singuli bractea lineari, den- 
sissime albo-Ianata stipati, extimorum quatuor v. quinque bracteis oblongo-lanceolatis , obtusis, sesqui- 
linearibus, ferrugineo-tomentosis, involucrum constituentibus. Calycis quadripartiti laciniae exaete linea- 
res, obtusae, lineam longae , intus virides, extus lana densa Candida, in pedicellum decurrente vestitae, 
in globum diametri bilinearis conniventes. Corolla hypogyna, tubo recto, aequali, intus sparsim pube- 
rulo , calycem paullo superante, limbi quadrifidi laciniae aequales , obtusae, erectiusculae. Stamina 4, 
corollae paullo infra faucem inserta, aequalia, breviter exserta; filamenta filiformia, glaberrima, anlhe- 
rae ovatae, utrinque obtusae, biloculares. Ooarium subglobosum, pilosum, quadriloculare. Ovula in 
Ioculis solitaria, adscendentia. Stylus terminalis, subulatus, basi pilosus , exsertus; Stigma obtusum. 
Drupa parva, globosa, tomentosa, styli delapsi cicatricula umbilicata, calyce connivente recondita, 
fragillima, quadrilocularis, dissepimento ad axim hiante. Semina in loculis solitaria, ereeta. 



ST. ENDLICHER ST1RP1UM AUSTRALASICARUM DECADES 111. 207 

23. MALLOPHORA CORYMBOSA. 

M. capitulis terminalibus corymbosis. 

Crescit in Novae Hollandiae austro-occidentalis interioribus (Roe). 

Differt a praecedentespecie: ramis ramulisque densissime lanato-tomentosis, foliis oppositis, quatuor 
lineas longis, unara lineara latis, utrinque densissime lanatis, marginibus revolutis rugosissimis , glabra- 
tis, pedunculi terrainalis, pollicaris lana longa, fuscescente, patente, capitulis corymbosis, paucifloris, 
involucri bracteis calycibusque lana laxiore , longiore vestitis , floribus paullo majoribus. 



PROTEACEAE. 

CONOSPERMUM Smith. 

Conospermum Smith in Linn. Transact. IV. 213. R. Brown in Linn. Transact. X, 153. Prodi; 3G8. Suppl. 9. End- 
licher Gen. plant, n. 2132. Iconograph. t. 31 et 46. 

Perigonium tubulosum , ringens , limbi quadrifidi lacinia postica fornicata. Stamina 4, 
basi laciniarum inserta, inclusa ; plamenta brevia, anticum anantherum, fertilium antherae 
bilobae, lobo altero lateralium abortivo, intermedii postici ambobus perfectis, Omnibus primum 
cohaerentibus , vicinarum lobis contiguis synantherii bilocularis loculum unura constituentibus, 
tandem discretis. Sf/uamulae hypogynae nullae. Ovarium obconicum, uniloculare , uniovula- 
tum. Stylus filifomiis , sursum incrassatus ; stigma obliquum, liberum. Nux obconica, mono- 
sperma , papposa. — Frutices in Nova-Hollandia extratropica indigeni. Folia sparsa , inte- 
gerrima , plana , rarius filiformia , glandulis cntaneis amphigenis. Spicae axillares v. ter- 
minales , compositae v. rarissime simplices , sensiui florentes , saepissime corymhosae. Flo- 
res solitarii sessiles, unibracteati , albi v. caerulescentes. Bractea cucullata , persistens. 
Perigonium deciduum. 

§. 1. Ea. r €©M©SPElRMUM. 

24. CONOSPERMUM HÜGELIL 

C. foliis lineari-filiformibus subcanaliculatis obtnsiusculis pedunculisque elongatis scapiformibus, 
spica terminali simplici densa, rhachi bracteisque sericeo-pubescentibus, perigonii glaberrimi limbo tubo 
multo breviore. 

Conospermum Hiigelii R. Brown msc. 1836. 

Crescit in vicinia coloniae Swan-River (Hügel). 

Radix pennae anserinae crassitie, simplex, parum tortuosa. Caulis abbreviatiis , vix pollicaris. Folia 
congesta, ima basi dilatata, imbricantia, laxiuscule patentia, lineari-filiformia , tres ad quatuor pollices 
longa, subcorapressa, laevia, glaberrima, obsolete canaliculata, apice obtusiuscula. Pedunculi e summis 
foliorum aus solitarii, prima facie terminales, sesquipedales bipedalesque , simplicissimi , stricti, com- 
pressiusculi, striati, glaberrimi. Spica terminalis , simplicissima, densa , ante authesim ovata, pollicaris, 
demiun elongata. Rhachis pube sericea, demum evanescente. Bracteae membranaceae, late ovatae, cus- 
pidatae, duas lineas longae, basi totidcm lineas latae, basi sericeae, margine baseos puberulae, apice 
coloratae. Perigonium glabrum , tubo tres lineas longo, fauce constricta, limbi sesquilinearis labio supe- 

27 * 



MM ST. ENDLICHER STIUPIl M AUSTRALASICARUM DECADES III. 

riore latiore, fornioato, inferioris lobis tribus in iinicum, spiee trifidum cobaerentibus. Statnina basi laci- 
liiariiin Inaertt) postienm antherae localis duobus perfecta, latersUum sltero ruulto minore, antiei ambo- 

bus ininiinis , ofoetis. Ovurium tlensc birtum, uniloculare , ovnlo unico , erecto. Stylus perigonii longitu- 
dine, e basi tenuissime capillari sursum crassior , flcxUOSOS, medio snbincrassatus; stigvia obtusura, sub 
oblique terminale. Nux obtonica , depressiuscula, apice densissime serieeo-papposa. 

25. CONOSPEltMUM LANIFLORUM. 

C. foliis oblongo-lanceolatis acutis trinerviis tenuissime pnbescentibus basi tortis verticalibus, pe- 
duneulis axillaribus elongatis ramosis, spicis alternis perigoniisque subglobosis densissime albo-lanatis. 

In interioriöus Novae Hollandiae occidentalis , ab Oriente urbis Xew-York mense Dccembri 1836 le- 
git chuissimus Hoc. 

liamulum babeo pedalem, strictum, pennae corvinae crassitie, cortice rubro, striato, pube sericea, 

rara vestito. Folia alterna, 3 4 lin. dissita, oblongo-lanceolata, sesquipollice partim breviora, duas et di- 

midiam lineam lata, crassiuscule coriacea, basi in petiolum brevissimum, marginatum angustata , ibique 
torta, inde verticalia, strictiuscula, apice acuta, in mucronem brevem, callosum , nigricantem, deciduum 
desinentia, titrinque tenuissime serieeo-pubescentia , trinervia, nervis utraque pagina prominulis, medio 
validiore, lateralibus margini approximatis, nervis seeundariis alternis acutangiilis, inter nervös reticulato- 
venosis. Pedunculi e summis foliorum alis stricti, tri-quadripollicares, apice alternatim ramosi, ramu- 
lisque spicas breves, densas , paueifloras gerentibus, dense lanato-tomentosis. Bracieae sub ramulis e lata 
basi cuspidatae, sesquilineares , flore breviores, omnes apice glabratae. Perigonium subglobosum, 
diainetro bilineari, extus densissime albo -lanatum , siccilate intus atropurpureum , tubo antice inflato, 
lirabo tubi longitudine, bilabiato , labio superiore latiore, fornicato , obtusiusculo, inferioris tripar- 
titi laciniis lana cobaerentibus , acutiusculis. Sta?nina basi laciniarum inserta, postici anthera hiloculari 
perfecta, lateraliura dimidiatis, loculo altero minimo efoeto , anticum anantlierura, bifidum, laciniis acutis, 
sinu lato disjunetis. Ooarium obeonicum , uniovulatum, apice pilorum Corona vestitum, pilis eomplanatis, 
rigidulis. Stylus basi capillaris, superne aequaliter incrassatus, inflexus; Stigma prope apicetn laterale, 
stamini sterili haud cobaerens. 

26, CONOSPERMUM STOECHADIS. 

C. foliis semitereti-filiformibus apice callosis, pedunculisaxillaribus elongatis apice corymbosis, spiculis 
alternis confertis perigoniisque dense lanatis. 

In vicinia coloniae King-Georges-Sound legit Carolus L. B. Hügel. 

Folia alterna, dimidiura pollicem dissita, pedem longa, semitereti-filiformia, glaberrima, laxiuscule 
erecto-patentia , callo brevi pyramidali acuto terminata, dorso convexo multistriata, facie plana obsolete 
bisalca, basi ima subdilatata. Pedunculi axillares, foliis multo longiores, compressi, striati, inferne tenuis- 
sime tomentosi, superne corymbosi, densissime albo-lanati. Spiculae alternae, confertae, primum subcylin- 
dricae, tandem paullo elongatae, densiflorae, pollicem v. sesquipollicem longae. Bractea e basi lata, ovata, 
lanata in cuspidem acutum glabratum repente angustata. Perigonium duas lineas longum, limbo dimidia 
linea vix longiore, extus lana densa alba obsitum, intus in planta sicca atropurpureum, tubo subcylin- 
drico, labio superiore obtusiusculo, inferioris tripartiti laciniis acutis. Stamina congenerum, antheris diu- 
tine in synantherium cohaerentibus, lateraliura loculo altero plane obsoleto, sterile anticum bifidum, laciniis 
filiformibus. Ooarium obeonicura, basi pilosum, cetera glabrum, apice truncato pilorum corona dimidiam 
stvli longitudinem aequante cinetum. Stylus e basi capillari flexuosa superne incrassatus, rnedio inflatus. 
staminibus nunquam cohaerens. 



I 
ST. ENDLICHER STIRPIUM AUSTRALASICARUM DECADES III. 209 

ANADENIA R. Br. 

Anadenia R. Brown in Linn. Transact. X. 165. Prodr. 874. Suppl. 16. Endlicher Gen. plant, n. 2142. 

Perigonium tetraphyllum , foliolis subspathulatis , patentiusculis. Antherae 4, apieibus 
roncavis foliolorum perigonii immersae. Glandulae hypogynae nullae. Ovarium stipitatum, uni- 
loculare, biovulatum. Stylus declinatug; sligma conicum. Folliculus coriaceus, abortu mono- 
spermus. Semen apterum. — Frutices Novae Hollandiae australis , glabri v. pube medio 
affixa vestiti; foliis integris, pinnatifidis v. lobatis, circumscriptione saepe cuneiformibus, 
glandulis cutaneis hypogenis v. amphigenis, spicis terminalibus lateralibusve , floribus par- 
vulis , geminatis , paribus unibracteatis , summis quandoque praecocibus. 

27. ANADENIA INTE GRIFOLIA. 

A. foliis oblongis obtusis basi angustatis integris utrintjue serieeis , spicis apieifloris. 

In interioribus Novae Hollandiae austro-occidentalis , ab Oriente urbis New-York mense Decembri 
1886 leyit cl. Ro'e. 

Ramuli compressiusculi, pilis serieeis vestiti. Folia alterna, pollicem dissita , oblonga v. obovato-ob- 
loDga, basi angustata, apice obtusa, bipollicaria, tres v. quatuor lineas lata, coriacea, margine integerrimo 
subincrassata, utrinque adpresse serieeo-nitentia , obsolete trinervia. Spicae in apicibns ramulorum oppo- 
sitifoliae, pedunculatae, duos \. tres pollices longae, densiflorae, ab apice ad basim florentes. Pedicelli tenuis- 
simi , lineares , geminati , quantum e bracteae delapsae cicatrice judicare licet unibracteati. Perigonium 
glabrum, luteum, foliolis quatuor spathulatis , duas lineas longis, canaliculatis , apice coneavis, laxiuscule 
patentibus. Antherae oblongae, foliolorum apieibus coneavis immersae. Glandulae hypogynae omnino nullae. 
Ovarium pedieello vix dimldiam lineam longo, sub grossificatione paullulum elongato excentrice imposi- 
tura, uniloculare. Ovula duo , an collateralia? quorum alterum sub grossificatione multo minus. Stylus 
filiformes, declinatus, ovario multo longior; sligma incrassatum , conicum, obtusiusculum. 

28. ANADENIA FIL1FORMIS. 

A. foliis elongato-filiformibus, obsolete canaliculatis subserieeis, apice callo obtuso deeiduo, spicis basifloris. 

In Nova Hollandia austro-occidentali , inter Swan-River et King-Georges-Sound. (Jloe.') 

Rami pubescentes, subflexuosi. Folia alterna, filiformia, duos v. tres pollices longa, laxiuscula, serieeo- 
pubescentia, facie obsolete canaliculata, apice in callum brevem, acutum, deeiduura desinentia, basi atte- 
nuata. Spicae in apieibus ramulorum laterales, pedunculatae, cylindricae , sesquipollicem v. duos pollices 
longae, densae, glabrae, a basi florentes. Pedicelli geminati, dimidia linea vix longiores. Braclae delapsae. 
Flores magnitudine, colore et struetura iis Anadeniae integrifoliae omnino similes. Stigma conicum, apice 
subtruncatum. 



SANTALACEAE. 

GLISCHROCARYON. 

. Glischrocaryon Endlicher Gen. plant, Suppl. 2081 /i- 

Flores dioiei. Masc Fem. Perigonium tubo clavato-tetraptero , cum ovario connato, 

aus in pedicellum subdecurrentibus , cum limbi superi , quadripartiti , persistentis lobis brevi- 



•10 ST. ENDLICHER STIRP1UM AUSTRALASICAIU'M DECADES III. 

bus, obtusis alternantibus. Discits epigynus im Uns. Stamina sterilia 12, perigonii Lobig basi 
ternatim iuserta , fdiformi-subclavata. Orarium inferum, uniloculare. Ovula 4, ex apice pla- 
centae filiformis, liberae pendula. Stylus brevissimus; Stigmata 4 , exscrta, oblongo-t lavata, 
erectiuscula. Drupa bacoata , clavato-tetragona , membraiiacco-quadrialata, sarcocarpio iibroso- 
spongioso, endocarpio cartilagineo, monospermo. Semen inversum. Embryo in apice albumi- 
nis carnosi brevis , rectus, radicula supera. — Suffrutex Norae Hollandiae austro - occiden- 
talis; foliis Uneari-lanceoUitis , integer rimis , racemis terminatibus corymbosis, ebracteatis. 

29. GLISCIIROCARYON ROEI. 

Crescit in Xovae Hollandiae austro -occidentalis interioribus (Roe). 

Ramorum summitatcs video pedales, teretes, pennae corvinae crassitie, glaberrimas, striata?, lacves, 
sordide violaceo-virescentes. Folia in sumraitatibus mihi obviis pauca, alterna, duos pollices dissita, lan- 
ceolata, iitrinque angustata, acuta, sex v. octo lineas longa, lineam lata, integerrima, glaberrima, supra 
pallide riridia, subtus glauca. Racemi terminales alterni, peduneuli teretes, stricti, subcorymbosi, pollica- 
res, pedicellis quinis v. denis filiformibus, duas ad quatuor lineas longis, in apice pedunculoruin corymbose 
confertis. Periyonium sesquilineare, glaucum , tubo clavato-tetraptero, cum ovario connato, alis sutiiralibus 
angustis, membranaeeis, cum limbi quadripartiti laciniis brevissimis, obtusis, erectis alternantibus. Stamina 
sterilia 12, perigonii laciniis basi ternatim inserta , iisdem paullo longiora, filiformi-subclavata. Ovarium 
inferum, uniloculare. (Jtmla 4, ex apice columnulae subtilissime filiformis, in stylum continuae pendula. 
Stylus brevissimus ; Stigmata 4 , oblongo-clavata, ereeta , approximata, perigonio duplo longiora. Drupa 
baccata, viridi-glauca , Pisi mole, clavato-tetragona, alis quatuor membranaeeis, dimidiam circiter lineam 
latis, usque in medium pedicellum decurrentibus, sensim angustatis, limbi lobis conniventibus , stylisque 
persistentibus coronata. Sarcocarpium valide fibrosum, fibris ab endocarpii pariete externa versus periphe- 
riam radiantibus, reticulo spongioso tenaci combinatis. Endocarpium ovatum, lineam longum, intus nitidum. 
Semen ex apice fili tenuissimi, rigidi, parieti hinc appliciti, sed ab eadem liberi, basi et apice inserti pendu- 
lum, cavitatem implens, apice carpico attenuatum, testa membranacea, fusca. Embryo in apice carpico al- 
buminis inclusus, vix tertiam ejusdem longitudinis partem aequans, rectus; colylcdonibus brevibus, ob- 
tusis, radicula supera. 



NAJADEAE. 

CYCNOGETON. 

Cycnogeton Endlicher Gen. plant, Suppl. n, 166 */i- Iconograph. t. 73. 

Flores hermaphroditi , spicati. Perigonium calycinum, hexapbyllum , foliolis sessilibus, 
aestivatione valvatis, sub anthesi patentibus, deeiduis. Stamina 6, perigonii foliolis adnata, 
antherae biloculares, loculis oppositis, discretis, longitudinaliter dehiscentibus. Ovaria 6, li- 
bera, sessilia, dorso convexa, a lateie compressa, faciebus contigua, unilocularia. Ovula 2, 
saturae ventrali prope basim contigue superposita, anatropa, superius minus. Stylus terminalis, 
brevis, intus stigmaiosus. NuculaeG, compressae, falcatae, putamine coriaceo, .monospermae. 
Semen falcatum, testa membranacea. Embryo exalbuminosus , macropodus, homotropus, ex- 
tremitate radiculari infera. — Herba in fluvio Cygnorum Novae Hollandiae austro-oeeiden- 



ST. ENDLICHER STTRPIUM AUSTRALASICARUM DECADES III. 211 

talis vegetans, tripedalis; foliis gramineis basi vaginante scapum simplicissimum amplec- 
tentibus , spica terminale striata , laxiflora. 

Genus inter Potamogctonem et Ouvirandram (coli. Decaisne in Delessert Ic. select. III. p. 62. t. 99. 
100. et Endlicher Gen. plant. Suppl. 166 %) medium. 

SO. CYCNOGETON HÜGELII. 

In fluvio Cygnorum (JJppcr-Swan-River) legit Carolus L. B. Hügel. 

Folia graroinea, acuta, strictiuscula, tripedalia, dimidium pollicem lata, longitudinaliter striata, 
acuta, glaberrima, laevia, basibus dilatatis scapi dimidiam partem inferiorem vaginatim amplectentia. Sca- 
pus simplicissimus, strictus, compressiusculus, striatus, foliis paullo longior, apicein spicam circiter peda- 
lem , interrupte multifloram desinens. Pedicelli geminatim ternatimve approximati, filiformes, lineam lon- 
gi, floriferi patentes, fructiferi strictiusculi, ebracteati. Flores ut e sicco videtur fuscescentes. Perigonü 
foliola sex, sessilia, oblonga, obtusa, vix dimidiam lineam longa. Filamenla brevissiraa, basi laciniarum 
perigonü adnata, antherae terminales, perigonü foliolis paullo latiores, loculis oblongis, suboppositis, con- 
nectivo interposito subdiscretis, longitudinaliter dehiscentibus. Ovaria sex, sessilia, libera, compressa, fa- 
ciebus subconniventia, in stjlum brevem, intus albido-glandulosum continua, unilocularia. Ovula 2, suturae 
ventrali paullo supra basim inserta, contigue superposita, anatropa, funiculis brevibus subtensa, alterum 
swperius minimum , alterum inferius maximum , fere cavitatis longitudine. Nuculae sex v. abortu interdum 
pauciores, coriaceae, falcatae, turgidulae, semicirculum radii trilinearis formantes , medio unam lineam 
latae, utrinque angustatae, apice intus nnius lineae longitudine stigmatosae, dorso acute convexae, lateri- 
bus utrinque uninerves, sutura ventrali subincrassatae. Semen ovuli superioris abortu constanti unicum, 
homotrope arcuatum, suturae ventrali paullo supra basim affixum, teres, tesCa membranacea, umbilico 
prope basim introrsum laterali, rhaphe filiformi, juxta interius seminis latus procurrente, in chalazam 
introrsum terminalem , obscurius coloratam desinente. Plumula brevissima , cotyledonis basi adpressa, ex- 
tremitas radicularis infera. 



N D E X. 



Anadenia filiformis. 28. 

integrifolia. 27. 

Vnthocercis anisantha. 15. 
Ccsatia urnata. 14. 
Cliamaelaucium virgatum. S. 
t'onospermum Hügelii. 2't, 

laniflorum. 25. 

— Stoechadis. 26. 

Cycnogeton Hügelii. 30. 
üavieaia alternifolia. 11. 

— oppositifolia, 13, 

— ternata. 12. 
Eremophila viscida. 18. 
Glischrocaryon Roei. 29. 
Halgania anagalloides. 19. 



Halgaoia integerrima. 20. 
— lavandulacea. 21. 
Jacksonia floribunda. 10. 
Mallophora corymbosa. 23. 
_ globiflora. 22. 

Fholidia resinosa. 17. 
Pileanthas pedunoularis. 9 
Polyzone purpurea. 1. 
Stenochilus raceraosuti. 16. 
Thryptomene australis. 2. 
Verticordia chrysantha. 7. 

compta. 4. 

grandiflora. 8. 

— picta. 6. 

— Roei. 5. 



LEPIDOPTERORUM BRASILIAE 

SPECIES NOVAE 

ICONIBUS ILLUSTRATAE 

A U C T O R E 
V. K O L L A R 



(Mense Januario 1839.) 



2S 



PAPILIO STILBON Tab. 12. Fig. 1. 

i . alis nigris ; superioribus macula media suborbiculari , utrinque conspicua , flavida ; posti- 
cis obtuse dentatis , macula media coccinea tripartita, certo situ versicolore, subtus dilute ro- 
sea , accedentibus maculis minoribus tribus : una ad angulum externum , duabus ad angulum 
analem; pectore abdomineque rubro maculatis. 

Longit. corporis 1 poll. 4 lin. ; alarum expansio 3%. poll. parisiensium. 

Papilioni Serapi Boisd. et P. Dardano Fabr. affinis , sed oranino ab utroque differt. Totus niger, ca- 
pite , pectore abdomineque subtus rubro maculatis. 

Alae anteriores supra macula media suborbiculari, ramo primo nervi medii in partes duas inaequales 
divisa, flavicante , fimbriis parce obsoleteque albo maculatis. Subtus alarum color magis fuliginoso niger, 
macula media eandera formam refert ac supra , sed magis albicans apparet. 

Alae posteriores obtuse dentatae, dente medio reliquis paullo longiore, margine interno reflexo, 
seu plicato et in hacce plica pilis albis tecto, fimbriis in sinubus marginis extemi albis, macula supra 
fere media coccinea, certo situ violaceo splendente , in partes tres divisa, quarnm externa minima. 
Subtus color alarum sicuti in anterioribus magis fuliginoso niger, macula supra memorata pariter ter 
divisa, albicanti rubra, accedentibus maculis duabus versus angulum internum seu analem, tertia a re- 
liquis remotiore ad angulum superiorem externum. 

Haintat in Brasilia. 

CASTNIA ACTINOPHORUS Tal). 12. Fig. 2. 

C. alis superioribus nigris, radiis plurimis viridi fuscis, basi fasciaque apicis abbreviata 
dilute flavis: posticis luride rubris , radiis limboque nigris, hoc flavo-maculato. 
Longit, corporis 9 lin. 1 poll. ; alarum expansio 2 poll. 3 lin. 2 poll. 9 lin. 

Antennae dimidiam corporis longitudinem fere aequantes, nigrae. 

Caput nigro squamusum , puncto pone oculos utrinque albido. 

Palpi margine superiore flavidi, inferiore nigri. 

Prothorax (collare) niger, squamis ad latera subtusque aliquot flavis. 

Meso- et Metathorax niger, petagiis (scapulis) flavis. 

Abdomen supra nigrum, subtus flavum, nigro annulatum. 

Pedes nigri, coxis anteriorum flavo squamosis. 

Alae superiores margine interiore subsinuato, postico convexo, supra nigrae, viridifusco radiatae, 
radiis versus apicem bifidis, cum venis alarum nigris alternantibus, macula baseos obsoleta, fascia ver- 
sus apicem sat lata , abbreviata flavis. 

Alae inferiores supra ex flavido rubrae, radiis decem limboque nigris, illis basi angustioribus, 
in eorum decursu sensim sensimque latioribus , hoc flavo maculato , maculis septem intramarginalibus, 
in interstitiis radiorum nigrorum seriatim digcstis. 

Subtus: Alae superiores nigrae, macula baseos, fasciaque apicis magis conspicuae , illa ex flavido 
rubra, haec flava, versus angulum posticum interruptim protracta; in alarum posticarum limbo nigro 
maculae supra memoratae majores, quandoque divisae, ita ut duplicem seriem formare videantur. 

Habitat in Brasilia ad Rio Janeiro ; Joan. Satterer et Schott legerunt. 

28 * 



SIC V. KOLLAR LEPIDOPTERORUM BRASILIAE SPECIES NOVAE. 

CASTNIA SATIIAPES Tal). 12. Fig. 3. 

C. alis suporioribus supra viritli fuscis , fasciis duabus latis flavidis fusco adspersis, altera 
ad marginem internum , altera versus apicem; inferioribus flavo rubris, radiis limboque nigro, 
hoc flavo maculato; subtus Omnibus ejusdem coloris sed magis dilutis, basi costae superiorum 
rubra. 

Longit. corporis 1 poll. 3 lin. ; alarum expansio 3 polL 6 lin. 

Species haecce et antecedens peculiarera Casta/tf/-MW familiam, alis posticis radiatis formare merentur et 
tum ob alarum formam tum ob picturam magnatn similitudinem cum speciebus. Acreae Fabr., Papilionum 
generis, praecipue cum Acrea Thalia Cr. habent, ob characteres tarnen essentiales, Castniis proprios , ab 
iis separarl non possunt. 

Antennac dimidiam corporis longitudinem aliquantulum superantes, nigrae. 

Caput, thorax et truncas supra viridi fusci, subtus cum abdomine flavida, cujus tarnen segraontum 
ultimum fusco penicillatum. 

Palpi flavo squamosi , pedes rubrl. 

Alae superiores margine interno sinuato , postico convexo, supra obscure viridifuscae, fascia ver- 
sus apicem transversa lata abbreviata flavida fusco adspersa, alteraque ejusdem coloris longitudinali 
ad marginem internum, in medio alae ramulo cum fascia transversa juucta, maculaque viridi-fusca in 
medio marginis interni notata. 

Alae inferiores supra ex flavo rubrae, radiis decem limboque lato nigris, hoc flavo maculato, ina- 
culis intramarginalibus sex. 

Subtus: Alae superiores fascias supra memoratas offerunt flavas absque atomis fuscis, praeterea 
maculas ad marginem posticum quatuor flavidas costaeque basim rubram; inferiorum color areae dilu- 
tius flavido-rnber, maeulae limbi flavae majores, quam in pagina superiori, accedunt inaciilae ad angti- 
lurn analem tres caerulescentes, quarum interior reliquis major. 

Habit al in Brasilia, in Mato grosso:, J. Natterer pro Museo legit. 

CASTNIA STERNBERGII Tab. 1%. Fig. 4. 

C, alis superioribus supra fusco brunneis, fasciis duabus albis, anteriori longiori subcon- 
tigua , posteriori venis alarum interrupta ; posterioribus basi limboque rubris , disco nigro albo 
maculato. 

Longil. corporis 7 10 lin.; alarum expansio 2 poll. 2 poll. 4 lin. 

Castniae Euphrosgne Perty forma et magnitudine valde afflnis, sed colore et plctura omnino di- 
versa species. 

Caput et Prothorax fuscus , squamulis ferrugineis intermixtis. 

Palpi albidi. 

Antennae fuscae, clava subtus ferruginea, 

Thorax utrinque, Abdomen supra fuscum, lateribus ferrugineum subtus flavidum. 

Pedes fusco ferrugineoque squamosi. 

Alae superiores supra fusco brunneae , violaceo micantes, fasciis duabus albis, anteriore longiore 
in medio costae incipiente et oblique versus angulum posticum decurrente, posteriore abbreviata, venis 
alae in maculas 7 divisa extusque arcu nigro cincta. 

Alae inferiores supra basi fasciaque intramarginali e maculis 8 rubro- ferrugineis, disco nigro, 
fascia arcuata e maculis 7 albis instructo , margine interno fusco. 

Subtus: Alae omnes rubro - ferrugineae, ceteroquin paginae superiori conformes, nervis versus lim- 
bum nigris, fimbriis omnitim griseis, antecedente lineola nigra. 

Habilat in Brasilia, in Ypanema; a J. Xatterer pro Museo lecla. 



V. KOLLAR LEPIDOPTERORUM BRASILIAE SPECIES NOVAE. 217 

CASTNIA GERON Tab. 13. Fig. 1. 

C. alis fusco griseis, certo situ violaceo viridique nitentibus, superioribus supra fasciis 
duabus albis, subtus inedio pilis longis barbatis ; inferioribus supra basi discoque barbatis, mar- 
gine postico flavido maculatis , subtus dense squamosis , duplici Serie e maculis albis obsoletis. 

Longit. corporis 2 poll. et ultra ; alarum expansio 5 pott. 4 lin. 

Species perquara singularis ad maximas in hoc genere pertinet et rarissima esse videtur, cum unicutn 
tantura specimen absque antennis indefessus naturae scrutator J. Natterer attnlerit. 

Caput fusco olivaceum , lineola pone oculos utrinque alba, palpis fusco griseis. 

Thorax supra fusco olivaceus, vittis in raedio albido griseis, antice posticeque coalitis. 

Abdomen undique, thorax subtus pedesque fusco grisei. 

Alae superiores supra fusco, griseo olivaceoque nebulosae, certo situ modo violaceo, modo viridi 
nitentes, fascia media obliqua subcontigua alterave apicis maculari exflavo albidis, serie macularum ejusdera 
coloris sed magis indeterminatarum ad marginem posticum. 

Alae inferiores basi discoque loco squamarum pilis longioribus vestitae, fusco griseae, limbo oliva- 
ceo, serie macularum intramarginalium flavidarum sex. 

Subtus-. Alae superiores disco pilosae, fasciae in pagina superiori memoratae transparent, maculae ad 
marginem posticum vero hie majores, magis determinatae ; color fusco griseus ; posteriores basi disco- 
que densissime squamosae, dilutius fusco-griseae, quam in limbo, qui duplici serie macularum obsoletarum, 
ßonfluentium coloris flavo-albidi instruetus adparet. Fimbriae alarum omnium albidae. 

Babitat in Brasilia , in Cyaba ; a J. Matterer pro Museo t leeta. 



CASTNIA HEGEMON Tab. 13. Fig. %. 

C. alis superioribus supra brunneis, basi fasciaque media, extus bipartita, obsolete satu- 
ratioribus; inferioribus supra rubris, macula baseos, striis duabus ad angulum analem nigro- 
fuscis, fascia media flava; subtus ferrugineis , Omnibus basi, inferioribus et margine interno 
albis. 

Jjongit. corporis 1 poll. 3 lin. ; alarum expansio 3 poll. et ultra. 

Castniae Palatino Cram. et Dalm. magnitudine colorumque distributione quodammodo similis, habitu 
vero Cast. Fonscolombe Encycl. meth. proxima species, 

Antennae } caput, thorax et truneus supra brunnea, subtus cum palpis pedumque femoribus et ti- 
biis alba. 

Abdomen utrinque album, segmento anali ferrugineo penicillato, 

Alae superiores brunneae , macula baseos indeterininata, fasciaque media versus marginem externum, 
seu costam bipartita, saturatioribus , sed valde obsoletis; certo situ versus marginem posticum violaceo 
adspersae adparent. 

Alae inferiores ex croceo rubrae; basi macula magna e squamis longioribus nigris, medio fascia Ia- 
tiore abbreviata flava versus marginem internum albicante ; striis duabus intramarginalibus, versus angu- 
lum analem confluentibus nigris , anteriore breviore , posteriore magis extrorsum protraeta , una alterave 
nonnunquam fere deleta. 

Subtus: Alae superiores coloris brunnei dilutioris, seu potius rufi, macula baseos fasciaque media hie 
magis distinetae et invicera confluentes; costa basi squamulis albis teeta. 

Alae inferiores basi albidae, sensim sensimque versus limbum pallido rufescentes, macula ad angu- 
lum analem ferruginea. 

Habitat in Brasilia ad Rio Janeiro ; Schott pro Museo leyit. 



213 \. KOLLAK LEl'lDOPTERORUM BRASIL! \l. SPECIES NOVAE. 

CASTMA I UKRAPON Tab. 13. Fig. 3. 

C. alis superioribus elongatis , supra flavescenti-rufis , margine interno striaque ab angulo 
baseos interno versus apicem oblique decurrente, macula costae punctisque duobus infraapica- 
libus nigro-fuscis ; infei ioribus rubris , margine postico nigro, serie punctorum flavOrum ; subtus 
omnibus pallide rubris, superioribus macula costae sinuata, inferioribus margine postico nigris, 
hoc dnplici serie punctorum coerulescentium ilavorumque. 

Lonyit. corporis 1 poll. ; alarum expansio 3 poll. 

Ad specles rariores pertinere videtur, unicum enira fuit specirnen inter tantum insectorum e JJrasilie. 
allatoriim mimcrum. 

Antennae dcsunt. Caput inter aculos nigro squamosum, palpis albis. 

Thorax truncua et abdomen supra ex flavo rubra, subtus alba. 

Pcdes anteriores rufo fusci, posteriores albi. 

Alae superiores band consuetae plurimarum Castniarum formae, sed magis elongatac, margine po- 
stico convexo, supra flavi-scenti rufae, margine interno late fusco, linea ab angulo baseos interno oblique 
versus apicem decurrente, quin ipsum apicem attingat, punctis infraapicalibus duobus, maculaque costae 
media obsoleta, intus sinuata , nigro-fuscis. 

Alae inferiores supra flavescenti rubrae , margine postico late nigro serieque punctorum sex, quorum 
tria interiora flavida, tria exteriora ex flavo rubra. 

Subtus: Alae omnes ex flavido rubrae, superiores apice fuscescentes , macula costae media intus si- 
nuata nigra; inferiores margine postico nigro, seriebus punctorum duabus , in hocce limbo nigro, anteriore 
caerulescentium, posteriore flavorum. 

Ilabit ui in Brasilia ad Rio Janeiro ; Schott pro Museo legit. 



NEUE GATTUNGEN 



VON 






BINNENWÜRMERN 



NEBST EINEM NACHTRAGE 

ZUR 

MONOGRAPHIE DER AMPHISTOMEN 

VON 
Dr CARL MORITZ D1ESING. 



Mit 5 Kupfertafeln. 



(Februar 1839.) 



Wie auf nachstehenden Blättern beschriebenen neuen Gattungen von Binnenwürmern 
(Entozoä) wurden zum Theil schon im Jahre 1837, bei der XV. Versammlung deutscher 
Aerzte und Naturforscher in Prag vorgezeigt , und das Wesentlichste ihres Baues münd- 
lich erläutert, und sind in dem im Jahre 1838 von dem Grafen Caspar von Stern- 
berg und dem Professor von Krombholz bekannt gemachten Berichte über diese Ver- 
sammlung (Seite 189) namentlich angeführt. 

Von den sieben hier beschriebenen neuen Gattungen gehören fünf in die Ordnung 
der Rundwürmer (Nemafoidea) , und zwei in die Ordnung der Saugwürmer (Tre- 
matodd) , an deren Beschreibung sich ein Nachtrag zu der im Jahre 1836 in den An- 
nalen des Wiener Museums der Naturgeschichte {Banal. Seite 235 — 326) bekannt ge- 
machten Monographie der Gattung Amphistoma anschliesst. 



CHEIRACANTHUS *) D. 

An Liorhynchi species ? Rudolphi Syn. Entoz. app, p. 710. 

Corpus teres, elasticum, postice attenuatum; spinulls palmatis 2 — 5dentatis in antica 
corporis parte armatum , simplicibus et mox evanescentibus in media. Caput subglobosum, de- 
pressiusculum, spinulis simplicibus obsessum. Os terminale bivalve , nudum. Cautla maris spi- 
ralis , apice excavata , utroque latere processibus tribus brevissimis obtusis costata. Spiculum 
conicum, elongatum, simplex. 

Rudolphi erwähnte dieses Binnenwurmes , welcher nur ein Mal am k. k. Hof-Naturalienkabinete in den 
Magenhäuten einer wilden Katze (Catus ferus) gefunden wurde, im Anhange seiner Synopsis Entozoomm, 
Seite 710, N. 46, als einer höchst merkwürdigen, noch zweifelhaften Gattung aus der Ordnung der Rund- 
würmer, und vermuthet, dass er zur Gattung Liorhi/nchus gehören dürfte. Im Jahre 1826 erhielt die kai- 
serliche Sammlung durch Herrn Johann Natterer Würmer aus dem Magen einer in Brasilien untersuchten 
Felis concolor, die ich mit dem in Frage stehenden Wurme aus der wilden Katze für gleichartig erkannte. 
Der fast runde , vorn und hinten etwas abgeplattete Kopf, welcher durch eine kräftige Einschnürung vom 
Rumpfe gesondert ist, und die Eigenthümlichkeit der meist handförmigen Stacheln an der vorderen Hälfte 
des Körpers, haben mich bestimmt ihn hier als neue Gattung aufzustellen. Ob der zweiklappige Mund 
mit einer vorstreckbaren Röhre, wie bei Liorhynchus versehen ist, konnte bei todten Thieren nicht er- 
mittelt werden. Den Gattungsnamen nach den handförmigen Stacheln gewählt zu haben , mag durch die bis 
jetzt nur in dieser Gattung von Rundwürmern bekannte Form entschuldiget werden, um so mehr, da in 
Verbindung mit den übrigen Gattungscharakteren eine Verwechselung unmöglich ist. Nahe verwandt oder 
vielleicht gar gleichartig ist Owen's kürzlich beschriebenes Gnalhosloma **) , eine Vermuthung, die sich 



*) Von /sin t palma , und i'txavüa , spina. 
**) Owen in : the London and Edinburgh philosophical Magazin and Journal of scicncc. Third scries A 7 . 65. July 
1837. Supplement pag. 129, deutsch in einem Auszuge in Wiegmanns Archiv für Naturgeschichte. 4-. Jahrgang, 
2. Heft, Seite 131. 

29 



;■>_■> C. M. DIESING NEUE BINNENWÜRMER. 

mehr nach dem Vorkommen und der Uebereinstimmung des innern Baues, als nach der Aufstellung der 
iMMren («attungscharaklere aufgedrungen hat; diese lauten: „Corpus teres, elasticum, utriiK/uc attenua- 
tiu/i. Caput tmt/ahiattim, labio circulari lumido inteyro. Os emissile, processibus corneis maxilliformibus, 
duubus tat erulibits denticulatis. Genitale masculum spiculum Simplex, basi papillis circumdatum" und 
als Charakter der Art: „Capite truncato , corpore seriebus plurimis spinularum armalo." Die hornigen, 
kinnladenartigen Fortsatze wurden weder durch Pressung des Kopfes , noch bei seiner Durchschneidung 
ersichtlich; gehört dieser Wurm dennoch hieher, so raüsste der oben aufgestellte Gattungscharakter da- 
hin erweitert werden: Oris tubulo emissili, labio circulari, processibus corneis mavilliforraibus duobus, 
lateralibus, denticulatis. Die Gattung stünde demnach durch die Bildung des Kopfendes an Liorhynchus. 
Owen vergleicht das Schwanzende mit jenem von Slronyylus triyonocephalus ; viel auffallender ist aber 
noch die Aehnlichkeit des männlichen Schwanzendes mit jenem von Vhysaloptera clausa. Vier gestielte 
Fortsätze entspringen nämlich bei dieser Gattung an beiden Seiten des Randes des Schwanzendes paarweise 
rippenförmig, und verlaufen in die Seitenflügel der Schwanzblase. 

1. CHEIRACANTHUS ROBUSTUS D. T. XIV. Fig. 1_7. 

Ch. corpore subeylindrico postice attenuato, spinulis palrnatis anterioribus 4 — 3dentatis, 
dentibus subaequalibus , posterioribus 2 ldentatis tandem evanescentibus. 

An Liorliynchi species? Rud. Syn. Entoz. app. pag. 710. N. 116. 

? Gnathostoma spmigerum Owen in: the London and Edinburgh philosoph. Mag. Third scries. IV. 65. Juli 1837. 
Suppl. pag. 129, und in tVicgmanns Archiv für Naturgesch. 4. Jahrgang. 2. Heft. Seite 131. 

Chciracanthua robustus Diesing im Berichte über die XF. Versammlung deutscher Naturforscher undAcrzte. S. 189. 

Diese Art wurde, wie schon oben bemerkt, zuerst am k. k. Hof-iNaturalienkabinete in den Magenhäu- 
ten einer wilden Katze (Felis Calus fer.~) entdeckt, und dann später von Herrn Johann Natter er in Bra- 
silien zu Reyisto do lauru am 29. Juni 1826 im Magen eines Männchens der Felis concolor hin. , und zu 
Forte do Rio branco am 3. Mai 1832 im Magen eines Weibchens, theils frei im Magen, theils noch in 
zweigrossen Beulen des Magens, die oben eine Oeffnung hatten, wieder gefunden; endlich gehört auch 
höchst wahrscheinlich hieher Owens Wurm aus dem Magen von Felis Tigris. 

Beschreibung. Die Würmer sind 5 6 Linien lang, und in der Mitte des Körpers etwa eine Linie 

breit. Die Weibchen etwas grösser als die Männchen. Der fast runde, etwa eine halbe Linie lange Kopf, 
ist hinten und vorne etwas zusammengedrückt, vom Körper durch eine Einschnürung geschieden, und mit 

kleinen, einfachen, kegelförmigen Stacheln besetzt, welche kreisförmig in 6 7 Reihen übereinander liegen. 

Der im Mittelpunkte des Kopfendes liegende Mund ist zweiklappig, unbewaffnet. Der anfangs fast cylin- 
drische Körper verschwächtigt gegen das beim Männchen in eine Spirale gedrehte, beim Weibchen gekrümm- 
te Schwanzende. Das einfache, kegelförmige, etwas gekrümmte und lang gestreckte Spiculum entspringt 
fast ander Spitze des ausgehöhlten Schwanzendes, an dessen beiden Seitenrändern drei kurze, abgerun- 
dete Fortsätze paarweise rippenförmig entspringen , die zur Festhaltung des Männchens bei der Begat- 
tung bestimmt zu sein scheinen. Die weibliche Geschlechtsöffnung liegt an der Grenze des mittleren 
und hinteren Drittheils des Körpers. Die ganze Oberfläche des Körpers ist geringelt, jeder Ring der 
Quere nach gestreift, und mit bandförmigen Stacheln besetzt, welche am Kopfende vierzähnig, tiefer un- 
ten drei-, und gegen die zweite Hälfte des Körpers zwei- und einzähnig, gegen das Schwanzende end- 
lich gänzlich verschwinden. Die Zähne sind unter sich fast von gleicher Länge , und der Mittelzahn 
tritt nur da und dort ein wenig mehr hervor. 

Ueber den inneren Bau des Cheiracanthus robustus. 

Die allgemeine Bedeckung und das Gefässsystem. 

Die allgemeine Bedeckung, welche das Gefässsystem, die Verdauungs Organe und die 
männlichen und weiblichen Geschlechtstheile einhüllt, besteht aus drei schichtenförmig über- 






C. M. DIESING NEUE BINNENWÜRMER. 223 

einander liegenden verschiedenartigen Häuten, von welchen die äusserste die Oberhaut, mit 
der darunter liegenden, aus Ringfasern bestehenden Haut, innigst verwachsen ist, und sich da- 
her nur mit Mühe in ganz kleinen Stückchen lostrennen lässt (Tab. 16. Fig. 1. a). Die 
dritte Haut ist eine Muskelhaut, bestehend aus Bündeln von Längsfasern, welche in der Mitte 
bauchig, an ihren beiden Anheftungspunkten lanzetfönnig verschmälert endigen, zu beiden Sei- 
ten von ähnlichen Muskelbändern begrenzt werden, und so die ganze innere Fläche der Lei- 
beshöhle bekleiden (Tab. 16. F. 1. b) . Ueber die innere Fläche dieser Muskelhaut verbreitet 
sich ein Gefässnetz, welches aus zwei Hauptstämmen entspringt, die nach der Länge des 
Körpers verlaufen, mit den zunächst liegenden Zweigen anastomosiren, und als gerade unre- 
gelmässige Maschen erscheinen (Tab. 16. Fig. 1. c). Auf diesem Gefässnetze liegt noch auf 
der Rücken- und Bauchseite ein mächtiger, cylindrischer, hohler, unverästelter Körper, wel- 
chen wir vorläufig den Seitenkanal (linea lateralis Aut.) nennen wollen , und welcher gegen 
das Kopfende etwas verdickt und wellenförmig gebogen, endlich verschmälert, am Grunde 
des Kopfes mündet (Tab. 16. F. 1. d). Diese als linea lateralis vielseitig besprochenen Sei- 
tenkanäle werden nun wieder von Herrn Julius Cloquet *) nach Werner's früherem 
Ausspruche für Organe der Circulation erkannt. Diese Seitenkanäle scheinen nach Cloquetfs 
Versuchen nicht wie die Muskeln für den Einfluss galvanischer Strömungen empfindlich 
zu sein; denn öffnet man einen noch lebenden Spulwurm , so bemerkt man, dass während der 
Verkürzung und Zusammenziehung der Muskeln, diese Kanäle, indem sie sich falten, knotig 
und fast varicös werden, wodurch sie sich von den Muskelfiebern unterscheiden. Sie scheinen 
ferner hohl und mit einer gefärbten Flüssigkeit gefüllt zu sein, obgleich man diese Behaup- 
tung durch Einspritzung nicht nachweisen kann. Bei krankhaften Veränderungen an vier Indi- 
viduen von Ascaris lumbricoides IL. bemerkte Cloquet (a. a. O. S. 61) varicöse Erweiterungen 
der Seitenkanäle, sie bildeten nämlich kleine rothe abgerundete Säckchen von der Grösse eines 
Hirsekorns, die durchscheinend waren, und wurden sie durchstochen, so floss eine röthliche 
Flüssigkeit heraus. Endlich bestehen sie nicht aus Fasern , wie die Muskeln , sondern aus 

einem unregelmässigen körnigen Gewebe. Wäre es nicht zu gewagt, diese Seitenkanäle 

für ein der Leber ähnliches Organ zu halten ? 

Wir müssen hier, um den Zusammenhang nicht zu stören, und zu einer klareren An- 
schauung des Gefässsystems zu kommen, noch früher den Zusammenhang der Stacheln be- 
trachten, deren äussere Form bereits oben beschrieben wurde. Betrachtet man sie am Grunde 
und bei ihrer Einmündung in die Haut, so erscheinen sie an ihrer Basis theils kreisrund, 
theils länglichrund, und mitten am Grunde mit einer kleinen Oeffnung versehen; sie durch- 
bohren die Oberhaut, und sitzen mit dieser kleinen Oeffnung auf ringförmigen Gefässen auf, 
welche, wie es scheint, entweder zwischen der Oberhaut und der aus Ringfasern gebil- 
deten zweiten Haut, oder vielleicht zwischen dieser und der Muskelhaut liegen, was nicht 
mit Bestimmtheit ermittelt werden konnte. Bei einer gelungenen Trennung der Häute erschie- 
nen sie stets als freie, mit den Häuten nicht verwachsene Kanäle, und von einem wenigstens 
drei Mal grösseren Durchmesser als die Ringfasern (Tab. 16. F. 15). Nicht ermittelt konnte 
werden, ob die Ringe einzeln für sich bestehen , oder ob sie als Theile eines grossen Spiralge- 
fässes zu betrachten sind. 



*) Jules Cloquet, Anatomie des Vers intestinaux. Paris 1824. Seite 40. 

2<* 



22i C. M DIESING NEUE BINNEN \\l EIMER. 

Wir hatten demnach ein äusseres ringförmiges, mit den Stacheln in unmittelbarer Ver- 
bindung stehendes Gefässsystem, und ein inneres, meist netzförmig verlaufendes Gefässsystem. 

Zu den Organen, welche mit dem Gefässsysteme in Verbindung zu stehen scheinen, 
gehören noch vier längliche, am hinteren Ende abgerundete, am vorderen Ende aber sehr ver- 
schmälerte, aus einer schiefen bandförmigen Spiralfaser gebildete hohle Körper, welche am 
(«runde des Kopfes beginnen, nach hinten frei liegen, und fast bis zur Hälfte des Magens 
(der Speiseröhre) reichen (Tab. 16. F. 13 und 14). Ihre absolute Länge beträgt etwa 2 Linien. 
Bndlich bemerkt man noch am Grunde des Kopfes ein ringförmiges Gefäss, dessen Zusam- 
menhang aber mit den so eben erwähnten vier Organen nicht ermittelt werden konnte (Tab. IG. 
F. 13. b) . Diese vier sackförmigen Organe werden von Owen für einen Speicheldrüsenapparat 
gehalten; folgen wir aber dem Gesetze der Analogie, so können diese Organe in der Klasse 
der Binnenwürmer nur mit den Lemniscen der Acanthocephalen verglichen werden. Nun wurde 
aber die Ordnung der Hackwürmer (Acanthocephala) von Leuc/mrt *) sehr sinnreich als De- 
flex der Echinodermen Cuv. betrachtet, und Echinodermen - Helminthen genannt , und ge 
rade in dieser Klasse scheint die Bedeutung der Lemniscen ihren Aufschluss zu finden. Man 
hielt anfangs diese Organe bei den Hackenwürmern für Stellvertreter des Darmkanals , oder 
für Andeutungen desselben, allein ich scldiesse mich Leuckarfs Ansicht an, und glaube, dass 
dieselben mit jenen ovalen Bläschen oder Anhängseln verglichen werden müssen, die bei Echi- 
nodermen mit dem Gefässsysteme für die Tentakeln, Haut und Füsschen in Verbindung stehen, 
und welche Tiedemann * *) bei Holothuria tubulosa, in seinem bekannten Meisterwerke genau 
beschrieben und abgebildet hat. 

Merkwürdiger Weise treten nun diese ovalen Bläschen, wie sie Tiedemann nannte, und 
die wir in der Folge die Tiedemann'schen Bläschen nennen wollen, gerade in der Ordnung 
der Bundw iirmer {Nematoided) , nur wieder bei solchen Gattungen auf, die mit einem bewegli- 
chen Stachelapparate des Mundrandes oder des Körpers versehen sind. 

Ueber die Verdauungs-Organe, den männlichen und weiblichen 
Geschlechts-Apparat und die Nerven. 

Der Verdauungs - Apparat ist jenem des Spulwurmes sehr ähnlich gebildet. Der erste 
Theil des Speisekanals oder der Magen beträgt bei beiden Geschlechtern etwa ein Fünftheil der 
ganzen Länge des Speisekanals; er ist drehrund, vorne verschmälert, am Grunde erweitert, und 
vom Darmkanal durch eine merkliche Einschnürung geschieden, endlich von lichter, fast weisser 
Farbe (Tab. 16. F. 16. a). Der fast cylindrische Darmkanal nur an der äussersten Spitze des 
nach innen gebogenen Schwanzendes etwas verschmälert, und da als After endend (Tab. 16. 
F. 16. b und c) . Die innere Fläche des sehr dickwandigen Magens ist glatt (T. 16. F. 1) , die 
Darmhöhle weit und mit mächtigen, oft unterbrochenen, der Länge nach verlaufenden Wül- 
sten bekleidet (T. 16. F. 18) . 

Der männliche Geschlechts-Apparat umwindet mit seinen fadenförmigen, fast gleichdicken 
Samengefässen den mittleren Theil des Darmkanals , und verlauft als einfaches Samengeläss an 



*) Leuckart Dr. F. S. Versuch einer naturgemässen Einthcilung der Helminthen. Heidelberg und Leipzig 1827. 

Seite 26. 
**) D. F. Tiedemann , Anatomie der llöhren- Holothurie, des ■pomeranzenfarbigen Seesternesund Stein-Seeigels. 
Landshut 1816. Seite 19—21, Tab. IL f. i. a. f. 5. 5. a. 



C. M. DIESING NEUE BINNENWÜRMER. 285 

der innern Seite des gekrümmten Darmkanals ebenfalls bis zur Schwanzspitze, durchbohrt da 
die allgemeine Bedeckung, und tritt als einfacher Geschlechtsfaden (spiculum simplex) hervor 
(T. 16. F. 16) . 

Die weiblichen Geschlechtstheile umgeben die zweite Hälfte des Darmkanals. Zwei Eier- 
schläuche umwinden ihn in den mannigfaltigsten Krümmungen von der Schwanzspitze bis ge- 
gen das zweite Drittheil des Körpers , und enden in die seitlich liegende zweitheilige Gebär- 
mutter, die am Grunde ihrer Theilung als verschmälerte, ab- und aufwärts gebogene Röhre 
fortsetzt, sich dann eiförmig erweitert, am Grunde abermals verschmälert, und endlich in die 
fast dreimal weitere Scheide mündet, welche endlich an der Grenze des mittleren und hinte- 
ren Drittheils des Körpers als weibliche Geschlechtsöffnung (vulva) endigt. Die Eier scheinen 
sich au der Spitze vermittelst eines aufspringbaren Deckels zu entleeren (T. 16. F. 22 24). 

Der von Owen in den Mittelräumen der Seitengefässe beobachtete Nervenstrang der Rü- 
cken- und Bauchseite ist uns nicht ersichtlich geworden. 

2. CHEIRACANTHUS GRACILIS D. T. XIV. F. 8_11. 

Ch. corpore antiee spinulis palmatis elongatis 5 — 4dentatis armatum, dente intermedio 

valde prominente , posterioribus 3 2dentatis, tandem simplieibus, in media corporis parte eva- 

nescentibus. 

Cheiracanthtis gracilis Diesing im Berichte der XV. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte. Seite 189. 

Diese Art fand Natterer im Darmkanal eines Weibchens von Sudis Giya* Cuv. (Pirarucu) , zu Boröa 
am 4. Jänner 1830. 

Die Mehrzahl der Exemplare dieser Art sind 1 Zoll und 5 8 Linien lang, und 1 Linie breit. Der 

Körper mehr gegen das Schwänzende verschmälert. Das Weibchen kleiner als die Männchen, halbzirkel- 
förmig gebogen , die Männchen gerade ausgestreckt, und erst an der Schwanzspitze eingebogen. Kopf und 
Mund wie bei Cheiracanthus robustus. Die ganze Form der bandförmigen Stacheln mehr in die Länge ge- 
zogen , am Kopfende fünfzähnig, tiefer unten vier-, drei-, endlich zwei- und einzähnig. Der Mittelzaha 
sehr verlängert. Da wo die Stacheln verschwinden, bemerkt man dunkle Punkte, die vielleicht Hautpo- 
ren (Athemlöcher, stigraata) sein dürften. 

Den inneren Bau dieser zweiten Art werden wir hier nur vergleichungsweise durchgehen, und nur 
die wesentlichsten Formverschiedenheiten herausheben. Dem inneren Baue nach sind diese beiden Ar- 
ten scharf geschieden, nach den äusseren Merkmalen musste ihre Unterscheidung durch da« Verhältniss 
der Dicke des Leibes zu seiner Länge, und das wechselseitige Verhältniss der Zähne der Stacheln fest- 
gestellt werden. 

Die allgemeine Bedeckung und das Gefäss System. 

Abweichend gebildet erscheint hier die innere Muskelhaut, sie besteht nämlich nicht wie 
bei der andern Art aus Muskelbündeln , sondern aus Muskelfasern , welche sich gabelförmig 
theilen , und mit der zunächst liegenden getheilten Muskelfaser sich netzförmig vereinigen. 
Der freie Raum, den sie bilden, wird durch kleine längliche Bläschen ausgefüllt (Tab. 17. 
F. 1 und 2) . Diese Bläschen wurden von Owen schon bei der ersten Art beobachtet , von mir 
aber nicht gesehen. Das Gefisssystem ist hier nicht so deutlich beobachtet worden , und es 
muss bei dieser Gelegenheit bemerkt werden , dass der erste anatomische Versuch bei dieser 
Art begonnen wurde, und dass sie daher als unvollständiger untersucht zu betrachten ist, 
als die erste Art. Die Stacheln sind hier an ihrem etwas verschmälerten Grunde abgerundet, 



«26 C. M. IM l MM, NEUE BINNENWÜRMER. 

mit keinen Löchern versehen, aber kurze feine Gefässe entspringen an ihrer ßasis, und mun- 
den in das ringförmige Gefäss des Stachelapparates (Tab. 17. Fig. 4 und 5). Auffallend ver- 
Bchieden ist die Form der Tiedemann'schen Bläschen. Sie entspringen hier zu beiden Sei 
len «1er Speiseröhre, als eiförmige, nach innen etwas ausgemndete Körperchen, die die ganze 
Länge der Kopfhühle und fast die Hälfte ihrer Breite einnehmen. Ihre innere Fläche ist mit 
einer körnigen Masse umkleidet. Am Grunde verschmälern sich diese Körperchen zu einem 
kurzen Cvlinder, der sich abermals in einen dreimal dickeren, und fast fünfmal längeren 
Cvlinder fortsetzt, am Grunde nochmals in eine lange Röhre verschmälert , und endlich eiför- 
mig endigt (Tab. 17. Fig. 8 und 9). Auch hier sind diese ebenfalls hohlen Organe von einer 
bandförmigen, schiefgewundenen Spiralfaser gebildet, und enthalten eine durchscheinende Flüs- 
sigkeit. 

Ueber die Verdauungs-Organe und den männlichen und weiblichen 

Geschlechts-Apparat. 

Die Organe der ersten Wege zerfallen in eine ganz kurze kolbige Speiseröhre, in einen 
länglichen, am Grunde erweiterten und vom Darmkanal durch eine Einschnürung gesonderten 
Magen, und endlich in den bis an die Schwanzspitze gerade verlaufenden, fast gleichdicken, 
nur am Ende etwas verschmälerten Darmkanal, welcher beim Weibchen an beiden Seiten des 
Vordertheils schwach wellenförmig ausgerandet ist (Tab. 17. Fig. 14). Die innere Fläche des 
Darmkanals ist bogenlinig, wülstig, oft ist auch eine Wulst an einem Ende gabelförmig ge- 
theilt, abgerundet (T. 17. F. ll). 

Die männlichen Geschlechtsorgane sind auf eine ähnliche Weise gebildet Avie jene des 
Cheiracanthus robustus, und bestehen aus einer einfachen Ruthe (spiculum simplex) , der 
Samenblase (vesicula seminalis), und aus der Samenröhre oder den Hoden (tubus seminalis, 
testiculus). Die einfache Ruthe tritt fast an der Spitze des bogenförmig gekrümmten Schwanz- 
endes kegelförmig und lang gezogen aus der Samenblase hervor (Tab. 17. Fig. 12 und 13). 
Die Samenblase, unterhalb der bogenförmigen Krümmung des Darmkanals gelegen, und eben- 
falls bogenförmig gekrümmt, erweitert sich allmählig an ihrem Grunde, und geht endlich in 
den schlauchförmigen Hoden über, von welchem sie durch eine Einschnürung leicht zu unter- 
scheiden ist (Tab. 17. Fig. 13). Die Samenröhre nimmt dann ihren Verlauf am äusseren Rande 
des Darmkanals nach aufwärts , schlägt wieder mit einem Theile nach vor- und rückwärts , um- 
windet dann den Darmkanal stellenweise weit über seine vordere Hallte, oder liegt theilweise 
hin- und hergebogen ihm zur Seite , und verschmälert so zu einem feinen Faden , dessen Ur- 
sprung sich nicht nachweisen Hess (T. 17. F. 12). 

Auch der weibliche Geschlechts-Apparat ist auf eine ähnliche Weise geformt, wie jener 
der ersten Art. Er besteht aus zwei Eierschläuchen (Ovarien), aus der getheilten Gebärmutter 
(uterus bicornis) , und der sehr verlängerten Scheide (vagina). Die Scheide entspringt am An- 
fange der unteren Hälfte des Körpers, in Form eines feinen Schlauches, der, sich allmählig 
verdickend, nach vorne geht, und den Darmkanal gleich unterhalb des Magens umschlingt, 
und etwas rückwärts gerichtet, in die Gebärmutter mündet (Tab. 17. Fig. 15). Diese theilt 
sich in zwei Fortsätze, die mit der Scheide fast von gleicher Länge sind (Tab. 17. Fig. 15). 
Die Hörner der Gebärmutter sind an ihrem Grunde etwas bauchig , verschmälern aber endlich 
in ihrem Verlaufe , und verbinden sich fast in der Mitte der ganzen Körperlänge mit den faden- 



C. Bf. DIESING NEUE BINNENWÜRMER. 227 

förmigen Eierschläuchen , welche die hintere Hälfte des Darmkanals in den mannigfaltigsten 
Windungen umschlingen, und ihn nur theilweise frei lassen (Tab. 17. F. 15). Die Gebärmut- 
ter erscheint unter einer starken Vergrösserung, wie von einem Netze kleiner rundlicher Ma- 
schen durchwebt (Tab. 17. Fig. 16). Die Eierschiäuche bestehen aus einem ähnlichen Netze, 
dessen Maschen aber eine fast regelmässige Form bilden, welche ein längliches Sechseck ist. 
(Tab. 17. Fig. 17). Die Eier sind theils kugelrund, theils eiförmig, mit einer körnigen Masse 
gefüllt (Tab. 17. Fig. 18—20). 



LECANOCEPHALUS *) D. 

Corpus teres , elasticum , utraque extremitate incrassatum , antice obtusatuin , postice 
acuminatum, spinulis simplicibus annulatim corpus cingentibus. C«/?w£obtusesubtriquetrum, dis- 
cretum, patellaeforme, ore trilabiato. Maris cauda inflexa, uncinata, spiculo duplici, femi- 
nae recta, subulata. 

LECANOCEPHÄLUS SPINULOSUS D. T. XIV. Fig. 12_20. 

Diese neue Gattung fand Natterer fest im Magen des Sudis Gigas Cuv. (Pirarncu) zu Borba im Jän- 
ner und April 1830 in zwei Weibchen, und zu Forte de Rio üranco in drei Männchen und einem Weibchen 

im April 1832, unter dem Schleim des Magens. Die Individuen der k. Sammlung sind 8 12 Linien lang, 

in der Mitte des Körpers kaum eine Linie breit; die Männchen sind meist um ein Drittheil kleiner. Der 
Kopf vom Körper scharf geschieden, schüssel- oder beckenförmig, dreikantig, jede Kante abgerundet. Der 
nach vorne und in der Mitte liegende Mund dreilappig. Der vordere Theil des Körpers keulenförmig, ge- 
gen die Mitte des Leibes verschmälert, nach hinten wieder verdickt. Das weibliche Schwanzende gerade 
ausgestreckt, an der Spitze mit einem pfriemenförmjgen Fortsatze versehen. Das männliche Schwanzende 
etwas eingebogen, mit einem gekrümmten Fortsatze an seiner Spitze, unterhalb das doppelte, schwert- 
förmige Spiculum. Die ganze Oberfläche sehr enge geringelt, und jeder Ring mit kurzen, einfachen, dicht 
an einander gereihten Stacheln versehen. Auch dieser Rundwurm findet wohl in der Nähe des Liorhynchus 
am Besten seine Stelle. 



ANCYRACANTHUS **) D. 

Corpus teres, elasticum, utraque extremitate attenuatum. Os terminale orbiculare, armatum 
spinulis pinnatifidis quatuor, cruciatim dispositis. Cauda maris inflexa, spiculum duplex. Fe- 
minae cauda recta , apice acuminata. 

ANCYUACANTHUS PINNATIFIDUS D. T. XIV. Fig. 21_27. 
A. spinulis pinnatifidis, pinnulis apice erosis. 

Ancyr. pectinatus Diesing im Berichte über die XV .Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte. Seite 189. 



*) Atxuvr] , pelvis, patina, et xetfalrj, caput 
**) Von uyxunn, ancora , et axav&a, gpina. 



C. M. dilsim. m:i i: junnenwürmer. 

\atterer sammelte zuerst diese neue Gattung aus dem Dünndärme der Podocnemin expansa Wagler, 
aus einen Weibchen zu Borba am O.Juni 1830, und am 24. August aus einem Männchen; zu Forte do Rio 
branco, in einem Weibchen, aus dem schmalen Ende des Magens, und am 22. Mai 1832 und am 23. August 
auf zwei Erhabenheiten der zweiten Abtheilung des Magens, durchgebohrt, beide Ende frei im Magen; 
wie auch in der Podocnemis Tracaxa Wagler, in einem Weibchen , an 40 Exemplare, wenige waren nur frei 
im grossen Magen, die meisten im zweiten langen IWagenfortsatze , durchgebohrt, doch so, dass beide 
Ende frei Maren, die Mitte des Wurmes aber unter der Magenhaut lag, zu liarra do Rio negro am 9.0cto- 
ber 1832. 

Beschreibung. Die Mehrzahl der männlichen Individuen ist an zwei Zoll, die der weiblichen fast 
2V2 Zoll lang, und eine Linie dick. Der elastische Körper an beiden Enden etwas verschmälert und fein 
geringelt. Der am äussersten Kopfende liegende Mund kreisrund. Etwas unterhalb dem Munde liegen die 
vier sich kreuzenden, etwa eine Linie langen Stacheln, mit ihren freien Enden nach hinten gekehrt. Jeder 
einzelne Stachel ist lanzetförmig, gefiedert, und jede einzelne Fieder an der Spitze wie ausgenagt. Die 
Stacheln sind hohl, und mit einer körnigen , gelblichweissen Masse gefüllt. Das männliche Schwanzende 
eingerollt, der unterhalb der äussersten Schwanzspitze liegende männliche Geschlechtstheil doppelt, fa- 
denförmig. Am weiblichen Schwanzende eine kurze, wenig gekrümmte Spitze. Die weibliche Geschlechts- 
öffnung mündet etwa im Anfange des letzten Drittheils des Körpers. 

Ueber den inneren Bau des Ancyracanthus pinnatifidus. 

Die Häute und das Gefässsystem. 

Die Oberhaut ist mit der darunter liegenden und aus Ringfasern bestehenden Muskelhaut 
innig verbunden. Darunter liegt eine zweite Muskelhaut. Der Verlauf der Muskelfasern ist 
hier zweierlei Art ; sie verlaufen entweder in paralleler Richtung, und bilden dadurch zwei lange 
bandförmige Muskeln, von welchen jeder an einer Seite des Körpers liegt, oder sie bilden 
Bündel, welche seitlich entspringen, und in der Mitte in einen fast spitzen Winkel zusam- 
menlaufen. Diese zweite Art von Muskelbändern verlauft auf der Rücken- und Bauchseite 
des Wurmes. Die innere Muskelhaut wird von einer Membran bekleidet , die mit einer kör- 
nigen Masse bedeckt ist. In der Mittellinie des aus schiefen Muskelbündeln bestehenden 
Muskelbandes liegt der lange Seitenkanal. Endlich lauft an beiden Seitenrändern des Magens 
und auf der Mitte des langen Seiteninuskels liegend, ein Gefäss herab, welches sich seit- 
lich in kleine, meist gabelförmig getheilte Gefässe verzweigt, deren Zweige gegen die Seiten- 
kanäle verlaufen. 

Die fiederförmigen Stacheln enden mit ihrem fussförmig erweiternden Grunde in der Nähe 
der oberen Verdickung der Speiseröhre, an deren kürzerem Ende ein langer, gerader, und 
an der Spitze sehr verschmälerter herablaufender Fortsatz entspringt (Tab. 18. Fig. 4). 

Am Grunde der längeren fussförmigen Verlängerung entspringt das Tiedemann'sche Bläs- 
chen als kolbenförmiges Säckchen, mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt, und nur am Grunde 
des Säckchens bemerkt man eine lichtgelbe körnige Masse, welche jener in den Stacheln gleich- 
kommt (Tab. 18. Fig. 3 und 4). Die Säckchen sind etwas länger als der zunächst liegende 
gerade Fortsatz. 

Der Verd auungs-Ap parat und die Ges chl echtstheile. 

Sehr abweichend von der Form bei den übrigen Rundwürmern ist hier der Verdauungs-Ap- 
parat gebildet. Er beginnt mit einer cylindrischen, an der Spitze etwas verdickten Speiseröhre, 



C. M. DIESING NEUE BINNENWÜRMER. 229 

welche am Grunde erweitert , nach drei bogenförmigen Krümmungen in den Magen einmün- 
det (Tab. 18. Fig. 3). Der Magen, der ungefähr ein Drittheil der ganzen Körperlänge be- 
trägt , ist von der Bauch- und Rückenseite etwas zusammengedrückt, und stellenweise tief ein- 
geschnürt, und erscheint dadurch von oben betrachtet wie gegliedert, an beiden Seiten aber 
wird er von einem gerade ausgestreckten Gefässe begrenzt (Tab. 18. Fig. 2 und 3). Die Er- 
öffnung seiner Höhle durch einen Seitenschnitt macht seine innere Form recht an- 
schaulich (Tab. 18. Fig. 12). Fast von gleichem Durchmesser, aber cylindrischer Form , ist 
der Darmkanal, der beim Weibchen mit einer kurzen, beim Männchen mit einer mehr verlän- 
gerten Spitze am äussersten Schwanzende des Afters endiget (Tab. 18. Fig. 9). Etwas unter- 
halb seiner zweiten Hälfte ist die innere Darmfläche durch 5 — 6 Paare faltiger Erhöhungen 
ausgezeichnet, die nach hinten in einen fast spitzen Winkel verlaufen (Tab. 18. Fig. 13). 
Diese faltigen Darmklappen erscheinen auch auf der Aussenfläche schon angedeutet (Tab. IS. 
Fig. 9). 

Der in die zweite Hälfte des Körpers zurückgedrängte männliche Geschlechts-Apparat be- 
steht aus dem Samengefässe oder Hoden, aus einer Samenblase , aus dem ausführenden Sa- 
mengefässe, und aus der doppelten Ruthe. Das Samengefäss entspringt als feiner Faden, etwas 
über der zweiten Hälfte des Leibes, umwindet da einen Theil des Magens und Darmkanals, 
wird in seinem Verlaufe immer dicker , und mündet in die Samenblase (Tab. 18. Fig. 7). Die 
an der inneren Fläche des bogenförmig gekrümmten Schwanzendes liegende, ebenfalls bogen- 
förmige Samenblase, ist an ihren beiden Enden etwas verdickt; am Grunde fast kolbenförmig, 
und verbindet sich mit dem spiralförmig gekrümmten ausführenden Samengefässe, an dessen 
Spitze die doppelte Ruthe entspringt, und etwas unterhalb der Schwanzspitze heraustritt (Tab. 
18. Fig. 6 und 7). 

Oberhalb der zweiten Hälfte des Magens beginnt der doppelte Eileiter; er umschlingt 
theilweise den Magen und Darmkanal, und mündet in die doppelte keulenförmige Gebärmutter 
(Tab. 18. Fig. 9 und 14). Die einfache fadenförmige Mutterscheide verlauft bis gegen die er- 
sten Falten des Darmkanals , tritt dann wieder nach rückwärts , und mündet im Anfange des 
letzten Drittheils des Körpers , innerhalb der Längsfasern der Muskelhaut , als weibliche Ge- 
schlechtsöffnung. Die innere Fläche der Eileiter erscheint bei einer starken Vergrösserung 
der Länge nach gefaltet. Die innere Fläche der Gebärmutter zeigt sechseckige Zellen, mit einem 
kettenförmigen Rande (Tab. 18. Fig. 15). Die Eier sind fast elliptisch, mit einer körnigen 
Masse (Dotter) gefüllt (Tab. 18. Fig. 16—19). 



HETEROCHE1LUS *) D. 

Corpus teres, elasticum , utraque extremitate attenuatum, capite subtriquetro, acuminato, 
trilabiato, labiis diversiformibus , duobus oppositis concavis, aequalibus, apice truncatis , ter- 
tio laterali latiore longioreque convexiusculo , limbo rotundato. Collum breve , tunica tectum 
novemplicata, tribus plicis longioribus validioribus antice latiovibus, reliquis intermediis binis 



*) eteQog , di versus , et ^«Ao? , labinm. 

30 



230 C. M. DIESING NEUE BINNENWÜRMER. 

brevioribus, limbo unriulato. Canda j/iaris subrecla, acuminata , spiculo iluplici, utroque mar- 
gine membranaceo (binc alato). Cavdu feminue subulata, recta. 

HKTEROCHEILÜS TUNICATUS D. T. XV. F. 1— S. 

Lobocephalus hcterolobus Diesing im llcrichte über die XV. Vvrsamml. deutscher Naturf. und Merzte. S. 189. 

Watterer fand diese eigenthümliche Gattung in einem Männchen des Manatus exunguis NaCt. *) zu 
Borba am 13. Jänner 1830, davon waren 152 Exemplare an den Magenwänden im Schleim, und zehn 
im Anfange des Dünndarmes. Sie bewegten sich lebhaft. 

Beschreibung. Die Mehrzahl der Individuen ist an 1 % Zoll lang, und der mittlere Theil des 
Leibes etwas über eine halbe Linie breit. Die Männchen sind etwas kleiner. Der drehrunde , elasti- 
sche, fein geringelte Körper an beiden Extremitäten etwas verschmälert. Die Bildung des Kopfes sehr 
abweichend von der Form der übrigen Rundwürmer; wir geben eine durch Abbildungen erläuterte Be- 
schreibung desselben, nach oft wiederholten und anhaltenden Beobachtungen. 

Der Kopf besteht der Ilauptform nach aus zwei ungleich dreilappigen , gegenüberstehenden , gleich- 
förmigen , nach aussen convexen, nach innen ausgehöhlten, vorne abgestutzten Lippen, und einer seitlich 
stehenden, breiteren und etwas längeren, wenig gewölbten, dreilappigen Lippe. Am Rücken jeder Seiten- 



') Diess ist der in dem Amazonen-Flusse, und allen in denselben mündenden Flüssen und Seen, und auch im Oro- 
noeco vorkommende Manatus, der meinen Beobachtungen zu Folge speeifisch von dem eigentlichen Manatus 
americanus des Sir Ev. Home und Fr. Cuvier verschieden ist, welcher sich nicht im Amazonen-Flusse, wohl aber 
an der nördlichen Küste von Brasilien, besonders vom Flusse Aruary bis ans Cabo do Norte, und in den dorti- 
gen vielen, mit dem Meere in Verbindung stehenden Küstenseen befindet. Gumilla und Condamine haben 
ohne allen Zweifel gegenwärtige, als verschieden aufgestellte Art vor sich gehabt; jedoch der unzulänglichen 
Beschreibungen wegen wurde sie immer mit der andern, an den Küsten vorkommenden Art verwechselt. Es 
scheint sogar gewiss zu sein, dass das in Paris befindliche, von Lissabon dahin gebrachte, und von Fr. Cu- 
vier in seinen Suitcs a Ruffon abgebildete und beschriebene Skelett von der neuen Art ist, da besonders die 
Bildung des Schädels mit ihr übereinstimmt. Ich hatte Gelegenheit mehrere Exemplare aus dem Rio Ma- 
deira, Rio negro und Rio branco zu sehen und zu untersuchen, und drei ausgestopfte Exemplare und mehrere 
Schädel von dort zieren die kaiserliche Sammlung; den eigentlichen Manatus americanus war ich jedoch nicht 
so glücklich zu bekommen, obwohl ich schon am obern Rio negro im Forte von San Gabriel, von dem dorti 
gen Commandanten Nachricht von einer zweiten Art von Peixc boi (Ochsenfisch) , wie die Brasilier den Ma- 
natus nennen, als an der Küste nördlich von der Mündung des Amazonen-Flusses vorkommend, bekam. Später 
aber sah ich in Pard bei dem Doctor Lacerda eine gute Abbildung eines an der Küste gefangenen jungen 
Thieres. Da mir kein Manatus americanus zum Vergleich zu Gebote steht, so musste ich mich auf die Ab- 
bildung und Beschreibung des Sir Everard Home und des Fr. Cuvier beschränken. 

Die Hauptunterschiede beider Thiere sind nun folgende : 

Manatus americanus. Manatus exunguis. 

Die finnenartigen Vorderfüsse kürzer, brei- Die finnenartigen Vorderfüsse länger, et- 

ter, mehr abgerundet, 4 flache Nägel am Ende was schmäler, mehr zugespitzt, keine Spur 

der 4 Zehen, der Daumen ohne Nagel. von Nägeln in jedem Alter. 

Hinterseite der Finnen bloss mehr behaart. Hinterseite der Finnen nach aussen hart 

und rauh zum Fortbewegen. 
Das Jochbein schmäler, der Rücken des Das Jochbein viel breiter, der Rücken des 

Schädels mehr erhaben, daher der obere Rand Schädels mehr abgeflacht, der obere Rand 

des Jochbeins tief unter der Schädelfläche. des breiteren Theils des Jochbeins gleich hoch 

mit der Schädelfläche, oder kaum ein Paar Li- 
nien tiefer. 
Siebzehn Rippen. Vierzehn Rippen. 

Bei genauerer Vergleicliung beider Arten werden sich noch weit mehr Unterschiede entdecken lassen, so 
soll auch die Haut des M. americanus nach Cuvier chagrinartig sein , da hingegen die andere Art sie glatt 
und glänzend hat. Joh. Natterer. 



C. M. DIESING NEUE BINNENWÜRMER. 231 

lippe und an beiden Selten des Grundes der breitesten Lippe liegen kurze, hohle, cylindrische Körper, 
eieren Bedeutung mir ganz unerklärlich ist. — Man könnte den Kopf auch als ursprünglich aus vier Lippen 
gebildet betrachten , von welchen die zwei unteren kürzeren Lippen getrennt erscheinen , die beiden obe- 
ren und längeren aber in der Mitte zu einer Lippe verwachsen sind. 

Diese drei Lippen bilden gewissermassen eine Rachenhöhle, an deren Grunde erst der Verdauungs- 
Apparat seinen Anfang nimmt. Am hintern Lippenrande liegt eine Art von Halskrause , oder ein kurzer 
Leibrock (tunica) , der neun Falten bildet, von welchen drei mehr hervortreten, und nach vorne keu- 
lenförmig erweitert endlich znsammenstossen. Innerhalb des Raumes von je zweier dieser Hauptfalten, 
liegen zwei kürzere Falten; der hintere Rand dieser Halskrause ist schwach wellenförmig ausgeschnit- 
ten. Das männliche Schwanzende nur an der Spitze ein wenig aufgebogen. Der doppelte männliche Ge- 
schlechtstheil mittelst einer an beiden Rändern herablaufenden , durchscheinenden Haut geflügelt. Das 
Schwanzende des Weibchens pfriemenförmig ; die weibliche, etwas wülstige Geschlechtsöffnung am Grunde 
der pfriemenförmigen Verlängerung. Diese Gattung steht unter den Rundwürmern durch die eigenthümli- 
che Bildung des Kopfes so vereinzelt da, wie Cucullanus*), und mag demnach im Systeme in dessen Nähe 
verbleiben. 

Ueber den inneren Bau des Heterocheilus tunicatus. 

Die allgemeine Bedeckung und das Gefässsystem. 

Die allgemeine Bedeckung besteht hieraus zwei Muskelhäuten, von welchen die äussere 
durchscheinende aus ringförmigen Querfasern besteht, und mit der Oberhaut innigst verwach- 
sen ist (T. 19. F. 1. ä) ; die innere opace Muskelhaut aber besteht aus neben einander gereih- 
ten Längsfasern (T. 19. Fig. 1. b). Auf dieser inneren Muskelhaut liegt sowohl auf der Bauch- 
wie Rückenseite des Wurmes der gerade verlaufende Seitenkanal (llnea lateralis), dessen Ge- 
bilde aus einer körnigen Masse besteht (T. 19. F. 1 und 2). Von einer gefässartigen Ausbrei- 
tung über die innere Muskelhaut war nichts zu^ bemerken. 

Die Verdauungs-Organe, die männlichen und weiblichen Geschlecht s- 

theile. 

Die kurze , fast kolbenförmige Speiseröhre erweitert sich in einen lang gestreckten, stumpf 
dreikantigen Magen, und ist von dem dickeren Darmkanal durch eine "Wulst geschieden (T. 19. 
F. 4). Der etwas zusammengedrückte, gleichweite Darmkanal verschmälert gegen die Schwanz- 
spitze, und endet etwas unterhalb derselben als After. Fast am Anfange des Darmkanals und 
auf dessen Rückenfläche entspringt ein Blinddarm, der gegen das Kopfende verlauft, und 
dessen Länge beinahe zwei Drittheilen der Magenlänge gleicht, dessen Durchmesser aber am 
Ursprünge etwa ein Viertheil der Dicke des Darmkanals beträgt. Ein ähnlicher Blindsack des 
Darmkanals wurde übrigens schon von Mehlis **) bei Ascaris heterura Crep. Asc. semiteres, 
und Asc. spiculigera Rud. beobachtet. Sämmtliche Verdauungs-Organe sind verhältnissinässig 
sehr dickwandig. Der Magen bildet eine dreieckige, der Darmkanal eine viereckige, und der 



*) Neuere Untersuchungen haben mich belehrt, dass die Form des Kopfes von Cucullanus noch gar nicht recht 
dargestellt wurde , und es sei nebenher gesagt', dass die neugebornen Jungen der Mutter gar nicht glei- 
chen, sondern in der äussern Form am meisten für Pfriemenschwänze (Oxyuris) gehalten werden könnten. 

**) Mehlis: Bemerkungen über verschiedene Eingeweidewürmer, bei Gelegenheit von Creplins Schrift: »Xtivae 
observationes de Entozois» m der Isis 1831. I. Heft. pag. 91. Tab- II. Fig. 16_18, 

30 * 



232 C. M. DIESING NEUE BINNENWÜRMER. 

Blinddarm eine cylindrische Höhle. Die innere Fläche des Darmkanals ist mit kleinen , grup- 
penweise vertheilten Druschen bekleidet (T. 19. F. 7). 

Auf der Bauchseite und der Länge des Darmkanals nach liegt das fadenförmige, wellen- 
artig gebogene Samengefäss ; es verlauft auf dessen Rückseite als gerade gestreckte Samen- 
blase, verschmälert gegen die Schwanzspitze, und tritt etwas unterhalb derselben als doppel- 
ter, an beiden Rändern geflügelter Geschlechtßfaden hervor. 

Die zwei auf der Rückenseite des Darmkanals liegenden langen Eierschläuche , die eben- 
falls in wellenförmigen Biegungen nach der Länge des Darmkanals verlaufen, münden in die 
an der Bauchseite liegende doppelte (zweihörnige) Gebärmutter, welche mit ihrer kurzen, ge- 
raden Scheide, unterhalb des pfriemenförmigen Schwanzendes, als zweilappige äussere weib- 
liche Geschlechtsöffnung endiget. 

Die Eier oval, mit körniger Masse (Dotter) angefüllt. 



STEPHANÜRUS •) D. 

Corpus teres, elasticum, antice magis attenuatum. Apertura oris ampla, suborbicularis, 
obsolete sexdentata, dentibus duobus opposrtis validioribus. Cauda maris recta, laciniis quin- 
que coronata, membrana junctis. Spieulum terminale simplex, conulis tribus interceptum, pro- 
minulum. Feminae cauda inflexa, obtusa, apice rostrata, utroque latere processubus obtusis uotata. 

STEPHANURLS DENTATUS D. T. XV. F. 9_19.- 

Diese sonderbare Gattung fand Natterer einzeln , oder mehrere in Kapseln zwischen den Häuten des 
Schmeres einer chinesischen ltace der Sus Scrofa dorn. zuBarra do Rio neyro am 24. März 1834. Im Was- 
ser oder auch im Weingeist verlängerten sie sich sehr, und; sprangen fast alle auf. 

Beschreibung. Die Männchen sind etwa 10 13, die Weibchen 15 18 Linien lang, die ersteren 

in der Mitte des Körpers kaum eine Linie, letztere hingegen fast 1 V2 Linie breit. Der drehrunde Leib ge- 
gen das Schwanzende verdickt, schwach geringelt, und mit einer scharfen Linse betrachtet, mit Hautporen 
versehen. Die Mundöffnung weit ausgesperrt , fast kreisrund und am Rande mit sechs Zähnen besetzt ; 
darunter zwei entgegenstehende grösser und stärker als die übrigen. Das männliche Schwanzende ge- 
rade ausgestreckt, von fünf lanzetförmigen Lappen kronenförmig umgeben, und sämmtliche Lappen vom 
Grunde bis zur Spitze durch eine feine durchscheinende Membran verbunden. Das einfache, an der äus- 
sersten Schwanzspitze liegende Spieulum, von drei kegelförmigen Körpern umgeben, steht etwas hervor. 
Das weibliche Schwanzende umgebogen, abgerundet, und am äussersten Ende in eine gerade schnabelför- 
mige Spitze verlängert, zu beiden Seiten des stumpfen Schwanzendes kurze blasenförmige Erhöhungen. 
Die weibliche Geschlechtsöffnung liegt am Anfange der zweiten Hälfte des Leibes. Diese Gattung erinnert 
nach dem äusseren Charakter noch am meisten an Strongylus. 

Anatomie der Gattung Stephanurus. 

Die allgemeine Bedeckung und das Gefässsystera. 

Die allgemeine Bedeckung besteht auch hier , wie bei den oben beschriebenen Gattungen, 
aus der Oberhaut, der mit Ringfasern versehenen Muskelhaut , und aus einer zweiten inneren 



*) Von =i<i«roi, corona, und ot\xr, cauda 



C. M. DIESING NEUE BINNENWÜRMER. 283 

Muskelhaut, deren Muskel in die Länge verzogene Rauten bilden, und deren Felder von Mus- 
kelfasern der Länge nach gestreift, und gegen den Mittelpunkt mit einzelnen Spaltöffnun- 
gen (stigmata) versehen sind. Ueber die innere Fläche der zweiten Muskelhaut liegt das Ge- 
fässnetz ausgebreitet. Ein Hauptstamm nämlich, zu beiden Seiten gelegen, und vom Kopfe 
nach dem Schwanzende verlaufend, verästelt sich in viele Zweige , die wieder unter sich ver- 
bunden , unregelmässige Maschen bilden , um die Hautporen aber als kreisförmige , nur am 
Umfange ausgezackte, sonst glatte Flächen erscheinen. Derauf der Rücken- und Bauchseite 
liegende, gerade, von einem Ende zum andern verlaufende Seitenkanal durch dunklere Stellen 
wie gefleckt. 



Die Verdauungs-Organe und das Geschlechtssyste 



in. 



Die kolbige Speiseröhre erweitert sich in den etwa ein Achtel der ganzen Länge des Kör- 
pers betragenden Magen, dessen zweite Hälfte vielfällig eingeschnürt ist, und bei einer flüch- 
tigen Betrachtung wie vom Darmkanal umwunden erscheint. Abweichend von der Normalform 
aller bisher untersuchten Rundwürmer, bei welchen der Darmkanal straff von einem Ende zum 
andern verlauft, bilden hier den grösseren Theil desselben weite, grosse, wellenförmige Biegun- 
gen, und enden erst etwa im letzten Viertel geiner ganzen Lange in fast gerader Richtung, 
etwas unterhalb der Schwanzspitze als After. Der stellenweise etwas erweiterte Darmkanal 
zeigt an seiner Oberfläche kleine schwärzliche Pünktchen, die unregel massige rautenförmige 
Flächen begrenzen, und die wir für kleine Drüsen zu halten geneigt sind. Die innere Fläche 
des Darmkanals ist mit einer körnigen Masse bekleidet. 

Eben so abweichend ist der Bau der männlichen Geschlechtstheile durch ihre Verdoppe- 
lung. Die Hoden, die schon unterhalb des Magens entspringen, sind dicke, an beiden Enden 
verschmälerte Schläuche. Jeder Hoden ist an seinem vordem Ende durch einen aus Längefa- 
sern bestehenden bandförmigen Muskel angeheftet, welcher, mit dem Muskelbaude des zweiten 
Hodens sich kreuzend, unterhalb der kolbigen Erweiterung der Speiseröhre endiget. Das hin- 
tere Ende jedes Hodens verschmälert in ein fadenförmiges Samengefäss , welches die Glitte 
des Darmkanals einige Male umschlingt, und etwas oberhalb des fast gerade gestreckten Darm- 
kanals in die einfache, aber ebenfalls schlauchförmige Samenblase mündet, welche auf der 
Rückseite des Darmkanals liegt, gegen das Schwanzende wieder etwas verschmälert, an der 
äussersten Schwanzspitze aber als einfache Ruthe (spiculum simplex) hervortritt. 

Der doppelte, schlauchförmige Eierstock entspringt ebenfalls gleich unterhall) des Munde-, 
verlauft auf der Bauch- und Rückseite in gerader Richtung, verschmälert endlich zu fadenför- 
migen Eierschläuchen, welche den mittleren Theil des Darmkanals stellenweise umwinden, und 
sich in die auf der Bauchseite liegende getheilte Gebärmutter vereinigen, aus welcher eine 
lange fadenförmige, hin und her gebogene Scheide entspringt, welche etwa an der Grenze des 
mittleren und hinteren Drittheils des Körpers als weibliche Geschlechtsöffnung endiget. 

Die Eier befanden sich in einem nur weuig entwickelten Zustande. 



(\ M. DIESINü NEUE BINNEN WÜttMEK. 

ASPIDOCOTYLUS f) I>. 

Corpore elongato, depresso , antice attenuato, nudo, postice peltato aut süborbiculari 
limbo reilexili, acetabulis suctoriis numerosis obsesso ; ore orbiculari terminal!, cirro simplici 
conico, in antica et ventrali corporis parte prominente. 

ASPIDOCOTYLUS MUTABILIS D. T. XV. F. 20_22. 

Aspidocot. cochlcariformis Diesing im Berichte über die XV. Versamml. deutscher ISaturf. und Merzte. S. 189. 

Satterer fand zwei Individuen dieses Wurmes im Darmkanal einer wahrscheinlich neuen Art von Ca» 
taphractus (N. 150) in einem Männchen zu Rio neuro , oberhalb Barcellos am 1. December 1830. 

Beschreibung. Die Exemplare des k. Museums sind an drei Linien lang, am Kopfende etwa eine 
halbe, am Schwanzende über eine Linie breit. Der an der äussersten Spitze liegende Mund kreisrund, un- 
terhalb von vier bis fünf ringförmigen Falten umgeben. Der Körper etwas platt gedrückt, länglich, nach 
rückwärts in eine fast kreisrunde Scheibe erweitert, welche mit ihrem hinteren Rande sich zumTheil nach 
rückwärts umschlagen kann. Dieses schildförmige Schwanzende ist mit vielen kleinen , kreisrunden Saug- 
näpfen besetzt, die sowohl in der Länge, wie in der Quere etwa vierzehn Reihen bilden. Der kurze, ke- 
gelförmige männliche Geschlechtstheil (cirrus) liegt nach vorne auf der Bauchseite. Die lange Speiseröhre 
mit dem getheilten Magen deutlich sichtbar. Die innern Geschlechtstheile nur schwach durchscheinend. 

Diese Gattung erinnert durch die Vielzahl der Saugnäpfe an Aspidogaster Baer und Monostoma verru- 
cosum Zeel. , welche letztere Art wir hier zu einer eigenen Gattung Xotocolylus erheben. Aspidocotylus 
bildet mit diesem und mit Hectacotylus Cuv. , CyclocolylaOtt., Tristoma Cuv. , PolystomaR. u. m. a. eine 
grössere Gruppe in der Ordnung der Treviatoden , die man Polycotyleae nennen könnte, und von welchen 
ein Theil zu den inneren Parasiten (Entoparasiten), der andere aber vorzugsweise zu den äusseren Parasiten 
(Ectoparasiten) gehört. 



NOTOCOTYLUS **) D. 

Fasciolae sp. Frühlich Gmel. Festucariae sp. Schrank, Monostomatia sp. Zcd. flutf. 

Corpore oblongo - ovato depressiusculo, antice parum attenuato, postice rotundato, 
ore terminali orbiculari; acetabulis suctoriis dorsalibus numerosis, serie triplici longitudinaü ; 
cirro longo spirali ventrali. 

NOTOCOTYLUS TRISERIALIS D. T. XV. F. 23—25. 

Da es der Raum gestattet, geben wir hier eine vollständigere Abbildung der Bauch- und Rückenseite 
dieses Wurmes. Die Beschreibung der Art, sammt anderen naturhistorischen Notizen findet man bei Frölich, 
Zeder und Rudolphi umständlich angegeben, und darf daher hier gänzlich übergangen werden. 

Fasciola verrucosa Frölich im Naturf. 24. pag. 112. Tab. 4. Fig. 5 7. 

Fasciola Anseris Gmel. syst. nat. pag. 3055. N. 14. 

Festucaria pedata Schrank Sammlung naturhist. Aufs. pag. 335 340. 

Monostoma verrucosus Zeder Nachtrag pag. 155—159. Naturgesch. pag. 189. N. Z. Rud. Entoz. hist. nat. II. 
P. I. pag. 331. Syn. Entoz, pag. 84 et 344. 



*) Von clantg, clrpeus , und y.oivIt] , poculum (acetabulum suetorium). 
**) Von yivTo;, dorsum , und y.oiü.i.rj. 



C. M. DIESING NEUE BINNENWÜRMER. 235 

Frölich fand diesen Wurm zuerst im Dickdarme des Anas Anser dorn. , und von Zeder wurde er in den 
Dickdärmen von Anas Anser und A. querquedula gefunden. Dr. Theod. von Siebold *) sammelte ihn aus 
dem Blinddarme des Phasianus Gallus, Rallus aquaticus, Gallinula Porzana und Fulica atra. Am k. k. 
Hof-Naturalienkabinete wurde dieser Wurm noch gefunden: unter vierzehn Individuen der Anas segetum 
dreimal im Herbste ; unter 167 Individuen der Anas Boschas dorn, einmal im Frühjahre; unter sieben 
Individuen der Anas Marilla einmal im Herbste und einmal im Winter, und unter sechzehn Individuen 
der Anas Penelope einmal im Herbste. Es scheint demnach, dass er hier zu Lande selten ist, da er in 
204 Individuen verschiedener Arten etwa nur siebenmal, und da nur in geringer Menge angetroffen wurde. 
Endlich fand Natterer zu London in den Blinddärmen der Anas albifrons und des Cygnus Bewikii einige 
wenige Exemplare, im December und Jänner 1835. 

Bemerkung. In der Anzahl der Saugnäpfe stimmen die Beobachter nicht überein. Frölich will sogar wir 
swei Reihen von Saugnäpfen gesehen haben. Zeder , Schrank und liudolphi geben die Gesarumtzahl der Saugnäpfe 
au f 23 2i an; in den von mir beobachteten Individuen habe ich an 50 gezählt. Diese Verschiedenheit mag ent- 
weder daher kommen, dass die Saugnäpfe gegen das Kopfende undeutlicher werden, oder daher, dass ihre Zahl 
wirklich nicht beständig ist. 

Nach v. Siebold , s Beobachtung a. a. O. weichen die Eier von jenen der übrigen Trematoden auffallend ab. 
Die ovalen Eier besitzen nämlich an beiden Enden einen langen und dünnen Anhang, der an die Allantois der 
Wiederkäuer erinnert. 

Bei den hier abgebildeten Individuen war der Cirrus eingezogen, und ist daher hier ganz ausgelassen 
worden. 

Eine anatomische Untersuchung dieser Gattung wäre recht wünschenswerth. 



NACHTRAG 

ZUR 

MONOGRAPHIE DER AMPHISTOMEN. 



Unter dem letzten im Jahre 1S36 von Herrn Johann Natter er selbst aus Brasilien mitge- 
brachten Transporte von fast 500 Gläsern mit Eingeweidewürmern, befanden sich noch sechs 
neue Arten von Amphistomen , die wir als Ergänzung unserer, im 2. Hefte des I.Bandes die- 
ser Annalen gegebenen Monographie hier anreihen. 

AMPHISTOMA CORNU D. T. XX. F. 12—13. 

A. corpore conico ineurvato, ore orbiculari terminali , acetabulo in obliqua corporis basi 
sito amplo orbiculari , liinbo latere tumido. 

Im Darmkanal eines Weibchens von Boras n. sp. (Cataphractus Vacu Natt. Cat.~) fand Natterer diese 
Art zu Forte do Rio branco am 17. Mai 1832. 

Beschreibung. Die 8 Individuen der k. Sammlung sind 2 2 1 / 2 Linien lang , am Kopf- 
ende V 3 Linie, am Grunde aber 1 Linie breit , kegelförmig, gekrümmt, und gleichen dadurch 
einem Ochsenhorne. Der Mund ist kreisrund. Der in der schiefen Fläche des Grundes liegende, 
sehr geräumige Saugnapf kreisrund , mit einem wulstig ringförmigen Rande umgeben. 



*) In JFicgmann''s Archiv für Naturgeschichte, 1. Jahrg. 1. Heft. Seite 56, Anmerk. 1. 



3i»C ( M. DIESING NEUE BIMfKNWÜIlMEH. 

2. \MIMIlSTOMA ASPEULM D. T. XX. F. 14_16. 

Amphi&toma asperain Diesing in lltrkhtc über die XV. Versammlung deutschar ISaturforscIier und Aerztc. S. 189. 

A. corpore conico basi obliquo, ore terminali orbiculari, acetabulo basilari aspero. 

Satterer fand diese ausgezeichnete Art im ersten und aweiten Blinddarme de9 Tapirus aviericanu* L. 
in einem Männchen, zu Matoyrosso am 21. März 1829 in sehr grosser Menge, ein zweites Mal ebenfalls 
in einem Männchen zu Cachoeira do Bananeira am 4. September 1829. 

Beschreibung. Der Körper kegelförmig mit schiefer Grundfläche, 2 5 Linien lang, 

und am Grunde 1 — 3 Linien breit. Der kreisrunde Mund am verschmälerten Ende. Der kreis- 
förmige Saugnapf, der zugleich die Grundfläche bildet, mit einem schmalen Rande umgeben. 
Die innere gewölbte Fläche des Saugnapfes mit vielen kleinen Erhabenheiten besetzt. Die zu- 
weilen hervorgestreckte , fadenförmige, sehr lange Ruthe (cirrus) halbbogenförmig gekrümmt; 
bei eingezogenem Cirrus bemerkt man an dessen Stelle eine Querspalte. 

3. AMPHISTOMA PYRIFORME D. T. XX. F. 17_18. 

Amplilstoma pyriforme Diesing im Berichte über die XV. Versamml. deutscher Naturf. und Aerztc. S. 189. 

A. corpore pyriformi , ore orbiculari terminali, liinbo acetabuli suetorii ventralis prominulo. 

Diese Art fand Satterer gleichzeitig mit Amph. asperum, in den Blinddärmen des amerikanischen 
Tapirs. 

Beschreibung. Der birnförmige Körper 3 — 5 Linien lang , und 2 — 3 Linien breit. Die 
an der Spitze des Kopfendes liegende, sehr kleine Mundöffnung kreisrund. Der am Grunde 
der Bauchseite befindliche kreisrunde Saugnapf durch einen aufgeworfenen Rand begrenzt. Die 
innere Fläche des Saugnapfes concav und glatt. Der männliche Geschlechtstheil nur bei weni- 
gen Individuen als feine kurze Spitze hervortretend. 

4. AMPHISTOMA FABACEUM D. T. XX. F. 19— 23. 

Amphistoma fabaceum Diesing im Berichte über die XV. Versamml. deutscher Naturf. und Aerzte. S. 189. 

A. corpore ovato-lanceolato , dorso convexo, abdoinine piano, hinc inde (juventute) con- 
vexiusculo ore terminali orbiculari obsolete crenato, acetabuli ventralis limbo parum pro- 
minulo. 

Satterer fand an 400 Individuen dieser schönen Art in einem Männchen des Manatus exunguis Satt., am 
Ende des Dünndarmes, besonders viele aber im Blinddarme, wo ihr eigentlicher Sitz zu sein scheint, und 
noch endlich am Anfange des Mastdarmes, frei; zu Borba am 13. Jänner 1830, und in denselben Organen 
eines Weibchens zu Forte do Rio branco am 26. April 1832. 

Beschreibung. Der lanzet-eiförmige Körper 3 — 6 Linien lang, und verhältnissmässig 

am Kopfende V 2 7 3 Linie, in der Mitte des Leibes aber lV 2 3 Linien breit. Der Rücken 

gewölbt, die Bauchseite platt gedrückt, und nur im jugendlichen Zustande gewölbt. Der cylin- 
drische Hals langgestreckt, doch bei vielen Individuen ganz eingezogen, und dann hat der 
Wurm die meiste Aehnlichkeit mit einer Kaffeebohne. Der am Grunde der Bauchseite liegende, 
kreisrunde Saugnapf mit einem schmalen , w enig hervorstehenden Rande umgeben. Die Ruthe 
nur bei wenigen Individuen in Form eines kleinen Zapfens herausgestreckt. Die im Leben röth- 
lich weisse Haut im Tode gelblich grau , durchscheinend. 



C. M. DIESING NEUE BINNENWÜRMER. 237 

5. AMPHISTOMA GRANDE D. T. XX. F. 24_26. 

A. corpore elliptico, v. elliptico lanceolato, dorso convexiusculo, abdomine piano, 
ore terminali orbiculari, acetabuli suctorii ovalis, juventute obtuse triangularis limbo pro- 
ininulo. 

Diese Art wurde von Herrn Johann Natterer ziemlich häufig aus nachstehenden Schildkröten ge- 
sammelt : 

Chelys fimbriata Dumeril, aus dem Darmkanal eines Weibchens , zu Matogrosso am 27. August 1828. 
Phrynops geoffroanus Wagl., aus dem Ende des Dickdarmes eines Weibchens, zu Matogrosso am 31. Mai 

1828. 
Phrynops Schöpfii Filz., aus dem Darmkanal eines Mannchens, zu Cujaba den 11. December 1824. 
Peltocephalus dumerilianus Fitz., aus dem Dickdarme eines Weibchens und eines Männchens, zu Marabi- 

tanas im März 1831. 
Podocnemis erythrocephala Vitas., im Dickdarme eines Männchens, zu Marabitanas den 21. April 1831. 
Podocnemis expansa W'agl., im Anfange des Dickdarmes eines Weibchens , zu Borba den 20. December 

1829. Fest gesäugt im Magen eines Weibchens, zu Marabitanas den 25. Februar 1831, im Dickdarme 

eines Weibchens, zu Forte do Rio branco, den 15. März 1832, und endlich im Dickdarme einesMänn- 

chens, zu Barra do Rio negro im April 1834. 
Podocnemis Tracaxa Wagt., fest gesäugt im Magen eines Männchens, zu Marabitanas den 19. März 1831, 

und frei im Magen eines Männchens, zu Barra do Rio negro am 9. üctober 1832. 
Rhinemys gibba Wagt.; aus dem Mastdarme eines Männchens, zu Barcellos 1831. 
Rhinemys nasuta Wagl., aus dem Dickdarme eines Männchens, zu Marabitanas im April 1831 , und aus 

dem Dickdarme eines Weibchens, zu Barra do Rio negro am 1. Juiy 1833. 

Beschreibung. Die k. Sammlung besitzt Individuen von 2 Linien Länge und 1 Linie 
Breite , bis zur Grösse eines wiener Zolles , und der Breite von 6 Linien. Der Körper ist el- 
liptisch, oder elliptisch-lanzetförmig , mit gewölbtem Rücken und flacher Bauchseite, die zu- 
weilen durch Krümmung des Wurmes wie ausgehöhlt erscheint. Der Mund kreisrund ; der am 
Grunde der Bauchseite liegende Saugnapf eiförmig, mit der Spitze nach aussen, in jungen In- 
dividuen fast stumpf dreiwinkelig. Der Cirrus steckt nur bei wenigen als kurzer Kegel hervor. 

6. AMPHISTOMA EM ARGIN ATUM D. 

A. corpore elliptico compressiusculo ; ore orbiculari terminali, limbo acetabuli ventralis 
orbiculari, postice emarginato. 

Von Natterer im Darmkanal der Callilhrix noctivaga Natt., zu Matogrosso am 8. Juny 1828 gefunden. 

Der Körper 2 Linien lang und etwal 3 / 4 Linie breit, elliptisch, etwas flach gedrückt. Der 
kreisrunde Mund liegt am äussersten Vordertheile. Der am Grunde der Bauchseite befindliche, 
kreisrunde Saugnapf hinten ausgerandet, dadurch gleicht er jenem von Amph. Ferrum equinum. 

Diese Art, deren Charaktere nur nach einem einzigen Exemplare entworfen wurden, dürfte 
noch nicht als ganz festgestellt zu betrachten sein , sie ist aber durch ihren Aufenthalt zu merk- 
würdig , um ganz mit Stillschweigen übergangen zu werden. 



31 



23» C. M. UIESINO NEUE BINNENWÜRMER. 

Erklärung der Abbildungen*). 
Tab. XIV. 

Vig, 1- 7. Cheiraranthus robustus , aus dem Magen von Felis concolor Linn. 

Fig. 1. Ein IM annchen in natürlicher Grösse. 

Fig. 2. Das Weibchen in natürlicher Grösse. 

Fig. 3. Ein Männchen 7 Mal vergrössert. 

Fig. 4. Ein Weibchen 7 Mal vergrössert. 

Fig. 5. Der Kopf von oben angesehen, 28 Mal vergrössert. 

Fig. 6. Das männliche Schwanzende von der Seite gesehen, und 14 Mal vergrössert. 

Fig. 7. Das männliche Schwanzende von oben angesehen, in einer ebenfalls 1 Imaligcn Vergrösscruiig. 
Fig. 8 11. Cheiracanthus gracilis , aus dem Darmkanal von Sudis Gigas Cuv. 

Fig. 8. Ein Männchen in natürlicher Grösse. 

Fig. 9. Ein Weibchen in natürlicher Grösse. 

Fig. 10. Ein Männchen 3 Mal vergrössert. 

Fig. 11. Ein 3 Mal vergrössertes Weibchen. 
Fig. 12 20. Lecanocephalus spinulosus , aus dem Magen des Sudis Gigas Cuv. 

Fig. 12. Ein Männchen in natürlicher Grösse. 

Fig. 13. Natürliche Grösse eines Weibchens. 

Fig. 14. Das Männchen 6 Mal vergrössert. 

Fig. 15. Das Weibchen 6 Mal vergrössert. 

Fig. 16. Der Kopf mit einem Theil des Leibes, von der Seite gesehen, 24 Mal vergrössert. 

Fig. 17. Der Kopf von oben angesehen. 

Fig. 18. Männliches Schwanzende 24 Mal vergrössert. 

Fig. 19. Das weibliche Schwanzende, ebenfalls 24 Mal vergrössert. 

Fig. 20. Ein Stück des Körpers mit den ringförmig vertheilten Stacheln, stark vergrössert. 
Fig. 21 27. Ancgracanthus pinnatifidus, aus dem Dünndarme von Podocnemis expansa'W&gl. 

Fig. 21. Das Männchen in natürlicher Grösse. 

Fig. 22. Ein Weibchen in natürlicher Grösse. 

Fig. 23. Das Kopfende mit den fiederförmigen Stacheln, 6 Mal vergTÖssert. 

Fig. 24. Die 4 kreuzförmig gestellten, fiederförmigen Stacheln, ebenfalls 6 Mal vergrössert. 

Fig. 25. Das spiralförmig gerollte männliche Schwanzende, 6 Mal vergrössert. 

Fig. 26. Weibliches Schwanzende von der Rückseite gesehen. 

Fig. 27. Das weibliche Schwanzende von der Seite gesehen, beide Ansichten in einer 6maligen Vergr. 

Tab. XV. 

Fig. 1 8. Hetei-ocheilus (unicatus, aus dem Magen des Manatus exunguis Natt. 

Fig. 1. Ein Männchen in natürlicher Grösse. 

Fig. 2. Ein Weibchen in natürlicher Grösse. 

Fig. 3. Das Männchen an 5 Mal vergrössert. 

Fig. 4. Das Weibchen ebenfalls an 5 Mal vergrössert. 

Fig. 5. Der an 16 Mal vergr. Kopf und Hals, nebst einem Theile des Leibes, von der Seite gesehen 

Fig. 6. Der Kopf von oben angesehen. 

Fig. 7. Das männliche Schwanzende. 

Fig. 8. Das weibliche Schwanzende, beide über 16 Mal vergrössert. 
Fig. 9 19. Stephanurus dentatus, aus dem Schmeer einer chinesischen Race der Sus Scrofa dornest. L. 

Fig. 9. Ein Männchen in natürlicher Grösse. 

Fig. 10. Ein Weibchen in natürlicher Grösse. 



*) Die Vergrößerungen sind nach dem Liaienmass angegeben. 



C. M. DIESING NEUE BINNENWÜRMER. 2S9 

Fig. 11. Das Männchen an 5 Mal vergrössert. 

Fig. 12. Ein an 5 Mal vergrössertes Weibchen. 

Fig. 13. Seitenansicht des Kopfendes. 

Fig. 14. Der Kopf von oben gesehen. 

Fig. 15 und 16. Das männliche Schwanzende von der Seite gesehen. 

Fig. 17. Dasselbe Schwanzende von oben angesehen. 

Fig. 18. Eine Seitenansicht des weiblichen Schwanzendes. 

Fig. 19. Das weibliche Schwanzende von der Rückenseite dargestellt. Fig. 15 — 19 sind fast sämmt- 
lieh an 16 Mal vergrössert. 
jTj<r 20 22. Aspidocotylus mutabilis, aus dem Darrakanal des Cataphractus Nr. 150. 

Fig. 20. Der Wurm in natürlicher Grösse. 

Fig. 21. Eine Ansicht von der Bauchseite, und 

Fig. 22. in einer Seitenlage , der hintere Rand der schildförmigen Scheibe, gegen den Rücken um- 
gebogen. Beide Ansichten in einer etwa 14maligen Vergrösserung. 
Fig. 23 25. Notocotylus triserialis , aus dem Dickdarme der Anas Penelope L. 

Fig. 23. Natürliche Grösse des Wurms. 

Fig. 24. Ansicht von der Rückenseite. 

Fig. 25. Der Wurm von der Bauchseite dargestellt, und etwa 14 Mal vergrössert. 

Tab. XVI 
Anatomie des Cheiracanthus robustus. 

Fig. 1. Ein Stück der allgemeinen Bedeckung mit den beiden Muskelhäuten (a und ö) , dem Gefäss- 
netze (c), und den beiden Seitenkanälen (d), an 56 Male vergrössert. 

Fig. 2. Ein Theil der allgemeinen Bedeckung, eine Stachelreihe und die Basis der Stacheln dar- 
stellend. Vergrösserung 28 Male. 

Fig. 3. Ein Stückchen Haut von der zweiten Hälfte des Wurmes, mit einzelnen Stacheln, 56Malevergr. 

Fig. 4 12. Einzelne Stacheln, 56 Male vergrössert. 

Fig. 13. Der vordere Theil des Wurmes aufgeschnitten und ausgebreitet; a) der Mund und ein Stück 
der Speiseröhre, 6) der Kanal am Grunde des Kopfes, die 4 Tiedemann'schen Bläschen oder Säckchen 
liegen an beiden Seiten der Speiseröhre, <?) die zwei Seitenkanäle, rf) Muskelbündel. Vergr. 14 Mal. 

Fig. 14. Ein etwas mehr vergrössertes Tiedemann'sches Säckchen. 

Fig. 15. Die innere Fläche der ersten Muskelhaut, die Verbindung der Gefässe mit der Basis der Sta- 
cheln darstellend, 56 Male vergrössert. 

Fig. 16. Die Verdauungs-Organe eines Männchens, von den Samengefässen umwunden, «) der Ma- 
gen, b) Darmkanal, c) After, d) Spiculum; 14 malige Vergrösserung. 

Fig. 17. Längendurchschnitt des Magens; 14 malige Vergrösserung. 

Fig. 18. Die innere Fläche des wulstigen Darmkanals; 28 Mal vergrössert. 

Fig. 19. Verdauungs-Apparat eines Weibchens, mit den ihn umschlingenden weiblichen Geschlechts- 
organen, o) Die Eierschläuehe, 6) Gebärmutter, c) die Scheide und ihre Einmündung in die allgemeine 
Bedeckung; 14 malige Vergrösserung. 

Fig. 20. Die Gebärmutter sammt der Scheide; 14 Mal vergr. 

Fig. 21. Die Gebärmutterscheide mit Eiern; 28 Mal vergr. 

Fig. 22_24. Einzelne Eier; etwa 112 Mal vergrössert. 

Tab. XVII. 

Anatomie des Cheiracanthus gracilis. 

Fig. I. Ein Stück der inneren Fläche der allgemeinen Bedeckung, die Lage der Häute, die Stacheln, 
und einen Seitenkanal darstellend; an 24 Mal vergr. 

Fig. 2. Ein Theil der inneren Fläche der allgemeinen Bedeckung, die Muskelhaut, die kleinen Haut- 
bläschen und die zwei Seitenkanäle zeigend; 24 Mal vergr. 

31 * 



C. M, DIESING NEUE BINNENWURMER. 

Fig. 3. Ein Theil der Haut, an der Oberfläche mit einer Reihe von Stacheln besetzt, an der Innen- 
.xitc bemerkt man die Grundflächen der Stacheln, wie auch Spuren von den ringförmigen Gefüssen, und 
ihren Verzweigungen; in einer 16 maligcn Vergr. 

Fig. 4. Die ersten zwei Halbschichten von Stacheln durchbohrt, die an ihrem Grunde mit kurzen Ge- 
fikliea verseilen sind; an 48 malige Vergr. 

Fig. 5. Die Verbindung der Grundflachen der Stacheln mit den Gelassen , in einer 48 raaligen Vcr- 
gTOieernng dargestellt. 

Fig. 6. Ein fünfzähniger Stachel. 

Fig. 7. Ein dreizähniger Stachel ; jeder an 48 Mal vergrössert. 

Fig. 8. Der Kopf mit den 4 Tiedemann'schen Säckchen, und einem Theil des Magens; 16 M. vergr. 

Fig. 9. Das Kopfende der Lange nach gespalten, mit 2 Tiedemann'schen Bläschen und einem Theil 
des Magens; 24 Mal vergr. 

Fig. 10. Derselbe Gegenstand, aber auch der Magen zum Theil aufgeschnitten, um die wulstigen Er- 
höhungen zu zeigen; vergrössert wie oben. 

Fig. 11. Ein Stück der inneren Fläche des Magens; 32 Mal vergr. 

Fig. 12. Yerdauungs-Organe und Geschlechts- Apparat eines Männchens für sich dargestellt; in vier- 
maliger Vergrösserung. 

Fig. 13. Die Samenblase mit dem einfachen Spiculum; 8 Mal vergr. 

Fig. 14. Der Verdauungs-Apparat eines Weibchens allein dargestellt, vorne die Speiseröhre mit dem 
Magen, und darauf der am Rande wellenförmige Darmkanal, nach hinten der After mit einem Stückchen 
der allgemeinen Bedeckung; 4 Mal vergr. 

Fig. 13. Der Darmkanal, vom weiblichen Geschlechts-Apparate umwunden, in natürlicher Lage, und 
nur etwa 2 Mal vergrössert. 

Fig. 16. Ein Theil der zweihörnigen Gebärmutter; an 20 Mal vergr. 

Fig. 17. Ein Stück des Eierschlauches mit wenigen Eiern; 40 Mal vergr. 

Fig. 18 20. Einzelne Eier; an 160 Mal vergr. 

Tab. Xini. 

Zur Anatomie des Ancyracanthus pinnatifidus. 

Fig. 1. Ein Stück der inneren Fläche der allgemeinen Bedeckung, mit den Hautlagen und den Seiten- 
kanälen. Die aus geraden Längefasern bestehende Muskelhaut a. und a. Die aus schief liegenden Muskel- 
bündeln bestehende Haut, b und b. Die Bläschenhaut c. Die beiden Seitenkanäle d. d. Vergr. an 40 Male. 

Fig. 2. Derselbe Gegenstand, aber noch mit einem Theile des Darmkanals a, und den damit seitlich 
in Verbindung stehenden Gefässstämmen b. b. Vergr. wie oben. 

Fig. 3. Ein Stück der vordem Hälfte des Wurmes aufgeschnitten, mit zurückgelegter Haut ; am Kopf- 
ende die 4 fiedeiförmigen Stacheln, darunter die 4 Tiedemann'schen Bläschen, in der Mitte die Speiseröhre, 
und ein Theil des Magens, an 20 Mal vergr. 

Fig. 4. Ein von der Seite gesehener Ilaken , mit dem geraden zahnförmigen Fortsatze am Grunde, 
und ein daneben entspringendes Tiedemann'sches Bläschen, an 60 Mal vergr. 

Fig. 5. Derselbe Stachel von oben gesehen. 

Fig. 6. Verdauungs-Apparat eines Männchens mit den den Darmkanal umwindenden Saraengefässen, in 
natürlicher Lage , an 3 Mal vergr. 

Fig. 7. Der männliche Geschlechts-Apparat für sich dargestellt, und an 6 Mal vergr. d) Samengefäss 
oder Hoden, 6) Samenblase, c) ausführendes Samengefäss, d) das doppelte Spiculum. 

Fig. 8. Ein Stück des Darmkanals und dessen Ausmündung als After, mit einem Stückchen aufge- 
schnittener Haut, an seinem inneren Rande ein Theil der Samenblase, das ausführende Samengefäss und 
die doppelte Ruthe, an 6 Mal vergr. 

Fig. 9. Darmkanal und Geschlechts-Apparat eines Weibchens, in natürlicher Lage, an 3 Mal vergr. 

Fig. 10. Speiseröhre und Magen mit einem Stücke des Darmkanals , von oben angesehen. 

Fig. 11. Der Daiinkanal von der Seite gesehen. 



C. M. DIESING NEUE BINNENWURMER, 24i 

Fig. 12. Ein Stück eines der Länge nach durchschnittenen Darmkanals. 

Fig. 13. Innere Fläche des mit Falten oder Klappen versehenen Darmendes. Fig. 10 — 13 sind in neun- 
maliger Vergrösserung. 

Fig. 13 *. Der weibliche Geschlechts-Apparat für sich dargestellt, in einer etwa 3 maligen Vergr. 

Fig. 14. Die zweihörnige Gebärmutter a. a. , ein Theil des Eileiters b., und ein Stück der Vagina c, 
6 Mal vergrössert. 

Fig. 15. Innere Fläche des Uterus, über 100 Mal vergrössert. 

Fig. 16 19. Einzelne Eier, ebenfalls über 100 Mal vergrössert. 

Fig. 20. Ein Querdurchschnitt des Wurmes, um das Verhältniss der Lage des Darmkanals zu den Sei- 
tenkanälen anschaulich zu machen ; a. der Darmkanal , b. b. die beiden Seitenkanäle. 

Tab, XIX. 

Zur Anatomie des Heterocheilus tunicatus. 

Fig. 1. Die innere Fläche eines Stückes der allgemeinen Bedeckung darstellend, über 60 Male ver- 
grössert; «.die äussere, aus ltingfasern bestehende Muskelhaut, b. die aus Längefasern bestehende Mus- 
kelhaut, c. und c. die beiden Seitenkanäle. 

Fig. 2. Ein Stück des Seitenkanals, über 100 Male vergrössert. 

Fig. 3. Ein aufgeschnittenes Männchen, die natürliche Lage des Verdauungs-Apparates und der Ge- 
schlechtstheile zeigend , etwa 4 Mal vergr. 

Fig. 4. Der Magen mit einem Stücke des Darmkanals, und dem Blinddarme, über 60 Mal vergr. 

Fig. 5. Ein Durchschnitt des Blinddarmes, die fast kreisrunde Darmhöhle zeigend, vergr. über 60 Male. 

Fig. 6. Durchschnitt des Magens, die dreieckige Magenhöhle zeigend, über 60 Mal vergr. 

Fig. 7. Innere Fläche des Darmkanals mit den drüsigen Organen, an 128 Mal vergr. 

Fig. 8. Durchschnitt des Darmkanals mit der ungleich vierwinkeligen , etwas zusammen gedrückten 
Darmhöhle. 

Fig. 9. Der ganze männliche Geschlechts-Apparat für sich dargestellt, nur etwa 4 Mal vergrössert; 
ö. Samengefäss, b. Samenblase , c. Spiculum. 

Fig. 10. Das doppelte geflügelte Spiculum (a) mit einem Theil der Samenblase, auf einem Theile der 
ausgebreiteten Haut; an 16 Mal vergr. 

Fig. 11. Querdurchschnitt eines Spiculums; 64 Mal vergr. 

Fig. 12. Der Verdauungs-Apparat und die Geschlechtstheile eines Weibchens in natürlicher Lage, an 
3 Mal vergr. ; die allgemeine Bedeckung ist bis auf die Stelle, wo die Vagina ausmündet, weggenommen. 

Fig. 13. Der weibliche Geschlechts-Apparat für sich dargestellt, und an 6 Mal vergr. ; a. Eierschläu- 
che, b. Gebärmutter, c. Gebärmutterscheide. 

Fig. 14. Seitenansicht der Kopfspitze in natürlicher Lage; a. und a. die beiden Unterlippen, 6. die 
Oberlippe, c. und c. die röhrenförmigen Verlängerungen an den Lippen. 

Fig. 15 und 16. Die Kopfspitze und der Hals der Länge nach gespalten. 

Fig. 15. DieOberlippe von vorne gesehen; a. Einmündung der Speiseröhre in die Magenhöhle; fi.Ma- 
genhöhle; c. Seitenränder des Halses, d. und d. 

Fig. 16. Die andere Hälfte des Durchschnittes von innen gesehen; a. und a. die beiden Unterlippen, 
b. Mündung in die Speiseröhre, c. Magenhöhle, d. und d. Seitenrand des Halses. 

Fig. 17. Derselbe Gegenstand von der Itückenseite gesehen, mit Weglassung des Halses; nur in der 
Mitte bemerkt man noch einen Theil des Faltenkragens. 

Fig. 18- Die Kopfspitze in ihrer natürlichen Lage von oben betrachtet; a. und a. die beiden Unter- 
lippen , b. die Oberlippe. Sämmtliche Figuren von Fig. 14 18 sind in einer etwa 128maligen Vergrösse- 
rung dargestellt. 

Tab. XX. 

Fig. 1 11. Zur Anatomie des Stephanurus dentatus. 

Fig. 1. Ein Stück der inneren Fläche der allgemeinen Bedeckung; ö. die äusserste Hautschichte mit 
den Ringfasern, und einzelne Haulporen; b. die von Längefäeern gebildete Muskelhaut mit ihren Hautpo- 



218 C. M. Uli MM. NEUE BINNENWÜRMER 

ren ; c. die Ausbreitung des Gefässnetzes, und einzelne Ilautporen, und endlich d. ein Seitenkanu). Yer- 
grösserung 24 Male. 

Fig. 2. Ein aufgeschnittenes Männchen, den Verlauf des Yerdaiiungs-Apparats und der Geschlechts- 
thelle in Ihrer natürlichen Lage darstellend, 6 Mal vergrössert; a. Hoden, b. Samengefäss , c. Sa- 
menblase, und das herausragende Spiculum d. 

Fig. 3. Die Speiseröhre und der Magen der Lange nach aufgeschnitten, etwa 6 Mal vergr. 

Fig. 4. a. Der Mundrand mit einem Theile der Speiseröhre, b. und c. die beiden Bänder zur Anheftung 
des männlichen Geschlechts-Apparats, an 16 Mal vergr. 

Fig. 5. Ein Stück des Darmkanals, an 12 Mal vergr. 

Fig. 6. Derselbe Gegenstand an 30 Mal vergrössert, um die durch schwarze Pünktchen begrenzten 
rautenförmigen Flächen deutlicher zu zeigen. 

Fig. 7. Die Endspitze des männlichen Schwanzendes mit dem einfachen Spiculum, an 16 Mal vergr. 

Fig. 8. Darmkanal und Geschlechtstheile eines Weibchens in natürlicher Lage, mit Weglassung der 
allgemeinen Bedeckung, etwa 4 Mal vergr. 

Fig. 9. Der weibliche Geschlechts-Apparat allein dargestellt, mit Beibehaltung eines Stückchens der 
allgemeinen Bedeckung, wo die Vagina ausmündet; a. der Uterus, b. die Eierschläuche, c. die Eierstöcke «/., 
an 4 Mal vergrössert. 

Fig. 10. Ein Stückchen aus der untern Hälfte desEierschlauches, mit vereinzelten , nicht entwickel- 
ten Eiern, an 12 Mal vergrössert. 

Fig. 11. Ein Stück aus der obersten Hälfte des Eierschlauches, mit in Reihen liegenden Eiern. 

Fig. 12_27. AMPHISTOMEN. 
Fig. 12 13. Amphisloma Cornu D. , aus dem Darmkanal einer neuen Art Doras. 

Fig. 12. Natürliche Grösse. 

Fig. 13. Au 8 Mal vergrössert. 
Fig. 14 16. Amphistoma asperum D. , aus den Blinddärmen des amerikanischen Tapirs. 

Fig. 14. Natürliche Grösse. 

Fig. 15. Von der Seite gesehen. 

Fig. 16. Eine Ansicht von der Bauchseite, mit dem heransgestreckten Cirrus, an 4 Mal vergr. 
Fig. 17 18. Amphistoma pyriforme D., ebenfalls aus den Blinddärmen des Tapirus americanus. 

Fig. 17. Natürliche Grösse. 

Fig. 18 An 4 Mal vergrössert. 
Fig. 19 24. Amphistoma fabaceum D., aus dem Blind- und Dickdarme des Manatus exunguis Natt- 

Fig. 19 20. Natürliche Grösse, bei Fig. 20 der Kopf und Hals eingezogen. 

Fig. 21. Eine Ansicht des Wurmes von der Bauchseite, mit ausgestrecktem Halse. 

Fig. 22. Von derselben Seite gesehen, aber der Hals eingezogen. 

Fig. 23. Der Wurm von der Seite gesehen. (Fig. 21 23, an 3 Mal vergr.) 

Fig. 24. Der gekerbte Mundrand mit einem Theil des Halses, an 6 Mal vergrössert. 
Fig. 25 27. Amphistoma grande D. , aus dem Magen der Podocnemis expansa. 

Fig. 25. Ein junges Thier in natürlicher Grösse. 

Fig. 26. Dasselbe an 4 Mal vergrössert. 

Fig. 27. Natürliche Grösse eines alten ausgewachsenen Individuums. 



MONOGRAPHIE der MOLLUGINEEN 



VON 



Dr, EDUARD F E N Z L 



CZ WEITER A R T 1 K E L). 



(Februar 1839.) 






Die Untersuchung einer bedeutenden Menge theils mir schon bekannter, theils neuer Arten 
xon Mollug ineen, welche ich nach der Publication der ersten Hälfte dieser Monographie (An- 
nalen des Wiener Museums V. I. pag. 337 — 384) durch die besondere Freundschaft und Li- 
beralität der Herren Drege, Eckion, Baron v. Delessert und Professor Hörnernem zur An- 
sicht erhielt wofür ich denselben hier öffentlich nieinen wärmsten Dank sage — belehrte 

mich mittlerweile über manche meiner daselbst ausgesprochenen Ansichten, Angaben und 
Zweifel eines Besseren, so dass Modifikationen, ja selbst theilweiseUmstaltungen des schon Ge- 
lieferten zur unerlässlichsten Pflicht -wurden. Alle diese Veränderungen , Zusätze und Ver- 
besserungen sollen , in so ferne sie auf die fortlaufende Darstellung der einzelnen Genera und 
Species directen Einfluss nehmen, gleich an der betreffenden Stelle ihre Erledigung finden, 
alle anderen , die Gliederung der ganzen Familie der Portulacceen, die Characteristik und No- 
menclatur einzelner Gruppen und Gattungen, so wie die den organo- und geographischen Theil 
des Genus Mollugo und deren Species betreffenden , in einem speciellen Anhange nachgetra- 
gen werden. 

Vor der Hand habe ich nur zu bemerken , dass ich gegenwärtig weit geneigter als vor- 
mals bin, die im Schema der Port ulaeeeen Gattungen (V.l. 352) und später noch (S. 361 sqq.), 
nur als Subgenera von Mollugo betrachteten Gattungen: P/iarnaceum, Ugpertelis und Mal- 
logonum *) , als selbstständige Genera beizubehalten. Die theilweise Unvollständigkeit des 
früheren Materials liess mir die Stetigkeit der Combination ihrer Fructifications-Charactere weit 
geringer erscheinen , oder zum mindesten vermuthen , als sie in der That ist , während eben 
diese, verbunden mit einem sehr differirenden Habitus ihrer respectiven Arten, sowohl unter 
sich, als zu jenen von Mollugo, und einer einzig nur auf die Gapregion beschränkten Verbrei- 
tung, die genannten Gattungen besser begründet, als die morphologische Bedeutsamkeit der 
einzelnen Differential-Charactere , welche sich durchgehends nur auf die verschiedene Zahl und 
Insertion der Staubgefässe , ihr Frei- oder Verwachsensein am Grunde, die An- oder Abwe- 
senheit der Squamae neetariferae , die Zahl und Beschaffenheit des Griffels , der Narben , Eier 
und Samen im Ovario und den Fruchtfachern beschränkt. Zum Mindesten sind ihre Charac- 
tere eben so scharf und wichtig, wie gar vieler in anderen Familien (den Chenopodeen, Ama- 
ranthaeeen, Scrophularineen z.B., geschweige erst der in noch natürlicheren, als den Um- 
bellt f er en, Cruclf'eren und Compositeen) aufgestellten Gattungen, welche gegenwärtig von 
jedermann angenommen sind , allgemein beachtet und ohne Bedenken beibehalten wer- 
den. Will man demungeachtet diese Gattungen nicht beibehalten , so muss man , um con- 
sequent zu bleiben , mit ihnen auch noch GlitlUS und Orygia mit welch letzterer , der Un- 
tersuchung des ForskoV 'sehen Original -Exemplares der Kopenliagener Sammlung zu Folge, 
meine Gattung Axonotechium als synonym zusammenfällt — in eine gemeinsame grössere 



*) Muss dem Prioritäts- Rechte zu Folge in Psamotropha Eck), et Zeyher umgetauft werden, da deren Enume- 
ratio , wiewohl in demselben Jahre wie das zweite Heft der Annalen erschienen, um einige Monate früher 
ausgegeben wurde, mir aber leider zu spät zu Gesichte kam. 

32 



Mi KD. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 

Gattung vereinigen. Das Genus Mollugo fällt daher, in der Ausdehnung, die ich ihm früher 
(1. c. p.375) gah, ganz weg und an dessen Stelle tritt daselbst mit einigen geringen Zusätzen im 
Character und der unveränderten Synonyrnie das Subgenus /. Mollugo L. als für sich be- 
stehende Gattung. Aus diesem Grunde, so wie auch der bequemeren Vergleichung mit P/iar- 
naveum wegen , setze ich den vollständigen Character derselben an die Spitze dieser Abhand- 
lung. Alles übrige, dahin Gehörige, möge mau im ersten Hände der Annalen nachschlagen. 

Characteri st iL 

MOLLUGO L. et auct. (1737) . 

Cdlyx 5-partitus, sepalis muticis herbaceis v. albo-marginatis, per aestivationem arctis- 

simej-unciatim imbricatis. Corolla nulla. Parastemones nullae. StaminaZ 5, rarissime6 — 10, 

hypogyne inserta, seriei primae semper sepalis alterna v. , dum 5pauciora, ovarii dissepimentis 
opposita. Antherae minimae, globosae. Squama nectarifera ovarium cingens nulla. Stylus 
subnullus. Stigmata 3 alba, linearia, teretiuscula v. subcuneata. Capsula tenue membrana- 
cea, seminibus inclusis extus rugulosa, 3-locularis , rotundato-trigona trisulcata, in valvas me- 
dia septiferas loculicide dehiscens, loculis polyspermis. Semina globulosa, granulata v. costato- 
sulcata, ad hilum haud strophiolata. — Herbae annuae , humiles, plurimum humifusae, di- 
chotomat ', foliis planis , linearibus, lanceolatis v. oborato-spathulalis infegerrimis , ad no- 
dos pseudoverticillatis ; stipulis obso felis, fugucissimis. Flores per cgmas 2-chotomas, ra- 
ce miformes , axillares, dispositi aut in umbellulas ad nodos sessiles v. pedunculatas 
conferti. 

Synonyma specierumque illustrationem confer. V. I. 375 sqq. 

PHARNACEUM L. (1737). 

Calgx 5-partitus, sepalis obtusissimis, intus margineque membranaceo saepe coloratis, 
per aestivationem arctissime 5-unciatim imbricatis. Corolla nulla. Parastemones nullae» Sta- 
mina 5, rarissime unius alteriusve flosculi 6 — 7, imo calyci perigyne inserta, sepalis alterna. 
Antherae lineari-oblongae , rarius subglobosae. Squama nectarifera hypogyna, cyathiformis 
3 — 5-fida v. partita, distincta, rarius obsoleta , rarissime nulla (habitu, stigmatibus et seminibus 
ceteroquin omnino generis). Stylus nullus. Stigmata 3 ohov ata., carnosa, subtus carinata, facie- 
bus retroflexis demum cristaeformia , purpurea (?) , aurantiaca v. alba, rarius teretiuscula cu- 
rieiformia. Capsula chartacea, inferius rotundato-trigona, apice triquetro-trisulcata, 3-locula- 

ns, loculis 4 8-spermis, ad angulos in valvas obtusissimas , 3, septifrago-loculicide dehiscens, 

dissepimentis, longitudinaliter ruptis, partim placentae centrali partim valvularum medio adhae- 
rentibus. Semina globoso-lenticularia, acute marginata v. subglobosa, Stria tunc dorsaliprominula 
cincta , laevissima v. subtilissime granulata v. reticulata nitida, ad hilum haud strophiolata. — 
Suffrutices v. herbae perennantes, rarissime annuae, squarroso-diffusae Folia teretiuscula, 
acicularia , setacea , filiformia sive linearia , rarius plana , lanceolata , elliptica v. obo- 
vata, seta plurimum terminata, caudiculorum et ramorum perennantium alterna con- 
ferta, rarius remota, superne in comam congesta, cauliculorum annuorum ad nodos re- 
motissimos pseudoverticillata , stipulis scariosis capillaceo -fimbriatis utrinque stipata. 
Cymae di-trichotomae racemiformes , simplices sive prolißcationibus frequentissimis varie 
compositae, terminales et alares longe pedunculatae , axillares frequentissime sessiles; 



ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 247 

ramulorum peduncularium abortu aut minutle saepius umbelliformes , rarissime ad flores 
solitarios restrictae *)♦ 

Pharnaceum L. cor. gen. pl. Ed. I. 950; Ed. VI. 379 5 Ed. Schreb. 517.— Juss. gen. 800. _ Necker Eiern. Nr. 905. _ 

Spr. gen. 1231 (oinnium auct. pro parte!) 
Mollugo sect. II. Ser. in DC. prodr. 1. 391. (excl sp. plur.) 

Ginginsia DC. in mem. soc. hist. not. de Paris 4. 177 et 185. DC. prodr. 3. 362. — Spr. gen. 1232. 

Icon : Gaertn. fruct. t. 130. f. 4 Lam. III. t. 214. _ Sims bot. mag. t. 1883. _ DC. mem, Portulac. o. c. 4. 1. 17. IS. 

CONSPECTUS SPECIERÜM. 

1. Folia teretiuscula filiformia v. linearia, caudiculorum et ramorum 

perennantium asyraetrice alterna, conferta, cau- 

liculorum remotissima , verticillata 2. 

„ plana , lineari-lanceolata , oblonga , elliptica v. obovata , 

omnia verticillata 7. 

2. Su/frutices, caudicibus squarroso v. virgato- 2 5-chotome ramosis . 3. 

» caudice polycephalo obsoletissimo v. abbreviato toruloso 4. 

3. Caudiculorum rami brevissimi, squarroso-coarctati. Folia persisten- 

tia, acicularla, aristata, confertissime fasciculata. 

Stipulae setoso-fimbriatae Ph, trigonum Eckl. et Zeyh. 

» j> virgati. Folia filiformia mutica. Stipulae floccoso- 

fimbrlatae; fimbriis praelongis in glomerula laxa 

complicatis Ph. lanatum Bartl. 

» » virgati v. squarroso-diffnsi, foliorum delabentiiira 

basibus decurrentibus, laxe irabricatis, stipula- 

rumque laminibus remanentibus deorsura vestiti. 

Folia setaceo- filiformia, confertissiraa. Stipula- 

rum fimbriae capillaceo-lacerae squarrosae, nee in 

in glomerula complicatae. Semina laevissima . . Ph. incanum L. 
» » virgati v. squarroso-diffusi, inferius denudati, ni- 

tidi. Folia crassius filiformia, remota. Stipula- 

nm fimbriis potissimum simplicioribus, breviori- 

bns demumque fugaeibus. Semina subtilissime 

granulata Ph. reßexum Eckl. et Zeyli. 

» » squarrosi, foliorum nervis persistentibus tunicati. 

Folia setaeeo-filiformia confertissima. Stipulae ob- 

soletae, subulatae, integerrimae, nee ciliatae. Se- 
mina laevissima Ph. detonsum. 

» » elongati, divaricati. Folia tereti-siibulata CA'" 

longa?'?). Pedunculi foliis breviores Ph. teretifolhim Tliunb. 

4. Squama hgpogyna nulla. Stigmata cristaeformia. Semina lenticularia, 

laevissima, lucida, atra Ph. lineare L. fil. 

» » distineta, 3 — 5-partita v. obsoleta, ad lobulum 

unum alterumve minimurn restrieta . . . . . 5. 

5. Caudex distinclus, polycephalus , torosus. Folia setaceo- v. lineari- 

filifolia, ad nodos cauliculorum simplicium v. di- 
chotome raraosorum dense verticillata. Semina 
lenticularia , subtilissime granulata, atro-fusca . Ph.dichotomumL.iW. 



f ) Die organographischen Verhältnisse dieser Gattung finden sich nebst jenen der Gattungen : Ilypertclis und 
Psamotropha (Mallogonum) unter Mollugo gemeinschaftlich am angeführten Orte (pag. 362_372) erläutert. 

32 * 



Vir ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 

» obsolelissimtts, simplicissimus, annuus (forsan) v. biennis, 
scapos cyraigeros 8 coma foliorum dcnsissima 
tniittons 6. 

6. intltcrae lineares. Sti'jmata colorata. Squama bypogyna distineta, 

3-partita. Semina lenticularia PA. croceum E. Mey. 

» i/lobosae , minimae. Sliymata minuta alba. Suuama bvpo- 
gyna obsoleta. Semina globulosa , stria dorsali 
elevata cineta PA. capillare. 

7. Perennis. Folia obovata et obeordata. Cyruae dichotome-racemifor- 

mes. Capsiilae loculi polyspermi PA. cordifolium L. 

» » obovata et elliptica, nunquam retusa. Cymae depau- 

peratae, 1 — 3-florae, axillares. Capsiilae loculi 2 5 

sperrai Ph. serpillifolium L. (iL 

» » oblonga, basi attenuata v. lanceolata. Semina lenti- 
cularia, laevissima, lucida Ph. dislichum Thunb. 

Annua » lanceolata et linearia plana. Semina lenticularia , re- 

ticulata , nitida PA. subtile E. Mey. 

Sect. f. Suffruf tees 2 — 5chofome-ramosi, ramis Ugnescentibus elongatis , rarissime 
abbreviatis cotifertissimis , secus totam longitudinem foliatis, apice comatis; folüs fere- 
tiusculis , setaceo- v. lineari-filifbrmibus , asymetrice alternis, in axillis saepe fasciculiferis ; 
peduneulis eymigeris scapiformibus , solitariis v. bims , alaribus et terminalibus. 

1. PHARNACEUM TRIGONUM Eckl. et Zeyher. 

Ph. suffruticosum humilliinum rigidum, ramis brevissimis , squarroso-coaretatis ; folüs 
confertissime fasciculatis acicularibus , aristafo-mucronatis , persistentibus ; stipulis setoso- 

fimbriatis , demum fugaeibus ; peduneulis cymae, 1 5-florae subumbelliformis, folia 3 6plo 

superantibus ; seminibus V» s, s. auet. ! 

Pharnaceum trigonum Eckl. et Zeyher Enum. pl. Jfr. austr. 286; pl. exsic. n. 1831. 

Patria. Cap. b. spei. Hab. in cullibus calcareis et argillaceis (altit. II.) inter iluuiina Coega et Zondagsrivier prov. 
Uitenhage (Eckion'.). Fl. Mart. 

Suffrutex humillimus, 1% uncialis mihi saltem visus , rigidus, caudiculis dichotome-ramosis, cras- 
sitie fili eraporetici tenuioris , ramis coaretatis squarrosis, 1 3 y// longis, lignosis , folüs emareidis persi- 
stentibus adpressis inferius vestitis, vegetioribus, confertissime fasciculatis, apice comatis. Folia acicula- 

ria, 1 y 2 2 Vi"' longa, aristata, dorso sulcata, glaberrima, rigide subpatentia. Stipulae minimae, folüs 

2 — 3plo breviores, setoso-fimbriatae, fimbrüs simpliciusculis, rectis v. parum flexuosis, mox fugaeibus. 
Pedunculi cymae scapiformes, capillacei, rigidi, 4 14 /y/ longi, straminei v. violacei, nitidi; annotini persi- 
stentes. Cyma depauperata , 1 5-flora, abortu partiali v. minutie ramulorum peduneularium subumbelli- 
formis, aphylla v. bracteis foliaeeis obsoletis paucissimis stipularumque pulvillo suffulta. Pedicelli caly et 
modo longiores, modo breviores, tenuissimi. Sepala ovali-oblonga, subenervia, \'" longa, intus margine- 
que membranaceo flavescentia. Slamina calyce dimidio breviora, antheris linearibus aureis. Squama hy- 
pogyna neetarifera distineta, membranacea, 3-partita, lobis subaequalibus, truncatis, integerrimis v. erosis. 
Oearium, Capsula et semina mihi non visa. 

2. PHARNACEUM LANATUM Bartl. 

Ph. suffruticosum erectum, ramis viryatis , strictis v. varie patentibus; folüs filiformibus 
muticis , densius rariusve confertis, in axillis fasciculiferis ; stipulis lanato- V. floecose-fim- 






ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 249 

briatis, fimbriis copiosissimis serieeis , adfoliorum margines et axillas in glomerulos laxos 
V. floecosos intricatis; seminibus globoso- lenticularibus, acute marginatis , atris , laevissimis. 
V. s. s. pl. 

Synon. Pharnaceum lanatum Bartl. Linnaea 7. (1832) 625. — Eckion et Zeyher Enum. pl. Afr. 285. 

Pkarn. microphyllum L. fil. suppl. 185. et Thunb. Fl. Cap. 272 (verosimillime ! Obstant solum folia tereti-ovata , non 

sulcata , vix 1'" longa e descriptione Thunberg-. , reliquis caeterum optime quadrantibus.) Ecbl. et Zeyher 

Enum. I. c. ! 
Ginginsia microphylla DC. prod. 3. 368. — DC. Port, in metn. soc. hist. nat. Paris. 4. 189. 
Mollugo microphylla Scr. in DC. prod. 1. 392. 

Collect. Herb. Mus. reg. Berolinl — Eckion pl. exsic. n. 1823. 1824! Delessertl Kunthl 
Patria. Cap. b. Spei. Hab. in sabulosis (altit. I.) prope Hottentottsholland prov. Stellenbosch; Saldanhabcy - prov. 

Cap\ Brackfontein prov. Clanwilliam; Rietvalley prov. Cap {Eckion !) ; iii littore ad exitum Verloren Valley 
(Thunb.). Fl. Sept. Oct. 

Obs. Sequentis forsan varietas, stipularura indole tantum diversa. 

Suffrutex rigidus , erectus , ramosissimus, spithameus et 1% 2pedalis, ramis sparsis v. obsoJetius 

sive distinetius dichotomis, virgatis , strictis v. flexuosis, variepatentibus, digitalibus et palmaribus , cras- 
sitie fili emporetici tenuioris v. medioeris; anotinis aphyllis, gemmis emortuis, lana stipularura persi- 
stente involutis , undique tuberculatis , junioribus hinc confertius hinc remotius asyraetrice foliatis, albi- 
cantibus v. lilacinis, nitidis. Folia teretiuscula, filiformia, obtusiuscula v. obtusissiraa, mutica, glaberrima, 

subtus sulco longitudinali medio exarata, patula, 3 14 //y longa, fasciculorum multo breviora, inaequi- 

longa. Stipularum larainae albo-scariosae, a basi liberae, angustissime trianguläres, in fimbrias copiosas 
longissimas, sericeas , crispatas solutae, non solum foliorum adultorum sed etminimorum, in axillis vix 
effoetorum, maxime evolutae, hinc in glomerula v. floecos lanuginosos axillares, geramas oecultantes ac 
diutissime persistentes intricatae. Cymae multi-, rarius paueiflorae, alares et terminales, pedunculis sca- 

piformibus, 1/4 6uncialibus, stictissimis, hinc foliorum verticillo, hinc stipularum pulvillo solum ter- 

minatis insidentes, 2 3-chotomae, simplices, corymbum v. umbellam compositam mentientes v. varie 

prolificantes, radiis cymigeris inaequilongis, /4— 4uncialibus, patentissimis auetae. Bracteolae herbaceae 

nullae v. obsoletissimae, stipulis earum loco remanentibns. Pedicelli capillares , longitudine varii, 3 14'" 

longi, post anthesim saepissime divaricati. Sepala ovalia v. oblonga, apice rotundata, albo- v. flavo-mar- 
ginata, in fruetu 2 — 2 1 / 2 / " potissimum longa. Antherae aureae lineares. Squama hypogyna distineta, car- 
nosula, 3-partita v. subquinqueloba, alba v. dilute flava. Stigmata cristaeformia, albida v. flava. Capsula char- 

tacea, straminea, calyce y 2 2plo lougior, valvulis dorso canaliculato-inflexis, retusis. Semina atra, glo- 

boso-lenticularia , margine acuto concolori, laevissima , lucida , y 3 '" vix latiora. 

3. PHARNACEUM INCANUM L. 

Ph. suffruticosum erectum v. a basi squarroso- diffusum, 2 — 5-chotome ramosum; ramis 
confertissime foliatis , foliolorum emortuorum basibus decurrentibus solutis , laxe imbrica- 
tis, stipulis que gemmarum remanentibns , deorsum tunicalis; foliis setaeeo-filiformibus v. ca- 
pillaribus mucronatis v. aristatis, stipulis flmhriato -laceris , fimbriis capillaribus elongalis 
squarroso-flexuosis, in floecos haud intricatis ; seminibus globoso-lenticularibus acute margi- 
natis , laevissimis. V. s. s. plurima. 

Lusus: 1. Suffrutex 4 — 6uncialis, ramis confertis ; cymis per paniculam muhifloram compositis ; 
fimbriis stipularum, folia confertissima recurva subaequantibus, plurimis, ad ramorum api- 
ces gemmasque axillares densissime congeslis , rigidulis, flexuosis, nee in floecos intri- 
catis , mollissimis. Speciei praecedenti proxima , characleribus allatis tarnen facile 

distinguenda. 
2. Suffrutex potissimum squarroso-diffusus, 4 lOuncialis; cymis simplieibus v. per panicu- 
lam corymbiformera compositis; foliis 2 6'" longis, plerumque recurvis , in axillis pluri- 



~'30 KD. FL'NZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 

mis t/emmiferis ; stipularum laminis lineari-subulatis, apice producto finibriato-laceris, fim 
briis paucis 2—4, lamina l'/ 2 — 2plo longioribus, squarroso-flexiiosis. 
3. Suilrutex 1 — 2pedalis, ramis sc.ipisqm: peduncularibus elongatis, virgatis ; cymis per pa- 

niculam eflusam compositis; foliis V'o l^uncialibus , adapices ramorum cont/estis, erec- 

tis r. patulis , inferioribus flaccidissiine rcßexis, paucioribus in axillis gemmifcris; sti- 
pulis pectinato-fimbriatis, fimbriis pfurimum 5 et pluribus, lamina subuIata3_5plo longio- 
ribus, squarroso-flexiiosis. 

Synon. gcneralia : Pharnaccum incanum h. sp. 389. — Willd. sp. 1. 1510. — Spr. syst. 1. 949. _ R. et Schult, syst. 6. 
688. (exd. syn. Lour.) _ Poiret dict. 5. 260. 
s epecialia : Lusus 2. 

Pharnaceum incanum Thunb.yZ. cap. 273. * 
Ginginsia conferta DC. Port. I. c. 188. _ prod. 3. 363. 

lcon. Sims bot. mag. t. 1833 (optima!) — Lain. ///. t. 214. /. 3. _ Pluk. phyt. t. 304./. 4 (mala!) 
Lusus 3. 

Pharnaceum pedunculis communibus longissimis etc. L. Cliff. 492. * et Munt. 358. 
Ginginsia clongata DC. Port. I. c. 187. prod. 3. 363. 
Icun. Mem. soc. hist. nat. Paris. 4. t. 18. (optima !) 
Collect. Lus. 1. Drigc pl. cap. n. 3026. a, b ! 

» 2. Pharnaceum confertum Eckl. et Zeyh. Enum. et pl. exsk. n. 1822! _ Eckl. pl. Cap. un. Hin. n. 626! 
— Steher pl. Cap. n. 210 ! — Herb. Mus. Berol. ! , Vindob. ! , Kunth. ! , Hcrmanni et Uurmanni üelcs- 
sert.nuncl 
» 3. Pharnaceum incanum Eckl. et Zeyh. Enum et pl. exsic. n. 1821 ! _ Drcge pl, cap. n, 3027. 6., 6222, 
6223. 6. ! — Herb. Burmanni Delcssert. nunc!, Jacqu. Jil. ex herb. Banks'. 
Patria. Cap. b. spei. Hab. (Lusus 1.) in sabulosis prope Noagas (alt. 1500—2000') et prope Ebenezar (infra 300') 
Drege'.; (Lus. 2.3.) in montibus Boodeberg — Camisberge — (alt. 4000') et Piquetberg (alt. 1500—2000') 
Drege'.; in lapidosis arenosis inter frntices (alt. II. III.) lateris orientalis montis Tafelberg, prope Con- 
stantia et Leeuwenbcrg ; in campis sabulosis , prope et extra Cap, nee non provinciarum Swcllendam, 
Worcester, Uitenhage alibique vulgare (Hermann], Thvnberg'., Eckion !, Scholl \, Ferd. Bauer'., Bergius'., 
Sieberl, Beynaudl , Jules Verreaux'. , Lalandel , Garrot'.) Fl. Sept.— Nov. 

Radix specirainum juvenilium simpliciuscnla, flexuosa, perpendicularis, seniorum tortuosa, lignes- 
cens, saepius valde ramosa , crassitie nonnunquam calami scriptorii , coloris testaeei. Caudices hinc soli- 

tarii, hinc plures simul e radice erumpentes, erecti, primum % 2unciales, dense foliati, ex apice co- 

mato ramos emittentes 2_5 , verticillatos , modo %_1", modo 1 V 2 —6" primitus longos, strictos , liaud 
flexuosos, adscendentes v. squarroso-patenlissimos , confertim foliatos, foliorum etstipularum coma densis- 
sima aeque terminatos ; annotini magis magisque elongati vel incrassati cumque ramis epidermide nitida 
alba v. dilutissime straminea, secns foliorum delabentium basira decurrentem in lacinulas dissiliente, stipu- 
lis gemmisque hebetatis persistentibus tunicati; senescentes epidermide plurimum omnino orbati, lae- 
ves, coloris testaeei, crassitie pennae corvinae ad illam calami scriptorii, frequentissime ramulos posthu- 

mos florigeros, graciles, sparsos v. confertos, laterales ad immutationem habitus ramificationis regularis 

totius stirpis magnopere contribuentes emittentes. jFo/iasetaceo-filiformiav. capillacea, carnosula, glabra, 

subtus sulco distinetiore v. obsoletiore exarata, mucronulata v. seta fugaci aristata, tota ramulorum longi- 
tudine conferta, facie saepe subimbricata, asymetrice alterna, ideoque hinc illinc subopposita, superiora 
in comam aggregata; lusus 1. et 2. rigidiora, potissimum 2—6'" longa, patentia et recurva, gemmas axilla- 
res oligophyllas, squarroso patulas, frequentissimas alentia, lusus 3. cum ramulis cymisque magis elongata 

subtiliora ac flaeeidiora, % lV 2 " longa, superiora tantum ereeta, reliqua varie patentia, flexuosa 

demumque reflexa; senescentia plurimum rubella v. ferruginea, denique nervo nullo superstite deeidua, 
cicatrices prominulas, stipularum rudimentis gemmisque hebetatis coronatas, relinquentia. Slipulae basi 
foliorum adnatae, decurrentes ac postice connatae, gemmarum confertissimae , scariosae, argenteae, niti- 
dulae, lamina lineari-subulata apice libero, hinc magis producto, hinc abbreviato, in lacinulas 2 — 4 v. mar- 
ginibus simul pectinato-fimbriato-lacera , fimbriis setaeeis v. capillaceis, squarroso-flexiiosis, simplicissimis 
v. denuo in duas tresve breviores valde inaequales fissis, larainam modo 1% 2plo, imo (praesertim lu- 
sus 3.) 4_. 5plo superantibus, nunquam, licet confertissirais ac copiosissimis, crispatis et in floecos v. glo- 



ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 251 

merula lanuginosa intricatis. Pedunculi scapiformes solitarii, bini, pluresve e coma foliomra terminal! enas- 
centes, strictissimi, glabri, teretes, testacei, lilacini v. sordide purpnrascentes, 1 — 16" longi, filiformes 

v. capillares , cyma 2 3chotoma, simplici v. radiis accessoriis 2 5 cymigeris aucta, terminati. Brac- 

teae, cymae singulisque floribus subjectae, stipulares, coronulae fimbriatae ad instar nodos pedicellorum 
cingentes; supremae minimae. Foliola viridia, modo pauciora, modo plura, longitudine varia, infra bi- 
furcationem cymae congesta , hanc semper prolificantem reliquasque inflorescentias ut secundarias desig- 
nant. Cymae squarrosae, rigidae, post primam vel secundam bifurcationem racemiformes ; racemi pluri- 
mum subaequilongi , pauci- v. multiflori, a nodo ad nodnm plurimum flexi, Y 2 — 5unciales, internodiis in- 
ter se summe inaequalibus, minutie sua v. abortu partiali racemum in corymbum v. umbellulam mutanti- 
bus. Facies inflorescentiarum compositarum ratione numeri, longitudinis radiorum, florumque magnitudi- 
nis et copiae Taria, modo paniculam corymbiformem, modo fastigiatam, modo patentissimam effusam 
(praesertim lusus 3.) mentiens. Pedicelü capillares, strictissimi, antbcsi peracta reflexi, demum erecti, lon- 

gitudine summe varii, infimi reliquis semper proceriores, 3'" 1" etparum ultra saepius longi. Calyx elip- 

soideus, postanthesim increscens, 1 — 1 x /z u longus, sepalis petaloideis, late ovalibus oblongisve obtusissi- 
mis, nervo lineari-lanceolato viridi percursis, marginibus membranaceis , albis v. laetius aut dilutius au- 
rantiacis. Filamenta subulata, imo calyci inserta eoque breviora. Antherae Iineari -oblongae, aurantia- 
cae, filamento subduplo breviores. Squama carnosula hypogyna distinctissima, alba v. crocea (in sicco), 
cyathiformis , truncata, obsolete 5loba, lobis non semper sepalis oppositis. Stigmata 3, crassa, eristae- 

formia, recurva, % l' y/ longa, alba et crocea (in bot. mag. purpurea depicta) ejusdem speciminis mihi 

saepius visa. Capsula ovoideo-triquetra , calycem modo adaequans , modo dimidio superans, angulis su- 
perne valde prominentibus et faciebus medio introflexis apice quasi trialata, chartacea, flava, nitida; val- 
vulae oblongae, apice retusae, marginibus ad inferiores % partes inflexae, superius reflexae, medio septi- 
ferae , septo tenui, membranaceo, longitudinaliter rupto, partim valvulae, partim placentae contrali adhae- 
rente. Semina cujusvis loculi plura, 5 — 10, immatura ferruginea , opaca, matura globoso-lenticularia %'"' 
lata, laevissima, lucida, atra. 



4. PHARNACEUM REFLEXUM Eckl. et Zeyher. 

Ph. suffruticosum erectum, abbreviato- v. virgato- 2 3chotome sive sparsim ra- 

mosum, ramis inferius denudatis; foliis crassius v. tenuius filiformibus , muticis, mucronulatis 
v. ai istatis , asymetrice sparsis v. (rarius) confertis , ad ramulorum innovationes in comam 
densam nunc/uam congesfis , juniorum fasciculos axillares raros v. valde explicatos foventibus; 
stipulis, demum fugacibus , pectinato-fimbriatis, fimbriis subtilissimis, serieeis, crispatis, nee 
in floecos densiores intricatis; seminibus globoso-lenticularibus , subtilissime granulatis, niti- 
dulis. V. s. s. plw. 

I.usus : 1. Ramulorum 1 2uncialium folia conferta, patentia, plurima V 3 x h llt lata et 3 6'" longa, 

plerumque mutica. Stipulae dense ac long e fimbriatae , fimbriis plurimis rigidulis, flexuo- 

sis , in axillis foliorum et ramorum apices congestis. In las. 1. Ph.incani transiens, nisi 

seminibus vix foliis crassioribus, cymis magispaueifloris ac calycibus majoribus distinguendum. 

2. Ramulorum elongatorum folia plus minusve remota, sparsa v. subopposita, palenti-recurva, 

plurima % 2 / 3 '" lata, et 3 6'" longa, plerumque mutica v. mucronata, paucissima v. 

nulla aristata. Stipulae obsoletae, fimbriis fugacibus subtilissimis, mollissimis, crispatis. 

3. Ramulorum elongatorum folia hinc remotiora hinc confertiora, reeta v. flaeeide patula, %"' 
vixlatiora, plurima Y 2 l" longa, mucronata v. aristata; fasciculorum evolutorum sem- 
per reeta. Stipularnm fimbriae flaeeidissimae, elongatae, demum fugaces. 

4. Ramulorum virgato - flexuosorum fasciculorumque folia plurima patenti-recurva, rigidula, 
modo remotiora, modo confertiora, y 3 '" haud latiora, 2 12'" longa, mucronata et ari- 
stata. Stipularum fimbriae subtilissimae pauciores, flaeeidae, ino.x fugaces. 



252 ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 

Synon. gencralia *): Pharnaceum albens L. fil. Suppl. 186? Thunb. fl. cap. 274? 

Ginginsia albens DC. Port. I. c. 188; prod. 8. 363? 
» specialia : Lusus 3. Ging, aurantia DC. l. I. c. c. 

IcOB. I'hurn. lineare Andr. bot. repos. t. 326 (optima !) 
Lusus 4: Pharn. rcjlexum Ei:kl. et Zcyh. cnum. pl. Afr. 285. 

Icon. Pharn. lineare ß. alba Andr. bct. repos. t. 829. (Fide speeiminis Nivenii (introtluctoris) e collec- 

tionc Lamhertiana in herb. cl. Martii ri»i! Figura ad speeimen juvenile cultum delt - 

neata, non laudanda, forinam inter lusiim 3. et 4. intcriuediaiii refert.) 

Collect, Lus. i. Drege pl. cap. n- 8027. c! 

B 2. Drege pl. cap. n. 3027. d , c. ! 

Pharnaceum galioides Lichtensteinyu/c ejus speeim. et schedulac in herb. mus. Itcroll 
„ 3. Drege pl. cap. n. 8024. a, b ; 3025. a , b ! 

B 4. Pharn. rcßexum Eckt, et Zeijh. pl. cap. n. 1825. 

Drege pl. cap. n. 3027. a , b. ! 
Patria, Cap. b. spei. Hab. (Lus. 1 ) in collibus aridis prope flumen Kwckrivier — prov. KlcinNamaqua lateris coloniae 
occidentali-septentrionalis — (alt. 1500'); (Lus. 2) in rupestribus prope Zilverfontein (alt. 2000') et Ka- 

rakuis — prov. Hottentotten Klein-Kamaqua ejusdem lateris (alt. 1500—2000') Dregel; in monte Krit- 

semberg (haud JFritsemberg R. et Schult.) Lichtenstein !; (Lus. 3.) prope fltimina Mierenkastel- atZwart- 
voornrivier — prov. Klcin-lSamaqua etc- — (alt. 1500') , inter frutices prope Krakkeelkraal montiuni Ka- 

viiesbcrgen — ejusdem lateris — (alt. 3500 4000') et ad Mudderfontein — in Klein-Namaqua — (alt. 

1500—2000'); (Lus. 4.) ibidem et in JFupperthal (Drege etJf'urmbl) , in lapidosis (alt. II) in Harro prope 
ii innen Gauritzrivier — prov. Zwellendam — (Eckion'.) j in provincia Cap. (Nivenl), Fl. Sept. — Nov. 

Fruticulus habitu praecedentis, ast plurimum elatior, robustior, asymetrice magis quam regulariter 

2 3chotome ramosus , digitalis, spitbameus, cubitalis et fors altior, caudieibus crassitie saepius calami 

scriptorii , ramis muito temiioribus , plurimum elongatis, flexuosis , rigidis, erectis v. adscendentibus, 
epidermide nitida, argentea in violaceum plurimum vergente, vetustiorum rimosa dissiliente tunicatis. 
Folia teretiuscula, carnosula, filiformia v. lineari-filiformia, basi tunc plurimum angustata; crassiora sub- 
tus obsoletissime- v. esulcata, mutica v. mucronulata, rarius aristata ; tenuiora semper distinetius l-sul- 
cata, plurimum aristato-mucronata; omnia asymetrice per ramulos sparsa, modo confertiora, modo re- 
motiora, ad apices ramulorum magis quidem congesta, ast nunquam in comam densam aggregata, fascicu- 
los axillares polypbyllos, quam inferiores plurimum magis explicatos, pauci-stipulatos , patulos foventia, 
lusus 3. solum magis reeta v. flaeeide pattila sive flexuosa, reliquarum plurima rigidiora, patentia et re- 
curva. Stipulae minimae, marginibus foliorum adnatae, apice libero nullo v. obsoleto, numquam longe 
produeto, capillaceo-fimbriatae, fimbriis modo paucioribus, modo pluribus, subtilissimis, lamina 1V2 — 4plo 
longioribus , serieeis, flaccidissime flexuosis v. crispatis in floecos numquam aggregatis , demum fuga- 
eibus. Pedurtculi scapifbrmes , praeeipiti fasciculorum foliosorum incremento plurimum alares v. axillares, 
alias terminales v. subterminales, solitarii, strictissimi , longitudine summe varii, dilute-testacei, purpu- 
rei v. lilacini, apice foliorum verticillo depauperato v. nullo, stipularum coronula distineta v. obsole- 

tissima solum superstite terminati. Cymae 2 3chotomae racemiformes, simplices v. radiis 1 3 prolifican- 

tibus auetae , paniculam squarroso-eflusam , corymbum v. umbellam compositam spuriam mentientes. Flo- 



') Die Synonymie dieser Art ist im Ganzen noch sehr problematisch. Es fragt sich, ob mit dem Namen Pharn. 
albens von Linnee (fil.) , Thunberg und Decandolle zuverlässig nur ein und dieselbe, oder zwei oder gar drei 
verschiedene Arten bezeichnet, und ob überhaupt unsere Art unter einer oder der andern der so bezeichneten 
gemeint wurde. Aus den Diagnosen sowohl, wie aus den beigefügten Bemerkungen sämmtlicher Autoren lässt 
sich, ihrer Unzulänglichkeit halber, nichts Bestimmtes weder für die eine, noch für die andere Meinung ent 
nehmen, und nur die Vergleichung ihrer Original-Exemplare könnte sicheren Aufschluss geben. Uebrigens 
möchte ich doch glauben, dass alle unter ihrem Pharn. albens unsere Art, wenn gleich jeder andere Formen 
derselben verstanden. 

Das Pharn. galioides Lichtenstein des Berliner k. Museums ist, zu Folge Untersuchung der vom Autor 
eigenhändig so etiquettirten Exemplare in demselben, allerdings unsere Art} allein ganz etwas anderes, und 
zwar unbezweifelt eine Adenogramma- (Steudclia-) Art, ist das gleichnamige, von fl. et Schuttes (syst. 6. 692) 
in Ph. Lichlensteinianum umgetaufte Pharnaceum. 



ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 25» 

rum numerus 7 longitudo pedicellorum et ramorum pedunculariura ejusdem saepe cymae nimis variabilis. 
Sepala ovalia v. oblonga, rotundata, modo dilute, modo saturate flavo-, modo albo-marginata , modo 

y 2 1'", modo 1V2 2 1 /2 /// l° n S a ' Antherae lineares. Squama hypogyna carnosa distinctissima flava, 3- 

sub 5-loba, lobis truncatis erosis. Stigmata crassa, ovata, cristaeformia replieata, e croceo purpurea, ra- 

riiis dilutius aurantiacav. aurea. Capsula praecedentis. Semina, pro magnitudineflorum, molevaria, x / z 1 / 2 '" 

et ultra lata, globoso-lenticularia, acutissime marginata, majora fere circumalata, atra, nitidula, sip) 
lente subtilissime granulata. 

5. PHARNACEUM DETONSUM. 

Ph. suffruticulosum , abbreviato- squarroso-ramosum , ramis foliorum annotinorum nervis 
persistentibus adpressis inferius tunicatis ; foliis elongato-filiformibus aristato-mucronatis , stric- 
tiusculis, confertis ; stipulis subulato-setaceis , a basi liberis, simplicissimis , nee fimbriatis, 
rectis, viridulis; seminibus globoso-lenticularibus, laevissimis, lucidis. V. s. sp. 

Collect. Drege pl. cap. no. 6223. 

Patria. Cap. b. spei % Hab. in arenosis ad flumen Klipplaatrivier , in terra superiore Tambukinorum regionis Orienta- 
lin coloniae, Caffrariae flnitimae (alt. 3500'). Drege \ 

Obs. Pharnaceo dichotomo proxime affinis, caudieibus magis elongatis dichotome ramosis, stipula- 
rum indole seminibusqne laevissimis diversa. 

Suffruticulus , e speeimine unico visopalmari, habitu inter lianc et sectionem sequentem ambigens, 

squarroso-ramosus , ramis 1 1 V 2 uncialibus , inferius foliorum nervis medianis denudatis, setiformibus, 

rigidis , strictis, persistentibus tunicatus. Folia y 2 l" longa, x / z " 1 haud latiora , subtereti-filiformia, 

strictiuscula , aristato-mucronata, subtus obsolete- v. esulcata, conferta, ad ramulorum apices in comam 
densiorem non congesta. Slipulae , ad summum \'" longae, subulato-setaceae, strictiusculae, basi tan tum 
foliorum margini utrinque adnatae, reliqua parte liberae, simplicissimae, nee apice fissae, nee ßmbriis 
auetae, nitidulae, dilutissirae albo-virescentes, foliorum senescentium ramulis adpressae, visum effugien- 

tes. Pedunculi scapiformes, alares et terminales, 1 2unciales, strictissimi, verticillo poly- v. oligophyllo 

cymaquesimpliciv. prolifera corymboso- paniculaeformi composita terminati. Sepala ovali-oblonga, 1 — iVz'" 
longa, ejusdem cymae flavo- et albo-marginata. Antherae lineares. Squama hypogyna, carnosula, flava, 
3-partita, lobis truncatis, 3-dentatis v. semilunaribus , distinetis. Stigmata lineari-euneata, flava. Cap- 
sula calyce partim v. vix exserta. Semina laevissima , atra, Vit'" vix latiora. 

Sect. IL Suffruticuli v. herbae perennantes (facile biennes , vix annuae) , caudice 
polycephalo obsoleto sive distineto brevissimo , apice iridiviso auf abbreviato-ramoso , fo 
liis teretiusculis fili- v. linear i-pliformibus confertissime congestis comafo, quoquo anno 
rauliculos axillares ac terminales scapiformes v. remofissime geniculatos , simplices aut 
ramosos emittente. Folia caulina verticillata. 



G. PHARNACEUM LINEARE Lin. lil. 

Pli. caudice obsoletissimo, simplici v. polyceplialo, cauliculis herbaeeis elongatis , diffu- 
so-ramosis; foliis teretiusculis, carnosis , lineari-filiformibus , muticis ; stipulis demum fugaci- 

l>us ; sepalis ovali-oblongis , albo- v. fiavo-marginatis (3 2 ;// lg.) ; squama hypogyna nnlla ; 

seminibus globoso-lenticularibus, laevissimis, lucidis, atris. V. s. sp. plnr. 

Synon. Pharnaceum lineare L. suppl. 185. — Thunb. fl. cap. 237. — Willd. sp. 1. 1508. — Poir. Dict. 5. 261. — R. et 
Schult, syst. 6. 685. _ Spr. syst. 948. _ Ait. Kew. Ed. U. 2. 174. 
Mollugo linearis Scr. in DC. prod. 1. 392. 

33 



U) II NZL MONOGRAPHIE DER MOLLI'GIMIKN 

Collect, l'htirn. lineare in herb. Jacqu. fil. (spei:. Thunberg\) — Herb mus. Bertiin. Fol. 1 3! Ecklon. et Zeyh. pl . 

ttip. int. 1887! _ Wrt'ge pl. cap. no. 7066. b! — Herb. Burmunn. nunc Delessrrtl 
Patria Cap. b. spei. Hab. in campii laboloaia Zwartlandiae, orove Kap in coUibua, in Krakulumma , alibique (Thunb.\) 

ad radtcei inontis Tafelberg, liaud procal urbe (Drtgel)i in sabulosis (altit. I.) planitiei infra munles 

Tigerberge prope Duikervalley et Jiietvalley , prov. Cup (Ecklon !) j ad Lieaberkrivier (Bergiut , in herb. 

mus. Berol. !) ; prov. Tu/) (Jules Verreaux in herb Deless.'. _ /»lunrf et Biaire in herb. mus. Wcro/. !) Fl. Aug. 

et mens, gqq, 

Herba verosimillime annua v. biennis, radice perpendiculari , fiexuosa, crassitie tili emporetici ad il- 
lam pennae coninae , eitua flavescente, intus albida, fibrosa, apice nodoso-incrassata sive obsoletius po- 

lycephala, caudirem distinetum liaud emiüente. CauUculi emergentes plurcs (4 12), in orbem diH'usi, 

2 — Schotome- squarroso-ramosi, elongati, l_2pedales subinde visi, crassitie fili emporetici tenuioris. (l 
retes. laevissimi, internodiis I — 5-iincialibus, pallide viridibus , ad nodos stipulis fugaeibus barbu- 

lati. Folia exaetissime liniari-fililbrmia , teretiuscula , carnosa, obtusissima, mutira, V 2 l'A" long:, ei 

l / 3 1"' f«re lata , patentia demumque flaeeide reflexa, 3 ad 10 in verticillum spurium conferta. Stipulae 

scariosae , liberae, partim micantes, latissimae, ovatae ; majores, linea vix longiores, limbriatae, iiinbriis 
brevissimis crispatis , mox delabentes. Cymae terminales et axillares, peduneulatae, dichotome - race- 
miibrmes, plurimum effusae, plerumque 2%_4" longae, cum peduneulis band raro semipedales et lon- 
giores visae. Bracteolae stipulares obsoletae, bifidae , fimbriolatae v. integrae. Pedicelli filiformes, paten- 
tes. 15 3'" longi. Sepaia ovalia et oblonga, petaloidea, 3 1 /« 2 //y longa, nervo lato-lineari acuto viridi 

percursa, margine Iate membranacea, ex aurantiaco in album demum expalescentia. Stamina calyee sub- 
dimidio breviora, antlieris oblongo-linearibus , magnis, croeeis v. aureis. Squama Iiypogyna nulla. Stiff- 
mata crassa ovata, lamina deorsnm conduplicata, aurantiaca v. punicea, cum reliquis partibus demum expa- 
lescentia albida. Capsula ovoideo-oblenga , calycem aequans vel partim superans; valvulae ovato-lanceola- 
lae , margine inflexae, apice retuso subrecurvae. Sernina lenticularia, x /^ m lere lata, laevissima, lucida. 
atra v. atro-fusca. Habitus non absimilis Speryulae arvensis rar. y (Sp. maximae Weibe). 

7. PHARXACEUM DICHO TO-MUM L. fil. 

Ph. caudice distitwfo, simplicisstmo swe apice in ramulos abbreciatos diviso brevis- 

simo, v. a husi polycephalo , toruloso; cauliculis simplieibus sive ramosis, ereeiis v. squar- 
roso-patentibus ; foliis lineari-filiformibus, aristatis v. mucronulatis ; stipulis selaceo - fimbriatis. 
modo obsolelioribus i'ugacibus, modo distinetissimis peisistentibus ; squama Iiypogyna carno- 
sa, Zpartita; antlieris linearibus ; stigmatibus cristaeformibus albis v. dilute flavis ; seminibus 
globoso-lenticularibus, subtilissime granulatis , nitidulis, atro-fuscis. V. s. sp.plur. 

Yar. x. linearis; caudice polycephalo toroso; foliis infimis in comam l_2-uncialein congestis cunealo- 
lineari-filiformibus , superne plurimum Y^"? et ultra latis, inferius longe attenuatis , caulinis 
patentibus , numquam reflexis; stipulis ad nodos paucis , obsoletis , mox fuyaeibus. 

'/jr. 3. /Uifolia; caudice simplici , apice plurimum abbreviato-ramoso; foliis omnibus tenue filiformibus. 
l /z tu rix latioribns , caulinis patentibus, numquam reflexis ; stipulis capillaceo fimbriatis distinc- 
tis, ad nodos ayyreyalis . nee gloraerato-congestis. 

Vor. y. barbata; caudice brerissimo , polycephalo, incrassato , oliyophyllo, stipulis tunicato; cauliculis 
squarroso-ramosis, ad nodis stipulis copiosissimis, rigidulis , ylomerato-conyestis , lonye (im 
brialo-laceris barbatis; foliis lineari-filiformibus, caulinis omnibus demum reßcxis. 

Synjn. generali»: l'harnaceum dichotomum L. fil. suppl.'i86. Thunb. Fl. cap. 27i. Willd. sp. 1. 1511. I'oiret 

Dict. 5. 263. _ H. et Schult, syst. 6. 689. _ Spr. syst. 1. 949. 
Mollugo dicholoma Ser. (nee Schrank) in J)C. prod. 1. 3ü2. 
Syni>n. specialia Var. c. : l'harn. ßuviale Eckt et Zeyher Enum. pl. Afv. 286! 

Far. ß: Ginginsia brvuicaulis DC. Port, in. Mem. soc. hist. nat. Paris t. 187. _ DC. ;jro<i. 3. 363 ! 
I'liarn. patms Eckl. et Zeyher Enum, pl. Afr. 285! 



ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 255 

Icon. Var. ß : DC. Port. I, c. t. 17. (ad specimen parvulum facta.) 
Collect. Var. «: Pharn. ßuviale Eokl. et Zejh.pl. cap. no. 1828! 

s ß: Pharn. dichotomum Thunb. ! in herb. Burmann, nunc Delessert ! 
Drege pl. cap. no. 6227. 
Pharn. patens Eckl. et Zeyh. pl. cap. no, 1820! 

_ brevicaule Bart!. (Linnaea 7. 625.) Eckl. et Zeyh. pl. cap. no. 1819! 
Mollugo dichotoma Ser. in herb. mus.Berol.l 
» y: Drege pl. cap. no. 7C67! 
Patria. Cap, b. spei. Hab. {var. c.) in alveo lapidoso fluminis Zwartkoprivier (alt. I.) , prov. Vitenhage (Eckion l) ; 
(var. ß) in sabulosis (alt. I.) campestrium ad Zwartkoprivier et in Quaggasvlakte , prov. Vitenhage; 
in locia arenosis (alt. I.) ad Grcenpoint , prov. Cap (Ecklonl); inter urbem Cap et Zoontrivier , 
prov. Cap (Bergius in' herb. mus. Berol.l); ad Plettenbcrgs - Bay , prov. George (Mund et Maire in 
. herb. mus. Berol.l); in prov. Cap (Krebs in herb. mus. Berol.l) ; in collibus lapidosis inter Grootfontein et 
Ganzekraal, terrae inferioris australis, vallem Kamnasiland provinc'iae George excipientis, alt. 1500' 
et in lapidosis circa Ado , alt. 1500' (Dregel); (var.y) inter flumina Koussie et Garip , alt. 1500 — 2000', 
territorü Klein-Namaqua (Drege\). Fl. Aug. — ■ Jan. » 

Suffrutex glaberrimus , mullicauüs, erectus v. squarroso-diffusus, digitalis, spithameus et sesquipe- 

dalis, radice demum lignescente, polycephala v. caudicera primum simplicissimum , x ] z y 2 -uncialem, 

mox in raraos subaequales 2 \2'" longos, rigidos, demum torrosos , dense foliatos , divisum emittente. 

Cauliculi, e densa foliorum coma emergentes, solitarii v. plures , modo simplicissimi scapiformes (inter- 

nodio scilicet unico absoluti) , modo subramosi v. iterato- 2 3-ehotome ramosi, rigidi, filiformes, inter 

nodiis paucis, plurimum praelongis , inaequalibus. Folia teretiuscula , tenue filiformia, %'" saepe panim 
angustiora, v. latiuscula magisque linearia, 1 / 2 " / tarnen rarius latiora, basi tunc plurimum longe-altenua- 
ta , suhtus 1-sulcata, apice seta fragili aristata v. tantum mucronulata (praeeipue varietatuma et y) ; cau- 
diculorum confertissima , suprema in comam patulam congesta, reliquis plurimum longiora (varielatis a 
subinde 1 1 / 2 — 2-uncialia, superne magis dilatata, l /i IH haud raro latiora), demum marcescentia per- 
sistente nervo mediano — fugacia solumodo in varietate y, cauliculorum dense verticillata, inaequalia; va- 
rietatum a et ß 4 — 12'" longa, tenue filiformia, eoque tenuiora quo breviora simul offendes, patentia, nee 
umquam reflexa; varielatis y omnino reflexa, lineari-filiformia, %'' haud longiora. Stipulae scariosae, fo- 
liorum caudieuli semiadnatae, cauliculorum omnino liberae, setoso- fimbriatae, % 2 /// longae; varielatis 

-j. minimae, lamina obsoletissima in fimbrias brevissimas soluta, ad nodos pauciores, mox ftigaces ; varieta- 
tis ß distinetae , fimbriis plurimis, subtilissimis, partim flexuosis, ad nodos aggregatae, nitidulae, diutius 
persistentes; varietatis y glomerato - congestae , lamina fimbriisque latioribus rigidis, elongatis, niveis, 

diutissime persistentibus. Cymae axillares et terminales 2 3-chotomae, racemiformes , multiflorae, fre- 

quentissime radiis 2 — 5 accessoriis prolificantes, paniculam dein flexuoso-ramulosam, inaequalem, squar- 
roso-effusam , mentientes; cymarum ramuli utut pedicelli rigidi, demum fragilissimi , capillares r. tenue 

filiformes, longitudine summe varii, ebracteati ; pedicelli post anthesim divaricato-reflexi , 3 12 //y longi. 

Sepala ovalia, late albo v. dilute aurantiaco marginata, plurimum \ — \ l /J" rarius ad 2'" longa. Antherae 
lineares. S</uama hypogvna distineta , carnosula , polissimum crocea, subinde dilute flava, 3-partita, lobu- 
lis saepissime inaequalibus, obsolete crenatis. Stiymata crassiuscula , basi imprimis latiora, alba v. flaves- 
centia. Capsula globulosa , calycem parum excedeus , chartacea. Semina globoso-lenticularia, subtilissime 
granulata, fere opaca, atra, %"' haud latiora. 

8. PHARNACEUM CROCEUM E. Meyer. 

Ph. bietine u: annimm, caudice nullo v. obsoletissima, apice indiriso; cauliculis e coma 
fohorum densa eraergentibus pluribus scapiformibus (internodio scilicet unico absolutis) stric- 
tis; foliis teretibus tenuius crassiusve fili- v. euneato- iilifbrinibus , esuteatis , longe aristatis; 
cymis 2 — 3-chotome racemiformibus, simplicissimis v. obsoletissime abbreviato -prolificantibus; 
antheris linearibus ; stigmatibus crassis , croeeis ; squama hypogvna carnosula, 3-partita; se- 
minibus globoso-lenticularibus laevissimis ? V. s. sp. 4! 

33 * 



ED FKNZL MONOGRAPHIE DUR MOLLÜGINEET» 

Var. i crassifolia; caudice nullo , foliis radicalibus plurimis V« \'" versus apiccm latis et 8—12'" 

longis. 
Var. ,: tcnui folia; caudice distincto 2_4 /// longo, foliis radicalibus plurimis V3" latis et 3 6'" longis. 

( ..licet. Drfcge pl. cup. no. 7065. (var. b)j no. 6225 (var. ß) ! 

l'atria. Cup. b. spei. Hai), var. « in planitielius ad Zilverfontcin , alt. 2000', territorii Bottcntotten-Klein-Namaqua 
terrae inferioris occidentalis re^ionis capensig (Drcgel); var. ß in TS ama quäl and (Drege\), Fl. Sept. 

Obs. Faclle praecedentis speciei varietas ; quin immo hujiis stirpis, anno primo florentis, lusus ; qtm 
. .isu varietas % Ph. dichotomae varietati <x, illius var. ß nostro varietati ß corresponderent. 

Herba facie annua, radice tenni liliCoriiii , simplicissima, flexuosa, apice in caudiculum distinctum 

nulluni v. brevissimum 2 3'" longum, ipsa partim crassiorem, coma foliorum densissima terminatum in- 

crescente. Cauliculi scapilbrmes , strictissimi v. leviter arcuati adscendentes, 1 l / 2 4y 2 -unciales, e cen- 

tro et ambitii rosulae emergentes, plurimi (12 — 25) in varietate a, pauciores (3 5) in var. ß visi. Folio 

carnosa , teretiuscula, subtiis liaud sulcata , seta flexuosa longe aristata, varietatis <x praesertim euneato- 
lilil'ormia, nncialia v. partim breviora, Vz — l'" crassa, var. ß tenue filiformia, l / a iu vix latiora, 3 6'" lon- 
ga , omniiiin confertissime congesta. Stipulae foliorum extimorum obsoletissimae , fugaces, interiorum ma- 
gis evolutae, fimbriato-lacerae, fimbriis paucis, rigidulis, parum micantibus , manifestiores ad genicula in- 
llorescentiae. Cyma terminalis, plurimum 3-cliotoma, racemiformis, ramo prolificante, semiunciali v. unciali 
interdum ancta, multiflora. Pedicclli plurimum 3 — 5 /yy longi, serius divaricati. Sepala ovalia v. ovato-ob- 
ionga, flavo-marginata, demum expallescentia , \. l/ z — -' u longa. Antherae lineares aurantiacae. Stigmata 
iTOceo-purpurea, crassa, cristaeformia. Squama liypogyna et Capsula praecedentis. Semina globoso-lenti 
cularia, immatura visa, laevissima (?). 

9. PHARNACEUM GRACILE. 

Ph. bietine v. annuum; caudice distincto nullo ; cauliculis seapiformibus plurimis; fo- 
liis teretiusculis, filiformibus, esulcatis, aristatis, in comam ratlicalem congestis; cymis terini- 
nalibus 3-chotome- racemiformibus, simplicibus ; squama hypogyna membranacea , alba, ob 
soletissima, ad lobulum solilarium plurimum restricta-, antheris ellipticis; seminibus sub- 
globosis, stria dorsali obsoletissima einet 'is , nee marginatis , fuscis. V.s.sp.2. 

Collect. Drege pl. cap. no. 652 ! 

Fatria. Cap. b. spei. Hab. in planitie carroidea magna, alt. 2000 — 2500' (Drege !). Fl. Sept. 

Herba digitalis gracillima, habitu Molluginis Cervianae , annua v. biennis , vix perennis, e radice 
simplicissima, apice incrassata, comam foliorum densissimam cauliculosque scapiformes strictissimos , 
plurimos (16 — 30), tenuissime filiformes emittens. Folia teretiuscula filiformia, l / z ' u liaud latiora , seta 

fragili flexuosa terminata , % l" longa, ereeta; cymis subjeeta bractealia 1 8 brevissima, 1 3'" 

longa. Stipulae, foliis comae radicalis interjeetae, fugaces, viridulae, opaccae, in flmbrias pauciores lace- 

rae, geniculis ranuilorum cymae adhaerentes obsoletissimae. Ci/mae terminales 2 3-chotomae , racemi- 

formes , racemis gracillimis , capillaribus, flexuosis, fragilibus, 1 — 2-uncialibus , multifloris, ramulis pro- 

lificantibus nullis auetis, patentibus. Pedicelli squarroso -patentes 4 6'" longi. Sepala ovalia, albo v. di- 

lutissime flavo-marginata, senescentia testacea, l'" longa iinoque breviora, capsulam submembranaceam glo 
bulosam polyspermam subaequantia. Antherae albidae, ellipsoideae, minimae. Squama hypogyna obsoletis 
sima, ad squamulam albara, tenue membranaceam, deltoideam, solitariam v. minori denticuliformi laterali 
auetam restricta. Stigmata alba, minima, euneata v. subcylindrica. Semina fusca, globulosa, Stria dorsali 
sub lente fortiore solum conspicua cineta, subtilissime granulata, opaca. 

Sect. III. Herbae annuae v. perennes. Caudiculi nullt v. cum cauliculis yeniculatis 
homomorphi. Folia plana , linearia , lanceolata , ovalia , imo obeordata , remote verti- 
ef 11 ata. 



ED. FENZL iMONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 257 



10. PHARNACEUM CORDIFOLIUM L. 



Ph. multicaule, diffusum; foliis carnosis , late obovatis, retusis v. obsolete obcordatis, 
basi valde attenuatis , remote verticillatis ; cymis axillaribus peduneulatis , dichotome racemi- 
formibus , squarrosis, multifloris ; squama hypogyna 3-partita, carnosula , distinctissima ; an- 
theris oblongis; Capsula chartacea, calyce dimidio longiore, polysperma ; seminibus globoso- 
lenticularibus , laevissimis , lucidis. V. s. sp. in herb. Delessert ! 

Synon. Pharnaccum cordifolium L. Amoen. acad, 6. 85. (vix Thunb. Fl. cap. 276.) — Willd. sp. 1. 1511. (excl. fors 
syn. Thunb., ad Polycarpnn tetraphyllum spect.) — R. et Schult, syst. 6. 690. (excl. syn. fVilld. Enum. 
et Jacqu. Hort. Schocnbr., utrisque ad Polycarp. tctraph. spect. !) 

Collect. Herb, Burmanni v. Hermanni nunc Delessertl (cum phrasi adscripta: Cistus humilis aizoides monomotapcn- 
sis, flore 5 petalo alba, calyci 5-ßdo insidente.) 

Patria. Cap. b. spei. (Linn. fide!); nuni vei-osimüius in latcre oricntali Africae tropicac australis, testante phrasi? 

Herba perennis v. saltera biennis , caudice simplicissimo, apice nodoso-incrassato, quasi polycepha- 
lo, unciali, crassitie fere calomi scriptorii, epidermide rimosa, foliorum ac stipularura delapsarura scobe 
l'urfuracea tunicato, in speciraine unico mihi visa. Cauliculi inter stipulas setaeeo-fimbriatas, brevissimas, 
imbricato-congestas, enascentes, plures (10 12 visi) , digitales et subpedales, simplices et dichoto- 
me ramosi, erecti et diflusi, crassius filiformes, ad nodos remotos incrassati, glaberrimi. Folia plana, 4 

8'" longa, obovata, rotundata , retusa v. obsolete obcordata, 1 % 3/V'lata, carnosa, in petiolum an- 

gustissimum cuneatum attenuata; radicalia non visa; caulina (3 7) verticillata, patentissima v. divaricata, 

juniorum fasciculos depauperatos hinc inde alentia. Stipulae ad nodos congestae, trapezoideae , fimbriato- 
lacerae, sordide-albicantes ac parum micantes, V 2 l'" longae. Cymae pedunculatae, axillares et termi- 
nales, simpliciter dichotoraae, racemiformes, squarrosae; racemis multifloris, flexuosis, l / 2 lVz-uncia- 

libus ; floribus subsecundis , asymetrice confertis, defloratis divaricato-reflexis ; pedicellis calycem aequan- 

tibus v. dimidio superantibus. Sepala late ovalia v. subrotunda, late albo- v. dilute flavo-marginata , 1% 

2'" longa. Stamina 5 , calyce breviora. Anlherae lineari-oblongae , flavae. Squama hypogyna distinctissi 
ma, carnoso-membranacea, 3-partita, lobis truncatis erosis. Stigmata 3, crassa, crocea(?). Capsula ovo'i- 
dea, calyce dimidio v. subduplo longior, chartacea, nitida, flava. Semina lenticularia, laevissima, lu- 
cida, atra. 

11. PHARNACEUM SERPILLIFOLIUM L. fil. 

Ph. perenne; caudice ecomato, polycephalo: cauliculis plurimis, caespitantibus, tenuis 
sime filiformibus , ad nodos stipulis serieeis crispatis dense barbatis ; foliis remote-verticillatis, 
membranaeeis, ellipticisv. obovatis, arislatis , basi attenuatis; cymis depauperalis, 1 — 2flo- 
ris , axillaribus et terminalibus; squama hypogyna 5-loba ; capsulae globosae, membranaceae. 
niveae loculis 2 — 5-spermis; seminibus subglobosis, reticulatis. V.s.sp.plur. 

Lusus: I. Folia, plurima 2 — 4 1 / 2 '" longa, stipularum fimbrias 2-plo superantia. 

2. Folia, plurima Y s l'" longa, stipularum fimbriis lanuginoso-crispatis aequilonga et breviora. 

Synon. Pharnaceum serpillifolium L. fil. suppl. 186. _ Thunb. ß. cap. 275. _ Willd. sp. 1. 1509. _ R. et Schuit 
syst. 6. 687. _ Spr. syst. 1. 918. 
Mollugo serpillifolia Ser. in DC. prod. 1. 391. 
Collect. Lus. 1. Herb. Burmanni, nunc Delessertl — Drege pl. cap. no. 3022. a. ! 

„ 2. Herb. Burmanni, nunc Delessertl — Herb. Jacqu. fil. (speeim. Thunberg.)'. — Drege pl. cap. no. 
3022. b. ! 
Patria. Cap. b. spei. Hab. (Lus. 1.) in umbrosis ad rupes montis Blaauwberg , terrae inferioris occidentalis, montes 
Cederbergen excipientis, alt. 3000' (Dregel)i (Lus. 2.) in rupestribus mnntium prope Ezclsbank ejusdem 
territorii, alt. 5000' {Drege l); ibidem in fissuris rupium montis Bockland (Thunb. !) Fl. Oct. — Dec. 



j5S BD. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 

Herba gracilis , dense caespitans, Iiumifusa, fade fere Herniariae ; radice perenni, siniplicissima, 
demum ligiu siente , caudice obsoleto, polycephalo, fuliorum, stipulnruni cauliculoruraque cmortuoruin 
rudimentis arrlissiine imbricatis tunirato, apice eeomato. Cauliculi e ramis caudicinis torulusis, 

;5 10'" longis et 1'" crassis, nigricanlibus , fragilibus, undique enascentes , plurimi (20_100 et fädle 

plures) , tenuissime filiformes, simplices v. ad iinum alterurnve geniculum ramtilos 3 6, radiatim dispo- 

>itos, rurtUl eiiiittentes , rigidi , fragilissimi , 1 3-uncia!es, prostrati , in eaespitera densum , luimo ad- 

pressum, confertij ad singtilus nodos slipiilarum fimbriis copiosissimis elegantissime barbali. Folia 3 7, 

verticillata , inaequalia, elllpttca, obovata v. obuvato- oblonga, acutiuscula rarius obtusa, nee retusa, 
nee eniarginata , seta fugaci terminata , basi angustissime (modo longitis modo brevius) attennata, mem- 
branacea ; lusus 1. polissimum 2_4 , / 2 " / longa et %_iy 8 // ' lata, lusus 2. paiieissima \'" longiora et %"! 
latiora. Stipularum laminae obsoletissimae, in fimbrias pltirimas sericeas, varie fiexuosas v. crispatas so- 
lutae; lusus 1. paueiores ac minus dense crispato-complicatae foliisque subdimidio v. duplo breviores ; 
lusus 2. praelongae, ropiosissimae , in fluecos lanuginosos. folia pro maximaparte occultantes demum- 
que eorumque vices gerentes, eongestae. Cymae axillares et terminales, peduneulo capillaceo 2 10 /y/ lon- 
go insidentes, depauperatae , plerumque ad florern solitarium v. geminos restrietae; pedicelli gracillimi, ca- 

pillacei, 4 12"' longi, ad genietilura barbati , post anthesim infraeti, demum erecti. Calyx globosus, 

sepalis latissime ovalibus v. obovatis , late albo-marginatis , % l'" longis. Stamina 5, antheris ovalibus, 

exiguis, albis. Stigmata minima, subclavata, alba. Squama Iiypogj na parva , obsolete 5-loba, tenuissime 
membranarea, alba. Capsula globosa, submembranacea , primum nivea, demum dilutissirae albo-flaves- 

eens, calycera aequans; loculis potissimum 3 4-, rarius 2- v. 5-spermis ; valvulis a basi liberis, apiee 

retusis. Semina globulosa, compressiuseula , stria dorsali obsoleta prominula cineta , sub lente fortiore 
elegantissime retieulata, primum ferruginea, demum fusca, nitidula, l /iJ" diametro majore lata. 

12. PHARXACEÜM DISTICHUM Thunb. 

Ph. perenne, cauliculis simplieibus v. dichotome-rainpsis , valde elongatis , decumbenti- 
bus; foliis lanceolatis v. lanceolatö-linearibus , acutiusculis , muticis; cymis simplicissime di- 
chotomis, elonyatü-racemifbrmibus , alaribus et axillar ibus ; squama hypogyna distineta, mem- 

brauacea; staminibus 5, rarissime (unius alteriusve flosculi) 6 7; semiuibus lenticularibus, 

Ifievissimis , attis. V.s.sp+.plur. 

Lusus: 1. Foliis, plurimis 8 16'" longis, lanceolatis et lanceolato-linearibus. 

2. Foliis, plurimis 4 6'" longis, lanceolatis. 

Synon. Phurnaceum distichum Thunh.ß. cap. 275. (e\<:I. syn. WU{d.; nee L., Puiret et Spr. _ auet. ouiniuiu ad Mollug. 

distichum Ser. spect. !) _ R. et Schult, syst. 6. 690 (cxol. diagnosi Lin., synon. et descript. , except. 

Thunbcrg.) 
Collect. Lus. 1. Pharn. distichum Eckl. et Zeyhcr pl. cap. et enum. no. 1829! _ Droge pl. cup. no. 6215! 

d 2. Drege pl. cap. no. 5345! 
Patria. Cap. b. spei. Hab. (Lus. 1.) inter frutices prope Humen Koussie prov. Klein-Namaquae, laleris occidentalis, alt. 

1500' (Dicgcl); intcr frutices sylvarum terrae Krakukumma pror. Uitenhage, terrae inferioris australis, 

alt. II. (Eckion'.)-, (Lus. 2.) inter frutices collium ad maris litora infer Omcomas et Port Natal, Caffruriae 

(Drege'.). Fl. Febr Apr. 

Radix- caudicesque non usi. Cauliculi, iniimis intemodiis hybernautes, tenuius crassiusve filiformes, 
spilkamei et sesquipedales, virgati, flexuosi, simplices v. dichotome ramosi, decumbentes, demum ad- 
scendentes, intemodiis inaequalibus , J4 4," longis, inferior ib us ad nodos tumidis. Folia 5 — 10 verticil- 
lata, plus minusve aequalia, saepius juniorum fasciculos depauperatos foventia, lanceolata v. lanceolato- 
linearia , acutiuscula , mutica v. mucronulata, nee aristata , lusus 1. plurimum 8 — 16"', lusus 2. 4 — 6 
longa, 1_3'" lata, membranacea, basim versus sensim atteuuata, patentissima, demum reflexa. Stipulae 
ad nodos eongestae, fimbriato-Iacerae, niveae, demum fugaces, fimbriis inaequilongis , subulato-setaceis, 



ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 259 

rigidulis, nee in floecos complicatis. Cymae alares et axillares, pedtinculo % — l'/jimciali suffultae, ra- 
rissime unius alterinsve ramuli sessiles, simplicissime bifurcatae v. racemo solitario absolutae ; racemis re- 

motifloris, a nodo ad nodum flexuosis, % 3'" longis, pedirellis divaricatis, dem um erecto-patentibus, ca- 

pillaceis. Sepala late ovalia v. subrotunda, nervo mediano herbaceo angnstius albo-marginata. Slamina 5, 
unius alteriusve ilosculi (lusus ].) subinde 6__7, antheris parvis, oblongis , albidis. Squama hypogyna 
distineta, plurimum subquinqueloba, tenue membranacea, alba. Stigmata parva, ovata, marginibus deor- 
siim conduplicatis, alba. Capsula subglobosa, calycem vix suporans, plurimum inclusa, tenue chartaeea, 
])olysperma. Semina globoso-lenticularia, acute marginata , laevissima, lucida, profundissime atro-purpu- 



V- 1 " lata. 



13. PHARNACEUM SUBTILE E. Meyer. 

Ph. äririuum; cauliculis soütaiiis v. pluribus simplieibus, internodio unico v. tribus ab- 
solutis ; foliis radicalibus primordialibus ovatis, ovalibus et oblong 'is , fugacissimis ', subse- 
quis lineari - lanceolatis , rosulatis, caulinis anguste linearibus , muticis v. aristatis; stipulis 

obsoletis , fugacissimis; cymis 2 3-chotome racemosis, divaricatis, sessilibus, terminalibus 

et axillaribus ; antheris globulosis , exiguis ; squama hypogyna obsoletissima ; seminibus glo- 
boso-lenticularibus , reticulatis , atris. V. sp. s. plnr. 

Lusus: 1. Caiiliculi plures; folia radicalia subsequa plura, 4 14 y " longa. 

2. Cauliculus solitarius scapiformis; folia radicalia primordialia , 1 — \ x fa iH longa, paucissima 
persistentia, subsequa praeeipitata inflorescentiae explicatione suppressa. 

Synon. Pharnaceum subtile E. Meyer in litt. 

Collect. Drege pl. nap. no. 6214!. Herb. mus. Berol.l 

l'atria. Cap. b. spei. Hab. in rupestribus montis Paarlbcrg prov. Cap alt. 1500 — 2000' (Dtegcl)'-,] inter urbeni Cap 
et Zontrivier, lateris oneident. prov. Cap (IJergiusl) . Fl. Sept. — Oct. 

Obs. Herba tenella, gracillima, habitu et characteribus Mollugini Cervianae fere propior quam con- 
generum ullae. 

Radix annua, tenuissime liliformis, simpliriuscula. Cauliculi, e rosula foliorum enascentes, plures 

4 — 10 (lusus 2. solitarius), 1 4"longi, capillares, erecti v. diffusi, simplicissimi v. bifurcati, interno- 

diis 1 — 2, rarius 3-uncialibus et longioribus absoluti. Volia radicalia heteromorpha, rosulata, primordia- 
lia 3 — 5, fugacissima, lusus 2. solum diutius persistentia, ovata, ovalia v. oblonga , in peliolum brevissi- 
mum attenuata, 1 — l%'"et ultra verosimillime longa, carnosula; subsequa copiosiora, lineari-lanceolata, 
4 — 14'" longa et \' z — V" lata, plurima mutica, pauciora breve aristata; caulina angustiora, linearia, pla- 
na, mutica, 3 — 7 vertirillata, inaequilonga , radicalibus subbreriora. Stipulae minimae , obsoletae, fuga- 
cissimae, membranaceae, in lacinulas 2_3 lacerae, ad lentem potissimum conspicuae. Cymae terminales, 
alares v. axillares, sessiles, simplicissime bifurcatae, racemiformes, patentissimae v. divaricatae, racemis 

plurimum uncialibus et longioribus, capillaceis, a nodo ad nodum flexuosis, 3 Tfloris; pedicellis 2__4 /// 

longis, defloratis reflexis , demum patentissimis. Calycis globosi sepala ovalia v. subrotunda, viridia, 

carnosula, anguste albo-marginata, y 2 %'" longa. Aiitherae globulosae minimae , albae. Squama bypo- 

gyna obsoletissima, 3-partita, albo-membranacea, lobulis truncatis. Stigmata fere punetiformia , sub lente 
ovata, acutiuscula, alba. Capsula matura globosa, calycem aequans v. dimidio superaus , tenuissime char- 
tacea, polysperma. Semina globoso-lenticularia, profundissime atropurpurea, nitida, sub lente fortiore 
reticuläta, Vb—Vt'" täta. 

Species minus cognita. 

14, PHARNACEUM TERETIFOL1UM (Thunb.) caudice frutescente, erecto; divan- 
cato-ramoso ; foliis filiformibus inucronalis, semilineam longis, pedicellis folio brevioribus ? 



MO ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 

Synon. Pharnaceum teretifolium Thunb. ß. cup. 274. — Willd. sp. 1. 1503. — R. et Schult, syst. 6. 686. 

Mollugo teretifoliu Ser. in DC, prod. 1. 393. 

Uinginsiu tcretifolia DC. Port. mem. soc. hist. nat. Paris. 4. 190; prod. 3. 363. 
Palri«. Cap. b. spei. Hab. prope // 'i'«c A7ipj> (Thunb.) Fl. Oct. 

06». Pharnaceo incano v. reflf.ro nffinis , quin imo unius alteriusve varietas v. lusus! In adumbra 
tione auctoris, diagnosi subjecta, singularein otfendimus contradictionem inter allatam longitudinem folio- 
rum illaraque pedicellorum. Priora semilineam tantuin longa, posteriora in umbellam disposita siraulquc 
loliis esse breviora aßlrmat. Ast, dum res ita se haberent, flores certissirae in glomerulum congestos, nee 
per umbellam dispositos oflcnderes. \ erosimillime per errorera calami loco „folia semiuncialia" , semili 
/warn longa posuit auctor. 

»Caulis suifruticosus , teres, cinereus, totus glaber, pedalis. Rami oppositi, divaricati, parum ra 
. imilosi. Folia in ramis verticillata , tereti-subulata, integra, patentia, semilineam longa. Umbellae latera 
„les, simplices, pedunculatae. Pedunculi capillares, folio breviores." Thunb. I. c. 

Species, ceu inex tricabilis, delenda. 
Pharnaceum marithnum Walt. 

Walt. ff. carol. 117. _ Poir. Vict. 5. 264. _ R. et Schult, syst. 6. 692. _ Mollugo maritima Ser. in DC. prod. 1. 393 

Species e yeneribus „Mollugo et Pharnaceum" excludendae. 

E genere Mollugo: 

M. cordifolia Ser = Polycarpon tetraphyllum L. 

ML denticulata Guill. et Perott = Glinus denticulalus Fenzl. 

M. dicholoma Ser = Pharnaceum dichotomum L. fil. 

M. erecta Burm = Glinus Mollugo var. a Fenzl. 

.lf. ylinoides Cambess = Glinus Cambessedesii var. a, Fenzl. 

lf. ylomerala Ser = Adenoyramma yaliodes Fenzl. 

1/. hirta Thunb. *) = Glinus lotoides L. var. ß Fenzl. 

M. Lichlensteiniana Ser = Adenoyramma diffusum Fenzl. 

U. linearis Ser == Pharnaceum lineare L. fil. 

M. maryinata Ser . . = Psammotropha parvifolia Eck], et Zeyh. 

.1/. microphylla Ser = Pharnaceum lanatum liartl. 

M. mucronata Ser = % Psammotropha mucronata Fenzl. 

M. oppositifolia Burm = Hedyotis Ueynei II. Br. in Wall. List. 

M. oppositifolia L. **) = Glinus Molluyo var. ß Fenzl. 

1/. parviflora Ser = Giseckia pharnaceoides L. 

.lf. quadranyularis Ser = Psammotropha quadr angularis Fenzl. 

M. radiata Ruiz et Pav = Glinus Cambessedesii var. a, Fenzl. 

lf. serpillifolia Ser == Pharnaceum serpillifolium L. fil. 

-lf . Speryula L = Glinus Molluyo var. a Fenzl. 

M. tcretifolia Ser = Pharnaceum teretifolium Thunb. 

lf. verticillata ß L. (sp. pl. ed. I.) = Adenoyramma yalioides Fenzl. 



*) Cf. supplementum ad monogr. Mollugin. sab Glino lotoide. 
'*) Circa M. oppositifoliam L. et Burm. cf. supplementum sub Glino Molluginc. 



ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 2fil 

E genere ,,Pharnac eum" : 

PA. arenarium Spr — Mollugo arenaria H. B. Kunth. 

PA. bellidifolium Poir = Mollugo nudicaulis Lam. vor. ß Fenzi. 

PA. Berterianum Spr = Mollugo juncea Fenzi. 

PA. Cerviana L = Mollugo Cerviana Ser. 

PA. cordifolium Willd. em/m. (nee .<?/?.) et Jacq. Aor/. Schönbr. = Polycarpon tetraphyllum L. 

PA. depressumh = Polgcarpaea depressa DC. *). 

PA. diffusum Bart! = Adenogramma diffusa Fenzi. 

PA. distichum L. (nee Tlumb.) — Mollugo disticha Ser. 

PA. glomeratum L. fil = Adenogramma galioides Fenzi. 

PA. hirtum Spr = Glinus lotoides L. war. ß Fenzi. 

PA. Hoffmanseggianum K. et Schult, (excl. sjn. Willd.') . . = Mollugo verticillata L. war. ß Fenzi. 

PA. Lichtem teinianum R. et Schult = Adenogramma diffusa Fenzi. 

PA. malabaricum Kosteletzky = Mollugo strieta L. war. ßFenzl(in suppl.). 

PA. marginatum Thunb = Ps ammotropha parvifolia Eckl.etZevli. 

PA. Mollugo Bergius = Adenogramma galioides Fenzi. 

PA. Mollugo L. mant. II. app = Glinus Mollugo var. ß Fenzi. 

PA. Mollugo L. syst. ed. X. , sp. pl. et mant. (nee app.) . . = Adenogramma galioides Fenzi. 

PA. mucronatum Thunb = 1 Psammotropha mucronata Fenzi. 

PA. oecultum Forsk = Giseckia oeculta R. et Schult. 

PA. oppositifolium Spr = Glinus Mollugo var. ß Fenzi (in suppl.). 

PA. parvißorum Roth = Giseckia pharnaeeoides L. **). 

PA. pentaphyllum Spr = Mollugo pentaphylla L. 

PA. quadrangulare L. fil = Psammotropha qua dt angularis Fenzi. 

PA. rigidum Bartl = '? Psammotropha rigida Fenzi. 

PA. serpillifolium Poir. (e Carolina a D. Bosc. allatuml) . == Arenaria serpillifolia L. ***). 

Ph. spathulatum Swartz . . = Mollugo nudicaulis Lara. war. ß Fenzi. 

PA. sperguloides Poir = Mollugo sperguloides Ser. (vide suppl.) 

PA. strictum Spr = Mollugo strieta L. war. a Fenzi. 

PA. triphyllum Spr = Mollugo strieta L. war. ß Fenzi. 

PA. umbellatum Forsk == Mottuao Cerviana Ser. var, ß Fenzi f). 

PA. verticil/atum Spr = Mollugo verticillata L. war. a Fenzi. 

HYPERTELIS E. Meyer m litt. (1836). 

Calyx 5-partitus , sepalis obtusissimis , meinbranaceo - marginatis , coloratis , per aestiva- 
tionem aretissime 5-unciatim imbricatis. Corolla nulla. Parastemones nullae. Stamina vel 12 — 16 
biserialia, seriei primae 5 sepalis alteina breviora, alterae in cupulam obsoletam connata 
longiora, vel 20 — 30, per pbalanges 3 — 5 (4 — 8-stemones), ovarii dissepimentis oppositas, 
basi connata, cum paucioribus liberis interjeetis alternantia. Antherae oblongae. Squama hypo- 



*) Synon: Hapalosia Loeßingiae Wall. Wight et Arnott prod. fl. penins. Ind. or. 358. Vix ac ne vix a Polycar- 
paea memphitica Delil. (conferlis speeiminibus Sieberianis et Wallichianis pluribus) specie diversa! Herbae 
indicac folia angustius lanceolala minusque villosa et sepaki apice magis patula, quam in aegyptiaca. Floves 
P. memphiticae superiores plurimi pariter 8-andri , nee semina diversa. Cerlissime binn varietates unius 
ejusdemque speciei. 
**) Fide speeiminis in herb. Kunth. visi, ad amussim cum desrriptione auctoris quadrantis. 
**) Fide speeiminis Bosc. in herb. Delessert visi. 
t) Fide speeiminis auctoris in herb. Hafniensi \\s\. 

34 



El) 1INZI. MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 

rrna nolla. Stylvfl nullus. Stigmata 3 — 5 camosa, teretia, uncinato-recurva , albida. Capsula 
chartaceaj allipsoidea, 3 — 5locitlaris, ad dissepimenta 3 — 5sulcata, loculis polyspermis , sini 
pliri Btylornm iiuinero in valvas niedin septiferas loculicide dehiscens. Seinina lenticularia v. 

pyriformia, laevissima , lucida, ad liiluui band strophiolata. Suffrutices /tiu/tiles, caudice 

nauarroso-ramosu , decumbente. Vulia glauca teretiuacukt, camosa, crasse filiformia, mv 
Hat, litis} in vaginam stipularem amplexicaulem trtmcatam , utrinque wridentafam, dila 
lata, otnnia cun/erfa sive congesta atterna , v. cuncta remofe verticillafa. Umbellae sim 
plicissimae, lange pedunculatae, axillares, alares v. terminales. 

Pharnacci sp. Eckl. et Zcyhcr. 

1. HYPERTELIS VERRUCOSA. 

H. foliis alternis conferlissimis v. fasciculatim congestis; vaginis stipularibus latis ; calj 
cibus, pedicellis pedunculisque supra verrucosis; staminibus 12 — 16, biserialibus ; stigmatibus 
5 , rarius 3 — 4 ; seminibus pyriformibus. V. s. sp. plur. 

Lusus: 1. Caudice erecto abbreviatoramoso ; foliis crassis y 4 _iy 3 //; latis ; calycibus pedicellis peduncu- 
lisque deuse verrucosis. 

2, Caudice potissimum abbreviato-ramoso , huraifuso; foliis fasciculato- congestis , % \'" latis, 

late stipulatis, pedicellis calycibusque dense verrucosis. 

3. Caudice elongato-ramoso , ramis adscendentibus ; foliis Yz" latis, obsolelius stipulatis; pc- 
dunculis pedicellisque laevibus ; sepalis obsoletissime verrucosis. 

Svnon. Pharnaccum verrucosum Eckt, et Zcyh. Enum. pl. Afr. 286. 
Collect. Lus. 1. Drege pl. cap. no. 6232! 

B 2. Pharn. verrucosum Eckl, et Zeyh. pl. cap. no. 1826! — Drege /)/. cap. no. 6224 a.! 
j, 3. Drege pl. cap. no. 622i b. ! 
Patria. Cap. b. spei. Hab. -i (Lus. 1.) in eollibiis lapidosis ad flumen Garip prope Vcrleptpram , alt. 500' (Dregcl); 
(/^i/s. 2.) in rupestrilius ad flumen Gamka prope Jakhuhfontein, Karroae mugnac prov. Zwellendam, 
alt. 3000' (Dr.igel); in sabulosis (alt. II.) ad fluuien Guuritzrivier , prov. Zwellendam (Eckion'.); (Lus. 3.) 
in lapidosis ad flumen Zondagrivicr prope Eluuwckruns , territorii Zivartruggens, prov. Graff- Reynett 
et Al'ntny , alt. 1500_2000' (Drege!) _ FI. Sept Mart. 

Radix lignescens, rrassitie pennae corvinae. Caudex a basi ramosus , plurimura difFusus, squarrosus, 
lusus 1. erectus, cum fWibus 3 '/ 2 uncialis visus; lusuum reliquorum raini 2-unciales, palmares et spi- 
thamei, crassitie fili emporetici fortioris imo ca'ami scriptorii, demum lignescentes, ramulis novellis flori- 
geris ac sterilibus albicantibus, confertissirne foliatis, onusti. Folia glauca , glaberrima, carnosa , teretia, 

liliformia, mutica, lusus 1. potissimum % l l /z'", lusus 2. % 1'", lusus 3. %'" haud crassiora, omnium 

4 12"' et ultra subinde longa, ereeta , emareida varie corrugata, flaeeide reflexa demumque labentia, al- 

terna, confertissima , juniora fasciculatim congesta , basi in vaginam stipularem hyalino -membranaceam, 
hemiainplexicaulem v. amplexicaulem, hinc obsoletiorem, liinc latissimam , utrinque in denticulum plus 

minusve distinetum, integerrimum, produetam facie inde postice quasi bifidam dilatata. Flores um- 

bellati ; umbellae simplicissimae, squamnlis membranaeeis, integerrimis, obtusis, basi stipatae, pedunculis 

1 öuncialibus, strictissimis, alaribus, axillaribus v. subterminalibus suffultae; pcdicelli 4 — 10'" longi, 

tenuissime filiformes, post anthesim divaricati, demum erecti, cum sepalis et superiore parte pedunculo- 
rum tuberculis parvis , plurimum nigricantibus , modo paucioribus, modo plurimis exasperati, lusus 3. 
solum denudati. Sepala ovalia, margine late membranaceo , petaloideo , dilute flavo-colorata, 1% — 2V2'" 

lata. Stamina 1 1 16, biserialia, seriei primae 5 reliquis breviora, sepalis alterna, libera , alterae in 

cupulam obsoletam v. potius per annulum hypogynum membranaceura basi coalita, calyce parum breviora. 

Antherae oblongae. Ooarium 3 5-loculare, slUjmatibus totidem crasse-filiformibus uncinato-recurvis, 

1 i'/j'" longis, albicantibus coronatum. Capsula chartacea, calycem subsuperans v. aequans, ellipsoidea 

3 5sulcata, loculis polyspermis. Semina pyriformia, compressiuscula , laevissima, lucida, atra, dia- 

metro maiore VJ" lata. 



ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 263 

2. HYPERTELIS SPERGULACEA E. Meyer. 

H. foliis in apice ramorum denudatorum caudicis congestis cuneato-linearibus lineari- 
busque carnosis, cauliculorum lineari -filifoi mibus , remote verticillatis ; stipulis vaginantibus 
obsoletis ; calycibus , pedicellis pedunculisque glaberrimis ; staminibus 20 — 30, plurimis per 

phalanges 3 5, 4 S-stemones, basi coalitis, paucioribus reliquis sparsis, liberis ; stylis 

3 5 ; seininibus lenticularibus. V. s. sp. plur. ! 

Collect. Hypertelis spergulacea E. Meyer in litt, et Drege pl. cap. no. 3020! 

Patria. Cap. b. spei. Hab. in lapidosis prope Vcrleptpram ad Humen Garip , alt. infra 500' {Drege !) 

Suffrutex, a basi squarroso-ramosus, ramis difFusis, 2 3-chotomis, lignescentibus, cortice cineras- 

cente tunicatis, crassitie pennae corvinae visis, apliyllis , nee foliorum v. stipulartim reliquiis exasperatis, 
ad innovationes cauliculorum tanturn foliosis; cauUculi digitales et spithamei , dicliotorae ramosi, adscen- 
dentes et diffus! , ad nodos soepe infracti , filiformes, rigidi, in sicco fragillimi, ad nodos remotissimos 
tumidi, cum reliquis partibus colore glaueo suffusi. Folia ad apicem ramorum et basim cauliculorum con- 
gesta, euneato -linearia v. linearia, carnosa, acutiuscula v. calloso-mucronulata , basi in vaginam stipula- 

rem, utrinque denticulo auetam, amplexicaulem, hinc distinetissimam, liinc obsoletiorem dilatata, % \'" 

lata et 4 8'" longa, patula; caulina , 5 10, ad nodos verticillata , lineari-filiformia, teretiuscula, obso- 

letissime stipulata, inaequilonga, ereeta, patentia v. rellexa. Umbellae , peduneulis 1 — 2V2-uncialibus in- 

sidentes, axillares et terminales, bracteolis herbaeeis % 1"' longis involucratae, simplicissimae , 3 7- 

florae ; pedicelli, subaequilongi , (4 12'" lg.) anthesi peraeta pateniissimi v. divaricati , capillacei, lae- 

vissimi. Sepala ovali-elliptiea, imo obovato-elliptica, obtusissima, lato membranaeeo-marginata, petaloidea, 

medio herbacea, marginibus flavescentia, demum albida , 2 3'" longa. Sfamina calyce breviora, iuaequi- 

longa, 20 — 30, potissimum 25, plurima per phalanges 3 5, 4 8-stemones, ovarii dissepimentis oppo- 

sitas , basi connata, pauciora libera varie sepalis opposita et alterna. Sligmata plurimum 3 , rarius 4 5, 

teretia, uncinato recurva, brevissima. Capsula calycem aequans , 3 5-locularis, ellipsoidea , chartacea, 

septifrago-Ioeulicide dehiscens; placenta centralis dissepimentis adhaerentibus 3-alata; funiculi um- 
bilicales erecti, partim elongati , apice incrassati. Semina in loculis plurima, lenticularia, laevissima, 
lucida, profundissime atro purpurea v. atra, l / z "' lata. 

PSAMMOTROPHA Eckl. et Zeyher *) (1836). 
Calyx 5-partitus, sepalis ovalibus, margine petaloideis. Corolla et parastemones ntillae. 
Stamina 5, sepalis alterna, in cupulam membranaceain hypogynam ima basi connata. Anlhe- 

rae minimae, globosae. Sqaama hypogyna nulla. Ovarium 3 5-loculare, loculis 1-ovulatis, 

ovulis medio placentae centralis per funiculos umbilicales obsoletissimos affixis , stylo distineto, 

ultra medium 3 — 5-fido, ramis stigmatosis filifnrmibus revolutis, coronatum. Capsula 3 5-sper- 

ma, abortu loculorum subinde 1-speima, acute 3 5-gono-globosa , chartacea, ad angulos in 

valvas medio septiieras, loculieide dehiscens. Semina globulosa, granulata, estrophiolata. — 
Suffrutices humiles v. herbae perennantes capenses , ramosissimae , exstipulatae v. stipu- 
latae, ramis vel distinetissime nodoso-genicidatis rerticiliato-lbÜafis, vel asymetrice ramu- 
losis, foliis rigid is tota longitudine aretissime (juadrifariam imbricatis facie acute letra- 
gonis. Flores minimi in cauliculis disfinetis, alaribus v. terminalibus , articidatis, per 
umbellulas simplicissimas, ad nodos sessiles, dispositi vel ad genicula glomerati **). 

Pharnacei et Molluginis sp. auet. 



*) A graeco ipctfipog , sabulum et roor/j-'w , niitn'o, TQoqn, (dor.) nntrimentiim. 
) Die allgemeineren urganographischen Verhältnisse dieses Genus sehe man im 1. Bande der Annalcn unter 
jenen der Gattung Mollugn nach, wo ich es als Siibgcnus »Mallogonum» aufführte. 

34 * 



? | BD. FENZL MONOGRAPHIE DBB MOLMJGINEKN. 

Obs. Genus habitu specierum Adenoyrammati proximiim , stylo 3_5fi<lo et Capsula pluriloculari di- 
v.rsuin; a MoUuyinr staiuinibus in nipulain hypogynam coalitis, st)lo distincto et capsulae loculis mo- 
Dospermla; a Pharnacco iisdem notis nee non iquamae hypogynae defectu Horibusque verticillatis ; ab 
tlypertelide insuper staminibus isomeriis definitis recedens. 

l. PSAMMOTROPHA QUADRANGLLARIS. 

P. fraticulosa, flexuoso-rainos.ssima ; foliis subulatis (V 2 — 3'" lg.) acutis mucronulatis v. 
atu ■nuatis aristatis , rigidis , incrassatö niarginatis , ramorvm arctissime quadrifariam imbri- 
catis exstipulatis , cauliculorum floiigerorum alariüm et terminalium rerlicillafis , iimbellulas 
laterales sessiles aequantibus. V. s. sp. plur. 

Var. et tnucronata; foliis J /2 — 2"Mongis, arctissime adpresso-imbricatis, albo niarginatis, acutis, mucro- 
nulatis, ramulorum infimis subinde muticis, eraortuis cito labentihus v. adpressissime persi- 
stentihus. 

Var. ß subulifoUa; foliis 1 — 3'" longis , attenuatis, aristatis, concoloribus ; ramorum cardinalium laxius 
imbricatis, erecto-patulis, emortuis diu persistentibus patulis. 

Sv-non. Pharnaceum quadrangulare L. fil. suppl. 485. — Thunli. ß. cap. 275. — Willd. sp. pl. 1. 1510. — II. et Schult. 
syst. 6. 688. — Spr. syst. 1. 9i9. 
Mölln go quadrungularis Ser. in DC. prod. 1. 393. 
Collect. \'ar. a. Drege pl. cap. no. 1893 a.b. et 706A (pro parte)! 

„ ß. Pharn. quadrangulare Eckl. et Zeyher Enum. pl. afr. et pl. cap. no. 1832! — Drege pl. cap. no. 
7064. ! _ Herb, üelessert. ! 
Patria. Cap. b. spei. Hai), (var. cc) in muntibus prope Ferkeerde Valley alibique, territorii Koudc Bockevcld , partis 
oncidentali-septentrionalis prov. Zwellendam (Thunb.l); in lapidoaia prope Ezclsfontcin, terrae inferioris 

occidentalis montosae, Camiesbergen et E/leboogfonteinsberg excipienlis, alt. 3500 4000' et in Ondcr- 

bokkeveld , ejusdem territorii, alt. 2500' (Drege'.); (var. ß) in collihus aridis lapidosis prope Mordkuil, 
in Boschjesveld , terrae inferioris australis, flnminc Breedcrivier trajeetae, prov. Zwellcndam , alt. 800' 
(Drege l); in sabulosis (alt. I.) prope Heerelogcment, prov. Clanwilliam (Ecklonl). Fl. Oct. — Dee. 

Fruticulus habitu erieoideo, Andromedae hypnoidi in speeiminibus junioribus ac minoribus haud ab- 
similis, palmaris et spithameus erectus v. difftisus, ramosissimus, ramis varietatis a plurimum abbreviatis, 
tortuosis , varietatis ß magis elongatis ffexuosis , speciminuui juvenilium filiformibus , vetustiorum saepe 
crassitie calami scriptorii, cortice rimosa, testacea, incrassata teefcis, ramulis posthumis, 3 — 12'" longis, 

inferius auetis, superius in tenuiores, % 2unciales simplicissimos sive ramulis prisraaticis columellaribus 

lateralibus stipatos, apice cauliculo florigero solitario \. pluribus in ala innovationum 2_5 enascentibus 
terminatos, solutis, foliis tota longitudine arctissime quadrifariam imbricatis vestitis, hinc facie quadrialatis 
v. saltem acutissime tetragonis; varietatis v, inferius dem um denudatis v. foliolis emortuis adpressissimis 
tunicatis, varietatis ß diutius bis persistentibus, laxius imbricatis, patulis, rigidis, dense obsessis. Cau- 
ticitli florigeri terminales, simplices v. ab internodio primo in ramulos 2 7, umbellatim dispositos, sim- 
plicissimos v. obsolete dichotomos , plus minusve inaequilongos , remotius confertiusve nndoso-articulatos, 

rigidos, patulos divisi, solitarii v., quod rarius, 2 5 (abortu internodii primi) in ala congesti, 1 — 2unciales. 

Folia rigida, exstipulata, varietatis <x triongulari-subulata, acuta, inermia v. mucronulata, Y 3 — /z lata 

et y 2 2"' longa, incrassato-albo-marginata, integerrima ; ramulorum infima , brevissima , confertissime 

quadrifariam imbricata, semet invicem faciebus dorsalibus coneaviuseulis tota longitudine exaetissime ex- 
cipientia, superiora quidquam longiora minusque arete imbricata, hinc illinc gemmulam v. ramulum bre- 
vissimum axillarem foventia, emortua demum omnino labentia v. immutata directione persistentia; varieta- 
tis ß subulato-setacea in aristam reetam attenuata, 1 3'" longa, marginibus plurirnum concoloribus in- 
crassata, basi subinde denticulo obsolctissimo horizontal! v. recurvo (stipularum indice) utrinque v. in 
uno latere tan tum munita, semper (praeeipue ramorum cardinalium) laxius imbricata, circa medium v. 
apieem erecto-patula, nee ut praecedentis invicem adpressa, emortua diutissime persistentia; utrarumque 



ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 2ß5 

varietatum vegeta Iaetc viridia, senescentia elegantissime rutila v. carnea, annotina nigricantia; cauliculo- 

rura ad nodos congesto-verticillata , 3 10, late subulata, aristato-raucronata , concaviuscula, incurvo-pa- 

tula, pedicellos aequantia sive subsuperantia, demura labentia. Flores, magnitudine seminis Papaveri 
somniferi et minores, ad nodos facie verticillati, per umbellulas 3 — 15-floras, axillares, sessiles, potissi- 
mum solitarias, rarissime binas, dispositi, stipulis fugacissimis, setaceis, obsoletis interstincti , pedicellis 
strictissimis, %._2 //; longis, post lapsum flosculorum persistentibus, insidentes. Calyx globosus, sepalis 
oralibus, raargine petaloideo viridi-flavis v. rutilis , %*" longis. Stamina calyce breviora. Stylus ultra 

medium 3_ 4-fidtis, raro 5-fidus. Capsula globoso-depressa , acutissime 3 aangularis , nitida, calycem 

aequans v. V 3 _2plo superans , loculis monospermis. Semina medio columellae centrali affixa , cavitatem 
Ioculorum explentia, globulosa, immatura ferruginea, matura fusca, sub lente subtilissime granulata, 
opaca, %' u lata. 

2. PSAMMOTROPHA ANDROSACEA. 

P. suffruticosa, confertissime v. diffuse caespitans, caudiculis 2 3chotome ramosis, no- 

doso-geniculatis ; foliis exstipulatis linearibus v. lanceolatis, obsoletius distinctiusve incrassato- 
marginatis , aristato-uuicronatis, per internodia infima sparsis fuyacibus , ad nodos copio- 
sissimis , congesto-verüclllaÜs persistentibus , demura reflexis ; floribus per umbellulas ad 
nodos cauliculorum terminalium elongatorum sessiles dispositis. V. s. sp. plur. 

Var. a. marginata; foliis linearibus rigidis, distincte earinatis , carina marginibusque incrassatis albidis. 
Var. ß. enervis ; foliis linearibus v. lanceolatis membranaceis, facie enerviis, concoloribus. 
Lusus 1. Caudiculi diffuse ramosi, caespitantes. Folia longiora lanceolata. 
» 2. Pulvinatim caespitans. Folia omnia linearia. 

Collect: {Var. «) Drege pl. cap. no. 3454 1». ! — (Var. ß lus. 1.) Drege pl. cap. no. 3454 a.; (lus. 2.) 3454 c. ! 

Patria. Cap. b. spei. Hab.: (var. a) in graminosis Blesbokvlakte , plagae superioris territorii Coloniae extiine Orien- 
talin, alt. 4000' j (var. ß lus. 1.) in monte Katberg cjnsdein plagae, alt. 3500'; (lus. 2.) in lapidosis 
Caffrariac Amopontonensis inter catarrhactani magnam et Omsamkaba, alt. 500 — 1000' (DregeV). Fl. Nov. 

Su/frutex humilis , hahitu Androsaces lacteae non absimilis, diffuse, subinde pulvinatim caespitans, 

caudiculis tunc brevissimis semiuncialibus ccngesto-foliatis, alias 2 3chotome ramosis, digitalibus et 

palmaribus, lignosis, crassitie fili emporetici mediocris v. tenuis , cinerascenti- testaceis , prostratis, 
internodiis valde inaequalibus, junioribus filiformibus , herbaceis, parce foliatis, senioribus aphyllis lae- 
vissimis, epidermide in lacinias secedente tunicatis, ad singulos nodos apiceque rosula foliorum polyphylht 
compacta, persistente, cinctis. Cauliculi florigeri e rosulis supremis enascentes, solitarii v. phires , stric- 
tissimi, erecti, nitidi, 2_4 , / 2 /// longi, simplices v. ab internodio primo simulque longissimo (l_2y 2 "]g.) 

squarroso 2 3chotome ramosi, ramulis valde inaequilongis, confertius remotiusve nodoso-articulatis. 

Folia varietalis a linearia rigida, longe aristato-mucronata , 3 5"' longa, et %'" lata, glauca, subtus 

nervo mediano prominulo cum marginantibus incrassatis albido percursa, rosularum globiformium intim;» 
erecta, media stellatim patentia, extima senescentia, sicuti omnia rosularum annotinarum persistentiura, cum 
apice extrorsum curvato imbricato-retrcflexa, nigricantia; varietalis ß magis membranacea minusque rigida, 

facie subenervia margineque concolori vix incrassata, glauca v. caesia, plurima linearia, 3 8'" longa, unius 

alteriusve rosulae pauciora Iineari -lanceolata , ad l'" lata reliquisque semper proceriora, senescentia 
carnea, quam praecedentis (var.) flaccidius reflexa ; nlrarumque varietatum ramealia ibngitudine interno- 
diorum disposita, exstipulata, asymetrice alterna, flaccida, mox fugacia, modo omnino labentia, modo 
supra basim persistentem varie corrugata, fatiscentia; cauliculorum ad nodos semiverticillata, inferioribus 
simillima ast sensim breviora ac numero pauciora, ad suprema genicula nulla. Flores minimi, pedicellati, 
ad singulos cauliculorum nodos in umbellulas solitarias semiverticillo foliorum oppositas, sessiles, conferti, 
stipuüs minimis capillaceis, albis, fugacibus interstincti. Calyx globosus , sepalis ovalibus obtusissimib, 
Vs — 3 V" longis, margine petaloulco-coloratis flavescentibus demumque albicantibus. Slamina 5 . calyce 



ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 

brt'\iora, in rupulam Inpogynam brevissimam connata, filamtntis setaceis, sinubus latis sejumtis, anthe- 
1 1> ülobulosis . minimis. Stylus 8-, frequentissirae 4 — 5-fidus. Capsula globoso-depressa , 3_5-anguIaris, 

;]_;> sulrata. rharlarea, pallide ilava, superius incrassata, granulata, 3 5 sperma, valvulis medio api- 

ceqae introllexis, septifcris. Semina glubosa, ferruginea, granulata, opaca, fere Vi'" lata. 

3. PSAMMOTROPHA PARYIFOLIA Eckl. et Zeyh. 

P. herbacea, perennis, multicaulis , ramosissima, prostrata; foliis parvis ( 2 / 3 2 //y lg.), 

ovalibns, ellipticis, oblongis linearibusque, muticis et mucronulatis, incrassato-marginatis, ver- 
ticillatis, patentissimis et reflexis; stipulis congestis, capillaceo-laceris, minutissimis ; floribus 
seasilibus, ad nodos glomerato-congestis. V. s. sp. plur. 

S\non. Psammotropha parvifolia Eckl. et Zeyher Enum. pl. Afr. 286. 

Pharnaccum marginatum Thunb. ß. cap. 275. — Wühl. sp. i, 1508. — R. et Schult, syst. 6. 686. — Spr 

syst. 1. 948. 
Mollugo marginata Ser. in DC. prod. 1. 392. 
Collect. Eckl et Zeyher pl. cap. no. 1833! — Drege pl. cap. no. 6211 ! 

P.ilria. Cap. b. spei. Hah.: in collihus arenosis (alt. I.) ad Humen Zwartkopsrivier , regionis litoralis australis prOT. 
Uitenhage (Eckion'.); prope Witte Klipp, regionis litoralis occidentalis prov. Cap (Thunb !); colonia'? 
capensis statiune incerta (Drvgel). Fl. Oct. — Nov. 

Herba , habitu omnino Vaillantiae muralis, perennis, bumifusa, glaberrima , caulibus digitalibus 
spithameisque visis in orbem , ut videtur, varie dispositis , squarroso-ramosissimis , tenue iiliformibus, 
subangulatis, fragilibus, albidis, nitidulis, internodiis plurimis valde inaequilongis, nodis tumidis , in- 
ferioribus aphyllis, superioribus foliorum verticillo stipulis congestis floruraque glomerulo axillari stipatis. 

Folia rigidula , ovalia, elliptica , oblonga et linearia in uno coderaque ramo saepe visa, 2 / 3 1"' longa, 

mucronata, subinde mutica, nervo rnediano distineto nullo , marginibus incrassatis albicantibus pluri- 

inum rerlexa ideoque supra convcxiuscula, 5 15 congesto-verticillata, stellatim patentia ac reflexa, demum 

omnino labentia. Stipulae miniraae , folia vix dimidio aequantes, capillaceo-läcerae , suberispatae, ad no- 
dos congestae, quam folia diutius persistentes. Flores sessiles, minimi, vix magnitudine Herniariae ylabrae, 

3 10 in glomerula axillaria congesti , facie verticillati , ad divisiones ramorum et secus totam longitudi- 

nem ramulorumad nodos dispositi ; verlicillis spurils primum confertissimis, ulteriore internodiorum incre- 
mento sensim remotioribus , suprerois oligophyllis fere semper spicatim confertis. Sepala ovalia, %"' 
vix longa, pro majori parte herbacea, aretissime 5 unciatim imbricata capsulamque includentia. Cupula 

staminea minima. Filamenta 5 calyce breviora. Stylus 3 4-fidus, subinde 2-fidus, brevissimus. Capsula 

2—4-Iocularis , minima, globosa, angulata, abortu partiali unius altriusve loculi frequentissimo saep<- 
1 — 2sperma- Semina globosa, spadicea, immatura ferruginea, granulata, nitidula, '/V" baud latiora. 

S p e c i e s minus c o g n i t a e. 
4. PSAMMOTROPHA RIGIDA. 

P. „suffrutescens , glaberrima; caule erecto, raniis oppositis; foliis inferioribus confertis, 
,,e basi dilatata elongato-subulatis, mucronato-pungentibus , iinbricato - recurvis , exstipulatis, 
.,caulinis remotis verticillatis, lanceolato-subulatis , stipulis setaeeis , deeiduis ; pedicellis a\il- 
„laribus abbreviatis unifloris." Bartl. in Linnaea 7. (1S32) 626. 

Synon. ? Pharnaceum rigidutn Bartl. I. c. 

Patria. Cap. b. spei. Hab.: in sabnlosis planitiei infra niontes Tigerbergen prope Rietvalley, prov. Cap (Eckion). 

Obs. Probabilius liujus generis, quam Adenoyrammatis. Fortasse Synonymum Ps. androsaceae? 



ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 267 

5. PSAMMOTROPHA MUCRONATA. 

P. herbacea; caudiculis subnullis, cauliculis subradicalibus flexuoso-erectis ; foliis ovatis, 
inucronatis 1 / 2 /// longis (nee longioribus ?) , infimis aggregatis , basi attenuatis ; floribus breve 
pedicellatis, facie verticillato-aggregatis. 

Svnon. Pharnaceum mucronatum Thunb. fl. cap. 275., Willd. , R. et Schult., Spr. oo. cc. 

Mollugo mucronata Ser. in DC. prod. 1. 393. 
I'atria. Cap. b. spei. (Thunb.) 

Obs. Species inter P. androsaceam et parvifoliam media , nisi Adenogrammatis generi forsan ad- 
sciscenda. 

»Caulis herbaceus, subnullus; sed folia subradicalia , aggregata, basi attennata, integra, coneava, 
»"labra, semilineara longa. Pedunculi subradirales, capillares, plures, flexuoso-erecti, glabri, inaequales, 
»digitales. Flores verticillato-aggregati, breviter pedicellati , involucrati, bracteis ovatis, inucronatis." 
Thunb. 1. c. 

COELANTHUM E. Meyer in litt. *) (1836). 

Calyx infundibuliformis v. campanulatus regulariter semiquinquefidus, laciniis petaloi- 
deis, apice rotundatis. Corolla nulla. Parastemones nullae. Stamina 5, ad angulos lacinia- 
rum calycis inserta, brevissima. Antberae sagittatae, basifixae, filamentis sublongiores. Squa- 
ma neetarifera hypogyna nulla. Stigmata 3 , teretiuscnla , carnosa. Capsula chartacea, ob- 
longa, prismatico-trigona , 3-locuiaiis, polysperma, loculieide debiscens , valvulis medio sep- 
tifeiis. Semina globosa, compressiuscula, estropbiolata, reticulata. — Herhae capenses 
annuae, heterophyllae , laerissimae, cauliculis e rosula foliorum radicalium emergenlibus 

scapiformibiis, apice 2 3c/iotomis, in cymas racemiformes 2furcatas, flexuosas, solutis. 

Folia radicalia obovata , ovalia , elliptica v, lanceolata , in pefiolum lonye attenuala, 
eneri'ia , matica v. arislato-mucronata , caulina filiformia , conyesto-i'erticillala. Slipulae 
fimbriato lacerae. Flores pedicellati alterni. 

Obs. Genus Molluyhii et Pharnaceo (speciatim M. nudicauli et P/i. croceo) babitu, 
capsulae seminumque indole proximum, calyce vero iniundibuliformi 5-fIdo nee non staminuni 
insertione ab utrisque abuude diversutn , iisdem tarnen characteribus Acrosantlu Eckl. et 
Zeyh. (generi inter Ficoideas ab auetoribus relato **), habitu , staminitin numero, capsulae 
seminumque fabrica ceterum diversissimo, aliquomodo accedit. 

1. COELANTHUM GRANDIFLORUM E. Meyer in litt. 

C. foliis radicalibus ovatis , ellipticis et lanceolatis , carnosulis , longe petiolatis caulinih- 

que aristatis ; stipulis congestis, rigidulis; calycis infundibuliformis (2 1 / 2 3'" lg.) laciniis 

obovatis, latissime membranaeeis, planis ; Capsula prismatica, calycein aequante. V. s, sp. 3. 

Collect. Drege pl. cap. no. 3023. 

Patria. Cap. b. spei. Hab. : in planitie carroidea inter Goedemannskraal et Kaus , territorii Hottentotten- Klein l\a- 
maqua lateris coloniae occidentalis, alt. 2000' (Drcgcl). 



*) A gvaeco : xoü.og, cavus, et uvdog , flos. 
**) Ueber die Auflösung dieser Ordnung und Einverleibung ilirer sämmtliehen Gattungen (mit Ausschluss von 
Mesembryanthcmum) in die der Partulaccccn möge man daa Weitere im Anhange nachsehen. 



Kl). I i:\ZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 

Herba , verosimillime annua, foliis radicalibus Moltuyinis nudicaulis varielali j3 (bellidifoliae). foliis 
t.tulinis, stipulis, ilorum dispositione ac rolore (otuque liabitn Vharnaceo croceo similis, glalnrrima, 
jjlaucescens ; radice perpendiculari, siinplicissima, pradon^a . filiform!, albida, coma stipulariirn in lim 
briai MUMWM rigidulas nitidas ' 2 — 4'" longas lacerataruin, ioliorumque rosula pol} -phylla coionat... 

Cauliculi Inde emergentes, 6_20, scapiformei, Btrictlasf mi , l l /« 4-unciales visi , erecti et erecto-patuli, 

laevtsslml, e itramtneo teatacei, apice vertieiUo foliorum atipulatorum erecto-patulo lerminati, in ramulos 
2_4, aequales v. iiiaequalos , 4_I2 /// longos , umbellatiin dispositos , cymigeros divisi. Folia radicalia 
ovata, elliptica et lanceolata, seta rigida longe producta reeta v. obliqua dem um fugaci terminata, in 
petiolum lamina longiorem , rarius breviorem attenuata, uncialia v. partim breviora , c arnosula , facle 
enervia, interiora erecta, evteriora patentissima ; eaulina liliformia, teretiuscula, aristata , ad ramorum 
divisiones verticillatim congesta, inaeqtiilonga , semiuncialia et breviora, stipulis eopiosis setaceis stipata. 
Cymae , ramulos terminantes, per panirulam corymbiformem dispositae , simpliciter 2-furcatae, racemi- 
formes, nphyllac , ramis peduncularibus plurimum flexuosis , ad genicula turbinatis , stipulariirn limbriis 

harbatis, 2 7floris. Flores , pedicellis calycem aequantibus v. partim superantibus insidentes , magnitu- 

dine et liabitu Gypsophilac repentis v. speciminum majorum Gyps. muralis, calyce infundibulilormi 2 Vi 3'" 

longo, regulariter semiquinquefido, laciniis obovatis, integerrimis , patulis , planis , petaloideis , albis v. 
üavescentibus, nervo dorsali lanceolato, obttisitisculo, viridi carnosulo , nee ultra medium producta, ele- 
gantissime pictis. Stamina 5, ad angulos laciniarum calycis inserta , brevissima; filamenta an- 
theras sagittatas basifixas subaequantia , tnbo longitudinaliter laevissime adnata , facile solubilia. Stig- 
mata 3, rarissime 4, teretiuscula, carnosa, erecta. Capsula cbartacea, calycem aequans, prismatica, 3 — 4- 
gona, in valvulus apice obtusissimo raedio inflexas , septiferas , a columella centrali libera solutas, vix 
ultra medium debiscens. Semina in loculis plurima , globulosa, compressiuscula Mi"' lata, fusca, opaca, 
stib lente elegantissime reticulata, areolis fere hexagonis depressis. 

2. COELANTHUM PARVIFLORUM. 

C. foliis radicalibus obovatis, spathulatis et lanceolatis, in petiolum attenuatis caulinisque 
liüformibus muticis v. mucronulatis ; stipulis setaceis laxiusculis ; calycis subcampanulati 
(J 2'" ly.) laciniis ovatis, obtusis, apice marginibusque membranaeeis paruin inflexis ; Cap- 
sula ellipsoideo-triyona, calycem aequante. V. s. sp. 1. 

Collect. Drege pl. cap. (sine numero)! 

Patria. Cap. b. spei, (incertae stationis) Drcgel 

Obs. Praecedentis forsan varietas; seminibus quippe nee indole nee magnitudine diversis. 

Herba annua, habitu fere üf olluyinis Cervianae , radice longissima, perpendiculari , filiform!, flaves- 
cente. Cauliculi e foliorum rosula emergentes, erecto-patentes, 1 1 / 2 _2 1 / 2 " longi, 2_3chotome ramusi, 
ramulis modo simplicissimis, modo subiterato-dichotomis , apice cymigeris , squarroso-patulis. Folia radi- 
calia in rosulam congesta, obovata, spathulata sitnulque lanceolata, in petiolum lamina subbreviorem 

attenuata, plurimum mutica, 3 5'" longa; caulina verticillatim congesta, tenue filiformia , subinde mii- 

cronulata, flaeeide patula, stipulis setaceis flexuosis parvulis stipata. Cymae bifurcatae, racemiformes, par- 
vulae, aphyllae, pedicellis remotiusculis , calycem subaeqtiantibtis v. superantibus. Calycis subcampanulati 
semiquinquefidi, 1 2'" longi, laciniae ovatae, obtusae, albo marginatae, apice parumper inflexae. Sta- 
mina, antherae , stylt scmina</ue praecedentis. Capsula ellipsoideo-trigona calycem aequans. 

ACROSAXTHES Eckl. et Zeyher *) (1836). 

Culyx ultra medium 5-fidus , tubo brevi, infundibuliformi, laciniis carnosulis, carinatis 
intus petaloideis, acuminatis, erectis. Corolla nulla. Parastemones nullae. Stamina 10 — 40, 



*) A graeco : Ic/.qog et uvdt}. 



ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 269 

facie uniserialia , summo calycis tubo per phalanges obsoletas inserta, inaequilonga; lon- 
gissima laciniis alterna , brevissima opposita et tubo subinde profundius inserta. Antherae 
lineares. Ovarium liberum , 2-loculare, 2-ovulatum, ovulis placentae basilari brevissimae ad- 
haerentibus. Stigmata 2 filiformia. Capsula globosa compressiuscula, basi subinde attenuata, 
calyce persistente inclusa, abortu unius seminis frequentissimo monosperma , loculicide usque 
ad basim bivalve debiscens, dissepimentis margine interiore demum liberis ac seminis mole 
distortis valvulisque adpressis facie unilocularis. Semina 1 — 2 , basifixa, globoso-reniformia, 
superficie exesa sive lacunosa simulque tuberculata dense granulata, estrophiolata. Embryo 
periphericus cyclicus, radicula infera, cotyledonibus albumen farinaceum includentibus incum- 

bentibus. Suffrutlces capenses stibdecumbent.es , plurimum di/fusi, glaberrimi. Folia 

carnosula , lineari-teretiuscula , lanceolata v. oblonga , basi connata , abortu ramulorum 
subinde quaterna pseudoverticillata. Flores in axillis auf dichotomiis solitarii, pedunculati. 
Obs. Genus transitum inter Mollugineas fructu pluriloculari et cauliculis stipulatis illas- 
que fructu uniloculari et ramulis exstipulatis insignitas facilitans , habitu specierum nee omnium 
ullo proxime affiuis, imo Tetragoniis et Trianthematibus quibusdam angustifoliis adludens, 
Coelantho calyce inferius tubuloso, Hypertelidi staminum numero variabili et Schiedeae 

foliis connatis exstipulatis accedens. Inter Aizoideas online , Mesembryanthemo expulso, 

a Portulaceis nonnisi characteribus artificialibus sejungendo ideoque Iioc titulo delendo 

solum Aizoonis speciebus oppositifoliis habitu et calycis fabrica cognatum, ceteris diver- 
sissimum. 

1. ACROSANTHES FISTULOSA Eckl. et Zeyher. 

A. diffuso-ramosa ; ramis rigidis, lignosis, tereti-fistulosis; foliis late lanceolatis oblon- 
gisve acuminatis, ad nodos subinde pseudoverticillatis quaternis v. subsenis, patentibus; flo- 
ribus alaribus v. axillaribus solitariis , demuin recurvis; pedicello calyce sublongiore ; calycis 
ovoidei laciniis subaequalibus ovatis, oblique v. reflexo-mucronulatis ; staminibus 17 — 23 ; Cap- 
sula globosa, plurimum 1-sperma; semine lacunoso, tuberculato, granulato. V. S. sp. 

Acrosanthes ßstulosa Eckl. et Zeyher enum. pl. Afr. 328. 
Collect. Eck!, et Zeyh. pl. cap. no. 2146. ! — Drege pl. cap. no. 1899. b. 

Patria. Cap. b. spei. Hab. in sabulosis (altit. III.) collium prope Ilccrelogemcnt prov. Clanwilliam , lateris coloniae 
occidentalis (Ecklonl); incerta statione (Drege l). Fl. Oct. 

Suffrutex procumbens , squarroso-ramosus, ramis, e speeiminibus risis computatis, 1 2pedalibus, 

lignosis, vetustioribus crassitie calami scriptorii , junioribus filnra emporeticum crassiorom aequaotibus, 
teretiusculis v. uno latere angulo decurrente semianeipitibus, sectione transversali, contextu cellulari cana- 

lis medularis facillime fatiscente, tereti-fistulosis, internodiis inaequilongis Vi lV 2 uncialibus , cortice 

testacea glaberrima demum cinerascente rimosa tunicatis. Folia oblongo- elliptica v. lanceolata, acumi 

nata, basi attenuata, 3 10'" longa, 1 — 3 //; lata, carnosa, plana, cum reliquis partibus laevissima, laete 

viridia, siccata faciebus longitudinaliter rugulosa marginibusque papillis carnosulis prominulis sub lente 
exasperata, ad ramulorum innovationes oblique connata, patentissima, in axillis frequentissime fasciculi- 
fera ideoque facie snbverticillata , quaterna v. sena; ramorum infima frequentissime teretia , exsiccata ri- 
gida, mucronata, recurva, demum labentia, 3—5'" longa. Flores solitarii , per ramulos sparsi, axillares 
v. alares, pedicello aneipiti calycem aequante v. parum superante demum flaeeide recurvato insidentes, 
mole floris Anagallidis phoeniceae et minores. Calycis ovoidei laciniae ovatae oblique v. recurvo-mucro- 
natae carnosulae, acute carinatae , margine membranaceae, dilute stramineae, apice sicuti folia purpureo- 
sphacelatae, I %—.1 x U iU longae; tubus brevissimus , priraum infundibuli- demum cyathiformis. Slamina 

35 



ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 

17--23, plurimum 18—20, summo tuho linea circulari inserta , libera , facie isoraeria , rix per pbalange* 
■ iisposita, calyce subdimidio brcviora, omniura longissima calycis laolnils alterna, reliqitorum brevioruru 
pauclora (I — 3) exterioribus (laciniis), plura (3 — 6) internis opposita. Styli 2 iiliforraes, marginibus in- 
lus stigmatosi, recurvi. Orarium 2-loculare , 2-ovulatum , dissepimentis irna basi tantum mediante colu- 
mella brevissima placentil'cra , rcliqua parte solumodo contextu celhilari tenerrimo, utriculnriim pollina- 
rium meatu Inierrlente et moi fatiscente, coalitil. Ovula ampliitropa, columellae central! per fäniculos 
umbUicales breviasimoi tacrasaatos afffza, mlcropyle basim loculorum rpectante. Capsula globosa cora- 
presauiscula, ebartacoa, calyce partim longiore tocluaa in valvas duas integerrimas locnllcide debiscens. 
potisaimum seminealtero bebetato v. abortivo monoaperma, facie unilocularis, dissepimentis seilicet se- 
minis mole distortis facichus concavis singularum valvularum adplicitis. Semen atrum opaccnm , glo- 
boao - reniforme , radieula prominula, cavitatem capsnlae omnino explens, l'" et partim ultra latum , varie 
lacunoso- exsculptum, tttberculatum, foveis tuberculisque elegantissime grauulatis. 

2. ACROSANTHES DECANDRA. 

A. suilruticosa, prostrata, caespitans , glaberrima; foliis ramulorum breviorum basibus 
imbricato-corigestis, longiorum per internodia inaequilonga remotis , patentibus, lanceolatis ac 
lanceolato-linearibus, basi attenuatis, mucronulatis , planis ; floribus solitariis axillaribus, sub- 
sessilibiiSy 9 lOandris; sepalomm exterioribus majoribus, lanceolatis. V. s. sp. 

Collect: Drepe pl. cap. no. 2989! 

Patria. Cap. b. spei. Hab: in planitiebus elatioribus montium Cederbergcn, terrae inferioris occidentalis prov. Clan- 
william, alt. 3500—4000, {Dregel). Fl. Jan. 

Obs. Species, licet babitu et floribus subsessilibus 9. lOandris a sequenie facie diversissima , mibi 

ex speeimine unico viso, ramum vetustum, temporum injuriis mutilatum, caeterum optime vigentem et 
caespitem ramulorum postbume enatorum densum alentem exbibente suspeeta, in posterum forsan delenda. 

Sujfrutex, bumo procumbens, sabulo desertorum immersus, squarroso-ramosus , ramis senescentibus 
digitalibus, lignosis , tortuosis, crassitie calami scriptorii visis, ramulos posthumos plurimos circa apices 
mutilatoa varie erumpentes, ab aliquibus lineis ad uncias duas longos , distortos, in caespitem densum 
planum congestos, heteromorpbos — aliis seilicet a basi ad apicem foliorum emareidorum et novellorum 

vagioulis imbricatis tunicatis florigeris , aliis (paucioribus) magis elongatis sterilibus remote foliatis 

alentibus. Folia lanceolata et lineari-laneeolata , basi attenuata, apice mucronulata, plana, carnosula, 

2 4 /;/ longa et 1 / 2 \ ,u lata, ramulorum florigerorum et turionum confertissima , in vaginulas brevissimas 

imbricatas connata, sterilium per internodia 3 6'" longa remota in axillis fasciculifera , utrorumque 

erecto-patentia et patentissima, emareida diutius persistentia. Flores solitarii , axillares sessiles v. pedi- 
cellia calyce dimidio brevioribus insidentes, inter folia prospicientes, flavo-viriduli , ultra medium dilute 
purpurascentes. Calycis laciniae lanceolatae, plurimum inaequilongae, acute carinatae, apice potissimum 
oblique mucronatae , antbesi infundibuliforme patentes, postea tubuloso -contraetae ; exteriores interiori- 

bus seraper latiores ac plus minusve longiores. Stamina 9 10, summo tubi cyatbiformis margine inserta, 

calyce plus dimidio breviora, laciniis alterna reliquis , nuraero 5 subinde paucioribus, semper longiora. 
Filamenla purpurea, setacea. Antherae oblongae, sulphureae. Styli , Capsula et semina praecedentis. 

3. ACROSANTHES ANGÜST1FOLIA Eckl. et Zeyher. 

A. decumbens ; ramis diffusis , elongatis , virgatis ; foliis lanceolato-linearibus linearibus- 
que acuminatis v. cuspidatis, marginibus eroso-scabris parum replicatis ; floribus axillaribus, 

solitariis, pedicellis calyce 2-plo lonyioribiis ; staminibm 11 21 summo tuho linea cir- 

culari insertis. V. s. sp. 



ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN.: o 7J 

Var. a dodecandra; staminibus 11 — 14; foliis ramulorum confertis, internodia % — 2-plo superantibus. 

Var. ß icosandra; staminibus 16 21; foliis ramulorum remotis, internodia aequantibus v. iis l / 2 — 2plov. 

brevioribus. 

Synon. Var. ß : Acrosanthes angustifolia Eckl. et Zeyh. enum. pl. Afr. 329. 
Collect. (Var. «) Drege pl. cap. no. 1899. a! 

(Var. /9)Eokl. pl. cap. no. 2147! 
l'atria. Cap. b. spei. Hali: (Var. a) in saxosis inter frutices montis Piquetberg , terrae inferioris coloniae occidentalis. 
prov. Clanwilliam, alt. 1500 — 2000' (Dregel); inter frutices (alt. III. IV.) laterura montium in valle 
Tulbagh prope Waterfall, prov. coloniae occidentalis fVorccster (Eckion]) Fl. Nov. — Dec. 

Sujfrutex decumbens, ramosissimus, diffusns, ramis spithameis et 1 — 2pedalibns, virgatis, seniori- 
bns teretiusculis, crassitie fili emporetici mediocris , obsoletissime fistulosis, cortice nigricante quasi adu- 
sta tunicatis , junioribus ancipitibus \. ex uno latere planis ex altero convexis, testaceis. Folia carnosula, 
linearia et lanceolato-linearia, acnminata v. cuspidata, mucronnlo purpureo - sphacelato plurimum obliquo 
terminata, semiuncialia et breviora, V 2 — lVz W/ lata, carinata, marginibus papillis inaequalibiis prominulis 
exasperatis veluti erosis partim replicata , primum erecta, dein patentia, demum varie recurvata, marces- 
centia atra ; varietatis a in ramulis florigeris confertissima, subinde basi laxe imbricata, fascieulos junio- 
rnm crebriores in axillis foventia, varietatis ß plurimum latiora , per internodia aequilonga v. dimidio lon- 
giora, ramorum cardinalium saepe 1 — 2-uncialia, ab invicem remota. Flores axillares, solitarii, pedicell« 
ancipiti laxo demum recurvo 2 — 3pIo longiore suffulti , flavescentes. Calyx in alabastro cylindricus 

y 2 //y latus, anthesi campanulatus gracillimus , in fructu laxe patulus auctus 2 3'" longus , tubo bre- 

vissimo turbinato, laciniis primum angustissimis subulatis demum lanceolatis acuminatis, apice purpureo 
sphacelatis, acute carinatis, subinaequalibus, exterioribus quodamodo longioribus. Stamina summo tubo 

per phalanges nullas v. obsoletissimas linea circulari, nee sinuata, inserta, 11 14 (var. a) v. 16 21 

(var. ß), facie isomeria, laciniis dimidio breviora, 3 6 semper sepalis internis, pauciora (I 2) exte- 
rioribus anteposita. Stigmata filiformia recurva. Capsula obovata globulosa, calyce triente brevior, char- 
tacea, 1 2sperma. Semina forma et magnitudine priorum. 



4. ACROSANTHES TERETIFOLIA Eckl. et Zeyher. 

A. procumbens, ramosissiina ; ramis diffusis v. adscendentibus, laxis rigidisve, virgatis, 
teretiusculis ; foliis oppositis v. 4 — 5nis pseudovertillatis , teretifiliformibus, acutis, mucronu- 
latis ; floribus alaribus et axillaribus pedicellatis ; calycis laciniis ovatis , acutis ; staminibus 
28 — 40, sumo tubo linea sinuata insertis. V. s. sp. 

Lusus : 1. Ramis laxis, humifusis, flaeeide adscendentibus. 

2. Ramis rigidis, adscendentibus et erectis. 
Synon. Acrosanthes teretifolia Eckl. et Zeyh. enum. pl. cap. 329. (Lus. 2.) ! 
Collect: Drege pl. cap. no. 1835 (Lus. 1.)!; Eckl. pl. cap. no. 2148 (Lus. 2)! 
l'atria: Cap. b, spei. Hab. in monte Paarlberg , terrae mediae prov. Cap alt. 1500 2000' (Drege 1 .) '■> in lapidosis late- 

rum montis Zwarteberg prope Caledon, terrae inferioris australis prov. Stellenbosch (alt. III.) et ad 

inontes prope Tulbagh, prov. oeeident. JVorcester (Ecklonl) Fl. Nov._Dec. 

Habitus, longitudo, crassities et indoles ramorum dichotomorum eadem ac praecedentis , lusus 2. 

solumodo rigidiores. Folia tereti filiformia carnosa, semiuncia partim longiora v. breviora et y 3 %'" 

crassa, mucronulata, erecta et patentia, abortu ramulorum axillarium quaterna v. quina pseudoverticillata, 
per internodia 4 //y _l" longa remota. Flores pedicellis iy 2 _3plo longioribus insidentes, in alabastro oblong!, 
anthesi infundibuliforme patentes, in fructu patuii, e viridi aurantiaci mihi in sico visi, \ 1 /z—2 l /z" longi. 
Calycis laciniae primum lanceolatae, demum ovatae, subaequilongae, tubo turbinato 2-plo longiores, dorso 
obtuse carinatae. Slamina 28_40, calyce V3 breviora, farie isomeria, summo tubo inserta, per phalanges 

35 * 



e?2 ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLIG1NEEN. 

obsoletas in linea 5-sinuata ita disposila, nt ea laciniarum nervo mediano opposita sinus, laciniis alternn 
angvloi Mirsum ipectaatet oecopeot Capsula obuvata , calycem subaequans , plurimum monosperma. Se- 
mina reniformia, compressiuscula, loeuli cavitatera explentia, opaca, atra, \"' vix latiora, daedaleo-rugu- 
Inso-exseulpta, sulcis striisque dense granulatis. 

SCHIEDEA Cham, et Schlechtem!. *) (1826.) 

Calyx usque ad basim 5-partitus , sepalis camosulis, obtusis. Corolla nulla. Paraste- 
moties 5 , ligulatae , apice bifidae, sepalis oppositae. Sfamina 10 ferlilia, basi eglandulosa, 
imo calyce inserta, inaeqnilonga , quinque sepalis alterna breviora, parasteinonibiis opposita 

lougiora. Orariltm uniloculare, pluriovulatum , ovulis columellae centrali aflfixis. Styli 3 4, 

sepalis oppositi. Ctipsitfa ovoidea, pergamenea , poljsperma, in valvulas 3 — 4 dehiscens. 

Senium tuberculata, estrophiolata, minima. Frutex insularum oceani pacifici et C/ritiae 

iittoralis austräte , ramis nodosis b'tfurcatls , foliis oppositis , exstipulatis , inteyerrimis, 
sessilibus , subconna/is. Flores minuti, plurimi, pedicellati, in cymis per patliculam 
hrachiatam dispositis conferti. 

Schicdca Cham, et Schlechtem!, in Linnaea 1. 46. Fenzl in Endl. Atakt. bot. 14. t. 14. 

Obs. Genus cum sequente (Colobantho Barth) transitum ad Alsineas quodoinodo efficiens, ab auctori- 
bus meque ipso, seriei primae staminum fertilium situ justo minus aestimato, ad eas (loco cit.) perperam 
relatum, inflorescentia , foliis oppositis exstipulatis capsulaque uniloculari polysperma ab omnibus generi- 
bus siiae sectionis recedit. 



*) Dem in der ersten Abtheilung dieser Abhandlung (Vol. 1. 345 sqq.) Gesagtem zu Folge, sollte die Gattung 
Ilulardia Camhess. (St. Hilaire J7. Brasil. 2. 180. t. 111.) — ihrer, in der Beschreibung wenigstens ausdrück- 
lich erwähnten, »stamina sepalis alterna» wegen, von mir zu den Portulaceen gezogen — als Mittelglied 
/wischen den Mollugineen »mit mehrfächcrigen Früchten und mit Nebenblättchen besetzten Stengeln" und 
jenen »mit einfiiehcrigen Früchten und nicht mit Nebenblättchen versehenen Stengeln» unmittelbar naeh Acro- 

santhes einem ähnlichen Bindegliede nur umgekehrter Art vor Schiedea zu stehen kommen. Allein sie 

ist. weder eine l'ortulaeee , noch überhaupt generisch von Spergularia (einer Paronychiee) verschieden, wie 
sich diess bei der Untersuchung vieler Blümchen eines reichblumigen Exemplares der Bai. platensis ergab, 
welches unser Museum kürzlich von Herrn Professor Hooker mitgetheilt erhielt. Nur muss ich bei dieser 
Gelegenheit bemerken, dass mir unter allen Arten von Spergularia (Arenariac sp. stipulatae L. et auet.) kein 
Beispiel eines so auffallenden Wechsel der Zahl wie der Stellung der Staubfäden und der An- oder Abwe- 
senheit der Blumenblätter nach in den Blümchen eines und desselben Exemplares bekannt ist, wie ich diess 
an Balardia fand. Wenn man bei manchen der ersteren nicht selten die Zehnzahl der Stamm. i in den oberen 
Blümchen auf die Fünf , und diese hei anderen Arten auf die Drei- oder Zweizahl herabsinken sieht, so kann 
man bei der in Rede stellenden (Spergularia platensis Fenzl) die ganzen zehn ersten Linnee'schcn Klassen, von 
der Decandrie an zurück, von den untersten Blümchen bis zu den obersten hinauf verfolgen und eben so 
die 3 Petalen allmählig auf herabsinken sehen. Wenn man ferner bei jenen Arten das typische Vorherr- 
schen der ersten den Sepalen gegenüberstehenden Staubfadenreihe über die zweite (der Stelle der Petalen 
entsprechenden) gerade am deutlichsten in den 5,4,3 und 2männigen Blümchen an dem erwähnten Cha- 
rakter erkennt, so gewahrt man in den 7männigen bis zu den 2männigen Blümchen dieser Art herab ein 
stätes Ringen des zweiten Staubfadenkreises um seine Existenz mit dem ersten, das sich sichtlich durch die 
Stellung eines , zwei oder dreier Stamina zwischen den Sepalen. oder zum mindesten gegen deren R ander hin 
nach Verhältniss der stets grösseren oder gleichen Zahl der den Sepalen entsprechenden, beurkundet. 
Gewiss das schönste Bindeglied zwischen den Smännigcn Mollugo- Arten , bei welchen im Gegensatze zu 
unserer Pflanze 2 Stamina mit den Sepalen alterniren nnd den Zmännigen Paronychieen und Alsinecn, hei wel 
r.hen alle oder zum mindesten 2 den Sepalen opponirt erscheinen! 



ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 278 

1. SCHIEDEA LIGUSTRINA Cham, et Schlecht. 1. c. 
(Diagnosis : generis.) 

Synon. Portulacea ( anonym a) Hook, et Arnott in Cap. Beechey voy. 188. 
Icon. Endlicher Atakta bot. t. 14. 
Collect. Herb. mus. Berol. et Ledebour.l 

Patria. Insula Owahou, archipelagi Sandivicensis , 21 — 22° lat. bor. (Chamissol); ins. Macao et propinguae sinus 
Cantonensis, 22_23° 1. bor. (Mület, fide Hook.) 

Frutex tripedalis, rarais nodosis 2 — 4-furcatis , patentibus , annotinis crassiiie pennae columbinae, 
internodiis valde inaequilongis , uncialibus et brevioribus , geniculis tumidis nee fragilibus, annuis tetra- 
gonis compressiusculis, demum 2-sulcatis. Folia opposita, exstipulata , merabranaceo-carnosula, sessilia, 
lanceolata et lanceolata-linearia , acuta, x /i — 2uncialia, facie uninervia, integerrima, glabra. Cymulac 

3 lOflorae , corymbiforme contractae , longius breviusve pedunculatae, in axillis bractearura infimarum 

oppositarum plures congestae facieque subverticillatae v. solitariae, per paria 3 7 longitudine rachi- 

dis 2 4-uncialis inferius remotius superne confertius brachiatira dispositae, paniculam v., si mavis, 

thyrsurn interruptum cylindraceum efformantes. Bracteae membranaceae, ovatae, demum setaceae, ratnulis 

adpressae, %. 1"' longae. Pedicelli I x / z — 10 //y longi, stricti, cum reliquis partibus glaberrimi. Calyx 

ovoideus, usque ad basim quinque raro sexpartitus , sepalis ovatis, concavis, enerviis siccatis, obsolete 

3 5nerviis, viridibus, apice incrassato inflexo quasi spbacelatis, %. — 2'" longis. Corolla nulla, ejus loco 

parastemones 5 6 (in calyce 6-partito) petaloideae, tenerrimae, sepalis oppositae, modo Vi, modo J /o 

breviores, lineares % y 3 /;/ latae, apice bifidae, laciniis acutis , basi parura dilatata in glandulam necta- 

riferam poro lineari transverso instructam incrassatae. Staminum fertilium 10 calycem varie superantium 
5 sepalis et parastemonibus opposita (seriei secundae), 5 reliquis (seriei primae) iisdem alternis parum 

longiora. Styli 3 4, capillares praelongi. Capsula ovoideo-tri-tetragona , 1-locularis , polysperma , calyce 

parum longior, pergamenea, in valvas 3 — 4 usque ad basim fere dehiscens. Semina globosa, nigricantia, 
acute tuberculata, % IU parum latiora *). 

COLOBANTHUS Bartl. (1830.) 
Calyx usque ad basim 4 — 5-partitus, sepalis carnosulis, subinde rigidis, acutis, enerviis. 
Corolla nulla. Parastemones nullae Stamina 4 — 5, sepalis alterna, annulo membranaceo ob- 

soleto eglanduloso perigyno inserta. Ovarilim 1-loculare, multiovulatum , stylis 4 5 sepalis 

oppositis. Capsula ovoidea , membranacea , in valvas 4 — 5, sepalis alternas, usque ad basim 

dehiscens. Semina globosa, nitidula, estrophiolata, subtilissime granulata. Herbae humi- 

les perennanfes , caespitosae , Amerime auslralis tropicae , exlratropicae et antarcticae 
nee non Novae Hollandiae tropicae, habitu Saginae specierum perennantium (Spergularum 
exstipulatarum L. etauetj, cauliculorum internodiis creberrimis brevissimis , foliorum 
vaginis longis semet excipientibus inclusis. Folia opposita , exstipulata, carnosula, linea- 
ria , plana , marcescentia , v. rigida ovato-lanceolata , triquetra , aretissime imbricata. 
persistentia. Flor es solitarii v* gemini, axillares, minuti. 

Colobanthus Bartl. ord. pl. 305 j in Reliqu. Haenk. 2. 13. t. 49. /. 2. — Fenzl Annal. Wiener Mus. 1. 48.; in Enal 

Atakt. t. 49. 
Saginae et Spergulae sp. exstip. H. B. Kuntli , Hook., D'Urville, Labill. 

Obs. Genus Sayinae proximum , staminihus capsulaeque valvulis sepalis alternis, nee oppositis. 
diversum. 

Illustrationen! specierum confer. in Annal. des Wiener Museums et in Reliqu. Haenk. 



*) Descriptio fusior in Endl. Atakt. t. c. 



27* ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 

A I) E N O G R A 31 M E A E *). 

Port ulacearum tribus VIII« **). 

Steudelieae, Porhtlac. trib. I. Fenzl in Annal, Wiener Mus. 1. 349 — 351 , excl. gen. 
Portulaccaria ***). 

Caly.r usque ad basim 5-partitus ovoideus v. globosus , sepalis margine et interne peta- 

ioideis. Corolla nulla. Parastemones nullae. Stamina 5, sepalis alterna, annulo membra- 

naceo sive cupulae obsoletae liberae bjpogynae inserta. Antherae ovales, versatiles. Ora- 

rittm liberum, subglobosum v. conicum , 1-loculare, 1-ovulatum ; ovulo erecto l'uniculo umbi- 

Jicali adscendente suspenso; stylo simplicissimo obliquo; stigmate capitato. Capsula catyce 

inclusa v. demum labente denudata, conica recta anceps sive lenticularis oblique acumi- 

nata, marginibus papulosa v. laevis, faciebus laevissima sive impresso-punctata , chartacea, 

indehiscens. Semen erectum, infra finem radicularem superum suspensum. Embryo periphe- 

ricus uncinatus v. annularis , cotyledonibus incumbentibus , albumen farinaceum includentibus. 

Suffrutices v. herbae annuae , capenses , graciles , dichotome ramosae , diffusae , glabrae , 

/blas verticillatis obovatis, ovalibus, lanceolatis, linearibus v. ftliformibus, muticis v. ari- 

»•fato-mucronafis, obsoletissime stipulatis. Flores parvi, per umbellulas axillares sessiles 

dispositi, breve pedicellati v. subsessiles. 

ADENOGRAMMA Reichenb. (1827.) 
Character : tribus. 

Adenogramma. Reichenb. inconogr. bot. exot. 2. 8. t. 109. 

Stcudclia Presl. Symb. 1. 3. t. 2. 

>lolluginis et Pharnacci sp. quaedam L. et auct. 



*) Die Rehabilitirung des älteren Namens Adenogramma Reichenb. , welchen ich in der ersten Abtheilung- dia- 
ser Monographie gegen den jüngeren von Stcudclia Presl mit gutem Grunde vertauschen zu dürfen glaubte, 
geboth nothwendig auch die Aenderung in der Bezeichnung der auf diese einzige Gattung gegenwärtig zu 
beschränkenden Tribus. Ich wurde nämlich damahls durch wiederholte Untersuchung von gewiss mehr als 
50, scheinbar vollkommen ausgebildeten Früchtchen des Adenogramma Mollugo Reichenb. , in welchen ich 
durchgehends bloss taube und verkümmerte Samen traf, während fast jedes Früchtchen der sonst so unge- 
mein ähnlichen Steudelia galioides Presl ein vollkommen ausgebildetes Samenkorn zeigte, zu der Ansicht 
verleitet, dass die sonderbare Kapselbildung dieser Art keineswegs in einer normalen, sondern in einer 
durch einen krankhaften Vegetations-Prozess allgemein hervorgerufenen monströsen Morphose des Carpel- 
les ihre Erklärung finde, der Gattungs Charakter somit ein fictiver sey und mit demselben der anklebende 
Name, in seiner Bedeutung (qua Capsula „seriato- glandulosa sive papulosa,» ab udrjv , h'og glandula v. papillii 
et ynauurj, r\g linea) als systematisch unstatthaft, wegfallen müsse. Erst durch Drege's und Eckions Mitthei- 
lungen instruktiverer Exemplare dieses Pflänzchens mit keimfähige Samen enthaltenden Früchtchen wurde 
ich meines Irrthumes überwiesen und somit genöthigt, dem ersten Namen sein Prioritätsrecht zu belassen» 
obgleich derselbe, strenge genommen, nur auf die erwähnte, nicht im geringsten aber auf die Fruchtbildung 
der übrigen Arten passt. 
**) Die nähere Verwandtschaft, welche sämmtliche Adenogramma-Artea. zu den Mollug ine en im Ganzen, und zur 
Gattung Psammotropha hin noch besonders zeigen, so wie ihre anderweitige zu Corrigiola, mit welcher die 
Parortychieen beginnen, bestimmten mich, mit denselben die Reihe der Portulacccn Gattungen mit hypogyner 
Staubfadcn-Insertion zu schliessen, dagegen die eine, meist perigyne zeigende, mit den Tetragoniecn und Aizoi 
deen zu eröffnen. 
'**) Die Gattung Portulaccaria verhält sich der Summe ihrer Charaktere nach zu den Calandriniccn mit disepalem 
Kelche und einfächerigen, aufklappenden Früchtchen, gerade so wie Adenogramma zu den Molluginecn ; bil- 
det daher eine eigene, vor jene Abtheilung zu stellende Tribus. 



ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 355 

See t. I. Suffrutices diffusi, ramis elongatis ramosissimis , filifortnibus ; foliis obova- 
tis, ellipticis, lanceolatis v. linearibus. 

1. ADENOGRAMMA SYLVATICA. 

A. foliis obovatis, ovalibus , ellipticis, oblongisque (8>l I / 2 /// Ig.) aristatis, einarcidis, 
diu persistentibus ; stipulis capillaribus, fugaeibus. V, s. sp* plur. 

Synon. Steudelia sylvatica Eckl. et Zeyh. enum, pl. Afr. 283. 

Galium capense Thunb. fi. cap. 151 (fide Eckl. et Zeyh. ! — vix descriptionis Thunb.), 

Collect. Eckion et Zeyh. pl. cap. no. 1809! — Drege pl. cap. no. 1212. a. b. c. ! 

Patria, Cap. b. spei. Hab. in nemoribus ad fhimen Rivier Zondereinde et prope Gnadenthal, tum inter frutices , band 
proeul a thermis ad latera montis Zwarteberg prope Caledon, terrae inferioris australis prov. Stellen 
bosch (Eckion !),- in humidis montium prope Gnadenthal, alt. 2500 — 4000'; inter frutices et in umbrosis 
declivium rupestrium ad Vanstaadesberg et Dutoitskloof, ejusdem territorii (Drege !) Fl. Oct. — Jan. 

Suffrutex a basi ramosissimus debilis, facie berbaceus, babitu Rubiae v. Galii specierum foliis latio- 
ribus, cauliculis ramisque Tarie bumifiisis v. inter frutices scandentibus , l_3pedalibus, 2-chotomis et 

3 5 ad nodos verticillatis, filiformibus demumque capillaribus, laevissimis, testaeeis v. stramineis, inter- 

nodiis summe inaequalibus , haud raro 3 4uncialibus, ad genicula tumidis, partim fragilibus. Folia 3 8 

verticillata, patentissima, demum flaeeide reflexa, tenue membranacea, laete viridia, senecentia rutila v. 
dilute testacea, diu persistentia; inferiora et ad ramorum divisiones cardinales sita obovata, ovalia , ellip- 
tica r. oblonga , plnrimum semiuncialia, 1 — 3'" lata, seta capillari obliqua v. varie flexa aristata; supe- 
riora sensim minora, potissimum elliptica imo lanceolata , 3'", summa 1/4"' longa. Stipulae setaceae, 

subtilissimae, paucae , mox fugaces, *V W v 'i* longiores. Flores axillares 3 7, primum facie glomerati, 

demum ex apice pedicellorum inaequalium, folia subaequantium et % 2plo superantium, patentissiraorum, 

diutissime persistentium in fruetu lnbentes. Calyx globosus , % — \'" longus, anthesi patentissimus, sepa- 
lis ovalibus et obovato-subrotundis, praeter nervum linearem parvulum, herbaceum, ultra medium non ex- 
currentem, petaloideis, albicantibus. Stamina 5 , calyce breviora , filamentis in cupula parva hypogyna 
truncata sinubus latis discretis. Ovarium ovoideum compressiusculum in stylum oblique porrectum, stig- 
mate capitato , obsoletissime bilamellato, lamellis crassiusculis invicem agglutinatis terminatum desinens. 
faciebus marginibusque laeve. Capsulae et semina matura non visa. 

2. ADENOGRAMMA DIFFUSA. 

A. foliis oblongo- et lineari-lanceolatis , mucronatis carnosulis , rigidis , basi demum 
solutis deeiduis (2 1 / 2 >1 /// lg); stipulis subnullis. V. s. sp. plur. 

Synon Steudelia diffusa Eckl. et Zeyh. Enum. pl. Afr. 284. 
Pharnaceum diffusum Bartl. in Linnaea 7. 625. 

„ Lichtensteinianum R. et Schult, syst. 6. 692. (excl. syn. Lichlenstein , ad Pharn. reflexum «pect } 

Mollugo Lichtensteiniana Ser. in DC. prod. 1. 393 (excl. syn. Lichtenstein) . 
Collect. Steudelia diffusa Eckl. et Zeyh. pl. cap. no. 1811! 

Pharnaceum diffusum PI. cap. Un. itin. no. 627 (ex parte) ! 

j, galioides Willd. herb, no. 6105 ! 
Drege pl. cap. no. 6226 ! _ Herb. mus. Berol. ! 
Fat) ia. t up. b. spei. Hab. in locis arenoso-lapidosis (alt. III.) ad latera montis Tafelberg septentrionem et orientem 
speetantia, prov. Cap (Ecklonl); ibidem alt. 1500_2000' (Drcgelj Hoffmansegg fide herb. Willd.\, Btr 
giusl). Fl. Oct Nov. 

Suffrutex diffusus , glaberrimus, a basi ramosissimus caudiculis uncialibus tortuosis, crassitie fili 
emporttici, epidermide rimosa cinerascenti - fusca tunicatis ; caulicttli cum ramis brevioribus digitales 
;t spitiiamei, erecti v. adscendentes, longiores 1—2 y 2 pedales, decumbentes, ülilormes, rigidi, inlptnodib 



IM ED. FENZL MONOGRAPHIE DER MOLLUGINEEN. 

MiinuiL- inaequalibus V 2 — 2/' 2 uncialibus , ad nodos globose incrassatos subcartilagineos fragilissi- 
iui, fusci, nitidi. Folia 3_8 verticillata, oblongo-lanceolata, 2_2 1 / 2 / " longa, superiora simulque 
minora lanceolato-linearia (1 — l/V'bj.) Vs— 3 /*'" lata, carnosula, laete viridia , rigidiila , mucronata, 
iiiiiiToniilo recto , obliquo et reflexo , basi solubilia ac mox decidua ; hinc caules et rami , versus apices 

»olum foliati. Stipulae paucissiinac , obsoletae, capillaceae, fugacissimae. Flores 2 7 primum subses- 

Blle«, deinuin foliis plus minusve longius pedicellati, in umbellulas axillares patulas conferti , in fructu 
■lecidui. Calyx, slamina et Stylus omnino praecedentis, tantumodo paululum minores. Capsula crustacea, 
indehiscens, globoso-lenticularis, brevissime mucronulata, faciebus marginibiisque prominulis obsoletissi- 
DM rugulosa, semimatura opaca, dilute ochracea, matura lucida, castanea, diametro majore vix 3 V" lata. 
Semen ovoideum , faciebus concaviusculis , dorso planiusculum, testa membranacea, dilute ferruginea. 
Embryo annularis, cotyledonibus planis, crassiusculis, radicula parum prominula. 

3. ADENOGRAMMA LAMPOCARPA E. Me